SOLAR MILLENNIUM AG Namens-Aktien
"Am lebhaftesten ging es allerdings in einem Nebenwert zu: Solar Millennium wurden um rund 15% höher mit 19,55 EUR getaxt. Hintergrund war ein Großauftrag in den USA, wie es hieß.. .."
http://www.finanznachrichten.de/...7-xetra-schluss-6-639-pkte-015.htm
Ich denke eher, dass es die erste Welle der Korrektur ist, und dass bei der Meldung, dass nun auch die Finanzierung geregelt ist, die zweite Welle anrauscht. Warten wir einfach mal ab...
Ich hatte hier bereits einige Überlegungen zu Blythe eingestellt, die in #5006 bis #5018 durch Quellenangaben belegt sind. Ihr könnt dort nachschauen, ich poste die Quellen hier nicht noch einmal. Im folgenden Posting vergleiche ich diese Angaben mit den aktuellen Neuigkeiten.
1. Genehmigung: Wird voraussichtlich bis zum Jahresende kommen.
2. Stromlieferung: 2.200 Gwh jährlich, laut SoM.
3. Strompreis: 11 oder 14 Cent/kwh (um Streit zu vermeiden).
4. Investitionsvolumen: 6 Mrd. Dollar (das sind 1,5 Mrd. Dollar pro Kraftwerk).
5. Finanzierungsvolumen: 4,2 Mrd. Dollar (das sind rund 1 Mrd. Dollar pro Kraftwerk, 30% Cash Grant abgezogen).
6. Laufzeit und Betriebskosten: 50 Jahre (!) und 27%.
7. Zinssatz: 5%, daraus ergibt sich der Rentenbarwertfaktor 18,3.
Ertragswert: 2.200 x 0,11 oder 0,14 x (1-0,27) x 18,3 = 3,2 oder 4,1 Mrd. Dollar.
Der Ertragswert liegt in jedem Fall unter dem Finanzierungsvolumen, weshalb das Projekt auch bei 14 Cent/kwh unwirtschaftlich ist. Bei Berücksichtigung der Zwischenfinanzierungskosten (#5157) vergrößert sich die Rentabilitätslücke um rund 360 Mio. Dollar.
Bei den Neuigkeiten beziehe ich mich am liebsten auf eine Regierungsquelle, Ihr kennt diese Gewohnheit ja schon: http://www.blm.gov/ca/st/en/info/newsroom/2010/..._102510_blythe.html .
Die von mir erwartete Genehmigung ist demnach erteilt worden, allerdings mit zwei nicht erwarteten Einschränkungen: Erstens wird das Land nur befristet auf 30 Jahre an SoM verpachtet und nicht zu Eigentum übergeben. Damit ist eine Rentabilitätsrechnung, die über mehr als 30 Jahre läuft, nicht sinnvoll.
Zweitens wurde SoM offenbar zu umfangreichen Naturschutzmaßnahmen verpflichtet, die die Kosten weiter erhöhen. Bisher wurde immer von 6 Mrd. Dollar gesprochen, woraus sich ein Cash Grant (30%) von 1,8 Mrd. Dollar errechnet. Die oben verlinkte Quelle spricht plötzlich von 1,9 Mrd. Dollar. Dies würde bedeuten, dass sich das Investitionsvolumen aufgrund der Naturschutzmaßnahmen um rund 300 Mio. Dollar erhöht hat.
Bitte richtig lesen, ansonsten könnte man noch denken, dass du hier falsche Informationen verbreitest.
Through the American Recovery and Reinvestment Act, Solar Millennium is eligible to secure $1.9 billion in conditional loan guarantees from the U.S. Department of Energy for this project.
In den letzten Wochen habe ich meine Rechnungen immer dann, wenn relevante "News" auftauchten, angepasst. Das ist ein völlig normales und vernünftiges Vorgehen, das hier im Forum jedoch oft auf Kritik stößt.
Rechnet man das Blythe-Projekt nicht über 50 Jahre, sondern über 30 Jahre, weil der Pachtzeitraum auf 30 Jahre befristet ist (siehe die Quelle in #5231), sinkt der Ertragswert des Projekts auf 2,5 Mrd. Dollar bei 11 Cent Einspeisevergütung und 3,2 Mrd. Dollar bei 14 Cent Einspeisevergütung.
Die Kosten für Finanzierung und Bauzeitzinsen betragen, wie in #5230 vorgerechnet, gut 4,5 Mrd. Dollar. Also würde die Durchführung einen Verlust zwischen 2 Mrd. und 1,3 Mrd. Dollar ergeben.
Man kann auch anders herum rechnen: Kostendeckend wäre eine Einspeisevergütung von genau 20 Cent/kwh. Wie gesagt, ab 20 Cent erreicht man den "break even", von Gewinnen ist da noch nicht die Rede. Außerdem berücksichtigt diese Zahl noch nicht die zusätzlichen Kosten aufgrund der heute mitgeteilten Naturschutzmaßnahmen, die das Projekt um 300 Mio. Dollar verteuern könnten.
Danke - Du hast vollkommen Recht. Weist Du, warum sie die Loan Guarantee auf 1,9 Mrd. Dollar mindern wollen? Ich hatte bei meinen Kalkulationen aufgrund Deiner früheren Anregung mit einem Fremdkapitalzins von 4 Prozent gerechnet, auf Basis der Annahme, dass das gesamte Fremdkapital von der Loan Guarantee abgedeckt wird.
Zeitpunkt: 26.10.10 14:24
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Du bist da nicht auf der Höhe, ulm000. Meine Berechnungen folgten den Annahmen von Hans-Dampf in #4577. Diese Annahmen lauteten: 4% Fremdkapitalzins und 8% Eigenkapitalzins. Bei einem Fremdkapitalanteil von 75% ergibt das, wie Hans-Dampf schön vorgerechnet hat, einen Kalkulationszins von 5%. Diesen habe ich meinen Berechnungen zugrundegelegt.
Marche, Deine Berechnungen gefallen mir gut. Allerdings lass Dich nicht dazu veranlassen, die Fremdfinanzierungskosten z(FK) usätzlich zu berücksichten, das Dein Diskontierungszins von 5% diese bereits beinhaltet. Der Diskontierungszins beinhaltet eine Risiko- und eine Finanzierungskomponente. Der Finanzierungskomponente ist es gleich, ob hier EK oder FK eingesetzt wird. Auch EK kostet unter Opportunitätsaspekten das gleiche Geld wie FK. Dies ist zwar eine Unterstellung der Kapitalwertmethode, sie läßt sich jedoch recht gut argumentieren. Gleichwohl läuft auch ohne FK die Berechnung ins Minus, was ich mir nicht vorstellen kann. Allerdings sprechen die (erkennbaren )Fakten tatsächlich gegen eine Rentabilität.
Du hast hier mittlerweile soviel dufuse und abstruse Berechnungen durchgeführt das ist nun echt nur noch zum Ablachen.
Vor zwei Wochen hat MarcHe sogar mit einem Stromabnahmepreis von 0,07 $/kWh gerechnet hat. Da hat der MarcHe doch tatsächlich die Stromgestehungskosten in den USA herangezogen. Das war dann auch so ein klasse Joke von MarcHe. Dann rechnet er mal feste mit Abschreibnungen, dann ohne. Mal nimmt er einen Abschreibungszeitraum von 20 'Jahre an, dann von 50 Jahre, Dann nimmt MarcHe mal einen Zinssatz von 6,5%, dann wieder 5%. Das alles ist doch zum Schießen komisch wie oft der MarcHe seine Annahmen verändert.
Dann nimmt der MarcHe für Blythe Betriebskosten von 27% an nur weil das Abengoa in einer Pro Forma-Rechnung ausgewiesen hat. Zwischen dem SM-Projekt und dem Abengoa-Projekt gibt es aber zwei ganz entscheidende Unterschiede und die berücksichtigt MarcHe in keinester Weise. SM baut keinen Speicher und Abengoa baut mit Speicher. Schon alleine deshalb werden die Betriebskosten bei Blythe zwangsläufig geringer sein wie beim Abengoa-Projekt. Außerdem ist Blythe viermal so groß wie Abengoa und dieser Fakt sollte die Betriebskosten noch mal senken. Somit werden die prozentualen Betriebskosten deutlich sinken.
Zum Schluß noch was zu den Stromeinnahmen für das Blythe-Kraftwerk. Ich nehme mal dazu die Mail, die User fws gestern im Nachbarthread veröffentlicht hat und die so von SM kam:
"
"...Zu Stromgestehungskosten oder gar detaillierten Vergütungspreisen bei unseren US-Projekten kann ich Ihnen leider keine genauen Zahlen liefern, da sie schon allein aus Wettbewerbsgründen der vertraglichen Geheimhaltung unterliegen. Auf einen Unterschied zu beispielsweise Spanien möchte ich Sie allerdings gerne hinweisen: in den USA gibt es (noch) keinen Einspeisetarif. Dort werden die Preise vielmehr in individuellen Stromabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements, PPAs) mit den jeweiligen Stromversorgern vereinbart. Die Vergütung kann dann je nach Bedarf innerhalb eines Tagesverlaufs sehr unterschiedlich sein. Wir haben mit dem kalifornischen Stromversorger Southern California Edison PPAs für zwei, optional drei 242 MW Solarkraftwerke im Peaker und Superpeakerbereich (also für die Bedienung der höchsten Nachfrage um die Mittagsspitze) abgeschlossen und rechnen mit einer Lebensdauer der Kraftwerke von mindestens 40 Jahren. Jedes der z.B. für unseren aktuellen Standort Blythe vorgesehenen Solarkraftwerke erfordert ein Investitionsvolumen von über 1 Mrd. US-$, von denen ein großer Teil durch US-Förderprogramme (Loan Guarantee Program) und ein kleinerer Teil durch Eigenkapital-Investoren getragen werden soll..."
"
Somit ist natürlich in Kalifornien eher mit den dortigen hohen und Spitzenlasten-Vergütungssätzen für den gelieferten Strom zu rechnen, die dann mit Sicherheit höher liegen wie die von MarcHe kolportierten Zahlen. So sieht es nämlich aus.
Es fehlen aktuell noch Neuigkeiten zu Ibersol - dieses könnte den Kurs nochmals drücken.
Die Berechnungen helfen uns nicht weiter in Sachen SM. Ich gehe nicht davon aus, dass SM die anlage selbst betreiben wird. Das Geschäftsmodell sieht anders aus. Gewinne werden aus der Projektierung, Anlagenbau.... bishin zu einer kleiner Beteiligung am Stromverkauf realisiert. Wenn also das Projekt ein Investitionsvolumen von bis zu 6 Mrd hat, ist doch die erste Frage zur Beurteilung von SM, wieviel unmittelbar davon bei SM hängen bleibt.
Es ist auch offensichtlich, dass Blythe von der Politik gewollt ist. Es wird mit Sicherheit eine finanzierung geben.
Nehmen wir dennoch an, dass eine solche Finanzierung von SM scheitern sollte, dann würde sicherlich das Projekt veräußert werden. Alleine hierfür sollten doch mindestens 300 Mio gezahlt werden ( 5 % ).
Die Frage welcher Aktienkurs gerechtfertigt ist, können wir ohne weitere Angaben nicht ermitteln, da wir nicht wissen, welche Einnahmen aus der gesamten Wertschöpfungskette erfolgen können.
Das Potential sollte nach oben zeigen, der Kurs war sooft bereits bei 30 - 40 EUR mit erheblich weniger objektiver Substanz. Die 45 EUR aus dem Januar lagen doch nur in der Hoffnung auf UC begründet, mit der völlig unbestimmten Aussicht auf ein paar Projekte. Nun gibt es UC nicht mehr, dafür aber ein konkretes Projekt mit der völlig unbestimmten Aussicht auf weitere Projekte.
Durch Blythe positioniert sich SM als Marktführer. Selbstverständlich wird dieses bei weiteren Projekten helfen - hierbei spielt es keine Rolle, dass SM nicht selbst produziert. Sich den erfahrensten Anbieter für ein Projekt auszuwählen, hat etwas mit Sicherheit zu tun. SM kann den Nachweis zukünftig erbringen, solche Projete zu stemmen.
Die Anlagenkosten werden weiterhin senken, der Markt beginnt gerade sich zu entwickeln. Auf einer Skala von 0 bis 10 sind wir vielleicht gerade auf der zweiten Stufe angekommen.
Nun es ist ein Erfolg für SM, ein Erfolg für die Umwelt - Eine Hoffnung auf eine bessere und gesündere Zukunft.
Hinter den Zahlen steckt eine ältere Diskussion zwischen Hans-Dampf und mir. Ich war ursprünglich von den Marktrenditen ausgegangen, die sich so darstellen:
SoM bietet für seine Anleihen rund 6,5%. Diesen Wert hatte ich als beobachtbaren Fremdkapitalzins angesetzt.
SoM bietet für den eigenkapitalähnlichen Andalos-3-Fonds 8%. Dieser Wert diente als Eigenkapitalrendite.
Hans-Dampf hat dann aber auf die Loan Guarantee der US-Regierung hingewiesen. Verschiedene Quellen deuten darauf hin, dass sich die Fremdfinanzierungskosten hiermit auf 4% drücken lassen. Das hat mich überzeugt.
Ich bin dann dem Ansatz von Hans-Dampf aus #4577 gefolgt, mit 25% EK zu 8% und 75% FK zu 4% zu rechnen. Daraus ergibt sich als gewogenes arithmetisches Mittel ein Kalkulationszins von 5%. Mit diesem habe ich die Cash Flows abgezinst, um zu der üblichen DCF-Bewertung zu gelangen.
Bist Du tatsächlich Jurist? Als Unternehmer betrachtet man die Sache etwas anders: Es ist gleichgültig, ob SoM die Anlagen selbst baut und betreibt oder sie an einen anderen verkauft. Denn dieser andere, wer immer das sei, möchte ebenfalls Gewinn machen.
Wenn Blythe nicht seine Kapitalkosten verdient, wird es nichts mit dem Verkauf. Und dann entsteht auch kein Gewinn. Jeder andere Ansatz beruht auf der Annahme, es werde sich schon ein Dummer finden, der Milliarden investiert, ohne damit seine Kapitalkosten zu verdienen. Diese Annahme halte ich für unrealistisch.
... der Link zum Andasol-3 Fonds mit 8% Rendite und zur Anleihe mit 6,5% Rendite: http://www.solarmillennium.de/front_content.php?idcat=184 .
...sauberer Ansatz der gewichteten Kapitalkosten (WACC-Ansatz) in der Berechnung von Marche. Am Ende sollte das Investment für einen "Core-Investor" in grüne Technologien 6% bis 7% bringen. Ceteris paribus sollten die Betriebskosten und die Stromumsätze etwas besser sein als kalkuliert.
Nun zu Deiner Ausführung -
Ich gehe weiterhin davon aus, dass die Wirtschaftlichkeit gegeben ist - dies ist allerdings eine ungeprüfte Annahme. Im Ergebnis ist diese genausowenig Wert, wie Deine Berechnung. Es gibt nichts Schlimmers als Halbwissen. Damit kann ich Leute die keine Ahnung haben vorspielen der Wissende zu sein und es finden sich Leichtgläubige die ddiesen Aussagen folgen - der Halbwissende kennt aber wesentliche Dinge nicht - ist also im Ergebnis auch Unwissend - nur stellt er sich ander dar und führt ndere Menschen dadurch ins Verderben.
Weiterhin ist es auch klar, dass nicht alleine die Wirtschaftlichkeit maßgeblich ist, sondern auch die Imagepflege, die Gesetzgebung usw...
Ich habe keine Zweifel daran, dass es im Ergebnis passen wird. Gute Förderung, hohe Strompreise....Deine Kalkulation spielt auch logisch mit festen Annahmen - aber auch in der USA werden die Energiekosten langfristig steigen....usw.
Wie gesagt es ist müssig, ohne Kenntnis der richtigen Zahlen, die richtigen Schlüsse ziehen zu wollen.
Wobei Du jedoch aus meiner Sicht auch bemüht bist die Puzzleteile zu finden, dies sollte man auch in diesem Forum anerkennen - unabhängig von der jeweils vertretenen Meinung.
Du kennst Dich aus: WACC, genau. Du hattest in #5237 eher Modigliani-Miller im Sinn, stimmts? Ich habe WACC genommen, weils mehr oder weniger ein Standard ist und weil ich die Kalkulationen potentieller Finanziers so eng wie möglich imitieren wollte.
Noch zwei Punkte, weil hier wieder so viel Staub aufgewirbelt wird:
1. Ich unterstelle Betriebskosten von 27% des Umsatzes, weil Abengoa das auch tut. Siehe den Link in #5017. Abengoa baut mit Speicher. Dies bedeutet höheren Umsatz und auch höhere absolute Betriebskosten. Die prozentualen Betriebskosten müssten aber ähnlich sein, bei einem (effizienteren) Kraftwerk mit Speicher sogar eher niedriger. Deshalb ist das kein ernstzunehmender Einwand.
2. Die Kosten des Projekts sind allgemein bekannt, siehe meine Links in #5014. Auch die heutigen Meldungen gehen wieder übereinstimmend von einem Investitionsvolumen von 6 Mrd. Euro oder 1,5 Mrd. Euro pro Kraftwerk aus. Nach Abzug von 30% Cash Grant entspricht das genau dem von John Clapp (STA) angegebenen Finanzierungsbedarf von rund 1 Mrd. Euro pro Kraftwerk.
das dieses Projekt politisch gewollt ist. Die News gehen um die Welt und die Suche nach Investoren
wird erheblich erleichtert. Wie stehen dieVerantworlichen in den USA da, wenn das Projekt an der Finanzierung scheitert oder gar nicht rechenbar ist. Das würde auf absehbare Zeit das Ende der Solarthermie bedeuten. Von einem solchen Szenario ist m.E. nicht auszugehen.
Ich bin sehr optimistisch was die Finazierung anbelagt.
Es wäre im übrigen ein direkter Schlag gegen Obama mit seiner grünen Politik.
Nichts gegen Juristen, so war das nicht gemeint. Als Unternehmer kann ich aber vielleicht mit Entscheidungen unter Unsicherheit (Du nennst es Halbwiessen) anders umgehen: Jede meiner Investitionen tätige ich unter Unsicherheit. So wie alle anderen auch.
Auch die potentiellen Finanziers des Blythe-Projekts operieren unter Unsicherheit: Wird die Anlage pünktlich fertig, wie entwickeln sich Umweltauflagen und Strompreise, welche Unwetter- oder Erdbebenschäden muss man einkalkulieren usw.
Im allgemeinen wäre es vermessen, ein Unternehmen von außen exakt zu bewerten. Hier aber ist das Unternehmensschicksal an ein einziges Projekt geknüpft, über das Unmengen technischer und wirtschaftlicher Details bekannt sind. Ich bin überzeugt, dass die finanzierenden Banken ganz ähnliche Rechnungen anstellen wie ich: Man geht von der (bekannten) Stromproduktion aus, rechnet über eine (nunmehr bekannte) Projektlaufzeit usw. Und damit gelangt man am Schluss zu einer Einschätzung, ob sich die Investition lohnt.
Dazu sucht er Zahlen heraus die seine These unterstützen. Keiner kennt nun die Zahlen die S2M und sein Vertragspartner als Basis für Ihre Berechnungen nehmen. Für mich persönlich ist es nicht nachvollziehbar, dass die Verantwortlichen von S2M bewusst den Ruin des Unterbehmens in Kauf nehmen.
Hingegen ist das Ziel von MarcHe klar , auch von ihm selbst definiert: Er macht solange weiter bis S2M aus dem Handelsregister gelöscht ist, ich schreibe es mit meinen Worten. Es war aber hier schon des öfteren von ihm sinngemäß hier nachzulesen.
Mit Deiner Feststellung, das Projekt sei politisch gewollt, hast Du vollkommen Recht. Aus diesem Grund kalkulieren wir ja hier
1. mit einem MPR zwischen 11 und 14 Cent, der bis zum Doppelten der 7 Cent für fossile Energie beträgt,
2. mit einem Cash Grant in Höhe von 30% des Investitionsvolumens, also einem Riesengeschenk an die Investoren und
3. mit einer Loan Guarantie, die den Fremdkapitalzins auf 4% drückt.
Ohne diese energischen Maßnahmen bräuchte man gar nicht weiterrechnen. Aber auch, wenn man sie allesamt berücksichtigt, ergibt sich bei allen plausiblen Parameterwerten immer noch ein Riesenverlust.