Der Antizykliker-Thread
Es es wichtig auch mal hinter die Finanzkrise zu gucken und sich Interpretationen Dritte anzugucken. Ein Video ist dabei die leichteste Koste die ich anbieten kann.
In den Jahren 1998-2000 gab es haufenweise Leute, die uns weißmachen wollten, alles sei eine Frage des Willens zum Erfolg ("Tschaka - du schaffst es", "In 7 Jahren zum Millionär" und Börsenbäcker (allerdings ab Mitte der 2000er)). Heute erzählen uns fast dieselben Figuren, dass alles den Deister runtergeht weil wir zu blöd sind, die "Zusammenhänge" zu schnallen und uns selbst zu schützen. "Tu was ich dir rate, und es wird dir gut ergehen" - immer dasselbe Motto.
Die Vortragenden sind nicht Schuld daran, sie erfüllen nur ein Bedürfnis, das durch die Wirtschaftslage in uns entstanden ist. Sie sind damit aber hervorragende Kontraindikatoren, da sie Wünsche und Ängste transportieren und sichtbar machen.
Ich finde das ganze Video sehenswert. Vor allem bringt der Andreas C. es mit dem Video zur Aussprache was kaum einer sieht. Die Graphen der Verschuldung von den 30ger bis hin zu heute sind sehr interessant. Man sollte sich auch mal den statistischen Erhebungen öffnen, die Interpretation aufnehmen und mit seiner eigenen Ansicht vergleichen.
http://www.fit4fonds.de/...r-Vergleich-hinkt/183/nachrichtenid/40430/
Ein System sagt nicht nur etwas über den Einstieg. Weit mehr und viel wichtiger ist der Aussteig (da wiederhole ich mich) und vor allem das "wie viel" ist der entscheidende Faktor wenn es darum geht ob man pleite geht oder überleben kann. Man kann auch mit 70% richtigen Signalen bankrott gehen, während ein anderer, der nur zu 30% richig liegt im Gewinn landet. Die Positionsgröße sowie das Wissen wann man falsch liegt - DAS macht den Unterschied!
BTW: Am SPY sieht man derzeit, dass Bullen nervös werden sollten. Wäre ich long wäre mein Stopp derzeit in Gefahr:
?!
Eine ziemlich merkwürdige Veranstaltung.. von dem esotherischen Vokabular mal abgesehen, sieht das für mich nach einem weiteren Versuch aus, mit einem verkürzten Verständnis das komplexe System anzugreifen und dem gewöhnlichen Volk die eigenen Bücher anzudrehn.
Das Problem bei Stops ist die richtige Setzung. Zudem: Mit TS kann man einen Großteil der noch kommenden Gewinne verpassen, wenn man sich zu früh ausstoppen läßt.
Unterm Strich rate ich natürlich jedem, der nicht mechanisch tradet, Stops zu setzen. Letztlich hängt es also vom System ab, was man tut. Das Allheilmittel für alle Situationen gibt es nicht. Beim Bauchtrading sind sie aber unerläßlich.
lumpensammler mag in seinem Posting viel Wahres geschrieben haben, aber ich spreche ihm ganz einfach das Recht ab, über mein Trading den Stab zu brechen. Jeder muss wissen was er tut und da darf sich keiner ein Urteil erlauben, der keinen Einblick hat.
Eine der wichtigsten Regeln für MICH (und damit meinen Ansatz zu handeln) ist: Niemals eine Position laufen zu haben, die nicht gegen Verluste abgesichert ist. Zu keiner Zeit. Das ist mein Weg der Risikominimierung.
Wenn man die Möglichkeit hat 24x7 die Kurse im Blick zu haben, kann man es sicher anders lösen. Aber gerade bei gehebelten Papierchen ist das Risiko hoher Verluste extrem - und es kommt der Tag der bösen Überraschungen, durch was auch immer, da möchte man ungern plötlich mit tiefroten Verlusten dastehen.
Kann Dir das Buch von VanTharp empfehlen: Clever traden mit System. Dort schreibt er auch etwas über "das Finden eines Handelsansatzes, der zu einem passt". Bei dir ist das offensichtlich der Fall, also streite ich es Dir im Gegensatz zu einigen anderen hier nicht ab. Im Gegenteil. Finde es interessant die Positionierung der User hier zu sehen, insbesondere dann wenn sie meiner widerspricht.
Gründe:
- Eine Konso bis 4100 ist unschädlich für die Rally, dh es ist noch viel Sicherheitspuffer nach unten vorhanden.
- Die BigBoyz reden/stufen den Markt runter, sind also entweder bereits short oder wollen billiger einsteigen. Auf jeden Fall haben sie wohl keine Aktien mehr im Keller, die sie distributieren könnten...
- Die G20-Konferenz wurde zwar kritisiert, aber endlich scheint sich was zu bewegen. "Soros ist voll des Lobes":
http://www.teleboerse.de/1131833.html
- Die Berichtssaison startet durchwachsen. Eingepreist sind 36% Gewinnrückgang, dh das negative Überraschungspostenzial ist nicht mehr sehr groß. Alcoa ist zwar nicht doll gewesen, dafür sieht der Hightechsektor gut aus:
http://www.marketwatch.com/news/story/...07%7D&dist=TQP_Mod_mktwN
- Und als letztes der Bonbon: Ein Vergleich mit dem April 2008. Die Verunsicherung zu Beginn einer Berichtssaison ist also nicht ungewöhnlich ;-)
http://www.godmode-trader.de/de/index-analyse/...133962,a1208133.html
1. Es sind ca. 50 Billionen an Werten an den globalen Börsen vernichtet worden.
2. Weltweit steuern Staaten mit 5 Billionen an Konjunkturprogrammen dagegen. Je nach der Quote mit der man dann neues Geld erschafft - 4% bis 10% je nach Modern Money Mechanics, unser System usw. - schaffen wir ca. 50 Billionen neue Wertschöpfung bzw. sogar viel mehr.
3. Frage: Ist das schon der Ausgleich an Gelder den wir benötigen und wenn ja wo fließt das Geld hin? Was bewirken die Konjunkturprogramme
4. USA: Infrastruktur liegt am Boden.
5. Industrie liegt am Boden.
6. 4 Bundesstaaten mit Arbeitslosigkeit über 10%, die anderen darunter bei ca 8%.
7. Private Partnership Gelder für Baubeteiligung an Infrastrukturprogrammen, begünstigt durch Konjukturprogramm. Wie viele Arbeitsplätze schafft man nur beim Aufbau der Infrastruktur, die in den USA katastrophal ist und wie werden die Arbeiter bezahlt?
8. Bau neuer Atommeiler und anderer alternativer Energieträger unterstützt durch Konjunkturprogramm. Da will man über 40 neue Atommeiler bauen. Wofür? Was plant man da? Ist es wirklich eine neue Ausbau der industriellen Produktion, denn wer soll sonst die ganze Energie verbrauchen?
9. Warum stellt man so viele neue Rekruten beim US-Militär ein? Wie will man höhere Militärausgaben finanzieren?
10. Wie viel Geld liegt in den Steueroasen, dass nun zurück kommen kann unter Strafmilderung?
Das sind nur mal 10 Punkte um die meine Gedanken kreisen.
Grob gesagt, frage ich mich ob der US-Staat wieder erblüht und zwar nicht als öffentliche Hand, sondern als öffentliches privates Partnership?
http://www.ariva.de/...te_Nachrichten_t348181?pnr=5597064#jump5597064
Ist eben gute Schweizerqualität.
Gruss.
Viel Glück.
1) bereits einiges eingepreist ist und
2) der Anlagedruck die Kurse immer höher pusht, egal wie die Zahlen ausfallen
Die Berichtssaison könnte also unterm Strich trotz schlechter Zahlen kursmäßig ganz zufriedenstellend oder gar hervorragend laufen, April 2008 läßt grüßen.
Bullish finde ich, dass auf der Bärenseite die schlecht erwarteten Quartalszahlen mittlerweile die "letzte Hoffnung" sind, dass die Kurse nochmal runterkommen. Sollten die Kurse also wider Erwarten NICHT runterkommen, steht ME ein Shortsqueeze bevor, da das Überraschungsmoment auf der Upseite ist.
Das ist dann der zeitpunkt, wenn die Rally nach unten kippt. ME wird er vor allem daran erkennbar sein, dass das MITTELFRISTIGE Sentiment plötzlich ansteigt. Im Moment glauben alle noch, es handele sich um eine Bärenmarktrally, daher ist das Sentiment noch bearish. Doch irgendwann glauben mehr Leute, der Bärenmarkt könnte vorbei sein und ein neuer Bullenmarkt ist gestartet. Ab da heißt es als Bulle: Obacht!
Da der Punkt noch lange nicht erreicht ist: Weiter up...