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Der USA Bären-Thread


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Neuester Beitrag: 28.07.17 15:48
Eröffnet am: 20.02.07 18:45 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 130.759
Neuester Beitrag: 28.07.17 15:48 von: lehna Leser gesamt: 12.353.229
Forum: Börse   Leser heute: 4.205
Bewertet mit:
436


 
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50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingDer USA Bären-Thread

 
  
    #1
436
20.02.07 18:45
Dies ist ein Thread für mittelfristig orientierte Bären (keine Daytrader), die im Laufe dieses Jahres mit einem stärkeren Rückgang der US-Indizes rechnen - u. a. auf Grund folgender Fundamental-Faktoren:





1.  Zunehmende Probleme im US-Housing-Markt wegen Überkapazitäten, fallender Preise,
    rückläufiger Verkaufszahlen und fauler Hypotheken, vor allem im Subprime-Sektor

2.  Auf Grund dessen mögliche Banken-, Junkbond- und/oder Hedgefonds-Krise
    (HSBC warnte bereits)

3.  Überschuldung der USA im Inland (negative Sparquote, Haushaltsdefizit)
    und im Ausland (Handelsdefizit)

4.  Möglicher weiterer Wertverlust des Dollars zum Euro (zurzeit bereits über 1,30)

5.  Anziehende Inflation wegen Überschuldung und unkontrollierten Geldmengenwachstums

6.  Weitere Zinserhöhungen der Fed zur Inflationsbekämpfung

7.  Rückgang des US-Konsumentenvertrauens und weniger Konsum wegen der
    Liquiditätsrückgänge und drückender Housing-Schulden

8.  Rückabwicklung von Yen-Carry-Trades, weil Japan die Zinsen erhöht
    -> Ende der "globalen Hyperliquidität"

9.  Probleme im Irak, wachsende Kriegsgefahr in Iran/Nahost, Ölpreis-Anstieg

10. Terrorgefahr

11. Überbewertung der US-Aktien (das DOW-JONES KGV für 2006 liegt bei 24,25,
    das des SP-500 bei 19)

12. Aktien-Hausse der letzten vier Jahre verlief ohne nennenswerte Korrekturen
    (untypisch)





Dieser Thread soll meinen inzwischen leider teilweise gelöschten Doomsday-Bären-Thread ersetzen. Außerdem möchte ich in diesem Eingangsposting deutlich machen, dass der Fokus auf USA liegt (der DAX spielt nur am Rande eine Rolle, da die wirtschaftliche Lage hier zu Lande besser ist).

Ich wünsch mir in diesem Thread eine faire, offene und vor allem sachliche Diskussion, möglichst wenig persönliche Querelen, Beleidigungen und sinnlose Hahnenkämpfe. Wer notorisch stört und Unfrieden stiftet oder rassistische Sprüche ablässt, kommt auf die Ignore-Liste (was weitere Postings hier verhindert).
 
129734 Postings ausgeblendet.
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50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingDOW schließt auf ATH

 
  
    #129736
27.07.17 22:05
- doch ohne die Trannies (letztes Posting) dürfte das "keine Beine" haben.

04:00 Dow Jones Industrial Average ends at closing record MarketWatch

Der Nasdaq schließt wegen des Tech-Abverkaufs 0,63 % im Minus, der SP-500 fällt nur wenige Punkte, bleibt aber ebenfalls zum Schluss rot.  

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingAmazon fällt deutlich nach sehr schwachen Zahlen

 
  
    #129737
27.07.17 22:08
4:03p Amazon falls 3% after wide earnings miss

Das wussten einige Insider sicherlich vorher, daher die heutige Nasdaq-Schwäche.  
Angehängte Grafik:
hc_3016.jpg (verkleinert auf 53%) vergrößern
hc_3016.jpg

10404 Postings, 3655 Tage wawiduNDX - 15-Minuten

 
  
    #129738
1
27.07.17 22:17
Der Anfang vom Ende der Sause?  

Optionen

Angehängte Grafik:
_ndx_15min.png (verkleinert auf 82%) vergrößern
_ndx_15min.png

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingAmazon-Gewinn fällt um 77 %

 
  
    #129739
1
27.07.17 22:24
Da die Gewinne von den CEOs bekanntlich fast beliebig hinfrisiert werden können, gehe ich davon aus, dass Jeff Besos nicht als reichster Mann der Welt, der er vorher beim Aktienstand von 1070 Dollar (ATH von letzter Woche) war, in das Weihnachtsgeschäft gehen wollte...

Besos hat stattdessen, wie man unten lesen kann, in Technologie und Content investiert. Seltsam ist, dass die Analysten das nicht mitbekommen haben, sie haben 1,41 $ Gewinn erwartet, er kam jedoch mit nur 0,40 $.

www.marketwatch.com/story/...-earnings-fall-77-shares-drop-2017-07-27

Amazon earnings fall 77%, shares drop

Amazon.com reported much lower earnings than expected Thursday, and shares declined more than 2% in late trading. The e-commerce giant reported net income of $197 million, or 40 cents a share, on sales of $38 billion, a profit decline of 77% from the same quarter a year ago. Analysts on average expected Amazon to report earnings of $1.41 a share on sales of $37.2 billion. The company's spending cut into profit, as fulfillment costs... rose about 33% from a year ago and spending on technology and content increased by about 43%. Amazon stock traded at all-time highs this week.  

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingBlödsinniger Hype um Intel

 
  
    #129740
27.07.17 22:32
Intel will den Gewinn auf 58 Cents verdoppelt haben. Schön und gut. Der Umsatz beträgt jedoch nur 14,8 Milliarden $. Exakt so viel Umsatz hatte Intel bereits im Jahr 2004, als ich zu Intel einen Long-Thread eröffnet hatte:

www.ariva.de/forum/intel-ein-kurzfristiger-trade-204267

Intel steht dennoch 2,8 % im Plus nachbörslich.

www.marketwatch.com/story/...terly-earnings-upbeat-outlook-2017-07-27

Intel gains on robust quarterly earnings, upbeat outlook

Shares of Intel Corp. INTC, +2.89% climbed in Thursday's extended session after the chip maker posted better-than-expected quarterly earnings and raised its full-year guidance. Intel reported its second-quarter earnings more than doubled to $2.8 billion, or 58 cents a share, from $1.3 billion, or 27 cents a share, a year earlier. On an adjusted basis, the tech company would have earned 72 cents a share. Revenue grew 9% to $14.8 billion. [LOL, das hatte Intel schon 2004, ist jetzt also Inflationsbereinigt nur noch 66 % davon!]  Analysts surveyed by FactSet had forecast earnings of 68 cents on revenue of $14.4 billion.
 

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    #129741
27.07.17 22:35

Moderation
Moderator: st
Zeitpunkt: 28.07.17 08:28
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Moderation auf Wunsch des Verfassers

 

 

50680 Postings, 4831 Tage Anti Lemming2005 hatte Intel bereits 10 Mrd. $ Umsatz

 
  
    #129742
27.07.17 22:46
www.ariva.de/forum/...n-kurzfristiger-trade-204267?page=11#jumppos288

Nach aktuellen Zahlen sind es 14,8 Mrd.

Das entspricht gerade mal der Inflation seitdem (immerhin 12 Jahre her).

(In # 740 hab ich fälschlicherweise geschrieben, dass Intel bereits 2004 einen Umsatz von 14 Mrd. hatte, die korrekte Zahl für 2004 ist jedoch 9 Mrd. Umsatz.)
 

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingJeff Bezos WAR reichster Mann der Welt

 
  
    #129743
27.07.17 23:00
Bei SPON ist er das jetzt noch:

www.spiegel.de/wirtschaft/...er-reichste-mann-der-welt-a-1160039.html

Laut dem in Echtzeit aktualisierten Ranking beläuft sich Bezos' geschätztes Vermögen auf 90,6 Milliarden Dollar. Gates kommt demnach auf 90 Milliarden Dollar.

------------------

Nachbörslich ist er Bezos nicht mehr der reichste Mann der Welt. Denn 90,6 Milliarden Vermögen (hauptsächlich in Amazon-Aktien) abzüglich 3,2 % Kursverlust...

www.marketwatch.com/investing/stock/amzn

....ergibt nur noch 87,7 Milliarden und damit Platz 2 nach Bill Gates.  

118 Postings, 388 Tage Meiertier1DRYS EKG

 
  
    #129744
1
27.07.17 23:18
Etwa so würde mein Herzschlag auch aussehen wäre ich bei DRYS investiert.
Leider konnte ich bei meinen Brokern diese griechische Ramschaktie nicht shorten.
 
Angehängte Grafik:
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3978 Postings, 3176 Tage DreiklangWarum steigen die US-Indizes?

 
  
    #129745
5
28.07.17 01:28
Warum steigen die US-Indizes als ob es kein Morgen mehr gäbe?
=> Und warum fällt der Dollar-Index? (Er ist heute an einer Unterstützung angekommen)

Die Märkte preisen die enorme Ausweitung der Geldmenge, vor allem der Giralgeldmenge in den USA, zunehmend ein. Denn die Giralgeldmenge der USA wächst pro Jahr zwischen 6% und 8%,  seit Ende 2014 rein bankengetrieben, da die FED im Jahr 2014 QE stoppte.

Die Verschuldungsquote steigt entsprechend, siehe:
https://www.nzz.ch/finanzen/...-und-autokredite-als-gefahr-ld.1307269

aber die Lage ist "viel besser als 2007/2008" => denn diesmal geht es "nur" um Autokredite und Studentenkredite. Die Immobilienkredite, die das größte Volumen ausmachen, sind "viel besser abgesichert" als 2007/2008. Warum? Weil die Bewertungen der Immobilien viel höher sind als 2007, d.h. aus Sicht der Banken sind die gehaltenen Sicherheiten eig. "unterfinanziert". Die logische Konsequenz: Immobilien sind in den USA sehr teuer geworden, denn was hoch bewertet wird, muss auch entsprechend teuer bezahlt werden: Seit 2008 haben sich die Hauspreise um 40% verteuert, und da liegt die "Bewertungsreserve" der Banken. Das Problem ist, dass damit für einen Großteil der US-Bürger Hauserwerb unerschwinglich geworden ist. Der Zweck von QE war also das Aufpumpen der Hauspreise buchstäblich "koste es was es wolle", . Die Greenspan-Blase wurde durch die Bernanke-Blase abgelöst. Im Unterschied zu Greenspan verfügt aber das US-Bankensystem nach Bernanke über riesige Zentralbankgeld-Guthaben, so dass der Interbankenmarkt nicht mehr benötigt wird: Statt mit Interbankenkrediten wird jetzt mit Zentralbankgeld gearbeitet, d.h Forderungen werden direkt mit FED-Geld bezahlt.
Damit ist die FED auch aus jeder Zinssteuerung draußen und die Geldschöpfung kann noch lange weiter gehen. Allerdings führen die hohen Bewertungen dazu, dass der Immobilienmarkt sukzessive austrocknet. Ein Korrektiv, nämlich sinkende Hauspreise, werden die Banken zu verhindern wissen. Das haben die Banken nämlich auch schon nach 2008 getan, damals mit massivster Unterstützung der FED. Jetzt sind sie stark genug, das ohne die FED zu machen. Die Banken können damit gezielt den Markt verknappen, quasi Mindestpreise durchsetzen => typisch ist das für eine Planwirtschaft.

Zur Häuserblase aus zerohedge:

www.zerohedge.com/news/2017-07-27/next-us-housing-bubble-has-arrived

Bernanke hat die Krise also ausmonetarisiert. Es ist das größte Zentralbankexperiment der Geschichte. Mit Marktwirtschaft hat das nichts mehr zu tun.  Als Nebeneffekt (permanente Giralgeldschöpfung bei NiedrigZins) laufen die US-Indizes weiter nach oben. Irgendwo "geht das Geld hin". Dass die Aktienpreise kein zu ihnen passendes Geschäftsmodell mehr haben, wird vom Markt schlicht ignoriert.

Es gibt aber sowieso keinen echten Markt mehr. Es handelt sich um eine vorweggenommene Verstaatlichung des Geldsystems, welche bei Ausbruch einer neuen Krise auch genauso laufen würde: Dann würden die US-Banken mitsamt dem Kreditsystem beim Staat landen. Wir hätten dann, wie de facto in Teilbereichen jetzt schon, staatlich festgesetzte Preise. Z.B. wäre dann Häuserbau auch eine staatliche Aufgabe. "Zentralbank"  (nach Bernanke) und "Kräfte des Marktes" schließen sich in letzter Konsequenz aus. . Siehe auch : Japan, China.

Chart:
Dow daily, eine bemerkenswert konstante Rallye, auch der RSI bleibt immer schön bei ca. 60%, quasi computer-getrieben.






 
Angehängte Grafik:
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50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingZum Morgen-Kaffee

 
  
    #129746
28.07.17 07:21
Starbucks vergeigt, nachbörslich -6 % (unten)

Asien schließt sich dem Tech-Ausverkauf in USA an:

www.marketwatch.com/story/...e-on-heels-of-us-tech-selloff-2017-07-28

z. B. Samsung -3,8 %

 
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50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingMattel -4,7 %

 
  
    #129747
28.07.17 07:23
Nicht mal Spielzeug läuft, außer in Toy Story.
 
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50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingUS-Hausblase 2017 - noch schlimmer als 2007

 
  
    #129748
2
28.07.17 07:42
www.zerohedge.com/news/2017-07-27/next-us-housing-bubble-has-arrived

(Den ZH-Link hat Dreiklang bereits in # 745 am Ende gepostet)

Der Immobilien-Analyst Mark Hanson schreibt:

"If 2006/07 was the peak of the largest housing bubble in history with affordability never better vis a’ vis exotic loans; easy availability of credit; unemployment in the 4%’s; the total workforce at record highs; and growing wages, then what do you call “now” with house prices at or above 2006 levels; worse affordability; tighter credit; higher unemployment; a weakening total workforce; and shrinking wages? Whatever you call it, it’s a greater thing than the Bubble 1.0 peak."

Unten die Case-Shiller-Hauspreis-Entwicklung in diversen US-Regionen. In Dallas (Preise 50 % höher als in der 2007-Bubble) treibt der spekulative Wahnsinn die größten Blüten. Die US-Hauspreise gehen in Bubble 2.0 zum Mond, und genau das wollte Bernanke mit seiner QE-Reflationierung erreichen. Der "Nutzen" für die Normalbevölkerung ist freilich negativ: Die Joe Sixpacks in USA können sich nun kein Haus-Eigentum mehr leisten und wohnen - untypisch für USA - zur Miete.
 
Angehängte Grafik:
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3723 Postings, 2283 Tage lifeguardden dollar mit in die rechnung nehmen....

 
  
    #129749
2
28.07.17 08:08
wieviel hat der dollar dieses jahr schon verloren gegenüber dem euro? 12%?

ist es eine gewollte dollarschwäche, die trump hilft die wirtschaft anzukurbeln?
oder verliert der dollar langsam seine einzigartige stellung als weltweite handelswährung für rohstoffe? die brics handeln ja neuerdings teilweise untereinander rohstoffe direkt in landeswährungen.
oder ist es einfach eine eurostärke, ausgelöst dadurch, dass jetzt alle eu länder inklusive griechenland wieder selbstständig am kapitalmarkt agieren können? für eine eurostärke spricht auch der gleichzeitige fall des schweizer frankens.

weshalb auch immer, der fallende dollar könnte den us indizes nochmals einen schub geben....  

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingIn USA gibt es sogar ein "Momentum"-ETF

 
  
    #129750
4
28.07.17 08:12
mit dem Ticker-Symbol MTUM.

Dieses letztlich charttechnisch orientierte ETF kauft jeweils diejenigen hochkapitalisierten Momentum-Lieblinge, die am besten laufen. Damit äfft MTUM Hedgefonds und Algos aller Art nach und bestärkt absurde Trendbewegungen.

Kränker geht's nimmer.

Hier die Anbieter-Webseite

https://www.ishares.com/us/products/251614/...usa-momentum-factor-etf

Why MTUM?

1. Exposure to large- and mid-cap U.S. stocks exhibiting relatively higher price momentum

2. Index-based access to a specific factor which has historically driven a significant part of companies' risk and return

3. Use to help manage exposure and risk within a stock allocation
 
Angehängte Grafik:
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mtum.png

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingDie Performance von MTUM unterscheidet sich

 
  
    #129751
1
28.07.17 08:18
kaum von der des Nasdaq-100 (NDX, rot). Es gibt nur etwas weniger Schwankungen (siehe Mai bis Juli 2017), dafür aber auch zeitweise Underperformance (z. B. von Jan. bis Mai 2017).

Dass ETF wie MTUM aufgelegt werden, bestärkt allerdings die von den Hedgefonds gesetzten Zockertrends, die wiederum die von der Fed ersehnte Inflationierung forcieren.

Wer MTUM kauft, wiegt sich mMn in falscher Sicherheit und trägt aktiv zur FANG-Blase bei.  
Angehängte Grafik:
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3723 Postings, 2283 Tage lifeguardder lemminge etf

 
  
    #129752
2
28.07.17 08:18
dann kann man den mtum wohl als lemminge etf bezeichnen, oder?

natürlich stören solche etf die preisfindungsmechanismen aufs perfideste. das ist ein klassischer blasen auffblaser..

 

50680 Postings, 4831 Tage Anti Lemming# 749 - Die aktuelle EUR/USD-Stärke ist mMn

 
  
    #129753
28.07.17 08:33
ein Artefakt, herbeigezockt von Hedgefonds.

Motto: Wenn es keinen plausiblen Trend gibt, dann bastel dir einfach einen, indem du ständig kaufst. Am besten treibst du den Markt in die Richtung, in der möglichst viele Anleger falsch positioniert sind. Die Shortquote auf den Euro ist aktuell mit 69 % hoch - siehe unten. (Das "bullisch" ist antizyklisch zu interpretieren.)

Trump und Co. ist ein schwächerer Dollar auch genehm, so dass politsch kein Störfeuer droht.

Irgendwann wird das Momentum den neuen Trend dann auch stabilisieren. Dann kommen auf in ausreichender Zahl die "Erklärungen" der News-Kommentatoren, die irgendetwas zum neuen Chart passendes zusammenphantasieren ("stärkere Wirtschaft in der Eurozone" usw., LOL).

Fundamental ist der Euro in großer Gefahr - und der Dollar bleibt der "Einäugige unter Blinden". Bei einem Zerfall der Eurozone fällt EUR/USD unter die Parität.  
Angehängte Grafik:
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50680 Postings, 4831 Tage Anti Lemmingsimply beautiful

 
  
    #129754
28.07.17 09:09
 
Angehängte Grafik:
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50680 Postings, 4831 Tage Anti Lemming"Shadow Margin" - eine potenzielle Zeitbombe

 
  
    #129755
1
28.07.17 09:14
http://wolfstreet.com/2017/07/27/...ow-margin-stock-market-time-bomb/

Markets Relax Merrily on a Powerful Time Bomb
.
Magnitude unknown but huge. Brokerages push it to new heights.

Stock and bond market leverage is everywhere. Some of it is transparent, such as NYSE margin debt which was $539 billion as of the June report. But the hottest form of stock and bond market leverage is opaque, offered by financial firms that usually don’t disclose the totals: securities-based loans (SBLs) — or “shadow margin” because no one knows how much of it there is. But it’s a lot. And it’s booming.

These loans can be used for anything – pay for tuition, fix up that kitchen, or fund a vacation. The money is spent, the loan remains. When security prices fall, the problems begin....

 

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingFinra nennt erschreck. Zahlen zum Shadow Margin

 
  
    #129756
28.07.17 09:18
Quelle: Link im letzten Post.

- Morgan Stanley had $36 billion of these loans on its balance sheet as of the end of 2016, up 26% from 2016, and more than twice the amount in 2013.

- Bank of America Merrill Lynch had $40 billion in SBLs on the balance sheet at the end of 2016, up 140% from 2010;
 
- UBS and Wells Fargo “also have made billions in such loans, people familiar with those banks” told the Wall Street Journal. Raymond James, Stifel Nicolaus… they’re all doing it.

- Fidelity used to fund its own SBLs for its clients, but three years ago partnered with US Bancorp.

- Even the little ones are trying to get their slice of the pie: In April, robo-advisory startup Wealthfront, with less than $6 billion, announced that it would offer SBLs to its clients.  

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingSBL dienen der KGV-Aufblasung

 
  
    #129757
5
28.07.17 09:41
Die SBL waren und sind in den letzten Jahren ein wichtiges Werkzeug zur KGV-Aufblasung am Aktienmarkt. Sie sind eine Form von prozyklischem zusätzlichem Leverage, das die Broker ihren Kunden (vorzugsweise ultrareichen) aufschwatzen. SBL sind Anleihen der Broker, bei denen die ohnehin schon hemmungslos inflationierten Assets wie Aktien als Sicherheit (Kollateral) dienen.

Die SBL kommen als inoffizielle, vom Volumen her kaum bezifferbare Größe (daher: "shadow loans") auf die mit 539 Milliarden Dollar bereits astronomisch hohen offiziellen Margin-Kredite an der NYSE oben drauf.

Wenn der Markt dreht und die Assetpreise fallen, droht den Haltern des SBL ein gigantischer Margin-Call, der den "offiziellen" infolge der hohen NYSE-Margins noch deutlich verstärkt. Die SBL-Halter müssen dann zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt zwangsverkaufen. Die Broker interessiert das jedoch nicht, ist ja nur other people's money.

Zum Thema KGV-Aufblasung: Die Gewinne der US-Firmen sind seit 2012 nur um 12 % gestiegen. Der SP-500 hingegen legte seitdem um 80 % zu. Folge: Das KGV stieg in den fünf Jahren von 14,8 auf jetzt 24.8.

Margin und Leverage "aller Art" machen's möglich. Funktioniert allerdings auch "in die andere Richtung", und dann sogar viel schneller ;-)

-------------

Wolf Street:

This effort to lever up investors’ portfolios occurs after an eight-year bull run, with stock indices hopping from one all-time high to the next even as the economy has been growing at a dreadfully slow pace and even as corporate earnings have mostly gone nowhere for years.

Since July 2012, the trailing 12-month “adjusted” earnings-per-share of the companies in the S&P 500 rose just 12% in total. Over the same period, the S&P 500 Index itself soared 80%.

...As earnings have stagnated while stock prices have jumped, the P/E ratio for the S&P 500 companies has soared from 14.8 at the beginning of 2012 to 24.8 now.
And bonds have seen an enormous bull run too.

It is at these precariously high levels of the markets that brokerages go into hyper-drive to push “shadow margin” on their clients, using inflated securities as collateral. If markets decline, brokerages start making margin calls, and investors will be forced to sell securities into a falling market at the worst possible time, or else the brokerage will liquidate their portfolios. Investors could lose every dime in their accounts and might be personally responsible for the remainder of the debt.  

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingDas große Warten auf die Inflation

 
  
    #129758
1
28.07.17 10:42
www.zeit.de/wirtschaft/2017-07/waehrungsunion-euro-inflation-ezb

Thilo Sarrazin ist für seine starken Sprüche bekannt, zum Beispiel für diesen hier: "Wenn wir innerhalb der nächsten zehn Jahre keine starke Inflation bekommen, gebe ich mein Diplom als Bonner Volkswirt zurück und bin bereit, alles neu zu lernen." Das sagte der ehemalige Bundesbankvorstand im Dezember 2012. Wenige Monate zuvor hatte Mario Draghi, der Präsident der Europäischen Zentralbank, in seiner inzwischen berühmten Frankfurter Rede angekündigt, "alles" zu tun, um den Zusammenhalt der Währungsunion zu sichern – und kurz darauf ein gewaltiges Programm zum Ankauf von Staatsanleihen aufgelegt.

Ziemlich genau fünf Jahre ist das her, und mit der Inflation verhält es sich wie mit der Figur des Godot aus dem gleichnamigen Drama von Samuel Beckett: Alle warten, aber sie kommt einfach nicht....

(Zwischenbemerkung A.L.: ab hier wird der Artikel unseriös)

...Und auch sonst steht es um den Euro und die europäische Währungsunion nicht so schlecht: Die Arbeitslosigkeit geht zurück, die Wirtschaft wächst und selbst den Griechen geht es besser – jedenfalls sind private Investoren wieder bereit, ihnen zu annehmbaren Zinsen frisches Geld zu leihen. ....

------------------------------

(Warum unseriös?)

A.L.: Die Deflation in der Eurozone ist endemisch und konnte auch mit Draghis Gelddrucken nicht beseitigt werden. Es fehlt außerhalb Deutschlands schlicht an Wachstumsimpulsen. Insbesondere die PIIGS sind durch den Euro förmlich gelähmt. Der Euro ist somit das Problem, nicht die Lösung. Das "One size fits all"-Misskonzept führt dazu, dass den Deutschen die Jacke zu weit und den Griechen die Jacke zu eng sitzt.

Die Mär von der Eurozonen-Erholung wird aus zwei Gründen kolportiert. Draghi muss QE demnächst beenden (u. a. weil in USA die Zinsen schon wieder steigen), und er braucht dazu die "Begründung", dass seine Gelddruck-Aktion realwirtschaftlich Erfolg gehabt habe und somit abgeschlossen werden kann. Nichts an alledem ist wahr. Zweitens sind in D. bald Wahlen, und da muss das unendliche Griechen-Problem ebenfalls als "gelöst" hingestellt werden. Tatsache ist, dass das Griechenproblem seit 2010 immer weiter angeschwollen ist (Griechenlands Verschuldung ist so hoch wie nie zuvor) und eine ökonomische Genesung Griechenland im Euro utopisch ist, außer das Land hängt sich dauerhaft an den Hilfszahlungstropf, wird also fortlaufend (und verboten) aus dem Norden alimentiert. Genau SO war die Eurozone aber NICHT gedacht.  

50680 Postings, 4831 Tage Anti LemmingNachtrag zu # 758

 
  
    #129759
28.07.17 11:38
Das Ausbleiben von Inflation in der Eurozone ist ein Makel und kein "Erfolg", wie der Zeit-Autor wähnt. Denn die Ursache der nachhaltigen Deflation ist unzureichendes Wachstum in der Eurozone außerhalb Deutschlands. Die Arbeitsmärkte sind zu schwach, um Lohn-Preis-Spiralen anzuschieben - und das Gelddrucken der EZB verpufft realwirtschaftlich.

Ob Sarrazin mit seiner Inflations-Hypothese (Zitat am Anfang von # 758) recht behalten wird, ist offen. Vor 5 Jahren hat er seinen Spruch gebracht, sein Diplom als Volkswirt zurückgeben zu wollen, wenn sich "in 10 Jahren keine starke Inflation" einstellen sollte. In diesen 5 Jahren ist nichts passiert. Ob es in den nächsten 5 jahren passieren wird, steht in den Sternen.

Eine mittelgradige Inflation (3 bis 5 %) ist übirgens das Wunschdenken aller Bänker/Zentralbänker, die sich unseriös aus der Schuldenkrise herausinflationieren wollen - mit den Notenbanken als monetäre Esel.

Mein Szenario (das ich nicht an einen Rücktritt im Bärenthread kopple ;-)) ist: Die Deflation in der Eurozone wird anhalten, solange sie besteht. Bei ihrer ungeordneten Auflösung, die nach wie vor droht, könnte es eine schlagartige, hyperinflationäre Schwäche des Euro (Inflation von mehreren 100 Prozent, z. B. Viertelung seines Außenwertes) geben, die zugleich sein Ende markiert. Dies ist etwas völlig anderes als die von Sarrazin erwartete "starke Inflation" (vermutlich rechnet er wie in den 1970er Jahren mit bis zu 10 % pro Jahr) bei Fortbestehen des Euros.  

14852 Postings, 5734 Tage lehna#59 Nana, AL....

 
  
    #129760
28.07.17 15:48
Der Euro Abgesang wird hier und anderswo seit Jahren zelebriert. Hochdotierte Deutschbänker sahen ihn Ende 2017 bei  0,85 US-Cent rumkrebsen.
Aber der Euro ist stark wie ein Bulle, die Inflation ist laut Weidmann viel besser im Griff wie einst bei der DM.
Es wird also langsam mal Zeit, Supermario ein Denkmal zu setzen. Er hat währungstechnisch alles richtig gemacht....



 

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