Ökonomen streiten über Verteilungsfrage
Seite 1241 von 7962 Neuester Beitrag: 29.08.25 18:55 | ||||
Eröffnet am: | 04.11.12 14:16 | von: permanent | Anzahl Beiträge: | 200.035 |
Neuester Beitrag: | 29.08.25 18:55 | von: Katzenpirat | Leser gesamt: | 42.213.858 |
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Manche Forderungen sind sogar „linke“ Forderungen – etwa, dass Asylbewerber dezentral untergebracht werden sollen und nicht wie jetzt in „menschenunwürdigen“ Sammelunterkünften, wie es in den neunzehn Punkten heißt. Und wer wollte sagen, dass die Forderung nach sexueller Selbstbestimmung, nach Bürgerentscheiden und der Einspruch gegen Waffenlieferungen an die PKK „rechtsextremistisch“ wären?
Die Kritiker von „Pegida“ tun sich deshalb schwer damit, ihren Vorwurf zu belegen, es handele sich dabei um eine im Kern rassistische Bewegung, die ausländerfeindliche Ressentiments schüre. Schwierig ist das auch deshalb, weil die Teilnehmer ganz offensichtlich nicht die „Dumpfbacken“ sind, zu denen sie zunächst gemacht wurden. Da es deshalb nach mehreren Wochen der montäglichen Proteste zunehmend Versuche gibt, die wachsende Teilnehmerzahl zu „verstehen“ und deren Anliegen nicht in Bausch und Bogen abzulehnen, wird die Methode zur Identifizierung rechtsextremistischen Gedankenguts immer raffinierter.
Die bislang raffinierteste stammt vom Blogger Sascha Lobo, der die Gattung des „Latenznazi“ erfunden hat, um Leute zu beschreiben, „die rechtsextreme Positionen vertreten, ohne zu wissen oder wissen zu wollen, dass sie rechtsextrem sind“. Entscheidend daran ist, dass sie es „nicht wissen“, dass es ihnen also erst von anderen gesagt werden muss, damit sie erkennen, dass es rechtsextrem ist, was sie denken. So lässt sich bequem einfach alles, was einem an der Bewegung nicht gefällt, zum offenen oder „latent“ rechtsextremistischen Gedankengut erklären – selbst dann, wenn eigentlich „linke“ Forderungen vorgetragen werden. Das ist der verzweifelte Versuch, die Ausgrenzung aufrecht zu erhalten, die bislang immer so schön funktioniert hatte.
Wer aber die „Montagsdemonstrationen“ besucht hat, dem müssen zwei unangenehme Dinge auffallen:
Erstens werden die neunzehn Forderungen gar nicht vorgetragen, praktisch begründet oder erklärt. Sie dienen ganz offenbar nur als Alibi. Zwar beteuern die Anführer, dass es „Menschenpflicht“ sei, Flüchtlinge in Deutschland aufzunehmen. Wenige Sätze später rufen sie aber dazu auf, die Einrichtung von Asylbewerberheimen zu verhindern – denn man ist ja gegen Sammelunterkünfte.....
http://www.faz.net/aktuell/politik/harte-bretter/...ern-13331373.html
Ich kenne keine Parteiversammlung, wo das gesamte Programm verlesen wird.
Pegida ist gegen Sammelunterkünfte und für Einzelunterkünfte. Das wollen übrigens auch die LINKE.
Das also "Beweise" für Alibiforderungen zu sehen ist also lächerlich, es ist eine Kernforderung.
Germany is leaving the door open to discussing debt relief with Greece’s next government, lawmakers in Chancellor Angela Merkel’s coalition said, signaling a more flexible stance than her administration has taken publicly.
While writing off Greek debt isn’t on the table, talks on easing the repayment terms on aid that Greece received from European governments are possible after the country’s parliamentary elections on Jan. 25, the lawmakers from Germany’s two biggest governing parties said. The condition is that Greece sticks to its austerity commitments, they said. ......
http://www.zeit.de/wirtschaft/2015-01/...nland-deutschland-kompromiss
.Die Bundesregierung will Griechenland auch im Fall eines Wahlsiegs des Linksbündnisses Syriza im Euro halten. Nach Informationen der ZEIT wird in Berlin und Brüssel derzeit sondiert, wie ein möglicher Kompromiss mit Syriza-Führer Alexis Tsipras aussehen könnte. Ein Ausscheiden Griechenlands wird in der Bundesregierung nach wie vor als ökonomisch riskant und politisch kostspielig angesehen – entgegen anderslautender Berichte. .....
Bisher haben Pegida-Anführer nicht mit Parteien geredet, heute besuchen sie die sächsische AfD im Landtag. Wahrscheinlich ist das der Beginn einer neuen ....
Ich dagegen lese mir die Kommentare im Pegida-Milieu auch durch bevor ich pauschal anschuldige. Da steht was ganz anderes, nämlich dass sich die Leute auf das Papier berufen.
Klammern wir die paar obligatorischen Dumpfbacken aus, die Pegida radikal verstehen und daher mitlaufen (die inverse Antifa), gehen die Leute also auf die Strasse WEIL die Gesetze die wir haben nicht konsequent durchgesetzt werden.
Mehr in die Sache reinzuinterpretieren ist und bleibt üble Nachrede. Die Folge ist, dass noch mehr Leute kommen, weil Ausgrenzung keine Lösung ist.
Natürlich gibt es Überscheidungen im Programm, letztlich ist für den Pegida-Anhänger die AfD die einzig wählbare Partei.
Für die AfD ergibt sich bei zu enger Bindung an eine Bewegung die sie nicht kontrolliert die Gefahr mit Pegida unterzugehen, sollte Pegida von der NPD unterwandert werden. Anzeichen gibt es dafür. Zwar sind 18 Gewaltbereite bei 18000 Demonstranten ein Nichts (zumal es bei der Gegendemo wesentlich mehr Autonome waren), aber der Imageschaden könnte enorm sein.
Pegida steckt im Moment im Dilemma: Die Anhänger wollen "mehr", aber ohne politischen Arm kann Pegida nichts mehr bieten und auch nichts erreichen. Die Beschränkung auf ein Thema scheint auch Probleme zu bereiten, irgendwann ist halt der tote Punkt erreicht.
Ich halte daher die Gespräche in Sachsen für reine Infogespräche. Die AfD wird nicht den Fehler begehen, sich an Pegida zu binden.
www.zerohedge.com/news/2015-01-07/three-paris-terrorists-identified
Deutschland hat sich das ungewollt erspart, aber dafür später türkische "Gastarbeiter" angeworben.
Dienstag, 6. Januar 2015 , von Freeman um 14:00
Am 4. Dezember 2014 fand an der Graduate School of Public and International Affairs in Ottawa, Kanada eine Konferenz statt mit dem Titel: "Einheitliches Ukraine? Euromaidan-Revolution und Donbass-Rebellion in inländischer und internationaler Perspektive". Dazu hat der ehemalige Botschafter Kanadas in Jugoslawien, Albanien und Bulgarien, James Bissett, einen Vortrag gehalten mit der Aussage: "Von den USA angeführten NATO-Mächte verantwortlich für die Krise in der Ukraine".
Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: James Bisset - NATO an Ukraine-Krise schuld http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/01/...tml#ixzz3OAfCzJqy
Selbstverständlich werden auch hier die Täter gebürtige Deutsche sein. Ihre Eltern allerdings nicht.
+++ 23:25 Polizei fahndet nach Saïd Kouachi, Cherif Kouachi und Hamyd Mourad +++
Boah, wie mutig:
+++ 23:31 Deutsche Zeitungen drucken "Charlie Hebdo"-Karikaturen +++
Heute: "Wir tun das nicht, weil uns alle Karikaturen gefallen", heißt es in einer Erklärung der "Berliner Zeitung" an ihre Leser. "Wir veröffentlichen die Satire von Charlie Hebdo aus Respekt vor den Ermordeten, die die Meinungsfreiheit verteidigten."
Morgen: "Wir machen mit im Mainstream-Gebashe gegen Islamismuskritiker weil uns das saugeil gefällt und wir Schiss vor den Moslems in Berlin haben" ?
Denn für alle und jede Scheiße in der islamischen Welt habt ihr "uns", Deutschland, Europa, den Westen bzw. die "Schweine-USA" verantwortlich gemacht.
Für ALLE Massaker, für ALLE Kriege, für ALLE Bombardements, für ALLE Vertreibungen und Versklavungen dort - und für alle Aufstände gleich mit dazu. flächendeckend.
Für alle Opfer, alles Unglück, alle Flüchtlinge zeichnet bei euch am Ende Deutschland bzw. die "Schweine-USA" verantwortlich. Insofern erscheint es dann auch völlig logisch, dass bei allen Kriegen (das können noch erheblich größere werden) in der islamischen Welt in Europa und in Deutschland die Flüchtlinge einlaufen.
Und falls die Flüchtlinge der gleichen verschwörungstechnischen Meinung sind, dass nämlich die "Schweine-USA samt ihren Vasallen wie Deutschland "hinter allem stecken" - dann sind sie gar keine Flüchtlinge mehr. Sondern unsere vorwurfsvollen Opfer mit unlimitiert hohen Opfer-Entschädigungsansprüchen gegen uns. So entsteht interkulturelle Vergiftung.
Neben den anderen wollen immer mehr Leute auch sich selbst als unsägliche Opfer der "Schweine-USA" sehen, darin das Elend ihres Lebens pflegen. Sie wären ausgebeutet von den Angelsachsen, behaupten sie, arbeiteten lebenslang kostenlos und sinnlos für frisch gedruckte Dollars, und vegetierten deswegen so erbärmlich dahin... Dieses Gift, eine der dümmsten und bösartigsten Verschwörungstheorien ist im BT, hier im thread und Teilen der Öffentlichkeit quasi schon zum vehement behaupteten Denkstandard geworden.
Martin Gillo, bis 2014 Ausländerbeauftragter in Sachsen
Aus konservativ-gekränkter Sicht scheinen alles Probleme der Welt immer vorrangig bei "uns" anzukommen.
Das ist nicht ganz so. Die Flüchtlinge etwa in Syrien fliehen zunächst mal innerhalb Syriens selbst. 50% der syrischen Bevölkerung wurde vertrieben, von den über 10 Millionen davon flohen 6,5 Millionen innerhalb des Landes.
Und 3,5 Millionen flohen in die Nachbarländer Libanon (1,100.000), Türkei (1.100.000), Jordanien (737.000), Irak (225.000) Agypten (138.000), sowie nach Europa (ca. 160.000).
Im Juli 2014 (diese Zahlen haben sich seither erhöht) lebten in Deutschland 43.000,
davon hatten sich 31.000 übers Mittelmeer, Griechenland etc. illegal nach Deutschland durchgeschlagen. Legal kamen 6.000 eines zugesagten Kontingents von 20.000 über humanitäre Aufnahmeprogramme (dafür haben sich wohl über 200.000 Syrer beworben. Ein Aufenthalt ist für die nächsten zwei Jahre geplant, dann sollen die Flüchtlinge, sofern es die Lage in ihrem Heimatland zulässt, wieder heimkehren...), und 6000 durch eine Syrien-Sondererlaubnis der Länder, weil ein Verwandter oder Bekannter sich verpflichtet hatte, für den Unterhalt der Flüchtlinge vollständig aufzukommen (inzwischen werden die Krankenkosten übernommen).
Dass Moskau unter Putins Führung die Ukraine ökonomisch und politisch zerhackt hat, wirst du doch nicht etwa bestreiten wollen, werter AL.
Und dass man in Moskau die ökonomisch-politisch geschwächte EU und zerrissene Nato mit der Ukraine-Politik provozieren und tendenziell zerlegen wollte für eine gesamteuropäische Eurasische Union, das hat man selbst zumindest als allgemeines Ziel dort immer propagiert. Dafür wird Putin von den reaktionären Linken und Rechten im Westen schließlich auch gefeiert - wofür denn sonst?
Für Leute wie Fill und für dich hingegen scheint er irgendwie eine Art "Führer" zu sein, Russland eine "natürliche Atomweltmacht vom Lande", ein "junger Wolf" - ihr erregt euch immer so sehr merkwürdig, als würde man euren "Putin" irgendwie völlig unangemessen anquatschen. Zeitweise gab es hier sogar das von Fill erklärte TABU, über Putins Politik überhaupt zu sprechen. Muss man sich mal vorstellen... ;-o))
nehmen den Islam laut der Studie als Bedrohung für Deutschland wahr. Wohlgemerkt: den Islam, nicht den Islamismus. 2012 waren es 53 Prozent.
"Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel über Salafismus gesprochen, über den Dschihad und Terrorismus", sagt Yasemin El-Menouar n-tv.de. Die Islamexpertin der Bertelsmann-Stiftung nennt die Debatte über den Islamischen Staat (IS) und die Gefahr durch Syrien-Rückkehrer als Beispiel. Der Anschlag auf die Redaktion in Paris passt in diese Reihe. "Diese Aspekte werden sehr schnell vermengt mit der Situation der Muslime in Deutschland." Laut El-Menouar ist der Anteil der Extremisten unter Muslimen in Deutschland mit einem Prozent aber nicht höher als der Anteil der Extremisten unter Nicht-Muslimen.
Als weiteren Grund für das verschrobene Islam-Bild vieler Deutscher nennt die Studie den Umstand, dass die meisten Bürger schlicht keinen Kontakt zu Muslimen haben. Nur jeder Dritte trifft im Alltag auf Anhänger des Islam. In Ostdeutschland ist es sogar nur jeder Zehnte. Unter Bürgern, die öfter Muslime in ihrer Freizeit treffen, liegt der Anteil derer, die den Islam als Bedrohung ansehen, mit 43 Prozent unter dem Durchschnitt. Unter Bürgern, die nie Muslime treffen, liegt er mit 66 Prozent deutlich darüber. In Sachsen, dem Pegida-Stammland, gibt es die geringste Zahl der Kontakte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen und dort fürchten mit 78 Prozent die meisten den Islam.
Die Angst der deutschen Mehrheitsgesellschaft hat weitreichende Folgen. 52 Prozent finden: Der Islam passe nicht in die westliche Welt. 40 Prozent haben das Gefühl, wie ein Fremder im eigenen Land zu leben. Und 24 Prozent würden Muslimen am liebsten gleich die Zuwanderung nach Deutschland verweigern. Große Unterschiede zwischen verschiedenen Bildungs- oder Sozialniveaus stellten die Forscher bei ihrer Untersuchung nicht fest. Auch das Alter spielt demnach nur bedingt eine Rolle auf diese Weltsicht."
Zahlen aus einer Bertelsmann-Studie, n-tv "Die Angst vor dem Islam ist maßlos groß"
Dass Moskau unter Putins Führung die Ukraine ökonomisch und politisch zerhackt hat, wirst du doch nicht etwa bestreiten wollen, werter AL."
A.L.: Doch, doch. Tatsächlich ist es Tenor sämtlicher Beiträge hier im Thread (bis auf die, die du und dein Mitläufer Zaphod verfasst haben), dass "der Westen" den Konflikt in der Ukraine angezettelt und sie dadurch zerhackt hat.
Zu diesem Ergebnis kommt auch die in Ottawa präsentierte Bisset-Studie (siehe Toni in # 012).
Nach mehreren Monaten Postens zur Ukraine solltest es dir, Daiphong, eigentlich allmählich dämmern, dass DU derjenige bist, der hier eine Minderheitsmeinung vertritt. Deine Nato-Wahrheiten werden auch nicht dadurch sakrosankt, dass das Ex-Ossi-Duo Merkel und Gauck sie von oben dem Volk diktieren.
Schau dir die inzwischen (aus gutem Grund) gesperrten Leserkommentarspalten in den Zeitungen an. Alles "Putinisten"? Träum weiter.