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Längeres Arbeitslosengeld für Ältere beschlossen


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Neuester Beitrag: 13.11.07 11:19
Eröffnet am: 13.11.07 07:40 von: unruhestand Anzahl Beiträge: 17
Neuester Beitrag: 13.11.07 11:19 von: Cragganmore Leser gesamt: 2.592
Forum: Talk   Leser heute: 2
Bewertet mit:
4


 

10373 Postings, 4556 Tage unruhestandLängeres Arbeitslosengeld für Ältere beschlossen

 
  
    #1
4
13.11.07 07:40
ALG I wird für Ältere länger gezahlt

Struck und Beck erläutern die Ergebnisse des Koalitionstreffens (Foto: dpa)  
Union und SPD haben sich auf eine längere Zahlung des Arbeitslosengeldes I für Ältere verständigt. Dies teilten Vertreter beider Seiten nach mehr als sechsstündigen Verhandlungen der Koalitionsspitzen am frühen Dienstagmorgen in Berlin mit.

24 Monate - ab 58 Jahren
Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte, die längere Zahldauer solle wie von der Union verlangt kostenneutral umgesetzt werden. Konkret geplant ist demnach ab einem Alter von 50 Jahren eine Bezugsdauer von höchstens 15 Monaten, ab 55 Jahren von 18 Monaten und ab 58 Jahren von 24 Monaten. SPD-Chef Kurt Beck bezeichnete diese Einigung als "großen Erfolg". Die SPD hatte ursprünglich die 24-monatige Zahldauer bereits ab 50 Jahren gefordert.
Gesamter Artikel:http://onnachrichten.t-online.de/c/13/38/33/16/13383316.html
Quelle:onnachrichten.t-online.de  

6198 Postings, 5968 Tage Palmengeles geht voran für die Arivianer

 
  
    #2
4
13.11.07 07:41
.................................................................­.

......Palme......
Smilies  

Clubmitglied, 7930 Postings, 6936 Tage maxperformanceAbeitslosigkeit verlängert

 
  
    #3
1
13.11.07 08:50

  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,516982,00.html EINIGUNG BEI ARBEITSLOSENGELD Beitrag sinkt auf 3,3 Prozent - länger Geld für Ältere

SPD-Chef Kurt Beck

... (automatisch gekürzt) ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,516982,00.html
Moderation
Moderator: CF
Zeitpunkt: 13.11.07 09:28
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar: Urheberrechtsverletzung, bitte nur zitieren

 

 

1339 Postings, 7349 Tage EddieBeck ist ein dummer Schwätzer

 
  
    #4
4
13.11.07 09:01
"Beck kündigte zudem an, aus dem Haushalt der Bundesagentur werde eine Milliarde Euro für zusätzliche Vermittlungsanstrengungen von Langzeitarbeitslosen eingesetzt"

Wieso soll die BA 1 Milliarde locker machen? Ich dachte das Geld der BA gehört des Verischerten. Ist also für ALG I. Wenn Beck was für Langzeitarbeitslose tun will - was an sich ja sehr löblich ist - dann soll er das gefälligt aus Steuermitteln finanzieren.  

10545 Postings, 4591 Tage blindesHuhnEben.

 
  
    #5
1
13.11.07 09:03
Haare schneiden und Rasieren aus Steuermitteln.
Kann doch nicht die Welt kosten......



...where incompetence meets confusion....
 

12915 Postings, 5401 Tage Woodstoreaber um welchen Preis?

 
  
    #6
13.11.07 09:06
die Berechtigungszeit, sprich die Zeit die gearbeitet werden muss,
um überhaupt ALG I fähig zu werden beträgt dann 24 Monate!


Woodstore
-----------------------------------
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.

Deine Stimme zählt....
http://www.ariva.de/Eure_Stimme_Zaehlt_t308562  

5256 Postings, 5060 Tage CragganmoreFalsch.

 
  
    #7
1
13.11.07 09:06
Mittel der Bundesagentur sind nicht grundsätzlich zweckgebunden und gehören schon gar nicht den Versicherten. Und gerade zusätzliche Vermittlungsanstrengungen sind ureigene Zwecke der Bundesagentur, insofern ist Beck also keineswegs ein dummer Schwätzer, was jetzt keine Generalabsolution darstellt.

 

13451 Postings, 7020 Tage daxbunnytrotzdem läuft das System immer noch verquert

 
  
    #8
1
13.11.07 09:10
Meiner Meinung nach wäre es sinnvoller das AL 1 und AL 2 nach den Einzahljahren zu bemessen! Die Auszahlhöhe wäre ja schon geregelt (nach dem Einkommen), jedoch die Dauer ist meines Erachtens auch nicht fair! Wenn jemand lückenlos einbezahlt hat, soll er auch länger oder auch höhere Ansprüche geltend machen können!


Gruß DB  

1339 Postings, 7349 Tage EddieCragganmore

 
  
    #9
13.11.07 09:31
Beck und Cragganmore sind beide dumme Schwätzer.

Natürlich sind die BA Gelder zweckgebunden zu verwenden. Und gehören tun die Gelder auch den Versicherter. Wem sollten sie denn sonst gehören? Dem Finanzminister etwa? Dann wäre die ALV ja eine verfassungswidrige Sondersteuer für Arbeitnehmer.

Daß "Vermittlungsanstrengungen" zu den Aufgaben der BA gehören, hat niemand bestritten. Aber es gilt: Wer bestellt, muß auch bezahlen! Wenn der Finanzminster seine ALG II Kunden wieder in Arbeit bringen will, dann muß/soll er auch die Finanzmittel zur Verfügung stellen.





 

12915 Postings, 5401 Tage Woodstore@daxbunny

 
  
    #10
1
13.11.07 09:37
mach doch mal ne überschlägige rechnung!! Wíe lange
du mit deinen eingezahlten (noch) 4,3 % monatlich
63 % ausgezahlt bekommen kannst!

Beispiel inkl, Arbeitgeberanteil bei 2000,- Bruttolohn  
(die Höhe ist ansich egal)

10 Jahre entspricht 120 Montaten
84,00 Gesamt AV-Beitrag x 120 Monate = 10080,- Euro eingezahlter AV-Beitrag

2000,- entsprechen rund 1300 Netto
Unverheiratet bekommt (ich glaube) 63 % des Ø-Nettobezugs der letzte
13 Monate  --> ^ 819,- Euro

10080,- Euro
----------
819,- Euro

entspricht :12,3 Monate Auszahlung dann ist der eingezahlte
Beitrag aufgebraucht!



Woodstore
-----------------------------------
Großes fällt in sich selbst zusammen: Diese Beschränkung des Wachstums hat der göttliche Wille dem Erfolg aufgelegt.

Deine Stimme zählt....
http://www.ariva.de/Eure_Stimme_Zaehlt_t308562  

12175 Postings, 6800 Tage Karlchen_IILängeres Geld?

 
  
    #11
1
13.11.07 09:39
Wenn man zieht: Wird dann aus einem 50-Euro-Schein vielleicht ein 60er?  

129861 Postings, 5871 Tage kiiwiiKurt Beck und die SPD: Über den Tisch gezogen

 
  
    #12
13.11.07 09:44
...tja, dumm gelaufen...


.URL: http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/deutschland/artikel/856/142543/
Datum und Zeit: 13.11.2007 - 09:36

13.11.2007    06:09 Uhr
Koalitionsausschuss


Über den Tisch gezogen


Die SPD von Kurt Beck musste vergangene Nacht mächtig Federn lassen. Die Ergebnisse als Erfolg für den Parteichef zu deuten, kostet einige Mühe.
Ein Kommentar von Thorsten Denkler


Kurt Beck: Der SPD-Vorsitzende konnte sich beim Koalitionsgipfel in Berlin nicht durchsetzen.


Es hätte ein großer Abend für Kurt Beck werden können, ein Abend an dem er endlich der Welt hätte zeigen können, was für ein großer Vorsitzender er ist. Wäre alles glatt gegangen, Deutschland hätte den Postmindestlohn, ein ordentlich verlängertes Arbeitslosengeld I und eine Bahn- privatisierung.


Nun, aus dem Abend wurde eine ganze Nacht. Es ging auf drei Uhr zu, als sich die Koalitionäre mit rot geränderten Augen vor dem Eingang zum Bundeskanzleramt der Presse stellten. Weit über sechs Stunden wurde verhandelt. Immer aber wenn es lang dauert, dann muss das nichts Gutes bedeuten.


Die aus SPD-Sicht schlechten Nachrichten hatten Unionsfraktionschef Volker Kauder und CSU-Chef Erwin Huber die Ehre zu verkünden: Einen Postmindestlohn wird es vorerst nicht geben. Beck sagt, die anderen hätten überzogene neue Forderungen gestellt. Die hätten ihn ganz "perplex" gemacht. Da haben man "natürlich" nicht mitmachen können. Kauder sagte, es sei lediglich um den Begriff "überwiegend" gegangen. Nur wer "überwiegend" Briefe austrage, solle in den Genuss des Postmindestlohns kommen. Die SPD habe das abgelehnt.


Das Arbeitslosengeld I wird zwar für Ältere verlängert, aber erst ab 50 und nicht schon ab 45 Jahren, wie von Beck gewollt. Und: Die Arbeitslosen müssen dann angebotene Arbeit annehmen. Ein ähnliches Konzept hatte Becks Rivale in dieser Sache, Arbeitsminister Franz Müntefering, seinem Parteivorsitzenden noch als Friedensangebot unterbreitet. Beck hat es barsch zurückgewiesen.


Die Bahnprivatisierung hätten die Großkoalitionäre von Union und SPD dann eigentlich auch noch schnell beerdigen können. Das wäre ehrlicher gewesen. Jetzt muss schon als Erfolg herhalten, dass Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee beauftragt worden ist, die verschiedenen Konzepte zu prüfen. Dabei ist klar: Die SPD kann nach ihrem Parteitag nur zustimmen, wenn Volksaktien drin sind. Die CDU dagegen würde vieles mitmachen, nur eben die Volksaktien nicht.


Einziger echter Erfolg des Abends: Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung wird von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt. Das aber war eher eine Kernforderung der Christdemokraten. In der SPD dagegen hätten viele das überschüssige Geld lieber in die Arbeitsmarktpolitik gesteckt, statt die Beiträge zu senken.


Beck wollte die SPD auf Linkskurs bringen. Jetzt ist er doch wieder in der Mitte gelandet.


In der Partei wird dieses Ergebnis schwer zu vermitteln sein. Der Pfälzer Beck hat sich in Berlin auf ganzer Linie nicht durchgesetzt. Andere würden sagen, er hat die Hoffnungen der Delegierten enttäuscht, die ihn in Hamburg zu über 95 Prozent gewählt haben.

(sueddeutsche.de/cmat)


MfG
kiiwiipedia

ariva.de  

Clubmitglied, 7930 Postings, 6936 Tage maxperformanceDie Arbeitslosenversicherung ist

 
  
    #13
1
13.11.07 09:49
eine verfassungsrechtlich zweifelhafte Kastensteuer.

Die Kaste der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen soll
sich gegen Arbeitlosigkeit versichern und nebenbei durch Steuern
der Kaste der Beamten eine Arbeitsplatzgarantie finanzieren, weswegen
diese Kaste von den Arbeitslosenversicherungsbeiträgen befreit wurde....
Bei der Altersversorgung sieht es übrigens genauso aus.

Daher weg mit der gestzlichen ALO-Versicherung. Man verteuert damit den Faktor Arbeit unnötig und schafft damit einen Großteil des Problems
Arbeitlosigkeit. Diese Aufgabe die von der gesamten Gesellschaft bewältigt werden und das geht am gerechtesten aus Steurmitteln.


gruß Maxp.  

489 Postings, 6720 Tage roschVielleicht irrt sich ja die Physikerin und Anhang

 
  
    #14
13.11.07 09:50
beim Mindestlohn. Ökonomen sind sich da nicht so sicher.
Folgender Artikel ist schon interessant.
http://www.handelsblatt.com/News/...ault.aspx/mythos-mindestlohn.html
 

13451 Postings, 7020 Tage daxbunny#10, genau das meine ich ja! Wie ist denn die

 
  
    #15
13.11.07 09:51
Rechnung bei denjenigen, die selten etwas einbezahlen und trotzdem AL 1 oder eher AL 2 beziehen?? Mir geht es hier um die ehrlichen Steuerzahler und nicht um die Soz-schmarotzer! Deshalb schreibe ich ja, dass das System immer noch hinkt und die Verteilung ungerecht ist. Ich hoffe, hier fühlen sich nun nicht zu viele auf den Schlips getreten! Ich wäre für eine bessere Aufteilung wie bei dem System der Autoversicherung: einbezahlt und keinen Unfall => höhere Leistung der Versicherung etc..... usw.


Gruß DB  

129861 Postings, 5871 Tage kiiwiiWer ALLES regeln will, regelt NICHTS.

 
  
    #16
1
13.11.07 09:57
...nur wer "überwiegend Briefe austrägt", sollte in den 'Genuß' des Mindestlohns kommen...


Ich geh jetzt mal überwiegend Kaffee trinken...



MfG
kiiwiipedia

ariva.de  

5256 Postings, 5060 Tage CragganmoreIst aber auch interessant, wie die Debatte

 
  
    #17
1
13.11.07 11:19
bzw. das Ergebnis der Debatte um den Mindestlohn jetzt als "Federn lassen" der SPD dargestellt wird. Die Forderung oder vielmehr das Versprechen eines Mindestlohns im Zustelldienst kommt doch von unser aller Angela - die sich in dieser Runde also trotz Richtlinienkompetenz wieder einmal nicht durchsetzen konnte.

@ Eddie: In diesem Forum sind jede Menge Halbwissende unterwegs, ist ja auch nicht schlimm. Einer weiß dies, der andere das. Komplette Unwissenheit gepaart mit unflätiger Arroganz ist aber auch hier selten. Gratuliere zu einem gewissen Alleinstellungsmerkmal.

 

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