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WDI Forum für Verantwortungsbewusste


Seite 1 von 26
Neuester Beitrag: 24.03.19 20:00
Eröffnet am: 16.06.15 09:36 von: hgschr Anzahl Beiträge: 634
Neuester Beitrag: 24.03.19 20:00 von: Primer Leser gesamt: 130.515
Forum: Börse   Leser heute: 59
Bewertet mit:
4


 
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610 Postings, 1412 Tage hgschrWDI Forum für Verantwortungsbewusste

 
  
    #1
4
16.06.15 09:36
Guten Tag,
dieser Thread ist an all jene gerichtet, die bereits sind, neben ihrer eigenen Meinung auch grundsätzliche Arbeit zu leisten, um durch Recherchen zu verschiedenen Themen des Umfeldes der Wirecard Informationen zu gewinnen, die aufgrund ihrer Menge durch einen Einzelnen nicht aufzuarbeiten sind. Durch gezielte Analysen des Marktes, unterteilt in Europa und Asien, der Produktangebote, der Konkurrenten, der gesamtwirtschaftlichen Lage soll der private Investor in die Lage versetzt werden, sich ein ganzheitliches Bild zu verschaffen.  
608 Postings ausgeblendet.
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1036 Postings, 1525 Tage ooo111oooinnerhalb sieben Tagen.....

 
  
    #610
18.03.19 09:06
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...heidung-der-bafin-1.4371229

Ich zitiere die letzten beiden Sätze: "Endgültige Gewissheit soll nun der finale Report der externen Anwaltskanzlei bringen. Er wird in den kommenden sieben Tagen erwartet."  

1851 Postings, 1098 Tage zwetschgenquetsche.Funktionsweise der Presse

 
  
    #611
16
18.03.19 09:44
Ich erlaube mir selbst einen ziemlich guten Einblick in die Medienwelt zu attestieren, da meine Welt des Digitalen sehr eng verflochten war und ist mit den Medien und ich schöpfe nun aus knapp 10 Jahren Erfahrungen.

Und Pressearbeit, also wie die Presse arbeitet, funktioniert immer nach dem Motto: Ich mach' mir die Welt, wie sie mir a) gefällt und wie b) möglichst negativ darsteht. Denn Medien/Journalisten verstanden und verstehen sich als Aufklärer und zunehmend (Stichwort: Konstruktiver Journalismus) als Problemlöser. Das ist nicht gänzlich falsch, aber auch nicht richtig, weil es der Subjektivität Tür und Tor öffnet und damit das Neutralitätsgebot und damit auch der Meinungsfreiheit und -vielfalt konträr läuft.

Ferner kommt es nicht von ungefähr, wie sich die Medien ihre Lieblinge und Feindbilder schaffen. Einmal aus rein inhaltlichen Gründen: Es immer wichtig wegen der Fallhöhe und Dramatik, erst jemanden groß zu machen, um ihn dann fallen zu lassen. Bzw. erst klein und schlecht zu machen, um es/ihn dann zum heroischen Phoenix aus der Asche zu machen. Hinzu kommen kommerzielle Gründe: Verlage wie Axel Springer sind natürlich auch aus eigenem Interesse daran interessiert, ein z.B. start-up-freundliches Klima zu schaffen, weil sie selbst massiv in Start-ups investiert waren/sind (z.B. über PlugnPlay, Project A, u.a. (man erinnere sich nur mal an den Kauf und Verkauf von gamigo) oder wie ZEIT und Handelsblatt ständig teure Konferenzen und Podiumsdiskussionen dazu abhalten, über die dann selbst berichtet wird (zuvor natürlich beworben) und sich so eine gefährliche Selbstreferenzialität und Selbstüberhohung bildet. Auch der Hype um Influencer, ein völlig erbärmliches Beurfsbild ähnlich dem Handelsvertreter, ist reines Kalkül, weil es Geld, Werbung, Klicks bringt. Und den St. Patricks Day als Weltglückstag zu pushen, um nach Halloween einen zweiten internationalen Feiertag zu kreieren gehört ebenfalls dazu. Die Presse ist in vielerlei Hinsicht nur noch ein unreflektierter, egoister Steigbügelhagel für entweder sich selbst oder diversen, sehr oft us-amerikanischen Kommerz-Interessen. Politik lasse ich außen vor!

Und die Presse hat kein Geld, einerseits weil sie ein Opfer von Regularien ist (fängt bei Landesmedienanstalten), und weil sie sich mit Boulevardismus, hoher Marktkonzentration, keiner kohärenten Bezahllösung (manifestierter Kostenloskultur), prekären Arbeitsverhältnissen und Kampagnenjournalismus ihr eigenes Grab schaufelt. So etwas wie krautreporter.de hätte es eigentlich nie geben brauchen/sollen/dürfen!!!

Sie schreiben wegen diversem Druck und aus Bequemlichkeit voneiannder ab und sehen zu, so viele Klicks wie möglich zu bekommen, damit dann wiederum der Anzeigenvertreter bei seinen Kunden mit günstigen TKPs (Tausender-Kontakt-Preis) punkten kann. Und wenn Werbekunden ausbleiben, dann füllt man seine Taschen mit Konferenzen und Bustouren oder man kauft sich gleich seine eigenen Kunden und gibt ihnen dann günstige Werbeplätze. In der Werbung von Pro7 laufen doch fast nur noch Spots von Onlinefirmen, an denen Pro7 selbst beteiligt ist.
Außerdem wird zumeist tendenziös und negativ berichtet, um sich selbst als aufklärerisch, investigativ, vorwegggehend, lösungsorientiert etc. zu sehen. Manchmal klappts, vielfach ist es ein offensichtlicher Selbstbetrug. Und Feindbilder werden solange weitergemobbt, bis es sich für die Quote nicht mehr lohnt. Zwischenzeitlich gibt es dann immer wider vereinzelte Abweichungen vom Mainstream, denn nur so kann man den Leserfrust verzögern und hier und da noch punkten. Gehört aber zum Kalkül, denn mal dann und wann "contrarian" zu sein, suggeriert ja erneut, irgendwie aufklärerisch, investigativ, antizipierend und pionierhaft zu sein. Doch die paar Lichtstrahlen können den Schatten, den die Medien aufziehen, nicht lösen. Einmal Feindbild, immer Feindbild, egal wie abstrus die Berichterstattung wird.
Denn zumindest mir fällt weit mehr dazu ein, wie man Adyen schlecht machen könnte, als Wirecar und zwar unter rein neutralen Gesichtspunkten. Dazu muss ich noch nicht mal was absichtlich missinterpretieren oder mich ärgern, weil ich als Journalist kein Interview mit dem CEO bekam. Ja, auf Rache sind viele Journalisten aus. War beim Steinbrück-Wahlkampf sehr gut zu beobachten, aber bevor ich abschweife zurück zu Adyen:
Adyen ist höher/abstruser bewertet, hat nur wenige Kunden, ist nicht der Innovationsführer, hat eine quasi inexistente PR- und Newsabteilung (geht man auf deren Webseite), ist wneiger profitabel (relativ und absolut) und die Investoren machen Kasse. Stattdessen wird gelobt, wie lukrativ Adyen für ihre Investoren war und ist und wie "stabil" mitunter sogar "steigend" und damit "wertsteigernd" deren Kurs doch war und ist. Unter uns: Adyen kann froh sein, dass ihr Investor nicht Oliver Samwer war. Sonst sähe es ganz anders aus, denn die Medien ergötzen sich an ihrem Samwer-Bashing.

Es gäbe noch viel mehr zu sagen, auch Gutes, aber Ariva ist nicht das richtige Medium um einen Roman zu veröffentlichen. Für mich gibt es momentan nur mit der FAZ und BrandEins zwei lesenswerte Wirtschaftsmedien. Ihr Saldo an seriösen Artikeln ist nach wie vor positiv. SZ und ZEIT schreibe ich noch nicht ganz ab, aber auch nur die Printversionen. Bis auf Novo-Argumente, Krautreporter, Perspecitve Daily und ein Dutzend Branchenblättern (also so etwas wie techcrunch, medium und gruenderszene.de zu Startups, oder die Vogelverlag-Blätter zum Maschinenbau) halte ich alle Wirtschafts- und Finanzmedien, die es sonst noch gibt für unlesbar. UNLESBAR.

Und es gilt: Als Leser Geld auszugeben für Medien. Wenn man sich dem immer verweigert, verunmöglicht man akzeptablen Journalismus. Dann ist ein jeder ebenfalls ein Totengräber der Presse. Und wer Geld hat, um Aktien zu kaufen, der muss auch 5€ für ein Digitalabo oder 60€ für ein Jahresabo locker haben. Muss!
 

824 Postings, 995 Tage stoffel_WC-Anzeige bei StA

 
  
    #612
18.03.19 09:50
Hat MB die StA angelogen, um ein LV-Verbot anzuleiten?

http://www.deraktionaer.de/aktie/...rkehr--boersenbriefing-456770.htm  

824 Postings, 995 Tage stoffel_Anzeige bei StA

 
  
    #613
1
18.03.19 09:56
Zitat aus dem Artikel

"Die Information über bevorstehende, weitere "Short-Attacken", die der Staatsanwaltschaft nun vorliegt, stammt von der Wirecard AG selbst."
 

495 Postings, 203 Tage Schricki@stoffel_

 
  
    #614
2
18.03.19 10:07
der Beitrag von Zwetschgenquets. zeigt doch hervorragend auf, was von solchen Artikeln zu halten ist....hätte, könnte...vielleicht....erbärmlicher Journalismus. 6 Zutaten und immer wieder ein neues Menü zaubern wollen, irgendwann wird einem davon übel.  

62 Postings, 1859 Tage BernstedterDie Berichterstattung

 
  
    #615
18.03.19 11:31
über WC erinnert mich stark an die Berichterstattung über die AFD, Lügen und Halbwahrheiten werden mit "Hätte könnte sollte" Szenarien geschmückt, die nicht haltbar sind und zu belegen sind, aber etwas Dreck bleibt halt kleben.

So wie die Wähler eingeschüchtert werden sind es bei Wirecard die kleinen Aktionäre denen man Angst macht.  

87 Postings, 1216 Tage EdWiseAktionär

 
  
    #616
4
18.03.19 12:29
Da haben sich also tatsächlich Behörden bzw. deren Mitarbeiter bezüglich ihres weiteren  Vorgehens abgestimmt und Formulierungen so verändert, dass sie trennscharf und passend sind. Skandal! Das könnte einem Redakteur des Aktionäres bei eigenen Artikeln wahrscheinlich eher nicht passieren, dass den Unfug nochmal jemand gegenliest. Daher auch das Unverständnis.  

1851 Postings, 1098 Tage zwetschgenquetsche.Zu Worldpay

 
  
    #617
20
18.03.19 13:32
Da steht nun also die zweite große Übernahme an, nachdem bereits Firsev und Firstdata zusammengingen. Und es ist wieder mal in den USA, wo 1) unbares Bezahlen weiterfortgeschritten ist, als hier (daher auch verschäfterer Wettbewerbsdruck), 2) mehr Geld, Investment-/Changebereitschaft vorhanden ist durch ausgeprägte VC/-PE-Kultur, 3) die Unternehmen jeweils börsennotiert sind (auch dies macht M&A "einfacher") und 4) man noch mehr, als hier befürchtet die großen Techkonzerne könnten den Markt beherrschen, weswegen man sich direkt mal so groß fusioniert, dass sie als Übernahme für ALP, APPL, AMZ und Co. zu teuer werden.

Denn, wenn man sich die Historie dieser Paymentfirmen anschaut, Wikipedia reicht, dann fällt auf, dass die ihre Marktposition (nicht Vormachtsstellung) nie aus ihrer Innovationskraft oder überhaupt irgendwie organisch , sondern nur aus M&As aufbauten. Wirecard hingegen hat bislang nur Übernahmen getätigt, um geographisch zu wachsen, nicht des Technologie-/Knowhowerwerbs wegen. Bemerkenswert finde ich zudem, dass WDI zuletzt vor 2 Jahren aktiv wurde und nun, wo sich andere bemühen, ihre vermeintliche Größe zu bewahren und sich gegenseitig übernehmen, Wirecard sich auf ihre Innovationsführerschaft konzentriert. Kann man interpretieren, als das der Markt preismäßig überhitzt ist und Wirecard sich die aktuellen Preise nicht leisten kann oder will. Finde ich gut. Gleichzeitig könnte Wirecard im US-Markt noch eine zu kleine Nummer sein, als das sie für eine Übernahme interessant wären. Finde ich auch okay. Rein geografisch gesehen ist der Zahlungsprozessanbietermarkt ja eh schon verteilt. Oder man könnte es so sehen, dass man Wirecard, trotz ihrer "Smallness" fürchtet und daher den Markt verengt, indem an sich gegenseitig übernimmt, in der Hoffnung Wirecard weniger Expansionsraum zu geben. Oder man kann es so interpretieren, wie bei DB und Coba: "Die Hoffnung dass man lebendig wird, wenn sich 2 Leichen zusammentun". Denn die US-Firmen, die sich hier gerade übernehmen, bestehen länger als Wirecard und sind in ihrer Rolle keine Softwarefirmen, sondern Finanzdienstleister. Das wäre ungefähr so, als wenn Lamy, FaberCastell, Hahnemühle und Leitz sich aufschwingen Microsoft Office zu werden oder die Deutsche Post zu Facebook.

Sollen sich Firsev&Firstdata und Worldpay&FIS ruhig die nächsten Jahre mit Integrationskosten, einem IT-Flickenteppich, einem Strategiedisput und sicherlich diversen Kultur/Mitarbeiterproblemen sowie mit keiner führenden Technologie rumschlagen. Wirecard sehe ich durch diese ganzen Vorkommnisse nicht gefährdet, sondern wenn, dann gestärkt.

Denn es ist doch so:  So etwas wie ein hoher Kundenbestand- und Kundenloyalität, Netzwerkeffekte, Lockin-effekt etc. gelingen nur, wenn auch das zu grunde liegende Produkt superior ist. Die reine Nutzeranzahl ist irrelevant, solange man selbst keinen Service anbietet, der von der Nutzeranzahl abhängt. Communities zb. brauchen eine Nutzeranzahl um wertvoll zu sein. Oder ne Mastercard. Kein Händler stellt nen Kreditkartenterminal auf, wenn Kreditkarten nicht verbreitet wären oder niemand böte Paypal an, wenn diese Bezahllösung nicht viele User hätte. Und Tankstellen gäbe es nicht ohne Autos und gleichzeitig ist es den Tankstellen egal, was für ein Auto ankommt: Ob VW, Mercedes oder Hyundai.

Was von diesen Aspekten trifft auf Firsev/Firstdata bzw. Worldpay/FIS zu? Nahezu nichts.
Die haben weder eine eigene Bezahllösung, noch solche Mehrwerte für die Nutzer, wie Wirecard. Ich höre von denen nirgends eine Aussage wie "Wir erhöhen die Conversionrate um X% im Durchschnitt", "Wir reduzieren die Forderungsausfälle um X%", "Wir vergeben nun auch Kredite", "Wir erhöhen den Umsatz und den Gewinn unserer Kunden um X%", "Wir verrechnen die geringsten Gebühren", "Wir bieten zusätzliche Datenauswertungen", "Wir bieten multicurrency-Lösungen" etc pp.

Und genau das ist wichtig, wie ich versuche anhand anderer Netzwerkeffekte-Unternehmen darzustellen:
MS Office ist nicht allein deswegen so dominant, weil es viele User hat, sondern wegen der Datenkompatibilität. Wer kein zb. .docx hat (von mir aus auch pdf, ppt, jpg) kann gewisse Dinge nicht sehen, erledigen, schreiben oder austauschen. So wie Tankstellen, wenn sie nicht Diesel und Bleifrei anböten, pleite gingen. Ohne ihre Kompatabilität mit dem, was die Autos an Benzin brauchen, entsteht kein Fit. Und wenn von 10 Leuten 9 Office haben, sieht der eine ohne in die Röhre...

Aber beim Geld (Währungen außen vor) gibt es so etwas nicht. Ich bezahle mit Paypal nicht mit einem bestimtmen Dateiformat. Mit dem, wie ich bei Paypal bezahle, bezahle ich auch per Mastercard, per Lastschrifteinzug, Girokarte. Jetzt kann man Geld insofern ein Format überstülpen, indem es in eine Bezahlapp packt. Als Kreditkarte (Visa, Mastercard, Paysafecard), Paypal, N26 oder auch als Boon. Dann kommt es auf die Vebreitung dessen an und die kleinen sterben. Ist einfach so. Boon gehört zu letzterem, aber Boon ist ja eher ein nice-to-have Angebot von WDI, als deren Hauptgeschäft. Das ist immer noch die Wirecard Suite, die die Transaktionen abwickelt von aberdutzenden Bezahloptionen.
Und Firsev&Firstdata und Worldpay&FIS sind weder eine "Superior Tanke" (eigener Abwicklungsdienst) noch ein "Superior Auto" (eigene Bezahlapp). Sie selbst bieten keine sonderlichen Mehrwerte an. Ich sehe nirgends einen Leistungsvorsprung, wie es zb. Google hat und worauf Google sein Monopol gründet. Deren Suchmaschine ist einfach so gut, dass da gewisse Autonavis und Alternativsuchmaschinen nicht mithalten können. Von Worldpay, Adyen, Fiserv usw. höre ich nie etwas in der Art, dass sie ihre Kunden tolle Mehrwerte bieten, die Conversionrate steigern, das Ausfallrisiko reduzieren, Umsätze bringen, etc. Gründe, um Kunde zu bleiben, gibt es also wenige bis keine, wenn man kein großer Händler ist (wie ebay).
Die brauchen außer der Abwicklung auch sonst nichts.

Sie wickeln dasselbe ab wie Wirecard (die Abwicklung von Geldzahlungen) in anscheinend schlechterer Qualität. Und wenn ich als Händler vor die Wahl gestellt bin, Wirecard zu nutzen oder die bisherige Alternative, dann spricht vieles für Wirecard. Dann rechne ich, was mich die Umstellung des Kassensystems kosten würde im Vergleich zu den Mehreinnahmen und/oder Einsparungen durch Wirecard.
Egal ob als Einzelhändler in NY und L.A. oder als Online-Shop in Austin und San Diego: es gibt keinen Grund, bei Worldpay oder Fiserv zu bleiben, außer Faulheit und Unvertrautheit bzw. geringer Bekanntheitsgrad und diese Aspekte ist Wirecard ja dabei, aus dem Weg zu räumen seitdem sie in die USA gingen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Durch diese Fusion wird Wirecard kein einziges Stück vom Kuchen genommen. Und ob man sich wirklich einen Gefallen getan hat, Wirecard vom weiteren Fressen abzuhalten, bezweifel ich ebenfalls.
Und wenn ich dann hier lese (https://www.fisglobal.com/about-us) dass FIS 20000 Kunden hat weltweit, muss sich Wirecard nun wirklich nicht fürchten.  

610 Postings, 1412 Tage hgschrPastapasta

 
  
    #618
2
18.03.19 20:22
Respekt! Deine Beiträge waren bereits vor 2016 fundiert, gut recherchiert. Es fehlte die Objektivität. Heute freue ich mich wirklich, dich bei uns zu haben. Sehr neutral, sehr gut informiert. Einfach wertvoll. Aber deinen Kachelmann in Israel vergesse ich dennoch nicht. Very welcome!  

610 Postings, 1412 Tage hgschrHört hört

 
  
    #619
2
18.03.19 20:32
Doch endlich einmal damit auf, auf die dummen negativen Artikel zu klicken. Damit bestätigt ihr doch nur, dass nur Negatives gekauft wird. Gibt doch auch positive headlines. Klickt auf diese dann steigt der Kurs.
Im übrigen geht es demnächst andersrum. Nach dem Bericht gibt es nur positive Headline. Da gilt es dann klicken  

427 Postings, 289 Tage gdchszur Worldpay-Übernahme

 
  
    #620
1
18.03.19 21:06
was mir auffällt, das der Wirecard-Kurs kaum oder gar nicht reagiert.
Man könnte doch annehmen (oder hoffen?) das da auch ein wenig Fantasie reinkommt durch die aktuellen Übernahmen im Fintech/Payment Bereich.
Wirecard ist momentan relativ günstig, der freefloat ist hoch (siehe https://ir.wirecard.com/websites/wc/German/2000/aktie.html ), also  eigentlich wäre da der Gedanke aktuell nicht ganz so abwegig.
Ist den potentiellen Interessenten Wirecard noch zu teuer? Oder denken sie es geht weiter runter und man könnte später günstiger einsteigen? Oder ist ihnen die Sache zu "heiss" wegen den aktuellen Querelen ?  

Optionen

610 Postings, 1412 Tage hgschrWir sehen

 
  
    #621
1
18.03.19 21:18
Die Phase nach der üblichen dritten Demontagewelle. Leichte Erholung bis zum 15% Sprung.  

610 Postings, 1412 Tage hgschrIndien

 
  
    #622
3
20.03.19 14:10
In einem früheren Beitrag beklagte ich, dass Indien in der Berichterstattung seit Anfang 2018  nur noch unter  "organischem Wachstum" und nicht mehr separat ausgewiesen wird. Das mag damit zu tun haben, dass die Ergebnisse in 2017 und 2018 doch unter den Erwartungen oder unter einem den Kaufpreis rechtfertigenden Niveau lagen. (Wer viel macht, macht auch mal nen Fehler) Wäre top, wenn ich mich irrte, noch besser, wenn Indien schnell mal eben die EBITDA 2017 und 2018 berichten würde.  

610 Postings, 1412 Tage hgschrLächerliche Vorwürfe

 
  
    #623
21.03.19 11:42
Interessanter wäre es, wenn der Mcdumm mal seine Leberwerte veröffentlichen würde. Und den Bankkonto. Da werden einige Buchungen von Geldeingängen von Grazer zu sehen sein  

610 Postings, 1412 Tage hgschrGrazer natürlich

 
  
    #624
21.03.19 11:43
 

67 Postings, 3563 Tage azoreÖsi Connection halt...

 
  
    #625
21.03.19 11:49
 

16 Postings, 2190 Tage BetaSurferKonkrete Frage, klare Antwort

 
  
    #626
2
21.03.19 15:25
Finanzen100: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat rund um die Veröffentlichungen der ,Financial Times' und zeitgleiche Leerverkäufe, diese für die Wirecard -Aktie verboten. Was halten Sie von diesem Schritt?

Dirk Müller: Das Verbot ist angebracht, denn wenn Märkte manipuliert werden, muss die Aufsicht eingreifen. Ohne Beweise durch Spekulationen Aktionären und dem Unternehmen zu schaden, gefährdet neben Vertrauen auch Arbeitsplätze. Auch während der Turbulenzen 2008 gab es zahlreiche Verbote von Leerverkäufen. Mit der Beschränkung von freien Märkten hat das nichts zu tun.

https://www.focus.de/finanzen/boerse/...dirk-mueller_id_10481026.html  

4135 Postings, 3210 Tage Birniignore-noise-focus-fundamentals

 
  
    #627
21.03.19 17:12
seekingalpha.com/article/...d-ignore-noise-focus-fundamentals  

Optionen

1310 Postings, 882 Tage ChaeckaWorum geht es bei den Vorwürfen?

 
  
    #628
21.03.19 17:39
Aus Handelsblatt von heute "Indien-Geschäft im Visier":

"… Zudem rekonstruierte er anhand von Unterlagen, die bei Behörden eingereicht wurden, dass bei der früheren Muttergesellschaft, die Hermes verkaufte, nur rund 37 Millionen Euro als Erlös verbucht wurden. 15 Millionen Euro seien an einen weiteren Teil der übernommenen Gruppe, Great Indian Technology, geflossen. Von den restlichen 178 Millionen Euro fand Boyd keine Spur. Wirecard hat nach eigenen Angaben den vollständigen Betrag bezahlt. Mit Blick auf die Höhe des Kaufpreises verwies der Münchener Zahlungsdienstleister mehr
fach auf das Wachstumspotenzial in Indien. „Die aufgeworfenen Behauptungen bezüglich Hermes I Tickets sind unwahr und mehrfach durch Prüfprozesse widerlegt“, teilte Wirecard nach Bekanntwerden der Singapurer Ermittlungen auf Handelsblatt-Anfrage mit. Eine wichtige Rolle bei der Transaktion in Indien spielte ein Fonds auf Mauritius. Das Investmentvehikel trat bei der Übernahme als Mittelsmann auf. Ein indisches Wirtschaftsmedium berichtete Anfang 2017, dass der Fonds 180 Millionen Dollar in ein Unternehmen namens Orbit Corporate Leisure Travels investiert habe. Die Summe entspricht in etwa dem Betrag, den Finanzjournalist Boyd bei seinen Recherchen zur Wirecard-Zahlung nicht aufspüren konnte.
…"

Was könnte passiert sein?  Der Kaufpreis wurde an das Investmentvehikel gezahlt, dieses hat einen Teil des Geldes an den eigentlichen Verkäufer und einen anderen Teil des Geldes an einen Dritten gezahlt. Das kann mit Geldwäsche zu tun haben, weil der Käufer eigentlich nur direkt an den Verkäufer zahlen darf.

Passiert im wirtschaftlichen Betrieb millionenfach täglich, wird aber nicht gern gesehen. Und alle sind stets äusserst empört.
Und manchmal wird an den handelnden Unternehmen auch ein Exempel statuiert. Siehe Siemens.  

1682 Postings, 1908 Tage Volker2014Fand ich ganz interessant

 
  
    #629
4
24.03.19 09:14
 jigajig auf wallstreet:online heute:

Du zitierst, leider ohne das genau kenntlich zu machen, aus dem Interview mit Ehssan Khazaeli, dem Anwalt des Wirecardaktionär, der die (IMHO völlig überflüssige und nur PR-Zwecken dienliche) Strafanzeige gegen Dan McCrum gestellt hat. Dan McCrum war sicherlich auch ohne diese Strafanzeige ein Ermittlungsziel, besonders da es ja bereits die Aussage eines Zeugen gegeben hat, er sei vorab über den Erscheinungstermin des Berichtes informiert gewesen. Vorab möchte ich festhalten, dass Khazaeli auf twitter bereits im Zusammenhang mit Wirecard tätig war. Aber zunächst will ich einen tweet von ihm vom 18.2.19 den Mitlesenden bekannt machen: Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt jetzt offiziell auch gegen den unsäglichen Dan McCrum! Vorwurf: Vergehen nach dem Wertpapierhandelsgesetz. (Quelle) Hier wird deutlich, dass der Anwalt offensichtlich eine unsachliche Haltung gegenüber der Person vertritt, die sein Mandant angezeigt hat. Darf er so machen, ist aber eine bemerkenswerte Hintergrundinformation.. Des weiteren tweetete Herr Khazaeli nahezu ausschließlich über die causa wirecard (ok: und apple pay)(Quelle) Besonders bemerkenswert finde ich diesen tweet von Herrn Khazaeli vom 13.09.2018 Wirecard bei ca. 180,- Euro. Unglaublich gute Einstiegschance. (Quelle) Nun zu seinen Argumenten: McCrum schrieb, die Räume seinen durchsucht worden („raid“). Einer Durchsuchung ist ein gewisses Überraschungsmoment immanent, sowie ein richterlicher Durchsuchungsbeschluss. Es war jedoch wohl ein verabredetes Treffen und einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss gab es auch nicht. Dazu aus der Stellungnahme des CAD in der Anhörung zu den beiden "criminal motions" der Wirecard: On 8 February 2019, the CAD carried out its first operation at the Applicants’ premises to secure documents and things necessary for its investigations into the arrestable offences. CAD served the two production orders under s 20 of the Criminal Procedure Code (Cap 68, 2012 Rev Ed) (“CPC”) on the Applicants (“Primary Production Orders”). In response to the Primary Production Orders, CAL [ein Mitarbeiter der dortigen Filiale, Anmerkung jig] informed the CAD that the Applicants’ premises had files containing accounting documents from 2017 and 2018. CAL showed the CAD various files, and the CAD seized the files which were suspected to contain evidence of the arrestable offences, using powers under s 35 of the CPC Zitat komplett anzeigen(Quelle: RESPONDENT’S SUBMISSIONS ON JURISDICTION bzgl. der "criminal motions" HC/CM 5/2019 und HC/CM 7/2019) Auch gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine „Beschlagnahme“, wie McCrum schreibt („seized“). Einer Beschlagnahme ist eine gewisse Unfreiwilligkeit immanent. Nach den bisherigen Erkenntnissen hat Wirecard die Unterlagen freiwillig zur Verfügung gestellt. Eine Sicherstellung von elektronischen Geräten, insbesondere Laptops, hat es offenbar auch nicht gegeben, wie McCrum aber einen unbenannten Zeugen zitiert, der das Heraustragen derartiger Geräte gesehen haben will. Therefore on the evening of 8 February 2019, the CAD requested from B*** from the Applicants’ IT department the email archives of a total of 15 employees. CAD’s request to the Applicants on 8 February 2019 was therefore for the email archives of 15 employees, and not five as the Applicants claim. In response to CAD’s request, St*** told the CAD to make a “formal request” for the email archives of the 15 employees. The CAD thus issued the Email Archive Production Order on Monday, 11 February 2019. (Quelle: siehe oben)(soviel zu "freiwillig zur Verfügung gestellt") Was auch merkwürdig anmuten lässt: Der Staatsanwaltschaft München I liegt wohl eine Aussage eines Bankers vor, dem der Status eines Zeugen zukommt: Dieser soll den Ermittlungsbehörden gegenüber zugestanden haben, gewusst zu haben, dass der erste Artikel um 13.00 Uhr veröffentlicht wird. Das ist ein anderes Thema! Der Beitrag im Aktionär erschien am 20.2.19, da war in Singapore noch viel mehr passiert, was ich gar nicht ausführlich erzählen will. Wir erhoffen uns von den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, dass die Hintergründe der Berichterstattung offengelegt werden und mögliche Hintermänner oder sonstige Personen aufgeklärt werden, die vorab von der Berichterstattung wussten und so davon profitiert haben oder welche sonstige Rolle sie in diesem Komplex einnehmen. Dazu wäre eine Strafanzeige gegen McCrum nicht erforderlich gewesen, weil Ermittlungen bereits angelaufen waren, bei denen selbstverständlich McCrum eine Rolle gespielt hätte, als Verfasser der Artikel, deren Erscheinungstermin laut Aussage des Zeugen bereits vorab bekannt gemacht wurde. Zu der Frage mit den Laptops: McCrum beziehtsich auf Aussagen von Personen, die vor Ort waren, möglicherweise haben diese die Situation vor Ort falsch eingeschätzt und möglicherweise Laptops der Polizei, auf denen die bei der Durchsuchung (von mir aus: dem Besuch) gewonnenen Daten gespeichert wurden, im Irrtum für Laptops der Wirecard gehalten. In "Straits Times" wurden die angeblich "mitgenommenen" Laptops sogar Personen zugeordnet, ausschließlich Personen, die in der oben von mir erwähnten Veröffentlichung des CAD als Verdächtige genannt wurden (als Quelle wurden offenbar Mitarbeiter angegeben). Ob es da jetzt Laptops gegeben hat oder nicht, ist unerheblich. Belegbar ist, dass das CAD laut eigener Auskunft sehr wohl mit einer "production order" dort aufgelaufen ist. Ich habe bereits wiederholt darum gebeten, sich Quellen zu besorgen, um solche Aussagen überprüfen zu können. Ich bitte auch weiterhin darum, solche Originalquellen zu berücksichtigen, auch Hintergründe zu den handelnden Personen - nicht nur zu Dan McCrum, damit Aussagen so gut wie möglich eingeordnet werden können. Vielen Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit.

Wirecard - Top oder Flop | wallstreet-online.de - Vollständige Diskussion unter:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/...-flop#beitrag_60181017  

610 Postings, 1412 Tage hgschr800 Mio Ebitda x da. 70% = .net profit

 
  
    #630
24.03.19 17:26
Dividiert durch 123 Mio Aktien = ca. 4 Euro je Aktie mal Wachstum 40 = Kurs 160 Euro. Noch etwas??  

3 Postings, 32 Tage FinanzsenfMeine Analyse zu Wirecard

 
  
    #631
1
24.03.19 17:30

Meine Analyse zu Wirecard : https://www.finanzsenf.de/2019/02/21/...irecard-aktie-in-der-analyse/

Ich rechne mit starken Zahlen für 2018 und einem starken Ausblick für 2019. Die Verunsicherung wird jedoch sicher noch lange in der Aktie bleiben.


 

490 Postings, 473 Tage TekoshinStarten morgen erst grün

 
  
    #632
24.03.19 17:37
 

49 Postings, 11 Tage Primer@ Volker2014

 
  
    #633
1
24.03.19 18:42
Der Beitrag ist mir auch ins Auge gestochen. Hat jemand die Quelle auf die jigajig dort verweist, er hat es leider nicht verlinkt.

(Quelle: RESPONDENT’S SUBMISSIONS ON JURISDICTION bzgl. der "criminal motions" HC/CM 5/2019 und HC/CM 7/2019)

Ich habe leider vergeblich danach gesucht und würde mir das gern mal durchlesen. Ist ja offensichtlich die Stellungnahme des Singapur Gerichts. Ich bin auch nicht in dem Forum angemeldet um danach zu fragen.
 

49 Postings, 11 Tage PrimerDie von Volker2014

 
  
    #634
2
24.03.19 20:00
bereits gepostete Diskussion ging auch noch weiter wie ich eben lese.

Es wird von den Usern interpretiert das eine "production order" lediglich eine formale Anfrage auf Auskunft ist, die hätte von WC auch verweigert werden können. Das wäre nicht mit einer Durchsuchung/Beschlagnahme "search warrant" gleich zu setzen, der sich hätte WC eben nicht verweigern können.

Daraus wird geschlossen das es eben keine Durchsuchung "raid" gab, sondern, wie von WC offiziell Ausgesagt, eine Übergabe von Material, im Sinne der Zusammenarbeit mit den Behörden.

Danke an die beiden User für die interessanten Infos.

Link Diskussion:
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/...-flop#beitrag_60181203
https://www.wallstreet-online.de/diskussion/...-flop#beitrag_60183049

WC Aussage
https://ir.wirecard.com/websites/wc/German/3150/...tml?newsID=1752797  

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