US-Aktien nach Chapter-11-Pleiten


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Neuester Beitrag: 20.09.19 19:51
Eröffnet am: 18.01.07 11:00 von: Anti Lemmin. Anzahl Beiträge: 38
Neuester Beitrag: 20.09.19 19:51 von: union Leser gesamt: 21.042
Forum: Börse   Leser heute: 7
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingAktueller Chart zu CPNLQ aus dem Eingangsposting

 
  
    #26
1
08.08.08 22:49
der Chart existiert nicht, da CPNLQ ein "Delisting" wiederfuhr. D. h. die Aktien wurden als wertlos aus dem Depot ausgebucht.

Vor der Chapter-11-Pleite waren Calpine-Aktien unter dem Ticker CPN gelistet. Mit der Chapter-11-Pleite wurden die alten Aktien in CPNLQ umbenannt.

Heute notieren Calpine-Aktien wieder unter CPN, doch die Altaktionäre haben diese nicht erhalten, weil CPNLQ wertlos verfiel. Das ganze Gezocke aus dem Chart im Eingangsposting war also "heiße Luft".  
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingCalpine - ein Neuanfang ohne Altaktionäre

 
  
    #27
3
08.08.08 22:58
Im Januar 2008 ist Calpine wieder aus Chapter 11 "auferstanden". Die Aktie wird seitdem wieder unter dem alten Ticker CPN gehandelt (unten). Alt-Aktionäre haben davon aber rein gar nichts. Ihre "alten" CPN-Aktien wurden in CPNLQ "umgetauft" und irgendwann wertlos aus dem Depot ausgebucht (siehe letztes Posting). Die neuen CPN-Aktien haben sie nicht erhalten.

Neue Calpine-Aktien erhielten lediglich die ehemaligen Bond-Halter, deren Ansprüche in Pleiten vorrangig vor denen der Aktionäre sind.

Das Gezocke mit der Pleite-Aktie CPNLQ war daher "ein Spiel mit heißer Luft" - wovor ich ja im Eingangsposting bereits eindringlich gewarnt hatte.

Dass in USA neue Aktien nach Chapter-11-Pleiten fast immer unter dem alten Ticker gelistet werden, ist mMn eine gezielte Anleger-Verar...ung. Genau dies nämlich fördert das Gezocke mit mit den Pleiteaktien - und die Illusion, diese würden später in die neuen Aktien umgetauscht.  
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingLöschung

 
  
    #28
08.08.08 23:12

Moderation
Moderator: J.B.
Zeitpunkt: 09.08.08 00:07
Aktion: Löschung des Beitrages
Kommentar: Löschung auf Wunsch des Verfassers

 

 

62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingWas aus Delphi-Aktien wurde

 
  
    #29
4
31.01.09 22:56

Als Ergänzung zum Eingangsposting

 

Nach dem kurzen Anstieg Anfang 2007 (lila Kasten im Chart unten - entspricht dem Zeitpunkt, als ich zur Warnung diesen Thread aufgemacht hatte), verlor Delphi immer weiter an Wert und bildete den für Chapter-11-Aktien typischen L-Boden.

Ähnlich werden sich in Zukunft die Charts vieler Finanzaktien entwickeln, insbesondere wenn die Institute unter Staatsschutz gestellt werden.

 

 
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161 Postings, 4238 Tage Lady BlueWelche vier Finanzaktien werden das sein?

 
  
    #30
1
01.02.09 11:21
Guten Morgen Anti Leming,

Welche vier Finanzaktien werden das deiner Meinung sein?  

62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingLady Blue

 
  
    #31
1
31.05.09 09:21
Sorry für die späte Antwort. Die vier Finanzaktien sind:

AIG, Fannie Mae, Freddie Mac, Citigroup

Die ersten drei sind "Dauerzombies". Citi dürfte zerschlagen werden, Filetstücke werden verkauft, der Rest kommt in eine Müll-Bank.

Die Charts von AIG, FNM, FRE sehen sich sehr ähnlich. Alle haben "L-Böden". Die Erholungschance ist bei allen nahe Null. Alle drei sind zu groß, um unter Chapter-11 gestellt zu werden. Wenn z. B. die Anleihen von Fannie und Freddie durch Chapter 11 wertlos würden, würden die Chinesen - die 500 Mrd., ein Viertel ihrer Reserven, in FNM- und FRE-Anleihen haben - die Amis steinigen. Das ist auch juristisch schwierig, weil es für die Fannie-/Freddie Bonds schon seit langem Staatsgarantien gibt. USA könnte sich durch eine Pleite der beiden daher nicht aus der Verantwortung stehlen. Wenn mit einer Pleite nichts gewonnen wird, wird sie tunlichst unterlassen, zumal das bei FNM und FRE den schönen Schein wahrt (vielleicht hofft ja jemand, dass die in 10 Jahren wieder hochkommen).

Ist schon seltsam, dass FNM und FRE im Stresstest der US-Banken gar nicht erst mitgetestet wurden. Die haben zusammen 5000 Milliarden an Hypotheken vergeben (das ist die Hälfte des US-BIP) und negatives Eigenkapital. Alle paar Monate muss USA einen zweistelligen Milliardenbetrag nachschießen, weil die steigenden Zwangsversteigerungen zu Unterdeckungen führen. In diesem Zombie-Zustand können FNM und FRE noch jahrelang auf den Taschen der US-Steuerzahler liegen.

AIG hingegen ist eine Art Mülleimer, in dem US-Banken ihre fehlgelaufenen Derivate-Spekulationen versenken - ebenfalls auf Kosten des Steuerzahlers.

Ungeachtet dessen werden auch noch viele andere US-Banken, auch solche, die laut Stress-Test gesund scheinen, über den Jordan gehen bzw. in der Verstaatlchung enden:

http://www.ariva.de/..._Baeren_Thread_t283343?pnr=5909000#jump5909000




AIG-Chart (typischer "L-Boden"):  
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119 Postings, 4052 Tage PartisanWer tradet denn ernsthaft noch AIG oder City....?

 
  
    #32
1
31.05.09 10:50
I can't believe it....  

62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingAIG zehn Jahre später

 
  
    #33
1
22.07.19 07:13
Die "L-Boden"-Prognose aus 2009 (in Posting # 31) war auf den Punkt:
 
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingFannie Mae zehn Jahre später

 
  
    #34
1
22.07.19 07:14
 
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingCitigroup zehn Jahre später

 
  
    #35
1
22.07.19 07:16
 
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingFreddie Mac zehn Jahre später

 
  
    #36
1
22.07.19 07:27
Ich sollte noch anmerken, dass die beiden vormals halbstaatlichen US-Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac (denen Trumps Vater übrigens seinen Reichtum verdankte, den er an Sohn Donald vererbte) offiziell nie pleite gegangen sind, sie wurden "nur" unter Staatsschutz gestellt.

Daher greift die Chapter-11-Problematik bei Fannie und Freddie nicht. Das ändert freilich wenig am faktischen Totalverlust für Halter aus 2007.

Ähnlich erging es (reversed split bereinigt) den Aktionären der Deutschen Bank und der Commerzbank. Bei diesen beiden deutschen Banken kommt allerdings hinzu, dass deren Aktien inzwischen weniger wert sind, als die Aktionären in den letzten 10 Jahren in Gestalt von Kapitalerhöhungen (KE) nachgeschossen hatten.

Das bedeutet: Im Gegensatz zu den vier amerikanischen "de-facto-Pleiteaktien" Fannie, Freddie, AIG und Citigroup erlitten die Aktionäre von Deuba und Coba somit MEHR als einen Totalverlust. Denn sie zahlten in Gestalt der KEs sogar noch etwas obendrauf, so dass sich das ursprüngliche "Investment" in einen Negativsaldo umkehrte!
 
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62882 Postings, 5901 Tage Anti LemmingKorrektur

 
  
    #37
22.07.19 07:29
"reverse split" bereingt  

1022921 Postings, 3796 Tage unionWMI war (ist) in Chapter11

 
  
    #38
20.09.19 19:51
Die Aktionäre haben überlebt (Gott sei Dank) und haben zusätzlich Escrows bekommen, die für etwaige Werte im Wasserfall und außerhalb des Wasserfalles da sind.

Die Frage aller Fragen ist: Kommen nach dem Ende des Wasserfalles noch Milliarden zurück... bin gerade auf der Suche nach dem Chapter11-Fall von GM... da soll es so gewesen sein... aber ohne Aktionäre.


LG
union  

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