Bayer AG
Ich halte momentan eine Entspannung der Situation bei Bayer am wahrscheinlichsten.
Bayer könnte jetzt den Vorteil haben, dass sie bislang noch sehr viel weniger überkauft ist als viele andere Titel. Da ist nach oben momentan noch jede Menge Platz.
Nach meinem verpatzten Stop Loss bei 58 Euro diesen Frühling (hatte tagesgültig statt ultimo eingestellt) würde ich wohl die Reise bis ca. 60-65 Euro mitmachen und dann von Hand wieder aussteigen. Denn dann wäre das kurzfristige Chance-Risiko-Profil langsam auch wieder zu ungünstig.
Dennoch gibt es keine ausreichende Kommunikation einer Strategie. Ich glaube die Aktionäre wären schon froh, wenn er generell mal ein paar Worte verlieren würde.
Die PCB Risiken werden wie in der causa Glyphosat kommuniziert damit, dass Bayer eine fundierte Verteidigungsstrategie habe. Reicht das aus? Erstinstanzlich sind schon Fälle verloren gegangen mit einer aus meiner Sicht immens hohen Zahlungstitulierung. Vielleicht wird diese in der Berufung noch gesenkt. Vielleicht auch nicht oder mal zugunsten von Bayer entschieden (würde mich schon etwas wundern).
Spannende Frage über Abspaltungsfragen hinaus wird nun sein, wie Bayer das bilanziell solide darstellen kann. Reichen hier Rückstellungen wie bei Glyphosat in Höhe von weiteren 10 MRD? Oder reden wir evtl. von wesentlich höheren Beträgen? Oder kann Bayer sogar derzeit noch davon absehen, hierfür Rückstellungen zu bilden? Vielleicht ist auf diesem Gebiet der Rechtsstreitigkeiten und Bilanzierung jemand mit mehr Hintergrundwissen ausgestattet als ich.
Gibt es Analysten, die sich hierzu schon ausgelassen haben? Ich habe nichts gefunden. Aber es ist doch absehbar, dass außer einer Gewinnwarnung noch hohe Rückstellungen ein Risiko für das Unternehmen und den Wert des Unternehmens darstellen dürften, oder nicht?
Ein altes Sprichwort besagt es: Reden ist Silber, schweigen ist Gold.
Lass den lieben Mann erstmal seine Arbeit machen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass alsbald eine ordentliche IR-Mitteilung raus geht, die die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens beschreibt.
Leverkusen, 24. Juli 2023 – Der Bayer-Konzern hat am Montag den Ausblick für das Geschäftsjahr 2023 gesenkt. Grund sind vor allem die weiter massiv zurückgegangenen Umsätze mit glyphosatbasierten Produkten.
Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet Bayer nun einen um Währungseffekte bereinigten Umsatz (also auf Basis der monatlichen Durchschnittskurse des Jahres 2022) von 48,5 bis 49,5 Milliarden Euro (bisheriger Ausblick: 51 bis 52 Milliarden Euro). Für das EBITDA vor Sondereinflüssen geht das Unternehmen jetzt von währungsbereinigt (wb.) 11,3 bis 11,8 Milliarden Euro aus (bisheriger Ausblick: 12,5 bis 13,0 Milliarden Euro). Bayer hat auch die Erwartungen für das bereinigte Ergebnis je Aktie wb. auf 6,20 bis 6,40 Euro (bisheriger Ausblick: 7,20 bis 7,40 Euro) und für den Free Cash Flow auf etwa null Euro (bisheriger Ausblick: etwa 3,0 Milliarden Euro) angepasst.
Für das 2. Quartal gibt es noch keine testierten Zahlen. Bayer erwartet einen Umsatz von etwa 11,0 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird voraussichtlich circa 2,5 Milliarden Euro betragen. Bayer rechnet mit einem Ergebnis je Aktie von etwa 1,20 Euro und einem Free Cash Flow von etwa minus 0,5 Milliarden Euro (alle Quartalsangaben basieren auf Wechselkursen zum Stichtag 30. Juni 2023).
Mit der Ergebniskommunikation zum 1. Quartal hatte Bayer bereits für das Gesamtjahr eine Zielerreichung im unteren Korridor der Prognose für Konzernumsatz und -ergebnis angekündigt. Der weitere Preisverfall und geringere Volumina aufgrund des Abbaus von Lagerbeständen insbesondere von glyphosatbasierten Produkten sowie schlechte Witterungsbedingungen haben den Druck erhöht. Aufgrund der erwarteten Marktentwicklung – vor allem im Hinblick auf das Glyphosatgeschäft – rechnet Bayer auch mit einer Goodwill-Abschreibung von circa 2,5 Milliarden Euro. Das wird zu einem negativen Konzernergebnis von etwa 2,0 Milliarden Euro im 2. Quartal 2023 führen.
Bayer wird die detaillierten Ergebnisse für das 2. Quartal am 8. August 2023 bekanntgeben.
was bayer jetzt macht ist hart aber notwendig.
D.h. am operativen Geschäft bleibt gar nichts hängen. Für Bayer bedeutet das, entweder Dividendenkürzung / Komplettstreichung oder höhere Verschuldung. Besonders wenn noch weitere Verfahren in der PCB Geschichte verloren gehen.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...-euro-a-1107981.html
Du hast Recht, Andersson muss ziemlich aufpassen, dass er nicht bereits nach einem Quartal angeschossen ist. Im Grunde genommen macht er gerade ziemlich viele handwerkliche Fehler.
A) Warum Gewinnwarnung erst jetzt? Kein Wort zu PCB was mich zur Frage B führt
B) Dürfen wir im August mit einer weiteren Hiobsbotschaft rechnen? Rückstellungen?
bei anderen Aktien wie bei BASF oder Sartorius hat man gesehen dass die Kurse trotz schlechten Zahlen nicht mehr gefallen sind, mal schauen wie es morgen bei Bayer läuft, vielleicht einen ersten Rücksetzer tradingmässig kaufen
*dividende wird wahrscheinlich wohl trotzdem etwa gleich bleiben, denke ich*, Bayer soll ruhig mal die Dividende zur Schuldentilgung und Aktienrückkauf einbehalten. Was hatest Du dieses Jahr von der Divi? Nur einen schnelleren Downmove! Der Kurs ist weit unter EX-Dividente. Un dies wurde auch noch versteuert. und diese Steuern kannste nicht mal im Verlusttopf gegenrechnen bei Bayer gegenrechnen. Sinnlos!
Ich wage zu behaupten das dieses Papier hier eines der schlimmsten am eutschen Aktienmarkt ist. Ein toxischer Wet, passend zum Monsanto-Kauf.
Einzige Hoffnung ist nun tätsächlich, die Aufspaltungsfantasie, diese muss aber schneller ans Laufen kommen als das PCB-Damokles-Schwert. Mögliche Handelsmöglichkeit: Morgen oder übermorgen kaufen, Aufspaltungsfantasie mitnehmen und dann strong short. Ich rechne dass es Bayer in 5 Jahen nicht mehr gibt, die wird durch die PCB-Geschichte komplett plattgemacht. Die Aufspaltungsfantasie wird durch die Ami-Börsenaufsicht zertrampelt werden, bis dahin muss man raus sein aus den Aktien und short.
Chart Beschönigung und wieder Durchbohrung von 38 Tage bzw. Mittel Durchschnitts Linie von Bollinger - Band !
Eine Kehrtwende mit Hochgeschwindigkeit ist jederzeit möglich !
Außer dem , die
Milliarden schwere Lagerbeständen werden auch bald alles abverkauft !
https://www.finanznachrichten.de/...eiter-verlust-in-aussicht-424.htm
Sollte die Börse heute verschnupft auf die Meldung reagieren, kann es durchaus bis auf 48, 70/48,20 kippen.
- die Börse hat eine Gewinnwarnung erwartet
- die Zahlen sind immer noch besser als von vielen erwartet
- mit den Zahlen wird klar , dass es ohne Aufspaltung nicht mehr gehen wird
Daher kommen jetzt immer mehr die Aufspaltungsfantasien zum tragen und der Kurs steigt weiter
Inzwischen ergibt sich somit ein Bild, dass die Akte in den letzten Monaten deshalb gefallen ist, weil der Markt diese Gewinnwarnung befürchtet hatte. Nun ist sie da, die Zahlen sind schlecht aber offenbar nicht so schlecht wie der Markt dachte, und die Chancen sind jetzt tatsächlich gut, dass die Aktie wieder gen Norden läuft.
Meine Meinung. Keine Handlungsempfehlung.