Luxus oder Kapitalschutz?


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Neuester Beitrag: 15.07.21 08:36
Eröffnet am: 11.01.17 15:32 von: Heron Anzahl Beiträge: 218
Neuester Beitrag: 15.07.21 08:36 von: klops Leser gesamt: 69.771
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46 Postings, 447 Tage Crash08Ich sach ma so...

 
  
    #201
15.01.21 16:39
... mit Luxus(yachten) hat Hanse aber sowas von gar nix zu tun. Ich sehe das noch, als wäre es gestern gewesen: Vor gut 25 Jahren tauchte die erste Hanse auf der Boot in Düsseldorf auf. Der Preishammer. Über dem Ausstellungsboot hing deshalb auch ein riesiger Schaumstoffhammer. Drinnen in der Kajüte: feinstes Sperrholz, draußen an Deck: Hausmannskost. Na ja, das 9.m-Ding sollte so um die 50.000 DM kosten. In meinen Augen und den meiner Segelkameraden ein schwimmender Trabbi, gebaut in Polen und qualitativ entsprechend wertig. Auch heute gilt: Wer echten Luxus will, kauft Hallberg Rassy. Der Benz unter den Segelyachten.

Und werft nur mal zum Vergleich einen Blick auf den Kurs von Hanse Yachts seit 2011. Da hat sich, abgesehen von einem kurzen Ausbruch zu Weihnachten 2017 aber auch überhaupt nichts getan. Ein Investor hätte sein Geld auch unters Kopfkissen legen können. Daran ändert auch nichts der Artikel im jüngsten Aktionär. Deren erwarteter Rekord-Auftragseingang von Hanse Yachts basiert anscheinend auf der Erwartungshaltung des dortigen Vorstands. Man muss stets im Hinterkopf behalten: Segeln mit Hochseeyachten ist kein Luxus, es ist knallharter Sport, der viel Erfahrung braucht. Einen Ferrari oder einen Tesla Skann jeder Proll kaufen und mit ein bisschen Glück anschließend auch halbwegs sicher fahren. Für das Segeln mit Booten mit zehn, zwölf Meter aufwärts bedarf es einiges an Können. Das muss man erst mal erwerben. Potentoelle Kunden stehen anders als beispielsweise im Wohnmobilbereich also wohl kaum in Scharen vor dem Werfttor. Schätze, von den Aktionärs-Leuten besitzt keiner ein Segelpatent.  

1874 Postings, 5997 Tage langen1Also Dein Fazit:

 
  
    #202
2
16.01.21 09:04
1. Du kaufst keine Yacht von Hanse weil Dir vor 25 Jahren irgendein Ausstellungsboot nicht gefallen hat.
2. Du traust keinem zweiten zu, segeln zu können.

- Und deshalb wird es nach Deiner Meinung keine Käufer für Produkte aus dem Hause
Hanse Yacht geben.

Das ist natürlich das Ende für HanseYachts...   :-)
 

46 Postings, 447 Tage Crash08Etwa Landratte?

 
  
    #203
1
18.01.21 14:21
So können nur Landratten daherquatschen, oder kennst du unter 20 Leuten etwa 10 Leute (also jeden Zweiten), die mit einer Segelyacht über 10 m umgehen können? Ach, du lebst auf einem Yachthafengelände oder bist Hafenmeister oder Werftchef? Dann verstehe ich natürlich deinen Einwand. Ich jedenfalls kenne keinen "jeden Zweiten", der segeln kann. Nicht mal eine Jolle oder einen Opti, geschweige denn eine Hochseeyacht. Und was heißt hier "vor 25 Jahren". Das gilt auch heute noch. Wenn man mal eine Hanse südlich der Ostsee sieht, dann ist das höchstens im Fernsehen (Serie Küstenwache o.ä.). Bei uns an Nordsee und Ärmelkanal zerlegt sich so ein Teil ab 7 Bft. wie von selbst in 'ner ordentlichen Grundsee z.B. bei der Ansteuerung von Alderney bei Starkwind. Ich will damit nur sagen: Woher sollen denn die unheimlich vielen Kunden kommen, die Hanse wieder auf die Gewinnspur bringen sollen? Das hat schon bei Bavaria nicht geklappt, und bei Dehler ist es erst recht in die Butz gegangen. Ach ja, Hanse hat Dehler übernommen, oder irre ich mich. Zwei Krücken, ein Gedanke. Ich sag das nochmal in aller Offenheit: Wer Luxus will, der kauft einen Skandinavier. Wer einen Elektroflitzer möchte, kauft schließlich auch Tesla. Das wäre auch preislich in Relation etwa vergleichbar.  

410 Postings, 475 Tage gofranes kommt wieder leben rein!

 
  
    #204
27.01.21 10:59
 

410 Postings, 475 Tage gofranHanseyachts scheint auf einem guten Weg.

 
  
    #205
05.03.21 10:57
Dieses Jahr soll das Ergebnis positiv sein. Einen Verkauf kann ich mir dieses oder nächstes Jahr vorstellen und sehe dann einen Aufschlag zum aktuellen Kurs von ca. 100%. Die Euphorie, die hier vor einigen Monaten noch herrschte, scheint weg zu sein. Aber die aktuelle Mischung aus positivem NewsFlow, null Interesse an der Aktie und positivem Auftragsbestand, macht die Geschichte durchaus interessant.  

990 Postings, 2604 Tage fbo|228743559Cash

 
  
    #206
11.03.21 23:21

alter Seebär, wenn Dir Hanseyacht zu minderwertig ist, dann ist das Deine Sache. Das heißt aber nicht, daß es dafür keine Käufer gibt.

Ich Landratte würde übrigens keinen Tesla kaufen. Mit genug Geld lieber einen Etron. Ansonsten vielleicht VW oder einen kleinen Einsitzer.

Keine Ahnung wieviele Segler Du kennst. Ich kenne keinen. In meinem erweiterten Familien und Bekanntenkreis kenne ich auch nur eine Familie mit Wohnmobil. Trotzdem ist genug Nachfrage da, damit alle ausgelastet sind.

Ich denke auch, in Europa gibt es mehr Hersteller von Freizeitfahrzeugen  als von Booten und Yachten. Auch auf Seen und im Mittelmeer kann man sich fortbewegen. Also genug Platz für diejenigen, die es in der Nordsee anscheinend ständig zerlegt. Die Nordsee hat wohl täglich unvorhersehbare Bedingungen?

Und wenn da wer schreibt, ob Du keinem zweiten das Segeln zutraust, dann heißt das nicht ob Du jedem zweiten das Segeln zutraust. Immer erst lesen bitte. Er hat Dich auf den Arm genommen und eigentlich wissen wollen, ob Du meinst, nur Du kannst Segeln.

Bin im Moment weder in einen Bootbauer noch in einen Wohnmobilhersteller investiert und mein Geld verdiene ich mit Sondermaschinen vor allem für Autobauer.

Was nicht ist kann natürlich noch werden. Deshalb lese ich auch hier mit. Auftragsbücher sind wohl voll, Mitarbeiter werden auch gesucht - wo gibt es das zur Zeit schon?

 

41 Postings, 394 Tage Mister-10ProzentSÖLLNER

 
  
    #207
12.03.21 17:01
.....  

23906 Postings, 4696 Tage HeronAufsichtsrat benennt neuen Chef

 
  
    #208
12.04.21 00:37
Aufsichtsrat benennt neuen Chef
07.04.2021 19:39 Uhr

https://www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=151768  

23906 Postings, 4696 Tage Heron@All

 
  
    #209
12.04.21 00:39
Muß man denn Yachtbesitzer sein?

Reicht es nicht, wenn man "Mitbesitzer" ist.  

23906 Postings, 4696 Tage HeronVideo-Anleitung zur MyHanse Safety Cloud

 
  
    #210
12.04.21 01:16
Video-Anleitung zur MyHanse Safety Cloud

25.03.2021
Schritt für Schritt erklärt

https://www.hanseyachtsag.com/hanse/de/...ils/explained-step-by-step/  

135 Postings, 1744 Tage klopsinterview

 
  
    #211
1
19.04.21 14:33

https://floatmagazin.de/leute/...te-auftragsbuch-der-werftgeschichte/

"Corona hat der Yachtszene einen unerwarteten Aufschwung verliehen, der sicherlich noch einige Zeit anhalten wird. Das eigene Boot als sicherer, individueller und luxuriöser Rückzugsort hat eine ganz neue Bedeutung bekommen. Derzeit haben wir das größte Auftragsbuch der Firmengeschichte."

" Früher konnte man noch im Januar Boote für die kommende Saison zusagen. Stand heute sprechen wir von Lieferzeiten von über einem Jahr."

"Steigende Preise auf den Rohstoffmärkten, Lieferengpässe, höhere Logistikkosten"

"voll ausgelastet und haben 40 unbesetzte Stellen in Deutschland, eine ähnlich hohe Zahl in Polen sowie 30 in Frankreich."  

23906 Postings, 4696 Tage HeronWenigstens eine Branche

 
  
    #212
20.04.21 15:48
die davon profitiert.

 

410 Postings, 475 Tage gofranich habe hier heute nochmal zugegriffen...

 
  
    #213
17.05.21 12:20
Aus meiner Sicht noch eine der wenigen Aktien aktuell, wo man noch günstig von Anfang an dabei sein kann. Wenn Hanse es endlich mal schafft (und die Auftragslage gibt das her), einen Gewinn zu erzielen und vielleicht mal auf 10 - 20 Mio EBITDA zu kommen (10% Marge), dann sehe ich hier eine Verdoppelung.  

135 Postings, 1744 Tage klopserneuter verlust

 
  
    #214
26.05.21 08:00
http://mobile.dgap.de/dgap/News/corporate/...-quartal/?newsID=1448916

erneut ein Verlust. dieses Mal liegt es an den "verzögerten Zulieferungen von Rohmaterial und Zulieferteilen als Auswirkungen der Corona-Pandemie". Irgendwas ist immer  

410 Postings, 475 Tage gofranja, ich weiss auch nicht, ob das Management so

 
  
    #215
30.05.21 11:04
eine glückliche Wahl ist. Aber was will man machen? Die Lieferketten sind aktuell tatsächlich gestört. Vermutlich haben daher auch die Kunden wenig Handhabe und müssen geduldig warten. Für mich ist es aber nur eine Frage Zeit, bis der Laden übernommen wird. Idealerweise haben wir bis dorthin schwarze Zahlen, um den Kaufpreis etwas aufzuhübschen. Das ist aktuell aber gar nicht mehr Bedingung. Wir sind auch bei M&A in einem absoluten Verkäufermarkt - es wird gekauft, was auf dem Markt ist.

https://www.yachtrevue.at/news-allgemein/gebrauchtboot-kauf-verkauf  

23906 Postings, 4696 Tage HeronFehlende Fachkräfte

 
  
    #216
20.06.21 22:56
traurig, weil es gibt im Osten sehr viel gut qualifiziertes Personal, aber für den "Mindestlohn" von unter 10€ würde ich mich auch nicht "verkaufen".

Die Yachten werden ja auch nicht mit einen Abschlag an den Mann gebracht.

Update 26.05.2021: Aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurde die Produktion bei ausgewählten Produktionslinien verlangsamt. Verantwortlich hierfür sind teilweise zeitlich verzögerte Zulieferungen von für die Produktion erforderlichen Teilen und Rohstoffen sowie das Fehlen von Mitarbeitern zum Abarbeiten vorhandener Aufträge. Der Vorstand geht von einer Entspannung der Zuliefersituation im laufenden vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 aus. Angesichts der vorliegenden Bestellungen für Yachten und der aktuellen Fertigungssituation geht der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 von einem Umsatz leicht unter dem Vorjahr aus, wobei unter Berücksichtigung eines leichten Bestandsabbaus von produzierten Erzeugnissen auch die Gesamtleistung geringer im Vergleich zum Vorjahr 2019/2020 erwartet wird. Dieser Ausblick erfolgt insbesondere vor dem Hintergrund, dass das letzte Quartal traditionell die umsatz- und damit margenstarken Monate aufweist sowie Verbesserungen im operativen Geschäft und sonstigen Produktivitätssteigerungen wirksam werden. Aufgrund der Sonderbelastungen rechnet der Vorstand im Gesamtjahr 2020/21 mit einem EBITDA unterhalb des Vorjahres. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Zinsen wird ein Konzernfehlbetrag in Höhe eines einstelligen Millionenbetrags erwartet. Dies entspricht einer deutlichen erwarteten Verbesserung gegenüber dem Vorjahreskonzernergebnis (Geschäftsjahr 2019/2020: -15,9 Mio. Euro), in dem eine wesentliche Wertminderung eines Firmenwerts in Höhe von 11,7 Mio. Euro enthalten war.  

23906 Postings, 4696 Tage HeronNeue Marke und Ausbau der Kapazitäten

 
  
    #217
02.07.21 06:47

135 Postings, 1744 Tage klopsOstseezeitung 15.07.2021

 
  
    #218
15.07.21 08:36
Ostseezeitung 15.07.2021:

Marinas so voll wie noch nie
Der Wassersport-Tourismus in MV wächst stark, freie Liegeplätze sind Goldstaub
Rostock. Wer nach 14 Uhr kommt, guckt in die Röhre. „Am Nachmittag gibt es keinen freien Platz mehr“, sagt Sandra Uhde, Hafenmeisterin der Marinas Timmendorf und Kirchdorf auf der Insel Poel. Und das obwohl die 55-Jährige alles in Bewegung setzt. Sie lässt die Yachten und Segelboote nebeneinander „im Päckchen“ parken und verdreifacht damit mal eben die Zahl der Liegeplätze. „Aber es reicht immer noch nicht“, sagt sie.
So wie auf der Insel Poel geht es gerade vielen Sportboothäfen in MV. Ausgebucht, freie Plätze für Durchreisende sind Mangelware, Dauerliegeplätze fast kaum zu bekommen. Ben Hoffmann vom Bundesverband Wassersportwirtschaft spricht angesichts fehlender Marina-Kapazitäten von einer „Katastrophe an Ost- und Nordsee“ und erwartet steigende Gebühren und Preise.
Ein Segeltrip entlang der deutschen Küsten ersetzt auch im zweiten Corona-Sommer für viele, die es sich leisten können, die Fernreise mit dem Flugzeug. „Viele erfüllten nach Jahrzehnten ihren Traum vom Segelboot“, erklärt Hoffmann. Eine Folge sind übervolle Häfen. „Einen Liegeplatz zu bekommen, ist oft ein Glücksspiel.“ Wirtschaftlich ist es ebenfalls Traum: Der Umsatz im Juni der gesamten Wassersportbranche in Deutschland lag laut Verband 76 Prozent über den Erwartungen von Jahresbeginn.
Es sind vor allem Segler aus Norddeutschland, die bei Sandra Uhde auf Poel festmachen, darunter viele Paare aus Lübeck und Hamburg. Die Insel biete viel Ruhe, weniger Remmidemmi und Party. Was viele Wassersportfreunde gezielt suchen. Die Auslastung ist im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit um 50 Prozent gestiegen. Auch Dauerliegeplätze seien begehrt. „Wir bekommen sehr viele Anfragen“, sagt Sandra Uhde. Sie muss fast allen absagen. Jährlich werden höchstens ein oder zwei Plätze frei.
Manche verbinden den Ostsee-Trip gleich mit dem Bootskauf. Zum Beispiel Olena Besak (29) und ihr Mann Sergiu Trylis (43) aus Kiew. „Wir haben in Greifswald unser neues Boot abgeholt und segeln jetzt nach Skandinavien“, sagt die Ukrainerin. Mit leuchtenden Augen steht sie gestern an Deck und lobt Service und Ausstattung der Marina an der Stralsunder Nordmole. „Die Fingerstege sind zum Aufsteigen an Bord ideal“, sagt sie. „Die Boote werden immer größer“, berichtet Kathrin Hackbarth vom Landestourismusverband. Es falle auf, dass viele Eigner ihre Boote vom Mittelmeer zurück in heimische Gewässer bringen. Insgesamt sei die Auslastung „gut bis sehr gut“. Dauerliegeplätze gebe es kaum noch, Tages- und Wochenliegeplätze dagegen schon.
„Dauerliegeplätze sind Goldstaub“, sagt Andy Herzog, Hafenmeister der Fünf-Sterne-Marina in Kröslin auf der Insel Usedom. Noch angespannter sei die Situation bei den Winterstellplätzen. Täglich bekommt Herzog Anfragen, die er alle ablehnen muss. „Manchen fällt die Kinnlade runter“, berichtet Herzog. Das betreffe vor allem Segel- oder Motorbootfreunde, die sich spontan ein Boot gekauft haben und verzweifelt eine Bleibe für ihren neuen Besitz suchen.
Herzog tut es jedes Mal weh, absagen zu müssen. Zur Krösliner Marina gehört auch eine Werft, die sich über Reparaturaufträge im Winter freuen würde. Herzog ist ein wenig ratlos, wie sich das Problem lösen ließe. Neue Häfen zu bauen oder bestehende zu vergrößern, sei wegen der Naturschutzauflagen schwierig.
Durchreisende Wasserwanderer haben dagegen auch in Kröslin gute Chancen, für ein paar Tage unterzukommen – weil viele Dauerlieger jetzt ebenfalls unterwegs sind. „Da finden wir immer ein Plätzchen“, erklärt der Hafenmeister. Der große Ansturm kommt erst noch, meint Harry Plottke, Hafenmeister in Prerow auf dem Darß. „Noch haben wir genügend freie Plätze“.


-> der Markt boomt. Ob es HY dann endlich mal schafft, Geld zu verdienen?  ich bin gespannt  

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