Nach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik


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Neuester Beitrag: 23.02.24 06:47
Eröffnet am:18.05.09 14:06von: LibudaAnzahl Beiträge:5.486
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61939 Postings, 7005 Tage LibudaWarren Buffett würde

 
  
    #101
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04.06.09 14:05
dazu sagen, dass ein Anleger, der einem technischen Analysten irgendetwas glaubt, ein dummer Beutelschneider ist. Dumm ist er, weil er Leuten glaubt, die nie von vornherein recht haben, sondern nur immer im nachhinein behaupten, dass die recht gehabt hätten. Und ein Beutelschneider ist er weil er seinen eigenen Geldsach zu einem Beutelchen kleinschneidert und die dem alten Grundsatz huldigt: Hin und her macht Taschen leer.

So viel zu folgender Wichtigtuerei:

"Warren Buffet - Was würde er dazu sagen ?
11:18 04.06.09


Einen sehr interessanten institutionellen Researchreport kann ich Ihnen mit freundlicher Genehmigung der BNP Paribas an dieser Stelle präsentieren.  Nehmen Sie sich unbedingt die Zeit und lesen Sie sich den Report durch.  Ich erachte ihn als außerordentlich interessant.

Je nachdem, ob Sie dem Lager der langfristig ausgerichteten oder aber der kurz- und mittelfristig ausgerichteten Anleger zuzurechnen sind, ist nämlich das Instrumentarium und die Analysemethode von maßgeblicher Bedeutung, mit denen Sie Ihre Anlageentscheidungen herleiten.

Die Studie zeigt sehr gut auf, dass Sie als aktiver Anleger, der kurzfristige und mittelfristige Kursbewegungen handelt, besser nicht fokussiert die wirtschaftlichen Makrodaten auswerten sollten.  Auswerten ja, aber nicht schwerpuktmäßig in die Anlageentscheidung einbinden. Lesen Sie einfach den Report durch.  Auch wenn ich mich wiederhole. Machen Sie es einfach.

Abschließend möchte ich Folgendes festhalten.  Warum erfährt denn die charttechnische Analyse einen solchen Boom ?  Fakt ist, dass sie das probate Mittel ist, um sich als aktiver Anleger durch den Dschungel der kurz- und mittelfristigen Kursbewegungen zu bewegen."

Und wer hat diese Studie verfasst - auch wieder eine Instiution, die für das Beutel klein schneiden zuständig ist, um ihren eigenen Beutel zu füllen.  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaLangfristig gesehen zählt nur dies

 
  
    #102
1
04.06.09 15:12
und zusammen mit dem Bevölkerungswachstum ist das Datum für das Wachstum des BIP und der Gewinne. Und von Stagnation ist da nichts zu sehen, sodass wir auf den langfristigen Trend zurückkehren, der beim S&P in den nächsten Jahren bei weit über 100 liegt.

Productivity increases more than expected in 1Q
Productivity increases more than expected in 1Q, as layoffs rise faster than output falls
Christopher S. Rugaber, AP Economics Writer
On Thursday June 4, 2009, 8:49 am EDT
      Buzz up! Print WASHINGTON (AP) -- U.S. workers were more productive in the first quarter than previously estimated, the government said Thursday, as rapid layoffs meant companies were forced to make do with fewer employees.

The Labor Department said productivity, the amount of output per hour worked, rose at a seasonally adjusted annual rate of 1.6 percent in the January-March period, double the government's estimate last month.

That was also above analysts' expectations of 1.2 percent growth.

Higher productivity can raise living standards because workers that produce more can earn higher wages without forcing companies to raise prices. But the first quarter's increase, which came in the midst of the longest recession since World War II, is a mixed benefit because it resulted from layoffs and sharp cuts in hours worked, which fell at a faster pace than output.

The department also said labor costs rose 3 percent, down from its previous measure of 3.3 percent and nearly matching forecasts.

A rapid increase in labor costs could fuel inflation, as employers pass on the higher costs to consumers in the form of higher prices. But most economists aren't worried about inflation, as the recession is keeping a lid on wage demands.

With the unemployment rate rising, most workers are more concerned about keeping their jobs than demanding higher pay. The first quarter figure is below the revised increase in labor costs of 5.1 percent in the fourth quarter.

The government revised its estimate last week of the overall economy's performance in the first quarter. The Commerce Department said gross domestic product, the broadest measure of the nation's output, fell by 5.7 percent, an improvement from its previous report of a 6.1 percent drop.

That rise led the Labor Department to increase its productivity estimate.

Still, greater productivity could have a downside by contributing to a jobless recovery, according to economists at Barclays Capital. Employers who learned to do more with less during the recession may not feel the need to take on more workers when the economy begins growing again.  

51986 Postings, 5877 Tage RubensrembrandtS&P 500, so teuer wie noch nie

 
  
    #103
1
04.06.09 17:40
03.06.2009 Bulle & Bär Aktien sind teuer wie nie zuvor von Ingo Narat Die Optimisten feiern ihren Sieg. In den vergangenen Tagen und Wochen haben sie die Aktienkurse weltweit nach oben getrieben. Anleger hoffen auf eine Wirtschaftsstabilisierung. Im Vorgriff darauf kaufen sie jetzt schon ein. FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex brilliert in der Dreimonatsbilanz von Februar bis Mai mit dem stärksten Sprung seit Jahrzehnten. US-Aktien im Index S&P500 schaffen das höchste Dreimonatsplus seit Sommer 1938. Die Rohstoffpreise als grober Indikator für die Wirtschaftsperspektiven verbuchen im Mai den stärksten Gewinn seit 1974. Der Frachtratenindex für Schiffstransporte als Messlatte für den Zustand des Welthandels macht den größten Monatssprung aller Zeiten. Aber es gibt noch eine andere Bilanz: Aktien sind so teuer wie noch nie, sagt beispielsweise die Analysefirma Fairesearch. An der Leitbörse Wall Street zahlen Anleger für Titel im S&P500 heute den 130-fachen Jahresgewinn. Das ist eine simple Rechnung auf Basis der Zwölfmonatsgewinne der Unternehmen bis Ende März. Im Vergleich dazu waren Aktien beim Platzen der Internetblase vor knapp einem Jahrzehnt mit einer Bewertung um die 30 spottbillig. Das erscheint ungesund und unhaltbar. Um auf eine durchschnittliche Bewertung zu kommen, müssten sich die Gewinne in kurzer Zeit verzehnfachen. Das ist unwahrscheinlich. Warum nur sind die Anleger so überaus optimistisch? Es ist nicht nur die Erwartung einer Wirtschaftsstabilisierung. Investoren wissen auch kaum, wohin mit ihrem Geld. Es fehlen Alternativen. Cash und kurzfristige Einlagen sind bei Zinsen nahe null unattraktiv. Anleihen verlieren rapide an Wert, weil die Investoren wegen der Rettungsprogramme, stark steigender Staatsdefizite und Geldmengen eine drohende Inflation wittern. Immobilien sind wenig liquide und krisenbelastet. So bleibt unter den großen Anlageklassen nur die Aktie. Manche Beobachter vermuten: Die Geldfluten landen momentan nicht in der Wirtschaft, sondern an einigen wenigen Finanzmärkten - insbesondere an den Aktienbörsen. Wann der Run auf überteuerte Aktien endet, ist schwer absehbar. Dass er enden wird, schon eher. http://www.handelsblatt.com/finanzen/bulle-baer/...-nie-zuvor;2320086  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaGenau dieser kleine Verzocker Narat

 
  
    #104
04.06.09 19:42
ist es, der diese Lügengeschichten, die ich im Posting 100 erläutert habe, von sich gibt. Sein Verleger sollte in wegen Unfähigkeit rausschmeissen oder zur Lokalredaktion schicken, damit er vom Taubenhzüchten und Sackhüpfen berichten kann.  

3078 Postings, 5524 Tage John RamboIch gehe jetzt nach Aldi

 
  
    #105
04.06.09 19:44
und kaufe mir kakao  

51986 Postings, 5877 Tage RubensrembrandtUS-ökonom. Erholung ist Wunschträumerei

 
  
    #106
04.06.09 21:29
Economic recovery is wishful thinking The media has been touting whatever good economic news it can find. But the truth is economic recovery is nowhere in sight o Dean Baker o guardian.co.uk, Monday 1 June 2009 21.30 BST o Article history Last week we got a whole series of bad reports on the state of the economy. New and existing home sales both remain near their lowest level for the downturn, as house prices continue to drop at the rate of 2% a month. New orders for capital goods, a key measure of investment demand, fell by 2% in April. Excluding the volatile transportation sector, new orders were still down by 1.5%. On Friday, the Chicago Purchasing Managers Index fell by more than 5 percentage points from its April level, approaching its low for the downturn. The employment component of the index did hit a new low. These reports might have led to gloomy news stories, but not in the US media. The folks who could not see an $8tn housing bubble are still determined to find the silver lining in even the worst economic news. For example, National Public Radio told listeners that the new home sales figure reported for April was up from the March level. While this was true, the April figure was only 1,000 higher than a March level that had just been revised down by 5,000. April new home sales were 4,000 below the sales level that had originally been reported for March. USA Today touted a "surge" in durable goods orders, which was also based on a sharp downward revision to the prior month's data. The media have obviously abandoned economic reporting and instead have adopted the role of cheerleader, touting whatever good news it can find and inventing good news when none can be found. This leaves the responsibility of reporting on the economy to others. Any serious examination of the data shows that recovery is nowhere in sight. The basic story of the downturn is painfully simple. We have seen a collapse of a housing bubble which has devastated the construction sector and also caused consumption to plunge. The construction sector is suffering from the enormous overbuilding during the bubble years. Measured in months of sales, the inventories of both new and existing homes are close to double their normal levels. This inventory will ensure that construction remains badly depressed at least through 2010, if not much longer. The plunge in house prices has sent consumption plummeting. The problem is not consumer attitudes, as many commentators seem to believe. Rather, the reason that most homeowners aren't buying a lot right now is the same reason that homeless people don't buy a lot of things: they don't have the money. The decline in house prices since the peak in 2006 has cost homeowners close to $6tn in lost housing equity. In 2009 alone, falling house prices have destroyed almost $2tn in equity. People were spending at an incredible rate in 2004-2007 based on the wealth they had in their homes. This wealth has now vanished. Housing is weak and falling. Consumption is weak and falling. New orders for capital goods in April, the main measure for investment demand, is down 35.6% from its level a year ago. And, state and local governments across the country, led by California, are laying off workers and cutting back services. If there is evidence of a recovery in this story, it is very hard to find. The more obvious story is one of a downward spiral, as more layoffs and further cuts in hours continue to reduce workers' purchasing power. Furthermore, the weakness in the labour market is putting downward pressure on wages, reducing workers' purchasing power through a second channel. http://www.guardian.co.uk/commentisfree/...09/jun/01/us-economy-media  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaIch wunschtäme aufgrund der existierenden

 
  
    #107
04.06.09 22:19
harten Fakten weiter - da ich meine Analyse nicht auf Wunschträume aufbaue, wie der kleine wichtigtueriche verzockte kleine Leerverkäufer des Artikels, sondern auf Fakten.

Wir sollten über Fakten nicht diskutieren und nicht über Wunschträume von Verzockern wie des Verfasser des letzten Artikels oder des Narats, der immer noch die Wunden seiner Verzockerorgien zu Neuen-Markt-Zeiten leckt. Diese Memme hat das auch nach neun Jahren nicht verwunden und stielt den Lesern seiner Zeitung das Geld aus den Taschen.  

3329 Postings, 5480 Tage ArmitageRichtigstellung I: KGV in der Krise

 
  
    #108
04.06.09 22:25
http://www.ariva.de/...ykliker_Thread_t348181?pnr=5909595#jump5909595 Um es Euch einfacher zu machen, wiederhole ich den Beitrag: Ich lese immer wieder, dass Aktien zu billig oder zu teuer wären. Beim KGV von x wäre diese oder jene Schmerzgrenze erreicht. Dann hätte der Index noch Platz nach oben nach unten oder zur Seite hin. Was bedeutet jetzt aber der KGV, was bedeutet Gewinn? Wie hoch ist die Relevanz des Gewinns bzw. die Analyse desselben in der Krise? Wenn man ehrlich ist und unternehmerisch denkt, dann hat der Gewinn in der Krise keine Bedeutung. Das Management will das Unternehmen durch das raue Gewässer steuern, ohne dass es absäuft und da ist allen eine Null (ob rot oder schwarz) gerade recht. (Einem Bär, der nach dem Winterschlaf aufwacht, wird ja auch keiner einen Vorwurf machen, dass er so dünn geworden ist.) Es geht fast alleine darum, dass das Unternehmen als solches existent bleibt! Und wenn es denn Jahre später wieder aufwärts geht, dann wird die Auslastung hoch gehen, dann wird es wieder Gewinne geben. Was bedeutet das alles? Bei einem Gewinn von Null haben wir einen KGV von unendlich. Also wäre ein Aktienkurs von sagen wir 50 Cent (vielleicht dem Substanzwert) angemssen und zwei Jahre später sprudeln die Gewinne - wir errechnen einen KGV von 6 und sagen sofort rein in das Papier, weil jetzt ist es mindestens 300 € Wert... Ich fasse zusammen: In kritischen Situationen spielt Stabilität eine Rolle und weniger der KGV. Und wenn dieses stabile Investment dann noch eine Dividende abwirft umso besser. Wir wissen so wenig! Armitage  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaSo ist es

 
  
    #109
04.06.09 22:45
aber trotzdem kann man sich mit der Frage beschäftigen, was das durchschnittliche KGV über einen längeren Zeitraum, z.B. über einen Konjunkturzyklus ist. Dabei weiss allerdings niemand, wie lange ein Konjunkturzyklus dauert.

Nichtsdestotrotz kann man die These aufstellen, wie ich das weiter oben getan habe, dass der Gewinn im S&P 500 im Schnitt der nächsten fünf Jahre, also von 2010 bis 2014, über 100 liegen wird. Und daher sind Aktien momentan extrem billig.  

51986 Postings, 5877 Tage Rubensrembrandt5 Gründe gegen US-Börsenrally

 
  
    #110
1
05.06.09 20:15
FTD: Fünf Gründe gegen die Börsenrally
12.05.2009 - 22:47

Feierlaune am Kapitalmarkt: Weltweit legen die Börsenkurse zu. Einige Investoren sprechen sogar von einem neuen Bullenmarkt. FTD.de beleuchtet die Entwicklung kritisch - und trägt fünf Gründe vor, die zur Vorsicht mahnen.
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Ausnahmezustand an den Weltbörsen: Der Dow Jones Industrial Average kletterte in den vergangenen zwei Monaten um 31 Prozent, der Standard & Poor's 500 sogar um 37 Prozent. Noch schwindelerregender fällt die Entwicklung bei den Schwellenländern aus. Brasilianische Aktien, vor Monaten noch geprügelt unter fallenden Rohstoffpreisen und fatalen Unternehmenswetten auf Wechselkurse, schossen sogar seit Oktober um 75 Prozent in die Höhe. Selbst im schwächelnden Deutschland greifen Anleger wieder zu, der Leitindex Dax liebäugelt mit der Schwelle von 5000 Punkten.

Experten streiten, ob es sich um eine Bärenmarktrally oder eine nachhaltige Aufwärtsbewegung handelt. FTD.de hat die wichtigsten Argumente, die gegen das Kursfieber sprechen, zusammengetragen. Hier der Überblick.

Bewertung - Schnäppchen sehen anders aus

Nach der erstaunlichen Rally mehren sich die Stimmen, dass Aktien alles andere als günstig bewertet sind. Beispiel Vereinigte Staaten. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg liegen bereits 34 Prozent aller Unternehmen im S&P 500 mit ihren Aktienkursen über den Kurszielen der Analysten. Der Index ist insgesamt nur noch fünf Prozent von den Kurszielen von mehr als 1700 Analysten entfernt.

Ein weiterer Grund zur Vorsicht ist das Verhältnis zwischen Kurs und Gewinn (KGV). Der Quotient zwischen aktuellem Kurs und den für das kommende Jahr prognostizierten Gewinnen in den USA lag laut Morgan Stanley vergangene Woche bei 14,5. Zum Vergleich: In den vergangenen 25 Jahren waren es 15 gewesen. "Davon auszugehen, dass sich die Kursgewinne von diesem Niveau aus fortsetzen, wäre unrealistisch", sagte Leo Grohowski, Leiter Anlagestrategie in der Vermögensverwaltung von Bank of New York Mellon.

Eine andere alarmierende Rechnung stellen die Strategen der Credit Suisse auf. Sie untersuchten die realen Gewinne je Aktie seit 1919 und errechneten ein Trendwachstum von 2,1 Prozent, was Unternehmensprofite von 61 Mrd. $ entsprechen würde. Daraus leiten sie eine Risikoprämie von 5,4 Prozent ab. "Momentan sind wir nur noch eine Standardabweichung davon entfernt. Aktien sind also nur noch sehr begrenzt als billig zu bezeichnen", schreiben die Experten in einer Studie.

Wirtschaftswachstum - Stopp des Abschwungs, aber keine Erholung

"'Stell Dir vor, es geht und keiner kriegt's hin.' Ähnliches lässt sich derzeit auch von den Aktienmärkten behaupten", schreiben die Strategen der Vermögensverwaltung Tiberius Asset Management in ihrem aktuellen Marktkommentar. Ihre Botschaft: Die aktuelle Rally ist kräftiger als gedacht und bietet kurzfristig gute Chancen.

Der Aufwärtstrend halte aber nicht lange an: "Dieses dürfte nur ein Strohfeuer in einem übergeordneten Baissetrend sein. Wir glauben an eine Wiederholung des Jahres 2003, nicht aber an eine Wiederholung der Jahre 2004 folgende", urteilen die Tiberius-Experten, deren Fokus besonders auf Rohstoffe liegt. 2003 legte der S&P 500 um rund 40 Prozent zu, von März 2003 bis Oktober 2007 kletterten die Notierungen um 95 Prozent.


De-Leveraging versus Green Shoots


Solche Prognosen stützen sich darauf, dass eine kurze, nicht-nachhaltige V-förmige Erholung der Weltwirtschaft einsetzt. Verfechter dieser Ausblicke blicken mit großer Skepsis auf die Verbesserung zahlreicher Konjunkturindikatoren. Während Optimisten wie die Strategen von Barclays Capital von einem "Wendepunkt" und zahlreichen "grünen Sprösslingen" (Green Shoots) sprechen, blicken die Pessimisten auf die gewaltige Schuldenlast weltweit.

Laut Credit Suisse häuften Unternehmen, Verbraucher und Regierungen Verbindlichkeiten an, die 7000 Mrd. $ oder (gemessen am globalen Bruttoinlandsprodukt) 28 Prozent über dem langfristigen Trend liegen. Das Argument: Wenn die Schulden abgebaut werden, kann keine Erholung einsetzen. Das "De-Leveraging" würde die grünen Sprösslinge im Keim ersticken. Erste Anzeichen gibt es bereits: So nahm das Volumen an ausstehenden Konsumentenkrediten im März um 11,1 Mrd. auf 2550 Mrd. $ ab, das ist der größte Einbruch seit Beginn der Datenaufzeichnung 1943.



Anleihenrendite - Angst vor dem Platzen der Bondblase

Viele dachten, dass US-Notenbankchef Ben Bernanke die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen durch Aufkäufe bei 3,0 Prozent fixieren würde. Doch das war ein Irrtum: Derzeit notierten die Papiere bei 3,2 Prozent. Allein seit Ende Dezember verloren sie rund 63 Prozent ihres Werts. Bei festverzinslichen Wertpapieren bewegen sich Kurse und Renditen gegenläufig.

Die große Frage lautet nun: Wie entwickeln sich die Anleihenrenditen? Sollten sie steigen, wäre das für die Aktienmarktrally eine Bedrohung. Eine Ursache für steigende Renditen könnte die zunehmende Staatsverschuldung aller großen Industrieländer sein. Goldman Sachs geht davon aus, dass Washington dieses Jahr 3250 Mrd. $ an neuen Papieren begeben wird, um das Haushaltsdefizit zu finanzieren.


Steigende Renditen wegen hoher Staatsverschuldung


Damit die gewaltige Menge platziert werden kann- so das Argument -, muss der Staat eine höhere Verzinsung bieten. Vermögensverwalter wie Blackrock, American Century Investments und Federated Investors hoffen daher auf größere Anleihekäufe der Fed. Bislang pumpte die Notenbank 92,2 Mrd. $ in den Markt, insgesamt hat das Programm eine Dimension von 300 Mrd. $. "Die Fed muss darüber nachdenken, den Kauf von Staatsanleihen auszuweiten", sagte Stuart Spodek, Leiter Bonds bei Blackrock. "Wir befinden uns immer noch in einer Rezession. Es sieht ziemlich schlimm aus. Sie müssen die langfristigen Zinssätze stabilisieren
"

Optimistisch gestimmt sind die Analysten der Commerzbank. Sie glauben nicht an steigende Renditen. Sie begründen das damit, dass eine steigende Verschuldung des Staates mit einer rückläufigen Verschuldung der Privathaushalte einhergehe. "So weitete die US-Regierung die Staatsverschuldung in den Rezessionen von 1974, 1980/82, 1991 und 2001 zwar kräftig aus. Gleichzeitig nahm aber die Kreditdynamik bei den Privaten ab", schreibt Bondexperte Christoph Balz. "In der Summe expandierte der Kreditmarkt daher in den vergangenen Jahren mit recht stabilen Raten von fünf bis neun Prozent, trotz der großen Schwankungen in den einzelnen Sektoren."







Bankensystem - Solide, aber noch nicht gerettet

Die großen Gewinner der vergangenen Monate sind die Banken. Sie profitieren von staatlichen Rettungsschirmen, einer großen Aktivität auf den Bondmärkten und den Resultaten der US-Stresstests, die "nur" eine Kapitallücke von 75 Mrd. $ auswiesen.

Skeptiker misstrauen der Entwicklung aber. Die Experten der Credit Suisse verweisen darauf, dass nur Großbritannien und Irland eine umfassende Lösung zum Umgang mit toxischen Papieren präsentiert hätten. Allein für die USA belaufe sich der Umfang solcher problematischer Anlagen auf 3000 Mrd. $, schätzt Credit-Suisse-Anleiheexperte Dominic Konstam. "Das Risiko besteht darin, dass Verluste und Abschreibungen weit aus höher ausfallen als gedacht", urteilen die Credit-Suisse-Experten.


Europas Banken in der Verlustzone?


Vor diesem Hintergrund warnen Analysten vor einem zu frühen Einstieg in Bankaktien. Rund die Hälfte der europäischen Banken könnte bis Ende 2009 oder 2010 in die Verlustzone rutschen, schrieb Deutsche-Bank-Analyst Matt Spick in einer Notiz. In dieser Phase dürften die Rückstellungen für faule Kredite ihren Höhepunkt erreichen. Der Internationale Währungsfonds rechnet damit, dass sich weltweit die Abschreibungen auf Kredite für den Zeitraum von 2007 bis 2010 auf 2800 Mrd. $ summieren werden.

Auch die staatliche Unterstützung birgt Risiken. Banken mit Kapitalbedarf könnten versuchen, diesen durch die Umwandlung von Vorzugs- in Stammaktien zu decken. Damit würden die Anteile der Altaktionäre verwässert. Den Anteilseignern drohen darüber hinaus auch im Zuge der Rückzahlung von Staatshilfe Einbußen: Deutsche-Bank-Analyst Spick erwartet, dass die Institute die Rückzahlung größtenteils aus den Einnahmen oder dem Kapital stemmen werden. Da aber allein die europäischen Banken 200 bis 300 Mrd. Euro zurückzahlen müssten und die Erträge auf Sicht niedrig bleiben dürften, warnt er in einer Notiz, könne es bis spätestens 2014 dauern, bis die Institute frei von Staatseinfluss sind. Die Aktionäre würden in dieser Zeit faktisch keine Dividenden erhalten.

Private Equity - Viel Kapital, aber auch zahlreiche Probleme

Der "Business Week" ist Private Equity die Titelgeschichte wert. "Testing the waters - how a $ 1 trillion war chest could revive the economy", schreibt das Wirtschaftsmagazin in seiner aktuellen Ausgabe. Beteiligungsgesellschaften wie Blackstone oder KKR erwerben Unternehmen deren Kauf sie vor allem über Fremdkapital finanzieren. Die Hoffnung lautet jetzt, dass die Private-Equity-Häuser in großem Stil Firmen und Wertpapiere aufkaufen - und so sowohl der Wirtschaft als auch den Aktienmärkten Auftrieb geben.

Laut dem Researchhaus Prequin sitzt die Buy-out-Branche auf Kapital von 1000 Mrd
$. Die Anleger sind immer noch zuversichtlich: Allein im Jahr 2008 flossen 554 Mrd. $ von Pensionsfonds in Richtung Private Equity, 2009 waren es trotz der Turbulenzen 49 Mrd. $. "Sie tauchen auf der Party mit prallgefüllten Taschen auf", sagte Donna Hitscherich, Professorin an der Columbia Business School in New York.


Pleiten und Fremdkapitalknappheit sind Hindernis


Retter oder nicht? Skeptiker verweisen auf die sich häufenden Firmenpleiten. Laut der Ratinagentur Moody's lag die Ausfallquote bei Unternehmen mit einer spekulativen Bonitätsnote im ersten Quartal in den USA bei 7,4 Prozent. Zum Vergleich: Der historische Durchschnitt beträgt fünf Prozent. Die Ratingagentur geht davon aus, dass die Quote im Laufe des Jahres bis auf 14,1 Prozent klettern wird. Da in vielen Fällen hinter Unternehmen mit Junk-Status eine Beteiligungsgesellschaft steckt, sind Abschreibungen wahrscheinlich.

Der zweite Grund, die Kraft der Private-Equity-Branche nicht zu überschätzen, ist die Zurückhaltung der Banken, die Branche mit ausreichend Fremdkapital zu versorgen. Umfragen unter Finanzinstituten - darunter die Lending Surveys der Fed und der Europäischen Zentralbank - deuten auf eine verschärfte Kreditvergabe hin. Da zahlreiche Banken ihre Bilanz schrumpfen wollen, sei es eher unwahrscheinlich, dass der große Buy-out-Boom einsetzt, sagen Analysten.



Autor/Autoren: Tobias Bayer (Frankfurt)




http://nachrichten.finanztreff.de/...28458191,sektion,uebersicht.html  

6741 Postings, 5603 Tage Marlboromann5 Gründe geschrieben von einem Geisterfahrer

 
  
    #111
1
05.06.09 20:20
Wolltest du wohl schreiben. Ich gebe dir ein ,,informativ" aber der Auto hat wohl ein Problem mit Objektivität, denn durch den Anstieg der US-Treasurieszinsen will keiner die alten US-Bonds mehr haben, weil die weniger Zinsen bringen und wer kauft die dann billiger auf? Der US-Staat und entschuldet sich dadurch.
Ein Wirtschaftsjournalist der das nicht erkennt sollte lieber bei ALDI als Packer arbeiten.

Gruß Marlboromann  

51986 Postings, 5877 Tage RubensrembrandtJapan/Asien interessanter als USA

 
  
    #112
05.06.09 20:35
June 5, 2009
Japan May Outperform Other Markets
Japan may outperform other markets over five years, Marc Faber, the investor who publishes the Gloom, Boom and Doom report, said in an interview with Bloomberg Television in Hong Kong. “Of all the regions in the world, Asia is still the most attractive by far.”


http://marcfaberblog.blogspot.com/  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaEin guter Artikel

 
  
    #113
1
06.06.09 11:27
http://finance.yahoo.com/expert/article/futureinvest/168150

Da Bernanke in der Krise alles richtig gemacht hat, kann man davon ausgehen, dass er im Aufschwung nicht alles verkehrt macht. Dass er schon eine leichte Bremsung bei den langfristigen Zinsen vornahm zeigt, dass er aufpasst. Denn er hat das Aufkaufprogramm bei den Anleihen schon seit seit Wochen gestoppt, da sich die wirtschaftlichen Daten seiner Ansicht nach in ausreichendem Maße verbessern und nicht noch schnellerer Galopp seiner Ansicht nach Schaden anrichten würde.  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaIntel investiert

 
  
    #114
06.06.09 14:08
Intel will trotz Wirtschaftskrise an Investitionen in neue Fabriken festhalten (EuramS)


Finanzvorstand sieht für Oktober geplante Markteinführung von Windows 7 zurückhaltend
München. Der weltweit größte Halbleiterkonzern Intel will ungeachtet der weltweiten Wirtschaftskrise keine Abstriche bei Investitionen in neue Chipfabriken machen. "Wir werden den Ausbau der neuen Fertigungstechnologie unabhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung vorantreiben", sagte Finanzvorstand Stacy Smith gegenüber der Euro am Sonntag laut Vorabbericht(E-Tag: 6.6.2009). Insgesamt will Intel sieben Milliarden Dollar in Fabriken mit der neuesten Fertigungstechnologie investieren. Dabei werde man "auf keinen Fall" Kompromisse machen. Die 32-Nanometer-Technologie für kleinere Chipstrukturen sei die Voraussetzung für den Start von Intels Chips der nächsten Generation in neuen Märkten wie Handys oder Unterhaltungselektronik. "Der Erfolg dieser Produkte führt uns aus dem Abschwung", so Smith.

Mit Blick auf den gelanten Start von Microsofts neuem Betriebssystem Windows 7 am 22. Oktober zeigte sich der Intel-Finanzchef zurückhaltend: "Ich hoffe, dass Windows 7 die Begeisterung weckt, die notwendig ist, um in den Firmen den Ersatz alter Rechner wieder in Gang zu bringen." Doch angesichts des wirtschaftlichen Umfelds werde Windows 7 alleine "sicher nicht die Wende zum Besseren" bringen können, sagte Smith der Wirtschaftszeitung.

Quelle:Finanzen.net  05.06.2009 22:41  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaSehr gute Gegenüberstellung unterschiedlicher

 
  
    #115
1
06.06.09 15:23
Meinungen,  wie man sie leider in deutschen Zeitungen nicht lesen kann, wo sich nur die Weltuntergangsidioten austoben dürfen:


http://www.nzz.ch/finanzen/obligationen/...marktzinsen_1.2654446.html  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaInteresssante These von James King

 
  
    #116
06.06.09 16:01
Vorsitzender und Chief Investment Officer des National Penn Investors Trust.

Nach seiner Ansicht sei die Wirtschaftkrise indes nicht unbedingt auf überhöhte Risiken zurückzuführen gewesen, sondern auf ein mangelndes Verständnis jener Risiken. „Das Problem bestand darin, dass wir das im Markt vorherrschende Risikoniveau schlecht im Griff hatten“, sagt er. „Risikobereitschaft gehört zu unserem Geschäft“, sagt King. „Das ist das Los der Investoren.“ Ob man nun an die Nachhaltigkeit dieser Rally glaubt oder nicht, das Risiko ist ein unvermeidlicher Begleiter der Kapitalanlage. Entscheidend ist daher, klug abzuwägen, wie und wann man diese Risiken eingeht, damit sie sich langfristig auszahlen.

So absolut wie der King würde ich das nicht formulieren, zu 50'% hat er Recht, aber die anderen 50% hängen mit Überzocken durch  zu starkes Lerveraging von geldgeilen Bängstern wie dem Ackermann-Sepp zusammen.  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaEin Anstieg von absurden niedrigen 2,5%

 
  
    #117
06.06.09 16:04
auf niedrige 3,7% ist eine normale Reaktion und eher positiv zu werten.

ALL BUSINESS: Bond-market rout lifts mortgage cost
ALL BUSINESS: Bond-market rout boosts mortgage rates, undermining economic prospects
Rachel Beck, AP Business Writer
On Saturday June 6, 2009, 8:40 am EDT
      Buzz up! Print Related:Freddie Mac
NEW YORK (AP) -- The Federal Reserve announced a $1.2 trillion plan three months ago designed to push down mortgage rates and breathe life into the housing market.

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{"s" : "fre","k" : "c10,l10,p20,t10","o" : "","j" : ""} But this and other big government spending programs are turning out to have the opposite effect. Rates for mortgages and U.S. Treasury debt are now marching higher as nervous bond investors fret about a resurgence of inflation.

That's the Catch-22 threatening to make an awful housing market potentially worse and keep the economy stuck in a funk. Kick-starting the economy requires higher spending, but rising rates mean fewer Americans will be able to refinance their home loans. And some potential buyers will be shut out of the market by higher monthly payments they won't be able to afford.

To understand how this is all connected, you have to think like a bond trader. Inflation is their enemy because it means the purchasing power of the dollars they receive when bonds eventually are paid off will be diminished. The only question is by how much.

Yields on 10-year Treasury notes, a benchmark for home mortgages and other consumers loans, jumped from 2.5 percent in March around the time of the Fed announcement to as high as 3.7 percent in recent days as signs that efforts to stabilize the financial system and economy were starting to pay off. And 30-year mortgage rates jumped more than a quarter-point this week to 5.29 percent, the highest level since December, Freddie Mac reported.

"If the meltdown continues in the bond market, then mortgage yields will soon be at levels that choke off refinancing activity," said economist Ed Yardeni, who runs his own investment firm. "Even worse, they could abort any necessary recovery in home sales and prices."

Yardeni coined the term "bond vigilantes" in 1983 to describe how traders took matters into their own hands when they felt the Fed wasn't doing enough to fight inflation, which was running at an annual rate of more than 3 percent at that time.

So what has set off the vigilantes this spring, at a time when the consumer price index is down at an annual rate of 0.7 percent?

One explanation is that bond investors anticipate a greater supply of government debt being sold to fund federal spending. Investors are also increasingly fearful that the trillions of dollars the government will need to borrow in the coming years to finance the various stimulus programs will lead to a new bout of inflation.

The White House estimates that the government will rack up an unprecedented $1.8 trillion budget deficit this year -- more than four times last year's all-time high.

"The bond market is calling the Federal Reserve out," said Mike Larson, a real estate analyst at Weiss Research Inc. in Jupiter, Fla. "Investors are saying that the Fed can't just print money out of thin air to finance a massive deficit."

Fed Chairman Ben Bernanke acknowledged Wednesday in congressional testimony that large budget deficits could threaten financial stability by eventually eroding investor confidence and endangering the economy's prospects for long-term health.

"Even as we take steps to address the recession and threats to financial stability, maintaining the confidence of the financial markets requires that we, as a nation, begin planning now for the restoration of fiscal balance," Bernanke told the House Budget Committee.

That kind of talk is meant to calm bond investors' nerves. It also shows the quandary faced by Bernanke and other federal officials. They need to hold down interest rates through massive government spending at the same time they have to deal with worries over how that spending could damage the economy over the long term.

After Fed policymakers this spring said they would buy billions of dollars of government debt and more than $1 trillion of mortgage securities, 30-year fixed mortgage rates fell to 4.78 percent in April, the lowest since Freddie Mac started surveying rates in 1971.

Sales of new and existing homes began to trend higher. Mortgage refinancings also jumped, allowing borrowers to lock in lower rates. Fee income from this activity helped lift profits at many battered banks and gave consumers more disposable income to spend, which helped lift their confidence about the economy's prospects. All that was good for the nation's businesses.

But now, surging mortgage rates are threatening to undermine all that. Seventy percent of refinancing activity could be knocked out as rates close in on 5.5 percent, according to Mark Hanson, a managing director at the independent research firm Field Check Group of Menlo Park, Calif.

That's because homeowners wouldn't get much of a benefit if a refinancing only reduces monthly payments a tiny bit while they are stuck paying closing costs that typically run about 2 percent of the loan amount.

Also, many homeowners who wanted to refinance didn't lock in the super-low rates in April when the refi boom took off. "Half the deals in the pipeline are dead," Hanson said. "People were applying to refinance to improve their situation, but now they are seeing it won't be much improved."

All this means that even though mortgage rates are still low by historical standards, many of the trends that seem to be pointing to economic recovery in recent months could be undone fast.

Rachel Beck is the national business columnist for The Associated Press. Write to her at rbeck(at)ap.org  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaDie linearen Spinner ignorien die KGV-Explosion

 
  
    #118
1
06.06.09 20:29
Man liest oft, dass man bis einschließlich des Jahres 2013 brauche, um die vielleicht 6% Einbuße beim BIP dieses Jahres aufzuholen.

Dahinter steckt die Vermutung, dass man in den letzten Jahren im Schnitt nur 1,5% Wachstum geschafft habe - wenn überhaupt. Diese Vermutung ist das Ergebnis von unsauberen Definitionen und bei angeblichen Wissenschaftlern die Ausgeburt grenzenloser Dummheit. In Deutschland wird zu wenig zwischen Konjunktur (Auslastung eines vorhandenen Produktionspotenzials) und Wachstum (Erweiterung des vorhandenen Produktionspotenzials) differenziert. Wäre der Rückgang von 6% auf einen Rückgang des Produktionspotenzials zurückzuführen, wäre es in der Tat schwierig, die Einbuße von 6% schnell wieder aufzuholen. Das ist aber nicht der Fall, sondern die 6% minus sind komplett das Ergebnis eines Rückgang bei der Auslastung - und dieser Rückgang lässt sich genau so schnell wieder aufholen, wie er entstanden sind. Daher wird vermutlich der Rückgang in diesem Jahr nicht ganz 6% betragen und das BIP wird nächstes Jahr nicht konstant bleiben, sondern mit einem Wert zwischen 4% und 6% wachsen.

Was das für das KGV bei extremen Rationalisierungsmaßnahmen in diesem Jahr und niedrigen Lohnsteigerungen auf absehbare Zeit bedeutet, muss ich Euch wohl nicht näher erklären.  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaImmer dann wenn sich derartige Räuberpistolen

 
  
    #119
06.06.09 20:51
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/...uftraege;2333352  

Anti Lemming: "Stützt" die Fed mit Futures-Käufen auch US-Aktien

20:06  #44290  

bewerteninteressant  
witzig  
gut analysiert  
informativ  
uninteressant  
Investor 2009 2040/2827melden

und nicht nur US-Staatsanleihen, was ja bekannt ist und als legitim gilt?

Street.com-Autor Bob Marcin (keine Perma-Bär!) schließt das nicht aus:
Angehängte Grafik: screen_00551.jpg (verkleinert auf 84%)  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaNoch eine Ergänzung zum Linearen Denken

 
  
    #120
1
07.06.09 12:20
In der heutigen Euro am Sonnta kann man lesen:

"Sparneigung der Amerikaner wächst

Das persönliche Einkommen der Amerikaner ist im April aufgrund der Leistungen des Konjunkturpakets gestiegen. Doch das Geld fließt keineswegs in den Konsum.

Im April hat sich das persönliche Einkommen der US-Bürger saisonbereinigt um 0,5% erhöht, wie das US-Handelsministerium bekannt gab. Verantwortlich dafür waren Steuererleichterungen und Leistungen aus dem Konjunkturpaket. Gleichzeitig nahm die Konsumfreude der Amerikaner jedoch ab. Der persönlichen Ausgaben gingen im Apirl gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent zurück, und die persönliche Sparquote erhöhte sich deutlich von 4,5 auf 5,7 Prozent. 620,2 Milliarden Dollar haben die US-Bürger derzeit auf der hohen Kante liegen. Das ist die höchste Sparsumme seit Beginn der Datenreihe im Januar 1959."

Zunächst einmal war es im Monat vorher genau umgekeht, denn da war der Konsum höher als die Einkommenssteigerung. Was aber wichtiger ist: In der Wirtschaft kommt es auf die Veränderungsraten an. die entscheidende Frage ist also: Werden die Amis ihre Sparquote von 5,7%, den vermutlich höchtsten Wert der letzten 25 Jahre, noch weiter steigern.  Das ist relativ unwahrscheinlich, sodass die aufgrund der Konjunkturprogramm entstehenden nicht unerheblichen Einkommenssteigerungen vermutlich sehr stark in den Konsum fließen werden.

Auch das ist wieder ein Beispiel für idiotisches lineares Denken von ANALysten.  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaViele Fische stinken nicht nur vom Kopf her

 
  
    #121
07.06.09 16:07
denn das folgende ist nicht sehr viel besser als das vom Ackermann-Sepp:

"Die Rallye ist unhaltbar, spätestens bei 5200 Stellen ist Schluss", konstatiert Stefan Bielmeier, Stratege bei der Deutschen Bank stellvertretend für die Bären. Nach dem enormen Kursplus gebe es die Gefahr eines schmerzlichen Rückschlags auf bis zu 4000 Zähler. "

Wie der Bielmeier erzählen das viele Verzocker gebetsmühlenartig seit der DAX bei 3.500 stand. Der sollte sich einmal von seinem Chef-Volkswirt erklären lassen, dass Rückgange der volkswirtschaftlichen Aktivitäten, die auf einem sinkenden Auslastungsgrad basieren, sehr schnell wieder korrigiert werden. Das Problem scheint zu sein, dass sich sein Chefvolkswirt nicht mehr mit den einfachen Dingen der Ökonomie beschäftigt, sondern nur noch hochtrabend herumfaselt - mein Gott, Walther.  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaDas könnte ein Grund dafür sein

 
  
    #122
1
07.06.09 16:13
dass diesmal sogar die Produktivität bei so starken Rückgangen der wirtschafltichen Aktivitäten steigt - denn so etwas konnte man in dem bisherigen Ausmaß nicht erleben.

Daher wird der nächste Aufschwung nicht nur von der besseren Auslastung der Produktionskapazitäten getrieben, sondern auch vom Wachstum des Produktionspotenzials und einer verbesserten Arbeits- und Kapitalproduktivität.

http://finance.yahoo.com/news/...ries&pos=1&asset=&ccode=  

61939 Postings, 7005 Tage LibudaSolange man überall massenhaft

 
  
    #123
07.06.09 21:36
diese klassiche Verzockermeinung lesen kann, muss man massenhaft kaufen. Denn die Kurse sind sogar zu langsam gestiegen, denn das BIP wird in Kürze emporschnellen, da der Rückgang eine Problem der Auslastung war - und Auslastungsprobleme lassen sich so logischerweise genauso schnell lösen, wie sie gekommen sind.l

Market rally hits 3 months, raising questions
As Wall Street's surge marks 3 months some analysts say expectations building too quickly
Tim Paradis, AP Business Writer
On Sunday June 7, 2009, 2:24 pm EDT
      Buzz up! Print NEW YORK (AP) -- Three months can feel like a long time on Wall Street.

In the stock market, where news about companies and the economy dictate buy and sell decisions in a matter seconds, the market's powerful rally is getting pretty old to some experienced players.

Traders have been laying down bets on modest signs that the economy is halting its slide. That optimism has lifted the Standard & Poor's 500 index, a benchmark for many investments like mutual funds, an enormous 39 percent from a 12-year low on March 9. Those kinds of gains might normally take four years to materialize.

Some analysts are asking whether ebullient investors have been too quick to shed their caution. Another round of economic data this week could help determine whether the gains will hold.

"Are we getting ahead of ourselves in terms of market levels? I believe that we are and I think investors would be wise to take some profits off the table," said Walter Gerasimowicz, chairman and chief executive of Meditron Asset Management.

The rally has added 2,220 points the Dow Jones industrial average to put it within a dozen points of being flat for the year. But the Dow is still down 5,400 points from its high of 14,164.53 in October 2007.

Green arrows began popping up on stock screens three months ago this week as traders determined that the economy was likely to sidestep a ruinous fall marked by the Great Depression and instead muddle through the worst recession in decades.

But some analysts contend that investors are in danger of setting expectations too high for how quickly the economy can recover from the recession that started in December 2007.

"When the predictions become less dour I think that introduces the possibly of disappointment," said Jeff Knight, head of asset allocation at Putnam Investments. "You don't have any evidence yet that things have actually gotten any better."

Even if the worst is over for the economy, investors are still staring at a long list of worries. Housing remains in a funk and unemployment sits at a 26-year high. The government said Friday that employers shed 345,000 jobs last month, the fewest since September. But unemployment is still a high 9.4 percent after four straight months of slowing layoffs.

Even brightening prospects for the economy could trip up the markets. Besides risking overconfidence, investors are helping push interest rates higher. They're selling off Treasurys, no longer in need of the safety of government debt, and that in turn forces up rates on mortgages and other kinds of loans for consumers.

"Where do you go from here? I think it's dangerous to take a strong view one way or the other at the moment," Knight said.

Analysts say that even if the economy begins to grow, it likely will take some time before consumers hit by lost jobs, lower home values and tighter access to credit start spending more.

On Thursday, the Commerce Department releases its May retail sales report. Retailers last week reported mixed results but some analysts were surprised that more shoppers hadn't returned to stores.

Gerasimowicz contends consumers, whose spending accounts for more than two-thirds of U.S. economic activity, could hold back the economy's recovery if they continue to hunker down.

"The consumer has to be out there," Gerasimowicz said.

The Federal Reserve reported last week that consumer borrowing in April fell by twice as much as analysts had been expecting.

Investors also expect to focus this week on the Fed's Beige Book, which provides readings on the U.S. economy by region. The report is due Wednesday and arrives two weeks before policymakers' next meeting.

The Commerce Department on Tuesday is expected to release wholesale trade inventories for April. On Wednesday, the agency reports on the nation's trade balance.

On Thursday, the Commerce Department reports on April business inventories and on Friday, the Reuters/University of Michigan issues its first reading on consumer sentiment for June.  

7885 Postings, 8838 Tage ReinyboyDer Auslastungsgrad sinkt, weil....

 
  
    #124
7
07.06.09 21:49
weniger konsumiert wird, ..............es wird weniger konsumiert,weil sich die Giralgeldschöpfung veringert hat..........., ................weil sich die Giralgeldschöpfung nichterholt gehen Arbeitsyplätze verloren..............und die Produktionsauslastung wird weiter sinken.............., .................weil nun die Portmonaie´s von Lieschen Müller und Joe Sixpack vor Leere gähnen.

Zwar versuchen die Notenbanken mit erheblichen Geldern gegenzusteuern, jedoch erreichen diese monetären Gaben die Zielgruppen nicht, da die Bänker lieber mit diesem Kapital sich auf den Zockermärkten herumtreiben um ihre Bonis zu erhöhen.

5781 Postings, 6204 Tage MoutonReinyboy

 
  
    #125
5
07.06.09 21:56
Libuda lebt in einer Parallwelt, in der es keine Krise gibt. Es bringt also nichts, ihm von dieser Welt zu erzählen. Er versteht es einfach nicht.  

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