Der Antizykliker-Thread
http://turboluke.wordpress.com/2009/04/14/impulse-in-sicht/
Ich hab soeben wieder nen short auf den SPX gekauft. Kleine Position am Anfang, weil die Q1-Ergebnisse natürlich ein größeres Unsicherheitspotential mit sich bringen aber trotzdem:
Die Bären schlagen zurück! (sagt auch mein kurzfristiges Setup...)
Im Daily und Weekly am oberen BB dazu die Divergenzen bei einigen Dailyindikatoren welche die Hochs nicht mehr bestätigen.
Korrekturpotenzial ergibt sich erstmal bis in den Bereich 48-46 wo das untere BB im Daily und die 50GD verlaufen dazu das mittlere BB im Weekly.
3 Gründe warum wir meiner Meinung nach nicht tiefer fallen werden:
1. Die Börsen standen 2007 hoch, nicht unbedingt die KGVs = Es gab keine Börsenblase wie 2001 oder in Nikkeis Zeiten bei 39.000 Punkten = Rückkehr schneller als vermutet
2. Vernichtete Werte werden von Staaten (Bad Banks) aufgekauft = Sicherheit (tiefer gehts nicht)
3. Liquidität wird gedruckt = Scheinchen sucht Anlage um sich zu vermehren
Meiner Meinung ist die Börsenentwicklung von allem durch den global zur Verfügung stehenden Moneypool getrieben. Vor 2 Monaten haben noch mehr als die Hälfte aller Kommentare eine Deflation für wahrscheinlicher als eine Inflation gehalten, dieses Verhältnis hat sich nach meinem Empfinden deutlich umgedreht.
Es gibt keine Welt ohne Rendite, da jeder von uns (selbst Omma Lieschen mit ihrem Sparbuch) danach streben. Und wie erzeuge ich Rendite? Ich kaufe etwas günstiger als ich es verkaufe und zur (klassichen) Auswahl stehen:
Rohstoffe, Immobilien, andere Sachwerte, Anleihen (Staat&UN) und Aktien. Netterweise kann ich ja short und long gehen und bei der aktuellen Wirtschaftslage spricht verdammt viel für short!
ABER: Beim Shorten ist das Verlustrisiko bekanntlich theoretisch unbegrenzt und die Liquidität der nächsten 2 Jahre (wenn das Helikoptergeld der Notenbanken erstmal verteilt ist) zerstört das CRV für short, da die Gefahr eines "Inflationspeaks" zu groß ist. Naja und wer nicht short gehen kann und nicht Sideline sein darf (keine Rendite) muss wohl long gehen....
Ja der WB hats schon von Anfang an gewusst was man kaufen sollte und wenns weiter steigt werden die Kolumnenschreiber die Klogriffe aus 2007 auch noch als genialen Schachzug feiern.
Aus dem Ganzen schließe ich, dass wir es in diesen Tagen mit einer gesunden Korrektur im Aufwärtstrend zu tun haben. Mehr zu folgern, dazu ist es viel zu früh. Deine Annahme, mit 864 haben wir das Top im SP gesehen kann sich daher mit großer Wahrscheinlichkeit als Wunschdenken rausstellen. Zumindest ist mir nicht klar, wie du das nach zwei Korrekturtagen bereits seriös schlussfolgern willst.
Vielleicht ist dein HS aber auch sehr schnell. Aber dann gilt die Vorhersage nur auf sehr kurze Sicht. Einen Mittelfristigen Wendepunkt kann man leider nicht so schnell feststellen, zumindest ist mir da keine Methode bekannt.
http://www.n-tv.de/1137821.html
Natürlich wird von Seiten der Bären herumgemäkelt, die Streß-Tests seinen Augenwischerei und geschönt. ME ist es jedoch ein sehr positives Zeichen, wenn Obama die Ergebnisse transparent machen möchte. Denn das bedeutet: Die Ergebnisse sind positiv. Wären sie negativ, würden sie schlicht nicht veröffentlicht werden. Immerhin ist der Regierung an einem zuversichtlichen Markt gelegen, nicht an der Verbreitung von Chaos und Untergang.
Zudem sorgt die Veröffentlichung für Transparenz bezüglich der einzelnen Institute. Gegebenenfalls müßen nun noch einige kleiner Banken gestützt werden bzw. sterben, aber der Rest dürfte das Gröbste hinter sich haben. Wir erinnern uns: Die Krise begann mit dem Häusermarkt-Einbruch und einer Vertrauenskrise bei den Banken. Bei ersterem deutet sich eine Stabilisierung an, zweiteres dürfte durch den Streßtest erledigt sein.
Bleibt als letztes Problem die Konjunkturlage, von der auch die Lösung der Verschuldungsprobleme abhängt. Hier wird es noch dauern...
Homebuilder sentiment index posts biggest monthly gain in 5 years in April
- Alex Veiga, AP Real Estate Writer
- Wednesday April 15, 2009, 1:02 pm EDT
LOS ANGELES (AP) -- The National Association of Home Builders says its housing market index posted its biggest one-month jump in five years in April as many homebuyers seized on lower prices and incentives.
While still near historically low levels, the Washington-based trade association said Wednesday the index rose five points to 14, it's highest reading since October.
Index readings lower than 50 indicate negative sentiment about the market.
The report reflects a survey of 360 residential developers nationwide, tracking builders' perceptions of market conditions.
Builders' gauge of current sales conditions, buyer traffic and expectations for sales over the next six months each increased in April.
http://finance.yahoo.com/news/...timent-index-apf-14934131.html/print
der DOW ist entscheidend. Schließt er heute über 8000 sind weitere Anstiege wahrscheinlich und ich bin falsch.
Unter 8000 siehts schecht aus. Warum und wieso zeigt der folgende Chart. Zwei sehr kurzfristige Flaggen. Welche am Ende zieht wird man sehen müssen. Ich denke antizyklisch und positioniere mich gegen den Mainstream.
Die Position werde ich schließen müssen wenn der Ausbruch nach oben, d.h. über 8000, kommt.
Alles drunter ist bearish. Heute, beim Ersten Versuch die Marke zu überwinden, gab es was auf den Deckel...
Das alles ist natürlich sehr kurzfristig und eigentlich nur langweiliges Trading-Gedaddel, solange nicht DIE entscheidende Nachricht kommt.... und die fehlt derzeit.
Mit Gewalt funktioniert es eben nicht. Long bleibt weiter Trumpf, auch wenn man jetzt auf eine Trendbschleunigung achten muss. Da ist aber deshalb noch einiges zu holen, denke ich.
Sicherlich können beide Gruppen ihre Posi nochmal um 10% ausbauen aber das Anstiegsmomentum im Daily SPX lässt schon deutlich nach was größere Kurszuwächse eher unwahrscheinlich macht.
Fazit:
Es fehlt eigentlich nur noch die "BegründungsNews" in den nächsten Tagen für einen Trendwechsel.mMn
Der S&P 500 steht schon wieder auf der Kippe
von Robert Schröder
Guten Tag liebe Leser,
die Dynamik bei der seit Anfang März laufenden Aufwärtsbewegung nimmt immer mehr ab.
Im breiten US-Markt werden die markanten Hochs seit Ende März immer knapper und relativ schnell wieder verkauft.
Wenn wir diese Hochs und die jeweiligen Korrekturen miteinander verbinden können wir so im Tages-Chart ein steigendes Dreieck konstruieren. Dieses wird meiner Meinung nach bald die Bärenmarktrally abrupt enden lassen.
Nachdem mit dem gestrigen Tagestief die untere Dreieckslinie ein drittes Mal gehalten hat, sehe ich den S&P 500 demnächst aus diesem Dreieck nach unten wegbrechen. Der Index steht also schon wieder auf der Kippe.
Mein HS gibt short auf Wochen- und Tagesbasis, daher bin ich heute im Bereich 1,318 auf Wochenbasis short gegangen. ME dürfte der Durchbruch gelingen, womit sich Potenzial bis mindestens 1,26 eröffnet.
Die Rally wird nun - unterstützt von bullishen Analysen und Medienberichten - irgendwann in eine Fahnenstange münden, die letztlich unkalkulierbar ist, irgendwann aber heftig korrigiert. Erst die anschließende Korrektur wird Aufschluss darüber geben, ob der Bärenmarkt vorbei ist oder nicht! Kritisch sind die Jahrestiefs, die wir aber nicht unbedingt wiedersehen werden. Der Markt kann auch vorher nach oben abdrehen, denn die meisten Bärenmärkte enden in V-Formationen. Aber es ist noch zu früh, hier eine Vorhersage zu treffen.
Als Ziele des Bullruns sehe ich persönlich die Jahreshochs 2009 an, dh 9000 im Dow und 5000+ im Dax. Dies ist aber nur eine Schätzung, Handeln werde ich letzten Endes nach meinem HS.
Lassen wir uns überraschen.
Ich weiss nicht wie man das interpretieren soll. Sieht nach nem Verkauf eines dicken Schiffes aus (Hedge-Funds?)
Vielleicht einfach auch nur n Datenfehler, werd ich noch prüfen müssen
bin mir da aber nicht sicher.
An einen Datenfehler glaub ich nicht da bei Bigcharts auch die Volumenkerze existiert.
Morgen kommen die Gewinnmitnahmen, die man letzten Freitag vergessen hatte ;-)
Und wehe nicht!
Ich nehme mich mal als ein Beispiel, und frage warum ich nun diese Positionen abgeben sollte?
Mir fällt kein Grund ein. Mir fällt eher ein Grund ein für andere einzusteigen, damit sie Dividenden von 4,5% +X sich noch sichern können und dann einfach noch die Kursgewinne mitnehmen, wie z.B. bei einer JPMORGAN von gestern.
Interessant finde ich den Kritikpunkt, dass keine Bank "richtig" durchfallen wird. Das ist ME kein Fehler im System. Der Streßtest soll der US-Regierung helfen, Schwachstellen auszumachen und die Hilfsbedürftigen auszumachen. Es macht nämlich keinen Sinn, einem Gesunden teuere Medizin zu verabreichen, die setzt mal leiber bei den echt Kranken ein.
Und nun stellen wir uns mal vor, eine der Banken "failed" trotzdem hinterher? Was wird passieren? Die US-Regierung wird sich keine Blöße geben, dass der Test falsch war, sondern massiv helfen. Schließlich geht es darum, glaubhaft zu bleiben, was der Obama-Administration ein sehr sehr großes Anliegen ist.
Fazit: Es wird - kleinere Ausnahmen in der Provinz abgesehen - keine Bankepleite mehr geben. Die Bankenkrise ist damit vorbei.
Bund-Future: Kippt weiter nach unten weg
von Andreas Wolf
Liebe DaxDaily Leser,
mit der zunehmenden Stabilisierung der Aktienmärkte stellt sich für viele Investoren die Frage nach der richtigen Gewichtung in ihren Depots. Das übermäßig starke Engagement am Rentenmarkt drückt zunehmend auf die Gesamtrendite, während sich manche Aktienkurse allein in den letzten fünf Wochen mehr als verdoppelt haben. Gemessen an der Rallye der Aktienmärkte haben sich aber die Rentenmärkte noch immer gut gehalten. Damit kommt das große Misstrauen zum Ausdruck, dass die Mehrheit der Anleger der aktuellen Aufwärtsbewegung bei Dividendentiteln entgegen bringt. Viele Investoren gehen davon aus, dass die Kaufbereitschaft sich hauptsächlich aus der beginnenden Ausschüttungssaison speist und spätestens im Verlaufe des Wonnemonats Mai die Rallye ihr Ende findet. Den kritischen Argumenten gegenüber den Kursgewinnen bei Aktien finden sich aber demgegenüber auch nicht sonderlich viele positive für Staatsanleihen. Zur Finanzierung der großen Konjunkturpakete werden viele Staaten neue Anleihen auflegen müssen. Um überhaupt Abnehmer zu finden, müssen die Finanzminister immer attraktivere Konditionen für ihre Neuemissionen bieten. Das belastet die Kurse der bereits emittierten Papiere und somit auch das Marktbarometer, den Bund-Future.
Entspannung am Geldmarkt verbreitert Finanzierungsbasis
Zudem öffnen sich mit der leichten Entspannung im Bankensektor in Zukunft auch wieder andere Anlage- und Finanzierungskanäle, die zulasten des Rentenmarkts gehen. So haben zum Beispiel viele als noch ausreichend kreditwürdig eingestufte Unternehmen den Rentenmarkt ebenfalls zur Finanzierung ihrer Geschäftstätigkeit und von Investitionen mit der Begebung von Anleihen angezapft. Zwar ist das Rückzahlungsrisiko für Investoren bei diesen Anlagen höher, dafür bieten Firmen wie BMW oder Siemens zum Teil sehr attraktive Konditionen. Das Insolvenzrisiko sehen viele Anleger hier als überschaubar an. Darüberhinaus beginnt sich der Geldmarkt, an dem sich Banken untereinander Geld leihen, wieder zu beleben. Das ist ein Zeichen, dass die massive Liquiditätswelle der Notenbanken langsam ihre Adressaten findet. Erhöhen die Banken zuerst in diesem Sektor wieder ihre Risikoneigung, ist der Weg bis zu einer Aufstockung des Kreditvolumens nicht mehr weit. Natürlich werden alle diese Faktoren die angespannte Situation nicht schlagartig lockern, hilfreich ist allerdings, dass sich eine Trendumkehr erkennen lässt.
Defensive Haltung löst sich nur langsam
Das Urteil, ob es sich bei der aktuellen Rallye am Aktienmarkt nur um eine weitere Bärenmarktrallye oder schon den Beginn einer Bodenbildung handelt, lässt sich jetzt noch nicht fällen. Häufig ist es aber so, dass ein Großteil der Anleger das erste Drittel einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten verpasst. Das gilt für Europa und Asien stärker als in den USA, wo Trends eher erfasst und genutzt werden. Als ein weiterer Indikator für ein Ende der Hausse am Rentenmarkt gilt die Aktivität bei Börsengängen von Unternehmen. Dieser Markt war in den vergangenen sechs Monaten so gut wie nicht existent. Zeigt sich aber der Aktienmarkt mittelfristig gegenüber Rückschlägen resistenter als in der Vergangenheit, dürften viele aufgeschobene Börsengänge wieder auf die Tagesordnung kommen. Mit der Rückkehr zu einer gewissen Normalität am Aktienmarkt werden dann Überinvestitionen am Rentenmarkt zurückgenommen. Erst im Zeitraum August/September wird zunehmende Risikoscheu Anlagen am Rentenmarkt wieder gefragter sein lassen.
Topbildung zeichnet sich ab
Aus charttechnischer Sicht hat die Wahrscheinlichkeit einer ausgedehnteren Konsolidierungsphase des Bund-Futures in den nächsten Wochen zugenommen. Jenseits von zwei Hochpunkten aus dem Januar und März dieses Jahres im Widerstandsbereich um 125,20/125,50 Prozent, etablierten sich zwischen Anfang Dezember und Ende März gleich mehrere Hochpunkte im Bereich um 124 Prozent. Alle Hochpunkte gemeinsam bilden eine Art Topformation die in Fachkreisen auch als „Rounding Top" bezeichnet wird. Zudem bilden zwei Hochpunkte im März bereits eine Abwärtstrendlinie aus, die von den Bullen seither nicht mehr überschritten werden konnte. Die Schwäche der jüngsten Erholung und das Verharren der Trendindikatoren MACD und Momentum in der jeweiligen negativen Zone, lässt darauf schließen, dass den Bullen sehr bald noch ein Test der Unterstützungszone um 120,30/120,50 Prozent bevorsteht. Da ein Unterschreiten dieser Niveaus weitere, sehr deutliche Verluste am Rentenmarkt nach sich würde, ist im aktuellen Stadium der Entwicklung noch davon auszugehen, dass es im Anschluss dieser Abwärtswelle nochmals zu einer Gegenreaktion bis in den Bereich um 122 Prozent kommen wird. Nur wenn es den Bullen gelingt, rasch höhere Kurse als 124 Prozent zu erzielen, wäre die Vollendung der Top-Formation nochmal abgewendet. Andernfalls muss damit gerechnet werden, dass der Bund-Future im Verlaufe dieses Jahres mindestens auf die Unterstützung um 118 Prozent abrutschen und damit eine längere Konsolidierungsphase starten wird.
DAX: Die Luft wird dünner
von Andreas Wolf
Langsam hangelt sich der DAX am oberen Rand seines Bollinger Bandes nach oben. Das Bollinger Band errechnet sich aus durchschnittlichen Höchst-, Mittel-und Tiefstkursen seines Basiswertes in einem vordefinierten Zeitraum. Wenn sich eine moderate Aufwärtsbewegung wie aktuell darstellt, die durch die Begrenzung dieses Bandes zwangsläufig irgendwann an Dynamik verliert, dann ist eine heftige, aber dafür kurze Korrektur nicht weit. Bereist in der zweiten Märzhälfte führte eine solche Reaktion beim DAX zu einem Kursverlust von sechs Prozent, der aber anschließend mehr als ausgeglichen wurde. Der Beginn einer solchen Korrektur wird in der Regel mit einer Intraday-Umkehr eingeleitet. Es ist zwar nicht unbedingt gesagt, dass Morgen zum Wochenschluss schon ein derartiges Signal gesendet wird, aber angesichts der Zugewinne, die die Mehrheit der Standardwerte in den vergangenen Tagen zu verzeichnen hatte, wäre ein erfolgreicher Test jüngst überwundener Widerstände für eine intakte Aufwärtsbewegung nur als trendbestätigend zu bewerten. Das sich daran anschließende Aufwärtspotenzial könnte sich dann sehen lassen.
Rohstoffwerte auf der Sonnenseite
Thyssen-Krupp, Kali + Salz und Salzgitter - diese Werte konnten in den vergangenen Tagen besonders stark von der Aufwärtsbewegung des DAX profitieren. Alle drei Werte profitieren von der leicht aufkeimenden Hoffnung auf eine Konjunkturerholung im zweiten Halbjahr. Da auch die Rohstoffmärkte an der Kurserholung Teil haben, ist die Reaktion der Branche nur logisch. Bei allem Respekt vor der Höhe der Zugewinne, im Gegensatz zum Gesamtmarkt zeichnen sich die Rohstofftitel noch immer durch eine hohe Volatilität au, heftige Rückschläge sind deshalb auf jeden Fall einzurechnen. Im Zuge des DAX-Anstiegs verlor der VDAX wieder etwas an Boden und schloss bei 35,32 Punkten. Da sich im Bereich um 34 Punkte eine stärkere Unterstützung findet, würde ein Erreichen dieses Niveaus vermutlich auch auf eine bevorstehende Korrektur hinweisen.
Auf die Tageshandelsspanne achten
Die gestrige Handelsspanne lag zwischen 4.531 und 4.644 Punkten. Im Vergleich zu den Vortagen ergaben sich noch keine Auffälligkeiten, sollte im Rahmen der abnehmenden Volatilität sich aber heute und am Montag die Handelsspanne ohne nennenswerten Terraingewinn einengen, wären Long-Positionen nicht mehr zu empfehlen. Die beiden oben genannten Marken sind zugleich auch Signalpfosten für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bzw. für einen Korrekturbeginn. Die Bullen werden heute versuchen, in die Widerstandszone bis 4.700 Punkte vorzudringen. Scheitern sie schon bei 4.644 Punkten, wird es maximal noch einen weiteren Versuch geben, bleibt auch dieser erfolglos, geht es rasch abwärts, 4.531 Punkte gilt dann zu verteidigen. Zugewinne über 4.700 Punkte erscheinen kurzfristig nicht wahrscheinlich, wird der Widerstand dennoch überwunden sind 4.784 Punkte das nächste Ziel der Bullen.
General Electric-die nächste Großbaustelle
Der dramatische Kursverfall der Automobilwerte lenkte in den vergangenen Monaten davon ab, dass auch andere Flaggschiffe der US-Industrie sich in Kursregionen wiederfanden, die sie nur vom Hörensagen kannten. Der Industriegüterhersteller General Electric erlebte eine solche Talfahrt im Turbotempo. Kostete die Aktie im September 2008 noch knapp 30 US-Dollar, weigerten sich selbst Hartgesottene das Papier Anfang März 2009 zu knapp 6 US-Dollar anzufassen. Ein Fehler, wie sich knapp sechs Wochen später herausstellt. Denn mittlerweile haben die zarten Konjunkturhoffnungen in den USA, stimuliert durch die großen Konjunkturpakete der Regierung, den Aktienkurs wieder verdoppelt. Ob sich hinter dem Kursanstieg noch mehr als reine Hoffnung verbirgt, werden die Anleger heute in Europa gegen 13.00 Uhr erfahren. Dann präsentiert das Unternehmen seine Zahlen für das erste Quartal 2009.Investoren erhoffen sich vor allem Aufschluss darüber, ob die Umbaumaßnahmen von Vorstandschef Immelt schon eine Verringerung der Kostenstruktur erbracht haben.
US-Verbraucher mit leicht verbesserter Stimmung
Nicht, dass die beiden Hauptprotagonisten der aktuellen US-Politik, Präsident Obama und Notenbankchef Bernanke, vor Optimismus überschäumen würden. Dennoch versuchen sie in ihren Stellungnahmen selbst bei wenig erbauenden Konjunkturdaten ein Fünkchen Hoffnung zu verbreiten. Die Veröffentlichung des US-Verbrauchervertrauens der Universität Michigan heute um 16.00 Uhr wird zeigen, ob die US-Bürger wieder stärkeres Vertrauen in die Zukunft fassen. Nach Einschätzung der Mehrheit der von Bloomberg befragten Analysten soll sich der Index leicht von 57,2 auf 58,5 Punkte verbessern. Möglicherweise ist dieser Wert aber noch zu konservativ geschätzt, denn trotz steigender Arbeitslosigkeit glaubt die Mehrheit der Amerikaner an ein baldiges Ende der verschärften Krise. Mit positiver Stimmung lässt sich das sicher noch beschleunigen.
Konjunkturdaten: 16.00 Uhr: Verbrauchervertrauen der Universität Michigan, März.
Unternehmen: Q1: Ericsson, Sanofi-Aventis, General Electric
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 4.331; 4.457; 4.531
Widerstände: 4.636; 4.657; 4.709
Viel Glück, Erfolg und ein schönes Wochenende!
Andreas Wolf
Percentage of Stocks Above 50-Day Moving Averages
Below we highlight our charts that show the percentage of stocks trading above their 50-day moving averages for the S&P 500 and its ten sectors. As shown, 87% of stocks in the S&P 500 are currently above their 50-days, which is the highest reading over the last year. Financials, Industrials, Technology, Consumer Discretionary, and Materials are also at their highest readings over the last year. Energy, Consumer Staples, Utilities, and Health Care are the sectors (all defensive) that have yet to take out their one-year highs. These high breadth readings are positive for the longer-term outlook of the rally, but they also indicate overbought conditions in the short term.
Auerdem haben wir es mit der ersten richtigen Bärenmarkt-Rally zu tun, daher ist die Historie zurück bis 2008 viel zu kurz. Interessanter wäre ein Vergleich zum Bärenmarkt 2002/2003. Da gab es übrigens +50%-Rallys zwischendurch. Gemessen daran ist diese Rally noch (!) harmlos.