Gazprom 903276
Die Ukraine hat die Gaskrise provoziert, davon ist der liberale Moskauer Politologe Lukjanow überzeugt. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt er, warum das kleine Land in dem Streit mit Russland so viel Macht hat - und warum der Konflikt, wenn überhaupt, nur für kurze Zeit gelöst werden kann.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-600471,00.html
wo steht, das ich den Russen glaube???
Das die Ukraine schuld ist, meint der Moskauer Politologe Lukjanow!!!
also erst lesen, dann denken und dann schreiben!!!
10. Januar 2009, 17:34 Uhr
Gasstreit
Eine Unterschrift fehlt noch
Das Tauziehen um die russischen Gaslieferungen geht weiter. Zwar unterzeichneten Vertreter Russlands und der EU am Sonnabend ein Abkommen über die Überwachung des Gastransits durch die Ukraine. Die erforderliche Unterschrift der Regierung in Kiew fehlt allerdings noch.
Nowo-Ogarjowo - Russland besteht vor der Wiederaufnahme seiner Gaslieferungen durch die Ukraine nach Westeuropa auf einem schriftlichen Abkommen über die geplante EU-Beobachtermission. Das Mandat müsse vertraglich einwandfrei festgelegt sein, betonte Ministerpräsident Wladimir Putin am Sonnabend gegenüber dem EU-Ratspräsidenten Mirek Topolanek. Der tschechische Ministerpräsident war von der Ukraine kommend zu Krisengesprächen nach Russland gereist.
Es ist bitterkalt: Doch noch fließt kein russisches Gas durch die Ukraine nach Westeuropa.
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Es ist bitterkalt: Doch noch fließt kein russisches Gas durch die Ukraine nach Westeuropa.
© DDP
Die Regierung in Kiew erklärte, die Vorschläge Moskaus zum Mandat der Mission würde russischen Beamten unverhältnismäßig großen Zugang zu den ukrainischen Gasanlagen gewähren. "Das Ziel des geplanten Abkommens besteht letztlich darin, dass sich die Ukraine dem Unternehmen Gazprom unterwerfen soll", sagte Vize-Außenminister Kostjantin Jelissejew vor Journalisten. Russland wolle sich das System der ukrainischen Gastransporte einverleiben und die Ukraine enteignen.
Ob die zwischen Putin und Topolanek ausgehandelte Endfassung den Bedenken der Ukraine Rechnung trägt, war zunächst unklar. Putin sagte, die russischen Gaslieferungen nach Europa würden wieder aufgenommen, sobald die Beobachterdelegation vor Ort im Einsatz sei. Topolanek erklärte, er werde umgehend nach Kiew zurückreisen, um die dortige Regierung zur Zustimmung zu bewegen.
Kiew will Gas an Bulgarien und Moldawien liefern
Der am Freitag getroffenen mündlichen Vereinbarung zufolge sollendie Beobachter den Gasfluss durch die Ukraine nach Westeuropa überprüfen. Moskau hat den am Mittwoch verfügten Lieferstopp damit begründet, dass die Ukraine die durch ihr Territorium verlaufenden Transitleitungen angezapft habe. Eben dies müssten die Beobachter verhindern. Kiew hat die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen.
Die Ukraine erhält seit dem 1. Januar kein russisches Gas mehr, weil sie den von Moskau geforderten Preis nicht zahlen will.
Die Regierung stellte derweil Lieferungen aus ihren eigenen Gasreserven nach Bulgarien und Moldawien in Aussicht. Damit wolle man den frierenden Menschen in diesen beiden Ländern helfen, erklärte Präsident Viktor Juschtschenko. Der Vizechef der ukrainischen Gesellschaft Naftogaz, Wolodimir Trikolitsch, teilte mit, an Bulgarien würden täglich rund zwei Millionen Kubikmeter Gas geliefert und an Moldawien etwa 1,5 Millionen Kubikmeter. Wie lange dies anhalten werde, blieb unklar.
Eon hält an Senkung der Gaspreise fest
Der Energiekonzern Eon will indes trotz des Streits zwischen Russland und der Ukraine die Gaspreise im Februar wie geplant senken. Das sagte Unternehmenschef Wulf Bernotat dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" laut Vorabmeldung. "Trotz knapper Mengen müssen unsere Kunden nicht mit höheren Preisen rechnen", versicherte der Manager. "Für unsere Verbraucher hat sich die oft gescholtene Ölpreisbindung in dieser Krise als sehr hilfreich herausgestellt."
Bernotat kritisierte das Verhalten des russischen Gazprom-Konzerns in der aktuellen Krise, die zu Liefereinschränkungen auch für Deutschland geführt hat. Sollte der Streit nicht bald beigelegt werden, laufe Gazprom Gefahr, seinen Ruf als zuverlässiger Geschäftspartner zu verspielen.
von Nataliya Vasilyeva, ap
© manager-magazin.de 2009
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wie es aussieht ist der Vertrag jetzt wieder durch..... und Gas wird fliessen.
Kurze Pein-frage:
Wo war eigentlich Deutschlands Ex-Kanzler Schröder (N°2 Gazprom, bester Freund Putins (hat ein Kind von P geschenkt bekommen), der für deutsche Mrd Steuern die Pipelines bauen lies und heute seine "hart erarbeiteten" Gazmillionen einpackt, als der Osten Europas kein Gas mehr hatte ??????
Verantwortung, Europa, Deutschland - der immer währende Verhandler in der Mitte........halo Helmut - erinnerst Du Dich noch an Deine Worte bei den SPD Parteitagen bzw als Kanzler...........nyet dobavitch ????
musste sein
viel Glück Euch im EU-land
sw
Und wen meinst du damit? Den ollen Schmidt oder den etwas jüngeren Kohl (aba dann wrong party).
Im übrigen, die Pipelines sind noch nicht gebaut, sondern erst in der Planung! Und wenn sie denn schon fertig wären, wäre Deutschland möglicherweise in einer etwas besseren Position gewesen!
Wie gesagt eigentlich.
die die was haben, das andere brauchen geben den Ton an.....und Russland ist zu mächtig um
sie zum kleinbeigeben zu zwingen......wird noch dauern, aber Russland wird diesen Streit sicher gewinnen.....
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,600653,00.html
soeben in bild.de gelesen.......ukraine verzichtet auf handschriftlichen vermerk im gasliefervertrag und lenkt ein.
als anmerkung moechte ich dazu fuegen, dass vertraege mit der ukraine wirklich wie gummi gezogen werden. ich moechte nicht wissen wieviele mio. oder mrd. hinterzogen wurden.
meine meinung.....wenn bruessel meint, grosse vorteile durch die ukraine zu haben um naeher im osten zu sein.....lach ich nur darueber. die exportindustrie wird nicht gefragt........alle haben geld dort verloren, weil vertraege nicht eingehalten wurden. so ein land darf nicht annaehernd eu angehoeriger sein! wenn die eu nicht fuer exporte buergen wuerde, waere kein exporteur bereit, ware zu schicken.
vielleicht meldet sich ja mal ein oder mehrere betroffene hier, damit mal klartext gesprochen wird.
11.01.2009 20:07
MOSKAU (dpa-AFX) - Im Gasstreit mit der Ukraine hat der russische Präsident
Dmitri Medwedew am Sonntag das Abkommen über den Einsatz von Gaskontrolleuren
einseitig außer Kraft gesetzt. Das Abkommen galt als Voraussetzung für die
Wiederaufnahme russischer Gaslieferungen über die Ukraine in den Westen. Grund
der Aussetzung sei ein Verstoß von ukrainischer Seite gegen das am Samstag
in Moskau gemeinsam mit der EU ausgehandelte Dokument, teilte Medwedew am
Sonntag mit. Demnach hatte die ukrainische Führung dem Moskauer Abkommen einen
Zusatz beigefügt, den Moskau als "verlogen" kritisierte.
Der russische Regierungschef Wladimir Putin protestierte am Abend in einem
Telefonat mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso gegen diesen Zusatz.
Die Ukraine habe mit einer beigefügten Erklärung nicht nur den Sinn des von
allen Seiten unterzeichneten Protokolls verfälscht, sondern auch Dinge
angeführt, die mit dem Gasstreit nichts zu tun hätten. Auch der russische
Außenminister Sergej Lawrow kritisierte die "verlogenen Behauptungen" der
Ukraine, sie habe kein russisches Gas gestohlen und alle Lieferungen an die
Europäische Union weitergeleitet.
Damit rückte die Wiederaufnahme der Gaslieferungen erneut in die Ferne,
nachdem am Samstag Russland und die EU mühsam dieses Abkommen ausgehandelt
hatten. In dem Dokument wird der Einsatz der Gas-Kontrolleure in der Ukraine und
in Russland geregelt, sie sollen sicherstellen, dass alles von Moskau gelieferte
Gas tatsächlich im Westen ankommt. Die Kontrolleure hatten am Sonntag bereits
ihre Posten bezogen. Für diesen Montag war zunächst eine Wiederaufnahme der
Lieferungen erwartet worden./mau/DP/he
Als "Gazpromaktionär" hoffe ich dass sie irgendwie zum Geld kommen das die Ukraine ihnen schuldet,
und sie endlich wieder volle Leistung nach Europa liefern können...
Als Eropäer schüttle ich nur den Kopf über dieses russisch/ukrainische Kasperltheater....
wobei ich mir sicher bin dass die Ukraine nicht "fair" spielt.....doch wer weiss das schon so genau...
was die Piplinewartung/Bau kostet und inwieweit die Ukraine da wirklich Ansprüche hat...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,600684,00.html
Inzwischen gehts da um Macht / Politik, aber trotzdem auf 120 Millionen täglich verzichten?
wenn es an dem wäre, würde ich mir bereits jetzt einen sack voll holen - wollte eigentlich bis 8 euronen warten.
Aber wie immer wird Russland als Böse dargestellt(letzte Beispiel-Konflikt in Osetien).
Es wird wie hier üblich Bildzeitungmässig über Konflikt berichtet, mit entsprechenden Übersriften: "In Deutchland sibirische Kälte und Russen liefern kein Gas" oder "Russen drehen Hahn zu" usw.
Wie wäre es mit "Ukraine klaut europeische Gas".
14:16 | 12/ 01/ 2009
JEWPATORIA, 12. Januar (RIA Novosti). Vor dem Hintergrund des andauernden Gasstreits mit Gazprom und der fehlenden Gaslieferverträge für 2009 hat die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko mit Stolz versichert, dass die in die ukrainischen Untergrundspeicher eingepumpten Gasvorräte dem Land für ein ganzes Jahr ausreichen.
"Derzeit bekommt die Ukraine zwar kein Gas, wir haben aber erstmals solche Gasmengen eingepumpt, die für ein Jahr ausreichen werden", stellte die ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko am Montag in Jewpatoria (Kurort am Scharzen Meer auf der Halbinsel Krim) fest. Dieses Gas "ist Eigentum einer Staatsstruktur".
Als nächsten Schritt könnte Russland dann noch fordern, dass die jetzt schon an der Pipeline befindlichen EU-Beobachter erneut einreisen müssen, weil sie aufgrund eines nicht existenten Vertrages eingereist waren!
Großes Schmierentheater!!