Kurzpredigten


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Neuester Beitrag: 28.02.20 11:28
Eröffnet am: 06.04.13 20:21 von: union Anzahl Beiträge: 156
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1022929 Postings, 3798 Tage union(#44) Gelebte Gnade

 
  
    #151
1
14.09.18 16:36

Gelebte Gnade

Wie können wir das, was Jesus für uns vollbracht hat, in unserem Leben praktisch umsetzen?

Gott sagt uns in Hosea 6,6, dass er kein Gefallen an Opfern hat, sondern an Barmherzigkeit und Liebe. Also geht es für uns nicht um das „für Ihn tun“, sondern um das barmherzige Miteinander. Und dazu ist das Kreuz Jesu der Schlüssel, weil Jesus dort für Gott das allumfassende Opfer erbrachte, damit wir auf Erden wieder miteinander und nicht gegeneinander leben. Durch Jesus hat Gott der Zerstörung durch die Sünde ein Ende gesetzt und uns in die Lage versetzt, Heilung im Leben zu erfahren und weiter zu geben.
Dieses „heile“ Miteinander kann gesehen und erfahren werden. Mit »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« (Luk.10,27) fasst Gott alles praktisch für uns zusammen. Schon in den kleinsten Dingen des Alltags bedeutet das für uns, anderen liebevoll zu begegnen und damit die Beziehung zu Gott zu ehren.

Wenn wir z.B. den Eltern, Kindern, Ehepartnern, Nachbarn, Kollegen, Freunden, Bekannten und allen Menschen, denen wir im Alltag begegnen und uns selbst auch vergebend und segnend begegnen, ehren wir damit die Tat Jesu am Kreuz.
Nicht, dass wir in der Barmherzigkeit auf uns allein gestellt wären. Nein, Jesus hat uns durch den Heiligen Geist auch die Kraft geschenkt, damit wir überhaupt erst barmherzig sein können. Es ist so in der Tat möglich, seine Feinde von ganzem Herzen zu lieben… also die Menschen, die uns nicht gut behandeln. Sind wir freundlich gegenüber jemandem, obwohl er es eigentlich nicht verdient hätte, leben wir Barmherzigkeit. Vergeben und Segnen wir, obwohl uns jemand in irgend einer Art böses entgegenbringt, verbreiten wir Gottes Liebe.

Wenn wir das Handeln im eigenen Leben genauer betrachten, werden wir feststellen, dass wir mit der Barmherzigkeit in unschönen Situationen so unsere Schwierigkeiten haben. Manchmal scheint es einfach unmöglich, in Liebe zu handeln. Doch müssen wir dazu beachten, dass wir nicht aus uns heraus lieben sollen, sondern ausschließlich durch Jesus. „In Ihm“ schreibt uns Gott größere Fähigkeiten zu als wir denken.

  • Eph.1,4: Denn in ihmhat er uns erwählt, ehe der Welt Grund gelegt war, dass wir heilig und untadelig vor ihm sein sollten in der Liebe.

  • Eph.1,7: In ihmhaben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade.

  • Eph.1,11: In ihmsind wir auch zu Erben eingesetzt worden, die wir dazu vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willens

  • Eph.1,13: In ihmseid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Rettung – in ihmseid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheißen ist.


Wichtig hierbei: Es ist schon passiert. Wir werden nicht irgendwann soweit sein, sondern durch den Heiligen Geist sind wir bereits vollendet worden. Deswegen beschreibt Jesus in Luk.10,27 die Erfüllung des Gesetzes nicht allein durch die Nächstenliebe, sondern auch durch die Liebe zu dem wahrhaftigen Gott. Ohne Ihn kann zwar jeder Mensch auch Gutes tun, doch nur in Ihm sind wir befähigt, wahre Liebe zu leben. Auch die Liebe, die den Menschen unmöglich erscheint.


Röm 7,6: Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden und dem gestorben, was uns gefangen hielt, sodass wir dienen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.

In Ihm“ bedeutet, im Wesen des Geistes und frei vom Gesetz zu leben. Dadurch, dass Jesus das Gesetz für uns erfüllt hat, müssen wir das Gesetz nicht mehr erfüllen, um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Unser Glaube reicht aus, um „in Ihm“ zu sein und die Dinge zu tun, die Jesus getan hat (Joh.14,12: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun.)


Wir können Gottes Liebe schon hier auf Erden praktisch werden lassen. Im Kleinen und im Großen. Seien wir uns aber bewusst, dass dies nur aus dem Glauben heraus möglich ist (Mk.10,27: Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott.).
Das Heilwerden beginnt bereits im Kleinen und ist eine Herausforderung im eigenen Leben. Schon in unseren Gedanken fängt alles an. Dort entscheidet sich, wie wir reagieren (Jak.1,13-18: Niemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum Bösen und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt. Danach, wenn die Begierde empfangen hat, gebiert sie die Sünde; die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Irrt euch nicht, meine Lieben. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel von Licht und Finsternis. Er hat uns geboren nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, damit wir die Erstlinge seiner Geschöpfe seien.)


In meinen Augen ist das Thema zu wichtig, als dass sich damit jeder allein auseinandersetzt und zu oft enttäuscht wird, wenn ihm gelebte Gnade misslingt. In Pred.4,12 bekommen wir einen Hinweis, wie wir in Jesus leben können: „Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
Alleine ist Gnade ungleich schwerer zu leben, als wenn man gemeinsam im Glauben zusammen steht. Und dazu können wir die bestehenden kirchlichen Gruppen nutzen, um dies persönlich anzusprechen. Das erfordert etwas Überwindung, aber wenn wir ehrlich sind, haben wir viel zu viele Situationen erlebt, in denen wir nicht barmherzig waren, dies aber im Grunde genommen doch lieber sein würden. Dazu brauchen wir das Miteinander. Entweder in bestehenden oder in neuen Gruppen. Wer Interesse hat, der geht auch einen Schritt weiter, und ich weiß, dass Gott unser Interesse unterstützen wird und uns zeigen wird, wie wir weiter gehen können, um diese gelebte Gnade gemeinsam umzusetzen.

union

 

1022929 Postings, 3798 Tage union(#45) Glaube und Gesetz

 
  
    #152
14.09.18 16:40

Glaube und Gesetz
(Diese Predigt ist eigentlich eine Einleitungspredigt zur Predigt #44)


Durch die Gnade des lebendigen Gottes hat jeder Mensch auf Erden die Möglichkeit, durch den Glauben an Jesus Christus als den auferstandenen Sohn Gottes, die Erlösung von Sünde und Tod anzunehmen. Treffen wir diese Entscheidung im Glauben („so ist der Glaube … ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht“; Hebr.11,1), so sind wir errettet hin zum ewigen Leben mit Gott.

Diese Gemeinschaft mit Gott wird dann im Leben eines jeden Christen praktische Auswirkungen haben. Doch wie sieht das aus? Wie leben wir mit diesem Gott zusammen?
Gerade weil Christen davon sehr verschiedene Ansichten haben, müssen wir uns immer wieder fragen, wo unser Glaube in unserem Leben lebendig wird. Werden wir täglich von Gottes Geist geleitet oder legen wir mehr Wert auf gesetzliche und traditionelle Vorstellungen als auf Ihn persönlich?
Ich ertappe mich selbst dabei, wie ich versuche, das christliche Leben aus meinem Verstand und meinen Erfahrungen heraus zu leben. Ich halte mich zu oft an den Erfahrungen fest, anstatt die persönliche Nähe Gottes zu suchen, in der Veränderung geschieht. Ich sollte nicht nach richtig oder falsch urteilen und handeln, sondern aus dem „Leben in mir“ heraus leben.
Paulus drückte es in Gal.3 wie folgt aus: „Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?
Es ist also möglich anstatt einer lebendigen und direkten Beziehung zu Jesus durch den Heiligen Geist, ein Leben zu leben, dass einen „christlichen Rahmen“ hat, aber letztendlich mein eigenes Leben ist. Anstatt im Glauben die Freiheit durch Christus zu leben, versuche ich aus mir heraus keine Fehler mehr zu machen. Auch wenn ich mich dabei an der Bibel orientiere, versuche ich doch, gerecht (fehlerfrei) zu leben, obwohl mich Jesus doch schon gerecht gemacht hat.
Ich muss immer wieder inne halten und mir bewusst machen, dass ich durch den Glauben gerecht (richtig) vor Gott bin und selbst nichts dazu beitragen muss.

Die christliche Religion ist die einzige Religion, die den Grundsatz lebt: „Gerecht vor Gott ohne eigene Leistung“. Allein das, was Jesus für uns getan hat reicht aus.

Erst wenn wir diesen Grundsatz verstanden und angenommen haben, werden unsere Taten nicht nur den Gesetzen folgen, sondern aus unserem Herzen kommen. Dazu müssen wir uns nicht mehr ständig fragen, ob wir richtig oder falsch handeln, sondern wir werden aus dem eigenen Herzen heraus durch die Führung des Heiligen Geistes geleitet.
Erst so wird der Glaube lebendig und ist für andere erkennbar. Wer nach Luk.9,23 täglich sein Kreuz auf sich nimmt, sich selbst verleugnet und Jesus nachfolgt, richtet sich nach dem lebendigen Gott aus und nicht nach Gesetzen. Jeden Tag können wir die geschenkte Gnade der Erlösung annehmen (nehme sein Kreuz auf sich), uns nicht mehr selbst in den Mittelpunkt stellen (der verleugne sich selbst) und im Vertrauen auf den Heiligen Geist leben (und folge mir nach).

Wie diese gelebte Gnade aussieht und was sie praktisch bedeutet, ist schon in #44 beschrieben worden.

union

 

1022929 Postings, 3798 Tage union(#46) Realität, Wahrheit und Wirklichkeit

 
  
    #153
1
01.10.19 18:16

Mit der Entwicklung unseres Bewusstseins, bildet sich in uns eine persönliche Wirklichkeit, also so, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen. Und diese Wirklichkeit wird von unserer Umgebung beeinflusst.
Dazu gehört einerseits die natürliche Umgebung, die ich hier als „Realität“ bezeichnen will. Diese beinhaltet die Naturgesetze und das ganze natürliche Leben um uns herum.

Tritt allerdings Jesus Christus in unser Leben, reicht die natürliche Realität nicht mehr aus, um die neuen Erfahrungen einordnen zu können. Wir brauchen also etwas, was über diese Realität hinaus geht. Es ist sozusagen eine „geistliche Realität“, die ich im weiteren Verlauf als „Wahrheit“ bezeichne. So, wie sie auch in der Bibel erwähnt wird.

Auf der einen Seite haben wir also die Dinge, die den Naturgesetzen unterliegen und auf der anderen Seite die Dinge, die sich darüber hinaus auch auf die übernatürlichen Gesetze beziehen. Und früher oder später wird es zu Schwierigkeiten im Leben kommen, weil Realität und Wahrheit miteinander kollidieren. Gerade weil wir schon so viele Erfahrungen in der Realität gemacht haben, wird es uns schwerfallen, der Wahrheit zu vertrauen, ohne an ihr zu zweifeln. Das liegt daran, weil unser Verstand mit der Realität besser klar kommt als mit der Wahrheit.

In Sprüche 3,5 wird dies angesprochen und Gott sagt, wonach wir uns richten sollen: „Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.

Anhand von zwei Beispielen, versuche ich einmal aufzuzeigen, dass ein von der Realität beeinflusstes Leben anders aussieht als ein Leben, das von der Wahrheit beeinflusst wird:

Normalerweise lebt ein Mensch so, wie er es für richtig hält und zu seinem eigenen Vorteil. Dazu wurde er von seiner realen Umgebung beeinflusst. Das kennt sicherlich jeder von uns. Wenn jetzt aber dieser Mensch Jesus kennen lernt und ihm nachfolgt, wird ihm irgend wann klar werden, dass Jesus die Liebe zu anderen Menschen genau so hoch stellt, wie die Selbstliebe. Und so ist es unvermeidlich, dass dieser Mensch, im Sinne Jesu, zum Vorteil des anderen handeln sollte und sich selbst hinten anstellt. In diesem Moment kollidiert der eigene Wunsch, sich zu bevorzugen mit dem Glauben, den anderen zu bevorzugen. Ein Leben im Glauben sieht hier normalerweise anders aus, als ein Leben, dass aus dem Verstand heraus gelebt wird.

Ein extremeres Beispiel wäre ein kranker Menschen.
Da dieses Thema aber sehr umstritten diskutiert wird, beziehe ich mich hier direkt auf das Verhalten Jesu und nicht wie das Verhalten im Glaubensleben aussieht.
Wenn wir z.B. Schmerzen haben oder krank sind, dann holen wir uns selbstverständlich Hilfe durch Medikamente oder Ärzte. Gehe ich aber 2000 Jahre zurück und gehe mit diesen Problemen direkt zu Jesus, dann können wir nachlesen, was Jesus tat:


  • Matthäus 15,30: ...und es kam zu ihm viel Volks, die hatten mit sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere und warfen sie Jesu vor die Füße, und er heilte sie…

  • Markus 6,56: ...und alle, die ihn berührten, wurden gesund.

  • Matthäus 4,23: Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.

Hier überlasse ich jedem selbst, sich zu überlegen, worin in der heutigen Zeit der Unterschied eines realistischen Lebens oder eines Glaubenslebens liegen könnte.

Letztendlich wird sich unsere Wirklichkeit, also das, was unser Leben, Denken und Handeln bestimmen wird, in die Richtung entwickeln, in der unser Vertrauen liegt. Dabei schließen sich Realität und Wahrheit natürlich nicht immer gegenseitig aus. Wir leben ja in dieser Welt mit ihren Naturgesetzen und der überwiegende Teil unseres Alltags liegt klar im natürlichen Bereich. Aber ich wollte einmal aufzeigen, dass diese Realität nicht alles im Leben ist und wir über diesen realen Tellerrand hinaus blicken müssen, wenn wir ernsthaft Jesus nachfolgen wollen.


LG
union


 

1022929 Postings, 3798 Tage union(#47) Entweder oder

 
  
    #154
01.10.19 18:26

Zwischenmenschliche Beziehungen sind das Schwerste im Leben überhaupt“, wird oft gesagt. Gerade, wenn der Gegenüber sehr unbeständig ist, kann man sein Verhalten nie genau einschätzen.

Gott sei Dank, ist das bei dem dreieinigen Gott nicht so. Er ist an Beständigkeit und Zuverlässigkeit nicht zu überbieten. Zudem haben wir alles schriftlich, wie Er ist, was Er möchte und welche Rolle wir in seinem Leben spielen.
Bei dieser „einseitigen Sicherheit“ liegt es an uns, entweder mit ihm zu leben, oder gegen ihn zu sein. Da gibt es nach seinem Wort keine Grauzone: „Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.“ (Mt.12,30)
Am Beispiel von Israel beim Auszug aus Ägypten können wir erkennen, wie schnell es gehen kann, Gottes Nähe zu verlassen. Zuerst zogen sie, von vielen Wundern begleitet, aus Ägypten, gingen durchs Schilfmeer und in eine hoffnungsvolle Zukunft hinein. Doch schon nach wenigen Tagen lehnten sie sich wegen ungenießbarem Wasser gegen Gott auf, obwohl sie die übernatürlichen Wunder aus Gottes Hand alle persönlich miterlebt hatten.
Und jeder Christ, der die übernatürliche Errettung durch Jesus Christus erlebt hat, steht genauso in der Gefahr, die Nähe Gottes wegen Unzufriedenheit und Undankbarkeit zu verlassen. Die Beziehung zu Gott ist wie die Beziehung zu anderen Menschen kein Selbstläufer. Es ist eine Notwendigkeit, den Kontakt zu pflegen, Unklarheiten zu klären, sich persönlich auszutauschen und den Anderen höher zu achten, als sich selbst.
In der Beziehung zu Gott deutet die Nachfolge Jesu auf einen ständigen Kontakt hin. Alle Situationen und Gedanken können wir mit Ihm zusammen leben, sodass sich die kleinen Probleme des Alltags erst gar nicht zwischen unsere Gottesbeziehung drängen können. Denn die Gefahr, dass wir Gott durch Nachlässigkeiten aus unserem Leben drängen, ist ständig vorhanden. Der Heilige Geist wird sich sehr schnell zurückziehen, wenn wir Jesus aus den Augen lassen und Ihm in unserem Leben Grenzen setzen.

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (1Thess 5,18)
Israel hätte damals Gott auch für das ungenießbare Wasser danken können. Und wir können in Situationen „danke“ sagen, auch wenn wir uns nicht danach fühlen. Gerade in den „schlechten Tagen“ gilt es, nicht nur in der Ehe, zueinander zu stehen. Jeder Tag hat genügend Potential, unsere Verbindung mit Gott durch Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Lassen wir uns hingegen von unseren Gefühlen leiten, treten wir aus der Gnade und der Gemeinschaft mit dem Heilige Geist heraus.
Die Dankbarkeit ist nur ein Beispiel aus Gottes Wort, wie wir in seiner Nähe bleiben können. Viele andere Hilfen finden wir dort, durch die wir Jesus nicht durch unseren Alltag in dieser Welt aus den Augen verlieren. Denn ein Spagat gibt es bei dieser Beziehung nicht. Entweder leben wir in seiner Gemeinschaft oder wir leben in Gemeinschaft mit der Welt.

LG
union

 

1022929 Postings, 3798 Tage union(#48) Die Hürden der Bibel

 
  
    #155
01.10.19 18:50

Was macht dieses alte Buch so interessant? Und wieso kann jeder von uns davon mehr profitieren als von allen anderen Büchern?

Um zu einer Antwort zu kommen, gibt es einige Hürden, die wir nehmen müssen, um die „Geheimnisse“ der Bibel für unser Leben entdecken zu können:

Historische Hürde
Ein Buch, dass in der darstellenden Geschichte ca. 6000 Jahre in die Vergangenheit geht und sogar die Entstehung der Erde und des Universums beschreibt, wird von den meisten Menschen mit einem Lächeln bedacht...“Fantasie“, „Hörensagen“, „irreal“ bis hin zu „Schwachsinn“ sind die Worte, die in unserer „aufgeklärten Zeit“ als Bewertungen zur Bibel benutzt werden.
Dies zu widerlegen ist hier gar nicht die Aufgabe, denn viel wichtiger ist, dass auch nichtchristliche Aufzeichnungen von Jesus und seinem Kreuzestod berichten.


Göttliche Hürde
Bei diesem Punkt verlassen wir die historischen Dokumentationen und stehen vor der Frage, ob dieses Buch wirklich von diesem Gott, der in der Bibel beschrieben wird, inspiriert worden ist, oder ob es eine Ansammlung von Geschichtsschreibern ist.
Der wichtige Unterschied dabei ist in meinen Augen, ob hinter diesen Worten wirklich dieser Gott mit einer Absicht steckt oder diese Texte einfach nur das beschreiben, was damals passiert ist?
Ist das Buch für mich nur historisch oder kann ich annehmen, dass diese Worte durch das Mitwirken von Gottes Geist entstanden sind?


Geistliche Hürde
Diese Hürde macht die Sache erst richtig interessant. Denn wenn Gott inspirierend hinter, oder besser gesagt, in diesen Worten steckt, dann sind diese Worte mehr, als nur die Worte selbst.
Deswegen wird die Bibel auch „Gottes Wort“ oder „Heilige Schrift“ genannt. Viele Christen können bestätigen, dass Gott beim Lesen der Bibel durch die Worte zu ihnen in Situationen ihres Lebens spricht. Das geht über Theologie hinaus und ist völlig unabhängig von Intelligenz und Ausbildung.
Und gerade deswegen ist die Bibel für jeden Menschen interessant, weil Gott sich dadurch offenbart… zumindest wenn man die Bibel liest oder anhört, oder eine Predigt verfolgt, die durch den Heiligen Geist und das Wort Gottes inspiriert wurde.


Kritische Hürde
Auch wenn sich das relativ einfach anhört, ist die Sache doch etwas komplizierter. Nicht alles, was man aus Gottes Wort zu hören glaubt, wurde von Ihm inspiriert.

Aber wie soll man unterscheiden?

Das gelingt am besten durch andere Christen. Viele Erlebnisse und Erfahrungen mit Gott sind eindeutig und werden von den meisten Christen so bestätigt. Dadurch kann man selbst die eigenen inspirierenden Erfahrungen mit Gottes Wort einordnen. Mit der Zeit gelingt es dann auch immer besser, Gottes Stimme von den „anderen Stimmen“ zu unterscheiden.
Diesen kritischen Punkt halte ich für sehr wichtig, weil schon viel „christlicher Schaden“ in Vergangenheit und Gegenwart entstanden ist, der durch fehlende Kritikfähigkeit religiöser Menschen verursacht wurde.
Demut ist also auch bei inspirierenden Erfahrungen durch Gottes Wort sehr wichtig, damit wir „uns nicht überheben“, wie der Apostel Paulus schon äußerte und wir immer im Blick behalten sollten, dass alles immer von Gott ausgeht und niemals wir einen bedeutenden Anteil an der Sache haben.

Persönliche Hürde
Jetzt steht jeder selbst vor den Fragen: Bin ich bereit, mich auf das Reden Gottes durch sein Wort einzulassen und in der Schrift Antworten für mein Leben zu finden? Und bin ich auch bereit, erhaltene Antworten in meinem Leben umzusetzen?




LG
union

 

1022929 Postings, 3798 Tage union(#49) Raus aus dem Pardies... rein ins Paradies...

 
  
    #156
1
28.02.20 11:28

Mit dem „Sündenfall“ endeten die paradiesischen Zustände. Sünde und Gottes Gegenwart vertragen sich nicht. Um das Paradies (den Himmel, ein Leben in der Gegenwart Gottes oder das Reich Gottes) zu erreichen, muss die Sünde wieder entfernt werden.

Und die einzige Möglichkeit, die Sünde wieder loszuwerden, ist, dass jemand geeignetes dafür gerade steht. Und genau dieser Jemand ist Jesus Christus.

Aber wie kommt man denn wieder in das Paradies, also das Reich Gottes zurück?
Jesus beschreibt dies im Johannesbrief:

Joh.3,3:Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!

Gottes Reich, also die Geschehnisse in der geistlichen Welt kann man nicht verstehen, wenn man nicht von neuem geboren ist.

Joh.3,5:„Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!“

Wasser (Gottes Wort) und Gottes Geist sind notwendig, um in das Reich Gottes hinein kommen zu können. Gottes Wort können wir durch andere Menschen, durch Predigten, Bücher oder auch die Bibel selbst mitbekommen (alles, was sich um die Wahrheit dreht). Und Gottes Geist offenbart uns dadurch die „Tür“ zum Reich Gottes, sodass wir den zweiten Schritt tun können.

Joh.3,7:„Lass dich’s nicht wundern, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden!“

Jesus bestätigt hier noch einmal die Notwendigkeit dieser neuen Geburt.

Joh.1:12,13: „So viele ihn [Jesus Christus] aber aufnahmen, denen gab er Befugnis, Kinder Gottes zu werden, weil sie Glauben an seinen Namen ausübten; und sie wurden nicht aus Blut noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren.“

Jesus aufnehmen und den Glauben ausüben sind die wichtigen Punkte.

Wir nehmen Jesus auf, indem wir unsere Sünden zugeben/bekennen und ihn um Vergebung unserer Sünden bitten.
Glauben ausüben kommt danach und ist unser eigenes Handel aufgrund unserer neuen Geburt. Z.B. bekenne ich öffentlich, dass ich in Jesus den Sohn des lebendigen Gottes sehe. Oder ich danke Gott, dass ER alle Sünden für immer von mir weggenommen hat.

Mt.10,32: Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel.“

Egal welcher Mensch Jesus vor anderen bekennt, für den steht Jesus vor seinem Vater ein.


Wenn also ein Mensch daran glaubt, dass Jesus der Christus (der Erlöser) ist, der für seine Schuld bezahlt hat, dann ist er wiedergeboren.



Sollte jemand sagen, dass er den ganzen "Kram" nicht braucht, dem sei gesagt, dass die Konsequenzen eines Lebens ohne Gott, also ohne die Vergebung der eigenen Sünden, gravierend sind.

Vergessen wir nicht, dass nach dem Leben auf der Erde die Ewigkeit kommt. Und diese Ewigkeit hat zwei Gesichter. Das Paradies und die Verdammnis. Und das Gericht im Himmel wird entscheiden, welches Schicksal jeden Einzelnen erwartet. Ewiges Leben im Himmel (Nähe Gottes) oder ewiges Existieren in der Hölle (entfernt von Gott) sind die einzigen Möglichkeiten.

Paulus beschreibt anhand des Sündenfalls die Lösung für uns durch Jesus Christus:

Röm.5,16: „Und nicht verhält es sich mit der Gabe wie mit dem, was durch den einen Sünder geschehen ist. Denn das Urteil hat von dem Einen her zur Verdammnis geführt, die Gnade aber hilft aus vielen Sünden zur Gerechtigkeit.“


Röm.5,18: „Wie nun durch die Sünde des Einen die Verdammnis über alle Menschen gekommen ist, so ist auch durch die Gerechtigkeit des Einen für alle Menschen die Rechtfertigung gekommen, die zum Leben führt.“


Röm.8,1:„So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.“


Genau das, was wir durch die Neue Geburt oben gelernt haben, beschreibt hier Paulus.
Durch Adam kam die Sünde in die ganze Welt… zu jedem einzelnen Menschen. Und nur Jesus ist der Weg, der aus der Verdammung durch die Sünde wieder zum Leben mit Gott führt.





LG
union


 

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