DAX Langzeitperspektive: erst auf 5500 und dann?


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Neuester Beitrag: 25.04.21 13:11
Eröffnet am: 04.03.08 23:21 von: DrShnuggle Anzahl Beiträge: 131
Neuester Beitrag: 25.04.21 13:11 von: Vanessaxeb. Leser gesamt: 61.511
Forum: Börse   Leser heute: 14
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2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleNoch alles im normalen Bereich

 
  
    #51
1
08.10.08 14:42
So heftig, wie es gerade ab geht, müßte man meinen, daß der Kapitalismus als System versagt. Und die Aktionen der Staaten  und die Bankenpleiten zeigen ja auch all zu deutlich, daß wir in eine saftige Krise geraten.

ABER, wenn man sich die Fankten und Daten aus den Beiträgen #1, #2 und #25 anschaut bewegen wir uns noch voll im grünen Bereich einer Baisse, die statistisch bis Ende 2009 bzw. Anfang 2010 dauert. Die Wirtschaft geht nun mal auf und ab.  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleTurbo ist eingeschaltet

 
  
    #52
09.10.08 00:06
Jetzt geht zu schnell zu weit runter, da könnten wir doch glatt noch innerhalb der kommenden 12 Monate noch die 4000 knacken. Ich glaub et net!  

83 Postings, 4771 Tage daxgosWas hat DAX und Bunching gleich?

 
  
    #53
09.10.08 07:31
Die Elastizität des DAX nach unten ist fürs Erste mal getestet. Die Belastbearkeitsgrenze ist vorerst mal erreicht und wie beim Bunchi-Springen wird die Börse 2 - 4 % heute nach oben gehen, so zeigt dies rein charttechnisch mein Primärindikator an, allerdings bleiben die Sekundärindikatoren weiterhin negativ gerichtet.

Aber aufgepasst - das ist eine reine technische Reaktion, auch vor dem Hintergrund der Notenbank Interventionen. Für mich ist ein weiterer rückläufiger DAX eher möglich als eine nachhaltige Kursverbesserung. Dafür ist noch zu wenig Raum und vor allen Dingen - die Probleme sind keineswegs gelöst.  

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2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleTiefflug

 
  
    #54
10.10.08 17:31
Wie lange wird es denn noch im Sinkflug runter gehen? Rein zeitlich sind ja noch weitere 12 Monate nur durchschnittlich!
Aber interessanter ist die Frage: Bis wohin fallen wir? Die 4-Tausender zu erreichen hielt ich noch vor 6 Monaten  für möglich, doch erst Mitte 2009. Wenn wir jetzt schon da sind, frage ich mich langsam, wie weit es noch fällt!

Habe aber schon mal ein größeres Paket heute eingekauft. Ist ja ein Langzeitinvestment, breit gestreut, totzdem einige Deutsche Bank und CoBa beigemischt. Das Geld benötige ich halt aktuell nicht und es ist eines von drei geplanten Paketen.  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleDax Absturz viel zu schnell

 
  
    #55
13.10.08 15:17
In absoluten Zahlen haben wir den absoluten Tiefststand beim Dax eigentlich schon erreicht. Aber vor dem zeitlichen Hintergrund ging das alles viel zu schnell, weshalb wir wohl innerhalb des kommenden Jahres noch tiefer Stände ausloten könnten.
Die Krise ist ja noch nicht richtig bei der Industrie angekommen, auch wenn manch eine Firma dies gerne behauptet. Doch GM und Opel hatten auch vorher schon Probleme und schieben hier eine falsche Ursache einfach fälschlicher Weise vor. Bei BMW und Mercedes sieht das schon anders aus. Als nächstes kommt dann wohl die Welle bei den übrigen an und die Leute verzchten mehr auf Urlaub und dann ist der Inflationsschub voll durchgeschlagen und wenn dann alles ganz finster aussieht, dann geht es wieder aufwärts. Vermutlich mit anderen (normaleren) Renditeerwartungen und als Zugpferd sehe ich dann das global zu Lösende Problem: Klimawandel, Verknappung der Rohstoffe, nachhaltiges Wirtschaften!
Spannende Zeiten stehen uns die kommenden 20 Jahre vor!  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleDax Entwicklung

 
  
    #56
13.10.08 15:53
über einen langen Zeithorizont etnwicklet sich der  DAX mit ca. 7%! Manche sagen 6, andere 12 Prozent und das soll hier nur sekundär sein.
Auf der anderen Seite gibt es auch immer wieder Dekaden, die sich seitlich verlaufen. Kommt jetzt so eine Phase oder haben wir schon seit ca. 2000 eine solche Phase unbemerkt erreicht? Da meine Glaskugel kaputt ist, weiß ich es auch nicht, aber als grobe Vorstellung schwebt mir folgendes  vor:

(Die wesentlich größere eingeschlossene Fläche über der Linie spiegelt die Jahre der Übertreibung wider, ist aber nur eine Pi mal Daumen Vorstellung meiner Seite, Dividenden und Inflation eliminieren sich grob Gegenseitig)  
Angehängte Grafik:
bigchart.png (verkleinert auf 93%) vergrößern
bigchart.png

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleStimmung vom März und heute

 
  
    #57
13.10.08 18:00
habe mir gerade mal die ersten Beiträge durch gelesen und damit mir noch einmal die Stimmung vom März diesen Jahres veranschaulicht. Interessant.
Mal sehen, wie die jetzigen Beiträge sich in einem Jahr anhören, falls sich jemand die Mühe macht, diese noch mal durch zu lesen. Nach meinem BigChart müßte die Sohle zwischen 3000 und 4000 liegen, nach den Randbedingungen mark ich selber nicht mehr urteilen, wann und ab welchem Stand es wieder aufwärts geht.
In meinem Kopf sind verschiedene Theorien!  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleErst auf 5500 und dann ...

 
  
    #58
16.10.08 17:37
....auf 3500 und da stehen wir bei zurück auf Los!
Ob 3500, 4000 oder 3000 ist relativ egal, und ob es 2009, 2010 oder 2015 wieder aufwärts geht, ist ebenfalls Schnuppe.
Ob es 2010 nur noch Aktien und keine Zertifikate, Calls und Puts gibt, interessiert mich viel mehr.

Nur mal so eine objektive Überlegung. Eine Aktie fällt, die Firma verliert an Wert und der Anleger macht Gewinn. Logisch? Bedingt! Sinnvoll? Wohl eher nicht.
Welche Regeln für die Finanzwelt in 5 Jahren gelten, interessiert mich viel mehr!

Wohin die Reise geht, frage ich mich auch. eine Dekade seitlich zwischen 3000 und 10.000 Punkten beim Dax? Vorstellen könnten ich es mir. Leider!

Was bringt neuen Schwung in die Wirtschaft? Da gab es den Computer, dann die Software, dann das Internet, noch eine Priese Globalisierung! Und was folgt als nächstes? Bitte um Vorschläge! Habe einige Ideen, doch bin gespannt, was Ihr als Antriebsquellen nennt.
Anbieten könnte ich z.B. Energieversorgung, Klimawandelbekämpfung, Gentechnologie, Biotechnologie der nächsten Generation wie z.B. Biologische Computer....Kriege und Revolutionen und Neuordnung der uns bekannten Weltordnung!
Was mein Ihr, was die Welt der kommenden sagen wir mal 30 Jahre bewegen wird?  

1841 Postings, 4904 Tage BioLogicDie kommenden 30 Jahre

 
  
    #59
2
16.10.08 17:47
in kurzform und ganz einfach (da ich es schon do oft ausführlich geschrieben habe) eingefügt.

Das Schuldenmachsystem der FED implodiert.. (Ganze Bankensystem ist auf Schulden aufgebaut) irgendwann ist Schluss. Warum also das ganze? Ein Plan um die neue Währung Amero einzuführen!!!

Die nordamerikanische Allianz gibt es schon (hat nur fast noch keiner davon gehört) hmm warum wohl.

Es kommt zu einem riesen Crash (da ist der jetztige nen kacka dagegen) Währungreform..
Goldpreis kann nicht mehr von FED und co manipuliert werden und steigt auf 3000 $. Jeder will das Zeug haben und dann wird es beschlagnahmt. Bei Goldbesitz 10 Jahre Knast.

Wir drücken alle den Resetbutton es wird die neue Währung eingeführt.... so

uppps net zu vergessen den RFID Chip für totale Kontrolle und Weltherrschaft... wer nicht spurt wird abgeschaltet.

Keiner möchte es sehen.. nu denn

Grüße

Ach so hab ich ganz vergessen... Die FED ist eine Unternehmung... !!!!! Nicht staatlich...!!! Institutionelle verdienen an jedem Krieg an jeder Militarisierung in jedem Kampf gegen den Terror! Warum? Ganz einfach

Die FED bekommt vom Schatzamt das Geld. Bsp. 100 $ Note zu 0,7cents !!!! Diese verleiht die FED dem Staat und co in Krisenzeiten oder um die Geldmenge zu kontrollieren .. gegen ZINSEN!! Das Geschäft des Lebens.
Die Märkte (Börse) werden so kontrolliert. Alles kann gesteuert werden. Aktien inhaber oder Investoren der FED sind übrigens Rockefeller JPmorgan goldmann sachs und co


ich habe fertig und wir alle auch

 

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2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggle@BioLogic

 
  
    #60
1
17.10.08 18:24
Das ist ja ein amüsantes Szenario. Eben schlimmer als das Worst Case Szenario, zwar unrealistisch doch dafür unterhaltsam.

Hat denn keiner vernünftigere Alternativen, was die Wirtschaft die kommenden 20 oder 30 Jahre bewegen und antreiben wird, als die von mir schon genannten?  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleWo schlägt der Dax auf

 
  
    #61
21.10.08 15:32
Wo schlägt der Dax bei dieser Baisse dieses mal auf?
Haben wir die Talsohle schon gesehen oder sehen wir noch die Dreitausender? Es ist eigentlich alles möglich! Auch die reale Wirtschaftsentwicklung hat Luft in alle Richtungen.
Die kommenden Jahre werden spannend. Vor allem ist aber auch interessant, welche Finanzprodukte und Regularien eingeführt bzw. verboten werden.  

3006 Postings, 7636 Tage patznjeschnikiBioLogics Szenario

 
  
    #62
2
21.10.08 15:59
also so schlimm schwarz und abwegig find ich das Szenario von BioLogic gar nicht. Versteh auch nicht, warum man dafür einen Schwarzen vergeben muss. Hab das gleich mal ausgeglichen.

Wir stehen nun mal ganz am Ende einen großen Superzyklusses und danach folgt eine Baissephase über mehrere Jahre. Währungsreform in USA sehe ich auf kurz oder lang auch unausweichlich. Die Kredite und Verluste wurden immer weiter gereicht. Mittlerweile war jeder Mal dran. Jetzt kommen die Staaten. Wer übernimmt als nächstes? Ich denke, dabei ist nur das Niveau interessant von dem wir fallen. Dabei gibt das Magazin SmartInvestor eine interessante und verständliche Anregung. Im Moment wird Geld in den Markt gepumt, als gäbe es kein morgen. Wo wird das enden, wenn ein wenig Vertrauen in den Markt zurückkehrt? Ich sehe noch in diesem Jahrzehnt bei den großen Indizes neue Allzeithochs und danach eine sehr sehr schwierige Phase über Jahre. Staatsbankrotte und Währungsreformen dann auch nicht mehr ausgeschlossen! Diesmal scheinen wir noch mal gerade so die Kurve bekommen zu haben.

patzi  

6023 Postings, 5337 Tage TommiUlmIn 30 Jahren

 
  
    #63
21.10.08 17:07
also bis in 30 Jahren haben die AMIS es wohl geschafft auch den Mars zuzumüllen und Sie haben
eine neue Bubble.

Der Rest der Welt wird irgendwohin ins All gebeamt wegen der Bedrohung der neuen US-Ordnung.
Unsere Erde wird bis dahin unbewohnbar sein, weil alles verstrahlt und verseucht ist.

Neue Branchen wie Mutanten-/ und menschliche Roboter, Superbeamer Produzenten
und Pillennahrung anstatt Steaks und so ein Zeugs.

Bitte nicht so enrst nehmen, bischen Humor muss sein.





 

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2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggle@ Bio Logic

 
  
    #64
2
22.10.08 13:40
Wer hat Dir dafür eigentlich einen schwarzen gegeben?

Finde Dein Szenario zwar schon sehr abwegig. Die logische Kette stimmt allerdings und es wäre eine Möglichkeit, falls es schlimmer kommt als in der übelsten Befürchtungen!
Aber realistisch sehe ich zwar schon eine ordentliche Krise, bis neue Kräfte die Wirtschaft bewegen.
Ich vermute mal, daß wir uns schon seit 1997 unbemerkt in einer Seitwärtsbewegung befinden. Solche Phasen dauern in aller Regel 10 bis 30 Jahre. Also, solange man in das Sastem vertraut, geht es bei der nächsten oder übernächsten Hausse aus dem Korridor von 3000 (2400) bis 8000 Punkten endgültig raus. Doch dafür bräuchten wir Weltweit einen neuen wirtschaftlichen Impuls. Und nach diesem Impuls habe ich weiter oben gefragt und nach weiteren Ideen gesucht.

Schaut Euch doch mal ganz oben den SuperBigChart an. Kommt mir sogar vor, wie die oben nicht ganz gezeigten 70er.  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleSchwarzer Oktober

 
  
    #65
1
24.10.08 15:53
Diese Krise ist wohl nicht der schwarze Freitag, sondern der schwarze Oktober. Weltweit wird über eine Billionen Dollar in die Märkte gepumpt und alles geht in den Sinkflug, selbst Rohstoffe, Gold, Öl und Agrarprodukte. Parallel existiert eine hohe Inflation. Und der Dax fällt alleine im Oktober anscheinend um ca. 30%! Allen Märkten wird anscheinend das Geld entzogen, da jeder Bares bunkern will oder wohl eher muß, sonst würde der Goldpreis steigen statt fallen. Selbst die absurde Gegenbewegung der VW ist zu Ende. Wenn noch die 4000 durchbrochen wird, greift die Panik weiter um sich, in welcher wir uns momentan befinden. Siehe Anfangsbeitrag #1. Da ordne ich in der oben gezeigten Grafik unsere aktuelle Position im Oktober oben ein! Die Luft nach unten wird aber nun allmählich dünner, obwohl noch negatives Potential um weiter 25% vorhanden ist, welches nicht rational, sondern vielmehr emotional begründet ist.
Die Trendwende wird kommen, nur fragt sich halt wann und bei welcher Marktbewertung. Bald werden wohl die ersten Bullen mit den Hufen scharren, doch vermute ich, daß wir in eine L förmige Baisse schliddern. Das sind ja tolle Aussichten. Meine ETF Sparpläne habe ich jetzt auf das mir mögliche Maximum aufgestockt, meine verbliebenden Cashreserven im Tagesgeld untergebracht. Das erste von drei größeren Langzeit-Investitionspaketen habe ich schon für eine Shoppingtour vergangenen Freitag genutzt! Ich bin ja noch jung, hab viel Zeit und das Geld benötige ich nicht....  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleCasino Royal

 
  
    #66
29.10.08 11:55
Mittlerweile gehört es zum Alltag, daß die Dax Werte im zweistelligen Prozentbereich rauf oder runter gehen. Über VW wollen wir mal gar nicht reden, da die eigentlich aus den Dax geworfen gehören. Um in den Dax aufgenommen zu werden gilt unter anderem, daß mindestens 10 Prozent der Aktien sich im Freefloat befinden müßen, bei VW sind es keine 5 Prozent mehr, weswegen sich dessen Kurse dank Leerverkäufe, die verboten gehören, so absurd bewegen.
Aber in den letzten Wochen schwanken auch die Kurse anderer Schwergewichte täglich oft um 10 bis 20 Prozent, es lebe das Casino. Die Bank gewinnt immer, also die Deutsche Börse! Aber die haben als Großinvestoren einige Hedgefonds, die Leerverkäufe lieben und wenn dies eben schief läuft, beist sich die Katze in den eigenen Schwanz!  

2629 Postings, 5020 Tage DrShnuggleGaGa-Dachs

 
  
    #67
29.10.08 18:28
GagaDax ist wirklich eine gute Bezeichnung. VW raus und gestern wäre es über 10% runter gegangen und heute wieder hoch. Mit VW fast eine seitliche Bewegung bzw. gestern ein Anstieg.

Da ich eh längerfristig orientiert bin, ist mir das fast egal!  

1841 Postings, 4904 Tage BioLogicdrshnuggle

 
  
    #68
29.10.08 22:19
ich bin auch langfristig investiert, doch werde ich vor der nächsten Blase, die jetzt auf deufel komm raus
mit voller Absicht von Bernake und co. fabriziert wird aus Aktien raus sein.

Für euch zum nachlesen und verstehen:

www.google.de ---> dann eingeben ---> interview mit der fed
www.google.de ---> nordamerikanische allianz ---> warum der zusammenschluss?
www.google.de ---> amero

vielleicht findet einer oder mehrere noch den Film ZEITGEIST !!!!! Im Part 3 werden hier die kriminellen Machenschaften der Notenbanker erläutert und wie alles zustande kommt.

PS. Leider habe ich gerade nicht genügend Zeit um zu Posten deshalb hier sehr kurz.... shnuggle ich bin auch long investiert, wie du : ENVITEC, ARISE, DYESOL, BioLITEC, franconorhein main, .... blalbaba

übrigens diesen RFID Chip gibt es auch schon !!!!!

Naja die Fakten und Tatsachen liegen auf der Hand  man sollte sie nur erkennen... aber was kann man machen ?? eine revolution anzetteln und dagegen vorgehen ^^ nein lieber mitschwimmen und das beste für einen rausholen man lebt nur einmal

so stay so loooong auf bald  

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1841 Postings, 4904 Tage BioLogiczu 68

 
  
    #69
29.10.08 22:34
leider muss ich mit entsetzen feststellen, dass es diesen bericht...

bei google und dann eingeben --> interview mit der fed nicht mehr gibt !!!!!!!!!!!!!

warum ist ganz klar hier wir einiges verschleiert.....

leider ist das das einzige was ich noch zum bezug auf den film gefunden habe !!1

Der Filmproduzent und Regisseur Aaron Russo (u.a. Mad as hell, Trading Places mit Eddie Murphy und Dan Akroyd) wollte herausfinden, ob die Einkommenssteuer ein Betrug der US-Steuerbehörde IRS ist. Was er im Laufe seiner Recherchen herausfand, war um einiges bedrohlicher.....und von Bedeutung für den gesamten Planeten.
Sehen sie wie hunderte von Milliarden Dollar Einkommenssteuer trotz unmissverständlicher Urteile des obersten Gerichtshofes verfassungswidrig eingefordert werden und die Einnahmen vollständig an die privaten Zentralbanker fließen.
Sehen sie wie sich Sheldon Cohen, ehemaliger Comissioner des IRS, in einem Interview mit Aaron Russo um Kopf und Kragen redet.
Die US-Notenbank Federal Reserve ist, genau wie die anderen Zentralbanken der Welt, ein Kartell aus Privatbanken die sich illegalerweise das Monopol auf das Drucken der Dollars beschafft und Stück für Stück die Deckung der Währung aufgehoben hatten bis der Dollar genausowenig abgesichert wie Spielgeld war.
Geld wird aus dem Nichts hergezaubert, an die Regierung verliehen und es werden immense Zinszahlungen dafür kassiert.
Die hinter verschlossenen Türen ausgeheckte Nordamerikanische Union (NAU) soll die Agenda der neuen Weltordnung, eine globale Superdiktatur ohne Beschränkungen, vorantreiben. Eine Handvoll Medienkonzerne lenken währenddessen die Bevölkerung von diesen Entwicklungen ab und predigen die Vorzüge eines Orwell'schen Überwachungsstaates wo durch Radiofrequenz-Identifikations-(RFID)Chips in jedem Gegenstand und in jeder Person alle Handlungen der Bürger kontrolliert werden sollen.  

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511 Postings, 5951 Tage Fliwatütalso, weit vom Boden können wir nicht weg sein!

 
  
    #70
2
30.10.08 20:24
In fast jedem Thread lese ich nur noch Weltuntergang, Staatspleite, Hyperinflation............. Das schreiben dann auch noch die, die vor einem halben Jahr noch kräftig eingestiegen sind. Man braucht sich nur irgendeinen Nick rauszupicken der heute Weltuntergangpredigten hält und seine Postings von vor 6 Monaten zu lesen.
Klar, wer sich vor einem halben Jahr eingedeckt hat, der sitzt wohl auf einem schönen Minus. Da würde ich auch Trübsal blasen. Damals habe ich gewarnt, Dr. S kanns bestätigen.
Heute wo die Kurse wirklich sowas von unten sind, und es ja auch jeder weiß und paradoxerweise auch sagt, da will jeder noch tiefere Kurse sehen. Als wenn man der Sinnlosigkeit die Krone aufsetzen möchte.
Ohne VW stand der DAX bei ca. 3700. Das hätte doch vor einem halben Jahr keiner zu hoffen gewagt, das wir solch fantastische Einstiegskurse bekommen! Die Unternehmenszahlen sahen 2002 viel schlechter aus als heute!
So im März-April konnte schon keiner mehr das Wort Subprime-Krise hören, heute zur Bankenkrise mutiert spricht kaum noch einer von was anderem. Auch die Zeitungen sind voll davon. Jeder rät zur Vorsicht. Irgendwie ist jeglicher Optimissmus verschwunden.

Na Kinder, kommt euch das nicht irgendwie bekannt vor??????????????????????????????? Mir schon!!!

Und jetzt die Krux-  WAS IST EIGENTLICH SOOOOOOOO SCHLIMMES PASSIERT ? ? ? ?

Der DAX ist 2000-2003 um 5800 Punkte gefallen. Das war Wertvernichtung! Was ist denn Heuer passiert? Die Amis haben Kredite auf Ihre Bretterbuden bekommen und haben das Geld verfressen. Daher kam doch zum Teil das riesige Außenhandelsdefizit der vergangenen Jahre. Na und, das Geld ist doch nicht weg. Befindet sich zum Größten Teil wahrscheinlich sogar noch im eigenen Land. Nur die Banken haben es nicht mehr, son Mist auch. Die haben wirklich Probleme. Die haben sich das Geld nämlich auch nur geliehen was sie da vermeintlich gewinnbringend verpumpt haben.

Meine Idee: Ich glaube nicht das die Wirtschaft den Bach runter geht- warum auch. Nicht mal die Privatbanken werden darben. Klar den Landesbanken geht's schlecht. Die verdienen ja auch kein Geld, womit denn auch? Aber die Deutsche oder CoBa oder Dresdner warum sollen die untergehen? Die werden zwei Jahre keine Gewinne einfahren, wenn überhaupt- weiter nichts.

Wir hatten als Jugendliche mal diesen blöden Spruch: "Stellt euch vor es ist Krieg und keiner geht hin!"
Nun... Stellt Euch vor wir haben Bankenkrise und allen gehts gut..... was dann?

Gruß  Fliwa

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1841 Postings, 4904 Tage BioLogicRichtig Fliwatüt *Robbie tobbie*

 
  
    #71
30.10.08 21:12
genau so sehe ich das auch. Ich möchte ja, dass die Aktien wieder steigen!! Deshalb habe ich Dein Posting mit gut analysiert bewertet !!!

Eingedeckt habe ich mich in der ersten Januarwoche mit einem größeren Betrag... zwischenzeitlich die letzten zwei Wochen nochmal zugekauft um die Einstiegskurse zu drücken.

Ich zeige lediglich die Fakten auf und denke, dass es DIE NÄCHSTEN 30 Jahre dazu kommen kann!!!! Bitte einfach nur mal an die Überschrift dieses Threades schauen.. ich schreibe meine Meinung für die kommenden Jahre und meine Antwort bezog sich lediglich auf Posting NR. 58 von drshnuggle!!

Die Fakten sind da ---> Ich schreibe nichts von einem Weltuntergang, den Amero gibts, die Nordamerikanische Allianz gibt es und die FED ist privat und den RFID Chip gibt es auch bereits. Ich brauch mir hier also nichts aus der Nase ziehen.

Noch dazu bin ich sehr jung und habe mich bezüglich der Abgeltungssteuer im Depot positioniert mindestens 6 Jahre oder mehr... ich möchte nur, bevor die nächste Blase platzt raus sein, weil die wird schlimmer werden!!

Es kann doch nicht sein, dass das gesamte Bankensystem auf Schuldenmachen aufgebaut ist und immer mehr fabriziert wird. Das muss doch irgendwann zu einer neuen Währungsreform führen???

Irgendwann ist mit der massiven Verschuldung der Staaten Schluss.... Außerdem poste ich beide Seiten Fliwatüt ich poste sowohl das worst case als auch die Seite warum diese Krise sich nicht so stark auf uns auswirken wird, wie anno 1930 oder 1990 im nächsten Posting mehr dazu !!!

Ich finde man sollte einen Mittelwert finden, und nicht alles schlecht reden, aber auch nicht untertreiben.

so stay soo long until the next bubble will blows up

LG
Marc  



 

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1841 Postings, 4904 Tage BioLogicweltweite ansteckung berechtigte sorge

 
  
    #72
30.10.08 21:13
grundlose Panik?

Warum die Krise nicht mit 1929 und 1990 verglichen werden kann und warum eine Ansteckung nicht erfolgen wird könnt ihr hier nachlesen:

Einleitung  
                             
In den 1990er Jahren wurde die Welt von zwei großen regionalen Krisen in Südostasien und Lateinamerika erschüttert. Die Aufmerksamkeit, die diesen gewidmet wurde, ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass zunächst oft behauptet wurde, diesen Krisen lägen keine fundamentalen Ursachen zugrunde. Für verschiedene Länder konnten diese Ursachen im Nachhinein aufgedeckt werden und wurden vereinzelt auch schon vor Krisenausbruch von Ökonomen angeprangert. Was die beiden genannten Krisen aber von jenen in Entwicklungsländern unterscheidet, war ihre schnelle und weitreichende regionale Ausbreitung - also die "Ansteckung" zunächst nicht direkt betroffener Länder. Die Asienkrise, die im Juli 1997 in Thailand begann, griff schnell auf andere asiatische Länder über. Auch die Finanzkrise in Lateinamerika 1998 wird oft als Folge der Asienkrise betrachtet.

Dies führt zu der Frage, inwiefern die internationalen Finanzmärkte in ihrer Gesamtheit und damit auch die Weltwirtschaft als Ganzes durch Ansteckungseffekte gefährdet sind. So war das ausgeprägte Interesse der westlichen Welt an der Asienkrise nicht nur durch die Sorge um das Wohlergehen der Betroffenen begründet. Das Eingreifen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Stabilisierung der angeschlagenen Volkswirtschaften war keine reine Freundlichkeit, sondern die Institution kam -so glaubte man - ihrer Aufgabe nach, eine weltweite Ansteckung, also eine neue Weltwirtschaftskrise zu verhindern.[1] Diese Position wurde nicht nur von der Presse vertreten, sondern auch vom IWF selbst stark propagiert.[2]

Auch heute sind mögliche Ansteckungseffekte wieder ein Thema. Durch das Platzen der Blase auf dem amerikanischen Immobilienmarkt sind Banken und Fonds weltweit in die Bredouille geraten, so dass Zentralbanken stützend eingreifen mussten.

Im vorliegenden Beitrag werden zunächst die in der Literatur vorwiegend diskutierten Transmissionsmechanismen kurz dargestellt.[3] Anschließend wird gezeigt, dass diese Mechanismen kaum das Potential haben, um eine weltweite Übertragung von Krisen zu ermöglichen, die von Emerging Economies ausgehen. Vielmehr sind Krisen problemimmanent begrenzt. Darauf folgend werden die Unterschiede zur Weltwirtschaftskrise von 1929 verdeutlicht, um klar zu stellen, inwiefern die Bedingungen, die damals die weltweit verheerende Wirkung hatten, heute kaum mehr in dieser Form vorliegen. So soll gezeigt werden, dass selbst eine Ansteckung, die von den USA ausgeht, heute in einer solchen Ausprägung kaum zu erwarten ist.  

Optionen

1841 Postings, 4904 Tage BioLogicweiter gehts

 
  
    #73
30.10.08 21:14
Grenzen der Ansteckung durch Emerging Economies  
                             
Ein zentraler Punkt wird häufig nicht hinreichend berücksichtigt, wenn das Übergreifen von Finanzmarktkrisen in Entwicklungsländern auf Industriestaaten diskutiert wird. Die Gelder, die aus Krisenregionen abgezogen worden sind, wurden dem globalen Kapitalmarkt als Ganzes nicht entzogen. Vielmehr fand eine Umschichtung der Investitionen aus den von Krisen betroffenen Emerging Economies in die Industrieländer statt.[8] Und neu anzulegendes Kapital floss weniger in risikoreiche Investitionen in solchen Ländern, sondern wurde - verhältnismäßig sicher - in Industriestaaten investiert.

Keiner der oben zusammengefassten Ansteckungsmechanismen, könnte ferner das Übergreifen einer Finanzmarktkrise auf die etablierten Industriestaaten begründen.

Der Abzug von Kapital, das von Krisen betroffene Emerging Economies in Industrienationen angelegt haben, ist für letztere kaum bedrohlich. Sicherlich existieren zwischen Industrienationen und Emerging Economies Kreditbeziehungen in beide Richtungen, so dass auch Industriestaaten Schulden gegenüber ärmeren Ländern haben. Aber selbst wenn diese im Falle einer Krise auf den Kapitalabzug mit dem Rückzug der von ihnen gegebenen Kredite an Industrieländer reagieren sollten, kann dies per Saldo nicht zu einem Nettokapitalabzug aus den Industrieländern führen, da die betreffenden Länder Nettoschuldner sind. Die Situation dieser Staaten ist fragil, weil sie zuvor von hohen Nettokapitalimporten profitiert haben, so dass das Kapital, das sie repatriieren könnten, den potentiellen Abflüssen kaum entsprechen kann. Letztlich funktioniert diese Art der Krisenübertragung nur dann, wenn die Krise von einem Gläubigerland ausgeht und nicht von den tatsächlich krisengefährdeten Schuldnerstaaten.

Auch die zwischen ärmeren Volkswirtschaften entscheidende Übertragung durch Signal-Extraktion greift zwischen Emerging Economies und etablierten Industriestaaten nicht. Informationsasymmetrien treten bei den großen Industrieländern nicht in der Form auf, wie sie in Emerging Economies zu beobachten sind. Signal-Extraktion auf der Grundlage der Entwicklung anderer Märkte ist daher kaum notwendig. Auch die strukturelle Ähnlichkeit, die zur Neubewertung vergleichbarer Länder führt, sobald eine erste Krise aufgetreten ist, liegt nicht vor.

Ansteckung über diesen Mechanismus würde hier bedeuten, dass bei einer Kapitalmarktkrise nun ähnliche Probleme für Kapitalmärkte im Allgemeinen unterstellt werden. In der Realität ist dies kaum vorstellbar, da ein Verhalten, das auf der Unterstellung gleichartiger Probleme auf allen Kapitalmärkten beruht, für institutionelle Investoren, über die der weitaus größte Teil der Auslandsanlagen abgewickelt wird, undenkbar ist. Ein Rückzug aus dem Kapitalmarkt als Ganzem ist für sie faktisch unmöglich. Ein Fonds, der nicht investiert, würde seine Existenzberechtigung in Frage stellen. Es kommt allenfalls zu kurzfristigen nervösen Reaktionen. Privatanleger wiederum, bei denen die Gefahr einer generellen Scheu vor dem Kapitalmarkt aufgrund erlebter Schwierigkeiten eher besteht, sind bezüglich der Auslandsinvestitionen eines Landes nahezu vernachlässigbar.[9]

Da eine einzelne Investition im Rahmen der Portfolios großer Finanzintermediäre im Regelfall kaum bedeutend ist, sind gelegentliche Fehlinvestitionen dieser für den Privatanleger nur wenig spürbar. Eine Panikreaktion, die ihn zur Hortung veranlassen würde, womit auch den weniger panikanfälligen professionellen Anlegern das Kapital entzogen würde, kann daher nur schwer ausgelöst werden. So hat sich auch im Rahmen der Asienkrise gezeigt, dass das Kapital dem Kapitalmarkt nicht entzogen, sondern von Entwicklungsländern in Industriestaaten umgeschichtet wurde. Ein Blick auf die Aktienmärkte der großen Industrienationen kurz nach Ausbruch der Asienkrise lässt deutlich die Wirkung des zufließenden Kapitals erkennen. Die Entwicklung in den USA, Deutschland und Großbritannien ist ähnlich. Der Aktienmarkt reagiert auf die Krise zunächst unentschlossen, hin und hergerissen zwischen dem generellen Misstrauen zwischen Kapitalmärkten und der Umschichtung: weg aus Krisenländern. Ab Oktober 1997 überwiegt klar der Effekt der Umschichtung. Bis Juli 1998, als in allen hier betrachteten Industrienationen der Trend kippte, steigen die Kurse um zwischen 15 und 60 Prozent. Für den kurzen Zeitraum war dies ein enormer Zuwachs.

Ein Problem dürfte sich allenfalls dann ergeben, wenn einzelne Finanzintermedäre unzureichend gegen Risiken abgesichert sind. Ein gewisser Teil der Anlagen, die Investoren aus Industrieländern in Krisenländern investiert haben, ist ebenso wie ein Teil der vergebenen Kredite mit Sicherheit abzuschreiben. Auch die häufige Praxis der Kreditvergabe in US-Dollar, die zumindest das direkte Wechselkursrisiko bei den Kreditnehmern belässt, kann dies nicht völlig verhindern. Einige Unternehmen werden ihre Schulden aufgrund eines Bankrotts nicht oder nur teilweise zurückzahlen. Wenn solche Kredite im Portfolio einer Bank zu großes Gewicht haben, ist eine Bankeninsolvenz mit ihren negativen Folgewirkungen über den Interbankenmarkt vorstellbar. Allerdings dürfte in den etablierten Industriestaaten, die durchgehend über ein ausgefeiltes System der Bankenregulierung verfügen, kaum ein Entwicklungsland eine derartige Bedeutung für das Portfolio einer oder mehrerer Banken haben. Auch während der Asienkrise, die sich innerhalb Asiens u.a. auch über das Bankensystem ausgebreitet hat, waren die Konsequenzen für amerikanische und europäische Banken dementsprechend begrenzt.

Was an Übertragung verbleibt, ist abgesehen von geringfügigen Vermögenseffekten[10] durch faule Kredite also im wesentlichen die übliche Konjunkturtransmission. Aber es scheint kaum denkbar, dass diese Effekte ausreichen, um eine ernsthafte Krisenübertragung zu ermöglichen. Selbst die Konjunkturtransmission, die von den USA - der mit Abstand größten Volkswirtschaft der Welt - ausgeht, ist in den meisten Ländern nur deutlich abgeschwächt spürbar. In ihrer Gesamtheit ist die Bedeutung der Schwellen- und Entwicklungsländer als Nachfrager auf den Gütermärkten der Industrieländer so gering, dass bestenfalls leichte Konjunktureintrübungen zu erwarten sein dürften. Auch indirekte Effekte über die Konkurrenz auf bestimmten Exportmärkten sind gering. Selbst die weitgehend industrialisierten Emerging Economies haben für die Exportprodukte der Industrienationen keinen Marktanteil, der Konsequenzen hätte, die über vereinzelte Sektoren hinausgehen. Entgegen der Position, die der IWF vertreten hat, ist eine weltweite Ansteckung also - zumindest wenn die Kriseihren Anfang in Entwicklungsländern, Schwellenländern und Emerging Market Economies hat - kaum denkbar.  

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1841 Postings, 4904 Tage BioLogicman braucht Zeit, aber danach ist man schlauer

 
  
    #74
30.10.08 21:15
Industriestaaten als Ausgangspunkt einer globalen Finanzkrise?  
                             
Angesichts der Weltwirtschaftskrise von 1929, in der sich von den USA aus eine Krise weltweit ausgebreitet hat, muss diskutiert werden, inwiefern die oben angeführte Argumentation sich auch auf Krisen anwenden lässt, die in den etablierten Industrienationen ihren Anfang nehmen. Dies gilt insbesondere, da die jüngste Krise des amerikanischen Immobiliensektors einige deutsche Banken überraschend schwer getroffen hat.

Entscheidend für die bisherige Argumentation ist, dass die originären Krisenländer auf den internationalen Kreditmärkten primär nicht als Gläubiger auftreten, sondern als Schuldner. Wenn Kapital im Rahmen einer Krise eher umgeschichtet als dem Kapitalmarkt entzogen wird, kann dies nur zu einer globalen Krise führen, wenn Geld dorthin fließt, wo bereits problematische Entwicklungen aufgetreten sind, ohne diese Entwicklungen stoppen zu können. Das kann passieren, wenn ein Gläubigerland zu den ersten betroffenen Ländern gehört und in Folge der Krise Auslandsforderungen zur Stabilisierung der heimischen Wirtschaft repatriiert.

Genau dies dürfte der zentrale Unterschied zwischen den Krisen der 1990er Jahre und der Weltwirtschaftskrise sein. Als die US-Märkte 1929 zusammenbrachen, war das Ausstrahlen der Krise grundlegend anders als in allen regionalen Krisen, die in den 1990er Jahren aufgetreten sind. Während Ansteckung in den 1990er Jahren primär darin bestand, dass die Kreditgeber der Krisenländer ihre Kredite auch aus anderen Ländern der betroffenen Region abgezogen haben, um sie anderen Finanzmärkten zuzuführen, haben in den 1930er Jahren die USA Gelder abgezogen, um heimische Probleme zu lösen. Dies konnte die USA nicht stabilisieren, hat aber die anderen großen Volkswirtschaften in die Krise verwickelt. Eine solche Entwicklung ist heute fast ausgeschlossen. Kaum ein einzelnes Land hat für die heutige Weltwirtschaft genug Bedeutung, um eine weltweite Finanzmarktkrise auszulösen. Selbst wenn nur das Größenkriterium betrachtet wird, wären die USA und die Europäische Union, die jeweils ca. ein Viertel der weltweiten Produktion herstellen, die einzig denkbare Keimzelle einer weltweiten Krise.

Die USA allerdings sind heute - anders als bei Ausbruch der Weltwirtschaftskrise - nicht Nettogläubiger, sondern Nettoschuldner. Sie haben jedoch aufgrund ihrer einzigartigen Vernetzung mit der übrigen Weltwirtschaft und ihrer herausragenden Bedeutung als Bruttogläubiger eine Ausnahmestellung inne. So sind die Auslandsinvestitionen von Anlegern aus den USA durchaus erheblich. Dabei treten die USA gegenüber zahlreichen Emerging Economies mehr als Gläubiger denn als Schuldner auf.

Folgendes Ansteckungsszenario wäre daher hypothetisch denkbar. Die USA erleiden durch heimische Ursachen eine Krise. Die Probleme führen zur Repatriierung von Kapital aus den Schuldnernationen der USA, die ihrerseits nicht mit Abzug von Kapital aus den USA reagieren können. Der Kapitalabzug aus den US-Schuldnernationen verleitet andere Nationen, die diesen Kapitalabzug auf Probleme in den Schuldnernationen zurückführen, im Sinn einer Signal-Extraktion ebenfalls zu einem Kapitalabzug aus diesen Nationen. Ein solches Szenario ist allerdings in der heutigen Welt unwahrscheinlich.

Ein Abzug von US-Kapital aus den Schuldnernationen der USA würde von den Gläubigernationen der USA nicht verstärkt, sondern eher kompensiert. Die Informationslage bezüglich der USA ist hervorragend. Informationsdefizite sind aber der wesentliche Grund für Signal-Extraktion. Es sind die falsch extrahierten Informationen, die Ansteckungseffekten primär zugrunde liegen. Angesichts der Informationslage bezüglich der USA wäre diese Problematik hier nicht gegeben. Der Kapitalabzug der USA im oben geschilderten Szenario ist durch US-Probleme begründet. Und eine Fehleinschätzung der Lage ist aufgrund der verfügbaren Informationen unwahrscheinlich. D. h., es kann kaum davon ausgegangen werden, dass der Kapitalabzug der USA als Folge von Problemen in den Schuldnernationen gesehen wird.

Plausibel wäre dann, wenn überhaupt, ein Abzug von Kapital aus den USA, um dieses vor den Konsequenzen der US-Krise zu schützen. Die Schuldner der USA dürften von diesen Portfoliorestrukturierungen der Gläubiger der USA eher profitieren. Denn bei Kapitalabzug aus den USA bieten sich eben jene Nationen als Investitionsort an, die durch den Kapitalabzug der USA vorher belastet wurden. Gegen weiteren Kapitalabzug aus den betreffenden Ländern und für einen Kapitalzufluß spricht, dass der erfolgte Verkauf von Assets ohne fundamentale Gründe im Rahmen des Kapitalabzugs durch die USA dazu führt, dass die Assets unter Wert gehandelt werden, und somit für andere Anleger durch überdurchschnittlich hohe Renditen interessant werden. Selbst die USA sind also durch ihre Rolle als Schuldner, in ihrem Potential als Krisenauslöser stark eingeschränkt.

Bedrohliche Konsequenzen einer Finanzmarktkrise aus den USA ergeben sich allerdings, da denkbar ist, dass einzelne Finanzintermediäre in anderen Industriestaaten sich in ihren Anlagen so stark auf die USA konzentrieren, dass eine US-Krise für sie existenzbedrohend sein kann. So hat die Immobilienkrise in den USA auch in Deutschland einige Banken, insbesondere die Industriebank IKB und die Sächsische Landesbank, stark in Mitleidenschaft gezogen. Auffällig ist dabei, dass hier kaum rein private Banken, sondern öffentliche Banken oder Privatbanken mit öffentlichen Großaktionären betroffen sind. Die mangelnde Risikoabsicherung scheint also kein generelles Kapitalmarktproblem zu sein, sondern ist ein Ausdruck der staatlichen Absicherung.

Bedrohlicher als die Bankenprobleme an sich war die Beunruhigung anderer Banken, die aufgrund der offenbarten Mängel ihre wechselseitigen kurzfristigen Kredite stark reduziert haben. Ein Liquiditätsmangel kann allerdings durch die Zentralbank über die Bereitstellung kurzfristiger Liquidität für die Banken ausgeglichen werden. Eine tatsächliche Krisenübertragung fand daher nur sehr begrenzt statt, so dass schon kurz nach der beginnenden Krise in den USA in der Presse teilweise von der "angeblichen Bankenkrise in Deutschland" gesprochen wurde.[11]

Auch der zunächst stark reagierende Aktienmarkt stabilisierte sich nach wenigen Tagen. Angesichts der außergewöhnlichen Entwicklung der Vormonate, die ohnehin für Nervosität an den Aktienmärkten gesorgt hat, wäre es verfehlt, hier von Ansteckung zu sprechen.

Die eventuelle Gefahr einer weltweiten Krise, die durch die USA ausgelöst wird, erwächst nicht aus finanzieller Ansteckung, sondern aus der Tatsache, dass die USA allein groß genug sind, dass im Falle eines ernsthaften Zusammenbruchs reale Spillover-Effekte weltweit deutlich spürbar sein dürften. Allerdings hat der Einbruch der New Economy gezeigt, dass die USA mittlerweile eine ökonomische Reife erreicht haben, die es erlaubt, Finanzmarktschwierigkeiten ohne nachhaltige Schwächung zu überstehen.  

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1841 Postings, 4904 Tage BioLogicso letztes mit Quellenangabe =)

 
  
    #75
1
30.10.08 21:16
Politische Implikationen  
                             
Die politischen Implikationen der hier dargelegten Argumente sind weitreichend. Die Bedeutung des IWF wird auf eine Entwicklungs- bzw. Wirtschaftshilfeorganisation im Sinne der Weltbank reduziert. Die systemische Krise in ihrem ursprünglichen Sinn, nämlich einer die globalen Finanzmärkte bedrohenden Krise, ist eine faktisch nicht existente Bedrohung. Angesichts der immer wieder kritisierten destabilisierenden Effekte, die der IWF allein durch das erzeugte Moral-Hazard-Verhalten hervorruft,[12] stellt sich die Frage nach der Rolle des IWF unter den heute herrschenden Rahmenbedingungen. Statt Kredite zur vermeintlichen Verhinderung ohnehin nicht auftretender Ansteckungseffekte zu vergeben, sollte der IWF seine Arbeit stärker auf die Schaffung der Voraussetungen für eine funktionierende Wettbewerbsordnung und insbesondere auf die notwendige institutionelle Entwicklung in Ländern der Dritten Welt bzw. Emerging Economies ausrichten. Wie bedeutsam funktionierende Finanzmarktinstitutionen sind, hat sich gerade bei der jüngsten Krise des amerikanischen Immobilienmarktes gezeigt, wo es den Zentralbanken der anderen Industrienationen weitgehend gelungen ist, Spillover-Effekte zu begrenzen.


Makram El-Shagi
Dr. rer. pol., geb. 1979; Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für VWL, insbes. Internationale Wirtschaftsbeziehungen, an der Universität Mannheim
Internet: www.vwl.uni-mannheim.de/


Grüße
BioLogic

und damals hab ich schon geschrieben ich bin dann mal long !!!!
egal was passiert entweder man zockt oder man lässt es einfach  

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