Was ich derzeit lese


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Neuester Beitrag: 21.09.21 15:03
Eröffnet am: 10.08.20 19:13 von: Fritz Pomme. Anzahl Beiträge: 813
Neuester Beitrag: 21.09.21 15:03 von: Fritz Pomme. Leser gesamt: 73.778
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1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesWas ich derzeit lese

 
  
    #1
10
10.08.20 19:13
Herman Bang: Der grosse Kahn

Herman Bang war Däne, er wurde am 28.4.1857 auf der Insel Als geboren und starb auf einer Lesereise im Zug am 29.1.1912 in Ogden, USA

Er war Sohn eines Pastors, seine Mutter und ein jüngerer Bruder starben an Tuberkulose, als Bang 8 Jahre alt war. Er wurde dann von seinem Grossvater aufgezogen und studierte auf dessen Wunsch Jura und Staatswissenschaften, um Diplomat zu werden.

Das Studium gab er auf, allerdings hatte er sich an den grosszügigen Lebensstil seines Grussvaters gewöhnt - die Folge waren lebenslängliche finanzielle Schwierigkeiten. Als Journalist leistete er sich eine abfällige Bemerkung in einem Zeitungsartikel und verlor dadurch seinen Brot-Job.

Während einer Lese-Reise in die USA verstarb er im Zug in Richtung Westen an den Folgen eines Schlaganfalls.  
787 Postings ausgeblendet.
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55196 Postings, 4855 Tage FillorkillIst 'ne Definitionsfrage

 
  
    #789
2
01.09.21 17:12
Ist eine Mentalitäts- sprich Prägungsfrage. Persönlich kenne ich auch keine Hobbies. Bei mir ist alles 'geweiht' - postsakral, postironisch, postheroisch und metaethisch. 'Spass' ist das Pfuiwort.  

52362 Postings, 3974 Tage boersalinoMusik,Kultur, kann das doch zur Verfügung stellen

 
  
    #790
3
01.09.21 18:20
Der Mensch ist die Frage: Was ist der Mensch?

Letztlich müssen wir feststellen, dass sich unsere Kultur sowieso nie um den Satz von Kant geschert hat, dass es auf die Frage: „Was ist der Mensch?“ keine Antwort gibt. Deshalb sehen wir uns heute vielleicht auch einem „nackten Menschen“ gegenüber, um einen Titel von Lévi-Strauss aufzugreifen, der feststellen muss, dass er nicht mehr in der Lage ist, sich die letzten 200 Jahre als eine fortlaufende Geschichte erfüllter Versprechen vorzustellen.

Das ist sehr bezeichnend, denn es heißt, wir haben keine Ideen mehr, wir können nicht mehr an Ideen glauben. Und somit konnte sich das entwickeln, was wir Globalisierung nennen.


https://www.deutschlandfunk.de/...1184.de.html?dram:article_id=372746




 

52362 Postings, 3974 Tage boersalinoWas ist der Mensch?

 
  
    #791
1
01.09.21 18:39

14055 Postings, 1535 Tage goldik#17:12 Du hast Recht ,"Spass"ist auch nicht das

 
  
    #792
2
01.09.21 20:37
"Gemeinte", jedenfalls im Sinne von Spassgesellschaft, Freude trifft*s wohl besser.  

55196 Postings, 4855 Tage FillorkillIch hab nur Spass gemacht, Goldik

 
  
    #793
1
01.09.21 21:15
Spass ist ok.  

14055 Postings, 1535 Tage goldikNa,dann hab' ich ja noch mal Glück gehabt...

 
  
    #794
1
01.09.21 21:50

14055 Postings, 1535 Tage goldikZurück zum Wesentlichen: Was ich derzeit lese..

 
  
    #795
3
01.09.21 23:00
Das Lächeln meines unbekannten Vaters
Bevor Dmitrij Kapitelman und sein Vater nach Israel aufbrechen, beschränkten sich ihre Ausflüge auf das örtliche Kaufland – damals in den Neunzigern, als sie in einem sächsischen Asylbewerberheim wohnten und man die Nazis noch an den Glatzen erkannte.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesPrimo Levy: Ist das ein Mensch ?

 
  
    #796
2
02.09.21 13:24
Der Bericht eines Holocaust-Überlebenden Italieners, der dem Holocaust entkam und seine Zeit in Auschwitz dokumentierte.

Das Buch - so heisst es, soll sogar als Schul-Lektüre dienen......
Obs Spass macht ?

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesHab ich mir vorgemerkt

 
  
    #797
02.09.21 13:51
"Das Lächeln meines Vaters"

Ist vermutlich aus dem Hanser Verlag?
Hast Du dafür vielleicht auch noch ne ISBN, goldik?
(Nicht, dass mein Buchhändler die nicht rausfände - aber er freut sich hal über Kunden, die an sowas denken......)

lacht das Fritzchen  

2656 Postings, 1120 Tage Freiwald.Google is your friend

 
  
    #798
02.09.21 17:37

14055 Postings, 1535 Tage goldikHoffentlich noch nicht zu spät:

 
  
    #799
02.09.21 19:53
ISBN 978-3-423-14618-0  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesNein, Du kommst NIE zu spät, lieber Goldik

 
  
    #800
2
03.09.21 07:17
Grade bin ich dabei, meine "Weihnachtsliste"aufzustellen, wer was und wieviel bekommt, da ich als Landei mich nich gerne dem Trubel vor Weihnachten aussetzen sill, bestelle ich rechtzeitig, um aucu noch in Ruhe zu überlegen, ob Buch und Empfänger "zusammenpassen".

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesWer kennt ihn nicht, den Peter Schlemihl

 
  
    #801
2
05.09.21 14:57
aus der Erzählung von Adalbert von Chamisso?

Das war der, der seinen Schatten für einen immerwährend, gefüllten Geldbeutel verkaufte und hinterher feststellen musste, dass seine Lebensfreude mit dem Tausch verloren gegangen war.

Ein Märchen?
Eine Parabel über den Nutzen vom Geld ?

Einfach mal wieder auf dem Dachboden nachschauen, ob die "alten" Shul-Lektüren noch erhalten geblieben sind !

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesJakob Wassermann: Das Gold von Caxamalca

 
  
    #802
1
05.09.21 15:18
Zu "seiner Zeit" einer der erfolgreichsten Schriftsteller war der Fürther Jude Jakob Wassermann.

Sein Buch "Das Gold von Cacamalca" könnte als Grundlage für einen Herzog-Film gewesen sein, das habe ich nicht recherchiert. Die Beute Gier ist zumindest Grundlage für die wirtschaftlichen Verwerfungen in Südamerika der heutigen Zeit

F.P.  

1569 Postings, 4202 Tage 38downhillPrimo Levis "Ist das ein Mensch?"

 
  
    #803
3
05.09.21 15:41
zusammen"die Atempause" in einer sehr schönen Ausgabe im Hanser Verlag zusammengefasst, habe ich vor ein oder zwei Jahren endlich gelesen. Und "Spass" ist wohl ein falscher Begriff für eine solche Lektüre, aber Vergnügen, intellektuelles Vergnügen hat mir diese Lektüre auf alle Fälle bereitet und ich kann sie insofern nur jedem empfehlen. Falls einem ersterer Text zu krass ist, kann man ja auch nur die Atempause lesen ...
Statt Dostojewski (wie angekündigt, aber spontan das Buch nicht gefunden) habe ich vergangene Woche übrigens "Eine Frage der Schuld" von Sofja Tolstoja gelesen. Ja quasi ein Antwortroman auf ihres Ehemanns (Tolstoi) Spätwerk "Kreutzersonate". In diesem ganzen Kontext durchaus auch eine anregende Lektüre. zu haben vom leider längst nicht mehr eigenständigen Manesse-Verlag in einer auch sehr schönen Ausgabe.

https://www.penguinrandomhouse.de/ebook/...lstaja/Manesse/e338672.rhd

https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/...use/978-3-446-23744-5/  

1569 Postings, 4202 Tage 38downhill@yurx, fast das komplette

 
  
    #804
3
05.09.21 15:55
Solschenyzin_werk habe ich gelesen, tatsächlich auch eine weitgehend ungekürzte Archipel Gulag Ausgabe (in drei Bänden, wenn ich mich recht erinnere ... muss hier irgendwo rumstehen). Da fand ich schon, dass "Archipel Gulag" das grosse Werk ist. Alles auch kein "Spass" zu lesen, aber durchaus geeignet zum Denken anzuregen, mithin ein Vergnügen.

In diesem Sinne könnte ich an dieser Stelle noch ein weiteres "dickes" Buch vollumfänglich empfehlen : Manes Sperber - "Wie eine Träne im Ozean". Für mich einer der wichtigsten "Romane" aus dem zwanzigsten Jahrhundert.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz Pommes"Eine Frage der Schuld" hab ich

 
  
    #805
2
05.09.21 22:50
vor längerer Zeit auch gelesen....

Und ich muss gestehen, dass ich mir von Tolstoj ein "schiefes" Bild gmacht hab. Obwohl "man" natürlich die Zeit berücksichtigen muss, in der Tolstoj und "seine" Sofija lebten.

Ein gewisses Mass an Besessenheit gehörte wohl zum Leben von Tolstoj, unabhängig davon auch wohl ein gewisser Egoismus des Künstlers.

Auf jeden Fall hat mich der Mut  der Frau beeindruckt, zu ihrer Lebenszeit ein solches Buch zu schreiben !

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesNeu auf meinem Leseplan:

 
  
    #806
1
07.09.21 15:28
von Stefan Zweig:

Triumpf und Tragik  des Erasmus von Rotterdam

(aus dem Fischer Taschenbuch-Verlag, Nummer 2279)

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz Pommes.... Neues - in der letzten Literatursendung

 
  
    #807
09.09.21 18:37
besprochen:

Eva Menasse: Dunkelblum

Ein Roman der Österreicherin Eva Menasse (Geboren 1970 in Wien)
erschienen bei Kiepenheuer & Witsch (20219

ISBN 978-3-462-04790-5
zu haben für 25.-- Euros in Deutschland
un 25,70 Euros in Österreich  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesHinweisen möchte ich an dieser Stelle

 
  
    #808
11.09.21 15:01
auf die Buchbesprechungen bei den "Perlentauchern", bei denen man zum Buchhandels-ORIGINALPREIS
auch Bücher bestellen kenn, so man einen weiten Weg in die nächste Buchhandlung hat.

Auch Dunkelblum der Österreicherin Eva Menasse ist dort besprochen.
Ich bin aber noch nicht weit genug "gediehen" mit meiner Lektüre, um mir ein abschliessendes Urteil bilden zu können.

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz Pommes# 807 "Dunkelblum--von E.Menasse

 
  
    #809
13.09.21 17:01
Wer einen "Hitler" in der Geschichte vorzuweisen hatte, muss sich über den Österreicher Waldheim nicht aufzuregen.

Folglich auch nicht über die (verspätete) Aufarbeitung der Geschichte.

Warum kann ich mich trotzdem nicht mit "Dunkel blum" von Eva Menasse anfreunden?
Weil mir der Kaffee-Plauderton- der Autorin nicht so recht zum Thema zu passen scheint.

Nicht ohne Witz (zwischen den Zeilen !!) geschrieben - dennoch: passen die mundartlichen Einsprengsel nach meinem Empfinden nicht zum Thema.

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz Pommes"Dunkelblum" muss ich demnächst zurückgeben,

 
  
    #810
15.09.21 22:41
gleichgültig, ob ich damit fertig werde oder nicht. Das Buch ist vorbestellt und da kann ich nimmer verlängern........

Dafür habe ich vor mir liegen.
Stefan Zweig: Die Welt von gestern - Erinnerungen eines Europäers, erschienen bei S. Fischer

ISBN 978-3-10-002409-1

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesStefan Zweig: Die Welt von gestern

 
  
    #811
18.09.21 15:49
(Erinnerungen eines Europäers)
erschienen bei S. Fischer im Jahr 2017

ISBN 9-783-10-0002-409-1
(Deutschland: 32,-- Euros, Österreich 32,90 Euros)

Stefan Zweig berichtet in dem Buch, welcher Wert in jüdischen Familien auf Bildung gelegt wurde.
Auch berichtet er von seiner Schulzeit und von der allgemeinen Kulturbeflissenheit, die in Österreich
zwischen WK 1 und WK 2 herrschte.

Eine lohnenswerte Lektüre.

F.P.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesCarl Michael Bellmann

 
  
    #812
19.09.21 22:09
- auch bekannt als der schwedische Villon -

lebte in Schweden im 18. Jahrhundert und war durch seine "deutliche" Sprache bekannt.

Er war und ist bei uns bekannt durch seine Trinklieder und war, obwohl er zeit seines Lebens sehr gut verdient hat - immer in Geldnöten.  

1698 Postings, 551 Tage Fritz PommesAnnie Ernaux: Der Platz

 
  
    #813
21.09.21 15:03
Bibliothek Suhrkamp
2. Auflage
ISBN 978-3-518-22509-7
übersetzt von Sonja Finck.

Der Vater der Autorin stirbt - und zwangsläufig werden Erinnerungen der eigenen Kindheit in die Erinnerung gerufen.

Erinnerungen an eine "magere" Kindheit; an zerschellte Berufswünsche der Eltern, Yvetot in der Normandie wird zum Zentrum der Erinnerung zwischen Lebensmittelladen, Kneipe, Studium zur Lehramtskandidatin und Erinnerungen an die Träume der Eltern in der nordfranzösischen Provinz.

F.P.  

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