E.on SE - Chance oder Risiko
Es ist jedoch ausgesprochen schwierig mit "Qualität behaftete" Erfahrungswerte aufzubauen, da die unzähligen "Umgebungsvariablen"zu einem vollkommen chaotischem und in hohem Maße mit Unsicherheiten behafteten System führen, in dem alle Marktteilnehmer (also auch wir) je nach verfügbaren Kapital agieren oder reagieren müssen. Die ungeheuerliche Herausforderung besteht darin, in diesem System reproduzierbare Setups herauszufiltern (Edge), die nicht nur in einer bestimmten Marktphase funktionieren, sondern auch mit der eigenen Psyche UND mit dem verfügbaren Kapital korrelieren. Und dies funktioniert GANZ SICHER NICHT, wenn man ein paar Chartmuster kennt und seine Unsicherheit von 96 gleichzeitig laufenden Indikatoren zu eliminieren sucht.
auf der Welt, die sehr schön sind. Wobei man irgendwann auch merkt, dass nicht jeder Ort, der einem touristisch wunderbar erscheint, auch der Ort ist, wo man dauerhaft leben möchte.
Hm ja ich kann dir sagen, wie ich es gemacht habe. Anfangs mit 10000 DM angefangen. Auf 2 Titel verteilt. Dann pro Jahr 5000 investiert und die Dividenden reinvestiert. Hab lange Zeit niemals erhöht. Nur kontinuierlich investiert. Das führte einerseits dazu nie in Gier zu verfallen, andererseits hab ich damit mein Geld auf viele Marktphasen verteilt. Die Crash's kamen. Aber die Pakete waren unterschiedlich stark betroffen. Langfristig erholten sie sich dann wieder. Rückblickend kann man mit dieser Strategie über 2008 nur lachen. Die Börsen stürzten ein. Die Werte waren aber bis dahin so stark im Plus, dass es gar nichts gemacht hat. 2008 war dann wieder ein Jahr, wo man mehrere Pakete investieren konnte, weil sich die günstige Lage eben angeboten hat. Wie auch jetzt bei K+S. Nur aus diesem Grund hab ich auch mehr Geld als gaplant in die Firma investiert. Solche Gelegenheiten nutze ich, während ich bei Highflyern eher rausgehe oder sehr zurückhaltend bin. Aber ich kann völlig verstehen warum du was gemacht hast. Aus Fehlern lernt man. Auch wenn euch viele Leute sagen, Werte liegen lassen klappt nicht mehr. Winkt ab. In 20 Jahren sagen sie das selbe und es klappt immer wieder. Die Verzinsung wird dann beim lange liegen lassen immer stärker und heftiger. Buffett hätte NIE das Geld anders verdient. Weil die langfristigen Hebelwirkungen nicht intakt gewesen wären. Kurz und mittelfristig lässt sich sowas nicht verdienen. Ausser man geht enormes Risiko und bringt auch enorme Geldmengen. Das was die Banken so täglich machen. Mit einem Ansparplan wie Windspiel es macht, wird man später wirklich viel Geld verdient haben. Es sei denn man kauft irgendwelche Tortenfirmen. Ich nehm Gewinne nur dann mit, wenn die Firma wirklich 20 % überbewertet ist. Sonst nie. Da mag der eine oder andere sagen klar weil du von den Dividenden gut lebst. Ich kann dazu sagen, dass ist richtig, aber ich hätte es nie (neben meinem beruflichen Verdienst geschafft), mit kurzfristigem Denken das zu verdienen. Nicht mal im Ansatz.
Qualität zahlt sich halt aus.
Wenn ich Angeln fahre, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich was fange gegen NULL. Aber dann um so mehr freue ich mich wenn beim X. Mal mal ein Wels anbeißt.
Klar es gibt auch Angler, die sich mit kleinen Weißfischen zufrieden geben und von der Menge her viele Fangen, aber das habe ich mit sechs gemacht, jetzt wäre es langweilig.
Das was ich sagen möchte es geht beim Angeln nicht um Fisch (Im Suppermarkt hätte ich ihn für ein Zehntel des Preises haben können)
Und beim Zocken egal wo, geht es nicht ums Geld, sondern um den Kick.
Das hat auch mit dem Investieren nichts zu tun. Das sollte man auch nur mit dem Geld machen, das man bereit ist für den Kick zu bezahlen, genau so wie das Geld, das man fürs Hobby ausgibt:)
Und das liegt nicht mal daran, dass kurzfristiges Denken schlecht ist. Es liegt m.E. einzig und allein darin, irgendwann Fehler zu machen. Dann kommt aufgrund des Druckes die Erhöhung und der neue Fehler. Wenn ich mir aber 2 oder 3 Firmen wirklich gründlich ansehe und die jahrelang bunkere, dann ist die Gefahr dort total falsch zu legen viel geringer, als in der Zwischenzeit 400 Trades zu tätigen. Da liegt man dann nämlich bei 0,5 hoch 400 * 100 %. Bei den 2 oder 3 wenn man wirklich von totalem Zufall ausgehen will bei 0,5 hoch 2 oder 3. Wenn man dann noch unterbewertete Firmen mit einem guten Management und Zukunft kauft, kann man sich eigentlich zurücklehnen. Der Trugschluss, dass kaufen und verkaufen besser läuft ist der, dass man schnell Gewinne sieht. Da spielt einem das Gehirn einen Streich. Man stelle sich das ganze nur bei E.on vor. Heute für 12 gekauft, in 10 Jahren bei 24. Das macht eine Jährliche Verzinsung von 10 % (ich weiß ohne Discount Milchmännchen) aus. Aber jetzt kommts. Wenn ich bei 24 neu kaufe und der Wert steigt um 1 Prozent, also um 0,24 €, dann ist das im Bezug auf meinen Einstand ein Plus von 2 %. Wenn man nun eine Coca Cola seit x Jahren im Depot hat, verdient man Rückblickend an einem Tag oft 40, 50 % auf das damals angelegte Geld! Coca Cola kostete damals weniger als 2 Euro. Das sind (wenn man die Splits rausrechnet) oftmals Tagesgewinne. Spätestens dann macht sich die Übermacht des langfristigen Ansatzes bezahlt. Nachteil man sieht kein schnelles Geld. Das suggeriert uns - nicht profitabel. Ein anderes Beispiel. Kauf der Allianz oder der Mrück nach dem Crash. Heute Dividendenrenditen von > 10 % + die Aussicht auf langfristige Kurssteigerungen und minimales Risiko, da man ja auf einem großen Polster sitzt. Wenn man das Glück hatte eine Mrück für 50 zu kaufen, bekommt man heute für 3 % Steigerung auf das angelegte Kapital rückwirkend 9 % und das oft an einem Tag ! Wenn eine K+S in 6 Jahren bei 75 steht, bekommt man für 2 % - 6 % rückwirkend. Nur so denke ich.
Ich würde so lange den richtigen Teich und Angel suchen, so lange ich es mir finanziell leisten kann :-)
Allerdings konnte ich am Rhein dieses Jahr nur einen Wels herausziehen. Da war Italien viel viel besser:)
Aber kann mir noch nicht leisten mich nach Norwegen oder Italien auszusetzen:)
Windspiel legt mit Hilfe des Ing Diba Kontos kontinuierlich Monat für Monat Geld an. Nur in unterbewertete und solide Firmen. In 20 Jahren wird er damit eine ganze Stange Geld verdient haben. Kurzfristig wird er damit alleine dastehen und den Renditen der anderen nachtrauern.
Das Problem was ich damit eigentlich erläutern wollte ist das, dass ich mit kauf und verkauf ständig mit dem Markt gehe. Damit die Chance absolut verpasse vom Zinseszinseffekt zu partizipieren. Ich gehe immer wieder neu in den Wert. Der Wert ist aber 20 Jahre später um soviel teurer als zuvor und 20 Jahre drauf das selbe. Die rückwirkende Verzinsung ist ein so mächtiges Instrument. Das wird oft ausgeblendet. Ich kenne so gut wie keinen, der bei 100 % Gewinn und soliden Zahlen weiterhält und weiterer Unterbewertung weiterhält. Wenn der Wert wirklich weit über dem möglichen liegt. Das sind für mich 20 % geh ich konsequent raus. Alles halte ich auch nicht bis zum Nimmerleintag. Sollte z.b. E.on dieses Jahr auf 20 laufen und die Lage gleich bleiben, werde ich verkaufen.
doc, in welche werte warst du denn relativ lang investiert und hast nur die dividenden eingesammelt? :)
Wenn dein alleiniges Ziel nun wäre, den Wels zu fangen, dann würdest du ja nie auf den Gedanken kommen, deine Zeit am Rhein tot zu schlagen und Equipment zu verhunzen, sondern würdest ein Jahr lang deine Vorfreude auf ein paar Welsjagt-Tage in Frankreich genießen. Die verbleibende Zeit könnte man ggf. anderen Hobbys widmen. Wie z.B. in einem Eon-Forum rum zu hängen :-))
Coca Cola, Wrigleys, BAT, Danone, Nordisk, Unilever. Wrigleys hab ich seit der Berkshire Übernahme - leider - nicht mehr. Alle anderen Positionen schon länger als 15 Jahre. Coca Cola waren erste Positionen vererbt, also schon um die 40 Jahre. Die weiteren hinzugekauften 19 Jahre. Versorger war ich komischerweiße nie investiert. Die obigen Positionen sind im endlos Depot. Die aktuell gekauften sind im mittel bis langfristigen. Ich gucke mir die Entwicklung genau an und sehe dann wohin die Reise geht. Manche laufen konsequent zu schnell in die Überbewertung und werden dann einfach rausgeschmissen. Andere laufen lange parallel und nähern sich nur dem fairen Wert an. So eine richtige Motte, die nie mehr annähernd zum fairen Wert gelaufen wäre hatte ich (Gott sei Dank) noch nie. Aber das liegt nur daran, dass ich niemals Zocke und auf keine Wetten schließe.
Und es würde sogar Sinn machen innerhalb eines Jahres diese Werte zu kaufen oder zu verkaufen. Aber dann wär der Zinseszinseffekt für immer futsch. Deshalb werde ich mich hüten. Auch bei einem Zusammenbruch.
Rio Tinto ist auch so ein Unternehmen. Hat zwar Probleme aber langfristig, gibts doch nur eine Richtung. Kupfer und sämtliche Metalle werden immer weniger. Da kann jemand fördern wie er will. Rein dadurch, dass Jahr für Jahr für Jahr Gewinne anfallen wird die Firma immer wertvoller. Dann noch die Verknappung als zuckerl oben drauf und schon sieht die Welt anders aus. Würde sich die Firma innerhalb eines Jahres um längen besser entwickeln als vertretbar, wird sie wieder entsorgt. Nur der nachhaltige langatmige Anstieg ist der richtige :). Siehe auch Nestle. Übertreibung war da. Die langfristige gemächliche Bewegnung tut so einer Aktie viel mehr gut, als was anderes. Auch wenn jeder immer schnell viel verdienen will.