Indus - Substanz mit Phantasie


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Neuester Beitrag: 22.02.24 08:02
Eröffnet am:12.07.05 16:34von: brokeboyAnzahl Beiträge:681
Neuester Beitrag:22.02.24 08:02von: HutaMGLeser gesamt:298.505
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2590 Postings, 6972 Tage brokeboyIndus - Substanz mit Phantasie

 
  
    #1
11
12.07.05 16:34
INDUS Holding (Nachrichten) erwirbt den Systemlieferanten Selzer

nachdem ich etwa 2 Monate lang gewartet habe, seit ein uns allen bekannter Psychopath einen Haufen überzogenen Irrsinns über die Indus gepostet hat, möchte ich dieses Substanzpapier wieder ins Gespräch bringen. KGV bei 13-14, Divi bei 5% und ein unglaublich geschicktes Händchen bei der Auswahl sog. "hidden champions" machen Indus zu einem wirklich renditeträchtigen Depotkandidaten, der dieses Jahr die 30 Euro -Marke nehmen sollte. Bei mir waren Indus und Gesco in der engeren Wahl - allerdings hat mich das Portfolio der Indus eher überzeugt.

Gruss von BB

Latest News:
Bergisch Gladbach, 12. Juli 2005 - Die INDUS Holding AG (ISIN DE0006200108)
hat 70 % der Anteile an der Selzer Fertigungstechnik GmbH&Co. KG, Driedorf-
Roth, übernommen. 30 % der Anteile verbleiben bei der Familie Selzer. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 erzielte der spezialisierte Zulieferer für die
Fahrzeug- und Elektroindustrie mit rund 600 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe
von ca. 80 Mio. Euro. Hans-Joachim Selzer, der seit über 20 Jahren als
geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen leitet, wird auch in Zukunft
in dieser Funktion für die operative Entwicklung des Unternehmens
verantwortlich sein.

Als Systemlieferant nimmt Selzer eine ausgezeichnete Marktstellung ein und ist
bei allen großen Herstellern auditiert. Selzer besitzt umfassendes Know-how
bei der Entwicklung und Fertigung von kompletten, einbaufertigen Baugruppen
aus Metall, insbesondere für Schaltgetriebe, Bremsen und Motoren. Dabei wird
von der Produktentwicklung über Prototypenbau bis zur Produktion die gesamte
Leistungspalette abgedeckt. Den größten Teil seines Absatzes realisiert Selzer
mit Herstellern der Fahrzeugindustrie, wobei ein Schwerpunkt im Bereich der
Nutzfahrzeuge liegt. Eine zweite wichtige Kundengruppe bilden Unternehmen aus
der Elektroindustrie.

Mit der getätigten Akquisition setzt die INDUS Holding AG die Strategie,
Mehrheitsbeteiligungen an profitablen Nischenunternehmen zu erwerben, weiter
fort. Das Beteiligungsportfolio umfasst inklusive Selzer aktuell 41
mittelständische Unternehmen. Die zu Jahresbeginn geäußerte Prognose, im
Gesamtjahr ein Umsatz- und Ertragswachstum im Vergleich zum Vorjahr zu
erzielen, wird durch die Übernahme von Selzer untermauert. Die auch nach
diesem Kauf komfortable Liquiditätsposition soll für weitere Investitionen
genutzt werden.

INDUS Holding AG
Kölner Straße 32
51429 Bergisch Gladbach
Deutschland

ISIN: DE0006200108 (SDAX)
WKN: 620010
Notiert: Geregelter Markt in Düsseldorf und Frankfurt (Prime Standard);
Freiverkehr in Berlin-Bremen, Hamburg, München und Stuttgart

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 12.07.2005
 
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18857 Postings, 940 Tage Highländer49Indus

 
  
    #657
08.06.23 16:31

18857 Postings, 940 Tage Highländer49Indus

 
  
    #658
10.07.23 14:21

14 Postings, 225 Tage hansaktionärESG bei indus

 
  
    #659
20.07.23 10:10
Grüne Innovationen: INDUS-Beteiligungen treiben Nachhaltigkeit über F&E
 . Drittes Nachhaltigkeitsmagazin SUSTA[IN] veröffentlicht
 . Förderung nachhaltiger Innovationen in Strategie PARKOUR perform verankert  

14 Postings, 225 Tage hansaktionärESG bei indus

 
  
    #660
20.07.23 10:10
Grüne Innovationen: INDUS-Beteiligungen treiben Nachhaltigkeit über F&E
 . Drittes Nachhaltigkeitsmagazin SUSTA[IN] veröffentlicht
 . Förderung nachhaltiger Innovationen in Strategie PARKOUR perform verankert  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGHalbjahreszahlen

 
  
    #661
2
10.08.23 09:04
Guten Morgen !

Heute Morgen hat die Indus AG die Halbjahreszahlen für 2023 veröffentlicht. Ich persönlich bin mit den gemeldeten  Zahlen angesichts der  Rezession in der sich Deutschland ja aktuell befindet ganz zufrieden. Zwar spürt auch die Indus - vor allem im Segment Infrastructure, in dem sich auch die Bauzulieferer befinden - den Gegenwind. Dennoch konnte Indus den Umsatz insgesamt um 2% steigern Im Vergleich zu einem "Minuswachstum" in der gesamten deutschen Wirtschaft.

Im Bereich Infrastructure war der Umsatz jedoch im ersten Halbjahr rückläufig - wie gesagt liegt das vor allem an der schlechten Baukonjunktur. Hier handelt es sich meiner persönlichen Ansicht jedoch - im Gegensatz zu den früheren Problemen mit der Fahrzeugtechnik - nicht um eine systemische Schwäche. Es steht ja außer Zweifel, dass wir in Deutschland  noch massig neue Wohnungen benötigen, um den Mangel an bezahlbaren Wohnraum zu beseitigen, so dass ich davon ausgehen würde, dass es sich bei der Schwäche in diesem Bereich eher um ein vorübergehendes Phänomen handelt.

Unterm Strich hat die Indus - und das ist mMn das Entscheidende - in den fortgeführten Geschäftsbereichen im ersten Halbjahr ein EpS von 1,75 Euro erwirtschaftet. Dazu - auch das ist mMn sehr wichtig - hält man die Prognose  aufrecht - das bedeutet, dass  man im Gesamtjahr einen Umsatz von etwa 1,9 Mrd Euro erreichen will und daraus ein operatives EBIT von etwa 150 Mio Euro erzielen möchte. Das bedeutet für das zweite Halbjahr rechnerisch einen Umsatz von knapp 1 Mrd Euro und ein EBIT von gut 65 Mio Euro.

Daran erkennt man zwar, dass auch das zweite Halbjahr ergebnistechnisch nicht einfach werden wird - nochmals: Als Unternehmen, dass einen Querschnitt des deutschen Mittelstands abbildet, kann sich die Indus den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erkennbar nicht ganz entziehen.

Andererseits muss man eben auch den aktuellen Kurs in Bezug setzen zum erwarteten Ergebnis. Wenn man die 150 Mio Euro Ebit in etwa erreichen sollte, würde sich daraus ein rechnerisches EpS von in etwa 3 Euro ergeben - was auf der Basis des gestrigen Kurses ein 2023er KGV von unter 8 bedeutet. Das ist sicher nicht zu teuer.

Zudem darf man ja auch nicht vergessen, dass es in dieses Jahr die endgültige Trennung von den Serienzulieferern aus dem ehemaligen Fahrzeugbereich gegeben hat und man bisher noch keine Zukäufe auf der Tochterebene vorgenommen hat - man war wohl sehr  intensiv mit dem Verkauf von Selzer und Schäfer beschäftigt.

Man sieht also, dass die Indus sich durchaus vielversprechend für die Zukunft aufgestellt hat. Sollte nun auch noch die Konjunktur aus der Rezession wieder herauskommen, dürfte sich das sehr positiv auf Indus auswirken.

Bilanziell finde ich den positiven operativen Cashflow von 39,2 Mio Euro - und das EK beträgt je Aktie 25,35 Euro - mithin notiert die Aktie weiterhin unter dem rechnerischen EK.

Alles keine schlechten Voraussetzungen für eine Erholung der Aktie in den nächsten Wochen. Wie immer nur meine Meinung und keine Empfehlung.  

6650 Postings, 6087 Tage Obelisk@661

 
  
    #662
15.08.23 18:18
"Im Bereich Infrastructure war der Umsatz jedoch im ersten Halbjahr rückläufig - wie gesagt liegt das vor allem an der schlechten Baukonjunktur. Hier handelt es sich meiner persönlichen Ansicht jedoch - im Gegensatz zu den früheren Problemen mit der Fahrzeugtechnik - nicht um eine systemische Schwäche. Es steht ja außer Zweifel, dass wir in Deutschland  noch massig neue Wohnungen benötigen, um den Mangel an bezahlbaren Wohnraum zu beseitigen, so dass ich davon ausgehen würde, dass es sich bei der Schwäche in diesem Bereich eher um ein vorübergehendes Phänomen handelt."


Vorübergehendes Phänomen? Die Bauvorschriften haben in Verbindung mit den deutlich gestiegenen Zinsen und den sehr teuer gewordenen Baumaterialien den Neubau fast zum Erliegen gebracht.
Der Bedarf wäre zweifelsohne da. Aber die Politik hat den Neubau verunmöglicht.
Die Probleme in diesem Bereich sind erst am Anfang, weil man Begonnenes noch fertigstellt. Aber dann wird es haarig.
Die Zahlen aus diesem Bereich dürften branchenweit erst noch schlechter werden. Bin gespannt, wann dann die Politik endlich aufwacht.
 

924 Postings, 4027 Tage HutaMGVorübergehend...

 
  
    #663
21.08.23 08:51
... heißt ja nicht zwingend, dass etwas schnell vorübergeht.

Du hast ja selber schon geschrieben, dass die Politik in irgendeiner Form darauf reagieren muss, dass Wohnen einerseits immer teurer wird und andererseits die Vorschriften und Zinsen den Neubau von Wohnungen kaum noch zu vernünftigen Konditionen ermöglichen. Irgendein Programm wird die Politik schon auflegen.

Ohne den Bau von Wohnungen wird man den Mangel an bezahlbaren Wohnraum (und das ist politisch eben schon ein Pulverfass) nicht in den Griff bekommen.  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGAktie kennt nur noch eine Richtung: Runter!

 
  
    #664
4
26.10.23 08:24
Guten Morgen !

Also was im Moment mit der Indusaktie los ist, ist eigentlich unerklärlich und verrückt. Es gibt quasi jeden Tag neue Tiefststände und wenn man sich das Chartbild seit Mitte April anschaut, geht der Kurs vom Hoch Mitte April bis gestern schnurstracks von oben links bis unten rechts.

Der Höchstkurs (27,4 Euro)  in den letzten sechs Monaten  (also in einem Zeitraum in dem es den Ukrainekonflikt und die Lieferketteproblematik etc. alles schon gab), in dem der DAX etwa 1.000 Punkte (entsprechend etwa 6%) abgegeben hat, ist jetzt schon etwa 9 Euro entfernt - das bedeutet einen Absturz von fast einem Drittel - oder anders ausgedrückt: Wenn der DAX seinen Stand von Mitte April wieder erreichen möchte, müsste er knapp 7% zulegen, wenn  Indus den Höchstkurs aus  April wieder erreichen möchte, würde das Aufwärtspotential für die Aktie inzwischen bei mehr als 45% liegen.

Dennoch fällt die Aktie wie ein Stein.

Wenn man sich die Fundamentaldaten anschaut, wird die Sache  noch verrückter. Schaut man sich  die Kursziele der Analysten an, die die Aktie nach den zuletzt veröffentlichten Halbjahreszahlen bewertet haben, kommt man im Schnitt (bei drei Kauf- und drei Halteempfehlungen) auf 28,60 Euro. Das niedrigste Kursziel wurde von der LBBW mit 25 Euro angesetzt. Die neueste Studie aus Oktober sieht das  Kursziel bei 29 Euro. Das Aufwärtspotential in Bezug auf die Analystenkursziele ist also gewaltig!

Schaut man sich die von den Analysten erwarteten Kennzahlen an, kommen die beim EpS im Schnitt für die nächsten drei Jahre auf Werte von 2,94 Euro (2023), 3,44 Euro (2024) und 3,80 Euro für 2025. Bei einem Kurs von 18,80 Euro bedeutet das ein KGV von 6,4 (2023), 5,5 (2024) und 4,9 für 2025.
Nimmt man mal die pessimistischste Studie und die neueste Studie (das Kursziel bei der pessimistischsten Studie liegt wie gesagt bei 25 Euro und auch das Ziel der neuesten Studie wurde keineswegs euphorisch bei 29 Euro gesetzt), kommt man für 2023 auf 2,30 Euro (entsprechend einem KGV von gut 8) und für 2024 von 3,45 Euro (entsprechend einem KGV von 5,4).
Da Indus ja auch regelmäßiger Dividendenzahler ist, werden diese für die Jahre 2023 bis 2025 von den Analysten ebenfalls geschätzt. Im Mittel glauben die Analysten, dass für diese drei Jahre insgesamt  3,72 Euro Dividende gezahlt werden (macht für die drei Jahre zusammen  19,8% bezogen auf den gestrigen Kurs - in den einzelnen Jahren - 2023: 5%, 2024: 6,9% und  2025: 7,9%).

Indus selber hält an seiner im Rahmen des Programms PARKOUR gegebenen Prognose fest, die für 2025 einen  Umsatz von über 2 Mrd Euro vorsieht und eine Ebitmarge von nachhaltig über 10% (bisher gibt es dazu keine Korrektur, wobei mMn natürlich klar sein sollte, dass sich diese Prognose nur erreichen lässt, wenn die Wirtschaft nicht allzulange in der Rezession verbleibt). Da der Umsatz schon in 2022 bei etwa 1,8 Mrd Euro lag und in diesem Jahr auf  etwa 1,9 Mrd Euro steigen dürfte (jedenfalls nach der Aussage im Halbjahresbericht), sollten  die 2 Mrd Euro in 2025 erreichbar sein. Die Marge hinkt noch etwas hinterher - lag aber in wirtschaftlich erfreulicheren Jahren als 2023 für die noch im Konzern befindlichen Unternehmen bei 10%. Würde man unterstellen, dass Indus die Ziele für 2025 knapp erreicht, würde das ein EBIT von 200 Mio Euro entsprechen - also noch etwas mehr als die Analysten für 2025 ermitteln (186 Mio Euro, was eben zu einem EpS von 3,80 Euro und einer Dividende von 1,49 Euro führen soll). Insofern sind die Zielzahlen auch unternehmensseitig bestätigt und veröffentlicht.

Strukturell hat Indus inzwischen die Trennung vom hoch defizitären Teil des früheren Automobilbereichs vollzogen. Dieser Bereich hat in den letzten Jahren hohe Verluste verschuldet und auch zu finanziellen Fehlallokationen geführt (weil man "gutes" Geld in die schwächelnden Firmen gepumpt hat, das man besser anders verwendet hätte). Man hat die Holdingstruktur ebenfalls geschärft und führt die Holdingunternehmen nun etwas enger - auch durch die klar zugewiesenen Verantwortlichkeiten im Vorstand der Indus. Und man ist nach wie vor dazu in der Lage die vorhandene Holding durch weitere Zukäufe zu verstärken - Zukäufe sind klar kommuniziertes strategisches Ziel (mal schauen, ob es in diesem Jahr noch mit dem angestrebten Zukauf klappt) der Indus.

Natürlich wäre es fahrlässig, zu verschweigen, dass die derzeit in der Krise befindliche Konjunktur in Deutschland auch Auswirkungen auf die Indus hat - zumal es in der Indus ja auch Unternehmen gibt, die von der Baukonjunktur abhängig sind - und die läuft ja bekanntlich besonders schlecht im Moment. Das gilt aber eben nicht für alle Unternehmen aus dem Bereich "Infrastructure". Zudem hat Indus ja die Margenprognose für diesen Bereich aber ja auch im Rahmen der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen schon nach unten korrigiert - und damit eben der schwächelnden Konjunktur für einige Unternehmen aus diesem Bereich Rechnung getragen.

Es gibt einen (ebenfalls auf der Homepage der Indus verlinkten) interessanten Artikel des Nebenwertejournals, dessen Überschrift "Operative Fortschritte versus Konjunktursorgen" sicher gut zusammenfasst, warum Teile des Marktes der Indusaktie derzeit eher skeptisch gegenüberstehen.

Ich hätte daher schon ein gewisses Verständnis, wenn man der Aktie angesichts der Tatsache, dass die Konjunktur in Deutschland in der Rezession steckt und die Baukonjunktur derzeit besonders schlecht läuft, vorübergehend nur kleinere KGVs zugesteht als das vielleicht historisch üblich war. Aber man sollte auch sehen, dass die Indusaktie auch schonmal bei 60 Euro stand und bis weit in das Jahr 2021 noch Kurse deutlich über 30 Euro üblich waren. Und die Tatsache, dass die Aktie in den letzten Monaten so derart "abschmiert" ist mMn mit allgemeinen Konjunktursorgen auch nicht zu erklären. Wie gesagt: Dass die Aktie eines Unternehmens, das in den letzten Monaten seine strukturellen Probleme gelöst hat, in  diesem Umfeld nicht zu neuen Höchstkursen  aufbricht - einverstanden. Aber dass die Aktie so dermaßen unter die Räder kommt, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ich will aber auch nicht verschweigen, dass ich mich z.B. bei meinem Depotwert Dürr seinerzeit auch darauf verlassen habe, dass der Vorstand die Prognose für das laufende und die kommenden Jahre nicht kassiert, der Vorstand aber genau das gemacht hat und die Aktie danach eingebrochen ist. Im Grunde wäre der Kursverlauf der letzten Monate nur dann erklärbar, wenn einige Marktteilnehmer wissen würden, dass die Q3 Zahlen, die Mitte November veröffentlicht werden, mau ausfallen und/oder die Prognose für 2023 ff. eingestampft werden würden. Ich kann mir das nicht wirklich vorstellen, aber ich konnte mir das bei Dürr auch nicht vorstellen.

Wenn man mal davon ausgeht, dass das nicht passiert, sind die aktuellen Kurse sicher extrem günstig (siehe die geschätzten EpS und Dividende für die nächsten Jahre)
Auf Basis der derzeit verfügbaren Daten ist der Kursverfall jedenfalls für mich nicht erklärbar.  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGQ3 Zahlen

 
  
    #665
2
14.11.23 08:14
Guten Morgen !

Indus hat die Q3 Zahlen heute Morgen veröffentlicht - deutlich besser als die Gesco vor ein paar Tagen und insgesamt - jedenfalls mMn überwiegend sehr erfreulich. Man hat es in diesem herausfordernden Umfeld geschafft, den Umsatz leicht zu steigern und das EBIT vor Wertminderungen stabil zu halten. Da die Wertminderungen in diesem Jahrdeutlich geringer ausfallen als im Vorjahr, ist das EBIT nach Wertminderungen sogar von 98 Mio Euro auf 117 Mio Euro angestiegen. Das Ergebnis je Aktie aus den fortgeführten Geschäftsbereichen - also ohne die in diesem Jahr letztmalig angefallenen Verluste aus den aufgegebenen Gesellschaften des Bereichs Fahrzeugtechnik - beträgt 2,63 Euro - damit liegt das KGV bei einem Aktienkurs von unter 20 Euro alleine schon mit dem EpS aus fortgeführtenBereichen der ersten neun Monate bei nur 7,5 !!
Indus gibt aber eine Prognose von mindestens 145 Mio Euro NACH Wertminderungen für das Gesamtjahr (wie gesagt nach neun Monaten lag dieses bei 116 Mio Euro) so dass davon auszugehen ist, dass das EpS NACH Wertminderungen noch ansteigt und dementsprechend das KGV eben auch deutlich unter den 7,5 liegen wird (rein rechnerisch würde es bei einem EBIT von 145 Mio Euro zu einem EpS von 3,25 Euro kommen.

Natürlich hat auch die Indus die schlechte Konjunktur in Deutschland gespürt - der Bereich "Infrastructure", in dem auch die Beteiligungen aus dem Bereich "Bau" geführt werden, hat ein deutlich niedrigeres EBIT als im Vorjahr erzielt - dabei aber immer noch eine Marge von 10% erreicht, ist also sehr weit von irgendwelchen Krisenszenarien entfernt, Und es gibt auch wieder Sonderabschreibungen auf einzelne Beteiligungen, weil die Zinsen eben immer noch auf einem sehr hohen Niveau sind und die Konjunktur nicht grade anspringt - aber in einem vertretbaren Rahmen und ohne das Ergebnis allzusehr zu belasten.

Man ist auch im Hinblick auf die für 2025 formulierten Margenziele schon recht weit gekommen. VOR Wertminderungen liegt die EBITmarge im Konzern bei 9,9% - das ist dann in der Tat nicht mehr allzu weit entfernt von der 2025er Zielmarge von 10%. Und die Marge NACH Wertminderungen ist y-o-y von 7,3% auf nunmehr 8,6% angestiegen.

Zudem . auch das ist eine sehr erfreuliche Entwicklung - ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 22 auf 114 Mio Euro angestiegen, zeigt also die hohe Innenfinanzierungskraft des Unternehmens. Das Eigenkapital der Indus ist auch deshalb von 685 auf 706 Mio Euro angestiegen (und das obwohl die bilanzierten Firmenwerte von 403 auf 395 Mio Euro gesunken sind). Die EK-Quote liegt damit bei zufriedenstellenden 37,5%. Das rechnerische EK je Aktie liegt bei etwas mehr als 26 Euro.

Zusammengefasst kann ich nicht erkennen, dass der Sturz der Aktie irgendwie aufgrund der Zahlen gerechtfertigt wäre. Auch in diesem sicher nicht einfachen Jahr hat Indus Geld verdient - und bezogen auf den Aktienkurs sogar so viel, dass das KGV nicht wirklich hoch ist - im Gegenteil. In der Bilanz ist ebenfalls genügendSubstanz enthalten (siehe EK je Aktie) und der Cashflow ist positiv, was Indus die Möglichkeit gibt, weitere Zukäufe zu tätigen.  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGNicht vergessen

 
  
    #666
2
14.11.23 08:39
Man darf ja bei der Bewertung der Zahlen bitte auch nicht vergessen, wie tief Indus schon gefallen ist. Vor sechs Monaten lag die Aktie bei 26 Euro - mithin hat der Wert inzwischen fast ein Viertel des Werts verloren. Das geben mMn die Zahlen wirklich nicht ansatzweise her - zumal man ja auch berücksichtigen sollte, dass die Indus sich inzwischen von den letzten "Problemunternehmen" getrennt hat und dementsprechend auch keine weiteren Belastungen mehr anfallen.
Laut Consensus haben die Analysten VOR Wertminderungen in diesem Jahr ein EBIT von 150,2 Mio Euro (Medianwert) erwartet - nun werden es eher 160 - 165 Mio Euro (laut Indus-Jahresprognose) - ein Wert, den die Analysten erst für das kommende Jahr so gesehen haben.
Ich hoffe doch sehr, dass sich am Markt die Erkenntnis durchsetzt, dass Indus derzeit sicher nicht zu hoch bewertet ist und nicht alle mittelständischen Unternehmen bei einer leicht rückläufigen Konjunktur in Deutschland zwangsläufig in die Knie gehen müssen. Schaut man sich die EBITmarge auf Bereichsebene (also ohne Holdingkosten) an, stellt man fest, dass in allen drei Geschäftsbereichen (Materials mit 10,4%, Infrastructure mit 8,3% und Engineering mit 9,1%) auch NACH Wertminderungen sehr zufriedenstellende Margen erreicht worden sind und kein Bereich wirklich kränkelt (was man aber glauben könnte, wenn man sich den Kursverlauf anschaut).
Sollte Indus NACH Wertminderungen tatsächlich ein EBIT von 145 Mio Euro erreichen, was dann eben rechnerisch ein EpS von über 3,20 Euro bedeuten würde (wenn ein EBIT von 117 Mio Euro zu einem EpS von 2,63 Euro führt), würde ich mal vermuten, dass die Dividende dann auch bei oder (ohne Gewähr) auch über 1 Euro je Aktie liegen dürfte, was einer Rendite von über 5% entspricht und ja, wenn man die ja dann doch einigermaßen verlässlichen Prognosen des Vorstands Glauben schenkt, keine einmalige Sache bleiben wird, denn Indus will das Ergebnis in den nächsten Jahren ja weiter steigern.

Dass das alles keine Selbstverständlichkeit ist, zeigt eben der Blick auf den Mitbewerber Gesco, der seine Prognose für das laufende Jahr jüngst eingedampft hat und zudem eben noch lange nicht so weit wie Indus bei der Umsetzung der kommunizierten Zielee für 2025 ist.  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGBörsenradio

 
  
    #667
1
16.11.23 08:49
Guten Morgen !

Ein wie ich finde sehr interessantes Interview mit dem CEO von Indus, Herrn Dr. Schmidt, gibt es jetzt im Börsenradio

https://www.brn-ag.de/42727-Indus-CEO-Schmidt-Dividende-nich…

Neben der Aussage, dass man sich bei der Dividende für 2023 "nicht lumpen" lassen will, scheint mir auch wichtig zu sein, dass Herr Dr. Schmidt für 2024 erst einmal vorsichtig ist. Ist das nun schlecht oder Grund zur Besorgnis? MMn nicht, denn man muss das Folgende zur richtigen Einordnung beachten: Indus hat nach neun Monaten NACH Wertminderungen in den fortgeführten Bereichen ein EpS von 2,63 Euro erreicht und wenn man die eigene Prognose (Ebit NACH Wertminderungen im Gesamtjahr von ca. 145 Mio Euro) einhält, sollte man rechnerisch ein EpS von 3,25 Euro erreichen. Im nächsten Jahr fallen die Belastungen aus der Fahrzeugtechnik aber endgültig weg, so dass dann eben nur noch die fortgeführten Bereiche betrachtet werden. Also: Selbst dann, wenn man 2024 im Grunde ähnlich abschneidet wie 2023, hat man ein KGV von deutlich unter 7 - und wenn die Kapitalkosten nicht mehr steigen und man deshalb auch keine Wertminderungen mehr vornehmen muss, dürfte das EpS auf über 3,60 Euro steigen - also selbst dann, wenn Indus aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage nicht weiter wachsen kann. Ich persönlich bin zwar der Meinung, dass man alleine durch die angestrebten Zukäufe leicht wachsen kann aber will auch nicht zu optimistisch sein...  

6650 Postings, 6087 Tage ObeliskWieviel Prozent

 
  
    #668
17.11.23 09:05
des eps werden denn  als Divi ausgeschüttet? 40 %?  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGDividende

 
  
    #669
19.11.23 07:46
Üblicherweise schüttet man bis zu 40% des EpS als Dividende aus. Ist halt nur die Frage, ob man die 40% auf den Gewinn aus den fortgeführten Geschäften berechnet oder die letztmalig anfallenden Verluste aus den veräußerten Bereichen mit berücksichtigt.
Die Analysten gehen im Schnitt von 1 Euro aus - würde ich auch mal annehmen. Vielleicht (ist aber nur meine Meinung und ohne Gewähr) gibt's angesichts des sehr guten Cashflows auch einen Schluck mehr - auch um die positive Entwicklung der fortgeführten Geschäftsbereiche zu unterstreichen...  

18857 Postings, 940 Tage Highländer49Indus Holding

 
  
    #670
20.11.23 11:15
Ist das endlich die Trendwende für die gebeutelte Aktie?
https://www.finanznachrichten.de/...ie-ist-das-die-trendwende-486.htm  

2176 Postings, 1251 Tage BalkonienAbsturz heute

 
  
    #671
30.11.23 12:35
Minus 7,3 % heute, finde keine Begründung ?  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGNachzügler

 
  
    #672
1
06.12.23 08:26
Guten Morgen!

Der DAX hat ja gestern einen neuen Höchststand erreicht. Als Anleger schaut man dann ja verstärkt nach Aktien von Unternehmen, bei denen es nicht schlecht läuft,die aber kurstechnisch weit zurückgefallen sind.
MMn (aber natürlich ohne Gewähr) ist die Indus so ein Unternehmen. Im laufenden Jahr wird man nach dem auch in diesem Jahr fällig werdenden Sonderabschreibungen wegen der auch in diesem Jahr gestiegenen Kapitalkosten (im letzten Jahr musste man allerdings deutlich mehr abschreiben) je Aktie ein Ergebnis von über 3 Euro erzielen - und die Dividende sollte bei mindestens 1 Euro liegen.

Damit würde das KGV 2023 bei 7 liegen und die Dividendenrendite bei 5%. Alle Analysten gehen davon aus, dass EpS und Dividende in den nächsten Jahren weiter steigen werden und ich persönlich glaube nicht, dass die Zinsen im nächsten Jahr weiter deutlich angehoben werden, so dass auch die außerplanmäßigen Abschreibungen wegen steigender Refinanzierungskosten entfallen könnten. Zudem hat Indus explizit bestätigt, dass man auch weitere Zukäufe zur Verbreiterung der Umsatz- und Ergebnisbasis vornehmen wird (der Cashflow nach 9 Monaten war außerordentlich positiv, so dass Übernahmen UND Dividende daraus finanziert werden können, eine weitere Schuldenaufnahme dafür also nicht erforderlich ist).

Dennoch liegt der Kurs noch immer über 6 Euro unter dem Jahreshöchstkurs aus dem April diesen Jahres. Der Kurs hätte also noch ca. 30% Luft nach oben, um den Jahreshöchstkurs zu erreichen - von historischen Höchstständen mal ganz zu schweigen - und das bei einem Unternehmen - man kann es da nur immer wiederholen - das ein niedriges KGV hat, das eine vernünftige Dividendenrendite zählt und bei den alle Experten (und der Vorstand des Unternehmens selber) davon ausgehen, dass Ergebnis und Dividende in den nächsten Jahren ansteigen werden. Zudem - on top sozusagen - wird die Indusaktie derzeit auch noch unterhalb des Eigenkapitals je Aktie gehandelt.

Wie eingangs erwähnt: Ein jedenfalls in meinen Augen zu Unrecht vernachlässigter Wert!

P.S.: Noch ein kleiner Nachtrag zum Absturz der Aktie am 30.11. um knapp 8%. Offenbar hat da ein Leerverkäufer seine Position glattgestellt - jedenfalls gab es eine entsprechende Meldung dazu.  

52 Postings, 6173 Tage nobby2Vielen Dank HutaMG

 
  
    #673
12.12.23 09:44
für deine kompetenten Berichte .
Ich bin nun auch hier investiert und gehe von weiteren positiven Ergebnissen in den
nächsten Jahren aus. Als Langfristanleger  ist für mich aber auch die Div-Rendite von
mindestens 5% durchaus interessant.( wird wohl in den nächsten Jahren Richtung 10%
steigen können )

Viele Grüße
Nobby  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGDanke...

 
  
    #674
12.12.23 12:34
... für Dein Feedback!

Die Aktie hat ja tatsächlich zuletzt ein bisschen angezogen, ist aber eben noch weit vom Jahreshöchsstand entfernt. Und sowohl Vorstand als auch die die Indus begleitenden Anlysten sehen höhere Gewinne und damit auch Dividenden  in den nächsten Jahren. Mögen sie richtig liegen :-)  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGZinsen

 
  
    #675
15.12.23 11:28
Guten Abend!

Indus dürfte von der Möglichkeit stagnierender und tendenziell auch wieder sinkender Zinsen mehrfach profitieren.

Erstens steigen dann die Zinsaufwendungen für die vorhandenen Darlehen nicht mehr.
Zweitens sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch in 2024 wegen erneut steigender Kapitalkosten Sonderabschreibungen vornehmen muss.
Drittens werden mit Fremdkapital (teil-)finanzierte Übernahmen möglicherweise günstiger.
Viertens könnte die Bauwirtschaft wegen der sinkenden Zinsen wieder anspringen.

Alles in allem sicher keine schlechte Entwicklung für die Indus.

Einen schönen Tag noch!  

924 Postings, 4027 Tage HutaMG2024

 
  
    #676
02.01.24 10:23
Guten Morgen und Frohes Neues Jahr allerseits.

Die Indusaktie hat das Jahr 2023 mit einem XETRA-Schlusskurs von 22,35 Euro abgeschlossen.
Das durchschnittliche Kursziel der Analysten für die Aktie liegt bei 32 Euro und die Gewinnerwartung für das laufende Jahr liegt im Mittel bei 3,41 Euro je Aktie.
Mal schauen wohin sich der Gesamtmarkt und die Indus im neuen Jahr bewegen.

Ein erfolgreiches und gesundes Jahr wünsche ich.  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGKurs

 
  
    #677
08.02.24 11:56
Guten Tag!

In den ersten Tagen des Februar fällt die Aktie wieder stetig - heute Morgen wird sie zu 21,20 Euro gehandelt. Offensichtlich kann das keine fundamentalen Gründe haben - entsprechend neue Nachrichten wären mir jedenfalls nicht bekannt. MMn wird die Indus derzeit für die allgemein schlechte Stimmung in der deutschen Wirtschaft mitverhaftet.
Sicher werden die Indusunternehmen kein Wachstumsfeuerwerk abbrennen können, wenn die Wirtschaft insgesamt stagniert. Aber erstens stagnieren nicht alle Unternehmen in der deutschen Wirtschaft gleichermaßen, zweitens generieren die Unternehmen der Indus ja auch im (deutlich besser laufenden) Ausland Umsätze und drittens ist es das erklärte Ziel der Indus auch durch Zukäufe zu wachsen und da man im letzten Jahr kein Unternehmen auf "Tochterebene" zukaufen konnte, gehe ich mal stark davon aus, dass man in diesem Jahr mindestens ein Unternehmen zukaufen wird.

Zudem sollte man berücksichtigen, dass Indus in den letzten beiden Jahren Abschreibungen auf Beteiligungen vornehmen musste, weil durch die drastische Erhöhung der Zinssätze die Kapitalkosten stark angestiegen sind. So wie es aussieht, dürften im laufenden Jahr keine (größeren) Erhöhungen der Zinssätze durch die Zentralbanken mehr erfolgen, so dass ich (ohne Gewähr) davon ausgehen würde, dass man von den entsprechenden Abschreibungen verschont bleiben sollte. Ohne diese Abschreibungen kommt man aber schon für das abgelaufene Jahr auf ein EpS von "über 3 Euro" . Dies hat Herr Dr. Schmidt ausdrücklich bestätigt. Dies entspricht schon einem KGV von 7.

Gibt es im laufenden Jahr nur ein kleines organisches Umsatzwachstum plus möglicherweise noch ein oder zwei Zukäufe, wird die Aktie noch günstiger. Da kann sich ja jeder selbst überlegen, ob der aktuelle Kurs angemessen ist...  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGDonnerstag

 
  
    #678
20.02.24 07:33
Guten Morgen!

Am Donnerstag gibt es die Vorabzahlen für 2023. Wenn man sich die traurige Kursentwicklung der Indusaktie in den letzten Tagen anschaut, müssten die Zahlen ja eher schlecht ausfallen.
Ich erwarte dabei ein Ebit von ca. 145 Mio Euro und damit ein EpS von über 3 Euro - trotzdem in 2023 ja wegen der aufgrund der Zinserhöhungen in dem Jahr gestiegenen Kapitalkosten noch einmal Sonderabschreibungen (in allerdings deutlich geringerer Höhe als im Vorjahr) vorgenommen werden mussten.
Im laufenden Jahr sollten diese Sonderabschreibungen dann entfallen, was das Ergebnis verbessern sollte.
Insgesamt wird Indus als Holding verschiedener mittelständischer Unternehmen derzeit mMn nicht anhand der erwirtschafteten Zahlen bewertet sondern vor allem die sehr schlechte Stimmung in der deutschen Wirtschaft sorgt für Skepsis gegenüber der Aktie. Vielleicht/Hoffentlich ändert sich das, wenn die Zahlen für ausfallen. Man vergisst mMn, dass auch in einer Krise nicht alle Unternehmen schlecht laufen müssen und dass die bei Indus versammelten Unternehmen zu einem großen Teil der Wirtschaftsflaute trotzen können, haben ja auch schon die Zahlen zum Q3 gezeigt. Zudem erwirtschaften die Beteiligungsunternehmen der Indus halt auch nicht nur Umsätze in Deutschland sondern auch in Ländern in denen es deutlich besser läuft als hierzulande.
Zudem steigt mMn der Druck auf die Regierung sich etwas stärker um die heimische Wirtschaft zu kümmern - nicht nur um die Rüstungsindustrie.
Und last but not least könnte Indus mit Übernahmen für weitere positive Nachrichten sorgen - der Cashflow dürfte hoch genug sein, um die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu haben.
Ich bin mal auf Donnerstag gespannt - auch auf die Reaktion der Märkte falls die Zahlen erkennen lassen, dass wir im KGV nur noch bei 7 stehen und mit einem Einbruch in den nächsten Jahren entgegen der vorhandenen Skepsis nicht zu rechnen sein dürfte.
Einen schönen Tag allerseits.  

2176 Postings, 1251 Tage BalkonienWieso kein ARP

 
  
    #679
21.02.24 22:52
Über die Börse ?  

2176 Postings, 1251 Tage BalkonienWer wird

 
  
    #680
21.02.24 22:53
Zu 23 verkaufen ? Ich nicht ...  

924 Postings, 4027 Tage HutaMGZahlen und ARP

 
  
    #681
4
22.02.24 08:02
Guten Morgen !

Gestern schon hat Indus die mMn gut ausgefallenen Zahlen, zusammen mit dem ARP, veröffentlicht.
Beeindruckend ist natürlich vor allem der ausgezeichnete Cashflow, der einmal die hohe Innenfinanzierungskraft der Beteiligungsunternehmen zeigt, aber eben auch, dass man das Working Capital im Griff hat.
Das ARP, das ja maximal gut 25 Mio Euro kosten wird, dürfte damit leicht zu finanzieren sein. Allerdings sehe ich den Ankaufskurs persönlich als nicht sehr attraktiv an. 23 Euro sind, grade wenn man sich die historischen Kurse anschaut - vor einem Jahr lag der Kurs noch über 25 Jahre, der Höchstkurs in den letzten 12 Monaten lag bei 27,40 Euro und der in den letzten 5 Jahren bei 47,45 Euro - nicht viel. Zudem sollte der Kurs mit den nicht so schlechten Zahlen, die wie gesagt gestern vermeldet worden sind, auch ohne das ARP Wind unter die Flügel bekommen können. Jedenfalls werde ich meine Aktien nicht verkaufen - aber das muss natürlich jeder selber wissen und für denjenigen, der von dem Unternehmen nicht überzeugt ist und/oder die gesamtwirtschaftliche Lage auf Dauer pessimistisch einschätzt, ist das ARP vielleicht ein einigermaßen attraktives  Angebot.

Die Zahlen, die gestern gemeldet worden sind, legen mMn jedenfalls nicht nahe, dass man zwingend und schnellstmöglich aus der Aktie aussteigen muss. Das ausgewiesene Ebit liegt bei knapp 150 Mio Euro - für die fortgeführten Geschäftsbereiche. Da Indus ja in 2023 noch zeitweise die letzten Beteiligungen aus dem aufgegebenen Bereich Fahrzeugtechnik noch in den Büchern hatte, muss man den dort entstandenen letztmaligen (!) Verlust von noch einmal 27,8 Mio Euro eben auch noch ein letztes Mal tragen. Das in der GuV ausgewiesene Konzernergebnis beläuft sich daher einschließlich der Verlustgesellschaften auf 56,1 Mio Euro - ohne diese Gesellschaften hätte es rechnerisch bei knapp 84 Mio Euro gelegen (gegenüber knapp 73 Mio Euro in 2022).
Das EpS für die fortgeführten Geschäftsbereiche dürfte somit, wie erhofft, über 3 Euro liegen. Und da sich das Ebit laut Mitte der Prognose in 2024 leicht erhöhen soll, dürfte auch in 2024 die "3" vorne stehen beim EpS. Das bedeutet, dass das KGV auf der Basis  des gestrigen Schlusskurses bei etwa 7 liegen dürfte. Da im kommenden Jahr dann ja auch die Verluste aus der Fanrzeugtechnik komplett aus der Bilanz rausfallen, sollte dann auch eine höhere Dividende fällig sein (wobei ich persönlich glaube, dass es auch für 2023 angesichts der grundsätzlich guten Performance der Gruppe und vor allem angesichts des hohen Cashflows eine Dividende jenseuts der "1 Euro Marke" möglich sein könnte).
Last but not least dürfte die Indusaktie immer noch deutlich unterhalb des Buchwerts je Aktie notieren. Dazu gab es in der PM von gestern zwar keinen Hinweis aber die Tatsachen, dass man die Nettoverschuldung deutlichst (von 590 auf 506 Mio Euro)  reduzieren konnte (und das in einem gesamtwirtschaftlich ja nicht grade einfachen Jahr), was zu einer erhöhten EK Quote führt, dürfte sich an der Notierung unter Buchwert nichts geändert haben.

MMn sollte angesichts der Zahlen in jedem Fall einigermaßen klar sein, dass Indus sehr  davon profitieren dürfte, wenn die Gesamtwirtschaft in Deutschland anspringen sollte und so wie aussieht, hat ja sogar diese Regierung, die nun bisher nicht wirklich etwas für die Wirtschaft gemacht hat, dass man nun so langsam mal was für die Konjunktur machen muss, damit die Stimmung nicht noch schlechter wird. Aber selbst diese Regierung dürfte nicht verhindern können, dass sich die Beteiligungsgesellschaften der Indus ausweislich der Zahlen gut schlagen.

Natürlich kann sich auch die Indus bzw. deren Beteiligungsgesellschaften dem gesamtwirtschaftlichen Malus nicht vollständig entziehen. Man agiert ja nicht im luftleeren Raum. Allerdings sollte man schon sehen, dass an dem Tag, an dem das Wirtschaftsministerium das 2024er Wachstum für Deutschland auf 0,2% schätzt, Indus ein Umsatzwachstum von immerhin 2,7 % bis in der Spitze 8,3 % vorhersagt. Dementsprechend sollten die Indus-Beteiligungsunternehmen besser performen als die Gesamtwirtschaft.
Etwas vorsichtiger wird Indus dann beim EBIT - nimmt man die Mitte der Prognose, schätzt Indus ein Ebit von 155 Mio Euro - immerhin auch 3%  mehr als in 2023 - allerdings war dieses Ergebnis auch durch erneute Abschreibungen auf Beteiligungen wegen steigender Kapitalkosten beeinflusst. Hier bin ich mal auf die endgültigen Zahlen und auf die Begründung für die vorsichtige Schätzung der Ergebnisse gespannt.

Zusammengefasst: Die Zahlen für 2023 entsprechen meinen Erwartungen und belegen mMn, dass die Indusaktie zu den preiswerteren Aktien auf dem Kurszettel gehören. Für 2024 ist man bei Indus vorsichtig optimistisch, so würde ich das mal nennen. Nicht vergessen sollte man dabei, dass Indus weiterhin über Zukäufe wachsen möchte - und laut PM von gestern eine "gut gefüllte Aquisitionspipeline" hat.
Alles in allem sollten die Zahlen und die Aussichten aber in jedem Fall dafür sorgen können, dass die Aktie zwar keinen Sternenflug absolviert (dafür sind die Rahmenbedingungen derzeit in Deutschland nicht gut genug) aber ausreichend sein, um die Aktie auf einem höheren Niveau als zuletzt konsolidieren zu lassen (hoffe ich jedenfalls ;) )

Einen angenehmen Tag noch allerseits.
 

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