Die Erdölaktie aus Wien


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Neuester Beitrag: 16.09.20 09:24
Eröffnet am: 01.09.15 17:27 von: Erdman Anzahl Beiträge: 62
Neuester Beitrag: 16.09.20 09:24 von: dlg. Leser gesamt: 25.906
Forum: Börse   Leser heute: 21
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29 Postings, 3038 Tage ErdmanDie Erdölaktie aus Wien

 
  
    #1
01.09.15 17:27
Der Rohöl-Branche geht es schlecht, die Kurse sind unten wie der Ölpreis auch.
Doch wie jedes Jahr kommt nun bald der Winter auf der Nordhalbkugel der Erde, da wo die meisten Menschen Leben und die meisten Fabriken Energie brauchen.

Das wird sich natürlich auf die Nachfrage nach Rohöl und Erdgas und daraus hergestellten Produkten auswirken.

Und sobald die Konzerne wieder mehr Cash haben, werden auch die Hilfsfirmen vorrangig beschäftigt für notwendige Reparaturen, Unterhaltsmassnahmen, und sogar zum Bau neuer Förderanlagen.

Wer also nicht short denkt, sondern auf ein paar Jahre Sicht, der sieht bei dieser Ötzi-Firma sicherlich jetzt eine Chance, solange auch ihr Kurs down ist.
Der Finanz-Status von SBO sieht ja ordentlich aus.  
36 Postings ausgeblendet.
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3844 Postings, 2637 Tage dlg....

 
  
    #38
31.07.20 10:06
Hier noch ein weiterer "soundbite" aus den USA:

"ConocoPhillips to reverse most output cuts by end of third quarter" & "company is well-positioned to benefit from an inevitable recovery in crude prices."
(https://www.reuters.com/article/...nd-of-third-quarter-idUSKCN24V1ZU)

Ansonsten verwundert mich ein wenig die relative Underperformance von SBO ggü den Halliburtons & Schlumbergers dieser Welt und hoffe mal, dass diese (teilweise) aufgeholt wird.  

258 Postings, 4969 Tage fel216Rig count stabilisiert sich

 
  
    #39
1
04.08.20 21:36
Hi allerseits,

Sorry, bin zzt im Urlaub, daher hier nicht so aktiv, freue mich aber sehr über alle Beiträge und die gute Diskussion!
Zu SBO: ich hatte zuletzt gelesen, dass sich der aus Rig Count stabilisiert, also nur noch minimal rückläufig. Ebenfalls die Anzahl der Frac Spreads (ich glaube das ist sowas wie Maschinen die für fracking genutzt werden, eine Art Truck) kurzfristig stark angestiegen ist - für mich ebenfalls ein Zeichen, dass sich die Branche stabilisiert.
Quelle von beidem ist Goldman Sachs Research, kann ich hier nicht Posten, aber es war nicht detaillierter als das.

Ebenfalls hat WEIR (Aus UK) zahlen gebracht, mit AE im Oil & Gas division circa -60% yoy, was mE auch nahe der historischen Tiefs ist. Weir ist mE deutlich stärker auf fracking fokussiert und insb zuletzt stärker negativ getroffen als SBO - das schließe ich zumindest aus der AE Entwicklung der letzten Quartale.

Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt auf die nächsten SBO zahlen und die Kommentare des Mgmt, insb auch zu Downhole Tech.
Essentiell ist es, das sich ein Boden in der US Aktivität abzeichnet - wovon nach dem tiefen Fall allerdings rein logisch auszugehen ist. Treten mit den Q zahlen keine neuen Themen auf (zb Downhole tech), sollte die Aktie hier den Boden finden. Ich versuche so bei 22-23 nochmal
Nachzulegen.

Zu DLG: die underperformance liegt mE ua in der geringen Bekanntheit und geringen Liquidität von SBO, sollte dann aber nachgeholt werden, wenn wir die Stabilisierung nachhaltig sehen.

Viele Grüße,
Fel  

3844 Postings, 2637 Tage dlg....

 
  
    #40
13.08.20 14:47
Sehe gerade die vorläufigen Zahlen inkl einer Sonderabschreibung von 20 Mio auf Vermögenswerte in den USA. Sollte doch eigentlich nicht unerwartet sein, oder? Abgesehen davon EBIT break-even im zweiten Quartal wenn ich das auf den ersten Blick richtig sehe.  EK-Quote weiterhin bei 42% bei 7 Mio Nettoverschuldung. Nichts zu downhole. Sieht ein wenig nach 'non-event' (für den Kurs) aus.  

258 Postings, 4969 Tage fel216Vorläufige Q2

 
  
    #41
1
15.08.20 20:58
Hi dlg et al,

So ganz ein non-Event würde ich es nicht sehen, eher ein weiterer Grund zur Stabilisierung (im Gegensatz zu weiterem Kursverfall). Break-even in Q2 finde ich in der aktuellen Situation schon ziemlich gut ehrlich gesagt. Mal sehen, wie sich die Aufträge entwickelt haben, das werden wir Ende August erfahren und sollte mE ausschlaggebend sein. UK fracking player WEIR zB mit AE -60%... ich vermute das es bei SBO besser lief.

Viele Grüße!
Felix  

35 Postings, 217 Tage bargaininvestZahlen

 
  
    #42
1
16.08.20 09:35
Umsatzseitig glaube ich, dass das Schlimmste noch nicht ausgestanden ist. Der rig count sank auch im q3 bisher langsam aber stetig.

Positiv ist der Cashflow, wenngleich er sicher aus einer Reduktion des working capital stammt. Wenigstens lassen sich offenbar die meisten Lieferforderungen tatsächlich einkassieren, was angesichts der Liquiditätsprobleme vieler Kunden nicht selbstverständlich ist.

Das gearing ist somit trotz Dividende und Aktienrückkauf quasi Null.  

258 Postings, 4969 Tage fel216@barga: der AE zählt!

 
  
    #43
16.08.20 16:50
Hi Barga,

Mit dem Umsatz hast du natürlich recht, für mich zählt aber vor allem die Entwicklung des Auftragseingangs (AE), da dieser die 3-6 monatige Zukunft reflektiert und die Börse mE nach 6 Monate Zukunft diskontiert. Das heißt: die Aktie hat den Boden erreicht, wenn sich der AE nachhaltig stabilisiert und darauf deutet mE der rig count hin. Selbst wenn er in Q3 bisher noch rückläufig ist sind das nicht mehr die -60% sondern maximal -5-10% yoy und das ist dann mE der Beginn einer Stabilisierung.
Aber ich mag auch falsch liegen.

Der Cash Flow ist natürlich stark und ich bin auch gespannt worauf der 20m goodwill impairment zurückzuführen ist (Downhole?).

Mehr gibts Ende August, bin sehr gespannt!

Grüße,
Fel  

35 Postings, 217 Tage bargaininvestZahlen

 
  
    #44
16.08.20 18:27
Du hast Recht, es sind die Zahlen zum Auftragseingang auch relevant. Soweit ich das verstehe, gilt das aber nur für die eine Division. Vor allem für das Geschäft mit den Bohrmotoren ist aber die Anzahl der faktisch betriebenen Rigs wichtiger.  

3844 Postings, 2637 Tage dlg....

 
  
    #45
19.08.20 19:37
Nicht überraschend, keine Ahnung ob das direkten Einfluss auf SBO hat, aber für das Sentiment sicherlich nicht förderlich:

"Valaris, world’s largest offshore driller, files for Chapter 11 bankruptcy"
https://www.energyvoice.com/oilandgas/259774/...hapter-11-bankruptcy/  

258 Postings, 4969 Tage fel216Fracking Erholung wohl in H2-21

 
  
    #46
21.08.20 14:07

Hallo allerseits,

ich habe ein kurzes research von der DB gelesen, die von einer Erholung im Permian in H2-21 ausgehen, also in 1 Jahr. Ich denke das ist valide und sollte dann bei SBO in Q2/Q3-21 zu einem Wachstum im AE führen - das macht m.E. alleine wegen der Basiseffekte Sinn (ich erwarte für Q2-20 ca. -50% AE, Q3: -45%, Q4: -40%), sodass die Vergleichsbasis in 21 dann natürlich sehr niedrig ist.


Dementsprechend muss man hier sicher etwas Sitzfleisch mitbringen, aber ich denke das Management ist sehr krisenerprobt und die vorläufigen Q2 Zahlen sind mit der starken Cash generation und ohne Nettoverschuldung ja beeindruckend.

@DLG: Ich glaube das betrifft SBO nicht so sehr, da der Markt vermutlich ziemlich zwischen on- und off-shore unterscheidet. SBO ist ja hauptsächlich on-shore.

Viele Grüße,
Fel  

258 Postings, 4969 Tage fel216US rig count bleibt stabil

 
  
    #47
24.08.20 10:53
Hallo allerseits,

der US on-shore rig-count bleibt ziemlich stabil bei 254 rigs, -68% YTD. Allerdings befinden wir uns nun seit Anfang Juli mit etwas Fluktuation (+/-20) auf diesem Niveau und verglichen zu letzter Woche stieg der Rig-count um 10 auf nun eben 254.

Das bestätigt meine Meinung, dass wir auf diesem Niveau eine gewisse Stabilisierung sehen, oder anders gesagt: das Schlimmste liegt jetzt erstmal hinter uns.

Für SBO bedeutet das m.E. dass der AE in Q2 und Q3 extrem schwach bleibt, wir in Q4 eine minimale Verbesserung aufgrund des Basiseffektes haben, bevor die Vergleichsbasis in Q1-21 und insb. Q2-21 dann deutlich leichter wird. Ich bin gespannt, wie die Aktie in dieser Zeit darauf reagieren wird.

Der Ölpreis scheint ja zzt ebenfalls recht gut ausbalanciert zu sein. Innerhalb der letzten 3 Monate ist der Trend bei WTI von Niveaus um 36$ auf nun knapp 42 zumindest leicht positiv.

Im Q2 Call (diesen Donnerstag) wird mein Augenmerk darauf liegen, wie das Management diesen downturn managed (also Kosten) und was sie zu cash und Downhole sagen können. Ich glaube kaum, dass sie sich zu einer Aussage über die aktuellen Ordertrends hinreissen lassen werden, leider.

Grüße,
Fel
 

3844 Postings, 2637 Tage dlg....

 
  
    #48
26.08.20 15:04
Vielen Dank für Deine Einschätzung, fel. Ich bin auch gespannt, was morgen berichtet wird und wie die Aktie reagiert. Da ich hier noch nicht lange mit an Bord bin, muss ich hier noch ein Gefühl entwickeln, wie die Aktie reagiert und welche "early indicators" den Kurs am meisten bewegen (Öl-Preis, Rig Count, quartärlicher AE, Ergebnisse von Peers, etc?). Dass das hier als Mittelfrist-Investment zu sehen ist, sehe ich genauso. Danke übrigens auch für die Klarstellung bezüglich on- und off-shore.  

258 Postings, 4969 Tage fel216Q2 Zahlen

 
  
    #49
27.08.20 10:20
Hallo allerseits,

die Q2 Zahlen sind m.E. im Rahmen der Erwartungen, wobei der AE mit -64% natürlich etwas unter meinen Erwartungen von -50% liegt und in etwa den Rig Count wiederspiegelt.

Umsatz und EBIT sind m.E. weniger relevant, da diese ja schon pre-announced wurden, genau wie die geringe Nettoverschuldung. Insofern liegt der Fokus auf dem Conf call heute um 11h.

Der Kurs zeigt sich ja sehr stabil.

Natürlich sind wir hier aber noch früh im Erholungszyklus, ich habe eben nochmal bei WEIR geschaut (siehe Link unten), die gehen davon aus, dass H2 auf dem aktuellen niveau verläuft. Das würde für SBO m.E. etwas schwächeren AE in H2 bedeuten verglichen zu meinen ursprünglichen Annahmen. Ich gehe jetzt auch in Q3/Q4 von einem AE um € 45-50m aus, das heisst -65% in Q3, -45% in Q4. In Q1/Q2 gehe ich dann von Niveaus um 55-60m aus, also keine sprunghafte Erholung, allerdings sehen wir in Q2 wieder deutliches Wachstum (+35% im AE).

Im Call wird für mich auch wichtig, was Sie zu EBIT in H2 sagen, bleiben wir da positive (auf adjusted Basis)?

Es bleibt spannend!

Bis später,
Fel
 

258 Postings, 4969 Tage fel216Q2 conf call notes

 
  
    #51
27.08.20 13:31
Hallo allerseits,

meiner Meinung nach ein Bärenstarker Conf call von dem sehr erfahrenen und ruhigen SBO Management - allerdings bin ich ja auch bullish, also mit diesem Disclaimer lesen bitte.

Meine Highlights:
- CEO sagte Zitat "We are going to survive this for sure, not so sure about some competitors". Das spricht m.E. Bände für die Aktie. Wenn man bereit ist hier 2 Jahre durchzuhalten steht die Aktie mit hoher Wahrscheinlichkeit bei 60+. SBO ist Marktführer in Nischenprodukten, bedient insb. 3 sehr große Player (Baker Hughes, Schlumberger, Halliburton) die alle über >1mrd Cash auf der Bilanz verfügen und somit m.E. nicht pleite gehen werden - das heisst SBO's Produkte werden auch in 2 Jahren noch gebraucht.

- Nach dem Bilanzstichtag von Q2 hat SBO über einen Mix aus Schuldschein + Kredite noch netto 60m € zu Zinsen zwischen 1.9-2.1% aufgenommen. Somit verfügt man jetzt über € 300m Liquidität auf der Bilanz. Laut conf call nutzt man dies sowohl als Puffer in den "uncertain times" ABER auch als mögliches Firepower für M&A, falls sich eine Chance ergibt. Historisch hat SBO in downturns immer sehr attraktive Zukäufe getätigt! Das man sich jetzt erneut für M&A rüstet, zeigt, wie confident man über das eigene Geschäft ist. Anders gesagt: Wenn man nur Feuer löschen müsste würde man sich sicher nicht mit M&A beschäftigen...

- Downhole Tech. Wurde im Call natürlich gefragt. Antwort: Seit Mai gibt es hier keine News. Genau wie im Mai gehen wir unverändert davon aus, dass der Kaufpreis NICHT in 2020 zahlbar sein wird. Wie ich oben schonmal geschildert hatte lastet m.E. die Sorge über die Verschuldung im Falle einer Auszahlung an Downhole Tech auf der Aktie, dies sollte mit dieser Aussage etwas reduziert werden.

- Zahlungsverhalten der Kunden: Alle Kunden zahlen zuverlässig, insb. die 3 großen, aber auch bei den anderen Kunden ist alles normal.

- Kurzarbeit: Wäre nur in Österreich möglich, wird dort aber nicht genutzt und ist nicht in Planung. Für mich erneut positiv - wenn es dramatisch schlecht liefe würde Kurzarbeit geplant, ist aber nicht der Fall.

- Downhole Tech: Die Firma hat jetzt im Downturn massgeblich Marktanteile gewonnen und man hofft, das man diese Gewinne auch in der Recovery verteidigen kann. Spricht dafür, dass SBO gute M&A targets auswählt.

- US Aktivität/Rig Count: Die US Aktivität gemessen am Rig Count hat sich in den letzten Wochen stabilisiert. Dies sieht man auch im Well Completion Segment (hier ist Downhole Tech aktiv), dies wird nicht über Rig Count sonder Frack Crews gemessen: In guten Zeiten sind insg. 400-500 Frack Crews in USA auf den Ölfeldfern unterwegs, im May waren es 50, in Juli/August 70. Also auch hier sieht man eine gewisse Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

Wenn ich mir den Kursverlauf der Aktie in der letzten Krise 2015/16 anschaue, sehe ich folgendes und ich hoffe hier auf eine Wiederholung:
- Der AE wurde ab 2015 (Q1) schlecht, die Aktie antizipierte dies ca. 6 Monate vorher.
- In 2015 war der AE relativ stabil um 50m € herum (-60%), die Aktie fluktuierte zwischen 40-60€.
- In 2016 fiel der AE auf 40/quartal, die Aktie zog ab Sept an, das war aber ein "false start".
- Ab Q2-17 zog der AE deutlich auf 80 (+132%) an und lief in den Folgequartalen auf 100m, die Aktie zog dann auf € 100m.

In diesem Vergleich befinden wir uns aktuell vermutlich auf dem Level von Q1-15 (AE wird merklich schlecht). Die Frage ist, ob sich der Markt diesmal deutlich schneller als in 2015/16 erholt, schließlich war der Abfall (Rig Count) diesmal deutlich extremer... wir werden sehen.

Ich freue mich über alle Kommentare / Input.

Viele Grüße!
Fel
 

35 Postings, 217 Tage bargaininvestDie großen Drei

 
  
    #52
27.08.20 15:00
So groß ist der Lieferumfang an die großen drei Serviceunternehmen nicht mehr. Früher waren es über 60 Prozent, mittlerweile unter 30. Auf meine Nachfrage hin gab man mir bekannt, dass das eine bewusste strategische Differenzierung war, hin zu den Frackern und den Ölmultis.

Ich bin gespannt, wie die Wertberichtigungen bei den Lieferforderungen aussehen.  

258 Postings, 4969 Tage fel216@barga

 
  
    #53
27.08.20 15:59
Hi Barga,

danke für deinen Beitrag. Was meinst Du mit dem letzten Satz? Kannst Du das etwas ausführen?

Wie ist deine Meinung zu den Zahlen von heute und dem kurz- und mittelfristigen Ausblick?

 

35 Postings, 217 Tage bargaininvestFel

 
  
    #54
1
27.08.20 18:05
Ich meine damit, dass das Risiko ausfallender Forderungen höher geworden ist, seit sie nicht mehr hauptsächlich die großen Drei beliefern. Die Pleitewelle bei den Frackern wurde hier ja auch schon thematisiert.

Die Zahlen finde ich sehr solide, auch wenn ich mit einer noch höheren Wertminderung zum Jahresende rechne. Zum Ausblick habe ich Deinen Ausführungen nichts hinzuzufügen. Kurzfristig mache ich mir keine Gedanken, das wäre müßig. Langfristig sehe ich das gleich wie Grohmann. Die Ölnachfrage verschwindet nicht einfach und es werden noch viele Jahre die Nischenprodukte von Sbo gebraucht.  

258 Postings, 4969 Tage fel216Hauck traut sich was

 
  
    #55
28.08.20 09:40
Guten Morgen,

die Analystin von Hauck & Aufhäuser traut sich anscheinend durch die Krise durchzuschauen.

Sie hebt heute Ihr Kursziel auf € 50 an, die restlichen Analysten (m.E. ist bei CS der beste Analyst mit 18€ Ziel) liegen noch bei 18 bis maximal 30€.

Melde mich, falls ich noch etwas zu dem Report sagen kann.

Grüße,
Fel  

258 Postings, 4969 Tage fel216Korrektur

 
  
    #56
28.08.20 13:08
Hallo,

Entschuldigung, ich muss korrigieren. Das Kursziel liegt seit April schon bei 50€, also keine Anhebung heute.

In der Studie selbst steht nichts neues. Das Kursziel ist DCF basiert. Die Annahmen für 2021 sind mir im Umsatz deutlich zu ambitioniert mit € 363m Umsatz (+18%), die EBIT Marge (10%) halte ich für realistisch.

Grüße,
Fel  

35 Postings, 217 Tage bargaininvestAnalyse

 
  
    #57
28.08.20 14:33
Inklusive Einmaleffekte wird es definitiv keine 10-prozentige EBIT Marge geben.  

258 Postings, 4969 Tage fel216Ausblick

 
  
    #58
31.08.20 17:04
Hallo allerseits,

ich habe mich noch weiter in den kurz- und mittelfristigen Ausblick für US Onshore eingelesen, hier eine sehr kurze Zusammenfassung:
Kurzfristig (H2): Stabilisierung des Rig-Count auf aktuellem Level. Interessant ist, dass die break-evens für neue Bohrlöcher laut Dallas Fed zwischen 46-52$ für WTI liegen, das heisst ca. 7-13% über aktuellem Niveau.  Goldman erwartet für H2 einen Ölpreis bei 42-45$, spricht für den stabilen Rig-Count.
2021: GS erwartet einen Ölpreis bei 56$, somit also wieder über dem break-even. Ebenfalls erwartet GS US E&P capex bei +8% - das sollte natürlich stark H2- weighted sein.
2022: GS erwartet US E&P Capex +34%, das wäre in-line mit vorigen Krisen, wobei das Wachstum deutlich darunter lag. Als Beispiel: 2015-18: -32%, -48%, +50%, +36%. Für 2020 erwartet GS Capex übrigens bei -46%.

Ich fragte mich ja lange über die Zukunft von Shale, ob wir den Peak schon überschritten haben. Laut GS wird der Peak wohl erst 2030 erreicht.. das heisst, selbst wenn sich die oben dargestellte Erwartung um 1 Jahr verschieben sollte ist das kein Drama. Wie ich vor einigen Posts sagte: man braucht hier sicher Sitzfleisch.

Freue mich über Eure Inputs!

Grüße,
Fel

 

3844 Postings, 2637 Tage dlg....

 
  
    #59
01.09.20 10:57
Hi fel, sorry für meine späte Rückmeldung und erst mal tausend Dank für all Deinen Input hier – das ist weltklasse! Und alles sehr brauchbar für das Investment, insbesondere mit den historischen Verweisen zur Aktienkurs-Performance und der Rückmeldung aus dem Call.

Bei meinem SBO Investment habe ich das Problem, dass ich mich so schlecht informiert fühle wie bei kaum einer anderen Aktie. Keine Analysten-Reports, keine sonstigen Analysen, nix zur Charttechnik, sehr wenig Newsflow, kaum öffentliche Erwähnung, der Analysten-Call nicht auf der Homepage verfügbar, etc. So ein bisschen fühle ich mich an das Sparkassen-Börsenspiel zu Schulzeiten erinnert, als man max. einmal pro Woche in den Kursteil der Zeitung geschaut hat :-). Hat etwas Beruhigendes, aber bedeutet leider auch, dass ich mich inhaltlich hier weniger einbringen kann als bei anderen Aktien – sorry vorab dafür!

Zu den Analysten: zu den Kurszielen von Hauck habe ich mich schon zu oft geäußert wenn auch nicht in diesem Forum – das scheint deren Firmenpolitik zu sein, immer das Aursreißer-Kursziel haben zu müssen. Ansonsten hat es bei den neun Analysten ja nicht einen einzigen Rating change gegeben, die (Vorab-) Zahlen waren dahingehend ein non-event. Deckt sich nicht unbedingt mit Deiner Interpretation des Calls, aber vllt haben die Analysten eher einen kurzfristigen Blick und nicht unseren 1-2j Blick. Den wird man wohl in der Tat brauchen, da bin ich ganz bei Dir.

Zur Bilanz: ja, da fühle ich mich wohl bei der Aktie, die neue zusätzliche Linie gibt noch mehr Sicherheit. Ob ich mich über eine Akquisition freuen würde oder lieber sähe, dass man in diesen Zeiten die Mittel beisammenhält, weiß ich nicht. Aber ich stimme Dir zu, dass das ein Zeichen der Stärke nach außen setzt.

Gab es in dem Call eine Aussage zur Cash/EBIT-Entwicklung in 2H20, sprich: bleibt man auf einem Break-Even-Level?


Vielen Dank noch mal & viele Grüße,
dlg.  

258 Postings, 4969 Tage fel216Stabile Kursperformance

 
  
    #60
1
09.09.20 14:51
Hallo allerseits,

ich möchte hier nur mal anmerken, dass sich die Aktie vor dem Hintergrund der starken Ölpreisverluste etc. doch sehr solide schlägt... das spricht für mich erneut dafür, dass wir hier eine gewisse Bodenbildung erleben.

Ich habe in der letzten Zeit noch etwas recherchiert, mit folgenden Ergebnissen:
- Downhole Tech: Hier rechne ich in 2021 mit einem Ergebnis. Aktuell muss man ja wohl 120m zahlen, ich vermute aber, man wird versuchen einen Vergleich zu erzielen und den Kaufpreis etwas zu drücken (ggf. um 20-40m)?. Das Geld liegt jetzt nach dem letzten Schuldschein (nach den Q2 Zahlen) schon bereit, sodass dieses Thema mich nicht mehr verunsichert.
- Baker/SLB und Halliburton machen in der Tat ca. 30% des Umsatzes aus, wie Du schon anmerktest @ Barga.
- AE Phasing: Hier hat sich mein Gefühl/Fazit konkretisiert, Q3 wird in etwa Q2 Niveau (ggf etwas darüber), Q4 wird dann wieder schwächer als Q3, weil dann die US E&P Budgets auslaufen - das haben wir auch schon in Vorkrisen so erlebt.
- E&P Spending 2021/22: Goldman geht für 2021 von +3% E&P capex spending, gefolgt von ca, +34% in 2022 aus. Spricht für meine Stabilisierungsthese. Obwohl sicher keiner zzt so weit in die Zukunft blicken kann. Wesentlich ist für mich, dass der Öl Output aus US Shale wohl noch bis 2030 weiter wächst (Quelle: Goldman), das heisst, ob die Erholung für SBO 1 oder 3 Jahre dauert interessiert mich bei dem aktuellen Kurs überhaupt nicht.
- US Wahl bleibt ein Risiko Faktor: Biden spricht sich übrigens klar gegen neues Fracking aus, pro clean energy. Ob das allerdings auch nach seiner möglichen Wahl so bleibt, da setzte ich mal ein großes ?. Schließlich geht es bei US Öl um eine große Branche mit viel Geld und vielen Arbeitsplätzen... Aber das bleibt definitiv ein Risiko, was wir dann im November einschätzen können.

Hier noch ein schönes Video über SBOs Produkte auf das ich in der Recherche getroffen bin: https://www.sbo.at/movie?movieQuality=lq

Viele Grüße,
Fel  

258 Postings, 4969 Tage fel216Trafigura Ölpreis Ausblick

 
  
    #61
14.09.20 10:38
Hallo allerseits,

anbei ein interessanter Bloomberg Artikel bzgl. der Ölpreis Meinung vom Handelshaus Trafigura. Im Fazit: Schwacher Ölpreis in Q4, Erholung in H1-21. Passt mit den Erwartungen für den AE für SBO zusammen. Könnte allerdings nochmal die SBO Aktie belasten. Auf der anderen Seite natürlich die Frage, was ist bei diesem ausgebombten Niveau bereits eingepreist?
Ebenfalls heute gelesen, dass TUI z.B. Ihre Cruise Liner ab Q1-21 wieder fahren lässt. Dann sollte m.E. auch irgendwann der Flugverkehr wieder Fahrt aufnehmen, alles Öl Verbraucher.

Im Fazit für SBO: Wir sind sicher noch sehr früh in der Erholungszeit, aber ab Januar sollte der End-Markt langsam in unsere Richtung laufen..

Trafigura Sees Oil Market Getting Worse Before It Gets Better
2020-09-14 06:38:34.913 GMT


By Serene Cheong and Javier Blas
(Bloomberg) -- Commodity trading giant Trafigura Group
believes the oil market is about to go back into surplus as the
demand recovery stagnates.
“We expect crude stocks to build into the year-end,” said
Ben Luckock, co-head of oil trading at Trafigura. “Headline oil
prices were a bit higher than they needed to be: $40 a barrel
Brent is more sensible, and my gut feeling is that we will drift
into the high $30s.”
The comments mark a bearish start to the annual Asia
Pacific Petroleum Conference in Singapore, one of the world’s
biggest oil-trading industry gatherings. With the coronavirus
still ravaging countries around the world, the conference has
been moved online this year and most companies have canceled the
normal round of cocktail parties and dinners.
Trafigura has a vantage point over the global oil market as
the world’s second largest independent energy trader, behind
only Vitol Group. It was among the first to forecast the
magnitude of the demand collapse in March and April. Now, the
trading house is betting the oil market is about to enter
another bearish phase despite the efforts of the OPEC+ alliance
to balance supply and demand.
“This market looks worse in a couple of months than now,”
Luckock said in an interview ahead of his online speech to
APPEC, organized by S&P Global Platts. “I think lower oil prices
are warranted.”
Oil traders including Trafigura are gearing up for a
possible glut in crude oil and refined petroleum products,
snapping up giant tankers for months-long charters so that they
can be ready to store excess barrels if necessary.
The main problem is that demand, which recovered sharply
over May and June, has plateaued. It’s now around 92 million
barrels a day, compared with roughly 100 million barrels a day
before the pandemic, according to Trafigura. The market
consensus a couple of months ago was that consumption would
steadily increase in the third and fourth quarters, but traders
are now scaling back those forecasts as some nations struggle
with a second wave of infections.

‘Supply-Heavy Market’

As a result, Brent crude, the global benchmark, dropped
below $40 a barrel last week for the first time since June. West
Texas Intermediate, the American benchmark, has fallen to near
$37 a barrel.
The summer driving season in the U.S., key for gasoline
demand, was disappointing and with many Americans either
unemployed or working-from-home for the foreseeable future, few
see a quick recovery in oil consumption. The virus is still
surging in India, weighing on energy demand there, although the
outlook is better in China and Europe.
Diesel and jet fuel have been hit particularly hard as the
virus leaves thousands of trucks idled and many flights
canceled. Many refineries are making little money and, in some
cases, actually losing it.
“I’m in no hurry to be involved in a recovery trade,”
Luckock said. “We’re in a supply-heavy market and it’s a
difficult situation to get through,” he said, adding that oil
prices should start to rise again in the first quarter.
 

3844 Postings, 2637 Tage dlg....

 
  
    #62
16.09.20 09:24
Es fällt schwer, momentan diesem Aktieninvestment irgendetwas Positives hier abzugewinnen - außer man sieht den Ölpreis, den RigCount und den Aktienkurs als eine Art Bodenbildung. Aber Dein obiger Artikel von Trafigura, die gestrigen Aussagen von BP (https://www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/...QWs1lzlgS9Ga-ap3) und der Kurs reagiert die letzten Tage auch nicht auf (leicht) steigende Ölpreise. Auch bin ich etwas skeptisch wie Öl-Werte reagieren könnten im Falle einer Abwahl Trumps.

Will nur sagen, dass auf meiner Seite durchaus (kurzfristige) Skepsis vorhanden ist, auch wenn ich mittelfristig hier ordentliches Potenzial sehe.  

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