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CoBa unter eingesammelter Summe der KE nach 4 Mona


Seite 4 von 21
Neuester Beitrag: 26.09.13 18:35
Eröffnet am: 06.09.11 17:19 von: DrShnuggle Anzahl Beiträge: 504
Neuester Beitrag: 26.09.13 18:35 von: FD2012 Leser gesamt: 186.794
Forum: Börse   Leser heute: 14
Bewertet mit:
18


 
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4329 Postings, 5987 Tage falke65kurs verfall com ist übertrieben...

 
  
    #76
01.11.11 09:26
alles  nur wegen   Griechenland....  

23658 Postings, 3641 Tage WeltenbummlerUnterstützung hat gehalten !

 
  
    #77
01.11.11 09:31
Q-Cells: Dickes Kaufsignal – war das der Befreiungsschlag?
01.11.2011 (www.4investors.de) - Nach den gestrigen deutlichen Kursgewinnen fragt sich der Markt, ob der Aktie von Q-Cells am Montag ein Befreiungsschlag gelungen ist. Der Kurs des TecDAX-notierten Solarenergiewertes ist auf Schlusskursbasis um 20,33 Prozent auf 0,72 Euro geklettert, das Tageshoch ist sogar bei 0,75 Euro notiert. Aus charttechnischer Sicht fällt neben dem deutlichen Kursgewinn auf, dass am Montag wichtige Hindernisse bei 0,63/0,65 Euro und 0,71/0,72 Euro überwunden wurden – letztere Marke auf Schlusskursbasis aber nur sehr knapp.

Aus charttechnischer Sicht könnte der Aktie damit eine Trendwende gelungen sein, sofern sich die charttechnischen Kaufsignale bestätigen. Wir hatten auf eine solche Entwicklung bereits Mitte Oktober hingewiesen, als Q-Cells noch bei 0,54 Euro notierte. Die komplette Chartanalyse vom 18.10. können Sie noch einmal hier nachlesen.

Wie geht es nun weiter? Als nächstes steht bei einer weitergehenden Aufwärtsbewegung nun der Widerstand bei 0,77 Euro im Fokus. Dagegen trifft die Aktie von Q-Cells in der Zone um 0,63/0,65 Euro auf erste wichtige Unterstützung.  

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleWeltenbummler: falsches Forum! Banken,nicht Solar!

 
  
    #78
1
01.11.11 10:04
Wir sind hier im Forum der deutschen Banken, obwohl es eigentlich nur noch eine bedeutende private Bank in Deutschland gibt, nomes est omen, die Deutsche Bank. Vielleicht kommt die CoBa noch einmal zurück, aber mit Q-Cells hat das wenig zu tun.

Hier noch etwas zu Griechenland:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795106,00.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,795132,00.html

Kursverfall ist übertrieben?
Der Markt hat sich sehr nach etwas Sicherheit bzw. Kalkulierbarkeit gesehnt. Und diese ist gelegt worden und in den vergangenen 24 Stunden wieder zerstört worden.
Auf der anderen Seite sollte man die Q3 Zahlen der DB nicht vollkommen außer Acht lassen. Die Hauptgefahr der DB sehe ich persönlich dadrinnen, das die Politik irgendwann wirklich die Trennung von Investmentbanking und klassischem Banking umsetzt. Doch wird dafür sicherlich der Einfluss der Bankenlobby in der Politik stark genug sein.
Noch einmal zurück auf die Q3 Zahlen, es sieht mehr und mehr danach aus, dass das EBIT der DB dieses Jahr auf 7-9 Mrd. hinaus läuft, was wiederum pessimistisch auf einen Jahresüberschuss von über 5 Mrd. hindeutet. Dies bedeutet bei der bekanntgeworden finanziellen fundamentalen Stärke (Eigenkapital und Kernkapitalquote) bei einer momentanen Marktkapitalisierung von 26 Mrd. beim aktuellem Kurs von 28,oo € wieder ein absurd niedriges KGV von 5. Sollte das KGV zumindest auf einen niedrigen Wert von 7 steigen und dies unter der Annahme von 'nur' 5 Mrd. Jahresübeschuss (4,1 Mrd. hat die Bank schon nach 3 Quartalen), sollte der Kurs zumindest über 37 Euro steigen, wobei 40 € mit genaueren verwendeten Zahlen genauso vertretbar wären. In 'normalen' Zeiten ist wohl ein KGV von 12 der Richtwert.
Aber erst einmal ist die 37 bzw. 40 meine zu erreichende Zielgröße für dieses Jahr. Aber diese Kursschwankungen von über 5% täglich bei einer Poseidon wie der DB sind ein Spiegelbild dieser außergewöhnlichen Zeit.
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Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!

1498 Postings, 3262 Tage RobertControllerWiedereinstieg in Thread wegen Jauch..

 
  
    #79
1
01.11.11 10:38

..großer Aufreger für mich.

Ein polemisierender Trittin, ein frustierter Banker und ein unvorbereiteter ehemaliger Vorstandsvorsitzender der DB gaben ein desaströses Bild. Alles auf die Banken!  Ausgangspunkt die Immobilienkatastrophe vor 3 Jahren und als Konsequenz die jetzige Staatshaushaltsmisere!

Beispiele:

- Irland: War natürlich als kleines Land außergewöhnlich hoch betroffen, aber jetzt überhaupt kein Thema! 

- Spanien: War natürlich auch betroffen, aber haben immer noch zu tun mit eigener Immobilienblase! 

- kein Ton über betrügerisches Griechenland, als Auslöser des Desasters!

- und die hohen Agrarpreise mit Beispiel Mais! Klar auch Warentermingeschäfte, aber das Gros sind reine Wetten - also inkl. Gegenwetten (rein dadurch wird der tatsächliche Weltmarktpreis nicht berührt). Dass auch Hedgefonds sich an den Wetten inkl. Warentermingeschäften beteiligen, und so den Preis auch beeinflussen ist natürlich unbestritten und gehört reglementiert, aber nicht in dieser geäußerten Größenordnung von dem 10-fachen der Welternte wird Ware geordert.

Ich will die Banken nicht freisprechen, aber die Politik hat durch Garantien den Stein ins Rollen gebracht und die Banken haben es  verantwortungslos umgesetzt. 

Und noch eins zu den 55 Milliärden Hypo-Estate: Wenn ich statt  zu saldieren addiere, genügt eine Buchung über ein Sammelkonto mit 27,5 Milliärden!  Schlimm genug und darf nicht passieren. Aber Herr Schäuble trifft nun wirklich keine Schuld und selbst "positive" Nachrichten werden höchst negativ vermarktet. 

Soweit allgemein.. 

  

 

946 Postings, 3174 Tage vision76ich versteh das hier rational gar nicht mehr!!

 
  
    #80
01.11.11 10:51

Man träumte letzte Woche bis zum Jahresende von 35-40 !Und gestern und heute sind wir wieder in der realität angekommen !!

Da geht nix mehr aber auch gar nix mehr !

Und die Griechen....zum Kotz 

 

1498 Postings, 3262 Tage RobertController..und jetzt speziell DB!

 
  
    #81
1
01.11.11 11:00

Der Kursrückgang ist verständlich. Gewinnmitnahmen, schlechte Fondnachrichten aus Amerika, von denen auch die DB betroffen sein soll, und jetzt die Nachricht aus Griechenland - die das Geschenk nicht annehmen wollen. Also möglicherweise wieder die Drachme!

Fundamental sehe ich es wie folgt:

Dieses Jahr werden wir einen Nettogewinn von ca. 5 Milliärden sehen. Damit verbunden wegen der weitern Erhöhung der Kernkapitalquote eine Dividende von ca. 90 cts.  Das gilt auch für 2012!

Darin sind Risiken eingepreist:

- Prozesse aus Amerika und Kirch und Las Vegas!

- Bankenabgabe + Börsensteuer (wobei 57 Milliärden Staatseinnahmen illusorisch sind, weil ja die Millisekunden An-und Verkäufe    sehr viel weniger gehandelt werden etc.)

- Italien, wobei sich die DB sowieso aus Staatsanleihen auch von anderen verabschiedet hat!

- Das negative Image von Banken, das sich wie eine Hexenverfolgung verbreitet und der Schuldige allen Übels ist. Sehr bequem für die Opposition und als Generalargument! Wenn die verstaatlichen wollten, so hätten sie immer noch die Möglichkeit über die Börse sehr preiswert zumindest den 25%-Anteil zu erwerben.

Für mich gilt es als sicher, dass bis dahin ein Kurs von über 50 erreicht wird, ab 2014 erwarte ich auch eine Dividende von knapp 2 €. Ein Buchwert von dann weit über 60 läßt sich nicht ignorieren!

Wie schon oft gesagt - ich halte!!

 

 

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggle@ Robert

 
  
    #82
1
01.11.11 11:29
Ja, die Panne bei der HRE ist wirklich amüsant, aber eigentlich wirklich peinlich. Meine ebenfalls, das den Schäuble hier keine Schuld trifftt. Aber es entsteht  hier eine ganz andere Frage: Wenn bei der FMS Wertmanagement, der Bad Bank der HRE, auf einmal 55,5 Mrd. wegen einer Fehlbuchung auftauchen, wie kann diese Fehlbuchung einige Jahre bestand haben und keinem hochbezahlten Managere noch irgendeiner Wirtschaftsprüfung der Bilanz stand halten, nachdem die Bilanz durch ettliche Hände ging? Wieviele Millionen können dann unbemerkt privat abgeuweigt worden sein?
Dies sorgt natürlich für einen weiteren Vertrauensbruch an den Bigplayern und Entscheidungsträgern!

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/0,2828,794839,00.html

Dieses kleine und eigentlich unbedeutende Griechenland hält weiter die Wel in Atem! Auch hier wandern die Entscheidungen durch zu viele Instanzen. Diese überraschende Wendung Papandreous schockt eigentlich alle. Der mühsam errungene Weg wird wieder vollkommen in Frage gestellt. Griechenland spart sich allerdings auch kaputt, anstatt einfach die bestehenden Steuern einzutreiben und gegen der korrupten Morast im Staat vor zu gehen. Jetzt entscheidet das griechische Volk über alles, nicht nur über den Schuldenschnitt, sondern wohl auch über deren Mitgliedschaft in der Währungsunion. Und das gescholtene Volk wird sich wohl nach den ganzen tiefen Eingriffen gegen alles weitere entscheiden. Dann folgt die nächste große Krise. Es entstehen die ersten Stimmen für den Austritt Griechenlands aus der Währungsunion.
Wie kann man auch in der jetzigen Situationen allen so vor den Kopf stoßen?! Finnland spricht schon von dem möglichen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion. Nur begreift das griechische Volk überhaupt, wie übel dann die kommende Dekade für das Land werden wird? Vielleicht wäre dieser Schritt am Ende jedoch besser für alle beteiligten?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795130,00.html

Beim Jauch war der Insider interessant, doch der Rest eigentlich weniger. Mit diesem 10 Fachen Umsatz der jährlichen Ernte wäre ich ebenfalls vorsichtig, da vom Umsatz gesprochen wird. Wenn also ein Terminkontrakt von A nach B und später wieder von B nach A verkauft wird, entsteht schon der doppelte Umsatz der real zugrunde liegenden Güter. Also, welche Zahlen zugrunde gelegt werden ist eben schwierig nachzuvollziehen und werden trotzdem gerne polemisch verwendet. Aber der unkontollierbare außerbörsliche Handel, indem ein Schattenhandel mit gigantischem Volumen entsteht, den Punkt fand ich wirklich interessant. Leider wurde hier nicht tiefer drauf eingegangen.

Es ist also so einiges auf der Welt im Gange, wo eigentlich niemand mehr wirklich einen Überblick drüber hat. Griechenland bringt so einige Steine ins Rollen, vor allem wird immer mehr kritisch hinterfragt. Wikileaks hat so einiges aufgedeckt, auf einer ganz anderen Ebene hat die Finanzkrise 2008 mit den in Kontrakten verpackten Immoblien mit von Chancen abgetrennten Risiken ans Licht der Öffentlichkeit gebracht. Daraus ist die Staatsschuldenkrise entstanden, die die Macht der drei Ratingagenturen und die Konstruktionsfehler des Euros gnadenlos aufdeckt. Die USA kommen momentan ebenfalls nicht wirklich aus der Krise. Mal sehen, wie lange sich Deutschland in diesem Umfeld noch gut halten kann und wann wirklich neue treibende Kräfte für die global verknüpfte Wirtschaft entstehen?
Wie fragil diese unseren ganzen verflochtenen Sasteme sind merkt man an den Nachrichten der letzten 24 Stunden und deren sofortige Wirkung! Welche Wirkung werden diese neuen Tatsachen in einigen Wochen oder Monaten haben?

Und vor allem, wie wird sich das griechische Volk entscheiden? Würde zu 70 Prozent behaupten, die lehnen das neue Sparpaket ab. Was würde dies dann bedeuten? Keine neuen Hilfgelder vom Rettungsfonds und dem IWF und Griechenland wird zahlungunfähig und stürzt ins Chaos. Griechenland muß dann wohl aus der Euro Zone. Oder kommt es doch zum Gegenszenario der 30%, da genau die selben Befürchtungen die Bevölkerung hat?

Das einzige, was sicher zu sein scheint, ist wohl, dass nichts mehr als SICHER gilt, dass jede Entscheidung einen Tag später wieder in Frage gestellt werden kann.
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946 Postings, 3174 Tage vision76Frage!

 
  
    #83
01.11.11 11:58

Welche Auswirkungen hätte denn das Nein der Griechen zur EU und damit zurück zur Drachme für die DB ?

 

Danke

 

Gruss 

 

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggle@ vision

 
  
    #84
1
01.11.11 12:16
Genau über die Frage grübeln momentan Millionen von Köpfen!

Nein bedeutet nicht gleich die Rückkehr zur Drachme! Obwohl dies dann auf einmal wesentlich wahrscheinlicher wird, als zuvor!

Bedeutet das Nein eine neue Krise, neues Chaos? Oder entsteht dann eine neue Klarheit?
Was wird dann auf die übrigen Krisenländer übertragen. Welche Konsequenzen entstehen daraus für die einzelnen PIIGS? Wie sehr schadet dies dem Ansehen von Europa und dem Ruf der schwierigen und kopmplexen europäischen Entscheidungsprozesse.

Und all dies wird die Märkte massiv beeinflussen. Doch alles kann man kann man aus einem positiven oder negativen Blickwinkel betrachten und welche Perspektiven eingenommen werden, ist die nächste Frage! Waren z.B. die Quartalszahlen der DB schlecht oder eben viel besser als erwartet?! Rethorische Frage!

Und all diese neu entstehenden Konsequenzen und Folgerungen der Märkte beeinflussen sowohl das Investitionsverhalten der Unternehmen, die Konjunktur und somit sowohl das Investmentbanking wie auch das Cooperate Banking der DB und somit deren Gewinnerwartungen. Und all diese Überlegungen beeinflussen wiederum den Aktienkurs. Dadurch entstehen wieder neue Trends, die dann durch die Trader, die auf fundamentale und strategische Unternehmenszahlen pfeifen, diese neuen Trends wieder verstärken.

Also, hängt alles von der überwiegend eingenommenen Perspektive der nun entstehenden Interpretationen der neuen Nachrichten- und Faktenlage ab. Prognosen sind also schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen!

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2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleWow, da schwinden die Millarden oder sogar Billion

 
  
    #85
2
01.11.11 14:47
Wow, da schwinden die Millarden oder sogar Billionen?

Wieder löst ein kleines Land einen Tsunami aus! Kommt jetzt eine neue Panikwelle auf uns zugerollt? Wie wird die Welt denn Ende der Woche betrachtet werden? Sind unsere Systeme wirklich so fragil?

UBS gerät ins wanken!
Monate ohne nennenswerte Neuigkeiten und jetzt Tage der Entscheidungen!
Linke Ideen werden mit neuen Fakten gefüttert!
Occupy Wallstreet Bewegung erhält vor dem G20 Gipfel ebenfalls unerwartete Unterstützung!
Polemisch formuliert: "Erst erschleichen sich die Griechen durch Betrug den Beitritt zur Währungsunion und jetzt wird bei deren Rettung wieder betrogen. Die Idee des Volksentscheids musste doch schon in Papandreous Kopf vor einigen Tagen gewesen sein. Anstatt die Millarden nach Griechenland zu pumpen, sollte vielleicht ein Ekzempel statuiert werden, die Millarden direkt zur Rettung der Banken und anderer Gläubiger gepumpt werden und Griechenland ins Chaos für andere Staaten als abschreckendes Beispiel abgleiten lassen und diese aus der Währungsunion schmeissen. Mal sehen, in wievielen Jahren sie sich aus diesem Morast wieder befreien können!"

Da platzt wohl vielen der Kragen! Welch eine Bombe worde denn jetzt gezündet?!

http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,795161,00.html
http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,795156,00.html
http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/...8,795203,00.html

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,795189,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,795151,00.html

http://www.handelsblatt.com/finanzen/...gen-griechenland/5784626.html

Auf jeden Fall überschlagen sich heute die Nachrichten! Dabei dachte jeder, dass diese Woche etwas Ruhe in die europäische Schuldenkrise kommen würde, Pustekuchen!
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212 Postings, 3277 Tage SilbersteinBankbilanz aufschlüsseln?

 
  
    #86
2
04.11.11 11:05
Hi,

ich lese hier immer mal so mit, sieht auf alle Fälle interessanter als die anderen CoBa Foren aus!

Ich benutze für die Aktienanalyse immer verschieden Kennzahlen aus der Bilanz und natürlich auch viel Bauchgefühl. Bei der Bankbilanz bin ich mir unsicher und nutze nur wenige Zahlen, da es doch ein sehr komplexes Geschäftsfeld ist.

Die Commerzbank hat heute neue Zahlen herausgebracht und ich wollte mal meine Methode hier reinstellen, wie ich diese Bank zahlenmäßig einschätze und warum ich davon ausgehe, dass die Commerzbank einfach mal mehr wert ist, als in dieser sehr interessanten Zeit.

Ich gehe von 4 Bilanzzahlen aus und rechne natürlich auf die einzelne Aktie herunter:
Zurzeit sind 5.113,4 Mio. Aktien im Umlauf.

Barreserve 16.846 Mio. € -> 3,29€/Aktie
http://www.finanz-lexikon.de/barreserve_283.html

Immaterieller Wert: 2.997 Mio. € -> 0,586€/Aktie
Sachanlagen: 1.472 Mio. € -> 0,288 €/Aktie
Eigenkapital: 24,869 Mio. € -> 4,86 €/Aktie

Ich habe mal gelesen, das Bankaktien sich regelmäßig ihrem Buchwert - also Eigenkapital/Aktienzahl - annähern. Da erschließt sich mir ein langfristiges Kursziel von 4,86 €.

Die Abschreibungen sind natürlich schwer für die CoBa, aber immerhin war das mal ein ganz normaler Kreislauf mit sicheren Papieren die nicht mit Eigenkapital hinterlegt werden mussten und die Staaten haben immer gerne das Geld genommen. Das bricht nun weg.

Schaut man sich nur mal die Immateriellen Werte an - also Markenname, Kunden, usw. - und addiert das zu den ganzen Gebäuden und Büros (Sachanlagen) ist man beim absoluten Tiefststand, wenn mit 0,874 € je Aktie, was natürlich Unsinn ist.

Warum Unsinn? Nun die Bank macht eine ganze Menge mehr Geschäfte, hat ein paar mehr Kennzahlen und hätte ohne die Abschreibungen auf Staatsanleihen sicherlich sich in diesem Jahr komplett aus der Staatshand befreien können und alle hätten grinsend in die Zukunft gesehen.

Sieht man sich alleine die Barreserve an, also das, was als sofort greifbarer Teil des Vermögens gelten sollte, wäre die Commerzbank schon 3,29 € wert.

Der Markt ist irrational und geht zur Zeit vom schlechtesten aus, trotzdem halte ich die Coba für eine der größten Privatkunden- und Mittelstandsbanken, immerhin soll sie ja als Nr. 2 hinter der Deutschen Bank in Deutschland stehen.

Ich sage mir, jetzt kaufen, solange es donnert aussieht, dann ist man auch dabei, wenn der Himmel sich aufklart. Ich halte das Unternehmen Commerzbank nicht für gefährdet.  

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleCoBa Zahlen an die Experten

 
  
    #87
1
04.11.11 12:52
Kann jemand die Zahlen aufbereiten und objektiv zusammenfassen, wie ich es in #63 für die DB gemacht habe?

@ Silberstein
Der Buchwert ist immer mit größter Vorsicht zu genießen.
Sachanlagen müssen ebenfalls hinterfragt werden.
Finde Deinen Ansatz aber sehr interessant, mir fehlt nur gerade die Zeit, näher darauf einzugehen.  
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212 Postings, 3277 Tage SilbersteinCoBa Zahlen ohne Experte:

 
  
    #88
3
06.11.11 11:17
Den Buchwert je Aktie verwende ich in dieser Form, da (fast) jeder diese Zahl so benutzt. Eine selbsterfüllende Prophezeiung also.
Eigentlich rechne ich lieber nach Graham, aber ich kann die Bankverbindlichkeiten nicht so einschätzen wie bei anderen Firmen.
Sachanlagen halte ich für wichtig, da dies der reine Firmenbesitz ist, den man natürlich dann mit Abschlag beim Verkauf (ich schätz mal min. 50%) bei der Liquidation des Unternehmens erhält. Dies funktioniert ohne Geschäft also ohne alles. Da die Coba in meinen Augen aber nicht gefährdet ist, verwende ich diesen Wert zu 100%.
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Dein Posting 63 sieht sehr kompliziert aus, ich nehm mir mal die Zeit, kann die Zahlen leider nicht so gut auswerten:

Laut Stressszenario der European Banking Authority (EBA) liegt die Core-Tier-1-Quote der Coba bei 8,9%. Laut Seite 15, Absatz 2, liegt die Core-Tier-1-Quote bei 9,4% (nach Basel III).

Aber:
http://www.finanznachrichten.de/...hlen-noch-nicht-endgueltig-016.htm

Die Liquiditätsreserve steht bei 76,2 Mrd. € und liegt bei 1,1 der regulatorischen Mindestanforderung.

Das wichtigste ist sicher die Abschreibung griechischer Staatsanleihen auf 52% - das ergibt schon allein ein Minus von 798 Mio. € im Quartal 3. Im 2. u. 3. Q. beläuft sich die Abschreibung auf griech.Anleihen auf 1,6 Mrd. €.

Insgesamt soll die Coba 13 Mrd. € an den PIIGS Staatsanleihen halten:

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/...s-offen-495121/index.do

Das Privatkunden und Mittelstandsgeschäft hat im Q3 alleine 851 Mio. € erwirtschaftet. Innerhalb der ersten drei Quartale sogar 3 Mrd. €. Hier ist eindeutig die Stärke der Commerzbank zu sehen. Die Integration der Dresdner Bank wurde abgeschlossen und die Synergieeffekte sollten jetzt voll zum Tragen kommen.

Das Segment Asset Based Finance reißt stark ein, besonders durch die Belastungen durch die nicht mehr als sicher geltenden Staatsanleihen.

In Q1- Q3 wurden 344 Mio. € Operatives Ergebnis erzielt im Gegensatz zum vorherigen Jahr von 1097 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Hier würde ich aber auf die Abschreibungen auf die Staatsanleihen verweisen – immerhin 1,6 Mrd. €,  die das Ergebnis ziemlich nach unten ziehen. Ohne diese wäre man bei knapp 2 Mrd. €. Also läuft das Geschäft der Coba wesentlich besser als noch im letzten Jahr, in welchem meiner Meinung nach die Staatsanleihen noch nicht als gefährlich eingestuft wurden.

Das KGV kommt bei diesem Kurs von 1,68 € und 322 Mio.€ den Commerzbank-Aktionären zurechenbares Ergebnis auf voluminöse 28. Hier gehe ich von einem Ergebnis je Aktie von 0,06 € (322/5113,4) aus und nicht wie in der Bilanz von 0,11 €. Dieser Wert erschließt sich mir nicht.

Ohne die griech. Abschreibungen kommt man bei einem angenommenen Ergebnis von 1,9 Mrd. € auf ein KGV von 4,5.

Ein operatives Ergebnisziel von 4 Mrd. € ist der Wunsch der Coba-Führung, wird aber im aktuellen Umfeld nicht erreicht werden.  

212 Postings, 3277 Tage SilbersteinQuelle Bericht Q3

 
  
    #89
1
06.11.11 11:20
https://www.commerzbank.de/media/de/aktionaere/...Zwischenbericht.pdf

huch, vergessen.  

2978 Postings, 3207 Tage SG70@silberstein

 
  
    #90
4
06.11.11 11:42
Ich halte die Coba zwar nicht für gefährdet, insbesondere weil Fr. Merkel die Coba ja als systemrelevant einstuft.
Das Problem ist aber die Beschaffung von EK um die Kapitalanforderungen zu erfüllen. Eine KE ist eigentlich bei diesem Kurs nicht möglich bzw. würde zu einer extrem steigenden Aktienanzahl führen (wenn z.B. 5 Mrd im Zuge weitere Abschreibungen auf Staatsanleihen genötift würden). Wenn diese Verluste aber anstehen, dann könnte der Coba das gleiche "Schicksal" wie der HRE passieren. Das Misstrauen der anderen Banken gegenüber der Coba wird extrem steigen, keine Refinanzierung mehr möglich und die Folge ist die Zwangsverstaatlichung.
Die Coba ist in ihrer Extistenz zwar nicht gefährdet, dennoch kann Aktionären bei einer Verstaatlichung quasi fast ein Totalverlust drohen.
Wenn die Coba den Kapitalbedarf nicht eigenständig durch Verkäufe, Gewinne etc. decken kann, wird nur der Staat bleiben. Kapitalbeschaffung über den Markt ist eigentlich unmöglich. Im gegensatz zur DB, die durch die KE einen Wert (Postbank) gewonnen hat, wäre die KE der Coba eine Kapitalerhöhung ohne Wertschaffung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass private oder institutionelle Anleger eine solche KE bei diesen Kursen und den damit verbundenen extremen Ausweitung der Aktienanzahl mitmachen würden.  

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleWo soll das mit der CoBa noch enden?

 
  
    #91
1
10.11.11 11:43
Habe neulich einen sarkastischen Beitrag zur CoBa gelesen, der aber einen interessanten Gedanken beinhaltet. In etwa wie folgt: Bei den 5 Mrd. Aktien wird erst ein reverse Split mit 1:10 vollzogen, um danach eine erneute Kapitalerhöhung anzukündigen.
Ja, die arme CoBa war die letzte verbliebene und nennenswerte deutsche Privatbank neben der DB. Jetzt ist sie Halbverstaatlicht und gerade, als der mutige Befreiungsschlag die ersten Schritte umsetzte kam die nächste Krise. Die verschärften Kapitalvorschriften dürften zu zusätzlichen Problemen neben den Verlusten in der Euroschuldenkrise führen.

Ja, die DB durchschifft eine Krise nach der anderen relativ geschickt, aber niemand will Banktitel besitzen, obwohl es fundamental bei denen immer einigermaßen hinzu hauen scheint. Aber was nützt es, wenn es niemand hornoriert. Auch dumm ist, wenn sie in beiden Krisen nicht auf staatliche Hilfe angewiesen sein sollte, dass es nicht belohnt wird, sondern eher bestraft, denn andere Banken bekommen statt permanenter Klagen Zuschüsse von Regierungen. Nun, ganz so drastig ist es natürlich auch nicht. Bin gespannt, wann der Kurs mal wieder über 50 Euro steigt und wieviele Regierungen bis dahin zusammen gebrochen sind und wie dann der Währungsraum aussehen wird und wie hoch die Inflation bis dahin steigen wird.
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2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleTrendwende DB nicht bestätigt

 
  
    #92
1
11.11.11 13:56
Die Andeutungen der charttechnischen Trendwende bei der DB wurde leider nicht bestätigt, der fundamentale Ausblick sieht allerdings einigermaßen gut aus, die fundamentale Bestätigung geben die Quartalszahlen 1 bis 3 für das laufende Jahr wieder. Momentan scheint das KGV etwas unter 5 zu liegen, immer noch ein extrem niedriger Wert.
Allerdings rappelt es in Europa und Rund um den Euro immer noch gewaltig. Jeglicher Lösungsansatz scheint eine Halbwertszeit von einigen Tagen zu haben, bevor er mit Querschüssen wieder zerredet wird. Regierungen müssen zurück treten. Papandreou, jetzt wohl Berlusconi und dann?
Heute noch der Faupax von Standard und Poors. Doch irgendwie scheinen momentan alle Threads bezüglich der DB still zu stehen. Nun ja, die Tage von 5 bis 10% Kursschwankungen scheinen erst einmal vorüber zu sein. Ob es nochmal Richtung 20 geht oder endlich wieder über 30 kann man nur mit Wahrscheinlichkeiten belegen, doch scheint beides möglich, ersteres jedoch wesentlich Unwahrscheinlicher.
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Angehängte Grafik:
111111_chart_year_deutschebank.png (verkleinert auf 93%) vergrößern
111111_chart_year_deutschebank.png

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleVon wegen

 
  
    #93
11.11.11 18:20
Was schrieb ich heute Mittag:
"Nun ja, die Tage von 5 bis 10% Kursschwankungen scheinen erst einmal vorüber zu sein."

So kann man sich irren, LOL!
+ 6% heute!
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2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleDoch neuer Aufwärtstrend?

 
  
    #94
2
13.11.11 09:08
Mir stellt sich langsam die Frage, ob wir nicht doch in einen neuen Aufwärtstrend gelangen, der dann von den Trendtradern noch verstärkt wird. Noch ist allerdings der Trendkanal viel zu steil, so dass er nicht lange anhalten kann, jedoch war der Abwärtssog zuvor ebenfalls viel zu steil.
Gehen wir also Richtung Weihnachten mit einer Jahresendralley eher Richtung 40 oder sorgt die Eurokrise doch eher für einen erneuten Verfall Richtung 20, oder das Wetter bleibt, wie es ist und wir pendeln uns um die 30 ein? Meine Vermutung ist wegen der fundamentalen Stärke eher eine 35 als Zielmarke bis zum Jahreswechsel.

Bei der Coba sehe ich wesentlich höhere Risiken und deswegen wären schon die 2,00 € eine optimistische Zielmarke bis zum Jahreswechsel. Aber all diese Prognosen sind einfach in Zeiten wie diesen eigentlich schon ein Schuss ins Blaue.
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12401 Postings, 4531 Tage Romeo237gute Einschätzung hier

 
  
    #95
13.11.11 18:14
sehe ich genau so Dr.  

4040 Postings, 3901 Tage DiskussionskulturDie Beschäftigung mit

 
  
    #96
15.11.11 15:19
Finanzaktien ist meines Erachtens reine Zeitverschwendung,

Daß in fast allen Boards das implizite Kriterium die Kurse von einst sind (Motto: was mal bei 40 war, kann locker wenigstens wieder über 4 gehen), spricht eh Bände ...

Ich erwarte für den ganzen Sektor europaweit eine massive Konsolidierung (und sei es, daß manche zusammengekauften Banken "redimensioniert" wieder solo in den Markt zurückkommen). Dann dürfte immer noch Zeit genug sein, auf sicherer Grundlage Kursgewinne zu erzielen.  

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleHier sind doch wohl andere Kriterien

 
  
    #97
1
16.11.11 07:27
Ein KGV von unter 5!
Ein Kurs-Buchwert weiter unter eins!
.....
usw.

Wir gehen schließlich bei der DB nicht von Kurszielen über 110€ aus!

Nur nach den gigantischen Kapitalerhöhungen der beiden Banken ist ein Verlgeich mit Kursen vor deren KE bei der DB erschwert und bei der CoBa unmöglich geworden. Generll halte ich eine objektive Kursfindung bei der CoBa seit der Staatsstütze und der KE nahezu für unmöglich, da hier einfach zuviele Unsicherheitsfaktoren vorherrschen und der gesamte Sektor sich im Wandel befindet, vor allem deren gesetzlichen Regularien.
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Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!

2629 Postings, 4320 Tage DrShnuggleIst der Euro in Gefahr?

 
  
    #98
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18.11.11 08:17
Natürlich ist der Euro in Gefahr. Die zweite Regierung ist jetzt über diese Krise gestolpert und gefallen. In Spanien wird die nächste wohl abgewählt werden. Wir hier in Deutschland bekommen all dies noch nicht wirklich mit. Man liest zwar einiges über die Situation in den anderen Ländern, doch dies am eigenen Leib zu spüren ist eben schon etwas anderes.
Auf der anderen Seite glaube ich auch fest daran, das der Euro gerettet wird, denn die Regierungen habe zu viel Angst vor den möglichen Alternativen und deren unkalkulierbaren Konsequenzen.
Doch jetzt strafen die Märkte wieder die Lösungen ab. Die so klar geschienene Rettung Griechenlands ist auf einmal überhaupt nicht mehr sicher, zumindest ob sie wirklich umsetzbar ist.
Da jetzt auch Spanien wankt, Italien strauchelt und selbst Frankreich kurzzeitig immer mal wieder wackelt, sagen die Märkte, das der ESFS zu gering demensioniert ist. Auch die Hebelung sorgt nicht für den gewünschten Effekt. Und die Märkte wissen auch, dass den Regierungen langsam die nötigen Mittel und somit die Handlungsmöglichkeiten ausgehen.
Jetzt kommt es langsam zum verschärften Konflikt zwischen der Politikt und den Händlern auf den Märkten. Den Börsen sollen verschärfte Regularien aufgelegt werden, doch funktioniert dies wegen der mobilen und eigentlich imaginären Ware Geld nur international. Und jeder weiß wie schwer internationale Eingung auf neue Regeln durchzusetzen sind, dies zeigen nicht nur die Klimagipfel. Bin also gespannt, was bei all dem Gerede wirklich heraus kommt und wie unsere beiden Banken darauf reagieren werden, vor allem aber, wie die Märkte diese dann bewerten werden.

Es ist halt ein schwieriger Prozeß:
Märkte entmachten!
Urspringliche Aufgaben der Märkte wieder in den Fokus bringen.
Wirtschaftliche Stabilität des winzigen Europas im Vergleich zu mittlerweile über 7 Mrd. Menschen.
Abkehr vom Ölzeitalter, das der Schmierstoff unserer Wirtschaft ist.
Vor allem, woher sollen die Anreize eines erneuten Wachstums kommen?
- neue Absatzmärkte immer unwahrscheinlicher, da die Welt schon ziemlich erschlossen ist.
- Effizienzsteigerung wird immer schwieriger. Immer weniger Menschen sollen immer mehr schaffen. BurnOut Zeitalter einer Vielzahl der Leistungsträger, während immer mehr außen vor stehen.
- Computer, Software und Internetboom sind irgendwie ebenfalls schon sehr ausgeschöpft, bzw. neue Projekte und Ideen sind immer schwieriger umzusetzen. Welches Potential liegt hier noch verborgen?
- Persönlich glaube ich nun an Dekaden des Energiewandels, nur gibt es hier noch keinen globalen Konsens.

Doch die in der Presse und Politik diskutierten Summen beängstigen einen doch sehr, vor allem, wenn man sie in den Vergleich zu den Ausgaben für Bildung und Forschung setzt. Und selbst bei den Bildungssystemen liegt einiges im Argen. Hier schaut man m.M. nach viel zu wenig auf das Individuum und geht viel zu technisch an die Aufgabe Bildung und zerstört somit viele Talente im frühen Alter.

Dann kauft China die halbe Welt auf und die Occupy Wallstreet Bewegung zeigt auch die Unzufriedenheit der westlichen Länder. Befinden wir uns in einer Welt des rasanten Umbruchs?
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Meine Rechtschreibfehler sind übrigens gratis!

361 Postings, 3777 Tage racionalIst der Euro in Gefahr?

 
  
    #99
18.11.11 09:48
Die Investmentintelligenz der Investmentbanker ist zu dominant. Unsere Poliker verfügen nicht über die nötige Bildung. Würde ich die Investmentintelligenz der Investmentbanker vergleichen, dann währen die Politiker eine Herde Kühe die von Menschen getrieben werden.

Wir sind zum Spielball für diese Leute verkommen.

Was haben Monti, Draghi und Papadimos gemeinsam? Alle kommen von Goldman Sachs.  

4040 Postings, 3901 Tage DiskussionskulturIch würde es

 
  
    #100
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18.11.11 11:46
eher so sagen: das Investmentbanking ist leider nur noch zu maximal 15 % Investmentbanking.

@DrShnuggle: ich hatte mit meinem letzten Posting überhaupt nicht Deinen Thread gemeint. Im Gegenteil: mein Posting war, z.B., ein Kommentar zu Deiner Diskussion im Commerzbankthread mit einem anderen Ariva-Mitglied.

Was man aus meiner Sicht bei der Commerzbank mitbedenken sollte: die Bank hat sich strategisch als Bank für den deutschen Mittelstand positioniert. Damit erfüllt man sicher eine Funktion, die mehr mit Bankgeschäft zu tun hat als das, was einige andere Institute betreiben.
Man sollte aber nicht vergessen, daß sich der deutsche Mittelstand u.a. infolge der Auswirkungen der Schröderschen Arbeitsmarktreformen auf einem absoluten "high" befindet, das nicht ewig anhalten wird. Der sehr vorsichtige Ausblick vieler Großkonzerne, die sich als Frühindikatoren eignen (z.B. BASF, Infineon), die zum Teil total überzogenen Lohnforderungen der Gewerkschaften, für die es hohe gesellschaftliche Akzeptanz durch die Massenmedien gibt, weisen bereits in eine andere Richtung. Den Rest wird - aus meiner Sicht fast 100 % sicher - eine erhebliche Verschlechterung der Realwirtschaft besorgen, die allein schon deshalb kommen dürfte, weil in vielen Ländern die Regierungen sparen und die Banken schrumpfen müssen.

Soll heißen: sollte die Commerzbank ihre aktuellen Probleme in den Griff kriegen, wartet evtl. bereits ein neues Loch im Faß (Kreditausfälle).

Wie vorgestern gesagt: aus meiner Sicht lohnt es sich, bis auf weiteres, nur deshalb über Banken nachzudenken, weil sie Teil des Ganzen sind.

P.S. In den letzten Tagen haben die Märkte begonnen, nach Italien auch Frankreich in die Zange zu nehmen (Rekordzinsen für Anleihen). Spätestens im nächsten Jahr dürfte dann auch mal die größte und fetteste Sau durchs Dorf getrieben werden. ...

Auch unter diesem Aspekt gilt für mich persönlich: nicht mal mit der Kneifzange ....  

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