Drillisch: 555 % Anstieg sind locker möglich!
14:33 29.12.08
MONTABAUR/MAINTAL (dpa-AFX) - Der Internetdienstleister United Internet (Profil) hat sich nun auch direkt an dem Telekomunternehmen Freenet beteiligt, ohne seinen Anteil aufzustocken. United Internet übernehme von der MSP Holding GmbH rund 10,8 Millionen Freenet-Aktien und damit 8,43 Prozent der Stimmrechte, teilten das Montabaurer Unternehmen und die Drillisch AG (Profil) am Montag gemeinsam mit. Mit dem Verkaufserlös sollen Schulden der MSP reduziert werden.
Die Transaktion beruht den Angaben zufolge auf einer ergänzenden Vereinbarung von United Internet und Drillisch vom Montag. Beide Gesellschaften halten jeweils 50 Prozent an der MSP Holding, deren Freenet-Anteil sich nach Abschluss des Vorgangs auf rund 12,8 Millionen Aktien und damit 9,96 Prozent der Stimmrechte reduzieren soll. Die Drillisch AG hält bereits direkt 7,52 Prozent der Stimmrechte an Freenet. Wie es weiter hieß, ändert sich aufgrund der vertraglichen Stimmbindung zwischen United Internet und Drillisch der von beiden Unternehmen gehaltene Stimmrechtsanteil dadurch nicht und beträgt insgesamt weiterhin 25,91 Prozent.
@franke wenn ich richtig lese heisst es,
"Wie es weiter hieß, ändert sich aufgrund der vertraglichen Stimmbindung zwischen United Internet und Drillisch der von beiden Unternehmen gehaltene Stimmrechtsanteil dadurch nicht und beträgt insgesamt weiterhin 25,91 Prozent. "
weiter wurde mir von seitens drillisch´s zugesichert, das sich der anteil der drillisch zuzurechnen ist nicht verändert hat ... drillisch tut hier auch sehr wenig, dieses eindeutig klarzustellen wieviel aktien an freenet im eigenen besitz sind und wieviel schulden vorhanden sind! es wäre wenn msp nicht aufgelöst wird schön wenn drillisch sich dazu bewegen könnte klarzustellen wir haben x schulden direkt und halten x aktien direkt ...
wir haben bei msp 50% der gesellschaftsanteile und wir halten durch zusatzverträge abweichend zum gesellschaftskapital mehr oder weniger als 50% was x aktien an freenet und x euro schulden wären ...
naja, wie immer weiter warten
HAINZELL/KIEL Mit seinem alten Gartenschuppen hat Gert Schneider den Internetanbieter Freenet in die Knie gezwungen. Weil er mehrfach fehlerhafte Abrechnungen anmahnte und damit erfolglos blieb, kam ihm die Idee: Er verkauft dem Unternehmen etwas, was es nicht bestellt hat.
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Der 40-Jährige schickte der freenet Customer Care GmbH Ende des vergangenen Jahres eine Auftragsbestätigung über den Verkauf eines Holzschuppens für 40.000 Euro, Sommerreifen für 600 und Holz für 300 Euro. Obendrein stellte Schneider dem Kieler Unternehmen monatlich 50 Euro für Hausmeisterdienste in Rechnung. Damit hatte sich Schneider eigentlich nur Gehör für sein Anliegen verschaffen wollen. Die Geschichte: Der gebürtige Hünfelder wollte im September zum Internetanbieter freenet wechseln, nachdem er in sein Haus in Hainzell eingezogen war. Bei einem Vertriebspartner in Fulda unterschrieb er den Vertrag für Festnetzanschluss und Internet zum Pauschalpreis. Einige Tage später kam die Überraschung mit der Post: Laut Auftragsbestätigung hatte Schneider einen teureren Telefonanschluss, ein anderes Surfpaket und obendrein einen Handyvertrag gekauft. „Den haben sie mir draufgepackt, obwohl ich den gar nicht bestellt hatte“, sagt Schneider. Als selbständiger Immobilienmakler hat er bereits zwei Mobiltelefone.
Rechnungen und Mahnungen kamen zuhauf
Schneider reklamierte daher schriftlich und verlangte das günstigere Angebot, das er bestellt hatte. „Ich habe rund 70 Briefe, Mails und Faxe geschickt“, erklärt Schneider. In Antwortschreiben, die immer von anderen Sachbearbeitern kamen, seien stets falsche Bezüge hergestellt worden. Freenet ging auf Schneiders Hinweis aber auch nicht ein, verschickte stattdessen Rechnungen und Mahnungen und drohte schließlich mit einem Inkassoverfahren. Auch die freenet-Mitarbeiter an der telefonischen Service-Hotline hätten kein Gehör für Schneiders Anliegen gehabt. „In dem Laden muss es drunter und drüber gehen“, vermutet der 40-Jährige heute. Er sollte für etwas zahlen, was er nicht bestellt hat. „Normal ist das nicht“ ist zufällig der alte Werbeslogan von freenet. Im Dezember platzte Schneider dann der Kragen: „Was die können, kann ich auch“, sagte er sich und stellte im Gegenzug seinem Provider etwas in Rechnung, was der nicht bestellt hatte. Der Genervte verschickte eine Auftragsbestätigung über den Kauf eines 40.000 Euro teuren Holzschuppens samt Reifen und Holz. Weil der Anbieter innerhalb von vier Tagen Widerspruchsfrist nicht reagiert hat, schickte Schneider am fünften Tag die Rechnung über 40.900 Euro, eine Woche später eine Mahnung. „Ich habe das so genauso gemacht wie freenet“, sagt der frühere Disponent und Speditionsleiter. Dass diese Summe nicht gezahlt werden würde, war Schneider von Anfang an bewusst. „Ich wollte nur auf mich aufmerksam machen.“ Mit Erfolg: Kurz vor Weihnachten – ein Vierteljahr nach Schneiders erster Reklamation – reagierte freenet schließlich, wies den Schuppenkauf zurück und akzeptierte die Kündigung. „Ein Mitarbeiter rief mich an und klärte die Sache.“ Warum das Kieler Unternehmen so lange gezögert hat, Schneider zuzuhören, und ob der Fuldaer Vertriebspartner etwas vertauscht haben könnte, konnte nicht geklärt werden.
Bedauern für Herrn Riedel
Die Bitte um eine Stellungnahme gegenüber der Zeitung ließ der Vertriebspartner unbeantwortet. Freenet teilte mit: „Da die Bestellung in einem Shop getätigt wurde, unterliegt die Bestellung jedoch nicht dem Fernabsatzgesetz und somit besteht auch kein Widerrufsrecht, eine Stornierung war daher nicht möglich.“ Weil Schneider trotz falscher Bestellung Internet und Telefon nutzte, sei das Geschäft zustande gekommen. Ein nachträglicher Tarifwechsel sei technisch damals nicht möglich gewesen, „und wurde daher von uns abgelehnt“. Freenet betont, dass ausschließlich aus Kulanzgründen die Kündigung akzeptiert und die Rechnungsbeträge reduziert wurden. In dem letzten Brief an Gert Schneider im Februar teilt der Provider lediglich mit, dass „wir es außerordentlich bedauern, Ihnen solche Mühen bereitet zu haben und bitten (...) um Entschuldigung“. Offenbar hatte das Unternehmen noch immer nicht das Durcheinander bewältigt, bleibt aber seinem alten Werbespruch „Normal ist das nicht“ treu: Die Anrede im Brief an Schneider lautete „Sehr geehrter Herr Riedel“.
Von Norman Zellmer
Veröffentlicht am 06.03.2009 19:58 Uhr
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2009 14:17 Uhr
Sollte das so sein, könnte das nur steuerliche Gründe gehabt haben (Realisierung von Verlusten), und die selbse Anzahl an Freenet-Aktien hätte am Jahresanfang wieder - und billiger - über den Markt zurückgekauft werden können. Sonst fällt mir dazu keine Begründung ein.
Also teilen sich die in MSP gehaltenen Freenetanteile ebenso zu 50/50 auf. Werden dann Freenetanteile von MSP verkauft, reduziert sich der Anteil von Drillisch und von UI im selben Verhältnis. Also 10 Mio Teile weg, heisst Drillisch -5 Mio und UI -5 Mio Teile. Zufällig hat nicht Fa. XY gekauft sondern UI. Dies ändert aber nichts an der Sachlage. Daher gehe ich auch davon aus, das Drillisch nicht mehr 21 Mio Freenetaktien besitzt, sondern nurmehr 16 Mio Freenets. Daher rechne ich auch immer, dass auf eine Drillisch 0,3 Freenet entfallen (atm 1,11 €). Sollte ich mich irren und Insolvenzverwalter recht haben, dann wären das nach wie vor 0,43 Freenets oder 1,43 € pro Drillischaktie.
Herr Keil, bitte ans Telefon!
FRN: MK 400 Mio, EBITDA 400 Mios
UI: MK 1,2 Mrd, EBITDA 350 Mios
bin schon gespannt obs UI diese Woche schafft sich den Relationen anzupassen, mein Kursziel UI diese Woche 1,50:)
Das stärkt nicht, das es "nur" Abschreibungen sind wird nicht erwähnt ;)
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/...DAzOTYmbnI9MTU_3,00.html
Das stärkt nicht, das es "nur" Abschreibungen sind wird nicht erwähnt ;)
http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/...DAzOTYmbnI9MTU_3,00.html
mal gucken obs diesmal geht, ariva scheint probs zu haben
@ Juche:
Drillisch hat 2008 eben nicht 30 Mio. Gewinn vor Steuern gemacht, sondern 172 Mio. Verlust, der natürlich ausschließlich aus den Abschreibungen auf den gesunkenen Freenetkurs resultiert. D.h. in 2008 wurden 202 Mio. Firmenvermögen vernichtet, die jedoch, sollte Freenet wieder steigen, aufgrund einer Neubewertung der "strategischen Kapitalanlage" in FRN Aktien genauso wieder hinzugerechnet werden können. Letztendlich schlummert hier ein enormer Hebel sobald FRN steigt.
Operative Sicht: Ja, operativ hat DRI ein EBT von 30 Mio. D.h. wenn in 2009 keine Ab- bzw. Zuschreibungen vorgenommen werden und das Geschäft stabil bleibt werden auch wieder 30 Mio. EBT erreicht bzw. mehr durch Eteleon.
DRI-Bewertung: ca. 48 Mio. €
Wert FRN-Beteiligung: ca. 53 Mio. €
Finanzschulden Ende 2008: ca. 90 Mio. €
CashFlow in 2009: ca. 30 Mio. €
D.h. wenn man zum jetzigen Zeitpunkt den Wert der FRN-Aktien und den für 2009 erwateten Cashflow addiert sind die Finanzschulden von DRI vollständig gedeckt. Nicht beachtet habe ich den Cashbestand Ende 2008, ich vermute 8 - 12 Mio. €. Damit sind die Schulden durch die FRN Beteiligung spätestens Ende 2009 komplett gedeckt, ohne das FRN auch nur einen Cent steigt.
Fazit: Ich bekomme für 48 Mio. € eine Firma mit bald 2,5 Mio Kunden, 370 - 400 Mio. € Umsatz, einem EBT von mindestens 30 Mio. € und der Option auf den FRN-Turbo, der nach den vorgenommen Abschreibungen fast nur noch nach oben gehen kann (FRN Pleite schließe ich aus).
Ob das günstig ist muss jeder selbst entscheiden, ich halte es da wie Katjuscha und hoffe auf eine baldige Aufwertung des Aktienkurses.
Auch so, ganz langweiliger Markt.
Ach ne Meldung wie "freenet hat endlich einen Abnehmer für Ihren DSL-Bereich" wäre nen schönes Ding.
Und hier im Thread passiert heute auch so gut wie nichts ;)
Die Märkte steigen und Drillisch säuft mal wieder ab......0,89 Cent...da hat noch einer Spaß am verkaufen....
Kannste alles auf den letzten 70 Seiten lesen:)