Der Antizykliker-Thread
- Mein linker Zeh juckt (short) oder mein rechter (long) [Bachtrader-Methode]
- Der Dax wird auf 2500 fallen, darum shorte ich alle 5 Millionen Spitzen unterwegs [Bärenthread-Methode]
- Der Dax wird auf 2500 fallen, aber ich longe alle 5 Millionen Tiefs unterwegs [AL-Methode]
- Mein Schnittmuster zeigt, dass Trendlinien x und y berührt wurden [Godemode-Methode]
- Nach der EW-Theorie befinden wir uns in Welle 4, oder war es Welle c oder 5 ??? [EW-Methode]
- Der MACD kreuzt GD xy von unten und außerdem steigt/fällt der RSI [Trendfolge-Methode]
(Liste nicht abschließend)
Scherz beiseite: Egal was man macht, der Mensch braucht eine Begründung, um Ordnung in sein Trading zu bringen. Welche das ist, ist egal, so lange der Erwartungswert positiv ist (dh. entweder die Trefferquote über 50% oder das MM so ausgefeilt, dass man mit weniger Trefferquote Gewinn macht).
Mich amüsiert mittlerweile die Kritik an meinem HS sehr. Zu einen gibt es viele Beispiele im Netz, in denen HSe kleinen, aber sehr stetigen Erfolg bringen. Zum anderen kommt die Kritik immer von "Börsenprofis", dh Leuten die beruflich mit Finanzen zu tun haben. Sie fürchten wohl HSe wie der Fließbandarbeiter den Roboter. Sollten sich nämlich HSe durchsetzen (keine Sorge, das werden sie nicht in der Breite), dann wäre dieser Berufsstand zum Großteil überflüssig. Wenn ich nämlich auf den Kontoauszug meines Fondssparplans gucke, dann stelle ich fest, dass es selbst ein Affe besser gemacht hätte, geschweige denn ein HS.
Was die Trefferquote meines HS betrifft so hab ich euch eine Auswertung versprochen. Da ich dafür eine Datengrundlage - dh eine entsprechende Anzahl von Trades - brauche, erwartet diese bitte nicht vor dem Herbst. Das Backtesting war gerade im Dax (aber auch bei Gold, USD und Bund im Wochentrading) sehr erfolgreich und zur Zeit sieht es auch ganz gut aus. Aber man muss eben abwarten.
Mir jedenfalls hilft das HS ungemein, zu erkennen im welcher Marktphase wir uns befinden. Mein Trading ist dadurch viel ruhiger geworden. Von unerwarteten Moves lasse ich mich nicht mehr aus dem Konzept bringen. Ein Blick auf das HS zeigt die Relevanz eines solchen Moves und das beruhigt die Nerven ungemein.
Good Trades heute!
http://www.ariva.de/...hort_zugekauft_t348181?pnr=5635200#jump5635200
BUFU Short ist per SL bei 1,70 raus.
Zum Dollar:
http://www.ariva.de/EUR_USD_YEN_Abwertungswettlauf_t370852
Buchempfehlung:
http://www.ariva.de/...mentbanker_im_Sumpf_von_Sex_und_Drogen_t372468
DAX: Technische Reaktion oder doch mehr?
von Andreas Wolf
Nach dem schlechten Börsenauftakt zu Wochenbeginn gelang es den Bullen gestern erwartungsgemäß wieder ein Stück des verlorenen Terrains zurück zu gewinnen. Knapp unterhalb der runden Marke von 4.100 Punkten wurde die Erholungstour dann aber gestoppt. Damit ist die technische Erholung infolge eines größeren Abwärtsimpulses zunächst einmal abgeschlossen. Nun ergeben sich mehrere Szenarien, wie sich die Entwicklung des DAX in den nächsten Tagen gestaltet. Favorisiert bleibt eine Fortsetzung der Korrektur, denn erst wenn die Bullen die Widerstandszone um 4.127 Punkten wieder nachhaltig überwinden (+1 Prozent), darf der Blick nach oben gerichtet werden. Eine direkte Fortsetzung der März-Rallye bleibt aber weiterhin möglich.Für bemerkenswert muss man aber die Tatsache ansehen, dass auch zyklische Aktien trotz der immer noch sehr schlechten Konjunkturnachrichten zu den Gewinnern zählten. Ein wenig darf das mit der Vorbereitung auf Dividendensaison begründet werden, denn die Unternehmen zahlen für das vergangene Jahr zum Teil noch attraktive Renditen.
US-Regierung für weitere Überraschungen gut
Auch am Tag nach der Verlängerung der Galgenfrist für die US-Automobilhersteller GM und Chrysler zeigte sich der Markt beeindruckt, mit welcher ordnungspolitischen Konsequenz die Regierung Obama ihre Entscheidungen vertritt. Wurde eine Insolvenz bisher aus „systemrelevanten Gründen" ausgeschlossen, will die Regierung jedes Mittel nutzen, um die Konsolidierung zu beschleunigen. Vor diesem Hintergrund könnte die gegenwärtige Administration noch für einige Überraschungen gut sein, denn es darben noch so einige Industrieleichen in den USA. Der Blick in die eigene Kasse hat Obama und Geithner aber schnell klar werden lassen, dass ohne eine gewisse Radikalität die Bewegungsunfähigkeit des Staates immer weiter zunehmen wird. Neben den Banken und Automobilen könnte in nächster Zeit noch Handlungsbedarf bei Fluggesellschaften, Chemie-und Stahlindustrie auf dem Programm stehen. Eine beschleunigte Konsolidierung könnte den brach liegenden Übernahmemarkt sehr plötzlich wieder aufleben lassen.
Junger Abwärtstrendkanal intakt
Der mit den Verlusten vom Freitag begründete, junge Abwärtstrendkanal behielt trotz der gestrigen Gewinne seine Gültigkeit. Daneben spricht der weitere Abbau des noch vollständig überkauften Zustandes für einen nochmaligen Fall unter die Marke von 4.000 Punkten. Gelingt den Bullen heute nicht schon am Vormittag eine deutliche Fortsetzung der Erholungsrallye, dürfte das spätestens in der zweiten Handelshälfte wieder die Bären auf den Plan rufen. Noch ist aber nicht ausgemacht, dass das Tief vom Montag bei 3.983 Punkten nochmal unterschritten wird. Die Stärke der gestrigen Gegenbewegung hatte schon mehr Kraft als man angesichts der Abwärtsdynamik vom Montag erwarten durfte. Verteidigen die Bullen die Unterstützungslinie vom Montag, könnte es schnell wieder sehr eng werden für die Bären. Der Blick auf den VDAX zeigt zudem, dass die aktuelle Bewegung nicht mehr von steigender Nervosität begleitet wird. Setzen sich die Bären dennoch auf der Unterseite durch, ist auf die Unterstützungszone zwischen 3.850 und 3.900 Punkten zu achten. Diese könnte sich dann als kurzfristiger Wendepunkt anbieten. Möglicherweise zögern beide Parteien eine Entscheidung auch noch bis zur EZB-Sitzung am Donnerstag heraus.
Stimmungsindikator Industrie
Die Unternehmensberichterstattung nimmt sich eine kurze Auszeit, nur noch wenige Tage dann beginnt die Bilanzsaison für die Quartalsergebnisse des ersten Quartals 2009. Bis dahin füllen zumeist Konjunkturdaten den Terminkalender der Aktienmärkte. Heute konzentrieren sich die Investoren wieder stärker auf Daten aus dem Sektor Industrie. Der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Industrie wird allerdings wie sein Pendant aus dem Einzelhandel kaum für Freude bei den Anlegern sorgen. Die Talfahrt des Index wird noch ungebremst bis in den Sommer hinein weiter gehen. Ein Blick auf die Auftragseingänge der Industrie könnte vielleicht eine ganz leichte Stabilisierung andeuten, denn zumindest China scheint sich ein wenig zu berappeln. Ein spürbarer Impuls wird sich daraus noch nicht ableiten lassen, aber die drastischen Auftragseinbrüche aus dem Januar und Februar, in denen die jetzt aufgelegten Konjunkturpakete erst noch geschnürt wurden, sollten sich im März so nicht mehr fortgesetzt haben. Ob es dazu reicht, um auch einige Aktienkurse aus dem Sektor zu beflügeln wird sich zeigen. Nach unten hin sollte das Potenzial aber kurzfristig stark begrenzt sein.
Konjunkturdaten: 11.00 Uhr: DE: Einkaufsmanagerindex Industrie, Auftragseingänge im Maschinenbau (beide März)
Unternehmen: ------------------------------
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 3.966,3.995; 4.083
Widerstände: 4.127; 4.203; 4.240
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf
Danke für den Link.
Immer schön langsam und verständlich schreiben liebe musicus.
Zum Posting von trash gibt es überhaupt nichts hinzuzufügen, es gibt profitable Handelssysteme mit Trefferquoten die unter 50% liegen.
Wie es weitergehen wird? Dazu will keine Prognose abgeben. Ich bin Sideline, weil es gerade viel zu schwierig ist, denke ich, eine Richtung auszumachen.
Zu den Meinungsverschiedenenheiten hier, gebe ich keinen Senf mehr dazu. Ich habe schon selber mal gemerkt, wie lange es dauern kann, bis sich so ein Gewirr entflechtet.
Ich lese diese Beiträge zwangsweise, aber denke mir nur dabei ,,das diese bald fertig werden mögen".
Gruß Marlboromann
Region | Konsenserwartung | |||
---|---|---|---|---|
DE | PMI (Verarb. Gewerbe), März (09.55)* | 32,4 | 32,4 | 32,1 |
EUR | PMI (Verarb. Gewerbe), März (10.00)** | 34,0 | 34,0 | 33,5 |
GB | PMI (Verarb. Gewerbe), März (10.30)** | 34,7 | 35,0 | 34,7 |
US | ADP-Arbeitsmarktbericht, März (14.15)*** | -525.000 | -663.000 | -697.000 |
ISM-Index (Verarb. Gewerbe), März (16.00)*** | 36,0 | 36,0 | 35,8 | |
Bedeutung für die europäischen Finanzmärkte: * moderat ** hoch *** sehr hoch |
Die Volkswirtschaftliche Theorie ausgehebelt:
http://www.ariva.de/...tliche_Theorie_t283343?pnr=5639074#jump5639074
Ich habe eben beim Ortsamt meinen neuen Personalausweis und Reisepass abholen müssen. Da haben sie schon über die Lautsprecher durchgegeben, dass die Lila-Plakette ein Aprilscherz sie. Trotzdem stand vor mir eine Frau die wütend zu dem Personal gesagt hat, dass sie wegen der Plakette gekommen war.
http://www.ariva.de/Hurra_ich_lebe_noch_Kein_Aprilscherz_t372602
Ein schönes Beispiel war der MDAX, der trotz der Horromeldung vom Maschinenbau einen tollen Spurt hinlegte.
Dies ist natürlich ein gutes Zeichen im Sinne des übergeordneten Aufwärtstrendes, denn die Bären sind wohl noch zu schwach, um ernsthaft Schaden anzurichten. Das Kursniveau ist offensichtlich zu niedrig und die Hoffnung auf Besserung der Wirtschaftslage zu stark. ME sind wir aber noch nicht "out of the woods", im Zuge der G20-Konferenz kann es in den nächsten Tagen nochmal turbulent werden. Anschließend müßte es aber planmäßig weiter aufwärts gehen. Zumindest gibt es bislang noch (!) keinen Zweifel daran, dass es up geht.
Mich würde es wundern wenn wir im DAX deutlich über 4250 hinaus kommen. Aber so ein Trend kann natürlich länger dauern als man denkt. Ich suche hier eher die Gelegenheit zu shorten und insofern ist es mir Recht wenn es weit hoch geht.
Wenn du shorten willst wären 4250 sicher eine Möglichkeit. ME wird die Rally aber erst zu einem späteren Zeitpunkt so richtig kippen, vermutlich erst Anfang Mai. Das resultiert aus der Beobachtung, dass die Wochenwellen im Dax im Schnitt 8 Wochen dauern. Da erst knapp 4 Wochen um sind bleiben noch ca. 4 übrig bis zum Hoch. Auf jeden Fall sind 4 Wochen aber noch zu jung.
Nun bin ich bullish und rechne mit einem dicken grünen Tag.
Schwierig zu traden derzeit...
DAX: Anlagezwang treibt die Kurse
von Andreas Wolf
Quartalswechsel haben so ihre ganz speziellen Eigenschaften, dass konnten die Anleger gestern auch beim DAX beobachten. Mit einem sehr gespaltenen Bild mussten Investoren gestern Morgen im Hinblick auf die US-Futures und die Entwicklung der japanischen Börse auskommen. Während die Futures am frühen Morgen noch tief im Minus notierten, legte der Nikkei 225 ungeachtet dessen 2 Prozent zu. Der monatliche Konjunkturbericht Tankan fiel zwar erwartungsgemäß schlecht aus, doch erwarten die Anleger in Japan nun bald eine Erholung der Konjunkturindikatoren von ihren historischen Tiefs. Die schlechten US-Futures, die den Nachrichten über eine schnellere Insolvenz bei GM geschuldet waren, drehten aber im Tagesverlauf aufgrund positiver US-Konjunkturindikatoren ins Plus. Hier kommt nun der Quartalswechsel ins Spiel, denn neu anzulegende Finanzmittel suchen nach der Verschlechterung der Renditen im Anleihebereich nach lohnenswerteren Anlagen. Institutionelle Investoren halten sich zwar wegen der unsicheren Reaktion auf die Bilanzergebnisse des ersten Quartals noch etwas zurück, das Risiko am Aktienmarkt ist aber in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Obwohl der DAX den Widerstand bei 4.127 Punkten gestern überwinden konnte, ist das Abwärtsrisiko kurzfristig noch nicht ganz aus dem Markt.
Marktbreite nimmt nun endlich zu
Der gestrige Aufschwung wurde endlich nicht nur von Banken- und Automobilwerten getragen, sondern auch von Industrie- und Konsumwerten. Sie werden sich jetzt fragen, welchen Hintergrund die Zugewinne dieser Sektoren haben. Ganz einfach: Die Aktienmarktrallye in Asien. Da z.B. Metro und MAN von einer Konjunkturbelebung in Asien stark profitieren würden, griffen Investoren hier zu. Lassen Sie sich aber nicht täuschen, natürlich steckt hinter diesem Anstieg mehr Hoffnung als Realität. Aber Börse ist eben zu mindestens 50 Prozent Psychologie, zurzeit sogar zu 75 Prozent. Häufig haben die Investoren mit ihren Vorahnungen auch richtig gelegen, deshalb gilt nach wie vor der zwar häufige bemühte, aber richtige Grundsatz: The trend is your friend. Das erneute Absinken des VDAX unter die 40-Prozent-Marke darf als positives Zeichen gedeutet werden.
Konsolidierung wahrscheinlich beendet
Die Skepsis auf der Unterseite war berechtigt, 3.983 Punkte wurden gestern nicht mehr unterschritten. Das heißt aber nun nicht automatisch, sich von allen Zweifeln auf der Oberseite zu befreien. Der Bruch des sehr kurzfristigen Abwärtstrends und das leichte Überschreiten des Widerstandes bei 4.127 Punkten sind zwar schon sehr positive Signale auf eine Fortsetzung der März-Rallye, noch haben die Indikatoren diesen Schwung nach oben aber nicht bestätigt. Eine Bullenfalle mit einem nochmaligen Fall unter die Marke von 4.000 Punkten und einem folgenden Abverkauf bis 3.800 Punkten ist deshalb durchaus noch möglich. Schließt der DAX aber heute deutlich über 4.127 und vielleicht auch 4.203 Punkten, wird die Bullen erst einmal niemand mehr aufhalten können, 4.430 Punkte sind dann keine Strecke mehr. Dann wird aus dem Angsthasen vom Wochenanfang doch noch ein auskömmlicher Osterhase. Investoren, die diesen Markt handeln wollen, sollten mit strengen Stopp-Limits arbeiten oder den Abschluss vollständiger Signale abwarten.
EZB-Leitzinsentscheidung herrausragender Tagesimpuls
Die europäischen Aktienmärkte warten heute auf die Stellungnahme der EZB zur konjunkturellen Entwicklung in Europa. Einen weiteren Zinsschritt um 25 oder 50 Basispunkte nach unten auf dann 1,25 oder 1 Prozent haben die Märkte bereits eingepreist. Fraglich ist aber, ob die Notenbanker die Notwendigkeit sehen, aufgrund der schlechten Wirtschaftsentwicklung die Leitzinsen bis auf 0 Prozent herab zu schleusen und dann wie bereits andere große Notenbanken mit dem Ankauf von Staatsanleihen zu beginnen. Wenn man sich die Verteilung von Befürwortern und Gegnern dieser Maßnahmen im Zentralbankrat anschaut, würde es schon einigermaßen überraschen, wenn die EZB widerstandslos der Inflationierungspolitik der Federal Reserve folgen würde. Zur Ankurbelung der Wirtschaft sieht die EZB aktuell hauptsächlich die Politik in der Pflicht, während sie sich selbst weiterhin ihrem obersten Ziel, der Garantie der Geldwertstabilität, verpflichtet sieht. Erst wenn die Politiker in den europäischen Hauptstädten und in Brüssel keine koordinierten Maßnahmen auf die Reihe bekämen, wäre die EZB gefordert. Alles andere würde ihre Kompetenzen momentan überschreiten.
Konjunkturdaten: 13.45 Uhr: EU: EZB: Zinsentscheidung
Unternehmen: ------------------------------
Wichtige Marken:
Unterstützungen: 3.995; 4.083;4.127
Widerstände: 4.203; 4.240; 4.331
Viel Glück und Erfolg!
Andreas Wolf
Gold befindet sich im Spannungsfeld zwischen einer weiter vorhandenen Krisenangst bei vielen Privaten und einer entspannten Lage an den Aktienmärkten, Notenbank-Goldverkäufen und sinkender Schmucknachfrage. Der 6-Monats-Uptrend ist mittlerweile bebrochen, die zwei neuen möglichen Trends habe ich eingezeichnet.
Zudem habe ich im Goldthread - vergeblich - versucht darzulegen, dass sich Gold strategisch in einer Topbildungsphase befindet. Anzeichen dafür sind z.B. ME die mittlerweile mehr als merkwürdig zu bezeichnenen Strategien der Goldmünzenverkäufer (Gold im Discounter, Bullishe Kursprognosen vom Münzhändler, "Drohung" mit Verknappung gewisser Münzen etc.) , die beweisen, dass es wohl immer schwieriger wird, neue Käuferschichten zu erschließen. Nichts desto trotz kann es natürlich nochmal zu einem letzten Aufbäumer über 1000 kommen, denn Kurse reagieren nicht immer logisch.
Der Wochenlong im Dax und Mdax macht dafür ja viel Freude....
Sollten die Aktienindizes steigen, dürfte eher Verkaufsdruck auf Gold entstehen. Evtl. kommt auch aufgrund der bevorstehenden EZB-Entscheidung schwung in die Bude.
Ich halte jedenfalls die Marke von 915$ für die short-Seite für wichtig. Sollte sie nachhaltig gebrochen werden ist der Weg nach unten frei. Metros Chart gibt es ganz gut wider
Bund-Future (Tageschart): Solides Bild
Der Bund-Future hat in den letzten Wochen eine breite Handelsspanne ausgeprägt, die durch die Hochpunkte vom 15. Januar und 6. März bei 126,53/52 auf der Oberund die Tiefpunkte vom 9. Februar und 12. Dezember bei 121,55/33 auf der Unterseite begrenzt wird. Die im Herbst 2008 komplettierte Doppelbodenformation legt ein rechnerisches Kursziel von 127 nahe. Um dieses Niveau auszuschöpfen, muss das Rentenbarometer die obere Begrenzung der o. g. Handelsspanne überspringen. Die Chancen dafür stehen derzeit gar nicht schlecht. So hat der Stochastik zuletzt ein Abrutschen unter seine Triggerlinie verhindern und wieder nach oben abdrehen können ("bearish failure"). Der Trendfolger MACD ist zudem dem Beispiel des Oszillators gefolgt und hat ein neues Kaufsignal generiert. Die ersten Hürden auf dem Weg nach oben stellen dabei derzeit das jüngste Verlaufshoch (124,71) bzw. das Hoch vom 4. Dezember (124,91) dar. Dagegen sorgen die Unterstützungen in Form des Tiefs vom 18. März bei 122,11 und des Aufwärtstrends seit Juli 2008 (akt. bei 121,55) für zusätzlichen Halt, bevor die angeführte Handelsspanne nach unten verlassen würde.
Allzeithoch im Visier
Der Bund-Future bietet derzeit ein solides Bild. Dabei bestehen in den kommenden Tagen gute Chancen auf einen Test des Allzeithochs bei 126,53. Risiken drohen unterhalb der Kreuzunterstützung bei 121,55/33.
BondmarktRentenmarktperformance im März 2009
Gemessen am FTSE-BondTop-Index hat sich der größte Teil des Rentenmarktes im März positiv entwickelt. Staatsanleihen waren wie schon im Februar laufzeitübergreifend die stärkste Assetklasse. Eine Monatsperformance von mehr als 2 % zeigten Portugal (> 7 Jahre), Italien, (7-10 Jahre) und die ultralangen Segmente aus Österreich, den Niederlanden, Spanien und Belgien (+3,0 %). Für die überwiegende Mehrheit der betrachteten Staaten gilt: "Je länger, je besser." Obwohl dies von den Jumbos nicht behauptet werden kann, ist auch hier eine überwiegend positive Performance zu verzeichnen. Einen negativen Ausreißer bilden ultralange französische Jumbos mit einem Monatsminus von 5,5 %. Corporate Bonds lagen laufzeitübergreifend knapp über der Nullmarke. Die 8-jährige BUNDei entwickelte sich mit +1,6 % beinahe doppelt so gut wie das 7-10-jährige Segment nicht inflationsindexierter deutscher Staatsanleihen (+0,9 %). Auf Jahressicht haben die Staatsanleihen den schwachen Januar mittlerweile überkompensiert. Nur die März-Gewinner am ultralangen Ende hinken dem Gesamtmarkt nach wie vor hinterher. Wir trauen diesem Laufzeitsegment einen weiteren überdurchschnittlichen Monat zu, halten jedoch für möglich, dass der Sekundärmarkt für Staatsanleihen dem hohen Primärmarktvolumen insgesamt Tribut zollen muss. Ebenso droht Druck auf den Covered Bond Markt zu entstehen. Das Segment bis fünf Jahre Restlaufzeit könnte sich nach der Verlängerung des Garantierahmens für Bankanleihen in Deutschland von drei auf fünf Jahre vermehrt Abflüssen in staatsgarantierte Anleihen gegenübersehen. Längere Laufzeiten drohen Belastungen, weil die Emittenten aus demselben Grund in den Laufzeitbereich von mehr als fünf Jahren ausweichen.
Quelle: HSBC Trinkaus
Gipfelstürmer:
http://www.ariva.de/Gipfelstuermer_t372628
EZB-Zinssenkung ist unstrittig
Als gesichert kann angesehen werden, dass die EZB heute erneut ihr Leitzinsniveau absenkt. Wir erwarten eine Reduzierung um 50 BP auf dann 1,00 %. Mit diesem Schritt sollte der historische Zinssenkungszyklus u. E. aber noch nicht zu Ende gehen. Die Absenkung auf 0,75 % ist für uns nur eine Zeitfrage. Am Montag hatte Jean- Claude Trichet, der EZB-Präsident, vor dem Wirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments den düsteren Konjunkturausblick für die Eurozone bekräftigt. Die wirtschaftliche Aktivität habe sich wohl im 1. Quartal 2009 weiter verschlechtert. Das Wachstum dürfte im gesamten Jahr 2009 negativ sein, und eine graduelle Erholung wird erst im Jahresverlauf 2010 erwartet. Die Fiskalspolitik habe sowohl in Bezug auf die Konjunkturunterstützung als auch die Unterstützung der Banken das Nötige getan. Jetzt gehe es um die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Trichet sieht kein begründetes Deflationsrisiko, wobei man jedoch wachsam bleiben müsse. In dieser Woche betonte schon EZB-Vizepräsident Lucas Papademos, dass man zur Verbesserung der Liquiditätsversorgung und Senkung der Finanzierungskosten der Unternehmen eine Verlängerung der Laufzeit der Refinanzierungsgeschäfte erwäge. Daher bleibt der Blick der Marktteilnehmer vor allem darauf gerichtet, ob und wann unkonventionelle Maßnahmen seitens der EZB ergriffen werden. Der Satz für die Einlagenfazilität beträgt bisher 0,50 % bzw. für die Spitzenrefinanzierungsfazilität 2,50 %. Damit beträgt die Spannbreite -/+ 100 BP um den Mindestbietungssatz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte. Wir erwarten auf der heutigen EZB-Sitzung einen Entscheid zur Einengung dieser Spannbreite. Die Frage, ob und wann bzw. unter welchen Umständen die EZB nach dem Vorbild anderer Notenbanken zum Ankauf von (Unternehmens-)Anleihen bereit ist, dürfte noch nicht abschließend beantwortet werden.
Euro hat die Widerstandsmarke bei 1,3302 USD im Blick
Die von Eurostat berechnete harmonisierte Arbeitslosenquote in der Eurozone zog im Februar auf 8,5 % an. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert lag damit der Zuwachs bei 1,3 Prozentpunkten. Wir rechnen für das Schlussquartal 2009 mit einer Arbeitslosenquote im Euroraum von 10,1 %. Obwohl der Anstieg der Arbeitslosenquote im Euroraum damit deutlich kräftiger ausfiel als erwartet, geriet der Euro nicht unter Druck. Wir rechnen damit, dass er heute die Widerstandsmarke bei 1,3302 USD überwindet. In den USA erfolgte gemäß dem ADP-Arbeitsmarktbericht für den Monat März ein Abbau der Beschäftigung in der Privatwirtschaft um 742.000 Stellen. Dies war der stärkste Monatsrückgang in der 8-jährigen Historie dieser Zeitreihe. Dies ist kein gutes Omen für den am Freitag anstehenden offiziellen USArbeitsmarktbericht. Der ISM-Index für den Monat März wies eine marginale Verbesserung auf 36,3 Punkte auf (Feb. 2009: 35,8 Punkte), wobei aber die Auftragseingangskomponente deutlich um 8,1 Punkte auf 41,2 anstieg.