Der Antizykliker-Thread
http://www.stockstreet.de/...rchiv.php?stockstreet-Archiv-Ausgabe=765
http://finance.yahoo.com/news/...s&pos=main&asset=&ccode=
Ein weiterer starker Niedergang lässt mittelgroße und kleine Firmen massenweise Pleite gehen und Konsumentenkredite massenweise platzen. Und mit diesem Geschäft hat die Wallstreet kaum etwas zu tun.
Was kaum einer Begreift ist, dass die USA sich durch die Inflation entschulden. Jetzt denken viele, ja habe ich gewusst. Aber ich meine das ganz anders und werde es hier mal kurz beschreiben. Viele haben US-Treaseries gekauft mit niedriger Verzinsung. Wenn jetzt die Inflation hochgefahren wird. Dann wollen die neuen Gläubiger dieser US-Treasuries mehr Zinsen haben. Damit werden die alten viel viel weniger Wert sein. Der Staat kauft sie dann auf, bzw. die FED macht dieses durch Qantitativ Easing. Nehmen wir mal an der Staat zahlt für die alten US-Treaseries mit 1% Zinsen nur noch die Hälfte. Dann hat der US-Staat sich nicht nur um die Hälfte entschuldet, er zahlt auch kaum nennenswerte Zinsen. Bei einer Inflation von angenommenen 6% entschuldet sich der Betrag jährlich um 5%. Das bedeutet das in 10 Jahren der Staat wieder 40% Schulden, von den Restschulden, abgebaut hat, indem er die Zeit für sich hat arbeiten lassen.
Da wir kein neues Bretton-Woods sehen werden, sondern den IWF mit neuen Sonderziehungsrechten ausgestattet haben, im Werte von 1.000 Milliarden Dollar, kann man schon mit großer Wahrscheinlichkeit dieses Szenario bestimmen. Dabei weiß keiner wie hoch die Inflation nun wirklich sein wird, bzw. wie lange sie die Inflation hochhalten werden. Es wird aber keine Hyperinflation kommen, sondern durch diese angenommenen 6% füllen sie die Kassen der Kapitalversicherer wieder um 40% in 10 Jahren auf, auf Kosten der alten Sparer.
So rettet man die Systemwichtige Mittelschicht, mittlere Unternehmen und die Kapitalversicherer (die Nix anderes sind als das Sparkonto mit überhöhten Gebühren). Das System bleibt erhalten, die Reichen bleiben Reich und der Abstand hat sich mal wieder vergrößert, bzw. der Reichtum wurde gesichert. Das steht aber auch schon in der Bibel.
Und Jesus sagte: ,,Die Menschen werden wieder von vorne Beginnen. Sie werden eine neue Chance bekommen."
Das ist auch der Grund, warum diese Art von Krise alle ca. 80 Jahre kommen muss. Sonst kollabiert das System und auf der anderen Seite ist kaum noch ein alter Mensch da, der weiß was damals geschehen war und sich dazu äußern kann. Oder wollen sie mir erzählen, dass sie einen Herrn Busch noch mit 96 Jahren im TV-Sehen wollen. Da gucken sie doch lieber zur hirnlos Kater und Mitze mit geiler Figur, bei deren Wettervorhersage sie schön über die 21° Plus in der Arktis lachen können, die sie ihnen ankündigen. Dumm Dumm gib mir Gumm Gumm.
Gruß Marlboromann
Institute erwarten Rezession von 5 Prozent
22. April 2009 Die großen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten dieses Jahr den schärfsten Rückgang der Wirtschaftsleistung seit Gründung der Bundesrepublik. Am Dienstag berieten sie in München über ihre Gemeinschaftsdiagnose im Auftrag der Bundesregierung. Dabei waren sie noch uneinig, ob bei ihrer Prognose eine 4 oder eine 5 vor dem Komma stehen solle. In ihrem Gutachten schreiben die acht beteiligten Institute, dass eine wirtschaftliche Erholung noch im Jahr 2009 nicht wahrscheinlich sei, erfuhr diese Zeitung.
http://www.faz.net/s/...75B07F56BA7810F5AD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Kleine Prognose: So lange die 4550 halten, siehts enigermaßen erträglich für die Bären aus.
Echt eine äußerst verfahrene Situation....
schmunz... MAN wächst heute über sich hinaus. Grund: Charttechnisches Signal, Unterstützung bei 37 hat zwei Mal gehalten, also muss der Kurs hoch Sinn?
KK: 0,5 VK: 7,33 bin rein - und jetzt wieder raus ;-))))
Im Ernst, irgendwie finden sie immer welche Schäfchen zum Spielen: Vor ein paar Wochen war das BMW - 30% in 3 Tagen, seit gestern Nachmittag MAN in der Spitze +12% - also zockt mal schön weiter.
And do not forget: Be careful out there
Zudem sinken die Tagesgeldzinsen immer weiter. Ich habe schon letztes Jahr darauf hingewiesen: Achtet auf das Tagesgeld! Ein hoher Zinssatz über EZB zeigt, dass die Banken Liquidität brauchen. Jetzt sind die Zinsen so im Keller, dass diese Phase wohl vorbei ist.
Fazit: Die Bankenkrise ist vorbei. Nun haben wir noch das Konjunkturproblem. Und da kamen von den Zyklikern schlechte Nachrichten.
Alles im allem sehr durchwachsen. Das Sentiment hält den Markt noch oben und kann sogar zu einer kräftigen Abschlussrally führen. Aber 100% sicher ist da nichts.
Aber da du dich bestimmt mit dem Geldsystem beschäftigt hast, verstehe ich deinen Optimismus nicht.
Kannst du mir bitte erklären wo das viele Geld hin soll? Wenn nicht in den Gulli der Geschichte?
Die Regierungen haben den Banken vor/seit ca. einem Jahr billige Kredite und Bürgschaften zur Verfügung gestellt, damit diese nicht pleite gehen. Dieses Geld ist jedoch nicht dazu bestimmt, in den Umlauf zu kommen. Im Gegenteil und zur Zeit gelingt es offensichtlich gut, denn die Inflation ist historisch niedrig. Das Vertrauen ist offensichltich wieder hergestellt, denn der Euribor ist sehr niedrig. Die Banken sind auf Liquidität viel weniger angewiesen als noch vor einem halben Jahr (s. letztes Posting).
Die Banken wollen das Geld also zurückzahlen, womit die Kredite wieder zurückgefahren werden können und die Geldmenge wieder stark sinkt. Gelingt es in den nächtsten Jahren (und das wird die schwierige Aufgabe der FED) das Geld nicht in Umlauf kommen zu lassen sondern vorher wieder abzuschöpfen bevor sich die Banken am Spread dumm und dusselig verdienen - und das ist aufgrund des sehr großen Zinserhöhungsspielraums im Moment schaffbar - dann ist der Schaden in Grenzen zu halten.
Ich persönlich habe daher keine Angst vor Inflation, sondern eher vor Deflation, denn Zinserhöhungen würgen natürlich die Konjunktur ab.
Kleines Verständnisproblem: an wen wollen die Banken Ihr eigenes Falschgeld zurückzahlen. Auf einen Knopf drücken und ein paar Nullen löschen? Einfach gesagt.
Ich würde sagen: Dein Pessimismus in Ehren, aber lassen wir uns doch in einer historisch einmaligen Krise auf ein einmaliges Experiment ein. Jetzt schon zu sagen "es kann nicht klappen" halte ich für sehr verfrüht. Zumal die FED aus den Fehlern der 30er Jahre und in Japan gelernt hat exakt das Gegenteil von dem tut, was sich damals als Falsch erwiesen hat. Das Gegenteil von "Falsch" ist "Richtig".
Nichts tun = Falsch, Geldhahn zudrehen = Noch falscher. Geldhahn aufdrehen = Chance auf Richtig!
Was würden Sie entscheiden? Mir fiele die Wahl nicht schwer...
Deflation = schlecht (Geldhahn zudrehen = Noch falscher)
"Hyper"inflation = super (Geldhahn aufdrehen = Chance auf Richtig!)
das ist halt die verquere Logik dabei!
Mythen, Märchen, Visionen und Verschwörungstheorien gehören in den Bären- oder den Goldpusher-Thread. Dies ist nur ein ein mittelfristiger Trading-Thread, der zwar ab und zu abschweifen darf, aber sich nicht allzusehr von der Realität entfernen sollte.
In diesem Sinne - ich wünsche nur das Beste für uns und unsere Kinder! Und bete das alles gut wird ;)
Der S&P 500 zeigt eine abc-Korrektur
von Robert Schröder
Guten Tag liebe Wave Daily Leser,
heute noch einmal ein paar Zeilen zum US-Markt.
Dieses Mal jedoch für den Kurzfrist-Chart, weil ich hier auf der 5min-Ebene eine markante Elliott-Wellen-Struktur entdeckt habe.
Ausgehend ab dem Tagestief (826,83) am 20. April, können wir beim S&P 500 eine dreiteilige abc-Korrektur erkennen.
Sie korrigiert den 5teiligen Abwärtsimpuls 1/a, der bei 875,63 begonnen hat.
Die interne Struktur stellt sich als 5-3-5 dar. Das bedeutet: Welle a war 5teilig, Welle b war 3teilig und welle c war auch 5teilig.
Was können wir daraus ableiten?
Abc-Korrekturen sind im Grunde ein verlässliche Wellenstruktur. Wenn dieser eine Abwärtsimpuls voraus ging, wird diesem mit hoher Sicherheit noch mind. ein zweiter folgen.
Bezogen auf den S&P 500 bedeutet das, dass hier in den kommenden Tagen mit einem Test der 800er Marke zu rechnen ist.
Sollte die noch fehlende - aber gestern schon begonnene - Welle 3/c die gleichen Ausmaße wie das Gegenstück 1/a annehmen, ergibt sich für den S&P 500 ein rechnerisches Kursziel von 812 US$.
Logischer Weise sollten dafür 861 US$ nicht mehr übersprungen werden.
Dax - Hier kommt noch 'was runter
von Robert Schröder
Rückblick:
Die gestrige kurzfristige Dax-Prognose war nur ein Teilerfolg.
Zwar fiel der Dax direkt nach Erscheinen des Wave Daily relativ schnell auf 4.457 Punkte bzw. um 60 Punkte zurück.
Ab diesem Tagestief schloss sich jedoch eine unerwartete Aufwärtswelle auf fast 4.600 an.
Unter der Annahme, dass Tief am 21 April bei 4.390 eine Welle 1 oder ein a war, läuft mit dem aktuellen Niveau dementsprechend eine Welle 2 oder b.
Kurzfristig ähnelt die Kursstruktur also der des S&P 500.
Ausblick:
Auch beim Dax fehlt in der dargestellten Zeitebene noch mind. eine Welle runter.
Das Kursziel für diese Welle 3/c kann mit etwa 4.350 bis 4.300 angeben werden.
Dort wäre Welle 3/c in etwa so lang wie Ihr Pendant die Welle 1/a.
Dafür müssen jetzt aber 4.650 gemieden werden.
Viele Grüße aus Berlin
Ihr Robert Schröder
MAN, die Sau die durchs Dorf getrieben wurde, scheint ein willkommener Short-Kandidat zu werden. In der Tat, das Hochkaufen könnte in der Tat ans Ende gekommen sein. Kurssprung um satte 25% seit letzter Woche, das ist schon ein Wort.
Generell, an solchen Aktionen sieht man ganz genau, wie die Banken handeln: billiges Geld leihen und statt als Kredit an die Unternehmen reichen, zocken sie auf Einzelwerte. Verständlich vor dem Hintergrund, dass damit höhere Gewinne erzielt werden können. Unverständlich vor dem Hintergrund, dass die Banken/Regulatoren nichts, aber rein gar nichts gelernt haben.