Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

GESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?


Seite 12 von 12
Neuester Beitrag: 20.11.19 09:56
Eröffnet am: 11.11.08 09:09 von: Palaimon Anzahl Beiträge: 282
Neuester Beitrag: 20.11.19 09:56 von: paris03 Leser gesamt: 110.816
Forum: Börse   Leser heute: 12
Bewertet mit:
27


 
Seite: < 1 | ... | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
>  

96852 Postings, 7212 Tage Katjuschaklarer Kauf, technisch wie fundamental

 
  
    #276
1
12.02.19 15:01
KGV bei 10
KBV bei 1
EV/Ebitda unter 5
solide Bilanz
starker Auftragseingang -> book to bill über 1,1

technisch gut auskonsolidiert

-----------
the harder we fight the higher the wall
Angehängte Grafik:
gesco6l.png (verkleinert auf 52%) vergrößern
gesco6l.png

96852 Postings, 7212 Tage Katjuschasieht weiter gut aus

 
  
    #277
1
14.02.19 08:41
Nach 9 Monaten

Umsatzprognose für Gesamtjahr von zuletzt 560 Mio auf 570 Mio erhöht. Gewinnprognose beibehalten.

Ebit + 14%
Überschuss +20%
Auftragseingang +14%
Auftragsbestand +21%

und alles trotz Einmalbelastungen durch die Übernahme von S&S.

EPS bei 1,82 € nach 9 Monaten. Ich bleib bei einer Prognose von 2,35-2,40 € fürs Gesamtjahr.

3 von 4 Geschäftsbereichen sehen nach wie vor deutliches Wachstum. Probleme wie zu erwarten war im Bereich Mobilität, wobei man auch dort durch die Restrukturierung von einem leichten Verlust deutlich in die Gewinnzone kam (-0,4 auf +3,2 Mio Ebit).

Im abschließenden Q4 ging der Auftragseingang wohl um 10 Mio zurück, was an einem Großauftrag im Vorjahresquartal lag. Im Vergleich zu den knapp 50 Mio € Anstieg des Auftragseingangs in den 9 Monaten zuvor aber vergleichsweise gering. Der Vorstand spricht nach wie vor davon, dass er keine generelle Abkühlung des operativen Geschäfts erkennen kann.

Ich geh auf Grundlage des Auftragsbestands für das GJ19/20 von leichtem Umsatzwachstum von 3-5% und durch die wegfallenden Sonderbelastungen von 6-8% Gewinnwachstum aus. EPS sollte dann bei 2,5 € und Dividende bei 1,0 € pro Aktie liegen.  
-----------
the harder we fight the higher the wall

4 Postings, 276 Tage merkasps

 
  
    #278
11.03.19 22:18
und warum der Wert aus deinen Wikis geflogen?  

Optionen

96852 Postings, 7212 Tage Katjuschaweil die Charts

 
  
    #279
11.03.19 22:32
der US Indizes und von Gesco die letzten 1-2 Wochen schwach aussahen bzw. Verkaufssignale generierten.

Hab deswegen bei vielen Aktien abgebaut, bei Gesco mit den neuen Verkaufssignale jetzt erstmal komplett. Ich warte auf neue Kaufsignale oder ob man auf die nächste Unterstützung fällt.

aktuell würd ich sagen, prozyklisch über 26,8 € kaufen, antizyklisch bei 23,0-23,3 €.


-----------
the harder we fight the higher the wall

930 Postings, 5979 Tage GlücksteinOder gar nicht kaufen

 
  
    #280
28.03.19 08:45
Ist im Wesentlichen Maschinenbau und zyklisch  

538 Postings, 2486 Tage HutaMGNext Level Strategie

 
  
    #281
4
29.06.19 11:50
Guten Tag !

Gesco hat in dieser Woche von einem sehr guten abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 berichtet und gleichzeitige eine eher zurückhaltende Prognose für das nun laufende Jahr abgeben. Auf 12 Monate rechnet man zwar mit einem leichten Umsatzwachstum - auch bedingt durch die erstmalig volljährige Einbeziehung der Sommer und Strassburger - aber im Ergebnis soll es einen Rückgang von 26,5 auf zwischen 21 und 23 Mio Euro geben.

Nimmt man die 22 Mio Euro als Maßstab, würde sich rechnerisch ein EpS von 2,03 Euro ergeben - bei einem Kurs von 24 Euro ergibt das ein KGV von ca. 12.

Das ist mMn durchaus solide - zumal wenn man berücksichtigt, dass das EK je Aktie derzeit bei 22,54 Euro liegt (mithin also das KBV bei günstigen 1,1). Hinzu kommt noch die Dividendenrendite (wenn man auch im nächsten Jahr wieder 40% des EpS als Dividende ausschüttet, würde sich eine Rendite von etwa 3,4 % ergeben). Alles in allem also ein sehr solider Wert - eigentlich mit recht wenig Phantasie, denn die 2 Euro (plus kleinere Effizienzfortschritte) wären in etwa das, was bei Gesco so als Ergebnis üblicherweise herauskommen sollte, wenn es keine Sondereffekte gibt.

Zwar war im abgelaufenen Geschäftsjahr das Ergebnis um etwa 20% höher als im nun laufenden Jahr. Das lag aber eben, laut GB, an einer Sonderkonjunktur im Geschäftsfeld Ressourcentechnologie - und die gibt es nicht jedes Jahr.

Schwierigkeiten macht weiter der Bereich Mobilitätstechnologie, der im kommenden Jahr wieder ein deutlich geringeres Ergebnis beisteuern soll als im abgelaufenen - das wäre dann ein negativer Sondereffekt.

Aber alles in allem dürfte das laufende Geschäftsjahr sozusagen ein Durchschnittsjahr für Gesco werden.

So wie es derzeit läuft ist die Gesco also kein besonders spannendes Unternehmen sondern eher etwas für den sehr langfristigen Anleger, der nicht besonders auf Kurssteigerungen setzt sondern sozusagen "in Ruhe" seine Dividende regelmäßig kassieren möchte.

Das ist natürlich auf der einen Seite irgendwie charmant, auf der anderen aber vielleicht doch für einen Gutteil der Anleger etwas langweilig.

Das hat man mMn aber nun bei Gesco auch erkannt und die Strategie "Next Level" aufgelegt. Neben der Tatsache, dass man Gesco etwas "agiler" gestalten möchte gibt es sicher auch strukturelle Gründe für die Änderung der Strategie weg vom mehr oder weniger reinen Verwalter - hin zum "Gestalter" (immer in den Grenzen, die einer nicht operativ tätigen Hoöding in dem Bereich gesetzt sind). Man will weg von der relativ einseitigen Abhängigkeit von der Dörrenberg Edelstahl, die derzeit für etwa 40% der Umsätze steht (und das will man mit dem Erwerb bzw. Ausbau zweier weiterer Gesellschaften erreichen, die für jeweils mehr als 100 Mio Euro Umsatz stehen).

Daneben nimmt man, so mein Eindruck, aber auch die Zügel bei den kleineren Beteiligungsgesellschaften nun etwas straffer in die Hand. Übrigens ist das eine Tendenz, die man mMn auch beim "Konkurrenten" Indus sehr gut sehen kann, die ja auch ein Strategieprogramm aufgelegt haben, mit dem sie Indus effizienter machen und gleichzeitig wachsen wollen.

Beide Unternehmen betonen zwar immer wieder die Eigenständigkeit der Tochterunternehmen (was sicher auch gut und richtig ist), sind auf der anderen Seite aber dabei, den Tochterunternehmen Zielvorgaben hinsichtlich Wachstum und Effizienz zu machen, was dann eben doch ein gewisses "Hineinregieren" bedeutet (und das ist mMn auch richtig so, denn die Beteiligungsunternehmen müssen sich ja auch fortentwickeln und vielleicht ist das manchmal ohne das explizite Formulieren von Zielvorgaben und dem Anbieten entsprechender Unterstützungen nicht so leicht umzusetzen - eine kleine freundliche Aufforderung zum "Noch-Besserwerden" schadet da mMn nicht ;).

Bei Gesco lauten die Zielvorgaben:
1.) Umsatzwachstum jeweils 3% über dem Marktwachstum  und
2.) Steigerung des Umsatzes je Mitarbeiter um 3% jährlich.

Zusammengenommen soll das eben Wachstum generieren und gleichzeitig die Effizienz steigern, so dass die Holding konjunkturunabhängig eine Ebitmarge von 8-10% erreicht.

Schafft man es bei Gesco dieses Programm in die Tat umzusetzen und erhöht gleichzeitig das Aquisitionstempo weiter, dürfte sich die Gesco in vier oder fünf Jahren doch deutlich von der Gesco von heute unterscheiden. Alleine die Tatsache, dass man zwei weitere Ankerbeteiligungen mit jeweils mehr als 100 Mio Euro Umsatz schaffen (durch Ausbau bestehender Beteiligungen) oder erwerben will sowie die Forderung, 3% über Marktdurchschnitt zu wachsen, dürfte dafür sorgen, dass sich der Umsatz von Gesco deutlich gegenüber den bisherigen Umsätzen erhöht - und wenn man dann eine stabile Marge von (im Mittel) 9% erreichen würde, dürfte das Ergebnis auch deutlich besser sein als 2 Euro EpS.

Dass Gesco eine sehr stabile Bilanz hat, dürfte bei dem angestrebten (auch externen) Wachstum sehr hilfreich sein. Der Verschuldungsgrad liegt bei Gesco derzeit bei etwa 1,5 x EBITDA (zum Vergleich: bei Indus liegt er derzeit bei 2,2)! Würde man bei Gesco den gleichen Verschuldungsgrad wie bei Indus anstreben, könnte man noch ca. 50 Mio Euro mehr Kredit aufnehmen (nur zur Einordnung: Die Übernahme der Sommer und Strassburger hat knapp 22 Mio Euro gekostet!).

Daneben könnte ich persönlich mir vorstellen (aber ohne Gewähr), dass man vielleicht auch auf die Idee kommen könnte, das genehmigte Kapital zu nutzen, um die finanziellen Möglichkeiten zu erhöhen, wenn man tatsächlich einmal größere Übernahmen einplant - daraus wären weitere Mittel im Volumen von etwa 25 Mio Euro zu generieren (es besteht eine Genehmigung zur Erhöhung des Grundkapitals um 10%).

Für mich ergibt sich in jedem Fall aus der Next Level Strategie auch eine etwas aggressivere Herangehensweise im Bereich M&A . Ohne Zukäufe (entweder von neuen Töchtern oder durch Übernahmen auf der Enkelebene, um damit vorhandene Beteiligungen auszubauen) werden die Ziele, die die Konzernstruktur betreffen (Verringerung der Abhängigkeit von Dörrenberg) nicht erreicht werden können.
Dass sich da auch in den letzten beiden Jahren schon etwas getan hat, sieht man mMn auch daran, dass sich der Ansatz der Firmenwerte im Konzern erhöht hat. Die letzten beiden Übernahmen Pickertz und Gerlach sowie Sommer und Straßburger stehen für zusammen 16 Mio Euro der augewiesenen Firmenwerte - das entspricht einem Anteil von fast 60% der insgesamt ausgewiesenen Firmenwerte.

Hier liegt mMn dann auch der mit Abstand größte Vorteil von Gesco gegenüber Indus.
Der Anteil der Firmenwerte, der ja nicht regelmäßig abgeschrieben wird sondern lediglich einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen wird, an der gesamten Bilanzsumme beträgt bei Gesco lediglich bei gut 5%!!!
Der Anteil der Firmenwerte am Eigenkapital liegt bei Gesco bei nur 11%.

Zum Vergleich: Bei Indus liegt der Anteil der Firmenwerte an der Bilanzsumme bei 25% und am Eigenkapital sogar bei 59%.

Selbst wenn man jetzt bei Gesco zukünftig auch etwas weniger vorsichtig bilanzieren würde, würde der Firmenwert auch weiterhin einen vergleichsweise geringen Anteil an Bilanzsumme und EK haben.

Was bedeutet das? In meinen Augen ist die Bilanzierung eines Neuerwerbs bei Gesco eben erheblich konservativer/vorsichtiger als bei Indus. Gesco bucht einen deutlich größeren Anteil des Kaufpreises auf regelmäßig abzuschreibende Wirtschaftsgüter, Indus bucht einen größeren Anteil auf Firmenwerte.

In der Folge muss Gesco natürlich einen erheblich größeren Anteil des Kaufpreises in den nächsten Jahren abschreiben - wodurch sich bei Gesco dann die Gewinne reduzieren und das Eigenkapital.

Während Indus den auf den Firmenwert gebuchten Kaufpreisanteil nicht regelmäßig abschreiben muss, wodurch man höhere Gewinne und ein höheres EK ausweisen kann.
Gleichzeitig ist dann aber das Risiko bei Indus, dass man irgendwann wenn die Konjunktur mal schlecht läuft, im Rahmen der Werthaltigkeitstests der Firmenwerte Sonderabschreibungen vornehmen muss, die das Ergebnis gewaltig verhageln könnten (im Vorjahr musste man z.B. bei Indus knapp 16 Mio solcher Abschreibungen auf verschiedene Firmenwerte vornehmen) deutlich höher.

Bei Gesco dürften dagegen erhebliche stille Reserven in der Bilanz schlummern - denn die Firmenwerte dürften bei einem Verkauf des jeweiligen Unternehmens deutlich höher sein als die ausgewiesenen Firmenwerte.

Da Gesco ja eben auch einen deutlich höheren Anteil des Kaufpreises für ein Unternehmen abschreibt, sind im Prinzip auch die EpS und EK Zahlen nicht wirklich miteinander vergleichbar. Würde Indus den Kaufpreis für eine Beteiligung auch ähnlich konservativ verteilen wie Gesco, wäre der laufende Gewinn bei Indus ja entsprechend niedriger (und damit auch das EK als Ausweis der Gesamtgewinne eines Unternehmens).

Insofern ist es sicher richtig, dass Indus bisher deutlich "moderner" am Markt unterwegs war. Man hat mehr Unternehmen gekauft, ist tatsächlich sehr viel breiter aufgestellt als die Gesco, die Story klingt bzw. klang einfach spannender.

MMn ist Gesco aber auf dem Weg, sich ebenfalls breiter aufzustellen und ebenfalls entschlossener am Markt zu agieren. Das wird nicht von heute auf morgen passieren - aber ich finde die Richtung der neuen Strategie schon interessant und Gesco dürfte damit für Anleger interessant werden, die von einem Unternehmen eben auch überdurchschnittliches Wachstum erwarten und nicht damit zufrieden sind, dass die Beteiligungen "nur" gut verwaltet werden.

Etwas vage ist Gesco mMn bisher in der Frage geblieben, bis wann man denn die Strategie umgesetzt haben möchte, wann man dann also die Ergebnisse bei der Ebitmarge besichtigen und die beiden zusätzlichen Ankerbeteiligungen im Portfolio zeigen kann. Aber ewig kann das ja dann auch nicht dauern, denn sonst macht das Auflegen einer derartigen Strategie ja auch keinen Sinn.

Wie gesagt, ist die Strategie erst einmal umgesetzt, dürfte Gesco doch ein deutlich höheres EpS als derzeit aufweisen - (Umsatzwachstum plus Effizienzsteigerung) und damit ist der heutige Kurs für Anleger, die ein paar Jahre Zeit mitbringen vielleicht durchaus interessant (das ist aber wie immer nur meine Meinung und keine Empfehlung an andere Teilnehmer).

Ein angenehmes Wochenende allerseits.


 

Optionen

1643 Postings, 4931 Tage paris03Klrer kauf?

 
  
    #282
20.11.19 09:56
nein, ich sehe hier nur einen sehr stabilen Abwaertstrend bei gesenkter Prognose fuer das Rumpfgeschaeftsjahr.

Bodenbildung abwarten und dann erste Kauefe taetigen

im Bereich von 15 Euro oder etwas darueber koennte vielleich diese Bodenbildung stattfinen oder eventuell kaufen wenn die Aktie unerwartet bei guten Umsaetzen anzieht.  

Optionen

Seite: < 1 | ... | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 |
>  
   Antwort einfügen - nach oben