Ruhe um die "kapitalgedeckte" Rente


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Neuester Beitrag: 10.02.09 17:03
Eröffnet am: 10.02.09 10:30 von: Hepha Anzahl Beiträge: 18
Neuester Beitrag: 10.02.09 17:03 von: Hepha Leser gesamt: 2.196
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2028 Postings, 5146 Tage HephaRuhe um die "kapitalgedeckte" Rente

 
  
    #1
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10.02.09 10:30
Es ist ruhig geworden um die 'kaptalgedeckte' Rente. Jahrzehnte hat man den Menschen eingetrichtert, die umlagefinanzierte Rentenversicherung sei total veraltet und ihnen nahegelegt, sie mögen sie durch andere Formen ersetzen - vorsichtigere Ratgeber trauten der Geschichte nie ganz und sprachen von einer Lukrativität der kapitalgedeckten Rente als Zusatzversicherung bzw. Zusatzmaßnahme.

Nun denn: Aus heutiger Sicht erscheint es eher so, als hätte man die Leute dazu überlistet, mit staatlichen Anreizen, ihr Geld in das marode Finanzsystem zu stecken, um den 'Untergang' etwas hinauszuzögern. Wo stehen heute z.B. Aktien? Auf dem Stand von vor 10, viele sogar auf dem Stand von vor 20 Jahren! Wo stehen die Riesterrenten auf Fonds-Basis? - Sie haben ihren Wert um rund 25% verloren - sind seit ihrer Einführung trotz der Zulagen deutlich in den Miesen. Diese Zulagen sind ganz kurios aufgebaut - anscheinend werden Familien mit Kindern belohnt - was bei genauerem Betrachten gar nicht der Fall ist, da der Ledige (im Vergleich) zum Familienvater  über eine höhere Steuerersparnis seiner Riesterbeiträge (die Zuschüsse für Frau und Kind  werden da eigenartiger Weise gegengerechnet) fast einen Ausgleich erzielen kann, was selten thematisiert wurde.

Da die Anbieter verpflichtet sind, für die Ausschüttung des Eingezahlten zu garantieren, werden jetzt schon bei vielen die Fondsanteile auf 'festverzinsliche' umgestellt - welcher 'normale Anleger' verkauft seine Aktienbestände  bei Tiefstkursen? Das heißt nichts anderes, dass die so belaberten Menschen am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ausschüttung erhalten, die in der Tat kaum mehr bringt, als das was sie eingezahlt haben - und das erst bei Renteneintrittsalter. Die Bankvertreter verweisen stolz darauf, dass das ja auch für die staatlichen Zulagen gelte, sich die Rente also trotz allem 'lohnen' würde - da sollte man also dankbar sein, dass die in all den Jahren im Grunde nichts verdient, wenn überhaupt alles in den eigenen Säckel gestopft haben.

So eine Rente sollte man nicht  abschließen!  

17924 Postings, 5065 Tage BRAD P007Leute: Kauft Euch einen Bauernhof und werdet

 
  
    #2
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10.02.09 10:34
für die nächsten 5-6 Jahre erst mal Selbstversorger,

danach lässt sich mit der Weltwirtschaft wieder vernünftig reden  

16758 Postings, 7285 Tage ThomastradamusWer bekommt momentan Rente aus

 
  
    #3
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10.02.09 10:36
Riesterverträgen? Du, Hepha?

Gruß,
T.

2028 Postings, 5146 Tage HephaEin Riester-Ei ist nicht billig zu haben

 
  
    #4
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10.02.09 10:40
Hehe.
Meine 7500 sind noch 5000 wert und die Fondsteile dauerhaft in "festverzinsliche" umgeschichtet, das angeblich zur Sicherstellung zu Rentenbeginn die versprochene Mindestausschüttung von dem tatsächlich einegzahlten zu gewährleisten.

Da kannst Du mal einen drauf lassen, dass wenn die geburtenstarken Jahrgänge  ins Rentenalter kommen, das schon passend gemacht wird. ...  

1092 Postings, 4555 Tage tommmmWer kann eine gute Riesterrente empfehlen?

 
  
    #5
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10.02.09 10:40

35553 Postings, 4813 Tage DacapoRentner werden alle in Armut fallen....

 
  
    #6
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10.02.09 10:41
Die Staatsbediensteten werden mit ihren Renten ab 2020 fast 50% des Staatshaushaltes ausmachen. Kann sich wohl jeder vorstellen, daß die Wähler so etwas nicht mitmachen werden, es sei denn, sie wählen ausgerechnet diese Rentenempfänger.
Bundes tags oder Landtagsabgeornete erwerben in ihrer Zeit Rentenrechte, die ein Privatmann sich bei einer Versicherung nur für mehrere Millionen (!) Euro kaufen könnte. Die wehren sichnatürlich nicht dagegeben.
Krankenkassen und Privatversicherungen steigen jedes Jahr im Schnitt 5% und die Renten werden allenfalls um 1-2% angehoben, da kann sich jeder ausrechnen, wenn er Sozialfall wird, also irgendwo im Heim landete und allenfalls ein Taschengeld bekommt, weil die Rente kompl. für die Kosten draufgeht, den Rest zahlt die Solidaritätsgemeinschaft zu.
Wir müssen zunächst mal unsere Standarts runterschrauben, um die Kostenseite in den Griff zu bekommen. Vom reichen Industrieexportstaat zur Dienstleistungsgesellschaft heißt die Devise. Ich war letztes Jah in Amiland und auf einem großen Parkplatz war ein 75 jähriger, der die Einkaufswagen zusammenschob und sauber machte, weil er keine Rente hatte. Krank werden durfte er auch nicht, weil natürlich auch die KV nicht bezahlt werden kann.

5742 Postings, 8193 Tage elgrecoUm sich vom der Scholle ernaehren zu koennen

 
  
    #7
10.02.09 10:41
braucht man Verstand und Kenntnisse. Die Erde alleine hilft nicht!

Unterschaetzt mal nicht das Koennen und Wissen der Landwirte. Da sehe ich eine grosse Hungerwelle bei den Boardmitgliedern!  

16758 Postings, 7285 Tage ThomastradamusWenn ich dies hier lese, scheint mir genau

 
  
    #8
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10.02.09 10:43
das der wesentliche Unterschied zur gesetzlichen Rente zu sein:

"Das heißt nichts anderes, dass die so belaberten Menschen am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ausschüttung erhalten, die in der Tat kaum mehr bringt, als das was sie eingezahlt haben - und das erst bei Renteneintrittsalter."

"Kaum mehr" ist irgendwie besser als weniger, oder?

Gruß,
T.

15373 Postings, 4790 Tage king charlesschlauer Bauer

 
  
    #9
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10.02.09 10:46

1092 Postings, 4555 Tage tommmmWer kann eine gute Riesterrente empfehlen

 
  
    #10
10.02.09 10:47
?????

nachrechnen kann ich dann selber  

2028 Postings, 5146 Tage HephaKaum mehr ist mehr als weniger ?

 
  
    #11
10.02.09 10:52
Wenn sie so weiterwirtschaften sind die bis dahin pleite - mein kaum mehr ist schon sehr optimisitisch ausgedrückt :D

Wenn Du noch etwas schärfer drüber nachdenkst, kommst Du auf den alten Strumpf Deiner Großmutter.  

15373 Postings, 4790 Tage king charlesRiesterrente

 
  
    #12
10.02.09 10:52

11942 Postings, 5293 Tage rightwing@hepha

 
  
    #13
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10.02.09 11:19
... ganz so einfach ist die sache nicht. zum einen ist nicht alles riester oder lehman brothers, zum anderen unterschlägst du bei deinen betrachtungen, dass man z.b. mit einer klv einen definitiven, justiziablen vertrag mit einer garantiesumme und kapitalsicherung abgeschlossen hat - im falle der staatlichen rente gibt es aber keinen statischen vertrag, denn die konditionen unterliegen einer stetigen anpassung an die realitäten ... so wird z.b. eben mal beschlossen, dass die renten in ein verhältnis mit der aktuell arbeitenden bevölkerung gesetzt werden, das rentenalter verlängert wird oder die jährliche infaltionsanpassung ausgesetzt wird. dass das bei der staatlichen sicher nicht anders zu handhaben ist, ist klar ... aber was interessieren denn die staatlichen fehler und das zweckfremde ausplündern der kassen in den 70er/80ern jemanden, der in den sein leben lang brav seine beiträge entrichtet hat und nun darauf angewiesen ist? ich denke, man sollte nie nur auf ein pferd setzen.  

2028 Postings, 5146 Tage Hepha@rightwing

 
  
    #14
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10.02.09 11:45
Ich sehe die Sache allerdings etwas einfacher! Mit der staatlichen Rente werden Leute versorgt, die nie Beiträge dafür entrichtet haben - u.a. ein nicht kleiner Teil eines früheren kompletten Staates. Diese Versicherung leistet Unglaubliches und bietet nach wie vor eine geringe Verzinsung für die Beitragszahler.

Im anderen Fall ist es bisher eine riesige Kapitalvernichtung und war auf jeden Fall eine Stütze für die Finanzmärkte, die es im Nachhinein, wie deutlich wurde nicht wert waren. Ich habe schon ein komplettes Haus in den 90'ern am Neuen Markt verballert - unglaubliche Summen werden an den Märkten vernichtet und es ist einfach nicht korrekt, das ständig schönzureden. Das hat auch nicht mit pesönlichem Anlageversagen zu tun - das hat ja fast jeden getroffen.

Was passiert denn, wenn die starken Jahrgänge bedient werden müssen? Haben sie mit Verzinsungen zu rechnen, die einigermaßen anständig sind. Es sieht danach nicht aus!

Und wieso soll jemand eine freiwillige Versicherung abschließen, wenn er später nicht mehr bekommt als aus Großmutters Strumpf? Nur weil er dadurch Versicherungs und Bankangestellte Erwerbslohn verschaffen kann?

Wieso werden die Aktienfondsanteile bei diesem Stand in festverzinsliche umgewandelt, wenn damit gerechnet werden soll, dass die Märkte sich mittelfristig und langfristig wieder beruhigen??

Solche Fragen sind doch berechtigt - und diese Antworten (spezielles Programm zur Sicherung der Ausschüttung zu Rentenbeginn in Einsatzhöhe) bekam ich vom Banker.

für die 7500, die ich da reinbutterte wäre ich mal lieber mit der Familie in Urlaub gefahren. Wenn Du daran denkst, dass die anderen ja sicher nicht dem Hungertod überlassen werden, die nicht zusätzlich vorsorgen, und für den Fall, dass es ihnen nicht reicht staatliche Unterstützungen erhalten - dann wird die Entscheidung doch sicher noch leichter.  

16758 Postings, 7285 Tage ThomastradamusStimmt genau

 
  
    #15
10.02.09 16:10
"Mit der staatlichen Rente werden Leute versorgt, die nie Beiträge dafür entrichtet haben".

Für die ist es DIE Rendite schlechthin - für alle anderen ein "Minusgeschäft". Wüsste nicht, was daran jetzt besser sein soll.

Gruß,
T.

11942 Postings, 5293 Tage rightwing@hepha (2)

 
  
    #16
10.02.09 17:00
... also so blöd warst du doch nicht, dass du deine altersvorsorge auf intershop-optionen aufbauen wolltest, oder? ehrlich gesagt, verstehe ich deine intention auch nicht ganz ... bei den argumenten, die du

abgesehen davon, dass z.b. die allianz schon einmal bewiesen hat, dass sie stabiler ist als das ganze land, denke ich, dass es immer gute private modelle gab und gibt ... und wenn es "nur" eine eigene selbstbewohnte immobilie ist. letztendlich ist es ja gut, dass es eine öffentliche rente gibt, denn sie schafft eine gewisse grundsicherheit ... aber für alle extras, die man sich später leisten will, sollte man etwas zusätzlich tun - nach den derzeitigen rechnungen bieten dir viele versicherungen lebenslang eine 5%-rente aus deinem kapital, d.h. mit 100000 eu bekommst du lebenslang 500 eu im monat. wenn du also wie ich seit meinem 27tem eine klv-strategie fährts um mit 60 so um die 300000 eu verrenten zu können (muss man nicht, kann man), bist du mit dem beiträgen nicht zu hoch und geniesst vollen kapitaldeckungsschutz - idealerweise schliesst du kleine tranchen bei mehreren versicherungen und baust (braucht man sowieso) ein bu-versicherung mit ein. das mit intershop (soviel sei zugegeben) habe ich leider auch gemacht ... seither streue ich soweit es geht.  

11942 Postings, 5293 Tage rightwingsorry ...

 
  
    #17
10.02.09 17:01
da hat es etwas abgeschippelt

bei den argumenten, die du da anführst, untermauerst du nicht unbedingt die solidität der staatlichen rente  

2028 Postings, 5146 Tage Hepha@Thomastradamus

 
  
    #18
10.02.09 17:03
Eine freiwillige Rente, die nicht mehr als Omas Strumpf abwirft, ist lächerlich. Das ist eine bescheidene Garantie, die da gegeben wird :)  

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