Das Bärengebrüll wird schon wieder lauter,
Seite 111 von 1170 Neuester Beitrag: 25.04.21 13:17 | ||||
Eröffnet am: | 20.08.07 21:31 | von: aktienspezial. | Anzahl Beiträge: | 30.241 |
Neuester Beitrag: | 25.04.21 13:17 | von: Andreaugqqa | Leser gesamt: | 2.267.039 |
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Schadenfreude
Das große Grinsen der Wall Street
Von Torsten Riecke
Eigentlich ist die Stimmung an der Börse momentan alles andere gut. Eine Nachricht sorgte heute jedoch für freudiges Gelächter in den Handelsräumen: Eliot Spitzer ist in einen Sexskandal verwickelt. Denn der ehemalige, als „gnadenlos“ titulierte Generalstaatsanwalt von New York hat an der Finanzmeile ohnehin nur wenig Freunde.
NEW YORK. Kurz vor 15 Uhr geht ein Raunen über das Parkett der New Yorker Börse. Ungläubig starren die Händler auf die Fernsehschirme. Dort läuft nicht etwa eine neue Hiobsbotschaft aus der Subprime-Krise. Vielmehr flimmern erste Eilmeldungen über die Monitore, dass der New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer in einen Sexskandal verwickelt sein soll. Ein großes Grinsen legt sich über die Wall Street. Es ist das erste Mal seit Monaten, dass die Finanzprofis in dieser düsteren Krisenzeit wieder etwas zu Lachen haben. Unverhohlene Schadenfreude macht sich breit. „Es gibt doch noch einen Gott“, ruft ein Händler.
Eliot Spitzer hat an der New Yorker Finanzmeile wenig Freunde. Gnadenlos hat er als Generalstaatsanwalt die Größen des Geldes zur Strecke gebracht. Börsenchef Dick Grasso wurde von Spitzer angeklagt, weil er sich selbst eine exzessive Pension genehmigte. Der frühere Chef des Versicherungskonzerns AIG, Hank Greenberg, musste gehen, weil Spitzer ihm Bilanzmanipulationen unterstellte. Sandy Weil verlor als Citigroup-Chef seine Reputation, nachdem Spitzer die großen Wall-Street-Banken wegen geschönter Aktienempfehlungen an den Pranger gestellt hatte. Staranalysten wie Jack Grubman und Henry Blodget wurden in die Wüste geschickt, weil Spitzer ihnen mit Hilfe von kompromittierenden Emails auf die Schliche gekommen war.
Das US-Magazin „Time“ machte den aggressiven Staatsanwalt zum „Kreuzritter des Jahres“. Sein Ruhm als „Sheriff der Wall Street“ katapultierte den 48-jährigen Absolventen der Eliteuniversitäten Princeton und Harvard 2006 auf den Gouverneurs-Posten im Bundesstaat New York. Er galt als kommender Star in der Demokratischen Partei, viele sahen in ihm bereits den Präsidentschaftskandidaten der Zukunft. Von diesem Karrieregipfel ist es ein tiefer Fall zum „Kunden 9“ des Prostituiertenrings „Emperors Club VIP“.
Marktübersicht
http://www.newyorkfed.org/markets/securitieslending.html
Die Möglichkeiten der Fed aus ihren eigenen Beständen dieses Securities Lending auszuweiten sind begrenzt. Sie verfügt z.Z. über Bestände an "Notes and Bonds" im Wert von 470.010 Mill. USD. Wenn sie dieses Programm drüber hinaus ausdehnen möchte muss sie gegen frisch gedruckte Dollar Bonds kaufen.
Als Idee von mir würde ich noch hinzufügen, sie könnte sich auch von anderen Notenbanken Wertpapiere leihen und dann im Wege des Securities Lending an bedürftige Banken, denen es sehr dreckig geht weiter reichen. Die Zusammensetzung der Notenbankbilanz der Fed, wo auch die Bestände an "Notes and Bonds" abgelesen werden können wird jede Woche in der Quelle H4.1 veröffentlicht.
Die aktuelle Veröffentlichung gibt es hier :
http://www.federalreserve.gov/releases/h41/Current/
Noch eine Anmerkung zu dieser Quelle. Aus H4.1 ist auch zu ersehen das die Fed die gesamten Ausleihungen im Rahmen der term auction facility durch den Verkauf von Bills fristenkongruent sterilisiert hat. Die Fed hat aus ihren Beständen Bills im Wert von 76.659 Mill USD verkauft, also breit gestreut Liqidität eingesammelt und gegen schlechte Sicherheiten wie CDOs u.ä. wieder an bedürftige Banken ausgeliehen =60.000 Mill. USD. Die Fed hält z.Z. Bills im Wert von 200 Mrd. USD. Dieser Betrag ist jetzt auch schon verplant. Die Fed hat ja angekündigt den Banken 100 Mrd über TAF und 100Mrd über sonstige Offenmarktgeschäfte zu zuführen. Damit wären ihre Möglichkeiten zur Sterilisierung im Fristenbereich weniger Monate vollkommen ausgeschöpft. Wenn sie darüber hinaus gehen möchte, muss sie auch wieder gegen frisch gedruckte Dollar Bills kaufen.
Die Fed hat bisher im Verlauf dieser Krise die Geldbasis nicht nennenswert erhöht. Damit dürfte es im laufe des Jahres vorbei sein. Sie muss dann gegen frisch gedruckte Dollar Bonds kaufen um wieder (nach Lesart der Fed ) Liqiditätsreserven zu haben um den Banken helfen zu können. Damit wird aber die Geldbasis erhöht und das birgt wieder ein erhöhtes Inflationsrisiko. Zur Erinnerung, die Geldbasis war in den USA von ca 60 Mrd USD (1970) auf ca.200 Mrd USD (1980) gestiegen. Die Wirtschaft verharrte im Zustand der Staglation und Gold stieg auf Rekordniveau. Soviel zu Thema Geld drucken.
So genug jetzt ! Wünsche erfolgreiches Traden :)
Und das gap nicht zu vergessen.
mfg nf
und zurück auf LOS.
Oder erwartet noch jemand positive news??
;-))
mfg nf
8:41 AM ET, Mar 12, 2008 - 38 seconds ago