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Wirecard AG: Mobile Payment und Risikomanagement


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Neuester Beitrag: 27.05.17 00:08
Eröffnet am: 03.03.16 14:31 von: Fred vom Ju. Anzahl Beiträge: 5.509
Neuester Beitrag: 27.05.17 00:08 von: Fred vom Ju. Leser gesamt: 452.408
Forum: Börse   Leser heute: 39
Bewertet mit:
15


 
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2773 Postings, 2614 Tage Fred vom JupiterWirecard AG: Mobile Payment und Risikomanagement

 
  
    #1
15
03.03.16 14:31
Da es keinen Thread zu WDI mehr gibt, in dem sachliche Diskussionen zu diesem Unternehmen stattfinden, die Forenregeln zumindest weitgehend beachtet werden und Sperrungen nicht scheinbar beliebig / willkürlich vorgenommen werden, ist es Zeit für etwas Neues.

Nach den erneuten Kursmanipulationen am 24. Februar gibt es sehr unterschiedliche Meinungen zu einer mysteriösen Studie, die anonym über FT Alphaville verbreitet wurde und in dessen Folge der Kurs von WDI ca. 25% Verluste hinnehmen musste.

Hier sollen ALLE Meinungen hierzu und zu allgemeinen weiteren Themen zu WDI gebündelt werden.
 
4484 Postings ausgeblendet.
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55 Postings, 80 Tage joja1Eins noch

 
  
    #4486
3
24.05.17 10:00
ich kann jedenfalls über die Störungsversuche der LV nur noch schmunzeln. Nach über einem Jahr weiß man langsam wie der Hase läuft.  

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55 Postings, 80 Tage joja1Und noch eins

 
  
    #4487
24.05.17 11:40
interessant ist auch das WD nicht so Konjunktur abhängig ist wie viele andere Werte. Bezahlt wird halt immer.  

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920 Postings, 431 Tage zwetschgenquetsche.so kann man das nicht sagen

 
  
    #4488
3
24.05.17 12:58
Auch bei Wirecard gilt die Regel:Geht's der Wirtschaft gut, geht's dem Unternehmen gut und wenn's der Wirtschaft schlecht geht, geht's dem Unternehmen schlecht.

Denn WRI's Transaktionsvolumen speist sich aus Tourismus&Mobility, E-Commerce und digitale Goods (Gaming, Musik, eBooks, etc.). Wenn in schlechten Zeiten weniger gereist, geshoppt usw. wird, sinkt das Transaktionsvolumen von Wirecard und zieht sich dann weiter durch Umsatz bis zum Ebitda.

Wie schlecht Wirecard bei einer schlechten Wirtschaft tatsächlich darstünde, lässt sich in keiner Weise abschätzen, insb. weil sie ja in so vielen Ländern präsent sind, dass die Diversifikation der Erlösströme von Art und Ursprung her, sicher Schlimmeres verhindere.

Ist ja ohnehin momentan alles nur rein hypothetisch.
 

55 Postings, 80 Tage joja1Natürlich

 
  
    #4489
24.05.17 17:14
hätte eine Rezession auch Auswirkungen. Ich wollte sagen nicht so stark wie in anderen Bereichen z.B. der Automobilindustrie.  

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2773 Postings, 2614 Tage Fred vom JupiterKursziel

 
  
    #4490
2
25.05.17 09:01
Mein Kursziel vom 10.01.17 hat Wirecard erreicht. Und wie es scheint, sind immer noch genug Zweifler vorhanden. Die LV-Quote ist kaum niedriger als vor einem halben Jahr, der Anteil derer, die im Forum für fallende Kurse sprechen, scheint mir dagegen geringer zu sein. Liegt das nun daran, dass es keine (neuen) Argumente mehr für fallende Kurse gibt oder haben die Shorties einfach aufgegeben? Es macht natürlich mehr Spaß, die eigenen Erfolge zu feiern als sich immer wieder hinzustellen und eigene Fehlschläge zu kommentieren. In bärischen Börsenphasen ist es ja allgemein ruhiger in den Foren, weil die meisten eben auf steigende und nicht fallende Kurse setzen.

WDI jedenfalls müsste man nun wohl mal mit einer neuen Chartanalyse belegen. Es ist schließlich wichtig, Ziele im Leben zu haben :-)  

55 Postings, 80 Tage joja1Stimmt

 
  
    #4491
25.05.17 10:00
Ziele sind wichtig. Nach den Zahlen, die ich sehe und der Regel, dass bei wachstumsstarken Aktien ein KGV angemessen ist, das dem prozentualem Wachstum entspricht: 2,15 x 30= 64,5. Danach wären 64,5 € angemessen.
Kommt noch die ev. Anhebung der Jahresziele halte ich Kurse um die 70 € für realistisch. Natürlich immer abhängig vom Gesamtmarkt.  

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55 Postings, 80 Tage joja1Ich habe

 
  
    #4492
25.05.17 10:30
ganz vergessen die LV zu berücksichtigen. Fakt ist das ihre Schulden ständig wachsen und sie irgendwann in größerem Umfang zurückkaufen müssen. Außerdem kann ich mir vorstellen das die Verleiher ihre Aktien nur für einen begrenzten Zeitraum weg geben.
Sicher spielt auch das Eigenkapital der LV eine Rolle.  

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14570 Postings, 5672 Tage lehna#90, jep Fred...

 
  
    #4493
25.05.17 10:44
Endzeitpropheten hat der Kursverlauf erst mal vertrieben.
Auch LV können nicht mehr zum großen Buhmann gepuscht werden, da sie ja jetz auf der Seite von uns Bullen stehen.
So schlecht schneiden die LV wohl trotzdem nicht ab. Denn sie können ja mit Optionsscheinen long in Wirecard gehen, bevor sie ihre geliehenen Bestände am Markt zurückkaufen.
Ist ja wohl nicht verboten...


 

488 Postings, 232 Tage PastaPastaEndzeitpropheten und LV

 
  
    #4494
25.05.17 11:18
auch @ lehna
"Theoretisch könnten die ja Anzahl X verkauft haben und auch in etwa die gleiche Anzahl gekauft haben."

Die Hypothese, dass ein Teil der LV hier anders agiert als man es vermuten würde, habe ich schon sehr lange. Zum Beispiel dürfte es auch nicht verboten sein, längst gecovert zu haben - dann long zu gehen und dann die sinkenden Raten zu veröffentlichen, um beispielsweise Druck auf andere LV auszuüben oder einen steigenden Kurs zu provozieren, weil einige auf einen short aqueeze hoffen.
Nicht vergessen, es gibt zBN ETF's, die gezielt in leerverkaufte Aktien investieren - in Erwartung eines short squeeze.

Was dagegen spricht (zB): viele LV scheinen verbunden zu sein oder zumindest gleiche Schule (Tiger Cubs)

aber das könnte ja auch ein Trick der Tigers sein, um eben andere Ziele zu erreichen oder aufgrund irgendwelcher Ideen zu verdienen.

Was noch dagegen spricht ist... Zatarra. Zumindest theoretisch, denn Zatarra ist ja im Mai 2016 von der Bildfläche verschwunden, obwohl sie noch Material genug gehabt hätten, beispielsweise hätten sie eine Reihe der Fragen, die ich gestellt habe, in wesentlich aggressiverer Art und Weise stellen können. Haben sie aber nicht - verstehe ich nicht.  
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We are very lucky, that we can wholeheartedly say we haven't manipulated any stock, merely told the truth. (Zatarra Research & Investigations)

2773 Postings, 2614 Tage Fred vom JupiterAch Pasta!

 
  
    #4495
2
25.05.17 19:12
Du willst doch nicht wirklich noch Zatarra diskutieren?? Da macht doch keiner mit..:-(  

135 Postings, 1808 Tage caprareEndzeit-Propheten und ewig Gestrige

 
  
    #4496
3
25.05.17 21:38
Eigentlich sollte hinlänglich bekannt sein, dass an der Börse die Zukunft und nicht die Vergangenheit bewertet werden. Von daher sollte man nicht im Staub ( oder Schmutz )
der Vergangenheit herum wühlen. Es hilft auch nicht, wenn irgendwelche Schmierfinken
mal eine Schaufel Dreck geschmissen und zweifelhafte Unterstellungen von sich gegeben haben. Es hat schon seinen Grund, wenn Z......... sich in Wohlgefallen aufgelöst und seine Dreckskampagne beendet hat. Hätte das Lügengebäude a´la Z.... Hand und Fuß, wäre sicherlich mehr davon zu lesen gewesen und der Kurs hätte sich seit dem nicht verdoppelt.

Von daher möchte ich manchem hier empfehlen, sich mit gleicher Vehemenz für die Gegenwart und Zukunft von Wirecard zu engagieren. Es bringt nichts immer wieder einen dubiosen Autor ins Spiel zu bringen und die Betrachtung oder Entscheidung anderer schlecht zu reden.

Die Börse spricht eine andere Sprache  

488 Postings, 232 Tage PastaPastaZatarra diskutieren

 
  
    #4497
26.05.17 11:03
Es gibt eine wissenschaftliche Untersuchung, wonach "administrative Maßnahmen" im Durchschnitt 700 Tage nach der Veröffentlichung des ersten Berichtes erfolgten. Das wäre im Falle der Wirecard ziemlich genau Ende 2017, deshalb sehe ich Sylvester ungefähr als Zeitpunkt an, die Möglichkeit auszuschließen, dass noch etwas passiert.

Wie Macquarie im Dezember geschrieben hat (sinngemäß zusammengefasst): "Wirecard ist noch nicht über den Berg, auch wenn jeder weitere Tag Abstand ohne eine Reaktion seitens Visa oder anderer die Wahrscheinlichkeit dafür verringert und den Abschlag verringert, der die Aktie noch belastet".

Mit 58€ und damit einem Kursplus von 30% seit dem GI-Kauf sehe ich allerdings selbst dann irgendwann schon wieder eine fragwürdige Bewertung, wenn man den aktuell wirksamen Zatarraeffekt mit "0" bewerten würde (der Effekt ist sogar eher negativ, also andersherum betrachtet kurssteigernd, da durch die Scheinwiderlegung Zatarras der Eindruck entsteht, die komplette short thesis der LV sei überholt, sodass ein short squeeze früher oder später unausweichlich scheint, wenn man die Hoffnung auf diesen einberechnet, gibt es noch Potential nach oben, das ist ja die "wirecard-positive" Deutung meiner bumm-zack-peng-Theorie)      
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488 Postings, 232 Tage PastaPastaQuelle

 
  
    #4498
26.05.17 12:32
"How conbstraininga re limits to arbitrage?"
Alexander Ljungqvist, 2013, 2016 revised

(es gibt mehrere Fassungen des Artikels)

darin steht z.B. (S. 36 der 69-Seiten-pdf-Version), dass in 36% der untersuchten Fälle Behörden aktiv wurden, die in 90% der Fälle die Aussagen der LV bestätigt haben. Dort steht dann eben auch der Satz, dass es "durchschnittlich 733 Kalendertage dauerte, bis dritte Parteien aktiv wurden" (gemeint sind Justiz- und Finanzaufsichtsbehörden). Das sind exakt zwei Jahre. Diese Angaben sind übrigens die Grundlage meiner Annahme gewesen, dass ein 15%iges Risiko besteht, dass die Wirecard wegen der Zatarraberichte deutlichen Schaden nehmen könnte. Die Berechnung war 0,36*0,9*t (wobei t=Tage seit Zatarra geteilt durch 733)
Aktuell beträgt dieses Risiko demnach 0,36*0,9*0,4=13%
Dies ist allerdings rein mathematisch begründet. Aufgrund des Verlaufs der Diskussion um die Zatarravorwürfe un d insbesondere die völlig ungerührte Reaktion auf Alasdair Pal, whistleblowerwd und Dohms würde ich diesen Wert faktisch sogar auf nur 10% ansetzen.  
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55 Postings, 80 Tage joja1Löschung

 
  
    #4499
1
26.05.17 12:33

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 26.05.17 12:55
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für 1 Tag
Kommentar: Beleidigung - Zudem Unterstellung.

 

 

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488 Postings, 232 Tage PastaPastasorry

 
  
    #4500
1
26.05.17 12:39
der Artikel heißt "How constraining are limits to arbitrage?" und die Berechnung des Risikos muß natürlich lauten:
0,9*0,36*"Zeitfaktor"
Der Zeitfaktor ist (733-vergangene Tage) geteilt durch 733, das steht oben verkehrt herum. Seit Zatarra sind 457 Tage vergangen, also (733-457)/733 = 276/733 - das sind eben die 0,4 (exakt 0,38), weshalb es 0,9*0,36*0,38 heißen muß, damit alles stimmt. Das sind 12,3%.
Jetzt stimmt aber alles.  
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488 Postings, 232 Tage PastaPastajoja1

 
  
    #4501
26.05.17 12:53
Vielleicht bin ich nur so ausdauernd, weil ihr so konsequent persönlich beleidigend seid?

"Ich hoffe nur Du bist im wahren Leben nicht so asozial. Aber ich denke das zieht sich durch."

ich bin jemand, der sehr gewissenhaft prüft, bevor er sich eine Meinung bildet, diese dann aber mit Klauen und Zähnen verteidigt gegen diejenigen, die sie attackieren, ohne halbwegs so fundiert zu argumentieren. In diesem Falle, ich sagte es schon mehrfach, dass fast alle hier "indirekt" argumentieren: "Es hat keine Wirkung, also ist es gelogen" - dies prallt auf meine Meinung "Es hat keine Wirkung, obwohl es die Wahrheit ist". Das sind zwei völlig unterschiedliche Denkansätze. Im Moment ist der wirkungsorientierte Ansatz ganz klar derjenige, der sich durchgesetzt hat, zweifelsohne.

Aber es hat nichts mit Verunsicherung und schon gar nicht mit bösartiger Verunsicherung zu tun, vehement seine Meinung zu vertreten. Ich belege diese Meinung und jedem steht frei, sie zu ignorieren, sie zu prüfen, auch, sie ungeprüft als Schmarrn zu bewerten. Nur diese Denkweise, ich müsste ein asozialer Krimineller sein, nur weil mein Verhalten nicht Deiner Wunschvorstellung entspricht, ist einfach nur Motivation für mich.

Was öffentlich steht, ist öffentlich zugänglich. Es ist also keine Verunsicherung, sich auf das zu beziehen, was öffentlich zugänglich ist. Dann kannst Du ruhig sagen "es ist egal, ob die Wirecard 2010 aktiv Geldwäsche unterstützt hat oder nicht" - aber Du kannst eben nicht sagen "Belege zu bringen, dass dies passiert ist, ist asozial und kriminell"
Vor allem dann, wenn man über den juristischen Horizont hinaus eine Wirkung für denkbar hält. Wenn dem Markt das dann auch egal ist, ist es immer noch nicht falsch. Falsch ist es, wenn es unwahr ist, erlogen ist - aber das sehe ich eben eher auf Seiten der "Verteidiger" in diesem Spiel. Unabhängig davon, ob dies nun eine Rolle spielt oder nicht. Im Übrigen hat sich seit zatarra und seit der initialen Aussagen des Herrn Dr. Braun die Sichtweise in den Foren schon verändert. Lies es mal nach... Was zunächst alles Lüge war, wurde dann schon "unerheblich" - aber ist denn überhaupt schon alles auf dem Tisch? Nein... Mitnichten... und solange das so ist, besteht ein Risiko. Es wird jeden Tag geringer, aber es ist nicht 0 - und es ist zusätzlich zu den vorhanden Risiken zu sehen, die von den Analysten ebenso komplett ignoriert werden und nicht in zatarra und ff begründet sind. Beispielsweise GI-Kauf oder andere, politische Einflüsse in Zielländern (man denke an Brasilien oder die Türkei oder Indien - oder auch die USA)

Die Risiken können ja wirkungslos sein - aber sie sind da.    
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2773 Postings, 2614 Tage Fred vom JupiterScheinwiderlegung?

 
  
    #4502
4
26.05.17 13:22
Der Zatarra-Bericht ist doch niemals widerlegt worden, jedenfalls nicht aktiv. Das bedeutet aber hier im Umkehrschluss auch, dass es erstens keine "Scheinwiderlegung" des Berichtes oder Teile seines Inhaltes gibt, zweitens offenbar auch keine Widerlegung nötig war, weil es für die Vorwürfe offensichtlich keine Grundlage gibt, die irgend jemand weiterverfolgen will. Wenn sogar Zatarra selbst nicht weiterverfolgt, was es/sie damals behauptet haben, dann dürfte schnell klar sein, dass es um nichts anderes als Marktmanipulation ging. In dieser Sache wird seit Mai 2016 (das waren weit weniger als die von Pasta angenommenen 700 Tage) von der Staatsanwaltschaft München aufgrund einer entsprechenden Anzeige durch die BaFin ermittelt gegen mehrere Verdächtige (Börse Online, 24.02.2017). Wie gesagt, hier geht es um Kursmanipulationen. Betrugsvorwürfe, die Bestand haben, gibt es demnach nur gegen Zatarra bzw. die, die den Kurs von Wirecard versucht haben, nach unten zu manipulieren.

Erfreulicherweise aber steht WDI (wieder einmal) kurz vor dem ATH von knapp 59 €, das gestern erreicht wurde. Bei 53 € ist der Kurs derzeit gut abgesichert (hohe Umsätze, Zwischenhoch von Mitte April, Kerzenkörper vom 18.5.), Die Tageskerze vom 18.5. und die Wochenkerze der letzten Woche lassen weiter steigende Kurse erwarten, auch wenn der Kurs derzeit am oder zeitweise sogar über dem oberen Bollinger-Band liegt. Fundamental spricht ja derzeit auch nichts gegen steigende Kurse, die Bewertung ist m. E. eher moderat trotz der enormen Kurssteigerungen. Fazit: Die jüngsten Kursziele (70 Euro) sind aus meiner bescheidenen Sicht durchaus realistisch.  

920 Postings, 431 Tage zwetschgenquetsche.Also

 
  
    #4503
26.05.17 15:22
Ich empfehle jedem diesen von PastaPasta ins Spiel gebrachten Artikel zu lesen, auch wenn es lange dauert.
Hier der Link: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2356414

Hier mal einige Zitate daraus (http://www.ariva.de/forum/...lius-ohne-spam-547673?page=2#jumppos75), allerdings ist das nur ein Teil, der ihm Rahmen der Diskussion über die Aurelius-Gotham-Attacke passte.

Die Kernaussage des Artikel ist, dass Shorties negativen und aufmerksamkeitserregenden Analysen bedürfen bzw. diese nebst ihrem Short veröffentlichen, damit der jew. Aktienkurs signifikant sinkt.

Umgangssprachlich ist dieses Verhalten als "Kursmanipulation" zu benennen. Und je nach Ausgang ergänzt um "versuchte, gescheiterte, geglückte, durchsichtige, o.ä." Kursmanipulation.

 

488 Postings, 232 Tage PastaPastakurz, versprochen

 
  
    #4504
26.05.17 15:24

Sonne schient, Steuererklärung muß fertig werden,...

"Der Zatarra-Bericht ist doch niemals widerlegt worden, jedenfalls nicht aktiv. Das bedeutet aber hier im Umkehrschluss auch, dass es erstens keine "Scheinwiderlegung" des Berichtes oder Teile seines Inhaltes gibt, zweitens offenbar auch keine Widerlegung nötig war, weil es für die Vorwürfe offensichtlich keine Grundlage gibt, die irgend jemand weiterverfolgen will."  

Es gab:
- die sofortige Aussage der Wirecard ("alles Lüge")
- Markus Brauns Aussagen ggü. zB Bank of America
- die Mail von Iris Stöckl
- die Analyse von Jochen Reichert
- die "offizielle" Stellungnahme vom März
- das Interview von Burkhard Ley in "Finance" im Mai 2016 ("habe alle 102 Seiten gelesen, keine einzige Aussage ist wahr" und: "intern alles geprüft, nichts dran")
- ein Interview mit dem Fondsmanager von Comgest
- mehrere Aussagen in Analysen (zB Byan&Garnier)  
 

...das gehe ich jetzt nicht alles einzeln durch. Aber es steht eine Menge Quatsch drin, auch irreführende und manipulative Aussagen. Im Übrigen entspricht diese klare Aussage, die immer kursiert, nicht dem, was ich von verschiedensten Quellen (auch auf Long-Seite) hörte. Da wurden die Vorwürfe zumindest genauer angeschaut - nur eben nirgends sachlich widerlegt. Es hieß am Ende halt "nicht strafrechtlich relevant" (siehe unten)  

 

"Wenn sogar Zatarra selbst nicht weiterverfolgt, was es/sie damals behauptet haben, dann dürfte schnell klar sein, dass es um nichts anderes als Marktmanipulation ging."  

Erstens ist das ein unzulässiger Schluß ("sie tun nichts mehr, dies beweist die Marktmanipulation"), zweitens kennt keiner von uns die Motive für das Schweigen von zatarra, drittens ist Zatarra auch gar nicht mehr entscheidend, (da man alles, was sie vorbringen, unabhängig von Zatarra diskutieren kann und dabei dann sogar neue Fragen entstehen, die sich gar nicht mehr auf Zatarra beziehen), viertens kann ich Dir nur erzählen, dass ich von Zatarra im Rahmen eines umfassenden Austauschs im Mai 2016 mehrere Erklärungen bekommen habe, die ich eingefordert habe als "eigene Versicherung" - über den Inhalt muß ich schweigen, ein Zitat daraus ist meine aktuelle Signatur... und fünftens gibt es eine relativ einige Meinung vieler Wirecardkritiker, dass "es viel länger dauert, als alle dachten, inklusive Zatarra". Das Schweigen Zatarras kann auch Ausdruck einer Ratlosigkeit sein, weil die vorgebrachten Fakten offenbar weit weniger überzeugend waren, als Zatarra dachte. Wenn sich jemand an die letzte Äußerung von zatarra erinnert (die nicht mehr veröffentlicht wurde, nur kurz in einem Forum stand), da klangen sie glaubhaft wütend und verärgert, kann Theater gewesen sein - muß es aber nicht.

In dieser Sache wird seit Mai 2016 (das waren weit weniger als die von Pasta angenommenen 700 Tage) von der Staatsanwaltschaft München aufgrund einer entsprechenden Anzeige durch die BaFin ermittelt gegen mehrere Verdächtige (Börse Online, 24.02.2017). Wie gesagt, hier geht es um Kursmanipulationen. Betrugsvorwürfe, die Bestand haben, gibt es demnach nur gegen Zatarra bzw. die, die den Kurs von Wirecard versucht haben, nach unten zu manipulieren.

Ermittlungen gegen die "Überbringer der schlechten Nachrichten" sind nicht ungewöhnlich ("shooting the messenger"). David Einhorn wurde auch erst jahrelang zum Ziel von SEC-Ermittlungen, bis es am Ende andersrum lief. Ich frage mich auch, welche Quellen Du für Deine weitreichenden Aussagen hast (bzw. auch BO)... Das fängt schon damit an, dass nirgends steht, dass (nur) wegen Manipulationen nach unten ermittelt wird. Das ist freilich anzunehmen. Auch das ändert aber nichts an den Aussagen. Die Fakten bleiben Fakten, egal, mit welcher Absicht sie in Umlauf gebracht wurden, die BaFin selbst hält es für möglich, dass Aussagen in solchen Berichten korrekt sind (schließt aber selbst in diesem Fall eine Manipulation nicht aus). Faktisch ist es doch so:  Wenn jemand am "ersten Schrecken" verdient hat (dieser Schrecken kann ja nur bei denen so groß gewesen sein, die keine Ahnung von der Geschichte der Firma haben) - so what? Genug andere Optimisten haben viel viel viel mehr daran verdient, dass der Kurs erst einmal so gefallen ist. Ich habe letztes Jahr für 32€ Aktien erworben, kurz vor der HV. Zu diesem Zeitpunkt wurden alle wichtigen Dinge bereits auf den Tisch gelegt und jeder hätte damals für sich entscheiden können, dass nichts passieren wird. Jeder hätte für 32€ einsteigen können und damit gut an Zatarra verdienen können. Warum haben es einige nicht gemacht? Weil Jigajig oder PastaPasta in einem deutschen Börsenforum nicht aufhörten, Zatarra(s Aussagen) zu verteidigen?

Erfreulicherweise aber steht WDI (wieder einmal) kurz vor dem ATH von knapp 59 €, das gestern erreicht wurde. Bei 53 € ist der Kurs derzeit gut abgesichert (hohe Umsätze, Zwischenhoch von Mitte April, Kerzenkörper vom 18.5.), Die Tageskerze vom 18.5. und die Wochenkerze der letzten Woche lassen weiter steigende Kurse erwarten, auch wenn der Kurs derzeit am oder zeitweise sogar über dem oberen Bollinger-Band liegt. Fundamental spricht ja derzeit auch nichts gegen steigende Kurse, die Bewertung ist m. E. eher moderat trotz der enormen Kurssteigerungen. Fazit: Die jüngsten Kursziele (70 Euro) sind aus meiner bescheidenen Sicht durchaus realistisch.

Das habe ich das komplette letzte Jahr gegenüber gesagt... Ein neues ATH kann kommen und den Weg nach oben freimachen, wenn keiner mehr dazwischen funkt. Umso unverständlicher ist mir die anhaltende Hetze unter der Gürtellinie. Wieso werden meine Kassandrarufe nicht ignoriert? Wenn ein Beitrag wie der von Dohms kaum noch Auswirkungen zeigt (der nach meiner Überzeugung ohne zatarra für 20-30% Minus gesorgt hätte), zeigt das doch die Immunität der Wirecard (die auch als positiver Nebeneffekt der Attacke bezeichnet werden kann - aus wirecardsicht)

Ich habe sehr viele Informationen, die andere nicht haben - aber trotzdem weit weniger Informationen als die "großen Entscheider". Wenn es deren Ansicht ist, dass da nichts (nicht genug) dran ist - dann kann ich mir hier die Finger wundschreiben, ich würde sie nicht umstimmen können. Wenn es anders kommen sollte, dann werde ich nicht der sein, der das ausgelöst haben wird. Alea iacta est. Die Würfel sind geworfen, nicht gefallen. Wenn es Gründe gibt, einen Kollaps der wirecard zu erwarten, dann werden diese Gründe nicht aus der Welt geschafft durch einen Kurs von 70€ und auch nicht durch ein Schweigen Zatarras.

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488 Postings, 232 Tage PastaPastazwetschgenquetsche

 
  
    #4505
26.05.17 15:34
"Die Kernaussage des Artikel ist, dass Shorties negativen und aufmerksamkeitserregenden Analysen bedürfen bzw. diese nebst ihrem Short veröffentlichen, damit der jew. Aktienkurs signifikant sinkt. "

Das ist im Prinzip das Geschäftsmodell, genauso wie es andersherum das Geschäftsmodell ist, die Zukunftsaussichten einer Firma rosig darzustellen, wenn man an steigenden Kursen verdienen will. So what? Selbst wenn es so wäre, ich wiederhole mich, wäre Marcellana trotzdem Compliance Officer (obwohl wirecard dies als unwahr bezeichnete) oder die Manager der Wirecard wären Mitinhaber von Brinken (obwohl wirecard behauptete, man habe nichts damit zu tun) oder die Israelfragen ungeklärt (worüber wirecard nie gesprochen hat).

Weder Gotham/Aurelius noch zatarra/wirecard sind short&run-Attacken (die man als kriminelles Gegenstück zu pump&dump sehen könnte). Zatarra und Gotham haben Gründe (gehabt), von ihrer Meinung überzeugt zu sein. Das gilt für die überwältigende Mehrheit solcher Attacken. Dennoch kann man den "initialen Einbruch" natürlich in seiner manipulativen Wirkung nicht wegdiskutieren - Ich wäre übrigens dafür, attackierte Aktien automatisch anzuhalten für 48 Stunden. Aber das ist wohl nicht durchführbar... (mein Argument wäre, dass ansonsten zB stop loss-Leute rausgekegelt werden, die gar nicht wegen der Veröffentlichung in Panik geraten wären).
Wenn es Firmen gibt, die durch mangelnde Transparenz angreifbar sind, dann darf man nicht von Haus aus jede Attacke verbieten, denn dann müsste man jede Analyse als manipulativ bezeichnen, wenn sie Risiken nicht anspricht und gefahrlose Gewinne verspricht.  
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488 Postings, 232 Tage PastaPastakurz gesagt...

 
  
    #4506
26.05.17 15:38
...die (manipulative?) Wirkung derartiger Attacken ist der initiale Kursrutsch. Wirecard ist übrigens (was man nicht vergessen darf) nicht nur für einen Tag abgestürzt, sondern hat einige Wochen gewackelt, mit dem Tiefststand am 22. März - also NACH der Veröffentlichung mehrerer Widerlegungen und fast 4 Wochen nach der Attacke. Hätte "heiße Luft" das bewirken können?
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920 Postings, 431 Tage zwetschgenquetsche.ja, heiße Luft bewirkt viel

 
  
    #4507
3
26.05.17 16:03
auch Höhenflüge, frag mal Paragleiter.
Und ja, der Kurs wird nach oben und unten hin manipuliert. Nach unten hin lässt es sich aber leichter und fadenscheiniger manipulieren.
Besonders nachhaltig wirken sich aber nur Fundamentaldaten aus - und zwar auch in beide Richtungen. Wenn's Unternehmen scheiße ist, bleibt der Kurs zu recht unten, ist's weniger scheiße, bleibt's zu recht oben.
Und ja, beide Attacken von Zatarra und Gotham waren in weiten Teilen lächerlich. Gotham noch deutlich mehr.  

262 Postings, 761 Tage viewerPapaPasta

 
  
    #4508
26.05.17 16:32
 

262 Postings, 761 Tage viewerPapaPasta

 
  
    #4509
26.05.17 16:34
"Das ist im Prinzip das Geschäftsmodell, genauso wie es andersherum das Geschäftsmodell ist, die Zukunftsaussichten einer Firma rosig darzustellen, wenn man an steigenden Kursen verdienen will."

Wenn das so bei den Unternehmen laufen würde, dann würde doch keine etwas produzieren und nur noch lügen (rosig darstellen ist für mich Lügen).

- schöne neue Welt ohne Produkte...  

2773 Postings, 2614 Tage Fred vom JupiterHeiße Luft

 
  
    #4510
27.05.17 00:08
Natürlich verursacht sie sowohl Einbrüche als auch Höhenflüge. Am NM gab es etliche Beispiele für solche Höhenflüge. Metabox war eines davon. Mit Umsätzen, die erfunden waren. Auch echte heiße-Luft-Nummern gab es damals. War trotzdem eine "geile Zeit", weil man neben Lehrgeld zahlen auch eine Menge verdienen konnte, wenn man fas Gespür für die worklichen Perlen oder eben Trends hatte.
Mit Ballmeier&Schulz z. B. konnte man ein Vermögen mit NICHTS verdienen.

Und übrigens, Pasta: Ich habe dich NIE beleidigt und werde es auch nie tun. Warum sollte ich auch? Trotzdem sind und bleiben wir konträrer Meinung. Was nicht schlimm, sondern gut fürs Forum ist. (Auch wenn eben ICH Recht habe ;-)

 

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