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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte


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Neuester Beitrag: 21.01.18 16:39
Eröffnet am: 01.05.16 00:56 von: lumpensamm. Anzahl Beiträge: 2.263
Neuester Beitrag: 21.01.18 16:39 von: lumpensamm. Leser gesamt: 107.520
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9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerDie Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

 
  
    #1
20
01.05.16 00:56
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahysterie für gewöhnlich als Verschwörungstheoretiker abgestempelt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlich diskutiert wird und ein Zugewinn an Erkenntnissen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendlich doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrorenheit der AGW (Anthropogenous Global Warming) Protagonisten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose Akzeptanz der kontraproduktiven Maßnahmen, die auf Basis dieser Propaganda getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtbank geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht: Der größte antidemokratische und antikapitalistische Coup seit der Nachkriegsordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellbar sein, zumal alle Medien und alle politischen Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen unser Klima in einer für uns gefährlichen Art und Weise beeinflussen. Garniert wird diese Einstimmigkeit von einem breiten wissenschaftlichen Konsens (97% der Klimawissenschaftler bestätigen das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerweile sogar verstehen, wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit", der mehr Lügen als Wahrheiten enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigten Unnachweisbarkeit der Zunahme von Extremwetterereignissen die meisten Hauptthesen des Films widerlegt), gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisiert gegen die AGW-Kritik. Wenn fast alle globalen Temperaturrohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonisten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingeschränktes Vertrauen entgegengebracht wird, obwohl die daraus errechneten historischen Temperaturen sich mit schöner Regelmäßigkeit und haarsträubenden Begründungen auf wundersame Weise nachträglich hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen, wo doch schon vor Jahrmillionen das Zigfache an CO2 Konzentrationen herrschten, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt und es wird bereits kräftig an der politischen Umsetzung gearbeitet.

Die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen sind eigentlich leicht absehbar. Aber es stört offensichtlich niemanden, dass Kritiker der AGW Thesen mittlerweile nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://theclimatefix.wordpress.com/ oder Lennart Benngston http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/...-gwpf-aus-a-969382.html). Es stört auch niemanden, dass wir eine Energiepolitik aufsetzen, die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftigen Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepreise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerung deutliche Einschränkungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet, gar keine Lösung zu dem Problem existiert. Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!) 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtete Klimakatastrophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedruckten ganz unverblümt von der notwendigen Transformation der Gesellschaft und Wirtschaft gesprochen wird. Also zurück in die Steinzeit!

SChließlich und gleichzeitig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentlichten globalen Temperaturen gegenüberstellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur gleich- bzw. gegenläufig waren, habe ich farblich gekennzeichnet.

More to follow.
 
Angehängte Grafik:
co2_emissions_(2).jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
co2_emissions_(2).jpg
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24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1239 ...

 
  
    #1240
17.01.18 19:24
Was würdest du also Denjenigen anraten, welche unter der Toxität ihres Arbeitsumfeldes leiden?

Ist es nicht legitim sich diversen toxischen Handlungen zu verweigern und nach besseren Wege zu streben?

Gerade das Internet bietet Möglichkeiten, dass sich Menschengruppen bilden die bessere Wege zu gehen versuchen.  

30266 Postings, 3515 Tage Fillorkillniemand kann dir was raten, tony

 
  
    #1241
1
17.01.18 20:27
Wenn du unter deinem Arbeitsumfeld leidest ist zu gehen eine nachvollziehbare legitime Option, auch wenn diese notwendig mit Verlusterfahrung verbunden ist - auch für andere, was einem die Flatter schwer machen kann. Dich selbst zu kennen ist indes eine Bedingung dafür, eine bessere Alternative finden zu können. Was alle letztlich suchen ist 'unconditional positive regard' und zwar deshalb, weil die allermeisten diesen vermisst haben, als sie ihn am dringlichsten gebraucht hätten - in der Kindheit. Wir alle sind bereits deshalb Mängelwesen.  
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Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne

24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1241 ...

 
  
    #1242
17.01.18 20:43
Auf Dauer denke ich würde ich in einem Umfeld vermutlich ebenfalls toxisches Verhalten an den Tag legen und damit dagegen halten oder resignieren und abstumpfen.

Was mir jedenfalls im Verlauf der vergangenen 10 bis 20 Jahre auffällt ist, dass Einerseits zwar die finanziellen und auch beruflichen Perspektiven auf dem Papier besser sind, es sich jedoch nicht danach anfühlt bzw. trotz dieser eigentlich verbesserten Perspektiven das Arbeitsumfeld nicht wirklich besser geworden ist.

Im Gegenteil, der Grad an unternehmerischer Unsinnigkeit nimmt immer extremere Ausmaße an. Dies geht soweit, dass die Unsinnigkeiten nachweislich wirtschaftlichen Erfolg kosten. Da werden auf dem Papier 2mio.€ gespart, horrende Boni dafür kassiert um dann feststellen zu müssen, dass es mit etwas Zeitverzögerung 20mio.€ an Mehrkosten verursacht. Man hat jedoch keinerlei Möglichkeiten dies nach außen kund zu tun, weil sich die Verantwortlichen hinter der Geheimhaltung verstecken können und den Investoren letztendlich eine schöne Welt präsentieren, welche so jedoch nicht existiert.
Wenn es nur ein Einzelfall wäre, wäre es vielleicht noch akzeptabel, doch es ist eben eher die Regel als die Ausnahme und es erinnert ein wenig an Parteifunktioniere in der DDR die nicht anders agierten.

Hinzu kommen noch steuerliche Trickerseien die dazu führen, dass man eigene Mitarbeiter abbaut und dafür das Doppelte an Geld für Werkverträge zahlt. Doch da dies von anderen Töpfen ausgeht, kostet es am Ende dem Unternehmen nicht mehr.



 

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerDas Ideal

 
  
    #1243
17.01.18 21:33
von dem du träumst, existiert nicht. Weder als Partei, noch als Unternehmen, noch als NGO. Überall arbeiten Menschen mit individuellen Zielen und einem großen Gemeinsamen unter einem Dach. Überall wirst du neben den primären edlen Motiven auch Egoismus, Lügen und Gier finden. Je größer die Organisation desto einfacher ist es, unter dem gemeinsamen Deckmantel einen Schnitt zu machen. Dein Vergleich mit dem Parteiapparat der DDR ist deshalb nicht so abwegig. Nur muss das die Ausnahme sein, und sie ist es Größenordnungsmäßig wahrscheinlich auch, ansonsten wäre die Firma bankrott.

Zoomst du etwas heraus, wirst du überall die gleichen Verhaltensmuster sehen, nur in anderen Schattierungen und Verpackungen. Da nimmt die NGO weder der Partei noch dem Unternehmen etwas, im Gegenteil.

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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammler#1230

 
  
    #1244
17.01.18 21:53
Da hat man mal wieder etwas beschlossen, ohne die Konsequenzen zu kennen bzw. fürchten zu müssen. Man hätte genauso gut beschließen können, dass wir bis 2030 die Industrie um 30% reduzieren. Klingt halt nicht so toll, ist aber realistischer.  
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

30266 Postings, 3515 Tage Fillorkillder Grad an unternehmerischer Unsinnigkeit nimmt

 
  
    #1245
1
17.01.18 22:16
Du vernetzt 2 Ebenen, die nur bedingt miteinander zu tun haben. Nämlich die individuelle der Sinnfindung und Glückssuche und jene von Ratio unter kapitalistischen Bedingungen. Letztere ist von allerlei Trugschlüssen gekennzeichnet, die mit der Unkenntnis über kausale makroökonomische wie massenpsychologische Variablen der Geschäftsgrundlage beginnen und in einer sachlich aberwitzigen Fortschreibung der Vergangenheit enden. So entlässt der eine heute die Leute, die er morgen händeringend braucht (und umgekehrt), der andere stellt sich heute breiter auf, um sich morgen auf das Kerngeschäft zu konzentrieren usw. Sprich der Homo Oeconomicus agiert nicht nur irrational bis ins Mark, sondern in fundamentaler Unsicherheit zukünftige Ereignisse betreffend. Per saldo hat er es dennoch zu bemerkenswertem Wohlstand gebracht.

Sollte es um diese mikroökonomische Ebene gehen, liegen Fragen taktischer Natur auf dem Tisch, jedoch keine der Moral. Das erste woran ich hier denken würde wäre Bündnispartner zu suchen, um meine Konzepte auf breitere Schultern zu stellen. Allerdings habe ich das Gefühl, bei dir könnten existentiellere Fragen oder Topics drücken, die durch den Konfikt auf der Betriebsebene nur an die Oberfläche gedrängt wurden.    
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Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne

24407 Postings, 6104 Tage Tony FordMenschen ...

 
  
    #1246
17.01.18 22:58
natürlich weiß ich, dass es immer ein gewisses Maß an Gier und Eigensinnigkeit geben wird.
Letztendlich ist ein noch so gutes sozial ausgewogenes System ein System welches mit anderen Systemen konkurriert und sich gegen andere Systeme durchsetzen will.

An sich ist es mir relativ egal wenn ein Mensch nach Erfolg strebt und seine Chance wahrnimmt.

Aber auch darum geht es letztendlich gar nicht, auch dies ist nicht Ausgangspunkt der Diskussion. Ausgangspunkt der Diskussion ist, dass sich das Arbeitsumfeld trotz geringerer Arbeitslosigkeit und eigentlich scheinbar guten Möglichkeiten dennoch verschlechtert. Weniger auf der finanziellen Ebene, dafür umso mehr auf der sozialen Ebene und dem Miteinander.

Ich selbst arbeite für ein größeres Technologieunternehmen und dies seit mehr als 15 Jahren und habe den schrittweisen Abstieg miterleben können. Obwohl damals die Arbeitslosigkeit wesentlich höher, das Umfeld perspektivloser, viele Autos auf dem großen Firmenparkplatz im Schnitt eine Nummer Kleiner, so war die Motivation und Unternehmenskultur früherer Tage wesentlich besser. Es gab wesentlich mehr Möglichkeiten des Mitwirkens und auch der Respekt gegenüber den Mitarbeitern war deutlich größer.

Wenn Kinderarbeit nicht verboten wäre, würde es genügend Menschen geben, welche zu ihrem eigenen Vorteil Kinder arbeiten lassen würden.
Ich würde sogar soweit gehen, dass Sklaverei geduldet werden würde wenn es der Karriere im besonderen Maße zuträglich sein würde.

Aber glücklicherweise hat die Gesellschaft den Schritt in der Vergangenheit getan und lehnt solch Handeln entsprechend ab.

Meiner Meinung nach wird die Toxik-Problematik langfristig dazu führen, dass irgendwann ein Punkt der Unzufriedenheit erreicht sein könnte welcher dann zu einem weiteren Schritt führen könnte und dadurch höhere Anforderungen an das Miteinander stellt, womit sich dann auch die Toxik Problematik deutlich relativiert, weil es sich dann vielleicht nicht mehr lohnt oder gar schadet wenn man nur an sich selbst denkt.

Ich denke die Gesellschaft in der westlichen Welt sollte den Anspruch haben über den eigenen Tellerrand hinausschauen zu können.

Dass übrigens ein Unternehmen nicht Bankrott geht liegt u.a. an den Machtverhältnissen.
Es gibt viele Branchen die von wenigen großen Playern bestimmt werden, so dass es keinen lebendigen Wettbewerb mehr gibt.
Im Bereich von Kleinbetrieben kenne ich persönlich Beispiele wie ein solch neuer kooperativer partizipativer Ansatz besser funktioniert und sich auch durchgesetzt hat.  

24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1245

 
  
    #1247
1
17.01.18 23:13
Nein existenziell gibt es keinerlei Topics. Im Gegenteil ich kann eigentlich aus dem Vollen schöpfen wenn ich wollte. Ich könnte wenn ich wollte ein relativ komfortables Leben führen.

Doch ich sehe nicht den Mehrwert darin. Es macht mich nicht glücklich wenn ich ein komfortables Leben führe und dabei den Problemen dieser Welt zuschauen soll.

Es erfüllt mich wesentlich mehr wenn ich anderen Menschen helfen kann, wenn ich in einem sozial freundlichem Umfeld leben kann. Denn was nützt mir die edle Karosse vor der Tür wenn mein Nachbar Pleite ist und mir die Karosse unter Umständen zerstört oder stehlt.

Wir hätten Heute keine Flüchtlingskrise wenn wir als westliche Industriestaaten gelernt hätten etwas weiter als nur bis zur nächsten Grenze denken zu können. Wenn wir eben nicht nur auf unseren eigenen Vorteil bedacht wären, sondern auch an die Folgen gedacht hätten.

Darum geht es meiner Meinung nach bei der Toxik-Problematik, nämlich um die Schaffung von Mehrwert der eben auch das Umfeld ausreichend berücksichtigt.
Das Internet bietet mir genügend Möglichkeiten auf der Suche nach Bündnispartnern und ich bin mittlerweile guter Dinge, dass sich ein solcher Ansatz zumindest auf lange Sicht etablieren wird. Sicherlich nicht auf Sicht von 5 oder 10 Jahren doch die Gruppe Derjenigen wird stetig wachsen.  

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerIch glaube

 
  
    #1248
1
18.01.18 11:34
du hast gleichzeitig ein zu negatives und zu positives Bild vom Menschen. Die Ambivalenz entsteht, weil du eine nicht zutreffende, simpilifizierende Unterscheidung zwischen Fills Homo Oeconomicus und deinem Homo Socialis vornimmst. Diese Kategorisierung etabliert ein irreales Koordinatensystem von Gut und Böse, das zwangsläufig dazu führt, dass die eine Seite überwiegend zu Unrecht verteufelt und die andere ebenso überwiegend zu Unrecht überhöht wird. Die Motivation dazu ist zwar moralisch nachvollziehbar, aber zu beachten ist, dass die Moral keine Konstante sondern eine gesellschaftliche Variable der Zeit ist.

Die Realität ist ständig im Fluss und sehr viel komplexer als es eine künstliche, dipolare Lagereinteilung je beschreiben könnte. Die Wirklichkeit bevölkern sehr viele Typen von Menschen mit unendlich vielen, unterschiedlichen Ausprägungen von Eigenschaften (Zur Erinnerung, wir sind 7,6 Milliarden Individuen!), die zudem alle zeitlich und lokal variablen Moralstandards unterworfen sind. Eine Kategorisierung aller Menschen ist damit prinzipiell extrem ungenau und stimmt allerbestenfalls rudimentär für infinitesimal kleine Zeiträume und Orte. Eine konstante, zweipolige Aufteilung in dieser ständig schwappenden Suppe ist komplett unmöglich und muss zwangsläufig zu einer dramatisch falschen Wahrnehmung und daraus real erwachsenden Konflikten führen.

Eine andere Sache ist es, über den Charaktereigenschaften liegende gemeinsame Verhaltensweisen, also Kulturbewegungen zu erkennen. Da kann man schon eher kategorisieren und Muster erkennen. Die jeweiligen Moralstandards, nach denen wir unser Handeln orientieren, sind in der westlichen Kultur nach meiner Theorie seit einigen Jahrzehnten überwiegend weiblich geprägt. Die femininen Narrative um die Konservation von Leben herum haben die zuvor dramatisch gescheiterten männlichen Pendants ein ums andere Mal in der Gunst der Menschen ausgestochen und sind mit ihren anfänglichen Erfolgen zu Moralstandards aufgestiegen. Ebenso wie dem männlichen Streben nach neuen Welten vom in der jeweiligen Zeit Machbaren Grenzen gesetzt sind, läuft die Konservation an ihr praktisch realisierbares Maximum, an dem  weitere Kleinsterfolge nur noch mit dramatischen Einbußen zu erkaufen sind. In beiden Fällen können ab diesem neuralgischen Punkt die jeweiligen Narrative nur noch durch Zwang und Propaganda am Leben gehalten werden. Wird dies durch reales Scheitern offensichtlich, ist es das Signal für die Menschen, diese Standards anzuzweifeln, langsam über Board zu werfen und verstohlen wieder erste Blicke auf die andere Seite zu werfen.

Das Schwierige dabei ist, dass das keine Schwarz/Weiß-Angelegenheit, sondern ein ständiges Wabern von unterschiedlichen Grautönen ist. D.h. bildlich gesprochen: Obwohl die Moral heute weiblich tickt, laufen immer noch genügend Männer mit geladenen Colts durch die Gegend. Vermutlich liegt deine Unzufriedenheit zum Einen am beständigen, wahrnehmungsbedingten Scheitern an dieser unveränderbaren Komplexität. Zum Anderen ist es m.E. aber deine Intoleranz ggü. Menschen, die nicht zu 100% nach den gerade gängigen und von dir akzeptierten Moralstandards leben. Sollte es so sein, solltest du dich von dieser Vorstellung trennen. Die 100%ige Homogenität wirst du ausschließlich - und selbst da nur an der Oberfläche - in totalitären Gesellschaften bekommen. Nicht umsonst trägt gerade das Klimakatastrophennarrativ diese Lösung schamlos aber flauschig weich in Vorsorgewatte gepackt im Rucksack. Nicht umsonst polarisiert die Umweltdebatte zunehmend, indem sie ein Zerrbild böser Kapitalisten als Weltenzerstörer an die Wand malt. Nicht umsonst warnt das Gendernarrativ vor toxischen Männern, die in einer Epidemie über die Schwachen herfallen.

Solche Übertreibungen bestärken Menschen wie dich in ihrer falschen Wahrnehmung und befeuern damit sowohl die gesellschaftliche Spaltung als auch das Scheitern des eigenen Anliegens.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

30266 Postings, 3515 Tage Fillorkillüber den Charaktereigenschaften liegende

 
  
    #1249
1
18.01.18 12:05
Ergänzend möchte ich noch auf die notorische Ambivalenz des individuellen Charakters hinweisen, denn der ideologisch stringente Typ wird eher die Ausnahme sein - auch wenn seine virtuelle Repräsentation in Foren und Social Media gerne den gegenteiligen Eindruck macht. So kann der Rechte, der in Foren tagtäglich gegen Migranten hetzt, seinen neuen Nachbarn aus dem Sudan freundlich grüssen und bei Alltagsproblemen behilflich sein, die Feministin sich zu 'echten Männern' hingezogen fühlen, obwohl sie weiss, dass die 'sozial konstruiert' sind, der Linke mit einem Rechten im persönlichen Gespräch normal reden, auch wenn er flammende Aufrufe zum Widerstand verfasst usw usw

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Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne

24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1248 ...

 
  
    #1250
19.01.18 09:39
Glauben ist nicht wissen. Letztendlich kennst du mich viel zu wenig um dir ein genaues Urteil erlauben zu können. Denn in der Realität trifft eher das Gegenteil zu.

Ich gehe auf Jeden, egal ob er aus meiner ohnehin subjektiven Sicht einer der "Arschlöscher" ist oder nicht offen zu und unterstütze eine jede konstruktive Herangehensweise einer Problemlösung.

Mein Lebensmotto ist es im Grundsatz FÜR etwas statt GEGEN etwas zu sein.
Ich mache es Denjenigen auch nicht zum Vorwurf, dass sie so sind wie sie sind und ihre Chancen und Macht wahrnehmen und nutzen.
Man wird mich daher auch nicht auf einer Demo gegen Kapitalismus, gegen Atomkraft, usw. finden, weil ich mich darin nicht wiederfinde.

Fakt ist aber auch, dass wenn man sich FÜR etwas entscheidet, dass es dann logisch und plausibel ist, einer anderen Option die Unterstützung zu entziehen.

Fakt ist auch, dass man bestehende Konflikte wie in der Ausgangssituation anhand "toxischer Menschen" nicht dadurch bewältigt werden indem man die Opfer zu Tätern erklärt oder die Problematik herunterspielt als gäbe es sie nicht. U.a. meiner Meinung nach auch ein Problem unserer heutigen Politik, dass sie viele Probleme ( wenngleich viele davon sicherlich auch nur gefühlt existieren ) einfach herunterspielen und so tun als gäbe es sie nicht.

Die Konflikte sind aus meiner Sicht reell und erlebe ich in den vergangenen Jahren in zunehmendem Ausmaß mit.

Dies äußert sich z.B. dadurch, dass ich guten Gewissens eine Lösung für ein Problem erarbeitet hatte und im späteren Verlauf feststellte, dass es im Unternehmen ein Projekt gibt, welches sich ebenfalls mit der Thematik beschäftigt.
Also war für mich klar und logisch mit den zwei Projektleitern Kontakt aufzunehmen und über vorhandene Lösungsansätze zu diskutieren.
Das Ergebnis dieser Aktion war, dass absolut kein Interesse daran bestand sich meine Lösung überhaupt mal anzuschauen. Stattdessen wurde das eigene Projekt in den Himmel hoch gelobt.
In meiner Naivität habe ich mich tatsächlich dazu überzeugen lassen, dessen Projekt aktiv zu unterstützen und erklärte mich freiwillig dazu bereit dieses Projekt in meiner Abteilung zu forcieren und nach Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen. Letztendlich war mir eine jede Lösung wichtiger als starrsinnig auf meinen Lösungsansatz bestehen zu müssen.
Jeder vernünftige Mensch würde erwarten, dass ich in dieser Aktion Unterstützung erfahren sollte. Doch dem war nicht so, diese ganze Prozedur war lediglich Hinhaltetaktik und wie ich letztendlich erfahren musste wurden Hinterrücks alle gangbaren Möglichkeiten ausgeschöpft um mich Mundtot machen zu können.

Das Ende vom Lied war, dass man mein Projekt für Tod erklärte obwohl es bis zu diesem Zeitpunkt keine Problemlösung gab, u.a. weil das andere Projekt noch weit von einer Problemösung entfernt war. Zudem hatte ich eine persönliche Ermahnung erhalten und wurden mir die Spielräume für so manch Kreativität erheblich eingedampft.
Nun mehr als 1 Jahr danach gibt es nach wie vor keine Lösung des Problems, während sich die meine Lösung in einer Abteilung ohne Unterstützung des gehobenen Managements bedingt höchster Notwendigkeiten erfolgreich etabliert hat.

Dies ist ein Beispiel von Vielen wie sie mittlerweile alltäglich geworden sind.
Dies als nicht attraktiv zu finden und die Art und Weise dahinter kritisch in Frage zu stellen und nach besseren Möglichkeiten zu streben ist für mich selbstverständlich und hat mit Gut und Böse nix zu tun, lässt sich zudem auch nicht relativieren.
Trotz aller negativen Erfahrungen wäre ich dennoch stets offen für Gespräche wenn jene Leute erneut auf mich zu kämen. Doch die Ehrlichkeit und Integrität hinter den Worten sollte schon erkennbar sein, alles Andere wäre naiv.  

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerDas ist unschön für dich

 
  
    #1251
1
19.01.18 13:10
Wir können hier selbstverständlich nicht die Details deines Umfeldes beurteilen. In diesem etwas weiter gefassten Rahmen ging es nur um die unzulässige Diskriminierung von Menschen als "toxische Menschen".

Hier wurden auch keine Opfer zu Tätern gemacht, außer du meinst damit, dass Opfer einer spezifischen Ungerechtheit automatisch das Recht hätten, andere deshalb pauschal zu diskriminieren. Dann stimme ich zu, dieses Opfer wird, obwohl die Motivation emotional nachvollziehbar ist, zum Täter.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1251 ...

 
  
    #1252
19.01.18 13:30
Über die Wahl der Begrifflichkeiten kann man in der Tat streiten und dies auch kritisieren.

Doch Begriffsstreitigkeiten lenken nur von der eigentlichen Problematik ab, die in der Tat existiert, wofür es bislang keine wirklich guten Lösungsansätze gibt.

Es ist meiner Meinung nach die Aufgabe der Gesellschaft entsprechende Werte zu definieren und vor allem diese Werte auch zu leben. Die Realität sieht an vielen Stellen eher so aus, dass man es mit den Werten nicht so genau nimmt.
Gestützt wird diese ganze Sache von Intransparenz und Machtmißbrauch, welche solch dem Unternehmen eigentlich abträglichen Entscheidungen möglich machen.
Die Entscheidung wäre definitiv anders ausgefallen, wenn der Prozess offen gewesen wäre, weil dann dieser Machtmißbrauch öffentlich werden würde.

Deshalb verbünde ich mich mit Denjenigen Leuten die eine solch offene wesentlich stärker auf Kooperation basierende Ökonomie und Gesellschaft aufbauen wollen.
Sicherlich gehe ich nicht davon aus, dass dieses Konzept in den kommenden Jahren wesentliche Veränderungen herbeiführen wird, hierzu folgen zu wenige Menschen diesen Spuren.

Doch der Zustrom steigt, die Anzahl solcher Projekte nimmt deutlich zu und ich denke, dass diese Gruppe bald eine kritische Masse erreichen kann um alternative Wirtschaftskreisläufe etablieren zu können.  

30266 Postings, 3515 Tage Fillorkill'toxisch'

 
  
    #1253
19.01.18 13:41
Der Transfer von Konflikten im Umfeld von der Sachebene auf die Charakterebene ist auf jeden Fall ein Indiz dafür, dass echte Lösungen ausser Reichweite geraten sind. Die Flatter zu machen ist dann sicher keine schlechte Idee.  
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Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne

24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1253

 
  
    #1254
19.01.18 13:48
An welcher Stelle soll ich soetwas getan haben?

Ich mache auch nicht die Flatter sondern wende mich einem attraktiveren Umfeld zu.  

30266 Postings, 3515 Tage FillorkillAn welcher Stelle soll ich soetwas getan haben?

 
  
    #1255
1
19.01.18 14:06
Scherzkeks. Wenn ich einen anderen als toxisch definiere, verwandle ich doch die Konflikte, die ich mit dem habe, in eine seinem Charakter innewohnende Eigenschaft, sprich in ein Charakterurteil.  
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Ideologie überlagert nicht das gesellschaftliche Sein als ablösbare Schicht, sondern wohnt ihm inne

10687 Postings, 4207 Tage gogolKlimaritter

 
  
    #1256
19.01.18 14:28
Warum sehen hier eihige so schwarz ??

Ich habe gehört, die ehemalige SPD Landesmutter Hanelore Kraft, will bei Ihrem neuen Arbeitgeber Ihre alten Versprechen VOLL umsetzen
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auf unserem Planeten gibt es nur Propheten

10687 Postings, 4207 Tage gogoltausche h mit n

 
  
    #1257
19.01.18 14:29
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auf unserem Planeten gibt es nur Propheten

24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1255 ...

 
  
    #1258
19.01.18 16:19
Wie würdest du dem Konflikt auf der Sachebene begegnen?

Welch Vorschläge hast du um die genannte Konfliktproblematik bewältigen zu können?

Solch Konflikte löst du nicht mehr auf der Sachebene, weil dafür gar kein Raum vorhanden ist.
Im Grunde folgen solche Konflikte erst weil es eine Konfliktlösung auf der Sachebene nicht mehr möglich ist.  

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerTony

 
  
    #1259
19.01.18 17:10
so leid es mir tut, aber ich glaube, dieses Problem werden wir hier nicht lösen können. Das kannst nur du vor Ort mit diesen Leuten. Die Alternative wäre Fills Flatter.
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Überall ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerThe way of doing science

 
  
    #1260
1
19.01.18 17:57
Als ich vor gefühlt 250 Jahren in der Entwicklung eines Unternehmens begann, meine ersten Sporen zu verdienen, wurde ich zunächst einmal geschliffen. Zuvor an der Uni war alles sehr theoretisch. Ein Fehler hatte lediglich Auswirkungen auf die Note. Wie man sprachlich eine Aufgabe löste, hatte überhaupt keine Auswirkungen und wieviel Mühe das Geschriebene dem Leser zur Entschlüsselung der Intention des Autors aufzwang, hatte schlimmstenfalls einen sekundären Effekt auf die Note.

Im Unternehmen herrschten aber gänzlich andere Zwänge. Ein System, das für einen Kunden zu entwickeln war, musste im Zusammenspiel mit anderen Systemen nachweislich bestimmte Eigenschaften haben. Tat es das nicht, war es bzgl. Kosten, Entwicklungszeit und Risiko enorm wichtig, den Fehler schnellstmöglich zu finden und im Falle fehlender Berechtigung die Verantwortung abzulehnen. Der detaillierten Untersuchung des Systems inkl. Tests und Laborberichten folgte also ein Versuchsbericht der Ingenieure, die dafür die Verantwortung hatten.

In diesem Umfeld spielte der logische Aufbau, die detaillierte Beschreibung der Systemumgebung, Messtechnik, Testprozeduren und der Ergebnisse sowie die sprachliche Formulierung des Berichts eine entscheidende Rolle. Der Bericht musste so neutral wie möglich gehalten sein, er sollte keinerlei Floskeln beinhalten und sich auf die Fakten konzentrieren. Vermutungen und Meinungen waren, wenn dann nur in der Zusammenfassung erwünscht.

Der Grund war klar: Die Entscheider wollten sowohl bei der Identifikation der Ursache als auch bei der Definition der Lösung nicht auf eine falsche Fährte geführt werden. Denn diese könnte nicht nur teuer fürs Unternehmen sondern auch gefährlich für die eigene Position werden.

Umso erstaunter bin ich heute, wenn ich die wissenschaftlichen Papiere lese. Da wird auf die Kacke geschlagen, als gäbe es kein Morgen mehr. "Sensationelle" Ergebnisse" und "noch nie da gewesene Effekte" sowie "Überwältigende Beweise" werden schon versprochen, bevor man überhaupt zum eigentlichen Bericht kommt. Da überrascht es dann auch nicht mehr, dass die Lösung des Problems schon propagiert wird, bevor rudimentär ein Teil der Ursache beschrieben ist. Das ist natürlich überzeichnet und wissenschaftliche Papiere hatten sicherlich noch nie den langweiligen Duktus eines Versuchsberichts, aber erwartet hätte ich mir trotzdem deutlich mehr Objektivität.

Wieso erzähle ich das alles? Weil ich gestern Abend das statement der "Geological Society of London" zum Klimawandel gelesen habe, das Euan Mearns gerade hier dsikutieren lässt: http://euanmearns.com/...iety-of-londons-statement-on-climate-change/
Das ist zwar nur eine Zusammenfassung zum Stand der Dinge, wie ihn die GSL sieht, aber man sollte trotzdem eine ausgewogene Zusammenfassung erwarten, der eine nüchterne Analyse vorangeht und der die Schlussfolgerung mit allen Unsicherheiten folgt.

In meinen Augen zeichnet sich aber schon in den ersten Absätzen das Ergebnis ab. Unsicherheiten werden eliminiert, Annahmen als Fakten verkauft und unschöne Tatsachen sowie alternative Ursachen einfach komplett ignoriert. Heraus kommt ein Essay mit wissenschaftlichem Touch zur Rechtfertigung des Narrativs. Aber wie solls auch anders sein? Die Meinung zur Ursache war bereits vor der Analyse da, also konnte man ja nicht das Gegenteil dessen als Zusammenfassung verkaufen. Ein Phänomen, das sich mit ganz dickem Strich in Dunkelrot durch die Klimawissenschaft und Epidemiologie zieht. Vieles davon wurde nur unter dem Vorzeichen des anthropogenen Einflusses gefördert, also konnte realistisch auch kein anderes Ergebnis zu erwarten sein. Die Epidemiologie ist dabei noch relativ einfach zu widerlegen, weil sie hier statistisch unzulässig Kausalitäten unterstellt, wo noch nicht einmal Korrelationen vorhanden sind. Bei der Klimawissenschaft wird man durch die schiere Masse des Arbeitsgebietes erschlagen und scheitert spätestens an der Unmöglichkeit eines entsprechenden Experiments.

Es ist aber nicht so, dass die Wissenschaftler, die hier der Katastrophe das Wort reden, überwiegend wider besseren Wissens handeln, zumindest glaube ich das. Ich denke, ihr irrationaler Aberglaube hat sie überhaupt erst dorthin gebracht und lässt sie wie von unsichtbarer Hand geführt genauso handeln. Sie sind so von der Sache überzeugt, dass fundamentale Widersprüche in ihrer Hypothese leichtfertig als unbedeutende Rätsel oder Artefakte erklärt werden. Z.B. einer der größten Widersprüche überhaupt ist, dass es historisch trotz riesiger CO2 Konzentrationen von mehreren tausend PPM nur rel. bescheidene Erwärmungen gab. Ein Run Away Effekt hatte sich dabei über Hunderte von Millionen Jahren nie eingestellt. Ebenso lief in den deutlich feiner aufgezeichneten Zeiträumen über die letztten 800.000 Jahre das CO2 den Temperaturen im Wechsel der Eiszeiten deutlich hinterher, teilweise so weit, dass Eiszeiten ohne jegliches Zutun von CO2 anbrachen. Der moderne Widerspruch, dass die Korrelation zwischen CO2 Emissionen und Temperaturen eher mäßig ist, wird durch hunderte von unterschiedlich parametrierten Computermodellläufen, in denen man so gut wie alles nachstellen kann, kaschiert. Dass es den von den Modellen und der Theorie erzeugten Hot Spot in der Atmosphäre über den Tropen in der Realität ebenso nicht gibt, wird durch allerlei Möglichkeiten in der atmosphärischen Strömung erklärt, die die Modelle noch nicht abbilden können, womit man am Ende selbst zugibt, dass derzeit eher das Bekannte am Klima die Minderheit darstellt statt wie proklamiert das Unbekannte. Trotz all dieser Widersprüche wird dem CO2 die Hauptursache für den Klimawandel zugeordnet. Die nicht verschwiegene Begründung dazu ist "Weil wir keine andere Erklärung haben".

Das ist ein psychologisches Indiz, an dem die Hypothese eigentlich zerbrechen sollte, wäre sie nicht gefangen im eigenen Bias. Denn dieser Schluss impliziert, dass ausnahmslos alle anderen Ursachen untersucht, validiert und eindeutig ausgeschlossen wurden. Genau das ist aber nicht der Fall, sonst wäre das Klima längst komplett verstanden, der hot spot gefunden, die tipping points genau definiert, die Orbital- und Meeresströmungszyklen längst mit Werten versehen, die Wolken ebenso realistisch mit Forcings bewertet und die Modelle würden exakt das Klima vorhersagen. Nur all das ist eben nicht der Fall, womit die Erklärung, es gäbe keine andere, keine logisch Zulässige ist und damit das CO2 eigentlich vom Haupttäter zum Mitläufer unter mehreren Kandidaten degradiert werden müsste. Was natürlich keiner macht und was dem Ganzen dann doch ein Gschmäckle verleiht.

Es sei an dieser Stelle auch noch einmal auf das Transskript einer Diskussion zwischen 6 Klimawissenschaftskoryphäen aus beiden Lagern in 2014 verwiesen. Die neutralen Moderatoren waren am Ende geplättet von den immer noch vorherrschenden Unsicherheiten und Ungereimtheiten in der Klimawissenschaft. Das Gespräch hat einen deutlich höheren Informationswert als jede Zusammenfassung von einer einzelnen Gruppierung egal, aus welchem Lager.

Das Original Transskript befindet sich hier: http://www.aps.org/policy/statements/upload/...seminar-transcript.pdf
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24407 Postings, 6104 Tage Tony Ford#1259 ...

 
  
    #1261
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20.01.18 05:55
Den Konflikt kann ich vor Ort nicht auf der Sachebene lösen, weil ich nicht die Möglichkeiten dazu habe bzw. in der entsprechenden Machtposition befinde.
Die Lösung bei dem von mir gezeigten Konflikt besteht letztendlich in der Unterordnung meiner Anliegen und der Vermeidung der Sachebene durch Sprechen eines Machtwortes. Oder kurz gesagt, Mundtot machen.

Das Beispiel wie im arbeits-abc beschrieben mit dem Schreibtischnachbarn, welcher das Arbeitsklima vergiftet, gehe ich mal davon aus, dass man mit diesem Kollegen schon mehrfach versucht hat sachlich nach Lösungen zu suchen und hat vermutlich irgendwelche Vereinbarungen getroffen.
Doch auch dies wird letztendlich nichts nützen, weil das Problem eben nicht an der Oberfläche sondern weit in der Tiefe sitzt.
Ein solcher Mitarbeiter wird jede Vereinbarung torpedieren, wird wieder quer schlagen und seine Kollegen entsprechend systematisch stören. Dass der Mitarbeiter nicht von Natur aus so ist oder sein muss, dem stimme ich zu, doch bestimmte Umstände die oftmals außerhalb des Einflussbereiches der Kollegen und Arbeit liegen, führen dazu, dass mit solch Kollegen keine Zusammenarbeit möglich ist, egal wie sehr man diese auch wollte.

Zu früheren Zeiten denke ich hat man jene Kollegen einfach eine Stelle gegeben, wo sie für sich sein konnten, wo der "Eigenbrödler" Niemanden weiter störte, weil er mit Niemanden tagtäglich zusammenarbeiten musste.
In den heutigen Zeiten in denen eine intensive Teamarbeit quasi vorausgesetzt wird und auch notwendig ist, ist es eben für die Kollegen nicht mehr akzeptabel solch Kollegen im Team zu haben. Die Folgen sind letztendlich eine deutlich niedrigere Teamleistung sowie auf Dauer psychische Erkrankungen und Stresssymptomatiken.

Letztendlich kann man versuchen mit einer guten Unternehmenskultur gemeinschaftlich Lösungen zu finden, indem man den Arbeitsplatz der Problemkollegen entsprechend so gestaltet, dass sie den Raum für sich beanspruchen können und nicht mit anderen Kollegen teilen müssen.
Man kann zudem psychologisch versuchen das Eis aufzubrechen und die Gründe für dieses Verhalten zu tage fördern versuchen. Doch dies wird innerhalb des Unternehmens höchstwahrscheinlich nicht gelingen weil das Vertrauensverhältnis nicht tief genug ist. Wer will schon seinem Arbeitgeber seine Probleme kund tun?

Fazit:
Es gibt keine generell toxischen Menschen. Dennoch gibt es Menschen die toxisches Verhalten an den Tag legen und damit zum Problem für Andere werden, die dieser Sache meist hilflos gegenüber stehen.
Wenn dann noch die Unternehmenskultur nicht gerade optimal ist, der Arbeitsdruck womöglich besonders hoch, werden Menschen mit toxischen Verhalten langfristig zum Krankmacher.  

9273 Postings, 4985 Tage lumpensammlerKommentar von Javier zu dem GSL Klimamanifest - 1

 
  
    #1262
21.01.18 16:26
What are in fact the grounds for concern about global warming?

Climate change is a reality attested by past records. Concerns about preparing and adapting for climate change are positive. However, the idea that we can prevent climate change from happening is dangerous and might be anti-adaptive. Certain energy policies that are doubtful to have any effect on climate change could make us less able to adapt.

Physics shows that adding carbon dioxide leads to warming under laboratory conditions. It is generally assumed that a doubling of CO₂ should produce a direct forcing of 3.7 W/m² [1], that translates to a warming of 1°C (by differentiating the Stefan-Boltzmann equation) to 1.2°C (by models taking into account latitude and season). But that is a maximum value valid only if total energy outflow is the same as radiative outflow. As there is also conduction, convection, and evaporation, the final warming without feedbacks is probably less. Then we have the problem of feedbacks that we don’t know and can’t properly measure. For some of the feedbacks, like cloud cover we don’t even know the sign of their contribution. And they are huge, a 1% change in albedo has a radiative effect of 3.4 W/m² [2], almost equivalent to a full doubling of CO₂.

So in essence we don’t know how much the Earth has warmed in response to the increase in CO₂ for the past 67 years, and how much for other causes. That is the reason why, after expending billions on the question of climate sensitivity to CO₂, we have not been able to constrain its value range between 1.5° C and 4.5° C [3] in the 39 years that have passed since the Charney Report was published [4]. A clear scientific failure.

Climate is a very complex system, and adding CO₂ to the atmosphere in great amounts since 1950 led first to cooling, then to warming, and lately to a stilling of temperatures until the 2014-16 El Niño. A different explanation is required for every period when the expected warming doesn’t take place, an approach that leaves Occam’s beard unshaved.

A very big assumption underlies the 2010 Statement and 2013 Addendum by the Geological Society of London. And in science assumptions are very dangerous, because they are not subjected to the scientific method. The big ugly assumption in these reports is that past changes in CO₂ were responsible for planetary temperature changes. At most, what we can extract from past data is a correlation between both, and even that correlation is tentative, as the quality and nature of the data makes questionable to extract the conclusions that the statement and addendum claim. We do know that temperature affects CO₂ levels, as an increase in temperature leads to a release of CO₂ by the oceans, due to gas solubility dependence on temperature. So the causality is confusing. Is the CO₂ mainly the result of temperature changes or is the temperature mainly the result of CO₂ changes? We don’t know. The proposed positive feedback in which each one potentiates the other must be very limited, if significant, or we wouldn’t be here to start. The extraordinary claims by the authors of the Geological Society reports are not accompanied by extraordinary evidence. Quite the contrary.

We believe that over hundreds of millions of years CO₂ levels have been decreasing manyfold in Earth’s atmosphere. We also believe that over that time Earth’s temperature has been kept within a very narrow range compatible with life. So a clear relationship between both does not exist. Some evidence suggests ice ages are compatible with high CO₂ values. “The last (and thus best known) Late Ordovician Saharan ice sheet formed during a time of high (16 × the modern value) atmospheric CO₂. The ice sheet may have been comparable in size to the last North American Laurentide Ice Sheet (∼36×10⁶ km³) and expanded eastward from North Africa onto the Arabian platform.” [5].

Using the Paleocene-Eocene Thermal Maximum (PETM) as an analog is misleading. We don’t know what caused it, although hypotheses have been proposed. However, we must consider that the PETM took place during a warm (hothouse) period of the planet, while currently we are in a cold (icehouse) period, as attested by the massive ice sheets over Antarctica and Greenland. The long-term real danger for humankind is a return to the average glacial conditions of the Late Pleistocene, as our interglacial is already long in the tooth. The report final paragraph: “the massive injection of carbon into the atmosphere 55 million years ago that led to the major PETM warming event,” shows the authors’ overreaching assumption. They simply lack the evidence to say that CO₂ caused the PETM, or even to say how much of the warming was caused by the increase in CO₂.

The authors also talk about more recent abrupt shifts in climate during the last glacial stage (100,000 – 11,500 years ago), known as Dansgaard-Oeschger events. This is the best example we have of abrupt climate change (it was actually the basis of that concept), but the report should mention that although the temperature shifts were accompanied by changes in methane, CO₂ records in most cases don’t show them [6]. The best example we have of abrupt climate change, not driven by orbital changes, has nothing to do with CO₂.

So the first question we should ask ourselves is how unusual is present global warming. This is a difficult question to answer, as we now measure temperatures with a resolution we cannot achieve with past temperatures. Last 2015-16 El Niño caused a temperature increase of 0.4°C over the course of two years that is now being retraced. We are not able to see this short-term fluctuations in past temperatures from proxies that at best have a decadal resolution and represent local conditions. And most proxies cannot be trusted to faithfully reproduce recent changes as they usually lack enough resolution. Biology offers us an answer. The tree line represents the limit where climatic conditions allow the establishment of new trees. Every year new tree seedlings attempt to establish themselves further up the mountain and generally fail. 52% of studies show the tree line has been going up over the past century, and only 1% show a line receding, indicating that mountain trees are generally responding to global warming and increased CO₂ by raising the tree line [7]. However many studies show that at most places present tree line is still 100-250 meters below Holocene Climatic Optimum tree line levels [8][9][10].
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    #1263
21.01.18 16:36
We have to take into account that present elevated CO₂ levels are a huge bonus to tree growth, so if placed at similar climatic conditions present trees would have a significant but unquantifiable advantage over Early Holocene trees. So the first answer to the question of how unusual is present global warming is that it is not unusual enough to have returned us to Holocene Climatic Optimum conditions. Therefore, present global warming is within Holocene variability. Reasoner and Tinner [8] quantify the summer temperature difference in the Alps between now and the Holocene Optimum as: “Assuming constant lapse rates of 0.7° C / 100 m, it is possible to estimate the range of Holocene temperature oscillations in the Alps to 0.8–1.2° C between 10,500 and 4,000 cal. yBP, when average (summer) temperatures were about 0.8–1.2° C higher than today.”

Without question we have undone most or all of the cooling that took place between the Medieval Climatic Anomaly at ~1100 AD and the bottom of the Little Ice Age at ~1650 AD. Is this countertrend, multi-century, global warming we are experiencing worrisome? By objective reasons, the Little Ice Age was very worrisome. Glaciers advanced to their highest Holocene extent, destroying farms and villages. Crops failed repeatedly causing famines like the one that killed one third of Finland’s population in 1696. Population in Iceland declined from 77,500 in 1095 to 38,000 in 1780 [11]. Conditions have improved greatly since the Little Ice Age, coinciding with Global Warming.

It is only since 1950 that anthropogenic forcing (human GHG emissions) has really taken off. Professor Phil Jones, former director of the Climatic Research Unit at the University of East Anglia, admitted in an interview on the BBC in 2010 [12], that “for the two periods 1910-40 and 1975-1998 the warming rates are not statistically significantly different.”

Period Length Trend (° C per decade) Significance
1860-1880 21 0.163 Yes
1910-1940 31 0.15 Yes
1975-1998 24 0.166 Yes
1975-2009 35 0.161 Yes

So to explain why the warming rate has not accelerated despite the huge addition of CO₂, we are told that prior to 1950 global warming was mostly natural, and after 1950 is human-made. A convenient explanation for which there is no evidence, just assumptions on top of assumptions.

And it is not only temperature, but rising sea levels that show little to no acceleration [13], in sharp contrast to predictions. Reducing our emissions will not significantly affect sea level rate of increase, because increasing them didn’t.

Figure 2. The rise in sea level [14] predates IPCC calculated anthropogenic forcing [15], and shows no clear response to it.
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    #1264
21.01.18 16:39
The CO₂ hypothesis of global warming has been consistently wrong in its predictions. In science, if your hypothesis predictions fail, there is something wrong with it. In 1990 the IPCC predicted a warming rate of 0.3° C/decade [16] for the next century, nearly double the observed rate for the past 27 years. It also predicted a 1° C warming by 2025 (0.5° C observed). In 2001 the IPCC predicted that milder winter temperatures would decrease heavy snowstorms [17]. In 2007 the IPCC claimed that by 2020, between 75 and 250 million of people were projected to be exposed to increased water stress due to climate change. In some countries, yields from rain-fed agriculture could be reduced by up to 50 % [18]. It later had to recant that prediction. Arctic sea ice predictions have also been consistently wrong with many polar scientists predicting the demise of summer Arctic sea ice by dates as early as 2008 [19] to as late as 2030 [20]. The reality is that in September 2017 there was more sea ice in the Arctic than 10 years earlier. And we could continue with many other predicted climate horrors that have failed to pass, regarding polar bears, sinking nations, food shortages, climate refugees, and extreme weather events, too long to detail [21], but that show a shameless promotion of alarmism based on unrealistic worst case scenarios.

Most of these predictions arise from models that have not been properly validated and do not adequately represent the climate response to increased CO₂. The current crop of models used by IPCC, CMIP5, shows a worrisome deviation from observations just a few years after being initialized in 2006 (figure 2).

Figure 3. Model CMIP5 temperature anomaly under the RCP 4.5 scenario, compared to observed HadCRUT4 temperature anomaly, both relative to 1961-1990 baseline.

Despite the recent El Niño, temperatures do not show a significant deviation from a linear increase since 1950, while models predict a much higher rate of warming.

Geologists should be aware that some emission scenarios being promoted as business as usual are completely unrealistic. RCP 8.5 contemplates a shift to a mainly coal economy with total disregard for coal reserves. How can unlimited coal growth be business as usual? Fossil fuels are finite resources and their abundance has to be taken into account. Climate alarmism is being promoted as if fossil fuels were unlimited. The burning of 100 % of oil, gas, and coal proved reserves (BP Factbook of World Energy) would increase atmospheric CO₂ levels to 620 ppm [22]. By using a supply-side analysis the value reached is equivalent, 610 ppm maximum this century [23]. RCP 8.5 based predictions require 950 ppm by 2100. The alarmist projections clearly lack any rational basis, and are agenda-driven. The reality is that we have had no problem adapting to a global warming that has been taking place since at least 1860, and there is no evidence that we will have problems adapting to future global warming until it ends.

By writing the 2010 statement and 2013 addendum, the authors are just setting the Geological Society of London in line with the politically promoted consensus on global warming. It is not different from what many other scientific societies have done recently, but it is a breach of the scientific principles that should guide the Society and an attack on the plurality of views that characterize healthy scientific debate over a hypothesis that so far is short on evidence and long on claims.

As a scientist myself, with an interest in the history of science, I am well aware that skepticism and disagreement foster scientific progress, while group thinking, enforced views, and shared assumptions are the sign of stagnation in a mistaken paradigm.

[1] IPCC TAR. http://www.ipcc.ch/ipccreports/tar/wg1/
[2] Farmer G.T., Cook J. (2013) Earth’s Albedo, Radiative Forcing and Climate Change. In: Climate Change Science: A Modern Synthesis. Springer, Dordrecht.
[3] IPCC AR5. http://www.ipcc.ch/report/ar5/wg1/
[4] Charney Report (1979). http://www.ecd.bnl.gov/steve/charney_report1979.pdf
[5] Eyles, N. (2008). Glacio-epochs and the supercontinent cycle after ∼ 3.0 Ga: tectonic boundary conditions for glaciation. Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology, 258 (1), 89-129.
[6] Ahn, J., & Brook, E. J. (2014). Siple Dome ice reveals two modes of millennial CO2 change during the last ice age. Nature communications, 5.
[7] Harsch, M. A., Hulme, P. E., McGlone, M. S., & Duncan, R. P. (2009). Are treelines advancing? A global meta‐analysis of treeline response to climate warming. Ecology letters, 12 (10), 1040-1049.
[8] Reasoner, M. A., & Tinner, W. (2009). Holocene treeline fluctuations. In Encyclopedia of Paleoclimatology and Ancient Environments (pp. 442-446). Springer Netherlands.
[9] Cunill, R., Soriano, J. M., Bal, M. C., Pèlachs, A., & Pérez-Obiol, R. (2012). Holocene treeline changes on the south slope of the Pyrenees: a pedoanthracological analysis. Vegetation history and archaeobotany, 21 (4-5), 373-384.
[10] Pisaric, M. F., Holt, C., Szeicz, J. M., Karst, T., & Smol, J. P. (2003). Holocene treeline dynamics in the mountains of northeastern British Columbia, Canada, inferred from fossil pollen and stomata. The Holocene, 13 (2), 161-173.
[11] Lamb, H. H. (1995). Climate, history and the modern world. 2nd edition. Routledge. London. Pg. 172.
[12] BBC News. February, 3, 2010. http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/8511670.stm 13
[13] Fasullo, J. T., Nerem, R. S., & Hamlington, B. (2016). Is the detection of accelerated sea level rise imminent?. Scientific reports, 6, 31245.
[14] Jevrejeva, S., Moore, J. C., Grinsted, A., & Woodworth, P. L. (2008). Recent global sea level acceleration started over 200 years ago?. Geophysical Research Letters, 35 (8).
[15] IPCC AR5. https://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/wg1/...pter08_FINAL.pdf
[16] IPCC FAR. 1990. http://www.ipcc.ch/ipccreports/far/wg_I/ipcc_far_wg_I_spm.pdf
[17] IPCC TAR WG2. 2001. http://www.ipcc.ch/ipccreports/tar/wg2/index.php
[18] IPCC AR4 Synthesis Report. 2007. https://www.ipcc.ch/publications_and_data/ar4/syr/en/mains3-3-2.html
[19] National Geographic. June 20, 2008. http://news.nationalgeographic.com/news/2008/06/080620-north-pole.html
[20] The Telegraph. September 16, 2010. http://www.telegraph.co.uk/news/earth/earthnews/...-gone-by-2030.html
[21] Javier 2017. Some Failed Climate Predictions. https://wattsupwiththat.com/2017/10/30/...failed-climate-predictions/
[22] Fernando Leanme 2014. https://21stcenturysocialcritic.blogspot.com.es/...2-atmospheric.html
[23] Wang, J., Feng, L., Tang, X., Bentley, Y., & Höök, M. (2017). The implications of fossil fuel supply constraints on climate change projections: A supply-side analysis. Futures, 86, 58-72.
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