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GESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?


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Neuester Beitrag: 29.06.19 11:50
Eröffnet am: 11.11.08 09:09 von: Palaimon Anzahl Beiträge: 281
Neuester Beitrag: 29.06.19 11:50 von: HutaMG Leser gesamt: 107.792
Forum: Börse   Leser heute: 9
Bewertet mit:
27


 
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5925 Postings, 4229 Tage PalaimonGESCO AG - Ungebremstes Wachstum ?

 
  
    #1
27
11.11.08 09:09
Diese Aktie hat mein Interesse geweckt. Die werde ich mal ein paar Tage beobachten.

Zitat aus dem Falken-Telegramm vom 10.11.08:

Es geht aufwärts

Es gibt einige Analysten und Investoren aus dem Nebenwertebereich, die in der Liste der zurzeit meist beachteten und beliebtesten Unternehmen die Gesco AG ganz vorn sehen. Diese Wertschätzung wird dem Unternehmen nicht erst seit Kurzem entgegengebracht. Denn bereits seit Jahren drängt sich die Mittelstandsholding mit dem Schwerpunkt Fahrzeug-/Maschinenbau und Kunststofftechnik mit einem dynamischen Wachstum bei einer sehr guten Kostenentwicklung in den Mittelpunkt des Interesses.

Erneut wird das Wachstum mit der Vorlage der Halbjahreszahlen des laufenden Geschäftsjahres 2008/2009 belegt. Dabei schaffte die Gesco das Kunststück, sich von den schlechten Konjunkturaussichten zu lösen, und vermeldete einen Anstieg der Auftragseingänge in Höhe von 21 %. Demnach spricht vieles für ein weiterhin ungebremstes Wachstum.

Diese positive Entwicklung kann auch aus der Gewinn- und Verlustrechnung des abgelaufenen ersten Halbjahres herausgelesen werden. Umsatzsteigerungen von über 16 % steht ein Ergebnisanstieg in Höhe von 34,5 % entgegen. Hiefür verantwortlich sind insbesondere die hohe Auslastung der Produktionskapazitäten und damit einhergehend Degressionseffekte im Fixkostenbereich. Nach Abzug der Anteile für Minderheitsgesellschafter verbleibt den Aktionären ein Gewinn je Aktie in Höhe von 4,52 Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg in Höhe von 43,5 %.

Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die vorher als durchaus optimistisch empfundenen Zielvorgaben leicht erreicht werden sollten. Der in Aussicht gestellte Gewinn je Aktie in Höhe von 7,11 Euro sollte sogar noch übertroffen werden. Bei einem derzeitigen Kursniveau von knapp 41 Euro würde das auf Gesamtjahresbasis ein KGV von über 5,8 bedeuten.

Das einzige Manko des Unternehmens, wenn es denn überhaupt eins gibt, waren die hohen Kursniveaus, die auf eine Überbewertung durch den Markt hindeuteten. Ähnlich sahen es die Spezialisten des Falkenbriefs, die bei 51,50 Euro ausgestiegen sind und sich über Gewinne von 45 % freuen konnten. Die derzeit niedrigeren Kursniveaus lassen wieder einen Einstieg interessant erscheinen. Den richtigen Einstiegszeitpunkt können Sie dem Falkenbrief entnehmen.

Zitat Ende

Laßt uns mal drüber reden ;-)
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An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon
255 Postings ausgeblendet.
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50104 Postings, 4974 Tage RadelfanGewinnwarnung bestätigt!

 
  
    #257
3
14.02.17 11:18
Gesco bestätigt nach jüngster Gewinnwarnung die neue Prognose | 4investors
Gesco bestätigt nach jüngster Gewinnwarnung die neue Prognose | 4investors
Die Beteiligungsgesellschaft Gesco hat am Dienstag Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016/2017 vorgelegt. Beim Auftragseingang h...
http://www.4investors.de/php_fe/...hp?sektion=stock&ID=111073#ref=rss
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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5925 Postings, 4229 Tage Palaimon@Radel - und trotzdem

 
  
    #258
9
08.03.17 20:47
hat die Aktie seitdem ordentlich zugelegt. Buy on bad news oder was?
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André Kostolany

MfG
Palaimon

50104 Postings, 4974 Tage RadelfanKE! Mal wieder Ausschluss der Aktionäre!

 
  
    #259
4
20.03.17 17:51
DGAP-Adhoc: GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung (deutsch)
DGAP-Adhoc: GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung (deutsch)
GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung DGAP-Ad-hoc: Gesco AG / Schlagwort(e): Kapitalerhöhung/Kapitalerhöhung GESCO AG beabsichtigt Barkapitalerhöhung 20.03.2017 / 17:38 CET/CEST Veröffentlichung
http://www.finanznachrichten.de/...arkapitalerhoehung-deutsch-016.htm
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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50104 Postings, 4974 Tage RadelfanPrognose übertroffen! 35 Cent Dividende :-(

 
  
    #260
3
24.05.17 14:57
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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5925 Postings, 4229 Tage PalaimonDas ist ja mager!

 
  
    #261
10
24.05.17 20:15
So eine niedrige Dividende hatten wir seit Jahren nicht. Da überlege ich mir direkt, mich zu trennen, sind ja gerade mal 1,5%.
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André Kostolany

MfG
Palaimon

50104 Postings, 4974 Tage Radelfan#261 Die Trennung habe ich schon vor langer Zeit

 
  
    #262
4
25.05.17 08:45
vorgenommen.
Im Gegensatz zu INDUS hat sich GESCO nicht wirklich weiter entwickelt. Eigentlich schade, das war mal ein sehr schöner Wert!
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Es ist nicht ausgeschlossen, dass mein Text auch eine Spur von Ironie enthält.

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5925 Postings, 4229 Tage PalaimonWenn ich so den Kursverlauf betrachte,

 
  
    #263
9
02.06.17 10:52
bleibe ich doch erstmal dabei. Bei ca. 26 sind alte Höhen erreicht, dann denke ich noch mal darüber nach.  
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André Kostolany

MfG
Palaimon

5925 Postings, 4229 Tage PalaimonOch, sind doch keine schlechten Aussichten

 
  
    #264
8
02.06.17 22:57
"fairer Wert bei 29 Euro" - na bitte! Dann wird es ab nächstes Jahr auch wieder höhere Dividenden geben.

Nach einer längeren Schwächephase sehe SMC-Research Ges­co auf dem Weg der Besserung und rechne für die laufende Finanzperiode unverändert mit einer deutlichen Gewinnerholung. Auch das Expansionstempo dürfte aus Sicht der Analysten wieder anziehen, nachdem im März 20 Mio. Euro mit einer Kapitalerhöhung eingesammelt worden seien.

Obwohl die Analysten weitere Zukäufe noch nicht eingeplant und die neue Liquidität daher im Modell als nicht betriebsnotwendig eingestuft hätten, sehe das Researchhaus den fairen Wert mit 29,00 Euro unverändert deutlich über dem aktuellen Kurs. Sobald sich die unterstellte Gewinnverbesserung in den Zahlen zeige, dürfte sich nach Meinung von SMC-Research auch die Aktie wieder erholen. Das Urteil bleibe „Buy“.
Gesco: Auf dem Weg der Besserung | Aktien-Global.de
Gesco: Auf dem Weg der Besserung | Aktien-Global.de
Hintergründe und Aktuelles zu Aktien, Börsen und Indizes aus dem Ausland. Zu den abgedeckten Märkten bieten wir Analysen, Hintergründe, Berichterstattung und konkrete Anlagetipps und Produktempfehlungen. Unser Schwerpunkt liegt auf Emerging Markets wie China, Indien, Brasilien oder Russland.
http://www.aktien-global.de/top-analysen/...m_weg_der_besserung-4830/
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André Kostolany

MfG
Palaimon

5925 Postings, 4229 Tage PalaimonNach der alten Kursrechnung

 
  
    #265
8
29.08.17 20:11
haben wir die magische 80 längst überschritten. Läuft doch!
Ich bleib auf jeden Fall drin.
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MfG
Palaimon

31095 Postings, 7016 Tage Robinad hoc

 
  
    #266
2
12.12.17 16:00
mögliche Ergebnisbelastung aus KArtellverfahren .  

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729 Postings, 2066 Tage buzzlerUi...

 
  
    #267
31.05.18 14:07
hier ist es ja ruhig... Da wird die Dividende kräftig angehoben und keiner sagt was?  

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531 Postings, 2405 Tage HutaMGNa ja Ruhe muss ja nix Schlechtes sein...

 
  
    #268
1
06.07.18 13:25
...und trotzdem störe ich sie jetzt mal kurz :-).

Guten Tag !

Ich habe Gesco schon seit Jahren in meinem Depot. Früher war der Anteil mal ziemlich groß, dann habe ich aber sukzessive den Bestand reduziert als Gesco in meinen Augen nahezu jede Dynamik verloren hat. Was meine ich damit?

Zunächst einmal gab es immer wieder Firmen, die in irgendeine Krise geraten sind - zuletzt waren es aus vollkommen unterschiedlichen Gründen Protomaster und MAE. Und immer wenn irgendeine Firma "abgetaucht" ist, hatte das erhebliche Auswirkungen auf den Gewinn. Die Reperaturen haben teilweise auch deutlich länger gedauert als man zunächst gedacht hat (bzw. bei Protomaster hat am Schluss nur noch der Verkauf geholfen, obwohl sich sogar der seinerzeitige Vorstand Dr. Mayrose in dem Unternehmen engagiert hatte). Jedenfalls waren die schönen EpS Reihen der Vergangenheit eben genau das "Vergangenheit".

Zweiter Grund für die in meinen Augenfehlende Dynamik war die äußerst restrektive Einkaufspolitik. Während ein Konkurrent wie Indus gleich reihenweise neue Beteiligungsunternehmen ins Portfolio aufgenommen hat, kam bei Gesco gar nix (und wenn man sich dann doch einmal aus der Deckung gewagt hat, wie bei Protomomaster ist es dann schief gegangen).

Und last but not least besteht bei Gesco mMn auch ein veritables Klumpenrisiko, weil Doerrenberg Edelstahl die mit Abstand größte Beteiligung der Gesco AG ist und alleine schon von daher eine große Abhängigkeit der Gesco von den Märkten der Doerrenberg besteht (auch deshalb war der sehr sparsame Ausbau des Portfolios nicht wirklich vorteilhaft, weil man diese Abhängigkeit von Doerrenberg ja nur dadurch beseitigen kann, dass man Mehrumsatz durch neue Beteiligungsunternehmen hinzukauft).

An dieser Sachlage hat sich in der Zwischenzeit nun auch nicht wirklich ALLES geändert. Dennoch stocke ich meinen Bestand derzeit wieder auf.

Bei Gesco hat mir immer die sehr konservative Bilanzierungspolitik gefallen. Man muss nur einmal den Ansatz der Firmenwerte in den Bilanzen von Gesco und dem ebenfalls börsennotierten Mitbewerber Indus vergleichen. Indus weist Firmenwerte von 428,5 Mio Euro aus - das entspricht in etwa 26% der Bilanzsumme und etwa 63% des ausgewiesenen Eigenkapitals. Bei Gesco werden nur 19,1 Mio Euro Firmenwert ausgewiesen; dies entspricht nur gut 4% der Bilanzsumme und 8,5% vom Eigenkapital - ganz andere Zahlen!

Wie kommen die zustande und was bewirken diese Unterschiede? Wenn eine Firma eine Beteiligung für einen bestimmten Kaufpreis erwirbt, dann wird dieser Kaufpreis auf die im Unternehmen vorhandenen Wirtschaftsgüter verteilt und anschließend auf eine bestimmte Nutzungsdauer abgeschrieben, was dann jeweils den Gewinn mindert. Nun gibt es Wirtschaftsgüter, deren Bewertung recht einfach ist. Eine Maschine hat einen bestimmten Gebrauchtwert, der sich in der Regel aus irgendwelchen Listen ergibt. Aber wie bewertet man z.B. den Kundenstamm eines Unternehmens? Hier gibt es schon Bewertungsspielräume.
Alles was letztendlich nicht auf bestimmte Wirtschaftsgüter verteilt werden kann, landet letztlich im Firmenwertansatz der übernehmenden Gesellschaft. Gesco zahlt also für die von ihnen übernommenen Unternehmen also entweder ein deutlich geringeres Aufgeld oder schafft es, den Kaufpreis so zu verteilen, dass nicht annähernd so viel auf Firmenwerte gebucht werden muss wie Indus.

Ist das nicht eigentlich "pott wie Deckel"? Nein! Alle Wirtschaftsgüter eines Unternehmens (auch der Kundenstamm und die meisten anderen immateriellen Wirtschaftsgüter) werden auf eine bestimmten Zeitraum abgeschrieben und diese Abschreibungen mindern den Firmengewinn.

Der Firmenwert dagegen wird nicht so ohne Weiteres abgeschrieben sondern wird erst einmal am Ende des Wirtschaftsjahres überprüft. Und da fängt dann die Schwierigkeit für den Kleinaktionär an. Denn die Wirtschaftsprüfer gehen mit irgendwelchen Variablen in die Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwerts, die von Außenstehenden eigentlich nicht überprüft werden können. Theoretisch kann es sein, dass ein Firmenwert nicht mehr werthaltig ist und abgeschrieben werden muss - meistens ergibt die Überprüfung aber in normalen Zeiten keinen Abschreibungsbedarf.

Folge: Das Unternehmen, das den Kaufpreis auf "normale Wirtschaftsgüter" verteilt, hat im laufenden Betrieb höhere Abschreibungen (und damit einen niedrigeren Gewinn), dafür aber auch das deutlich geringere Risiko, dass, z.B. in Phasen einer wirtschaftlichen Stagnation, die vielleicht in Boomzeiten gezahlten hohen Preise für eine Beteiligung sich in Form von außerplanmäßigen Firmenwertabschreibungen rächen. Zudem ist die Bilanz des Unternehmens, das nicht so exzessiv mit Firmenwerte arbeitet, für den Aktionär transparenter.

Da ich derzeit nicht ausschließen kann, dass sich das Konjunkturklima weltweit vielleicht etwas abkühlt, achte ich derzeit eben wieder verstärkt auf "konservativere Unternehmen", die nicht so große Risiken mit sich schleppen. Zudem hat Gesco (und das ist der zweite relavante Grund für meine Aufstockung) angedeutet, dass die ganz schlechten Zeiten vielleicht so langsam auch mal wieder vorbei sein könnten. Man hat zwar weiterhin kaum auf dem M&A Markt agiert (weil den Verantwortlichen die Unternehmen immer noch zu teuer und die Konkurrenz zu groß ist), investiert dafür aber inzwischen ordentlich in die bestehenden Beteiligungsunternehmen (das macht Indus allerdings auch!).

Dadurch haben sich die Kennziffern von Gesco, grade auch im Vergleich zu Indus, wieder deutlich verbessert. Für das laufende Jahr erwartet man ein EpS von etwa 2,50 Euro - das entspricht einem KGV von ca. 11. Wenn ich als Vergleich wieder Indus (dynamischer aber eben auch risikobehafteter wegen den hohen Firmenwerten- jedenfalls mMn) heranziehe, dann beträgt das KGV dort derzeit (auf der Basis der Schätzungen für das laufenden Jahr) bei über 14,5 !

Alles in allem bevorzuge ich derzeit die etwas "langweiligere" Gesco, weil diese günstiger bewertet ist und zusätzlich auch etwas weniger risikoaffin zu sein scheint.

Das sind aber natürlich alles nur meine persönlichen Überlegungen und keinesfalls Handlungsempfehlungen an andere Nutzer.

Ein schönes Wochenende allersseits.  

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531 Postings, 2405 Tage HutaMGHat sich bewahrheitet

 
  
    #269
3
22.11.18 06:37
Guten Morgen !

Meine Aussage aus dem letzten Beitrag von Anfang Juli, dass Indus wegen deren hohen Firmenwerten risikoreicher ist als Gesco, hat sich zwischenzeitlich bewahrheitet. Indus hat vorgestern melden müssen, dass sie dort eine Firmenwertabschreibung i.H.v. 16 Mio Euro vornehmen müssen, wodurch das EBIT statt bei gut 163 Millionen Euro (Durchschnittswert des Analystenkonsens vor den Q3 Zahlen) wohl mit noch bei ca. 138 Mio Euro liegen dürfte.

Diese Probleme hat Gesco wegen der dort praktizierten Buchungsmethode bei Übernahme einer neuen Beteiligung (deutlich niedriger Firmenwertansatz im Vergleich) nicht. Dafür verzichtet Gesco dann aber üblicherweise in ersten Jahr auch auf Ergebnisbeiträge der neuen Unternehmen. Im laufenden Jahr wird die neu erworbene Sommer & Strassburger z. B. wegen Erwerbsnebenkosten und Abschreibungen (noch) einen negativen Ergebnisbeitrag von 0,5 Mio Euro beitragen. Im nächsten Jahr soll sich das aber schon ändern.

Dennoch hat auch Gesco kleinere Probleme. Ähnlich wie bei Indus schwächelt die Sparte "Fahrzeugtechnik". An der Börse kann man ja auch beobachten, dass Autumobilzulieferer derzeit nicht zu den gefragtesten Werten gehören, weil mm ja allgemein annimmt, dass die Automobilbranche vor eher schwierigeren Jahren steht. Zudem hat ein Unternehmen aus dem Bereich Ressourcentechnologie noch eine Ertragsdelle, weil dort Anfang des Geschäftsjahres die Geschäfte schlechter liefen und die neuen Aufträge zum Teil erst im kommenden Jahr abgearbeitet werden können.

Unterm Strich läuft es bei Gesco aber sicher vergleichsweise nicht schlechter als bei Indus - und das Firmenwertrisiko ist deutlich geringer.

Meiner Meinung nach wird Gesco im laufenden Jahr einen Überschuss von etwa 25 Mio Euro erreichen, was in etwa einem EpS von 2,30 Euro entspricht. Bei einem Kurs von 26 Euro würde das ein KGV von etwa 11 bedeuten - sicher vergleichsweise günstig. Zum Vergleich: Das rechnerische KGV von Indus liegt trotz dem recht großen Kurssturz zuletzt bei immer noch 13.

Im kommenden Jahr wird Gesco dann zeigen müssen, dass man die Probleme in der Fahrzeugtechnik in den Griff bekommt. Indus hat ja schon angekündigt, auch über Verkäufe in diesem Bereich nachzudenken und Max Automation trennt sich teuer von einigen Unternehmen in diesem Bereich. Man kann nur hoffen, dass Gesco im Fall der Fälle auch entschlossen reagiert und die nötigen Konsequenzen dann auch rasch zieht - bei Protomaster, die die Ergebnisse der Holding doch recht lange belastet hat, ist das sicher nicht so vorbildlich gelungen. Im nächsten Jahr wird dann aber auch die Neuerwerbungen Sommer & Strassburger Ergebnisbeiträge liefern und das Ergebnis nicht mehr belasten - dies dürfte Gesco werksseitig helfen.

Alles in allem erwarte ich von Gesco auch in den nächsten Jahren keine große Gewinndynamik - aber mit einem Kurs von unter 26 Euro ist das Unternehmen auch auf der Basis der aktuellen Gewinne mMn durchaus attraktiv bewertet. Gesco eignet sich daher mMn eher für Langfristanleger.

Einen schönen Tag noch allerseits!  

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96073 Postings, 7131 Tage KatjuschaIch geh auch von 25,0-25,5 Mio Überschuss aus

 
  
    #270
1
16.01.19 22:19
wobei die Übernahme erstmal noch belastet hat, so dass ich mit 27 Mio in 2019 rechne. Der hohe Auftragsbestand sollte die Prognose ganz gut absichern.


KGV bei 9,0-9,5
KBV bei 1,0
DIV-Rendite fast 4%

Macht Gesco zu einem der günstigsten Nebenwerte.

Unter 23 € würd ich nochmal nachkaufen. Kursziel 32 €.
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the harder we fight the higher the wall

96073 Postings, 7131 Tage KatjuschaBRN Interview

 
  
    #271
1
16.01.19 22:21
https://www.brn-ag.de/...GESCO-Hidden-Champions-Unternehmensnachfolge

Die GESCO AG, der Problemlöser für Unternehmensnachfolge, beteiligt sich an Firmen, deren Chefs in den Ruhestand gehen wollen. Bei GESCO läuft es wieder gut mit der ausgerufenen Next Level Strategie. Das zeigte sich auch in den Zahlen des 1. Halbjahres 2018/19, die im November 2018 veröffentlicht wurden. Der Konzernüberschuss stieg um 21 % auf 12,8 Mio. In den Vorjahreszahlen war noch die im Dezember 2017 veräußerte Protomaster GmbH enthalten.
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the harder we fight the higher the wall

922 Postings, 5898 Tage Glückstein4%Dividende sehe ich nicht

 
  
    #272
21.01.19 05:49
Wieviel Dividende soll es denn geben?  

96073 Postings, 7131 Tage Katjuschaalso

 
  
    #273
1
21.01.19 15:45
erstens schrieb ich "fast 4%" und zweitens bei einem Kurs von 23,3 €.

natürlich steht die Dividende noch nicht fest, aber wenn sie sich an den 4 Vorjahren orientiert, dürften es 90 Cents pro Aktie werden. Damit waren es 3,8-3,9% bei einem Kurs von 23,3 €. Jetzt noch 3,5%.
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the harder we fight the higher the wall

922 Postings, 5898 Tage GlücksteinEs gab ja schon ein Mal mehr

 
  
    #274
21.01.19 18:40
Kaum ein Unternehmen wechselt die Dividende so stark.

Aber der Buchwert steigt, was ich begrüße.  

96073 Postings, 7131 Tage Katjuschanö, seit 4 Jahren ist die Dividendenquote faktisch

 
  
    #275
1
21.01.19 18:51
unverändert.

Und wenn man 2,3 € EPS erwartet, würde das bei gleicher Dividendenquote eben 0,9 € Dividende bedeuten.
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the harder we fight the higher the wall

96073 Postings, 7131 Tage Katjuschaklarer Kauf, technisch wie fundamental

 
  
    #276
1
12.02.19 15:01
KGV bei 10
KBV bei 1
EV/Ebitda unter 5
solide Bilanz
starker Auftragseingang -> book to bill über 1,1

technisch gut auskonsolidiert

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the harder we fight the higher the wall
Angehängte Grafik:
gesco6l.png (verkleinert auf 52%) vergrößern
gesco6l.png

96073 Postings, 7131 Tage Katjuschasieht weiter gut aus

 
  
    #277
1
14.02.19 08:41
Nach 9 Monaten

Umsatzprognose für Gesamtjahr von zuletzt 560 Mio auf 570 Mio erhöht. Gewinnprognose beibehalten.

Ebit + 14%
Überschuss +20%
Auftragseingang +14%
Auftragsbestand +21%

und alles trotz Einmalbelastungen durch die Übernahme von S&S.

EPS bei 1,82 € nach 9 Monaten. Ich bleib bei einer Prognose von 2,35-2,40 € fürs Gesamtjahr.

3 von 4 Geschäftsbereichen sehen nach wie vor deutliches Wachstum. Probleme wie zu erwarten war im Bereich Mobilität, wobei man auch dort durch die Restrukturierung von einem leichten Verlust deutlich in die Gewinnzone kam (-0,4 auf +3,2 Mio Ebit).

Im abschließenden Q4 ging der Auftragseingang wohl um 10 Mio zurück, was an einem Großauftrag im Vorjahresquartal lag. Im Vergleich zu den knapp 50 Mio € Anstieg des Auftragseingangs in den 9 Monaten zuvor aber vergleichsweise gering. Der Vorstand spricht nach wie vor davon, dass er keine generelle Abkühlung des operativen Geschäfts erkennen kann.

Ich geh auf Grundlage des Auftragsbestands für das GJ19/20 von leichtem Umsatzwachstum von 3-5% und durch die wegfallenden Sonderbelastungen von 6-8% Gewinnwachstum aus. EPS sollte dann bei 2,5 € und Dividende bei 1,0 € pro Aktie liegen.  
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the harder we fight the higher the wall

4 Postings, 195 Tage merkasps

 
  
    #278
11.03.19 22:18
und warum der Wert aus deinen Wikis geflogen?  

Optionen

96073 Postings, 7131 Tage Katjuschaweil die Charts

 
  
    #279
11.03.19 22:32
der US Indizes und von Gesco die letzten 1-2 Wochen schwach aussahen bzw. Verkaufssignale generierten.

Hab deswegen bei vielen Aktien abgebaut, bei Gesco mit den neuen Verkaufssignale jetzt erstmal komplett. Ich warte auf neue Kaufsignale oder ob man auf die nächste Unterstützung fällt.

aktuell würd ich sagen, prozyklisch über 26,8 € kaufen, antizyklisch bei 23,0-23,3 €.


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the harder we fight the higher the wall

922 Postings, 5898 Tage GlücksteinOder gar nicht kaufen

 
  
    #280
28.03.19 08:45
Ist im Wesentlichen Maschinenbau und zyklisch  

531 Postings, 2405 Tage HutaMGNext Level Strategie

 
  
    #281
3
29.06.19 11:50
Guten Tag !

Gesco hat in dieser Woche von einem sehr guten abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 berichtet und gleichzeitige eine eher zurückhaltende Prognose für das nun laufende Jahr abgeben. Auf 12 Monate rechnet man zwar mit einem leichten Umsatzwachstum - auch bedingt durch die erstmalig volljährige Einbeziehung der Sommer und Strassburger - aber im Ergebnis soll es einen Rückgang von 26,5 auf zwischen 21 und 23 Mio Euro geben.

Nimmt man die 22 Mio Euro als Maßstab, würde sich rechnerisch ein EpS von 2,03 Euro ergeben - bei einem Kurs von 24 Euro ergibt das ein KGV von ca. 12.

Das ist mMn durchaus solide - zumal wenn man berücksichtigt, dass das EK je Aktie derzeit bei 22,54 Euro liegt (mithin also das KBV bei günstigen 1,1). Hinzu kommt noch die Dividendenrendite (wenn man auch im nächsten Jahr wieder 40% des EpS als Dividende ausschüttet, würde sich eine Rendite von etwa 3,4 % ergeben). Alles in allem also ein sehr solider Wert - eigentlich mit recht wenig Phantasie, denn die 2 Euro (plus kleinere Effizienzfortschritte) wären in etwa das, was bei Gesco so als Ergebnis üblicherweise herauskommen sollte, wenn es keine Sondereffekte gibt.

Zwar war im abgelaufenen Geschäftsjahr das Ergebnis um etwa 20% höher als im nun laufenden Jahr. Das lag aber eben, laut GB, an einer Sonderkonjunktur im Geschäftsfeld Ressourcentechnologie - und die gibt es nicht jedes Jahr.

Schwierigkeiten macht weiter der Bereich Mobilitätstechnologie, der im kommenden Jahr wieder ein deutlich geringeres Ergebnis beisteuern soll als im abgelaufenen - das wäre dann ein negativer Sondereffekt.

Aber alles in allem dürfte das laufende Geschäftsjahr sozusagen ein Durchschnittsjahr für Gesco werden.

So wie es derzeit läuft ist die Gesco also kein besonders spannendes Unternehmen sondern eher etwas für den sehr langfristigen Anleger, der nicht besonders auf Kurssteigerungen setzt sondern sozusagen "in Ruhe" seine Dividende regelmäßig kassieren möchte.

Das ist natürlich auf der einen Seite irgendwie charmant, auf der anderen aber vielleicht doch für einen Gutteil der Anleger etwas langweilig.

Das hat man mMn aber nun bei Gesco auch erkannt und die Strategie "Next Level" aufgelegt. Neben der Tatsache, dass man Gesco etwas "agiler" gestalten möchte gibt es sicher auch strukturelle Gründe für die Änderung der Strategie weg vom mehr oder weniger reinen Verwalter - hin zum "Gestalter" (immer in den Grenzen, die einer nicht operativ tätigen Hoöding in dem Bereich gesetzt sind). Man will weg von der relativ einseitigen Abhängigkeit von der Dörrenberg Edelstahl, die derzeit für etwa 40% der Umsätze steht (und das will man mit dem Erwerb bzw. Ausbau zweier weiterer Gesellschaften erreichen, die für jeweils mehr als 100 Mio Euro Umsatz stehen).

Daneben nimmt man, so mein Eindruck, aber auch die Zügel bei den kleineren Beteiligungsgesellschaften nun etwas straffer in die Hand. Übrigens ist das eine Tendenz, die man mMn auch beim "Konkurrenten" Indus sehr gut sehen kann, die ja auch ein Strategieprogramm aufgelegt haben, mit dem sie Indus effizienter machen und gleichzeitig wachsen wollen.

Beide Unternehmen betonen zwar immer wieder die Eigenständigkeit der Tochterunternehmen (was sicher auch gut und richtig ist), sind auf der anderen Seite aber dabei, den Tochterunternehmen Zielvorgaben hinsichtlich Wachstum und Effizienz zu machen, was dann eben doch ein gewisses "Hineinregieren" bedeutet (und das ist mMn auch richtig so, denn die Beteiligungsunternehmen müssen sich ja auch fortentwickeln und vielleicht ist das manchmal ohne das explizite Formulieren von Zielvorgaben und dem Anbieten entsprechender Unterstützungen nicht so leicht umzusetzen - eine kleine freundliche Aufforderung zum "Noch-Besserwerden" schadet da mMn nicht ;).

Bei Gesco lauten die Zielvorgaben:
1.) Umsatzwachstum jeweils 3% über dem Marktwachstum  und
2.) Steigerung des Umsatzes je Mitarbeiter um 3% jährlich.

Zusammengenommen soll das eben Wachstum generieren und gleichzeitig die Effizienz steigern, so dass die Holding konjunkturunabhängig eine Ebitmarge von 8-10% erreicht.

Schafft man es bei Gesco dieses Programm in die Tat umzusetzen und erhöht gleichzeitig das Aquisitionstempo weiter, dürfte sich die Gesco in vier oder fünf Jahren doch deutlich von der Gesco von heute unterscheiden. Alleine die Tatsache, dass man zwei weitere Ankerbeteiligungen mit jeweils mehr als 100 Mio Euro Umsatz schaffen (durch Ausbau bestehender Beteiligungen) oder erwerben will sowie die Forderung, 3% über Marktdurchschnitt zu wachsen, dürfte dafür sorgen, dass sich der Umsatz von Gesco deutlich gegenüber den bisherigen Umsätzen erhöht - und wenn man dann eine stabile Marge von (im Mittel) 9% erreichen würde, dürfte das Ergebnis auch deutlich besser sein als 2 Euro EpS.

Dass Gesco eine sehr stabile Bilanz hat, dürfte bei dem angestrebten (auch externen) Wachstum sehr hilfreich sein. Der Verschuldungsgrad liegt bei Gesco derzeit bei etwa 1,5 x EBITDA (zum Vergleich: bei Indus liegt er derzeit bei 2,2)! Würde man bei Gesco den gleichen Verschuldungsgrad wie bei Indus anstreben, könnte man noch ca. 50 Mio Euro mehr Kredit aufnehmen (nur zur Einordnung: Die Übernahme der Sommer und Strassburger hat knapp 22 Mio Euro gekostet!).

Daneben könnte ich persönlich mir vorstellen (aber ohne Gewähr), dass man vielleicht auch auf die Idee kommen könnte, das genehmigte Kapital zu nutzen, um die finanziellen Möglichkeiten zu erhöhen, wenn man tatsächlich einmal größere Übernahmen einplant - daraus wären weitere Mittel im Volumen von etwa 25 Mio Euro zu generieren (es besteht eine Genehmigung zur Erhöhung des Grundkapitals um 10%).

Für mich ergibt sich in jedem Fall aus der Next Level Strategie auch eine etwas aggressivere Herangehensweise im Bereich M&A . Ohne Zukäufe (entweder von neuen Töchtern oder durch Übernahmen auf der Enkelebene, um damit vorhandene Beteiligungen auszubauen) werden die Ziele, die die Konzernstruktur betreffen (Verringerung der Abhängigkeit von Dörrenberg) nicht erreicht werden können.
Dass sich da auch in den letzten beiden Jahren schon etwas getan hat, sieht man mMn auch daran, dass sich der Ansatz der Firmenwerte im Konzern erhöht hat. Die letzten beiden Übernahmen Pickertz und Gerlach sowie Sommer und Straßburger stehen für zusammen 16 Mio Euro der augewiesenen Firmenwerte - das entspricht einem Anteil von fast 60% der insgesamt ausgewiesenen Firmenwerte.

Hier liegt mMn dann auch der mit Abstand größte Vorteil von Gesco gegenüber Indus.
Der Anteil der Firmenwerte, der ja nicht regelmäßig abgeschrieben wird sondern lediglich einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen wird, an der gesamten Bilanzsumme beträgt bei Gesco lediglich bei gut 5%!!!
Der Anteil der Firmenwerte am Eigenkapital liegt bei Gesco bei nur 11%.

Zum Vergleich: Bei Indus liegt der Anteil der Firmenwerte an der Bilanzsumme bei 25% und am Eigenkapital sogar bei 59%.

Selbst wenn man jetzt bei Gesco zukünftig auch etwas weniger vorsichtig bilanzieren würde, würde der Firmenwert auch weiterhin einen vergleichsweise geringen Anteil an Bilanzsumme und EK haben.

Was bedeutet das? In meinen Augen ist die Bilanzierung eines Neuerwerbs bei Gesco eben erheblich konservativer/vorsichtiger als bei Indus. Gesco bucht einen deutlich größeren Anteil des Kaufpreises auf regelmäßig abzuschreibende Wirtschaftsgüter, Indus bucht einen größeren Anteil auf Firmenwerte.

In der Folge muss Gesco natürlich einen erheblich größeren Anteil des Kaufpreises in den nächsten Jahren abschreiben - wodurch sich bei Gesco dann die Gewinne reduzieren und das Eigenkapital.

Während Indus den auf den Firmenwert gebuchten Kaufpreisanteil nicht regelmäßig abschreiben muss, wodurch man höhere Gewinne und ein höheres EK ausweisen kann.
Gleichzeitig ist dann aber das Risiko bei Indus, dass man irgendwann wenn die Konjunktur mal schlecht läuft, im Rahmen der Werthaltigkeitstests der Firmenwerte Sonderabschreibungen vornehmen muss, die das Ergebnis gewaltig verhageln könnten (im Vorjahr musste man z.B. bei Indus knapp 16 Mio solcher Abschreibungen auf verschiedene Firmenwerte vornehmen) deutlich höher.

Bei Gesco dürften dagegen erhebliche stille Reserven in der Bilanz schlummern - denn die Firmenwerte dürften bei einem Verkauf des jeweiligen Unternehmens deutlich höher sein als die ausgewiesenen Firmenwerte.

Da Gesco ja eben auch einen deutlich höheren Anteil des Kaufpreises für ein Unternehmen abschreibt, sind im Prinzip auch die EpS und EK Zahlen nicht wirklich miteinander vergleichbar. Würde Indus den Kaufpreis für eine Beteiligung auch ähnlich konservativ verteilen wie Gesco, wäre der laufende Gewinn bei Indus ja entsprechend niedriger (und damit auch das EK als Ausweis der Gesamtgewinne eines Unternehmens).

Insofern ist es sicher richtig, dass Indus bisher deutlich "moderner" am Markt unterwegs war. Man hat mehr Unternehmen gekauft, ist tatsächlich sehr viel breiter aufgestellt als die Gesco, die Story klingt bzw. klang einfach spannender.

MMn ist Gesco aber auf dem Weg, sich ebenfalls breiter aufzustellen und ebenfalls entschlossener am Markt zu agieren. Das wird nicht von heute auf morgen passieren - aber ich finde die Richtung der neuen Strategie schon interessant und Gesco dürfte damit für Anleger interessant werden, die von einem Unternehmen eben auch überdurchschnittliches Wachstum erwarten und nicht damit zufrieden sind, dass die Beteiligungen "nur" gut verwaltet werden.

Etwas vage ist Gesco mMn bisher in der Frage geblieben, bis wann man denn die Strategie umgesetzt haben möchte, wann man dann also die Ergebnisse bei der Ebitmarge besichtigen und die beiden zusätzlichen Ankerbeteiligungen im Portfolio zeigen kann. Aber ewig kann das ja dann auch nicht dauern, denn sonst macht das Auflegen einer derartigen Strategie ja auch keinen Sinn.

Wie gesagt, ist die Strategie erst einmal umgesetzt, dürfte Gesco doch ein deutlich höheres EpS als derzeit aufweisen - (Umsatzwachstum plus Effizienzsteigerung) und damit ist der heutige Kurs für Anleger, die ein paar Jahre Zeit mitbringen vielleicht durchaus interessant (das ist aber wie immer nur meine Meinung und keine Empfehlung an andere Teilnehmer).

Ein angenehmes Wochenende allerseits.


 

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