Bayer AG
Aktie war eben schon wieder kurz auf 50 Euro.
Hier scheint es trotz allem keinen großen Abgabedruck mehr zu geben.
Laut dem bald 100 Jahre alten Buch "Why You Win or Lose - The Psychology of Speculation" von Fred C. Kelly soll man Aktien dann kaufen, wenn sie nach schlechten Nachrichten nicht weiter runtergehen.
Übrigens ein Buch, dass ich jedem empfehlen kann, denn auch wenn die Börse sich seit 1930 immens verändert hat, ist menschliches Verhalten im großen und ganzen gleich geblieben.
Nun ist Bayer im Mittel tatsächlich ein Prozent und mehr runtergegangen nachdem gestern die Meldung kam. Aber wirklich gravierende Auswirkungen scheint es nicht mehr gehabt zu haben. Genauso wie bei einem Aufwärtstrend irgendwann die Luft raus ist, kann dies bei einem Abwärtstrend passieren.
Meine Meinung. Keine Handlungsempfehlung.
https://www.pmlive.com/pharma_news/...parkinsons_cell_therapy_1493925
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...ayer-aktie-50-euro-tief
Nach meiner Erfahrung nur als Kontraindikator zu gebrauchen. Wenn überhaupt.
Sorry, das solltest Du überdenken! Eine Gewinnwarnung kommt vom Unternehmen selbst und hat Hand und Fuß!
Kauf lieber in eine Analysten-Warnung hinein oder eben in so eine für das Unternehmen eher marginäre Meldung, besonders, wenn der Abverkauf so extrem ist. Da gehe ich immer gerne mit Hebel rein z.B. HG7KTU (siehe auch mein Börsenspiel-Depot), und kann dann auch noch zuwarten.
Gewinnwarnungen dagegen sind schwer kalkulierbar, Tage später kommen die Analysten aus den Löchern und dann gehts oft noch weiter runter.
Mitunter gilt hier "buy on bad news", wenn eine Aktie, vielleicht in Erwartung der Gewinnwarnung, in der Zeit vorher bereits nachgegeben hat. Der Tag wo die Gewinnwarnung rauskommt könnte dann in der Tat eine Gelegenheit sein für Schnäppchenjäger, wenn die Aktie dann nochmal massiv abverkauft wird. Denn der Markt neigt zu Übertreibungen, auch nach unten. Zumindest ein charttechnischer Rebound ist dann oft drin.
Trotzdem ein riskantes Unterfangen. Wer wirklich billig einkaufen will, der sollte sich lieber an fundamental gut dastehende Unternehmen halten, die zwischenzeitlich z.B. durch Gesamtmarkt-Turbulenzen eine gewisse Kursschwäche haben. Denn wann ein angeschlagenes Unternehmen wieder zurück in die Spur findet und erneut Gewinnwachstum meldet, das kann kein Kleinanleger wirklich mit ausreichender Treffsicherheit vorhersagen.
https://www.guetsel.de/content/69543/...nhaltende-verbesserungen.html
Dort wird bestätigt, das die Erhöhung der Dosierung nachweislich Erfolge erzielt. Wenn ich die ganzen Berichte nun verstanden habe, ist das einzige Thema, das die Dosieranlagen nicht richtig gearbeitet haben. Das Produkt passt. Oder habe ich etwas falsch verstanden
3 Apr 2023 AQR Capital Management 0,48% Bestaande positie
3 Apr 2023 Natixis 0,33% Bestaande positie
3 Apr 2023 Allianz Investment Management 0,13% Bestaande positie
Das ist die Auskunft auf shortsell.nl
Bei Bayer sind Shortseller ja kaum aktiv. Eigtl. ein hervorrgendes Zeichen für die Substanz des Unternehmens.
Hfftl. fliegt hier bald der Deckel. Allerdings weniger durch Shorteindeckungen. Es gibt ja kaum welche
Zwar keine registrierpflichtigen Shortseller, aber offenbar verkaufen Fonds im großen Stil. Wie ist es sonst zu erklören, dass zu Xetra Start durchschnittlich sofort 1 Millionen Aktien geschmissen werden?
Wenn das so weitergeht, haben wir gar kein upside Potential, sondern eher downside bis zu 4X,XX oder 3X,XX. Oder sehe ich irgendetwas falsch?
Der neue CEO muss auch sehen, dass er nicht sofort das ganze Vertrauen am Kapitalmarkt verspielt. Man hört im Grunde genommen ganz ganz wenig von ihm. Er ist jetzt im vierten Monat im Unternehmen, im zweiten Monat als CEO und außer "Ich kann Ihnen nichts sagen, was ich selbst nicht weiß" habe ich nicht viel vernommen.
Kann er wirklich (noch) nicht? Darf er nicht?
aber offenbar verkaufen Fonds im großen Stil. Wie ist es sonst zu erklören, dass zu Xetra Start durchschnittlich sofort 1 Millionen Aktien geschmissen werden?
Das sind keine Fonds und auch keine Großanleger, die das tun. Denn beide sind morgens und vormittags praktisch nicht an der Börse aktiv, sondern treffen ihre Entscheidungen meistens nachmittags in den letzten ein bis zwei Stunden des Xetra-Handels.
Morgens zum Xetra-Open sind quasi nur Algorithmen unterwegs, sowie Kleinanleger, und es werden noch Verkaufs- oder mitunter auch Kauforder bedient die am Vorabend im nachbörslichen Handel nicht mehr ausgeführt wurden. Das kann sich dann zum Beginn des Handels auch mal entladen indem fast auf einen Schlag eine Million Aktien abgestoßen werden.
Grundsätzlich sieht es momentan so aus als hätte die Unterstützung bei 48-50 Euro gehalten, und die Chancen stehen gut, dass wir in den nächsten Wochen wieder steigende Notierungen sehen werden.
Das sollen Algos sein?
Und Algos können in der Masse eine große Menge Geld bewegen. Das muss ja nicht alles Handelsvolumen sein das von einem einzigen Algo bewegt wird.
Eine Million Aktien ist zudem gerade einmal etwas mehr als 0,1 Prozent der Marktkapitalisierung von Bayer. Selbst der momentane Gegenwert von ca. 50 Millionen Euro ist für eines der am höchsten kapitalisierten DAX-Unternehmen keine große Summe. Zumal wir an manchen umsatzstarken Tagen dieses Jahr Volumina von 400 Millionen Euro und mehr gesehen haben.
Über größere Bewegugen bei den Stimmrechtsanteilen von Großanlegern gibt es zumindest in den letzten beiden Monaten keine neuen Erkenntnisse. Auf jeden Fall keine, die irgendwelche Meldeschwellen berührt hätten und somit mitteilungspflichtig gewesen wären. Zuletzt hat die norwegische Zentralbank im April ihre Anteile von 2,97% auf 3,15% erhöht.
https://www.eqs-news.com/de/company/...23-ea7c-11e8-902f-2c44fd856d8c
Und ein Substanzwert wie Bayer kann nichtmal das Vortagesniveau halten ohne jede neg. Nachrichten.
Und selbst wenn man bei so volatilen Werten mal ne Hausse mitmacht - die meisten Kleinanleger schaffen es nicht, am Top auszusteigen und ihre Gewinne zu realisieren, und sehen dann zu wie ihr Investment doch wieder ruckzuck in den Keller geht.
Will sagen - das ist zwar schön dass Tesla so viel Wert auf dem Papier (!) zugelegt hat, und es ist vielleicht ärgerlich wenn man nicht mit dabei ist - aber die Erfahrung zeigt, dass man als Kleinanleger langfristig um so weniger an einer Aktie verdient, je volatiler sie ist.
Wer Lust auf zocken hat, der soll gern Tesla kaufen. Ich hab mir daran letztes Jahr mächtig die Finger verbrannt und betrachte die Aktie nicht als "investment grade". Zumal insbesondere mit Blick auf den EV-Gesamtmarkt die Dominanz von Tesla in den nächsten Jahren stetig abnehmen wird. Was sich sowohl in der Kursbewertung als auch bei den Gewinnmargen niederschlagen wird. Egal, was einem die ganzen Pusher erzählen.
Noch dazu ist hinreichend belegt, dass Kleinanleger - zumindest in der Masse - die Angewohnheit haben, erst in eine Aktie einzusteigen wenn sie schon sehr weit nach oben gelaufen ist. Weil man ja denkt man hat was verpasst, und weil man sich ganz einfach von der tollen Performance ködern lässt von der man denkt dass das ewig so weitergeht. Aber wenn die Masse auf eine Aktie aufmerksam wird, dann fangen diejenigen die sie hochgetrieben haben schon längst wieder an, ihre Anteile abzuladen.
Das ist ein Spiel das man als Kleinanleger eigentlich nicht gewinnen kann. Aber die Chance, am Ende mit einem Plus herauszugehen, steigt bei soliden Unternehmen die weniger volatil sind und einen eher steten Wertzuwachs haben deutlich an gegenüber Zockerbuden die sich in nem halben Jahr verdreifachen aber dann auch wieder um die Hälfte fallen.