Der Antizykliker-Thread
- Dax: Kurze Konso steht an, anschließend weiter aufwärts Richtung 5100 (Grund: Wall of Worry + Gestiegene Konjunkturerwartungen, kurzfr. Sentiment zu bullish, Mittelfr. sehr sehr negativ)
- Bund: Sehr viele sind long positioniert, daher wird es zum Durchbruch nach 120 kommen. Anschließend Rebound wahrscheinlich. AnimusX sieht auch schon die 118.
- EURUSD: Die 1,30 setzen die Masse der Anleger unter Streß, da sie mit einem fallendem Dollar rechneten. Nach dem Bruch der 1,30 wird es schnell Richtung 1,25 gehen. AnimusX ist eher Charttechnisch orientiert und rechnet mit 1,45.
DAX:Bestaunte Rallye
von Andreas Wolf
Dem Muster der Stundenkonsolidierungen bleibt der DAX bisher treu. Der aktuelle Spannungsbogen wird meist durch die am Vorabend nach US-Börsenschluss veröffentlichten Unternehmensbilanzen bestimmt. Fallen die Reaktionen in Form der US-Futures positiv aus, führt das häufig auch zu einer freundlichen Handelseröffnung in Frankfurt. Auf die Kontinuität bei der Entwicklung der US-Futures können die Marktteilnehmer, wie die jüngste Vergangenheit gezeigt, aber nicht setzen. Vor allem dann nicht, wenn während der europäischen Handelszeit noch neue US-Bilanz- oder Konjunkturzahlen veröffentlicht werden. Schein es am Freitag infolge der leicht negativen Marktreaktion auf die Google-zahlen so, als würde der DAX nun doch eine Konsolidierungspause einlegen, war dieses Thema am Mittag durch die Zahlen der Citigroup und General Electric wieder vom Tisch. Insbesondere dank der Zugewinne der bisherigen Rallye-Antreiber, Banken- und Rohstofftitel, setzte der deutsche Leitindex seine Aufwärtsbewegung weiter fort. Umkehrsignale sind somit weiterhin nicht auszumachen.
Wie reagieren die „Osterurlauber"?
Mit dem Ende der Haupturlaubsphase rund um Ostern sind wieder mehr Marktteilnehmer an der Börse präsent. Hat das nun positive oder negative Auswirkungen auf die Börse? - Antwort: Wahrscheinlich ist das kaum zu spüren, viel wichtiger wirkt nun die zunehmende Anzahl an Hauptversammlungen mit anschließender Dividendenausschüttung. Hier steckt ein wenig Bremspotential für die Bullen, denn wenn Dividendenabschläge von 3 bis 4 Prozent den einen oder anderen DAX-Wert belasten, wirkt das natürlich auch negativ auf den DAX. So richtig zur Sache geht es diesbezüglich beim Blue-Chip-Index aber erst in der nächsten Woche, deshalb könnte es trotz der einen oder anderen Gewinnmitnahmeneigung noch ein Stück aufwärts gehen. Es gilt aber nach wie vor achtsam zu bleiben, denn Skepsis vieler Investoren ob der aktuellen Marktentwicklung ist wiederum die beste Triebfeder für weiter steigende Kurse. Im Wesentlichen ist die Frühjahrsrallye von Passivität vieler Investoren gekennzeichnet. Das Plus der vergangenen fünf Wochen fehlt bei Vielen in der Gesamtrendite am Ende des Jahres.
Bären weiter in der Defensive
Der am Freitag skizzierte Weg gilt heute unverändert fort. Die Bullen machen sich jetzt an der Widerstandzone um 4.700 Punkte zu schaffen, ohne maßgebliche Unterstützung von der Wall Street ist an einen kurzfristigen Erfolg aber nicht zu denken. Die technische Ausgangslage ist eindeutig positiv zu bewerten. Jeder Versuch einer Konsolidierung wurde bisher von den Bullen abgeschmettert, die Aufwärtsbewegung verläuft in maßvollen Schritten, ohne Übertreibungen. Mit jedem Tag weiterer Zugewinne, auch im kleinen Umfang, steigt aber das beschriebene Konsolidierungsrisiko. Meist zeichnet es sich dann aber sehr plötzlich und schnell ab, geordnete Reaktionen sind kaum möglich, enge Stoppsetzungen beim Handel unabdingbar. Unterschreitet der DAX heute nachhaltig sein Tagestief vom Freitag bei 4.590 Punkten und schließt auch darunter, ist dies der Auftakt einer Atempause in der Aufwärtsbewegung. Werden 4.700 Punkt deutlich übertroffen, sollte es für die Bullen problemlos möglich sein, denn nächsten Widerstandsbereich zwischen 4.771 und 4.809 Punkten zu erreichen.
Positiver Impuls auch durch IBM?
Was in der vergangenen Woche mit General Electric und Nokia zur Mittagszeit schon gelang, sollte doch auch ein drittes Mal gut gehen oder nicht? Gegen 13.00 Uhr MESZ wird der US-Computerdienstleister IBM seine Zahlen für das erste Quartal 2009 vorlegen. Im Kontrast zu vielen anderen Wettbewerbern kam „Big Blue" bisher relativ gut durch die Krise. Nach dem „Hoffnungsmacher" Intel spricht nicht viel dagegen, dass IBM auch diesmal die Erwartungen der Wall Street mehr als erfüllt. Das heißt nicht, Spuren der Krise fänden sich nicht auch in der Bilanz des einstigen Marktführers im Hardwarebereich. Das Unternehmen hat aber seine persönliche Krise schon nach der Krise der Internetindustrie erlebt und im Anschluss langfristig wirkende Umbauarbeiten vorgenommen. Ähnlich wie Microsoft und Google derzeit drohte IBM damals wegen seiner Größe nicht mehr schnell und flexibel genug auf die Herausforderungen des Wettbewerbs reagieren zu können. Mit dem Abstoßen der Computersparte für Privatkunden an das chinesische Unternehmen Lenovo der verabschiedete sich IBM von der kostenträchtigen Produktion von Kleincomputern. Seitdem konzentriert man sich wieder auf mittlere und größere Firmenkunden. Ob die mit der Neuausrichtung auch im vergangenen Quartal zufrieden waren, wird sich heute zeigen.
USA: Leichte Verbesserung der führenden Indikatoren
Das US-Meinungsforschungsinstitut Conference Board versucht monatlich die Entwicklung der US-Konjunktur durch die Ermittlung des Index der führenden Indikatoren abzubilden. Bestandteil dieses Indikators sind zum Beispiel die Entwicklung der Aktienkurse, die Arbeitslosenrate, die Entwicklung der Geldmenge oder die Stimmung der Verbraucher. Insgesamt besteht der Indikator aus zehn Komponenten. Der aktuelle Wert wird heute Nachmittag veröffentlicht, die Mehrheit der Analysten geht davon aus, dass sich gegenüber dem Vormonat eine leichte Verbesserung zeigt. Mit -0,3 Prozent soll der aktuelle Wert nur unwesentlich über den -0,4 Prozent vom März liegen. Auch die Schätzung könnte, die schon beim Philadelphia-Fed-Index, zu konservativ sein. Ein Wert von -0,1 Prozent könnte nach der deutlichen Stimmungsverbesserung in der zweiten März-Hälfte durchaus erreichbar sein. Die Wall Street würde es freuen.
Konjunkturdaten: 16.00 Uhr: Führende Indikatoren des Conference Board März.
Unternehmen: Q1: IBM
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 4.531; 4.636; 4.657
Widerstände: 4.709; 4.771; 4.819
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf
Tempo für Rally und Euro/Dollar 1zu1 Kurs wird zunehmen
Ja warum wird das so sein, fragt sich das arme Ministerium Schwein. Weil kommt nicht genug Geld hinein, dann muss es halt an das Sparschwein. Nicht nur um des seine wegen, auch der Sparverträge wegen, will man Haushaltslöcher stopfen und Sparvermögen schrumpfen, sind beide gerettet, Staats- und Versicherungskasse.
Warum spart ihr noch, bei staatlichen Anreiz? Ist der Anreiz des Staates doch nur euer teures Erspartes.
Wer nun lachet, das wird diesem dem bald vergehen, es sei den er rettet sich in Sachwerte oder Aktien und wird dann die Folgen einer Inflation milde überstehen. Denn so kurzsichtig wie unsere Minister Gelder ausgeben, ohne zu wissen woher, wen kümmert es dann wenn die Notenpresse diktiert das Geschehen. So wie wir vorher immer dachten, es wird die USA zuerst erwischen, wird es doch zuerst die Länder treffen, die durch den kollektiven Zwang anderer Mitgliedsstaaten vertraglich zwangsvergewaltigt werden, so wie sie automatisch Mitglied der Handelskammer werden, wenn sie einen Betrieb anmelden.
Wer ist schon Reich?
Zur Kasse werden sie gebeten, sollen sie, die Reichen, aber wer bitte definiert Reich? Ist es Gott? Nein, es ist das Finanzamt. So wird der Facharbeiter zum Reichen, weil die Eingangssteuersatzgrenze nach unten revidiert wird. Wer wirklich Reich genug ist, um die Steuerschlupflöcher nutzen zu können, der wird den Blödsinn nicht mitmachen.
Wer steuert da, unsere Gelder und das System? Kommando gibt Kapitän Blaubär und am Steuer sitzt Hein Blöd. So flach die Witze aus der Serie sind - und darüber können noch viele lachen - so flach ist auch deren Politik. Der Unterschied ist nur, dass uns dabei das Lachen vergeht. Oder fällt ihnen spontan ein Witz über Merkel und/oder Steinbrück ein. Dann ist ihnen das Lachen wohl schon vergangen.
Einen schönen Tag noch und investieren sie ihr Geld in Iglo Goldfischbaren, deren Kurse werden bald steigen.
Marlboromann
Meine Indikatoren auf Tagesbasis zeigen, dass die Überkauftheit jetzt deutlich zurückgegangen ist und für diese Wochen per Saldo mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen ist. Vermutlich geht es erstmal runter zum Aufwärtstrend (Dax ca. 4350), dann Ende der Woche wieder leicht hoch.
Als Longie auf Wochenbasis - zumal noch deutlich im Gewinn - heißt es Ruhe bewahren, denn eine Schwalbe macht noch keinen Sommer und ein Downer noch keine Trendumkehr. Das würde sich erst in den nächsten Tagen - oder besser noch in den nächsten Wochen - zeigen. Bislang ist ja noch nichts schlimmes passiert.
Trotzdem heißt es natürlich flexibel sein und nicht ggf. an eine Rally zu glauben, die eventuell bereits gelaufen ist. Wie gesagt, das Problem ist meist der richtige Exit aus einer Position.
Fazit: Nach einer Phase der Verunsicherung wird die Rally wohl nochmal durchstarten und damit allen Skeptikern eine lange Nase zeigen. Erst wenn diese aufgrund der immensen Stärke des Marktes umgedreht wurden und ins Bullenlager gewechselt haben, der Medien-Mainstream also bullish ist, ist die Rally vorbei und kippt zur Überraschung aller.
Das kurzfristiger Sentinment war total bullish, daher war die Korrektur ausgemacht. Jetzt, nach 5% kalter Dusche dürfte das kurzfr. Sentiment wieder neutral sein, dh der Markt ist bereinigt.
Zur Verdeutlichung der AnimusX-Graph für mittelfristiges Sentiment:
Was wir hier sehen ist eindeutig keine kurzfristige Korrektur. Mit meinen shorts hoffe ich aber dennoch dass es möglichst viele als Korrektur sehen um ehrlich zu sein. Viele Anfänger/Fondsmanager werden jetzt die Dips kaufen wollen und ihre bisherigen Gewinne wieder teils oder ganz abgeben.
Interessant heute fand ich übrigens, dass die Gewinne von BAC negativ aufgefasst wurden - so die Pressemeinung. Wesentlich schlechtere Ergebnisse anderer Banken wurden dagegen noch vor einer Woche bejubelt. Es zeigt mir doch eindeutig, dass das Sentiment eine wesentlich größere Rolle spielt als Fundamentals um nicht zu sagen es ist nahezu egal was berichtet wird wenn es so bullish ist wie derzeit.
Citigroup hat heute auch nochmal knappe 20% verloren. JPM -8% und die Goldmänner stehen am Ende einer 5-welligen Korrektur. Der gesamte Bankenindex hat 5 Wochen lang einen ordentlichen Dead-Cat-Bounce hingelegt. Anders kann man das gar nicht nennen.
Wer den Banken genau wie ich nicht traut, der mag sich vielleicht den ETF "FAZ" anschauen (=3x Bear Financials)
Im SPX ist das Top von 875 jedenfalls markiert. Mag sein, dass es wieder Zufall war, dass es prognostizierbar war, gut im 2. Versuch, aber lohnenswert allemal.
Das ist selbst in den heißesten Bullemärkten eine absolute Seltenheit.
Ist mir unerklärlich wie man da von einem bärischen Sentiment sprechen kann
Das AnimusX-Sentiment ist nicht viel wert wenn Du mich fragst. Es zeigt eine blaue Kurve die um 0 pendelt. Weder der Trend noch der Absolutwert gibt mir hier Hinweise, aber vielleicht sehe ich es nur nicht. Klär doch auf
Im Chart erkennt man übrigens, dass das kurzfr. Sentiment in Extremen Makrtphasen immer 2-3 Spitzen ausbildet und der Trend immer erst nach der 2. oder 3. Spitze kippte. Die Rally hat daher noch eine Chance, aber wichtig ist eben, dass es nun Schnäppchenjäger gibt.
bin heute aus allen aktien raus und flat. bei dow 7600 geh ich wieder rein. vorher nur mit bauchweh.
D.h. aber nicht, dass man keine neuen Hochs mehr sehen kann. Nur wenn, dann mit viel Glück in einer minimal aufwärts gerichteten und langen Seitwärtsbewegung. Der dynamische Aufwärtstrend Trend ist jedenfalls futsch. Jetzt oder nach dem potentiellen Seitwärts steht mind. ne 50% Korrektur an.
die Überraschung war aber durchaus gelungen, dergestalt, dass der Markt machte,
was alle erwarteten, weil das die Deiner Meinung nach unwahrscheinlichste Variante
war... ;-)
ich z.B. habe verpasst, short zu gehen
ich habe aber Zeit und halte mich erstmal weiterhin zurück
ZEW heute 11:00
nf
PS: Achtung, der Dax ist im Gegensatz zum SPX noch im "Trend"