Der Antizykliker-Thread
Mein HS braucht nicht zur Diskussion gestellt zu werden, denn ich bin zufrieden damit. Meine Postings sollen nur das Trading für interessierte Mitleser transparent machen. Zudem dient es vor allem mir selbst um meine Gedanken zu ordnen, denn das Outing hilft eine rationale Entscheidung zu treffen. Im stillen Kämmerlein wär ich vermutlich deutlich irrationaler weil keiner zusieht und ich mich nicht rechtfertigen müsste.
Was die Stoch betrifft stimme ich dir zu. Momentan sieht es nach weiter up aus.
Shit!
Naja, als Trader darf man sich nicht über Fehler ärgern, sondern muss nach vorne schauen. Bis Montag gönne ich mir noch eine Analyse-Auszeit, danach sehen wir weiter. Gold, EUR und Bund laufen SEHR erfreulich, da war das HS ein Volltreffer.
Bei Dax und Co warte ich nun ein echtes Shortsignal ab und kein eingebildetes. Im Moment steht alles etwas auf der Kippe, daher war es richtig, die Jetons vom Spieltisch zu nehmen. Im Bärenthread schrieb ich ja schon, dass evtl. nochmal mit einem Hochlaufen der US-Indizes an die 200-Tage-Line zu rechnen ist, das ging 2001 schon so. (siehe Chart) Eine Garantie gibt es aber nicht. Maßgeblich im Dax ist auch der mittelfristige Aufwärtstrend. Nur wenn der gebrochen ist, kann mit schnellen Shortgewinnen gerechnet werden. Bis dahin werden die Bullen kämpfen.
Topbildungen verlaufen immer langsamer als Bodenbildungen, das werde ich mir für die Zukunft merken. Am Tops ist also keine Hektik angebracht wenn das HS short geht. Am Böden muss man im Gegensatz dazu beherzt zugreifen...
Für einen Ausbruch nach unten spricht:
- Die Formation selbst (s.o.)
- Das HS ist weiter volle Kanne short ;-)
- Fundamental geht der Trend in Richtung mehr Risiko, dh Unternehmensanleihen.
Gegen einen Ausbruch spricht nur das Sentiment, dass eher skeptisch ist. Vielleicht zu skeptisch, wir werden sehen..
Da Charts zur Symmetrie neigen: Ein Vierfach-Top (Riesige umgekherte SKS) hätte seinen Reiz.
Nur Gedankenspiele....
Gruß Marlboromann
Gedankenspiele wie im obigen posting zu Gold sollte man nicht anstellen, wenn man die zugehörige fundamentale Angebots- und Nachfragesituation nicht genau kennt. Der langfristige chart bei Gold zeigt nach oben, von 250 $ in 2001 bis zur 1000 $ heute, ob die 1000 $ das Top sind oder nicht, ist reines Raten, was wie bei deinem Dax-short ins Unglück führen kann. Wie man am chart unten erkennen kann, ist es dem Goldpreis egal, ob wir Rezession oder Wirtschaftsboom haben, ob die Aktienkurse fallen oder steigen, der Goldpreis marschiert seit 2001 nach oben.
Mit den Ein- und Ausstiegspunkten hast du recht, allerdings ist das beim Wochentrading echt schwer. Gold zB hat eine Tagesschwankung von 10-20 USD. Da daneben zu liegen ist fast normal, auf Monatssicht aber am Ende wenig relevant. Ich versuche das Problem mit einem Finetuning mittels Tages-HS zu umgehen, aber daran muss noch gearbeitet werden (siehe Dax-Short neulich). Den Short zu halten, als das Tages-HS nach oben drehte und das Wochen-Hs kaum noch short anzeigte war im Nachhinein gesehen sehr dumm.
Die Gedankenspiele sind echt nur Spiele. Ich trade nur noch nach HS, das erspart das eigene Denken. Damit liegt man eh immer 50:50 daneben.
Da das Stundenbild langsam in den überverkauften Bereich kommt sollte man mit einen Rücklauf bis zum oberen Gap bei 902/05 rechnen aber vorher hätte ich aber gerne noch das untere Gap bei 873/75 geschlossen.
Diese Woche konnte man gut sehen wie stark die Anziehungskraft von Gaps ist und obwohl ich eigentlich nicht mehr mit dem Gapclose des oberen Gaps bei 930 gerechnet hatte waren die Amis doch gründlich bei ihrer Arbeit , dass der Dax sowas feiert passt eigentlich zur Situation.
Egal wo man liest überall erzählen einem die Experten das Schlimmste ist überstanden oder viele hätten die Rally verpasst und müssten nun einsteigen und durch die noch immer hohe Skepsis/Bärenquote wäre der Markt nach unten abgesichert bla bla bla usw.
Schaut man sich die meisten Stimmungs/Sentimentdaten an so ist von Pessimismus weit und breit wenig zu sehen oder auch der Kursverlauf selber im SPX wo jeder Dip gekauft wurde in den letzten 3-4 Wochen was ebenfalls kaum für Marktpessimismus spricht sondern eher für die Angst der Marktteilnehmer nach oben etwas zu verpassen und genau diese Angst hat sie in den Markt getrieben und wird sie wieder raustreiben.
Typischerweise hört man in so einer Phase auch kaum noch etwas von einer Bärmarktrally sondern teilweise wird ja schon von einer neue Hausse geredet nur fängt so eben keine neue Hausse.
Nun vielleicht haben die Experten ja recht und alle haben die Rally verpasst was ja logisch wäre denn wie sonst soll etwas steigen wenn die Mehrzahl am Tief schon drin ist aber andererseits haben die Experten ja am Tief auch nichts gesagt von einer kommenden Rally oder neuen Hausse aber nun nach 30-40% Kursplus gibts plötzlich diese Erkentnisse naja mal sehen was so in 3-4 Wochen geschrieben wird.
Für mich sah das Ganze diese Woche eher wie pure Euphorie aus insbesondere im Dax/Eurostoxx wo alle am Top schnell noch ein "Schnäppchen" kaufen wollten um noch "billig" in den Markt zu kommen.
So oder so besteht kurzfristig erst Handlungsbedarf bei Gapclose von einem der beiden Gaps egal welches nun zuerst dran ist und hier muss man dann schauen je nach eigener bullischer/bärischer Überzeugung wie es weiter geht.
Der angehängte Chart ist vom Donnerstag also nicht ganz aktuell.
Gute Chancen für weitere Erholung
Der Dax könnte Experten zufolge in der kommenden Woche weiter zulegen. Ob er sich jedoch nachhaltig über der Marke von 5000 Zählern etablieren wird, ist fraglich. Denn der Lackmustest für den Leitindex steht erst noch bevor.
Frankfurt am Main - "Der Markt wollte die 5000er-Marke sehen und er hat sie nun auch gesehen", ließen die Experten der Landesbank Berlin die vergangene Börsenwoche Revue passieren. Am Dienstag hatte der Dax zum ersten Mal seit Anfang Januar wieder diese Schwelle geknackt.
http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,druck-626539,00.html
ich war trotz des schönen Wetters am langen Wochenende nicht untätig und hab einen neuen Indikator entwickelt. Er beschreibt die Stärke der 3 großen deutschen Aktienindizes mit Hilfe einer Preis-Zeit-Methode. Heraus kommt ein Wert, der um 1 pendelt, ist er größer handelt es sich um ein kurz- bis mittelfristig (je nachdem wie man es auslegt) positives Aktienklima, unter 1 ist es negativ.
Mehr - auch die Auswertung für 2008 und 2007- auf meiner Seite:
http://turboluke.wordpress.com/marktindex/
Die Ergebnisse haben mich selbst sehr überrascht, hier eine Kostprobe. Wir stehen wohlmöglich vor einem short-Signal
Höchster Stand des Konjunkturbarometers seit November 2008: Im Mai hellte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft erneut auf. "Der freie Fall der Wintermonate liegt hinter uns", heißt es aus dem Münchner Ifo-Institut.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte auf 84,2 Punkte von 83,7 Zählerin im Vormonat. Das teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) am Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Unternehmen mit. Durch den zweiten Anstieg in Folge erreichte das Konjunktur-Barometer den höchsten Stand seit November 2008. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Ab drei Anstiegen in Folge sehen Experten traditionell eine Trendwende.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/...scher/518172.html?mode=print
Cobra's Market view ist überhaupt eine ganz nette Seite. Im Blogroll (rechts) hat man eine gute Abdeckung der technischen US-Blogosphäre. Mir ist in den letzten Wochen aufgefallen, daß je eindeutiger die Signale für eine Richtung sprechen (sprich alle Blogger gehen von einer Richtung aus), um so eher tritt das Gegenteil ein. Also ist die Seite sowohl als Indikator als auch als Kontraindikator tauglich.
http://cobrasmarketview.blogspot.com/
von Tobias Bayer (Frankfurt)
Globale Rezession als Shoppinggelegenheit - und China greift zu. Die Volksrepublik übernimmt für mehr als 2 Mrd. $ eine Raffinerie in Singapur und kauft so viel Industriemetalle wie selten. Bei Aluminium kletterten die Importe um 3500 Prozent.
China baut seinen Einfluss auf den Weltmärkten aus. Die Volksrepublik schnappt sich Unternehmen und Rohstoffe. Jüngster Coup ist die bis zu 2,2 Mrd. $ schwere Übernahme der Raffinerie Singapore Petroleum Corp (SPC) durch den chinesischen Staatskonzern Petrochina. Die Transaktion - bisher vereinbart ist die Übernahme eines 45-Prozent-Anteils für 1 Mrd. $, ein Pflichtangebot wird folgen - ist strategisch wichtig: Laut der Internationalen Energieagentur in Paris erfolgen jeden Tag Öllieferungen durch die Straße von Malacca in Singapur, die zwölf Prozent der weltweiten Nachfrage abdecken.
Außerdem entwickelt sich China wegen der Aufkäufe zu einer wichtigen Preissetzungsmacht an den Rohstoffmärkten. Im April legten die Nettoimporte von Aluminium um 3500 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, bei Zink und Blei lagen die Zuwachsraten bei 2200 und 900 Prozent. Die Einfuhren von Kupfer und Nickel verdreifachten beziehungsweise verdoppelten sich über diesen Zeitraum. Auch Öl und agrarischen Ereugnisse fragt die Volksrepublik verstärkt nach. "Chinas Käufe hat entscheidend dazu beigetragen, dass es auf den Rohstoffmärkten zu keinem großen globalen Nachfrageaufbau gekommen ist", schrieben die Experten von Barclays Capital in einem Bericht.........
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/...ur/518171.html?mode=print
Im Chart unten sieht man das Problem, das mir letzte Woche den Kopf gekostet hat: Auf Tagesbasis ist der Bressert seit Mitte letzter Woche schön long. Daraus folgt, dass der Dax in den nächsten Tagen eher zur Stärke als zur Schwäche neigen könnte. Die Luft ist wegen des Wochensignals zwar dünn, aber 200 Punkte sind allemal nach oben drin. Was letztlich das Blatt auf Wochenbasis wieder wenden könnte. Freitag ist eben noch 4 Tage hin.
Fazit: Weiter abwarten bis Wochen- und Tagesindikation im Einklang short anzeigen...
PS: FGBL hat die 120er-Unterstützung heute durchbrochen ;-)
SP500 Consolidates in Tight Range
After an amazing run-up off the early March lows, the S&P 500 is finally pausing to consolidate some of those gains. Let’s take a look at the current triangle consolidation forming and note key levels of support and resistance going forward.
As I mentioned recently, the S&P 500 has (at least) three levels of confluence resistance at the 940 level via the falling 200 day SMA, top of the Bollinger Band, and the January highs. These levels are still holding a lid on price as bulls bump against this area.
However, there now has developed a level of key support about the 880 level, coming from the February highs, May lows (resistance once broken becomes support) and the 20 day EMA.
There is also a rising trendline that can be drawn under the steady uptrend since March, but if you look very closely, price has just nipped beneath this established trendline in what might be an early sign of weakness - 45 degree angular trendlines are never eternally sustainable, especially on broad indexes.
A doji has formed on the support of the 20 EMA at the 880 level.
Look closely also to see that - currently - a descending triangle may be forming on the daily chart - if so, this has bearish implications. Notice the contraction in price swings that will soon lead to an apex and breakout of the minor converging trendlines.
As it stands now, 940 will be powerful resistance to break and if price fails to hold 880 as support, then it will set-up a sudden “magnet trade” to test the rising 50 day EMA at 860 and if that is broken, then we will have to look to Fibonacci retracements (drawn from the March low to the May high) for additional levels of possible support.
As I suggested previously, it’s probably better for most people to wait until we break above 940 or beneath 860 or 880 instead of trying to play Price Ping-Pong between these key levels.
http://blog.afraidtotrade.com/sp500-consolidates-in-tight-range/
Ich gehe davon aus, dass es den SPX mindestens noch einmal auf 800 runterzieht, möglicherweise weiter bis auf ca. 740, siehe die Januar- bzw. November-Lows. Der Swenlin-Analyse http://www.decisionpoint.com/ChartSpotliteFiles/090522_cc.html kann ich einiges an Sympathie entgegenbringen.
Der Handel ist richtungslos und immer noch von Ängsten getrieben. Ich warte auf die Übertreibung für meine Shortposition.