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SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung


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Neuester Beitrag: 20.09.19 20:38
Eröffnet am: 19.03.16 06:14 von: cicero33 Anzahl Beiträge: 477
Neuester Beitrag: 20.09.19 20:38 von: _buhmi_ Leser gesamt: 72.912
Forum: Hot-Stocks   Leser heute: 109
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566 Postings, 1346 Tage cicero33SW Umwelttechnik Details sprechen für Neubewertung

 
  
    #1
8
19.03.16 06:14
Ich beobachte das Unternehmen SW Umwelttechnik bereits seit mehreren Jahren und denke, dass die Zeit nun reif für einen Kursanstieg sein müsste.

Die Österreichische SW Umwelttechnik stellt Betonfertigteile für die Bereiche Wasserschutz und Infrastruktur her. Man bearbeitet insbesondere die Märkte Österreich, Ungarn und Rumänien, wobei in Ungarn etwa 50% der Umsätze erwirtschaftet werden. In diesen Ländern stehen eigene Werke zur Fertigung der Betonteile bzw. gibt es auch einen Vertrieb. Man bezeichnet sich als Marktführer in bestimmten Bereichen. SW ist ein Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 1910 am Markt aktiv ist.
Mit der Öffnung der Grenzen wagte man die Expansion in die Osteuropäischen Länder und baute dort insbesondere in den Jahren 2005 bis 2008 mehrere Produktionsbetriebe auf.
Mit der Finanzkrise und der teilweise massiven Rückgänge der Wirtschaften insbesondere in Ungarn und Rumänien (die Bauwirtschaft war mit Umsatzrückgängen von bis zu 50% massiv betroffen) kam das Unternehmen ins Schlingern zumal man für die Expansion hohe - zum Großteil fremdfinanzierte - Geldmittel aufgewendet hatte und die betriebliche Struktur auf wesentlich höhere Umsätze ausgerichtet war. Des weiteren kam ein starker Rückgang der ungarischen und rumänischen Währung hinzu. Die Folge waren hohe Verluste über mehrere Jahre hindurch. Mitarbeiter wurden stark abgebaut und zuletzt auch ein riskanter Geschäftsbereich abgestoßen.
Nun ist man wieder auf Kurs zumal vor allem die Wirtschaften in Ungarn und Rumänien wieder kräftig wachsen. Man bezeichnet sich mittlerweile als einen der profitabelsten Hersteller von Betonfertigteilen.

Zu den Zahlen:

Das Unternehmen weist zur Zeit einen Marktwert von etwa 5 Mio Euro (659.999 Aktien) auf.
Das Eigenkapital liegt nach dem 3. Quartal 2015 bei 3,5 Mio Euro.
Der Umsatz wird im Jahr 2015 etwa um 15% und damit auf ca. 60 Mio gesteigert werden können. Damit ergibt sich ein KUV 2015 von 0,08.
Zum Ende von Q3 ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,1 Mio Euro. Das nicht ausgewiesene Betriebsergebnis sollte geringfügig niedriger ausgefallen sein. Im Gesamtjahr 2015 sollte sich damit ein satter Gewinn ausgehen.

Besonders bemerkenswert sind jedoch die hohen CashFlows die das Unternehmen generiert. Aus dem laufenden Geschäft konnten im Jahr 2013 5,9 und im Jahr 2014 5,2 Mio generiert werden.
In beiden Jahren wurden Schulden im Ausmaß von jeweils mehr als 4 Mio rückgeführt.
Das Unternehmen hat also die Fähigkeit hohe Einnahmen zu erzielen, wenngleich dies bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses nicht hervorgeht.

Warum liefert das Unternehmen also fortwährend hohe CashFlows bei einem gleichzeitigen niedrigen oder negativen Betriebsergebnis?:

Das Jahresergebnis wird jeweils durch die recht hohen Abschreibungen - welche primär mit den hohen Investitionen in den Jahren 2005 bis 2008 zusammen hängen – belastet. Diesen Abschreibungen stehen vergleichsweise nur niedrige Bestandsinvestitionen gegenüber.

Des weiteren wirken negative Währungseffekte auf das Ergebnis. Seit 2006 hat der ungarische Forint um etwa 23% und der rumänische Leu um etwa 20% gegenüber dem Euro abgewertet. Diese Abwertungen wirkten sich in diesem Zeitraum mit etwa 14 Mio Euro auf die Bilanz und damit das Eigenkapital aus. In den Jahren 2006 und 2007 wurden die rumänischen Werke errichtet.
Man sieht damit, dass der starke Rückgang des Eigenkapitals in den letzten 10 Jahren in erster Linie mit Währungsverlusten und hohen Abschreibungen zusammen hängt. Das Unternehmen ist großteils in Euro verschuldet.

Unternehmen besser als es das niedrige Eigenkapital bzw, der niedrige Gewinn aussagt:

Natürlich ist die Fähigkeit eines Unternehmens Gewinne zu erzielen grundsätzlich von entscheidender Bedeutung. Die Gewinne sind schließlich jener Teil der GuV der für die Aktionäre verbleibt.
Wenn aber über Jahre hohe CashFlows generiert werden und damit klar wird, dass das Unternehmen Einkünfte aus dem Geschäftsbetrieb erzielen kann und die Gewinne nur – sozusagen nicht sichtbar wurden – dann sollte man schon einen zweiten Blick auf das Unternehmen werfen. In jedem der beiden letzten Jahre überstieg der CashFlow aus dem laufenden Geschäft den Marktwert des Unternehmens. Die hohen CashFlows ermöglichen einen raschen Schuldenabbau. Die Gesamtverbindlichkeiten erreichten mit Ende 2014 einen Stand von 76 Mio Euro – fast 20 Mio unter dem Niveau von 2013.

Da die Werke einen sehr langen Lebenszyklus (30 – 50 Jahre) aufweisen, sollten in den nächsten Jahren auch weiterhin nur niedrige (Bestands) Investitionen notwendig sein – auch bei voller Aufrechterhaltung der – Konkurrenzfähigkeit. Die Abschreibungen lagen in den Jahren 2009 und 2010 noch bei 5 bzw. 6 Mio jährlich und sind in den Jahren 2013 und 2014 bereits auf etwa jeweils 3,5 Mio angelangt. In den nächsten Jahren ist zu erwarten, dass die Abschreibungen etwa auf dem Niveau der Neu- also der Bestandsinvestitionen ankommen.
Durch diesen Umstand sollten sich die hohen CashFlows auch im Gewinnausweis niederschlagen.

Pro und Contra:

Wie geschrieben liegt das ausgewiesene Eigenkapital des Unternehmens aktuell bei 3,5 Mio Euro. Würde man die Währungsverluste von 14 Mio unberücksichtigt lassen (was bilanztechnisch nicht möglich ist) läge das EK also bei 17,5 Mio. Dieser Umstand zeigt, dass die massiven Rückgänge des Eigenkapitals nicht durch unternehmerische Misserfolge - sondern zu großen Teilen wegen der Währungsverluste zustande kam.
Ein weiterer unberücksichtigter Umstand sind die hohen stillen Reserven des Unternehmens. Die Österreichischen Werke wurden 1910 und den sechziger Jahren errichtet bzw. die Grundstücke dafür angekauft. Insgesamt (Österreich, Ungarn und Rumänien zusammen) stehen die Grundstücke mit 4,6 Mio Euro in der Bilanz. Nach meinen Recherchen müssten diese Grundstücke einen wesentlich höheren Wert aufweisen, als sie in der Bilanz ausgewiesen sind. Je nach Berechnungsweise könnte sich hier ein Aufwertungspotential von etwa 14-20 Mio Euro ergeben.
Auch wenn man die Bilanz jetzt nicht auf diese Werte anpassen kann, so zeigt es doch, welche Substanz im Unternehmen steckt.

Ein weiterer positiver Effekt könnte das langsam erwachende Interesse von Investoren an Osteuropa sein. Gerade die Ungarische Börse lief in 2015 außergewöhnlich gut. Die Wiener Börse ist ja bekannt für ihre starke Ostlastigkeit. Das könnte ihr aber jetzt bei einer neuerlich aufkommenden Ostphantasie zugute kommen.

Als Negativ kann man - je nach Sichtweise - die politische Situation in Ungarn und Rumänien bewerten. Ein gewisser Unsicherheitsfaktor bleibt hier bestehen.

Ein Risikofaktor ist auch die Abhängigkeit von EU-Fördergeldern. Der Unternehmensbereich "Wasserschutz"  lebt von diesen Fördergeldern. Ein Wegfall dieser Förderungen ist zwar aktuell kein Thema (eine neue Förderperiode ist kürzlich in Kraft getreten), würde aber beim WorstCase - wie etwa dem Zerfall der EU - wohl schlagend werden.

Mit Unsicherheit ist auch die Währungsentwicklung behaftet. Wie geschrieben, haben sowohl die ungarische als auch die rumänische Währung im letzten Jahrzehnt stark gegenüber dem Euro abgewertet. Nun scheinen die Währungen aber stabil zu sein. Die weitere Entwicklung ist aber dennoch schwer vorherzusagen.

Als Negativ ist auch die Börsennotiz zu sehen. Die Aktie notiert neben Berlin und Stuttgart (de facto 0 Umsatz) vor allem in einem niedrigen Segment der Wiener Börse. Ein Handel findet dort nur ein mal am Tag statt. Die Umsätze sind sehr gering.
Die Aktie kommt von über 130 Euro und notiert aktuell bei etwa 7 Euro in der Nähe des Tiefststandes.
Die Unternehmensführung bzw. die Aufsichtsräte bzw. Alteigner haben im Jahr 2015 in mehreren Tranchen insgesamt 19.400 oder 2,94% der ausstehenden Aktien gekauft.
Die Anteilseigner lauten nun wie folgt:

Wolschner Privatstiftung: 288.000 Stk oder 43,94%
VBG (Tochter der BKS-Bank): etwa 60.000 Stk oder knapp 10%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
Unternehmensführung: Vorstände, AR: 59.555 Stk oder 9,02%
SWUT (eigene Aktien) 19121 Stk oder 2,90%
*Hansa Investment Fund: mehr als 5%
Im Streubesitz befinden sich demnach 20-30%.

Die Position Hansa Investment Fund erscheint nicht gesichert. SWUT weist die Gesellschaft zwar als Anteilseigner (größer als 5%) aus, jedoch halten diese Angaben meinen bisherigen Recherchen nicht stand.

Fazit: Das Unternehmen hat eindeutig den Turnaround geschafft. Dieser wurde aber wegen der negativen Währungsentwicklung und der nach wie vor hohen Abschreibungen nicht sichtbar. Bei stabilen Wechselkursverhältnissen sollte das Unternehmen das Potential haben 2-3 Millionen Euro netto im Jahr zu verdienen. Im Jahr 2015 dürfte man mit dem Gewinnausweis erste Hinweise darauf finden. Bei einem Kurs von 7 Euro liegt der Marktwert bei 4,6 Mio Euro, womit sich ein zukünftiges KGV (eventuell 2016 oder 2017) von etwa 2 ergeben würde. Wer also die Sicht auf die hohe Ertragskraft und die verborgene hohe Substanz in den Vordergrund rückt und das derzeit noch niedrige Eigenkapital von 3,5 Mio als vorübergehend und als schnell verbesserungsfähig betrachtet, der könnte in der Aktie gut aufgehoben sein.  
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6 Postings, 959 Tage _buhmi_Kontrollmehrheit...

 
  
    #453
28.08.19 13:33
... das war nicht ganz ernst gemeint, da habt ihr wohl den Zwinkersmilie überlesen.

Als ich gestern meinen Beitrag geschriegen habe, hatte ich zunächst auch meinen prozentualen Anteil an der Firma geschrieben, aber das war mir nach etwas Überlegung angesichts der Marktenge dann doch zu viel an Disclosure.  Angesichts Eurer Reaktionen habe ich wohl auch so schon zuviel geplappert ;-) Nur soviel: ich habe einen knapp 9% Depotanteil aufgebaut, d.h. für mich ist SWUT ein wesentliches Investment geworden und werde die  Aktie daher intensiv verfolgen.

Ich gehe davon aus, dass die Unterbewertung nur langsam abgebaut werden wird, und zwar kontinuierlich mit jedem Halbjahresbericht, der die neue Ergebnisqualität und die Bilanzsanierung bestätigt. Einen größeren Schub wird es wohl nur bei Ausschüttung von Dividenden und/oder Aktionrückkäufen in substantiellen Höhen geben. Von einer kurz- oder mittelfristigen Änderung der Handelsgegebenheiten gehe ich nicht aus. Insgesamt habe ich mein Investment auf mehrere Jahre angelegt (ich investiere im Schnitt so ca. 5 Jahre). In der Hoffnung, dass das Management aus den vor 13/14 Jahren begangenen Fehlern gelernt hat und jetzt im spätzyklischen Hoch kein Harakiri-Investitionsprogramm auflegt. Ach ja, die aktuellen Ergebnisse sollte man zyklisch bereinigen und die Erwartungen nicht all zu hoch schrauben! SWUT ist dann aber immer noch eine Investion mit 50-80% Sicherheitsabschlag (d.h. m.M.n. ist der faire Wert 2 bis 5 Mal über der aktuellen Bewertung, je nach Entwicklung in den nächsten zwei Jahren).

Grüße
buhmi  

566 Postings, 1346 Tage cicero33#august

 
  
    #454
2
29.08.19 06:14
...naja, was sonst?

Wir haben die Vorstände mehrmals schriftlich auf die Möglichkeit eines Market Makers und die damit verbundenen Vorteile (Möglichkeit des Eintrittes in den Fließhandel; Mehr Liquidität in der Aktie und damit höhere Aktienkurse, die man im Bedarfsfalle auch für eine Kapitalerhöhung nützen kann) aufmerksam gemacht.

Des weiteren haben wir selbiges bei den beiden letzten HVs thematisiert.

Im Aufsichtsrat sitzt mit Frau Kuras eine Expertin in Kapitalmarktfragen. Ich gehe davon aus, dass Frau Kuras keine Vorbehalte gegenüber einem Market Maker hat und die Vorstände auch entsprechend beraten wird können.
Laut Herrn Einfalt wird ja der Einsatz eines Market Maker ständig evaluiert und Kosten/Nutzen abgewogen.
Wir haben sogar ein schriftliches Angebot eines Market Maker vorliegen, der seine Dienste für 10.000,- bis 15.000,- Euro jährlich (je nachdem, ob man im Auktionshandel bleibt oder in den Fließhandel wechselt) anbietet. Dieses Angebot kennen die Vorstände!!!!

Jetzt Frage ich mich schon, ob der Nutzen (die höheren Aktienkurse) nicht weitaus größer sein müsste als  diese lächerlichen Kosten.
Die SW hat im letzten Jahr 11.000,- Euro für Sport, 18.000,- Euro für Kultur und 47.000,- Euro für Philanthropie ausgegeben. Für alle die nicht wissen, was Philanthropie ist: Philanthropie ist die Lehre vom "Menschenfreundlichen Denken".

Man gibt also 47.000,- Euro für "Menschenfreundliches Denken" aus und scheut auf der anderen Seite  echt sinnvolle Ausgaben, den Kapitalmarkt betreffend!

...was soll es also sonst sein, wenn nicht persönliche Beweggründe der Vorstände?  

566 Postings, 1346 Tage cicero33Philanthropie

 
  
    #455
29.08.19 06:27

Auszug aus den IVA-Schwerpunktfragen:

7. Beiträge/Spenden/Sponsoring, Repräsentation
- gegliedert nach Kultur, Sport, Philantropie

Der Aufwand für Beiträge, Spenden, Sponsoring und Repräsentationen
belief sich insgesamt auf etwa 76 TEUR, davon ca. 18 TEUR für Kultur,
ca. 11 TEUR für Sport und ca. 47 TEUR für Philanthropie und
Repräsentationen.

Auszug aus Wikipedia:

Unter Philanthropie versteht man ein menschenfreundliches Denken und Verhalten. Als Motiv wird manchmal eine die gesamte Menschheit umfassende Liebe genannt, die „allgemeine Menschenliebe“. Wikipedia

 

22 Postings, 275 Tage august170#Cicero

 
  
    #456
1
29.08.19 22:20
Das mit den Ausgaben für Philantropie ist interessant...
Das führt das Argument der Evaluierung wirklich etwas ad absurdum...

Wenn ich mich richtig schlau gemacht habe könnte man mit Minderheitenrechten aber doch auch auf sich aufmerksam machen sofern man die 5% erreicht...
Nachdem ja anscheinend einige wenn ich das richtig interpretiere schon vor einigen Jahren eingestiegen sind, sind 5% ja nicht unrealistisch
 

566 Postings, 1346 Tage cicero335%

 
  
    #457
2
31.08.19 06:00
Ja, die sind realistisch und sogar wahrscheinlich.

Ich werde mich einmal umhören, inwieweit hier Interesse an außerordentlichen Maßnahmen besteht.

Es ist Schade, dass es das Unternehmen so weit kommen lässt, dass die Aktionäre derlei Maßnahmen überhaupt in Erwägung ziehen müssen.

Aber wie wichtig die Liquidität einer Aktie ist, zeigt auch wieder folgendes Beispiel:

Ich hatte jüngst Kontakt mit einem hohen Repräsentanten eines Anlegerschutzvereines, welcher auch eine Monatszeitschrift betreibt. Ich regte an, man möge in dieser Zeitschrift eventuell einen Artikel über die SW und die jüngsten Geschäftserfolge bringen.
Der Repräsentant meinte, dass er meine Anregung an die Redaktion weiter leiten werde, jedoch glaube er nicht, dass der Redakteur dies aufnimmt, weil die Liquidität in der Aktie zu gering sei.

Das ist nur eines von vielen Beispielen, wo man sieht, dass die Liquidität in der Aktie ein riesiger Hemmschuh für die Entfaltungsmöglichkeit auf mehreren Ebenen ist.

Die SW wird mit diesen Börsenumsätzen immer nur für Kleinanleger interessant bleiben.  Ich frage mich, wann, wenn nicht jetzt, soll man seitens der SW dann aktiv auf sich aufmerksam machen.
Mit den jüngsten Geschäftserfolgen wäre es doch ein Leichtes eine Strategie für die Steigerung der Bekanntheit und damit Liquidität zu entwickeln.
 

566 Postings, 1346 Tage cicero33Market Maker

 
  
    #458
1
01.09.19 11:05
Zum Thema Market Maker sind wir bereits im Jahr 2017 an die Vorstände der SW herangetreten und haben ihnen nachfolgende Informationen vorgetragen:


Einsetzung eines Market Maker


Problemstellung: „Niedrige Liquidität“

Viele Aktionäre schrecken vor dem Kauf von Aktien der SW Umwelttechnik zurück, weil die Liquidität so gering ist und der Spread (Unterschied zwischen An- und Ver-kaufskurs) idR sehr hoch ist.
Wenn man sich nicht eingehend mit dem Unternehmen beschäftigt hat und nicht wirklich restlos überzeugt ist, wird man das Risiko nicht eingehen, Aktien zu kaufen zumal man weiß, dass es schwierig ist, diese wieder zu einem adäquaten Preis zu verkaufen. Das gilt umso mehr, wenn man mit einer größeren Stückzahl in das Unternehmen einsteigen will. Mittelgroße Privatinvestoren und sämtliche Institutionelle Investoren werden damit automatisch ausgeschlossen.


Eine Faustregel sagt, dass bei börsennotierten Unternehmen jährlich etwa der FreeFloat umgesetzt wird.

Die SW hatte in den letzten 3 Jahren (2013 – 2016) einen durchschnittlichen Börsenumsatz von etwas über 200 Tsd Euro.

Der FreeFloat der SW liegt aktuell bei 42% (Definition Wiener Börse – also Anteilsbesitz über 5%) bzw. bei 33% (Anteilsbesitz über 5% + Familie + Aufsichtsräte) Beim aktuellen Marktwert von 7,3 Mio Euro liegt der Free Float also bei 2,2 Mio  Euro. Bei der SW wird also nicht einmal ein Zehntel des Free Floats im Jahr umgesetzt.

Bei jenen Unternehmen die im Standard Market Auktion der Wiener Börse notieren liegt der jährliche Börsenumsatz der letzten 3 Jahre bei 3 Mio Euro.

Wie stark die SW einmal war sieht man nicht nur am Aktienkurs sondern auch an den Börsenumsätzen. Zwischen 2007 und 2011 lagen die Umsätze höher als der Durchschnitt der Unternehmen im Auktionsmarkt. Mittlerweile liegen die Umsätze nicht einmal mehr bei einem Zehntel.

Wie wichtig die Liquidität einer Aktie für den Fair Value ist, sieht man an folgender Aussage:

Man schätzt, dass Unternehmen deren Liquidität an der Börse gering ist, mit einem Abschlag von 30-40% zum Fair Value gehandelt werden.


Was könnte ein Market Maker also bewirken:

Definition Wikipedia:

Durch die erhöhte Handelbarkeit soll die Attraktivität bzw. Preisqualität der betreuten Werte steigen und den Investoren gewährleisten, innerhalb der Handelszeit zu angemessenen Preisen kaufen bzw. verkaufen zu können. Das auf diese Weise erworbene Vertrauen soll auf lange Sicht eine positive Kursentwicklung fördern. Dabei ist er durch einen maximalen Spread (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs) gebunden.

Die Aufgabe des Market Makers wäre es also auf der Geld- und der Briefseite Aktien anzubieten und den Spread einzuengen.


Was wären die Auswirkungen davon:

         •§Es würden Kurssprünge von 10% und mehr wegfallen bzw. nur mehr dann auftreten, wenn größere Stückzahlen gehandelt werden würden. Kurssprünge von 10% und mehr wirken auf neue Aktionäre abschreckend.

         •§Neue Aktionäre würden bei der Beobachtung des Spreads und der unterlegten Stückzahlen sehen, dass sie ihre Aktien wieder jederzeit zu einem adäquaten Kurs veräußern können. Ihre Kaufentscheidung würde damit positiv beeinflusst.



Was wären weitere Vorteile:


         •§Durch die einfachere Handelbarbeit der Aktien würde der Aktienkurs wohl steigen.

         •§Ein höherer Aktienkurs hat für das Unternehmen den Vorteil, dass damit eine weitere Finanzierungsquelle eröffnet wird.

         •§Der Dienstleister Hauk & Aufhäuser würde das Unternehmen auch noch zwei mal im Jahr promoten.

         •§Das Unternehmen würde ein starkes Zeichen setzen, dass ein weiterer Verbleib an der Wiener Börse geplant ist.



Was würde der Market Maker kosten:


Laut Angaben der Wiener Börse bzw. der Bank „Hauk&Aufhäuser“ (Diese Bank hat für mehrere Unternehmen im Auktionsmarkt eine Market Maker Funktion) würden sich die jährlichen Kosten auf 20.000 bis 40.000,- Euro belaufen - je nachdem wie der Vertrag ausgestaltet ist.

Würde die SW darüber hinaus vom Auktionsmarkt in den Fortlaufenden Handel wechseln, würden weder für den Wechsel an sich noch für den laufenden Betrieb weitere Kosten anfallen.

Es würden auch keine zusätzlichen Transparenzvorschriften zum Tragen kommen.



Vorschlag:

Probeweise Bestellung eines Market Makers und anschließende Evaluierung

 

566 Postings, 1346 Tage cicero33Börsenumsätze

 
  
    #459
1
01.09.19 12:33
Die nachfolgende Grafik zeigt die Börsenumsätze der SWUT im Zeitverlauf.

Hier sind die Wechsel der Börsensegmente angeführt:

21.05.2007: Wechsel vom Standard Market Auction in den Prime Market
23.03.2009: Wechsel vom Prime Market in den Standard Market Continius
02.01.2012: Wechsel vom Standard Market Continius in den Standard Market Auction

Man sieht daran sehr schön, welche Auswirkungen die Segmentswechsel auf die Umsätze hatten.
Beim Wechsel vom Standard Market Continius auf den Standard Market Auction (Zwischen 2011 und 2012) wurden die Umsätze nochmals etwa geviertelt.  
Angehängte Grafik:
aktienums__tze_der_sw.png (verkleinert auf 32%) vergrößern
aktienums__tze_der_sw.png

22 Postings, 275 Tage august170sehr interessant....

 
  
    #460
1
01.09.19 20:54
Die Fakten sprechen für sich, eine Platzierung im Standard Market Continous mit dazugeh.  Market Maker müsste durchaus eine adäquate Möglichkeit sein den Kurs auf die Sprünge zu helfen, was im Interesse der Aktionäre und auch des Unternehmens sein müsste.  Ich kann zwar keine Tipps geben wie man so etwas macht, eventuell sollten sich Kleinaktionäre zusammentun und die Vorstände überzeugen zu versuchen. (Ich denke mit Minderheitenrechten, also mehr als 5% der Aktien  ginge das besser), da man auch die Möglichkeit der Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung hat.

Nebenbei wäre es für die Kleinaktionäre auch eine nette Erfahrung, so etwas ist sicher nicht alltäglich.
Wobei es hier aber durchaus angebracht scheint







 

566 Postings, 1346 Tage cicero33#august

 
  
    #461
1
02.09.19 07:14
Man müsste wieder dort hinkommen, wo man zwischen 2005 und 2010 war, also etwa bei 4 Mio pro Jahr.
Das ist ungefähr auch das, was die Faustregel sagt, nämlich, dass der Streubesitzanteil einmal pro Jahr umgesetzt wird.
Derzeit sind wir gerade einmal bei einem Zehntel davon.

Zum zweiten Teil Deines Beitrages - siehe mein Boardmail!  

22 Postings, 275 Tage august170sehr interessant die Statistik

 
  
    #462
2
02.09.19 19:35
Sagt doch einiges aus, wobei dies natürlich wie schon beschrieben wurde kursbereinigt zu sehen wäre und die Anzahl als Absolutwert interessant ist.

Nichts desto trotz ist die SW Umwelttechnik Aktie wirklich eine derzeit extrem günstige Aktie wie man sie (zumindest ich) selten gesehen habe.  

566 Postings, 1346 Tage cicero33Neuer Acht-Jahres Höchststand

 
  
    #463
2
05.09.19 04:42
Mit dem gestrigen Tag hat die SW den höchsten Kurs seit 8 Jahren erreicht und damit auch die Hochs des ersten Halbjahres überschritten.

Das könnte nun auch für Charttechniker interessant werden.  

6 Postings, 959 Tage _buhmi_:D

 
  
    #464
1
05.09.19 20:57
Diese Nachrist wirst Du dieses Jahr noch öfters publizieren dürfen...  

6 Postings, 959 Tage _buhmi_...

 
  
    #465
05.09.19 20:58
"Nachricht"  

566 Postings, 1346 Tage cicero33DD-Meldung

 
  
    #466
10.09.19 18:30
Neue DD-Meldung von heute:

http://de.sw-umwelttechnik.com/sw-gruppe/...nance/directors-dealings/

Herr Vaczi kauft also munter weiter.

 

566 Postings, 1346 Tage cicero33DD-Meldung II

 
  
    #467
10.09.19 18:36
Das Bild der letzten Jahre bleibt damit erhalten.

Etwa 50% der Käufe kommt nach wie vor von Insidern oder bereits bekannten Investoren.  

22 Postings, 275 Tage august170Das zeigt....

 
  
    #468
10.09.19 23:04
wie günstig die Aktie noch immer ist wenn der Vorstand selbst auch auf dem Niveau kauft...
 

566 Postings, 1346 Tage cicero33Stimmt....

 
  
    #469
11.09.19 07:05
...es zeigt aber auch, dass selbst Vorstände die Geschäftsentwicklung ihres eigenen Unternehmens nicht immer vorhersehen können.
Ich denke schon, dass in den letzten beiden Jahren viel über Plan gelaufen ist.
ZB hätten Herr Einfalt und Herr Vaczi diese 19.121 eigenen Aktien auch schon mehr als ein Jahr früher und damit auch zu wesentlich günstigeren Kursen kaufen können.
Das selbe gilt auch für die weiteren umfangreichen Käufe von Herrn Vaczi im letzten Jahr.  

566 Postings, 1346 Tage cicero33Branchenentwicklung

 
  
    #470
11.09.19 07:14
Zumindest die Deutsche Baubranche dürfte auch nächstes Jahr gut weiter laufen, siehe die Prognose-Anhebung des Verbandes:

https://www.businessinsider.de/...noch-keine-konjunkturflaute-7976253

 

566 Postings, 1346 Tage cicero33Prognose für Ungarn

 
  
    #471
11.09.19 07:27
Prognose für die Ungarische Wirtschaft, die Devise und die Zinsen:

https://www.boerse-online.de/nachrichten/devisen/...wertet-1028486519
 

566 Postings, 1346 Tage cicero33Weitere Strategie

 
  
    #472
11.09.19 08:07
Interessant wird sicher auch die weitere Strategie des Unternehmens.

Die angestrebte Eigenkapitalquote von 25 - 30 % könnte nun schon viel früher erreicht werden, als vor zwei Jahren noch gedacht.

Wenn sich das Geschäft aus Wohnbau und Industrie nur einigermaßen halten lässt und das Geschäft im Bereich Wasserschutz wie erwartet anzieht (siehe die Erwartungen zur aktuellen "Förderperiode"), würden eventuell die kommenden beiden Geschäftsjahre ausreichen um das Ziel zu erreichen.

Dann wird man sehen, ob es eher in Richtung weiterer Expansion geht oder das erwirtschaftete Geld über Dividenden den Aktionären zufließt.  

22 Postings, 275 Tage august170Ist aber..

 
  
    #473
11.09.19 11:11
Logisch und nachvollziehbar, dass man mittelfristige Marktentwicklungen nicht vorhersehen kann bzw. einfach zu viele Variablen dabei vorhanden sind sodass es aus meiner Sicht eigentlich unmöglich ist.
Man kann nur schauen ob die Substanz im Vergleich zum Aktienkurs günstig ist. Und dass ist die Aktie nach wie vor...( Die Substanzbewertung stellt für mich aber eine Untergrenze der Bewertung dar). Ertragswert ist immer volatil, derzeit liegt dieser noch deutlich über den Substanzwert..




 

22 Postings, 275 Tage august170Zur Eigenkapitalquote

 
  
    #474
1
11.09.19 11:13
Diese liegt unter Einbeziehung der Stillen Reserven aus meiner Sicht schon heute über 30Prozent.
D.h. in 2 Jahren wenn es gut läuft bei ca. 50 Prozent ...
 

566 Postings, 1346 Tage cicero33august

 
  
    #475
12.09.19 07:21

Ja, das stimmt natürlich! Die Geschäftsentwicklung lässt sich mittelfristig kaum vorhersehen - auch nicht für die Vorstände. Und trotzdem starren viele Investoren auf DD-Meldungen und deuten diese. Irgendwie meint man halt doch, ein Vorstand wüsste mehr bzw. könnte er ein Unternehmen besser einschätzen.

Man kann nur schauen ob die Substanz im Vergleich zum Aktienkurs günstig ist. Und dass ist die Aktie nach wie vor...( Die Substanzbewertung stellt für mich aber eine Untergrenze der Bewertung dar). Ertragswert ist immer volatil, derzeit liegt dieser noch deutlich über den Substanzwert..



Ja, so ist es. Der Substanzwert und die vor ein paar Jahren auch schon hohen Cash-Flows und FreeCash-Flows waren es ja auch, die mich damals zu einem Einstieg bewogen haben. Der inzwischen auch hohe Ertragswert ist ja nur noch die Draufgabe jetzt.
Und trotzdem dürfte es vorwiegend der hohe Ertragswert sein, der die Vorstände jetzt kaufen lässt.
Natürlich kann es auch individuelle persönliche Gründe geben. Die Bonuszahlungen waren zuletzt ja auch nicht gerade knapp.  

566 Postings, 1346 Tage cicero33Stille Reserven

 
  
    #476
12.09.19 07:41

Diese liegt unter Einbeziehung der Stillen Reserven aus meiner Sicht schon heute über 30Prozent.
D.h. in 2 Jahren wenn es gut läuft bei ca. 50 Prozent ...


Das wissen halt auch wieder nur jene, die sich mit der Aktie tiefgreifend auseinander setzen, oder zumindest im Forum mitlesen.
wink

Zumindest wissen es auch die Banken und das war vor ein paar Jahren wohl entscheidend.

 

6 Postings, 959 Tage _buhmi_Bei 22,80 EUR

 
  
    #477
20.09.19 20:38
gibt es wohl einen größeren Verkäufer. Die letzten Tage waren in der Auktion immer wieder größere unlimitierte oder über 24 EUR angesetzte Kauforder und diese wurden von wahrscheinlich dem immer gleichen Verkäufer bei 22,80 EUR bedient. Vollkommen unlogisch.

Naja, wer Geld zu verschenken hat, der soll es halt tun.  

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