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Biotest bringt das Blut von Aktionären in Wallung
Aktienoptionsprogramme sind höchst umstritten. Die Manager des Frankfurter Pharma-Unternehmens Biotest wollen mehr Geld und stoßen dabei auf Widerstand der Anteilseigner.
VON MARIO MÜLLER
Normalerweise beschäftigt sich die Firma Biotest mit Diagnose und Therapie "rund um das menschliche Blut". Gelegentlich bringt das Frankfurter Pharma-Unternehmen aber auch das Blut in Wallung, wie jetzt bei Peter Sem und anderen Anteilseignern. Grund der Erregung ist ein vom Biotest-Vorstand geplantes Aktienoptionsprogramm, das Kritiker wie Sem als "reine Selbstbedienung" durch das Management geißeln. Deshalb wollen sie das Vorhaben auf der morgigen Hauptversammlung zu Fall bringen.
Moralischen Auftrieb für ihr Anliegen dürfte der Opposition bei Biotest ein aktuelles Ereignis in München geben. Dort lehnten die Aktionäre der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) am Montag überraschend ein Vergütungsprogramm für die Führungsspitze ab und fuhren damit der Verwaltung erfolgreich in die Parade.
Noch sind derartige Aktionen die Ausnahme. Zwar gelten viele Aktienoptionsprogramme nach wie vor als mangelhaft, wenn nicht gar als überflüssig oder schädlich. Gleichwohl regt sich unter den Aktionären nur selten Widerstand, kann das Management seine Pläne meist durchsetzen.
Bei Biotest kommt die "Verwaltung" möglicherweise nicht so einfach durch. Neben Anteilseigner Sem will auch die Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger (SdK) gegen die Ausgabe von Aktienoptionen in der vorgesehenen Form stimmen. Das Management sei frech, weil es sich allzu leicht zu bereichern versuche, und dumm, weil es glaube, dass dies nicht auffalle, meint SdK-Sprecher Wolfgang Kirn. Und Sem ist einfach nur "traurig", weil er als langjähriger Aktionär eigentlich "viel von Biotest hält".
Lasche Kriterien
Was den Franken fuchst, sind die viel zu geringen Hürden, die sich das Biotest-Management auf dem Weg zur Kasse genehmigen lassen will. Ein Optionsprogramm solle als Anreiz dienen, einen "Mehrwert" zu schaffen, heißt es in Sems Gegenantrag zur Hauptversammlung. Die von der Unternehmensführung vorgeschlagenen Bedingungen seien aber bereits jetzt übertroffen und "daher keine zusätzliche Motivation".
Tatsächlich wählte die Unternehmensführung für das Programm äußerst lasche Kriterien. Der Ausübungspreis der Optionen - das ist der Betrag, den die Begünstigten später beim Kauf der Aktien tatsächlich zahlen müssen - wurde auf 2,56 Euro festgelegt. Wieviel Optionen, also Anrechte zum Erwerb von Anteilscheinen, jeder erhält, hängt zum einen vom Aktienkurs, zum anderen vom Gewinn, genauer vom Ertrag vor Zinsen und Steuern (Ebit), ab. Dabei wurde als unterste Hürde ein Kursgewinn von zehn Prozent gegenüber dem Stand Ende 2005 - damals wurde die Vorzugasaktie für 22,30 Euro gehandelt - und eine Ebit-Marge von 8,5 Prozent festgelegt. Da beide Marken bereits "geknackt" sind, ist das Management schon jetzt "im Geld" und würde selbst dann noch profitieren, wenn nur eines der beiden Kriterien erfüllt ist.
Gleichwohl hält die Biotest-Spitze den Gegenantrag Sems für "unbegründet" und schlägt vor, diesem "nicht zu folgen". Das Optionsprogramm sei erforderlich, um Leistungsträger an die Firma zu binden und Anreize zu setzen, die der "Maximierung des Aktionärsvermögens" dienten.
So ähnlich lesen sich auch die Begründungen anderer Firmen. Doch oft kann von Leistungsanreizen keine Rede sein. "So profitieren viele Manager auch dann, wenn der Aktienkurs ihres Unternehmens kaum vorankommt" oder die Konkurrenz "besser abschneidet", meint Jens Wilhelm von der Investmentgesellschaft Union, die Aktienoptionsprogramme unter die Lupe nimmt.
Wie zahlreiche Beispiele vor allem aus den USA, aber auch der Bundesrepublik zeigen, dienen die ausgefeilten Vergütungssysteme häufig schlicht der Bereicherung auf Kosten der Aktionäre. Für den Schweizer Ökonomen Bruno Frey setzen sie zu dem falsche Anreize, weil sie Leistung nur noch auf Geld reduzieren und die innere Motivation untergraben. Frey fordert deshalb, Manager wie Bürokraten zu bezahlen, also mit einem Festgehalt.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?cnt=878918
11.05.2006
Corporate-Mitteilung übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Biotest AG: Aktienoptionsprogramm findet nicht die erforderliche Mehrheit
bei Vorzugsaktionären
Dreieich / Frankfurt am Main, 11. Mai 2006. Die Hauptversammlung der
Biotest AG, Dreieich, hat heute bei einer Präsenz von 83,46% mit großer
Mehrheit (94,64 %) der Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von 0,98
Mio. Euro zur Sicherung von Bezugsrechten aus dem Aktienoptionsprogramm des
Unternehmens zugestimmt. Auf der anschließenden Versammlung der
Vorzugsaktionäre fand der Tagesordnungspunkt jedoch bei einer Präsenz von
30,53 % nicht die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit. Damit kann der
Long-Term-Incentive-Plan von Biotest nicht wie vorgesehen umgesetzt werden.
Im Rahmen dieses Programms sollten mehr als 50 Führungskräfte des
Unternehmens Gelegenheit erhalten, sich als Vorzugsaktionäre an der Biotest
AG zu beteiligen. Biotest wollte damit zusätzliche Leistungsanreize
schaffen und seine Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Nach der
Ablehnung des Programms wird kurzfristig ein neues Programm erarbeitet.
Die übrigen Beschlussvorlagen der Verwaltung wurden bei wenigen
Gegenstimmen angenommen. Hierzu zählt auch die Ermächtigung zum Rückkauf
eigener Aktien sowie deren anschließende Veräußerung oder Einziehung. Die
Dividende wurde von 0,11 Euro je Stamm- und Vorzugsaktie auf 0,12 Euro je
Stamm- und auf 0,18 Euro je Vorzugsaktie angehoben. Damit steigt die
Ausschüttungssumme um 77 % auf 1,56 Mio. Euro.
Über Biotest
Die Biotest AG, Dreieich, ist ein forschendes und produzierendes Pharma-,
Biotherapeutika- und Diagnostikunternehmen, das sich auf die
Anwendungsgebiete Immunologie und Hämatologie spezialisiert hat. Im
Geschäftsbereich Pharma entwickelt Biotest auf Basis menschlichen
Blutplasmas Immunglobuline, Gerin-nungsfaktoren und Albumine, die bei
Erkrankungen des Immunsystems oder der blutbildenden Systeme zum Einsatz
kommen. Darüber hinaus treibt Biotest die klinische Entwicklung von
monoklonalen Antikörpern, unter anderem in den Indikationen Rheuma und
Blutkrebs, voran. Der Geschäftsbereich Diagnostik umfasst Reagenzien und
Systeme der Serologie und Mikrobiologie, die beispielsweise bei
Bluttransfusionen verwendet werden. Biotest beschäftigt weltweit rund 1.100
Mitarbeiter. Die Aktien der Biotest AG sind im Prime Standard notiert.
Biotest AG: Dr. Michael Ramroth, Telefon: +49 (0)6103 801-338
Telefax: +49 (0)6103 801-347, E-Mail: michael.ramroth@biotest.de
Biotest AG, Landsteinerstr. 5, D-63303 Dreieich, www.biotest.de
WKN, ISIN Stammaktie: 522720, DE0005227201
WKN, ISIN Vorzugsaktie: 522723, DE0005227235
Notiert: Prime Standard/Amtlicher Handel
Frankfurt, Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart
DGAP 11.05.2006
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Sprache: Deutsch
Emittent: Biotest AG
Landsteinerstr. 5
63303 Dreieich Deutschland
Telefon: +49 - 6103 / 801 - 0
Fax: +49 - 6103 / 801 - 150
Email: mail@biotest.de
WWW: www.biotest.de
ISIN: DE0005227201, DE0005227235
WKN: 522720, 522723
Indizes:
Börsen: Amtlicher Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr in
Berlin-Bremen, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
Ich werde Montag ein Abstauberlimit setzen.
1,45 5.000
1,44 1.000
1,40 4.200
1,39 1.000
1,38 5.100
1,37 600
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1,32 2.550
Quelle: [URL]http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/XAE.aspx[/URL]
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4.060 1,27
6.650 1,26
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1.000 1,24
4.000 1,21
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8.500 1,11
Summe Aktien im Kauf Verhältnis Summe Aktien im Verkauf
35.935 1:0,82 29.604
In diesem Sinne
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Da hab ich doch glatt zugebissen.
Der Gewinn des ersten Quartals war Netto 0,8 Mio (davon ca. 1/3 Exit-Erlöse)
Habe heute mit Dr. Pfingsten telefoniert, der mir den anvisierten Nettogewinn noch einmal bestätigt hat.
Sollte ich irgendwie falsch liegen bitte ich um Info.
Im Voraus schon besten Dank.
Aktienwolf
Außerdem habe ich , für "Fundamental" heute eine Risikoinvestment, Arques gekauft.
Ich konnte einfach nicht widerstehen.
Im übrigen vielen Dank für Deine fundamental voll guten Beiträgen, Katjuscha.
Aktienwolf
Ansonsten sieht es ja heute nach einem ruhigen Nachfeiertagshandel aus, insbesondere bei unserem "Liebling!!??" Catalis passiert nicht viel.
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Berlin-Bremen 1,25 - +0,10 +8,70% 26.05.06
Das müssten sich die ganzen Kritiker der IR bei IBS mal anschauen. Was hier los wäre ...