US Daten
aktuell:
Die Zahl der US-amerikanischen Wohnbaugenehmigungen sind im Oktober um 6,3 % auf 1,54 Mio. zurückgegangen. Erwartet wurden 1,625 bis 1,630 Mio. Baugenehmigungen.
20.11.2006 - 12:06
Laut einer von der National Association for Business Economics (NABE) erstellten Umfrage unter Volkswirten zur weiteren Entwicklung der US-Wirtschaft besteht die Gefahr, dass diese wegen einer stärker als erwarteten Verlangsamung des Immobilienmarktes an Schwung verlieren wird. Dennoch sei für das kommende Jahr mit einer Fortsetzung des Wachstumskurses zu rechnen. Zudem sei weiter vom Szenario einer weichen Wirtschaftslandung auszugehen. Dies vor allem deshalb, weil die Konsumenten von den gesunkenen Energiepreisen profitieren werden. Für 2007 erfolgt die Inaussichtstellung eines Wirtschaftswachstums von 2,5 Prozent, was einer Revidierung gegenüber der im September abgegebenen Prognose von 2,7 Prozent entspricht. Die Erwartungen für 2006 liegen bei einer Zunahme von 3,3 Prozent. Hier rechneten die Experten ursprünglich mit einer Expansion von 3,4 Prozent. In den vorangegangenen beiden Jahren expandierte die Wirtschaft um 3,2 bzw 3,9 Prozent.
Wie die NABE weiter ausführte, ist für 2006 und 2007 mit Rückgängen im Bereich der Hauserrichtungen um 3,5 bzw 5,5 Prozent zu rechnen. Demgegenüber legte der Sektor im Vorjahr um 8,6 Prozent zu.
20.11.2006 - 14:43
Die Banc of America Securities hat ihre Prognosen zur US-Wirtschaft für 2007 gesenkt. Die Erwartungen liegen nun bei einer Zunahme des Bruttoinlandsproduktes von 2,4 Prozent. Ursprünglich rechneten die Experten mit einer Expansion von 2,7 Prozent. Der Grund der Revidierung sei unter anderem darin zu suchen, dass es die Federal Reserve nicht eilig habe, die Zinsen zu senken. Zudem seien während der zweiten Jahreshälfte Anzeichen für ein schwächeres Konsumwachstum zu registrieren. Im übrigen besteht die Erwartung, dass das Wirtschaftswachstum Anfang 2007 aufgrund der voranschreitenden Schwäche des Häusermarktes unter Druck gerät.
aktuell:
Die US-amerikanischen Frühindikatoren sind um 0,2 % gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,2 bis 0,3 % nach einem Plus in Höhe von 0,4 % im September (revidiert von +0,1 %).
Die Erfindung der virtuellen Konjunktur
Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Diese Binsenweisheit gilt besonders für die offiziellen US-Zahlenreihen. Unser Kolumnist schreibt, wie in den USA mit Statistik Stimmung gemacht wird.
Von Michael Schramm
Zwei Zahlen haben in den vergangenen Wochen die Berichterstattung über die Vereinigten Staaten von Amerika dominiert: Am 17. Oktober kam der 300-millionste Einwohner zur Welt. Zwei Tage später schloss der Börsenindex Dow Jones erstmals bei mehr als 12 000 Punkten.
Doch bei diesen Zahlen ist Vorsicht geboten. Der 300-millionste Bürger der USA wurde wahrscheinlich bereits vor Monaten geboren. Denn in den USA leben elf bis zwölf Millionen illegale Einwanderer, die in den offiziellen Statistiken nicht auftauchen. Und auch der Rekordstand beim Dow spiegelte nur die halbe Wahrheit wider. Schließlich notierten rund zwei Drittel der 30 Indexwerte zu diesem Zeitpunkt 15 Prozent oder mehr unter ihren alten Rekordständen.
Wie in keinem anderen Land der Welt wird in den USA mit Zahlen und Statistiken Stimmung gemacht, damit die Konsumenten die Wirtschaft und indirekt die Börse weiter anheizen. Eine Heerschar von Volkswirten und Analysten souffliert Joe Sixpack, dem amerikanischen Verbraucher, ob er noch mehr Geld ausgeben kann als bisher, oder ob er den Gürtel enger schnallen muss. Doch nicht die Fakten selbst zählen. An den amerikanischen Finanzmärkten dominieren Stimmungen. Somit kommt es darauf an, das Datenmaterial der Statistiker richtig zu interpretieren.
Ein Beispiel: Die Inflationsrate für August wurde mit 0,2 Prozent ausgewiesen. Die Märkte hatten mit 0,3 Prozent gerechnet. Die Entwarnung an der Inflationsfront wurde mit einem kräftigen Plus am Aktienmarkt goutiert. Tatsächlich waren die Preise um 0,24 Prozent gestiegen, was korrekt auf 0,2 Prozent abgerundet wurde. 0,01 Prozent entschieden über Hausse oder Baisse.
Tatsächlich beruhen die offiziellen Inflationszahlen in den USA auf einer so genannten hedonistischen Berechnungsweise. Dies bedeutet, dass Verbesserungen bei den Gebrauchswerten der Waren als Preisrückgang verbucht werden. Verdoppelt ein Computer seine Leistungsfähigkeit, wird der angesetzte Wert halbiert. Der tatsächliche Preis spielt keine Rolle. Die Inflationszahlen werden, Experten zufolge, so um mindestens 1,5 Prozentpunkte nach unten manipuliert.
Unterschiedliche Signale kommen auch vom Arbeitsmarkt. Die Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze wurde für April 2005 bis März 2006 überraschend um 800 000 nach oben korrigiert. Gemäß des mittlerweile "Hoppla-Bericht" genannten Reports des US-Arbeitsministeriums entstanden somit in den vergangenen drei Jahren 6,6 Mio. neue Arbeitsplätze, statt 5,8 Mio. neuen Stellen wie bislang angenommen.
Die Jobmaschine läuft also anscheinend auf Hochtouren. Tatsache ist aber auch, dass nur derjenige als arbeitslos registriert wird, der sich aktiv um einen Job bemüht. Menschen, die sich nicht mehr für einen Arbeitsplatz bewerben, fallen aus der Statistik heraus. Die Zahl dieser "frustrierten Arbeitslosen" wird auf bis zu fünf Millionen geschätzt.
Demnach hätten die USA keine Vollbeschäftigung, sondern eine Arbeitslosenrate fast auf deutschem Niveau. Kann Joe Sixpack aufgrund der vermeintlichen Vollbeschäftigung nun einen höheren Lohn durchsetzen, oder benötigt er nach Feierabend einen Zweitjob, um seine Existenz finanzieren zu können?
Auch die Einkommen der privaten Haushalte berechnen die amerikanischen Statistiker auf eine - gelinde gesagt -interessante Weise. Den Konsumenten werden Waren und Dienstleistungen, die sie kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, als Einkommen zugerechnet. Wer beispielsweise in seinen eigenen vier Wänden wohnt und somit keine Miete zahlt, erhält ein Mieteinkommen hinzugerechnet. Das Volumen dieser zugerechneten Einkommen beläuft sich nach Expertenmeinungen auf mehrere Hundert Milliarden US-Dollar pro Jahr. Da kann sich Joe Sixpack schon einmal fragen, ob er in einem der prosperierendsten Länder der Welt lebt, oder ob die Konjunktur seit Jahren vielleicht auf der Stelle tritt.
Im Grunde genommen kommt es aber gar nicht darauf an, wie gut oder schlecht es Joe Sixpack geht. Viel wichtiger ist es, wie er sich fühlt. Nicht die Fakten, sondern die Stimmungsschwankungen der Verbraucher zählen an der Wall Street. Diese gilt es in den kommenden Monaten genau zu beobachten.
Der Autor ist Partner bei Hauck & Aufhäuser
Artikel erschienen am 18.11.2006
http://www.welt.de/data/2006/11/18/1114705.html
21.11.2006 - 14:02
Die US-Filialumsätze sind in der Woche zum 18 November gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,2 Prozent gestiegen. Dies meldete heute das International Council of Shopping Centers (ICSC). Gegenüber der Vorwoche ist ein Anstieg von 1,2 Prozent zu registrieren.
ICSC-Chefökonom Mike Niemira bekräftigte seine Monatsprognose über einen Filialerlöszuwachs gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres von 3 Prozent bzw leicht darunter.
aktuell:
Der State Street Investor Confidence Index notiert im November bei 83,2. Der Indexstand für Oktober ist von 82,5 auf nun 82,9 nach oben revidiert worden.
aktuell:
Die Zahl der Erstanträge ist auf 321.000 gestiegen. Erwartet wurden 310.000 neue Anträge nach zuvor 309.000 (revidiert von 308.000).
So verringerte sich der entsprechende Index um 3,7 Prozent von 647,5 Zählern in der Vorwoche auf nun 623,6 Zähler. In der Vorwoche war ein Plus von 4,3 Prozent ausgewiesen worden.
Im Einzelnen fiel der Teilindex der Neuanträge zum Kauf von Häusern um 2,8 Prozent auf 401,4 Zähler, während der Subindex zur Refinanzierung bestehender Kredite um 4,3 Prozent auf 1.935,3 Zähler abnahm.
Den weiteren Angaben der MBA zufolge belief sich der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Hypotheken auf 6,13 Prozent, was eine Abnahme um 0,02 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche bedeutet. (22.11.2006/ac/n/m)
Quelle: Finanzen.net / Aktiencheck.de AG
aktuell:
Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert bei 92,1 nach 92,3 in der vorläufigen Fassung. Erwartet wurde der Index im Bereich 92,3 bis 93,3. Im Oktober hatte er bei 93,6 notiert.
aktuell:
Die Rohölvorräte (Crude Oil Inventories) sind in der vorangegangenen Woche um 5,1 Mio. Barrel gestiegen, nach zuvor +1,3 Mio. Barrel.
Die Benzinvorräte (Gasoline Inventories) haben sich im Wochenvergleich um 1,4 Mio. Barrel ausgeweitet, nach zuletzt Minus 3,7 Mio. Barrel.
Die Vorräte an Destillaten (Distillate Inventories), die auch das Heizöl beinhalten, sind gegenüber der Vorwoche um 1,2 Mio. Barrel geschrumpft, nach zuvor -3,6 Mio. Barrel
28.11.2006 - 14:06
Die US-Filialumsätze sind in der Woche zum 25. November gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 2,6 Prozent gestiegen. Dies meldete heute das International Council of Shopping Centers (ICSC). Dies stellt die stärkste Jahresperformance seit 21. Oktober dar. Gegenüber der Vorwoche ist jedoch ein Rückgang von 0,4 Prozent zu registrieren.
Laut ICSC-Chefökonom Mike Niemira lag die abgelaufene Woche in etwa im Rahmen der Erwartungen. Auf eine Verlangsamung der ersten Wochenhälfte folgte ein durch den "schwarzen Freitag" herbeigefühter starker Vorstoß. Das ICSC rechnet für November mit einem Jahreserlöszuwachs von rund 2,5 Prozent.
aktuell:
Die US-amerikanischen Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter sind im Oktober um 8,3 % zurückgegangen. Erwartet wurde ein Rückgang im Bereich 5,0 bis 6,0 %.
aktuell:
Die Zahl der US-amerikanischen Hausverkäufe ist im Oktober um 0,5 % auf 6,24 Mio. gestiegen. Allgemein erwartet wurden 6,14 bis 6,15 Mio. Hausverkäufe.
aktuell:
Der US-amerikanische Vertrauensindex notiert im November bei 102,9. Erwartet wurde der Index im Bereich 105,0 bis 106,0.
mfg J.B.
Manufacturing Conditions Survey
November 28, 2006
Manufacturing activity bounced back in November; Shipments, new orders and employment increase; Expectations remain bright
Manufacturing activity in the central Atlantic region picked up in November, according to the Richmond Fed’s latest survey. Factory shipments and new orders each expanded at a moderate pace following a dip in October and employment added momentum to last month’s modest gains. Order backlogs contracted, though at a slower pace in November, while delivery times edged slightly higher. In addition, manufacturers reported somewhat slower growth in capacity utilization and inventories.District manufacturers’ expectations remained sanguine in November. Firms generally anticipated faster growth in their shipments, new orders and capacity utilization for the coming six months.
Both raw materials and finished goods prices grew at a quicker pace in November. In addition, respondents expected prices to rise faster over the next six months.
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Current Activity
In November, the seasonally adjusted manufacturing index—our broadest measure of manufacturing activity—increased to 7 from October’s reading of -2. Among the index’s components, shipments added thirteen points to 6, new orders rose seven points to 6 and the jobs index moved up six points to 10.Other indicators generally changed little. The orders backlogs index moved up two points but remained in negative territory at -11, while the capacity utilization indicator eased four points to settle at 1. Vendor delivery times edged up two points to 2, while our gauge for raw materials inventories was somewhat lower, trimming five points to 14. The finished goods inventories index, however, held nearly steady at 15.
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Employment
Labor market activity strengthened somewhat at District factories in November. The employment index registered a 10 versus October’s 4, and the average workweek rebounded, adding two points to 1. Wage growth stayed on pace—matching October’s reading of 10.
Expectations
In November, our contacts were more confident about their business prospects for the coming six months. The index of expected shipments held steady at 35, while the new orders indicator jumped twelve points to end at 33. The orders backlog index moved up twelve points to 17, and the capacity utilization indicator added one point to 20. In addition, vendor delivery times posted a one-point loss to 7, and planned capital expenditures registered a one-point gain to reach 26.Hiring plans in November, however, were slightly less optimistic. The expected manufacturing employment index inched down four points to 8 and the average workweek slipped one point to finish at 11. Respondents’ expected wage index was unchanged at 30.
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Prices
In November, District manufacturers reported that raw materials prices increased at an average annual rate of 2.68 percent compared to last month’s reading of 2.33. Finished goods prices rose at a 2.29 percent pace, higher than October’s reading of 1.79 percent. Looking ahead to the next six months, respondents expected the prices they pay to advance at a 3.55 percent pace—a pickup from October’s reading of 2.73 percent. Finally, contacts looked for finished goods prices to advance at a 2.19 percent annual rate—also somewhat higher than last month’s 1.80 percent pace
Quelle: http://www.richmondfed.org/research/...facturing_conditions/index.cfm
mfg J.B.
29.11.2006 - 09:37
Der frühere Notenbankchef der USA, Alan Greenspan, geht davon aus, dass der Hausmarkt des Landes die Talsohle bereits durchschritten hat. Er erwartet, dass das aktuelle Lagerbestandsniveau in angemessener rapider Art und Weise herunterkommen wird. Zudem hätten die jüngsten Verkaufszahlen bereits Anzeichen einer Stabilisierung erkennen lassen. Greenspan macht jedoch auch darauf aufmerksam, dass die aktuellen Preise von rückläufiger Tendenz getragen sind. Daraus könnten bislang noch nicht zum Vorschein gekommene negative Einflüsse auf den Konsum entstehen.
http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/...--_id_2243__dId_6103509_.htm
Greenspan sieht US Immobilienmarkt stabiler
Alan Greenspan äußerte sich heute auf einer Konferenz in Washington zum US Immobilien-Markt. Nach seiner Einschätzung hat der Sektor das Schlimmste hinter sich. Trotzdem sieht er den Markt verhalten, wenn auch stabiler. "Das ist noch nicht der Boden, aber wir haben das Schlimmste hinter uns.", so Greenspan. Damit hält er den Einfluss dieser Branche auf die US-Wirtschaft vom derzeitigen Standpunkt aus auch nur noch für begrenzt.
Bloß weil man eine Fehleinschätzung ständig wiederholt, wird sie nicht richtiger. ;-)