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Anna Politkovskaya im Fahrstuhl erschossen


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Neuester Beitrag: 09.06.14 14:44
Eröffnet am: 07.10.06 20:51 von: Kicky Anzahl Beiträge: 36
Neuester Beitrag: 09.06.14 14:44 von: Anti Lemmin. Leser gesamt: 15.537
Forum: Talk   Leser heute: 5
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58805 Postings, 7325 Tage KickyAnna Politkovskaya im Fahrstuhl erschossen

 
  
    #1
27
07.10.06 20:51
in Moskau ,sie war eine kritische Journalistin der Novaya Gazeta und berichtete über Morde und Folterungen russischer Soldaten an tschetschenischen Zivilisten.Sie schrieb ein kritisches Buch über Putin.Sie hatte den Polizeioffizier Sergei Lapin beschuldigt,Grausamkeiten in Tschetschenien begangen zu haben,er wurde angeklaagt,schwor Rache und wurde freigelassen.Es gab Drohungen gegen sie .

Sie war eine tapfere Frau ,eine gute Journalistin  
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11123 Postings, 5261 Tage SWayein lupenreiner Demokrat...

 
  
    #12
1
10.10.06 09:45

Putins Antwort auf die Frage was er davon halten würde das im Irak keine Massenvernichtungswaffen gefunden worden sind, : Wenn ich G. Bush gewesen wäre HÄTTEN wir Massenvernichtungswaffen gefunden...

Anders kann man dieses Land aber vielleicht auch nicht regieren. Wir werden es bald erleben wo die Reise hin geht wenn er nicht mehr Präsident ist. Das kann ganz schön übel werden...  

6506 Postings, 6671 Tage BankerslastEin gefährlicher Mann

 
  
    #13
2
10.10.06 09:48
Der Nährboden für die Gewalt in Rußland wird durch das Verhalten mancher Mächtiger bereitet. In Russland kann von Pressefreiheit kaum mehr die Rede sein. Rundfunk und Fernsehen sind gleichgeschaltet, immer mehr Zeitungen kommen unter staatliche Kontrolle. Wer zeigt Wladimir Putin die Grenzen auf?  

11123 Postings, 5261 Tage SWayPutin in Dresden mit Mörder-Rufen empfangen

 
  
    #14
2
10.10.06 16:37
HANDELSBLATT, Dienstag, 10. Oktober 2006, 16:13 Uhr
http://www.handelsblatt.com/news/_pv/_p/200051/_t/....aspx/index.html
Deutschland-Besuch

Putin in Dresden mit „Mörder“-Rufen empfangen
Der Mord an der regierungskritischen russischen Journalistin verfolgt Präsident Wladimir Putin selbst bei seinem Deutschland-Besuch: In Dresden wurde Putin von Demonstranten mit „Mörder“-Rufen und entsprechenden Transparenten bedacht.

Putin wäre Schröder lieber (10.10. 11:03)
                
§
"Mörder": Anti-Putin-Demonstrant in Dresden. Foto: dpa
Bild vergrößern"Mörder": Anti-Putin-Demonstrant in Dresden. Foto: dpa

HB DRESDEN. Als die Wagenkolonne des Präsidenten in der Dresdner Altstadt vor dem Schloss eintraf und Putin ausstieg, schallten ihm auch „Mörder - Mörder“ Rufe entgegen. Ein Demonstrant hielt zudem ein Pappschild mit der Aufschrift in die Luft: „Mörder - du bist hier nicht mehr willkommen“.

Politkowskaja war am Sonnabend in Moskau ermordet worden. Die auch von der Bundesregierung scharf verurteilte Tat überschattet den Deutschlandbesuch Putins, dessen Regierung wiederholt wegen ihrer Einflussnahme auf die Medien in die Kritik geraten ist.

Vor dem Dresdner Kongresszentrum, wo Putin und Kanzlerin Angela Merkel am Nachmittag am „Petersburger Dialog“ teilnehmen wollen, versammelten sich rund 30 Demonstranten der Gesellschaft für bedrohte Völker zu einer Protestkundgebung gegen Putin. Wenn Putin nicht rasch für umfassende Aufklärung des Mordes an Politkowskaja sorge, erhärte sich der Verdacht, dass russische Geheimdienste ihre Hände dabei im Spiel gehabt hätten, die schärfste Regimekritikerin aus dem Weg zu räumen, erklärte der Vorsitzende der Menschenrechtsgruppe, Tilman Zülch.

Auf Plakaten wurde auch gegen die Tschetschenien-Politik Russlands und gegen das Sponsoren-Engagement des staatlichen Gasmonopolisten Gazprom beim Bundesliga-Club Schalke 04 protestiert. Es sei zutiefst beschämend, dass der Fußball-Verein Gazprom zum Hauptsponsor gemacht habe. In Putins Auftrag sei das Unternehmen durch Aufkauf maßgeblich an der Gleichschaltung der russischen Medien beteiligt gewesen, sagte Zülch.

Putin wurde am Nachmittag vor dem Dresdner Schloss von Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt. Zusammen wollten die beiden das Grüne Gewölbe besichtigen, die erst kürzlich wiedereröffnete Barock-Schatzkammer. Im weiteren Verlauf des Nachmittags sind dann politische Gespräche zwischen Merkel und Putin vorgesehen sowie die Teilnahme am deutsch-russischen Forum „Petersberger Dialog“. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm hatte angekündigt, dass Merkel dabei die Einhaltung demokratischer Grundwerte in Russland anmahnen und ein Signal für Meinungsfreiheit setzen werde.

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2590 Postings, 5406 Tage brokeboyvorsicht

 
  
    #15
3
10.10.06 17:12
die rechtlosigkeit und die entdemokratisierung in russland an putin festzumachen halte ich für falsch. meiner meinung nach ist er (als ex-geheimdienstler) der einzige, der dieses glimmende pulverfass noch halbwegs im griff halten kann ... die frage ist, wie weit er sich mit den mafiosis und den apparatschiks arrangieren muss.  

33462 Postings, 7017 Tage DarkKnightund ... was ich aus eigener Erfahrung sagen darf

 
  
    #16
10.10.06 17:22
man sollte nie von unten nach oben pinkeln.  

33462 Postings, 7017 Tage DarkKnightAußer: man heißt Jesus Christus. o. T.

 
  
    #17
10.10.06 17:23

58805 Postings, 7325 Tage KickyPutin verurteilt Mord ,sichert Aufklärung zu

 
  
    #18
11.10.06 15:19
Putin verurteilte am späten Dienstagabend den Mord an der regierungskritischen Journalistin Anna Politkowskaja abermals scharf. In einem gemeinsamen ARD-Interview mit Merkel im Anschluss an den "Petersburger Dialog" in Dresden sagte er: "Es wird keinerlei Vergebung für diejenigen geben, die dieses Verbrechen begangen haben."

Politkowskaja sei in der breiten russischen Öffentlichkeit nicht so bekannt gewesen wie im Westen. Das "furchtbare Verbrechen" an ihr sei "für unser Land eine viel schlimmere Sache als ihre Publikationen", sagte der Präsident.  

22 Postings, 4772 Tage KerzhakMord von Politkovskaya

 
  
    #19
24.10.06 12:43
Ich habe alle Bemerkungen mit Interesse gelesen. Und kann nur eine sagen: praktisch alle haben keine Ahnung worüber sie schreiben. Leider.
"Politkowskaja sei in der breiten russischen Öffentlichkeit nicht so bekannt gewesen wie im Westen." - überlegen sie an diese Woerter. Sie sind 100% richtig, und warum? Eigentlich ist es ganz einfach: Politkovskaya hasste russische Volk und entsprechend geschrieben. Und sie war nur ein Werzeug in fremde Haende. Hat sie es verstanden oder nicht? Das ist die Frage.
Am Ende 2005 hat ein Politolog ( vergessen wer) aus Russlan fuer 2006 profezeiten: "2006 wird für Russland schwirger Jahr. ... Es wird irgendwer aus "so genannte Opposition" ( warum Aufrufzeichen: "..."=finanzierte auser Russland, in Russlan gibt's Spruchwort - Wer bezahlt - der bestellt Musik)." Und Name von Politkovskaya erschien auf 3 oder 4 Platz.
Schade, der Mensch ist tot, sogar getoetet, das bringt keine Freude fuer alle Russen, fuer alle Menschen, unabhaengig von wirkliche Figure.  

5497 Postings, 4988 Tage ostseebrise.Jagd auf Mörder Politkowskajas

 
  
    #20
2
26.10.06 20:25
Fall Politkowskaja: Justiz ermittelt gegen Ex-Polizisten

Moskau (dpa) - Im Fall der ermordeten russischen Journalistin Anna Politkowskaja (48) haben die Behörden nach einem Zeitungsbericht Ermittlungen gegen ehemalige Polizei-Offiziere eingeleitet.

Mehrere Ex-Beamte aus der sibirischen Stadt Nischnewartowsk stünden im Verdacht, die Journalistin aus Rache für einen Artikel über einen Mordfall in Tschetschenien erschossen oder ihre Ermordung in Auftrag gegeben zu haben. Das berichtete die Moskauer Tageszeitung "Kommersant" am Mittwoch ohne nähere Quellenangabe. Nach den Angaben soll ein Kumpan der Verdächtigten auf Grund des Politkowskaja- Artikels zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden sein.

Politkowskaja hatte in den vergangenen Jahren mehrfach über die Ermordung eines 30-jährigen Tschetschenen im Jahr 2001 berichtet. Sie lenkte darin den Verdacht auf die nach Tschetschenien kommandierten Polizisten aus Nischnewartowsk. "Kommersant" berichtete, in der Vorwoche sei eine mit dem Fall Politkowskaja befasste Moskauer Ermittlergruppe in die sibirische Industriestadt geflogen. Nach den Angaben sei einer der zur Fahndung ausgeschriebenen Ex-Polizisten in der Stadt gesehen worden.

Eine Stellungnahme der Strafermittlungsbehörden zu dem Verdacht lag nicht vor. Politkowskaja war am 7. Oktober bei der Rückkehr vom Einkaufen im Fahrstuhl zu ihrer Wohnung in Moskau hinterrücks erschossen worden. Die Journalistin hatte sich mit regierungskritischen Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien auch international einen Namen gemacht.



 

22 Postings, 4772 Tage Kerzhakzu ostsee..-

 
  
    #21
27.10.06 11:08
Sie schreiben: "Die Journalistin hatte sich mit regierungskritischen Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien auch international einen Namen gemacht.".
Das Wort "auch" passt ueberhaupt nicht in Fall "Politkovskaya" - da sollte "nur" stehen. Und so ist richtig: "Die Journalistin hatte sich mit regierungskritischen Berichten über Menschenrechtsverletzungen in Tschetschenien NUR in West einen Namen gemacht.". Es ist ganz einfach: Wo bezahlt - da anerkannt.
 

58805 Postings, 7325 Tage KickyPolitkovskaya war bei der Nowaja Gazeta

 
  
    #22
2
27.10.06 20:57
angestellt ,einer oppostionellen Zeitung in Moskau und schrieb hier ihre sorgfältig recherchierten mutigen Artikel auf russisch,ihre Bücher wurden im Westen veröffentlicht,weil sie in Russland niemand drucken wollte.Die Zeitung hat für die Ergreifung des Täters die Summe von umgerechnet 740000.-Euro ausgesetzt.

dies nur zur Korrektur des neu registrierten Russen Kerzhak,dessen einseitige Äusserung so nicht stehen bleiben soll  

58805 Postings, 7325 Tage Kickywird der Mörder je gefasst?

 
  
    #23
28.10.06 22:22
After the Oct. 7 slaying of Anna Politkovskaya, one of Russia's leading investigative journalists and an ardent Kremlin critic, authorities vowed swift justice. Russia's top prosecutor, Prosecutor-General Yuri Chaika, personally took charge, saying the case had "deep resonance within society." Speaking to reporters in Germany, Russian President Vladimir Putin called the murder "unacceptable" and said it "cannot be allowed to go unpunished."In reality, however, justice has been anything but swift for Russian journalists targeted for what they wrote or delivered on air.
Since 1992, 42 journalists in Russia have been killed in connection with their work, according to the New York-based Committee to Protect Journalists. Only in Iraq and Algeria have more journalists been killed in the line of duty in that time period. Many of the Russian cases involved contract killings, almost all of which remain unsolved.Few in Russia's journalism community believe Politkovskaya's case will turn out any differently.Politkovskaya was the thirteenth journalist killed in Russia since Putin came to power more than six years ago. In that time, press freedoms have grown increasingly fragile. The state has methodically wrested control over Russia's national television networks and top national newspapers. Some of the country's leading broadcast journalists have found themselves out of work after producing pieces that offended authorities.

The Russian government's pall over the media never intimidated Politkovskaya. She wrote unblinkingly about the separatist conflict in Chechnya and about human-rights abuses committed against Chechen civilians by Russian soldiers and forces loyal to Ramzan Kadyrov, Chechnya's pro-Moscow prime minister. She became one of Putin's fiercest critics, writing a scathing analysis of his presidency in a book titled "Putin's Russia: Life in a Failing Democracy."

World leaders and civil society advocates urged Russian authorities to quickly and thoroughly investigate the slaying. In a statement released after Politkovskaya's murder, Amnesty International said Russian authorities must make it clear that "perpetrators of such attacks will face vigorous investigation and prosecution."

Most Russian journalists doubt that authorities will ever heed such pleas.
"I'm sure the Politkovskaya case won't be solved at all," said Alexei Mironov, editor of a newspaper in Tolyatti where two editors have been murdered in contract killings in the last four years. "That's just the way things are in Russia. We're still locked in a struggle for freedom of speech, and violence like this is just a symptom of this fight."....http://www.sanluisobispo.com/mld/sanluisobispo/15863216.htm  

58805 Postings, 7325 Tage KickyPutin bescheinigt Politkovskaya geringen Einfluss

 
  
    #24
02.11.06 19:50
ihre Kollegen haben eine 16 Seiten lange Zeitung herausgegeben,mit Auszügen aus ihren Recherchen und einer Liste der 211 Journalisten,die in Russland getötet wurden seit 1992

Colleagues of the murdered Russian journalist Anna Politkovskaya put out a 16- page newspaper last week with tributes to her investigations of human-rights abuses, excerpts from her writing, and a list of the 211 journalists who have been killed in Russia since 1992. Backed by the independent Russian Union of Journalists as well as foreign journalists working in Russia, this expression of professional solidarity stood in stark contrast to the indifference of Russian President Vladimir Putin, who observed on the day of Politkovskaya's funeral that her influence on political life in Russia had been "very minor."Putin's callous remark reflects an attitude that is all too common among power holders, whether in make-believe democracies or real ones. Putin implied that Politkovskaya's death should not be accounted a great loss to Russia, since her stories about the unpunished murders, rapes, kidnappings and torture perpetrated by Russian forces in Chechnya left intact the hierarchy of power in Russia. The Boston Globe
Published: October 31, 2006
 

14034 Postings, 4839 Tage NurmalsoWas ist der Tod einer unbedeutenden

 
  
    #25
02.11.06 20:05
Journalistin gegen die Ostsee-Pipeline? Wir werden doch unsere Zukunft nicht gefährden und böse über den Ex-KGB-Mann Putin reden. Außerdem mag er Dresden. Und irgendwie ist auch auch ganz nett. Manchmal. Oder?

www.taz.de/pt/2005/11/11.1/mondeText.artikel,a0044.idx,10  

129861 Postings, 5843 Tage kiiwii...interessanter Halbsatz in der taz

 
  
    #26
1
02.11.06 20:13
"...Deutschland braucht Energiesicherheit, mit Windrädern und anderen wundersamen Projekten ist es nicht getan."


...ausgerechnet da...  


MfG
kiiwii  

58805 Postings, 7325 Tage KickyAlexander Litwinenko mit Polonium 210 getötet

 
  
    #27
2
24.11.06 19:25
London/Helsinki (dpa) - Der russische Ex-Spion Alexander Litwinenko (43) ist in London mit einer hohen Konzentration der radioaktiven Substanz Polonium 210 getötet worden. Das bestätigten britische Behörden am Freitag.Scotland Yard verstärkte die Fahndung nach den unbekannten Tätern und durchsuchte dabei auch mehrere Gebäude sowie die Wohnung Litwinenkos nach Spuren des radioaktiven Metalls. Russlands Präsident Wladimir Putin wies alle Anschuldigungen zurück, wonach er die Ermordung des Regimegegners angeordnet haben soll und sprach von einer "Provokation".Der Ex-Agent hatte wenige Tage vor seinem Tod in einer Botschaft, die erst am Freitag veröffentlicht wurde, Putin scharf angegriffen: "Sie mögen Erfolg damit haben, einen Mann zum Schweigen zu bringen, doch die Protestschreie aus der ganzen Welt werden Ihnen, Herr Putin, bis ans Lebensende in den Ohren klingen", erklärte Litwinenko.Putin sagte, auch in vielen anderen europäischen Ländern gebe es politische Morde, die bisher nicht geklärt worden seien. "Schauen wir doch nur mal die Lage der Mafia innerhalb der EU an", sagte er.Russland sei bereit, "bei Ermittlungen der britischen Behörden jede nur mögliche Hilfe zu leisten"Nach britischen Medienberichten gehen die Ermittler unter anderem Hinweisen darauf nach, dass Litwinenko am 1. November dadurch vergiftet wurde, dass ihm die radioaktive Substanz in ein Getränk gemischt wurde. Er hatte sich an dem Tag nach Angaben eines Freundes mit zwei Russen in einem Hotel zum Tee getroffen. Einer der Männer soll ein früherer KGB-Mitarbeiter gewesen sein.
Zuletzt beschäftigte sich Litwinenko mit Recherchen zur Ermordung der regimekritischen russischen Journalistin Anna Politkowskaja. Sie war am 7. Oktober in Moskau erschossen worden.  

30992 Postings, 6624 Tage sportsstarMan schiebt es den Tschetschenen in die Schuhe

 
  
    #28
10.02.07 21:48
Mordfall Politkowskaja

Zeitung: Zwei Tschetschenen unter Mordverdacht

Zwei tschetschenische Männer sind einem Bericht der kremltreuen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ zufolge als mutmaßliche Mörder der Reporterin Anna Politkowskaja festgenommen worden. Die oppositionelle Zeitung „Nowaja Gaseta“zog den Bericht in Zweifel.

Moskau - Die Angaben des kremltreuen Boulevardblatts entsprächen nicht der Wahrheit, sagte der Vize-Chefredakteur von „Nowaja Gaseta“ Sergej Sokolow dem Radiosender „Echo Moskwy“. Für sein Blatt hatte Anna Politkowskaja gearbeitet.

Unter Berufung auf Ermittler schrieb die „Komsomolskaja Prawda“, dass zwei Tschetschenen als Mordverdächtige festgenommen worden seien. Nach dem Mord an der prominenten Regierungskritikerin Politkowskaja Anfang Oktober 2006 seien mit Hilfe von Satellitenaufnahmen verdächtige Autos und Personen ermittelt worden. Die Generalstaatsanwaltschaft kommentierte die Angaben nicht.

Die unerschrockene Publizistin Politkowskaja hatte für die „Nowaja Gaseta“ über Verletzungen der Menschenrechte im Tschetschenien-Krieg geschrieben und sich damit bei russischen Sicherheitskräften wie tschetschenischen Politikern Feinde gemacht. Politkowskaja war am 7. Oktober 2006 von einem Unbekannten erschossen worden, als sie von einem Einkauf in ihre Wohnung im Moskauer Zentrum zurückkehrte. WELT.de

Artikel erschienen am 10.02.2007

Quelle: http://www.welt.de/data/2007/02/10/1208240.html


greetz
sports*
______________________________________________
Das Leben ist hart, doch Ariva ist härter..  

14034 Postings, 4839 Tage Nurmalsosportsstar,

 
  
    #29
10.02.07 21:56
glaube, Putin regiert da mit eiserner Hand. Die Zeiten, wo mal schnell Dinge aus Kernkraftwerken oder Forschungsinstituten von strategischer Bedeutung verschwinden konnten, sind sicher vorbei. Unter Jelzin hätte ich sowas nicht ausgeschlossen. Man muss sich nur mal ansehen, wie die russische Regierung mit unanbhängigen Medien umgeht, dann glaubt man kaum noch an tschetschenische Politiker (die im übrigen von Moskaus Gnaden oder eingesperrt oder tot sind)  

12175 Postings, 6772 Tage Karlchen_IIRadiotip

 
  
    #30
20.03.07 16:55
Die Jelinek liest heute um 19.00 Uhr auf Deutschlandradio Kultur aus nem Text von Politkovskaya.

Ist gerade ihr Russisches Tagebuch auf Deutsch erschienen. Respekt - aber gerade deshalb wundert es mich nicht, dass sie ermordet wurde. Habe gerade ein paar Auszüge gehört - Mannomann. Russland ist wohl voll in der Hand einer kriminellen Clique - und Putin ist der Depot. Ergo: Und unser Gert sein gutbezahlter Hansel.  

1670 Postings, 4981 Tage aktienpudelMit Vorsicht zu geniessen.

 
  
    #31
20.03.07 17:21
Frau Politkovskaya ist als Journalistin extrem subjktiv und einseitig in ihrer Darstellungen. Ausserdem soll man wissen, dass, was sie als absolute Wahrheit verkauft, in der Wirklichkeit nichts anderes als ihre persönliche Sichtweise (nicht mehr und nicht weiger) ist.  

12175 Postings, 6772 Tage Karlchen_IIKann ja sein.

 
  
    #32
1
20.03.07 17:27
Allerdings wurde sie umgebracht, was ja nun nicht gerade nur "ihre persönliche Sichtweise" spricht.  

1670 Postings, 4981 Tage aktienpudelBevor man irgenwelche Schlusse

 
  
    #33
20.03.07 17:32
zieht, soll man zuerst wissen, WARUM sie WIRKLICH umgebracht wurde. Bis jetzt wird darüber nur (und sehr tendeziös) gerätselt.  

58805 Postings, 7325 Tage Kicky10 Verdächtige festgenommen

 
  
    #34
1
28.08.07 08:45
auch ein Bandenführer von einer tschetschenischen Gang,die auf Auftragsmorde spezialisiert ist (Quelle Radio) und 5 Law enforcement Offiziere
offizielle Variante: nur jemand ausserhalb Russlands kann es gewesen sein,der ein Interesse hat Putin zu diskreditieren.Er schien auf Beresovsky anzuspielen...Prosecutor General Yuri Chaika refused to say who was suspected of ordering the Oct. 7 shooting of Politkovskaya, whose tireless chronicling of the killings, kidnappings and torture of civilians in war-scarred Chechnya had angered the Kremlin and the Moscow-backed Chechen leadership.But he said that only someone living outside Russia would have an interest in killing Politkovskaya, with the aim of discrediting President Vladimir Putin and destabilizing the country ahead of national elections.The prosecutor appeared to be referring to tycoon Boris Berezovsky, a former Kremlin insider who is one of Putin’s fiercest critics and lives in Britain, where he has refugee status.Berezovsky said Monday the effort to link him to Politkovskaya’s death was a “hysterical reaction” to his criticism of Putin....The U.S.-based Committee to Protect Journalists said Politkovskaya was the 13th journalist killed in a contract-style murder in Russia since Putin took office in 2000, and nobody has been convicted in any of them — a record that has led to doubts about the government’s dedication to freedom of the press.
http://www.indeonline.com/index.php?ID=19482  

6506 Postings, 6671 Tage Bankerslastwie gehts eigentlich Herrn Putin?

 
  
    #35
1
28.08.07 08:51

57811 Postings, 5673 Tage Anti LemmingMörder wurden zu langer Haft verurteilt

 
  
    #36
4
09.06.14 14:44
www.spiegel.de/politik/ausland/...straflager-verurteilt-a-974144.html

Mord an Kreml-Kritikerin Politkowskaja: Russisches Gericht verurteilt Täter zu langer Haft im Straflager

Knapp acht Jahre nach dem Mord an der kreml-kritischen Journalistin Anna Politkowskaja hat das Moskauer Stadtgericht fünf Beteiligte zu langer Straflager-Haft verurteilt. Die Hintermänner allerdings sind bis heute nicht gefunden.

Moskau - Am 7. Oktober 2006 wurde die kremlkritische Journalistin Anna Politkowskaja vor ihrer Wohnung durch mehrere Schüsse getötet. Nun hat das Moskauer Stadtgericht in dem Mordfall lange Haftstrafen gegen fünf Männer verhängt. Der mutmaßliche Organisator sowie der Todesschütze müssen demnach lebenslang ins Straflager.

Richter Pawel Meljochin verurteilte außerdem drei Komplizen zu je zwölf, 14 und 20 Jahren Straflager. Die Beschuldigten sind drei Brüder aus Tschetschenien, ihr Onkel sowie ein früherer Moskauer Polizeioffizier. Einer der Brüder soll Politkowskaja erschossen haben. Politkowskaja hatte aus dem früheren Kriegsgebiet Tschetschenien im Nordkaukasus berichtet.

Die Verteidigung hatte aus Mangel an Beweisen einen Freispruch verlangt und kündigte an, das Urteil anfechten zu wollen - wenn nötig vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. "Der Mord wurde von anderen Leuten verübt. Und der Auftraggeber wurde nicht genannt", sagte der Anwalt Said Achmet Artamirsajew.

Denn wer hinter dem Mord an der Journalistin steckt, ist weiterhin unbekannt. "Es bleiben viele Fragen zu den Drahtziehern", sagte auch Politkowskajas Sohn, Ilja Politkowski. Die Familie Politkowskajas sowie ihre Kollegen der kreml-kritischen Zeitung "Nowaja Gaseta" suchen weiter nach den Hintermännern. Erst wenn alle Schuldigen bestraft seien, könne ein Schlussstrich gezogen werden, erklärte die Anwältin der Familie. Auch die nationale Ermittlungsbehörde suche weiter nach dem Auftraggeber, sagte ein Sprecher der Agentur Interfax. Bis heute halten sich Gerüchte, wonach die Auftraggeber im russischen Machtapparat sitzen könnten....



 

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