Frage zu Open End "Knock-Out-Zertifikaten"


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Neuester Beitrag: 25.04.21 10:41
Eröffnet am:22.04.08 14:13von: AktienneulingAnzahl Beiträge:13
Neuester Beitrag:25.04.21 10:41von: MariazufxaLeser gesamt:13.560
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400 Postings, 6669 Tage AktienneulingFrage zu Open End "Knock-Out-Zertifikaten"

 
  
    #1
2
22.04.08 14:13
Ich möchte hier mal die folgende Frage als eigenständigen Thread reinstellen.
Ich hoffe, dass dies mehr Fachleuten die Möglichkeit eröffnet sich positiv und rege mit Antworten zu beteiligen.


Frage zum knock out

bei den "open end zertifikaten" wird der "strike" ja regelmääsig erhöht.....was ja auf kosten des Gewinns bei gehaltenen Knock outs geht.
Kann mir jemand sagen, in welchen abständen, und in welchem verhältnis der Strike erhöht wird? Geschieht das beliebig, oder gibts da nchvollziehbare Regeln?

Denn wenn der Wert den ich Calle nur wenig steigt, macht sich die Strikeerhöhung schön bemerkbar...

Ist vielleicht eine dumme Frage, aber hab mich mit Zertifikaten, knockouts, noch nicht beschäftigt gehabt.

Danke für mögliche Erklärungen



... im Übrigen vermute ich dass, es sich hier im Speziellen um folgendes KO-Zerti handelt:
Long Mini Zertifikat auf ARQUES INDUSTRIES AG
WKN: TB1JBL ISIN: DE000TB1JBL9

Vielen Dank schon im Voraus für hilfreiche Antworten!

Aktienneuling

400 Postings, 6669 Tage AktienneulingHoch damit ...

 
  
    #2
22.04.08 14:36
... es muss hier doch auch "Arivianer" mit Fachwissen geben!?

Bis jetzt schon 38 mal gelesen und noch kein Kommentar ...  

2232 Postings, 6546 Tage TraderonTourDas hat schon eine Formel

 
  
    #3
2
22.04.08 14:40
wie das berechnet wird, das wäre jetzt aber zu kompliziert diese hier darzulegen und die wenigsten würden es verstehen. Du musst einfach mal auf die Seite des Emmitenten gehen und dann schaun, wie sich die KO-Punkte und die Basise verändern (meist unter "Historie" o.ä.). Im Übrigen gibt das der Emmitent im Regelfall auch an. Viel Erfolg.

400 Postings, 6669 Tage AktienneulingDie Formel hab ich auch gesehen ...

 
  
    #4
22.04.08 14:47
als ich mir den Prospekt durchgelesen habe. Genau dieses Problem ist es halt - es in verständliche Worte zu fassen.
Außerdem scheint's da noch Unterschiede zu geben wann diese Anpassungen erfolgen.

573 Postings, 6174 Tage dagobertstalerErstmal

 
  
    #5
1
22.04.08 14:54
sind die Emis da relativ frei. weiterhin gibt es verschieden "Spezwialitäten von wave xxl" bis hin zur rollings... Am besten z.B. mal auf der HP des xmarket teams nachlesen ...  

2302 Postings, 7474 Tage grazerEs wird halt so sein

 
  
    #6
1
22.04.08 14:55
wie fast immer im Leben....der "kleine" Investor, muss sich mit dem ihm dargelegten Fakten zufrieden geben....und sie als gegeben betrachten.
Ob fair oder nicht.....die Banken, werden immer ihr geschäft machen...
Ist wie bei den Fonds...wer weiss da schon, wie viel Gewinn wirklich genacht wird, und was an den Kunden weitergegeben wird?!
Natürrlich gibts es "Kontrollorgane"...aber die Subrimekrise hat gezeigt wie super die funktionieren.

Wegen gebühren und so....mir ist es pfurzegal, wenn sich die Bank 10 oder 20% des wahren Gewinns krallt, WENN es Gewinn gibt....
Doch das ärgerliche ist, dass sie auch dann fett abschöpfen, wenn der Fond zum Beispiel immer weniger wert wird!....Das ist das Schlimme.

Um wieder zum Zertifikat zu kommen....wenn ich damit 100% Gewinn mache, intressierts mich überhaupt nicht, wie viel der Emmitent auf Grund der Strikeanhebung mitschneidet..zum aus der haut fahren ists aber, wenn der Call sich mässigst entwickelt, und der Strike "trotzdem" in einer Tour angehoben wird...

Lange Rede kurzer Sinn... "Friss oder stirb".....

400 Postings, 6669 Tage Aktienneuling"Margen" der Emmitenten ...

 
  
    #7
22.04.08 15:14
... sollten bei Zertis eigentlich recht überschaubar, durch Spreads und Handelsvolumen sein. Doch sobald es an Spezialitäten geht wird leider nur "Bankendeutsch" gesprochen, was kaum ein Privatanleger versteht. Der muss sich mit den Info's auf den Internetseiten der "Finanzdienstleister" abfinden ... wenn er näheres wissen will ... Pech gehabt, oder wie grazer sagt: Friss oder stirb ... bzw. Investiere, wenn Dir die Info's reichen ansonsten musst Du halt auf ein anderes Produkt ausweichen ... und wieder können nur Insider verdienen.

Es kann doch nicht sein, dass es hier KEINEN gibt, der die Berechnungsmethoden mal in ein verständliches Deutsch übersetzen kann.

3 Postings, 8982 Tage fpKO

 
  
    #8
3
22.04.08 15:19
Da Mini-Future-Zertifikate eine theoretisch unbegrenzte Laufzeit haben, können die Finanzierungskosten nicht wie bei kl. Optionsscheinen am Anfang als Auf- bzw. Abgeld berücksichtigt werden. Stattdessen werden bei Mini-Future-Zertifikaten wie dem TB1JBL die Finanzierungskosten täglich berechnet. Dies geschieht durch eine BÖRSENTÄGLICHE Anpassung des Basiskurses. Der Anpassungssatz errechnet sich dabei wie folgt:

Tägliche Finanzierungskosten = [Basiskurs x Finanzierungssatz]/[360x100]

Das Ergebnis wird dem aktuellen Basiskurs sowohl bei Long- als auch bei Short-Zertifikaten hinzuaddiert.

Der sog. Finanzierungssatz errechne sich, indem auf den Referenzzinssatz
(z.B. den EONIA) eine Marge (z.B. 1,5 Prozentpunkte) bei Long-Produkten aufgeschlagen wird, bei Short-Produkten vom Referenzzinssatz abgezogen wird.

Beispiel:

Basiskurs: 5200 Pkt.
Finanzierungssatz: 4,5%

Finanzierungskosten = [5200 x 4,5]/[360x100] = 0,65

Daraus folgt ein Basiskurs am nächsten Tag in Höhe von 5200 + 0,65 = 5200,65

Für den Kurs des KO bedeutet dies, dass bei unverändertem Basiswertkurs der Kurs sinkt, da in der Formel für den Kurs:

Kurs = [Kurs Basiswert - Basiskurs] x Bzgsverh.

der zu subtrahierende Betrag ansteigt und c.p. den Kurs senkt.

Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen  

400 Postings, 6669 Tage Aktienneuling@ fp

 
  
    #9
22.04.08 15:36
DANKE!!!

Und ich dachte schon hier gibt's niemanden mehr, der diese Formelschreiberei verständlich wiedergeben kann.

Sicherlich gibt's da jetzt auf die folgenden Fragen auch schnell noch fundierte Antworten
1. Was ist der EONIA (Referenzzinssatz)?
2. Wie kann man den Referenzzsatz herausbekommen? bzw. Was liegt diesem zu Grunde?

3 Postings, 8982 Tage fpEONIA

 
  
    #10
4
22.04.08 16:32
1.)

Der dem Zertifikat zu Grunde liegende Referenzzinssatz ist der EONIA (Euro Overnight Index Average). Der EONIA ist ein seit 4. Januar 1999 von der Europäischen Zentralbank auf der Basis effektiver Umsätze nach der Zinsmethode act/360 berechneter gewichteter Durchschnittssatz für Tagesgelder im Interbankengeschäft, der über Moneyline Telerate veröffentlicht wird.

Referenzzinssatz bedeutet, dass dieser Zinssatz zur Berechnung der Finanzierungskosten des Zertifikats verangezogen wird und damit folglich auch auf den Kurs wirkt. Es könnte aber auch je nach Konstruktion des Zertifikats ein anderer Zinssatz sein (z.B. der LIBOR oder EURIBOR).

Der Referenzzinssatz dient als Basis auf die eine Marge (z.B. 1,5 Prozentpunkte) bei Long-Produkten aufgeschlagen wird, bei Short-Produkten abgezogen wird, um so den Finanzierungssatz zu errechnen. Mit diesem lässen sich dann die Finanzierungskosten und der Kurs berechnen.

2.)

Den EONIA-Zinssatz findest Du auf der ARIVA.DE-Seite, wenn Du unter "Suche" den Namen "EONIA" eingibst. Aber auch auf der Seite der Bundesbank gibt es Informationen.

Zur Ermittlung des EONIA stellt eine Gruppe von Banken (Panel-Banken), täglich bis spätestens 18:30 (CET) der EZB Daten über Umfang und durchschnittlichen Zinssatz der an diesem Tag vollzogenen unbesicherten Tagesgeldausleihungen zur Verfügung.

Der von der EZB unter Eliminierung der jeweils 15 höchsten und tiefsten Werte ermittelte Durchschnittswert, wird daraufhin an Reuters weitergeleitet, so dass EONIA zwischen 18:45 und 19:00 veröffentlicht werden kann.  

2302 Postings, 7474 Tage grazerist schon eine tolle Sache

 
  
    #11
1
25.04.08 09:40
so ein Hebelzertifikat :)
....manchmal zumuindest.... ;-)

400 Postings, 6669 Tage AktienneulingVersteh' gar nicht, was Du meinst ...;-))

 
  
    #12
25.04.08 09:56

1 Posting, 1186 Tage NicoleagwdaLöschung

 
  
    #13
23.04.21 06:42

Moderation
Zeitpunkt: 23.04.21 10:34
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für immer
Kommentar: Doppel-ID

 

 

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