Der Antizykliker-Thread


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Neuester Beitrag: 12.08.23 18:50
Eröffnet am:04.10.08 11:48von: CandlestickAnzahl Beiträge:14.246
Neuester Beitrag:12.08.23 18:50von: barbadukLeser gesamt:1.448.676
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25951 Postings, 8650 Tage Pichelwenn wir schon dabei sind ;-)

 
  
    #7476
7
10.09.09 16:13
Märkte außer Rand und Band (Dirk Müller)
10.09.2009 14:53



Kurz vor der Wahl wird der „Gute-Laune-Bär“ von der Kette gelassen. Allerorten melden sich mehr oder weniger „unabhängige“ Wirtschaftsinstitute mit interessanten Finanzierungsquellen zu Wort und berichten über die ach so tolle Lage der Konjunktur und wie Deutschland gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Die Maastrichtverschuldung wird natürlich eingehalten und die Erde ist eine wunderschöne rosa Scheibe.

Die Aktienkurse folgen nur zu gerne dieser tollen Verheißung und auf geht’s zu neuen Jahreshöchstständen. Dass die Auftragseingänge aus dem Ausland im letzten Monat wieder negativ waren, was soll’s. Dass die Kreditvergabe an US-Konsumenten im letzten Monat einen Rekordrückgang verbucht hat, wen kümmert`s. Die Auftrageingänge in Japan -9,3% gegenüber Vormonat! jetzt mal nicht kleinlich werden. Die „Glauben+Hoffen-Indikatoren“ der Umfragen sind spitze, die harten Wirtschaftsdaten katastrophal bis lethargisch, der GMV-Indikator in höchster Alarmstellung. Sie kennen den GMV-Indikator nicht?  Das ist der wichtigste Indikator an den internationalen Finanz- und Handelsmärkten und zugleich einer der am wenigsten beachtet wird. Der Gesunde-Menschen-Verstands-Indikator !

Die Aktienkurse preisen eine extreme Wirtschaftserholung ein, für die es bislang keinerlei harte Fakten gibt. Das kann noch einige hundert Punkte weiter tragen, das ist nicht ausgeschlossen. Die einen sagen 5700, die anderen hoffen auf 6200.

Aber entweder, die Konjunktur legt in den nächsten Monaten ein Wunder hin, das selbst den alten Ludwig Erhard erblassen ließe, oder die  Kurse werden wieder ein wenig Optimismus auspreisen müssen.

Vielleicht werden nach den Wahlen die Optimismus-Lautsprecher wieder abmontiert und der GMV bekommt eine Chance? Wir wissen es nicht, aber wir werden es mit Spannung beobachten.
Autor Dirk Müller

Quelle: http://www.cashkurs.com/...p;tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=4540

164 Postings, 5952 Tage martin1111deZweifel bringen nichts...

 
  
    #7477
1
10.09.09 20:00
insgesamt gesehen, bleibt die Tendenz nach meiner Meinung nach oben gerichtet, und man hofft eigentlich nur deshalb auf eine signifikante Korrektur, um fehlende Investments nachzuholen. Sicherlich wäre es anders, wenn es auf der Seite der Geldmarktzinsen irgendetwas zu holen gäbe. Aber die Zinsen sind ja derartig niedrig, dass es sich überhaupt nicht lohnt, sein Geld in irgendwelchen Festgeldanlagen zu parken. Und die Wahlen werden nun einmal, allen warnenden und hoffenden Auguren zum Trotz, so gut wie gar nichts in die Richtung nach Süden bewirken können, ein Szenario, das ja dann sowieso sofort von Späteinsteigern genutzt werden würde. Frau Merkel bleibt bei jeder nur denkbaren Konstellation deutsche Bundeskanzlerin, ob nun mit FDP oder SPD.  

3329 Postings, 5847 Tage ArmitageDas Bedürfnis nach Göttern

 
  
    #7478
10
10.09.09 21:42
Überall sieht man Verschwörungstheorien, die Goldmänner, der Trendhebelumsteller, diejenigen, welche die überteuerten Aktien an dumme, hinkende Hausfrauen abladen wollen. Es muss eine ganze Schattenwelt geben, das stelle ich mir so vor wie Bernie’s doppelte Buchhaltung im dreizehnten Stock, deren einziges Ziel es ist die dumme Masse auszunehmen.
Das gilt übrigens nur für die bullische Masse!

Aktien steigen oder fallen nicht, weil mal mehr oder weniger Leute eine Aktie haben wollen und der Preis irgendwie so hin rutscht, dass es dann doch passt, weil die fundamentalen Daten gut oder schlecht sind oder der Chart sehr bullisch oder sehr bärisch aussieht, sondern bei vielen gibt es ein Bedürfnis nach irgendwelchen Übermenschen, die das Schicksal lenken. Besser denken sie, besser es gibt da jemanden, ganz egal ob der mir gut oder schlecht gesonnen ist, als sich einzugestehen, dass den Wahnsinn halt keiner steuert und alles eben irgendwie passiert.

Aber weil man an diese im Hintergrund wirkenden Leute nicht direkt herankommt, nimmt man halt irgendwelche Ersatzleute, welche vermutlich Kontakte zu dieser Clique haben. Das erinnert an das Anrufen von Schutzheiligen in Bayern – an den Chef traut man sich nicht ran, ergo gibt man halt dem Pförtner die fünf Euro Bestechung und der Sekretärin die Pralinen.

Und alles, was dieses komischen Heiligen sagen – die fünf Gründe, warum Kurse sinken oder fallen oder steigen, wird brav zitiert und durchgekaut. Und da die Mutter aller Verschwörungen eh die USA sind, sind diese Heiligen eben amerikanische Gestalten, die sich auf diversen einschlägigen Websites tummeln. Kaum eine Aussage wird in Frage gestellt. Denn es ist ja aus Amerika!

Und wenn einem wie in 2008 die ganze Börse um die Ohren fliegt, dann sucht man sich halt einen Propheten, einen der es schon immer gewusst hat und ein achtklassiker Volkswirt (natürlich aus Amerika) wird zum Starökonom oder ein Laufbursche auf dem Parkett wird zum Mister Opossum oder Mister Dachs.

Doch wenn auf der einen Seite manche überhöht werden, dann sagt das auch viel über die andere Seite aus. Es gibt wohl eine riesige Zahl an Leuten, die sich – nett ausgedrückt – irgendwo anlehnen wollen (hier das schlimme Jammerlied von Silbermond einfügen), ätzend ausgedrückt, welche, die sich unterordnen, die hündisch Speichel lecken wollen.

Irgendein Soziologe hat mal den Wunsch der Mensch nach geführt werden und Unterordnung postuliert. Nein, nein hat da Alfred Tetzlaff Kieser (der Organisationsguruprofessor) da laut gerufen, es kann nicht sein, was nicht sein darf (typisch deutsche Phänomen), der Mensch ist super aufgeklärt und mündig und so… Unsinn kann ich da nur erwidern – guckt Euch mal ein SM-Forum an, da wollen sich zwei Drittel der Leute unterwerfen…

Natürlich – Ihr merkt, ich will zum Schluss kommen, ist es ein Unterschied, ob Goldman Sachs irgendwo tätig wird, oder ein Kleinanleger aus Vorpommern. Sie wissen vieles mehr, z.B. dass IBM neue Aktien begibt, dass jemand ein Auge auf ein anderes Unternehmen geworfen hat. Sie sind groß und das Handeln von Goldman hat dadurch Gewicht.
Habe gestern gelesen, dass irgendwelche Aktien gestiegen sind, weil ML sie in den Europe 1 Index aufgenommen hat. Klar werden viele denken, die wissen wie es geht, die können Kurse schieben… Aber schaut Euch mal diesen Index (relativ zum Eurostox) an – ein Trauerspiel.

Auch die Großen machen Fehler und letztlich bestehen die Großen nur aus ganz vielen Kleinen. Und jeder, der eine dicke Organisation mal von innen gesehen hat, der weiß von was ich spreche…

Es gibt keine Götter!
(zumindest in der Finanzwelt)

A.  

2184 Postings, 6798 Tage thostarich hätte da mal einen Chart

 
  
    #7479
6
10.09.09 21:50
Soll man da nun shorten, abwarten oder sogar long reingehen? Was meint ihr dazu? Bitte nur ernstgemeinte Antworten. Danke  
Angehängte Grafik:
chart_daily.jpg (verkleinert auf 76%) vergrößern
chart_daily.jpg

1018 Postings, 6518 Tage TurboLukees gibt ein neues Hoch

 
  
    #7480
5
10.09.09 23:14
was macht man? Chart umdrehen und reinshorten! ;-)

Im Ernst: Die Lage ist schon witzig derzeit. Die Bullen tanzen wieder. Vielleicht kommen Gewinnmitnahmen morgen, mehr wohl aber nicht. Ich frage mich so langsam welche Nachricht diese Stimmung überhaupt kippen kann.

159 Postings, 6712 Tage Milquetoast#7478 Armitage

 
  
    #7481
5
11.09.09 09:58
Auch wenn Du dafür ein witzig kassiert hast, volle Zustimmung. Meinungsmonokulturen wie im Bärenthread tuen niemals gut, deshalb finde ich diesen Thread hier auch wesentlich interessanter, weil differenzierter. Sicher wird der Trend nach oben, nicht lange weiterlaufen, aber ärgern wird sich der, den diesen seit Frühjahr nicht mitgenommen hat.  

25951 Postings, 8650 Tage PichelCe n'est pas possible, Jean-Claude!

 
  
    #7482
9
11.09.09 11:37
Kennen Sie den größten Magier aller Zeiten? Nein, nein, ich meine nicht David Copperfield. Ah, Sie erinnern sich an Alan Greenspan, den großen Magier der Märkte? Nein, ich bitte Sie, der Mann ist schon lange entzaubert, - seine Greenspan-Puts, für die man ihn auf den Thron des größten und besten Notenbankchefs aller Zeiten hievte stellten sich leider als fauler Zauber heraus.

Es gibt einen neuen großen Magier in der Welt der Finanz- und Geldpolitik: sein Name ist Jean-Claude Trichet. Als Hexenmeister hat er sich noch keinen großen Namen gemacht, eher als Sturkopf, der angeblich viel zu spät und zu schwach auf die Finanzkrise reagiert hat. Sei´s drum. Er will kein Sturkopf mehr sein und die Zaubershow ist eröffnet, denn Jean-Claude hat etwas im Hinterkopf. Herzlich willkommen in der Welt des Geldes, - der Welt der Illusionen.

Worum geht es? Genau wie das Fed, die Bank of England und viele andere Notenbanken versorgt auch die Europäische Zentralbank (EZB) seit Monaten die Geschäftsbanken mit zinsgünstigem Zentralbankgeld. Inflationssorgen machen sich breit, - nicht nur bei Finanzfachleuten, sondern auch in der breiten Bevölkerung. Auf diese Situation muss ein Zentralbankchef natürlich mit  überlegener Zuversicht reagieren und Sicherheit suggerieren, indem er seine EZB als Institution mit unbegrenzter Machtfülle darstellt, die selbstverständlich alles im Griff hat und jederzeit regulierend in die Märkte eingreifen kann. Sie kennen das, - man zündet halt einfach ein paar von diesen allseits beliebten Nebelkerzen.

Man liest und staunt:

http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,647004,00.html
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,646820,00.html

Zu den zahlreichen Maßnahmen der EZB gehört etwa die unbegrenzte Zuteilung von liquiden Mitteln zu dem derzeit sehr niedrigen Leitzins von einem Prozent. Die Mittel werden darüber hinaus für ein Jahr, also außergewöhnlich lange, zur Verfügung gestellt. [...] Im Juni hatten 1100 Banken im Euro-Raum eine Rekordsumme von mehr als 442 Milliarden Euro frisches Geld nachgefragt. Im Dezember ist die dritte und letzte Zuteilung dieser sogenannten Zwölfmonatstender geplant. [...] "Unsere unkonventionellen Maßnahmen wurden mit einer entsprechenden Ausstiegsstrategie im Hinterkopf angelegt", sagte Trichet am Freitag in Frankfurt. [...]Die Notenbank könne die überschüssige Liquidität rasch wieder einsammeln, unterstrich Trichet: "Noch ist der Zeitpunkt dafür nicht gekommen, aber wir sind jederzeit bereit dazu."

Herr Trichet hat also eine Ausstiegsstrategie im Hinterkopf, um die vielen Milliarden Euro an bereit gestellter Liquidität wieder „einzusammeln“. Das Wort „Einsammeln“ hat hier übrigens die Bedeutung von Zurückzahlen. Wann und vor allem wie dieses „Einsammeln“ vonstatten gehen soll, verschweigt  er. Ich denke, er weiss es auch nicht.

Was Monsieur Trichet auch nicht erwähnt, ist nicht nur, dass der gesamte amerikanische, britische und deutsche Bankensektor faktisch insolvent ist, sondern in Folge weltweit das komplette System aus Staaten, Notenbanken und Geschäftsbanken. Auch die Chinesen scheinen mittlerweile zu ahnen, dass sie zu den Gästen dieser grandiosen Zaubershow gehören.

Schauen wir uns einmal genau an, wie in der Welt der Geldillusion gerade gezaubert wird. Bis jetzt wurde die Pflicht eine Bilanz aufzustellen auch für Banken noch nicht abgeschafft. Sie setzt sich üblicherweise aus Aktiva (Vermögensbestände, Forderungen, etc.) und Passiva (Verbindlichkeiten, Rückstellungen, etc.) zusammen. Damit ein Unternehmen, oder auch eine Bank als gesund und lebendig bezeichnet werden kann, muss eine Bilanz ausgeglichen sein. Von Vorteil ist auch, wenn die Vermögenswerte die Verbindlichkeiten übersteigen, denn die Differenz zwischen diesen Positionen nennt man Eigenkapital und je höher das ist, desto gesünder ist ein Unternehmen. Wenn nun auf einmal ein mehr oder weniger großer Bestand der Aktiva einen sehr großen Wertverlust erleidet, dann hat man ein Problem, - je nachdem ein sehr großes: die Bankbilanz ist nicht mehr ausgeglichen. Neue frische und vor allem wertvolle Assets müssen her. So, und genau an dieser Stelle fängt man an zu zaubern. Man ändert einfach die Spiel-, also die Bilanzregeln und verwandelt Essig zu Wein.

Ehemals guter Wein (über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten) ist zu Essig der Marke „Toxic“ geworden, landläufig unter dem Namen „Mistpapiere“ bekannt. Das macht aber nichts, wenn man den Preis für Essig einfach dem von gutem Wein anpasst. Zwar gibt kein Mensch für Essig genauso viel Geld aus wie für guten Wein, aber was sauer schmeckt wird halt wieder schmackhaft gehext. Hex, hex!

Die Notenbanken tauschen ihre vorgeblich guten Papiere (z. B. Staatsanleihen) gegen Papiere, die kaum noch etwas wert sind, weil die Schuldner, die dahinter stehen insolvent sind. Man senkt weltweit die Zinsen auf nahe Null und verschafft so den Banken fast kostenlose Liquidität. Die Staaten produzieren neue „sichere“ Assets, in dem sie sich in gigantischer, nie dagewesener Weise neu verschulden und verkaufen mittlerweile in den USA und Großbritannien ihre, - natürlich mit einem Triple-A-Rating ausgestatteten Bonds - direkt an die Notenbanken. Mit dem neu gezauberten Geld wird dann zum Großteil der Bankensektor zusätzlich gestützt und den Bürgern (Bürgen) wird erzählt, dass Essig irgendwann einmal wieder zu Wein wird. Zur Ablenkung gibt´s obendrein eine Umweltprämie.

Nun könnte man glauben, dass diese Zauberei von neuem Geld ewig weiter gehen könnte. Doch handelt es sich natürlich um eine Illusion. Alle Welt schaut auf die Mistpapiere, also auf die Aktivseite der Bankbilanzen und freut sich, wenn die wieder schön sauber aussieht. Genau so wichtig ist jedoch auch der Blick auf die Passivseite, denn hier stehen die Verbindlichkeiten, die verzinst werden müssen. Und bekanntlich müssen Zinsen erwirtschaftet und erarbeitet werden, doch das wird zusehends immer schwieriger, weil die Geldsummen, - mit Geld meine ich hier Ansprüche auf Auszahlung von Zentralbankgeld (AaAvZBG) - durch den Zinseszins-Effekt (800 Billionen $  stecken allein in Derivaten) in so starkem Maße angestiegen sind, dass es für die Volkswirtschaften weltweit einfach nicht mehr möglich ist, mit den Wachstumsraten des Geldes Gleichschritt zu halten. Doch Geld muss „wachsen“ und deswegen werden mit dem neuen Geld nicht nur realisierte Verluste aus Abschreibungen ausgeglichen, sondern es muss auch neues Zentralbankgeld entstehen, um die Verzinsung der Banken-Passiva mit diesem neuen Basisgeld zu ermöglichen.

(Siehe hierzu auch: Detailansicht.80.0.html?&cHash=dd87303761&tx_t3blog_pi1https://www.cashkurs.com/..._t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]%3D4061)
 
Um welche Wachstumsraten es sich handelt wird begreifbar, wenn man sich vor Augen führt, dass sich die Bilanzsumme der Deutschen Bank von 918 Milliarden € im Jahr 2001 auf 2,2 Billionen € im Jahr 2008 mehr als verdoppelt hat.  

Zieht Jean-Claude Trichet irgendwann die frisch ausgeteilte Liquidität (deren Grundlage nicht etwa erbrachte Leistungen, sondern Ersatz für real gewordene  Verluste und die Ermöglichung neues Geldwachstums (AaAvZBG) ist) tatsächlich wieder ein, wird es einen großen Knall geben und das gesamte weltweit vernetzte System aus Notenbanken, Banken und Staaten wäre von einem Tag auf den anderen insolvent. Also wird die Illusion des Einsammelns (Zurückzahlens) aufrecht erhalten,- so lange es noch geht. Die Zaubershow könnte eigentlich ewig so weitergehen, aber ich habe die Befürchtung, dass die Bürger (Bürgen), vor allem die chinesischen (!) anfangen zu begreifen, dass Essig niemals wieder zu Wein werden kann, dass die öffentlichen Haushalte niemals konsolidiert werden können und dass Jean-Claude kein großer Magier ist.

Das Einsammeln der Liquidität ist nicht möglich: Ce n'est pas possible, Jean-Claude!

Wird Herr Trichet irgendwann einmal antworten? Vielleicht ja. Vielleicht mit dem Satz: „Rien ne va plus.“

Quelle: http://www.cashkurs.com/...p;tx_t3blog_pi1[daxBlogList][showUid]=4559

6741 Postings, 5970 Tage MarlboromannSprechen wir über Zentralbanken und Zinsen

 
  
    #7483
3
11.09.09 12:36
Die Bären zeigen ja immer die negative Seite, die Medien dagegen eine Schönwetterlage.

Die Frage daher lautet: Kann man die Märkte aus einer Deflation in eine Inflation werfen über eine Zinserhöhung?

Ich bin schon ganz gespannt wie das Experiment ausgehen wird.

Nehmen wir mal an die Bären haben recht: Deflationärelage also. Jetzt kommen die Medien mit einer Schönwetterlage. Es ist viel zu viel Liquidität im Markt und das sucht ein Ventil.

Annahme: Deshalb werden die Zentralbanken die Zinsen erhöhen. Vielleicht erst die eine und dann die andere.
Beispiel: Die Ausländer zahlen die Amis bei schwachen Dollar einfach mal die Schulden zurück und danach erhöht die FED die Zinsen für einen stärkeren Dollar. Wie findet ihr denn die Idee?

Oder die EZB erhöht die Zinsen und die Banken müssen fluchtartig die ganze Liquidität irgendwo hin ablassen und schaffen so selbst eine Inflation? Wie findet ihr denn die Idee?

Wie bringt man denn nun die Goldanleger dazu den Dollar zu kaufen?
In dem man die Geldmenge schrumpft, durch die Bilanz der FED und gleichzeitig die Zinsen anhebt, würde ich mal sagen.

Es liegt etwas in der Luft.

Gruß Marlboromann  

2184 Postings, 6798 Tage thostarhat euch mein Chart die Sprache verschlagen

 
  
    #7484
8
11.09.09 13:49
leider habe ich noch so einen ähnlichen auf Lager. Ihr wisst doch sicher alle, dass die westlichen Aktienmärkte eine gewisse Korrelation mit dem Eur/Jpy haben, man könnte fast sagen, dass der Eur/Jpy der coole Bruder des Dow ist, weil er nicht jede Modewelle mitmacht, sondern einfach konstanter bleibt. Aber er ist ein Frühindikator; sieht man hervorragend im Jan/Feb 2009, als die Aktienstrategen noch vom Weltuntergang schrieben.
Im Weekly-MACD liegt hier nun ein Verkaufssignal vor.  
Angehängte Grafik:
euroyen.jpg (verkleinert auf 93%) vergrößern
euroyen.jpg

9108 Postings, 6571 Tage metropolisthostar: Abwarten und Tee trinken

 
  
    #7485
8
11.09.09 16:59
Dein Chart #79 ist natürlich eine hervorragende Geschichte, das Problem auf den Punkt zu bringen. Doch jeder Fundi würde widersprechen: Diese "Aktie" sei total unterbewertet.

Der Trend nährt den Trend und daher geht es weiter hoch. So lange, bis keiner mehr den Kurs bezahlen will und keinen Tag kürzer, so einfach ist Börse. Alle beobachten sich argwöhnisch, ob denn der Nachbar nicht zuerst verkauft um dann noch schnell selbst zu kaufen. Die Bären haben auf den September-Effekt gehofft und sind enttäuscht worden. Insofern klar, dass der Trend in Ermangelung einer Alternative einfach weiterläuft.

ME ist nun eines zu tun: Klare Regeln definieren, wann man wie einsteigen (long/short) will und knallhart die Geduld zu wahren. Ich zumindest tue es so, in der Gewissheit, dass die Statistik auf meiner Seite ist und der nächste Trade mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Gewinntrade sein wird. Denkt an Kostolanys Worte: "Die Börse ist wie eine Straßenbahn: Hast du eine verpasst kommt sogleich die nächste."

In diesem Sinne: Abwarten und Tee trinken. Und ggf. den Monitor abschalten, bevor ihr aufs Klo rennt um euch zu übergeben ;-)  

9108 Postings, 6571 Tage metropolis.

 
  
    #7486
4
11.09.09 20:58
 
Angehängte Grafik:
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8485 Postings, 6711 Tage StöffenJa ja, der Bären-Thread ist Pflicht-Lektüre

 
  
    #7487
2
11.09.09 21:02
daher immer schön am Ball bleiben ;-)))

9108 Postings, 6571 Tage metropolisKann man so nicht mehr sagen, stöffen

 
  
    #7488
11.09.09 21:48
Langsam wird libuda zur täglichen Pflichtlektüre.  

Der Bärenthread ist wie Leitungswasser Süffeln an Sylvester. Ich steh da eher auf Schampus. Bildlich gesprochen ;-)  

8485 Postings, 6711 Tage StöffenNatürlich

 
  
    #7489
4
11.09.09 21:53
aber Hochmut kam schon immer vor dem Fall ;-))
Viele Akteure meinen, sie haben Rückenwind, und gehen auch über Wasser, dort wo Brücken sind.
Gutes Gelingen auch weiterhin ;-))

3329 Postings, 5847 Tage ArmitageNein meine Lieben...

 
  
    #7490
7
11.09.09 21:54
Als Bulle jetzt nicht übermütig werden...

Ich muß zugeben, ich habe Libuda und die Bären schon immer parallel gelesen.
Zumal es ja das Gerücht gibt (und heute ist Tag des unbewiesenen Gerüchts), dass Libuda und AL eine Person sind.

Wenn man sich die Postings der beiden ansieht, erkennt man, dass beide niemals zur gleichen Zeit etwas gepostet haben, sondern immer nur sequenziell (einfach eine wilde Behauptung aufstellen, ob es stimmt, spielt keine Rolle!).

A.  

9108 Postings, 6571 Tage metropolisDiese Theorie hat was, A.

 
  
    #7491
1
11.09.09 22:04
Somit hätte AL/libuda immer zu jeder Börsenzeit ein Eisen im Feuer. Würde zu ihm passen, dumm ist er ja nicht. Im Gegensatz zu mir, der nur stumpf mit den Wölfen heult und behämmertes Systemtrading macht.

Man könnte auch auf die Idee kommen, dass AL und Roland Leuschel... Obwohl, auch nur so eine billige Verschwörungstheorie... Würde ja auch nicht behaupten, dass libuda ein alter ego von Thomas Grüner wäre.

@stöffen: Immer locker bleiben, Humor muss schließlich sein, der kommt eh zu kurz.  

3329 Postings, 5847 Tage ArmitageWas zu Sentix...

 
  
    #7492
2
11.09.09 23:42
Kann nur empfehlen mitzumachen.
Habe mich gewundert, welch schlaue Fragen die stellen - es geht um die Haltedauer bzw. die Reichweite der Investments.
Da bin ich jetzt mal neugierig, was da rauskommt.  

9108 Postings, 6571 Tage metropolisSentix

 
  
    #7493
12.09.09 08:42
Ja, die Analysen sind stets recht kurzweilig und lehrreich. Aber leider nicht immer  treffend, wie z.B. die letzte Analyse, die fallende Kurse vorausgesagt hat.

Armitage, wenn wir beide da mitmachen, dann wundert mich die Trefferquote nicht mehr.

Empfehlen kann ich auch AnimusX, der ist eher charttechnisch orientiert und auch recht interessant. Zudem geht die Umfrage noch schneller als bei Sentix, die ja ab und zu mal Extrafragen haben, die doch etwas Zeit des Nachdenkens erfordern.  

10366 Postings, 6028 Tage musicus1Dirk Müller und Frank Meyer

 
  
    #7494
3
12.09.09 08:54
die journalisten der bildzeitung, ersterer autor ......... ich sach nur qualität, qualität, glucks  

10366 Postings, 6028 Tage musicus1stöffen ich ergänze das mal....

 
  
    #7495
3
12.09.09 08:57
billiger triumpf.....wer feiert den????? kleinkarierte, eitle, immer rechthabende, unbelehrbare wichtigtuer..... nix von bedeutung, einfach vorbei laufen lassen.....  

59008 Postings, 7811 Tage nightflygut, thostar, 4800, wir kommen

 
  
    #7496
3
12.09.09 09:12
aus Ermangelung rechten Platzes fällt die Kurve ziemlich steil aus,
was aber auch was für sich hat...
Angehängte Grafik:
01chart_daily.jpg (verkleinert auf 76%) vergrößern
01chart_daily.jpg

23532 Postings, 6805 Tage Malko07Sollte man nicht tun:

 
  
    #7497
1
12.09.09 10:48

..... die ja ab und zu mal Extrafragen haben, die doch etwas Zeit des Nachdenkens erfordern.....

 

9108 Postings, 6571 Tage metropolisDoch sollte man, malko

 
  
    #7498
1
12.09.09 10:57
Denn wer mal RICHTIG nachdenkt statt stumpf gebetsmühlenartig alte Schablonen anzuwenden, der kommt auch automatisch zu den RICHTIGEN Schlüssen.

Kostolany sagte: "Börse ist immer dasselbe Stück, nur die Bühne ist jeweils einen andere." - Wer die Vergangenheit kennt, der kennt somit die Zukunft. Denn der Mensch ist kaum lernfähig.  

80400 Postings, 7608 Tage Anti LemmingTrends und Alternativen

 
  
    #7499
1
12.09.09 11:00
"Insofern klar, dass der Trend in Ermangelung einer Alternative einfach weiterläuft."


Ich hab heute die Eier aus dem Hühnerstall geholt.

Es waren 13 Stück. Die Unglückszahl!

Kein Wunder, dass es nicht mehr waren!  

9108 Postings, 6571 Tage metropolisWenn es heute 13 Eier waren

 
  
    #7500
5
12.09.09 11:05
und gestern 12, dann ist klar, dass deine Hühner in Ermangelung einer Alternative morgen 14 legen werden. So einfach ist Hühnerstall.

falk würde übrigens auf 10 Eier morgen spekulieren, weil 13 ja eine Unglückszahl ist. Mit dem Ergebnis, dass die Hühner morgen sogar 15 Eier legen. Was wiederum im Bärenthread als Beweis einer Hühnerverschwörung gelten wird, mit dem Ziel, die dreisten Hühnerdiebe zu squeezen. ;-)  

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