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Zinserhöhungszyklus und Rezession


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Neuester Beitrag: 18.05.18 20:46
Eröffnet am: 04.03.17 20:18 von: Instanz Anzahl Beiträge: 244
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Forum: Börse   Leser heute: 106
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262 Postings, 444 Tage InstanzZinserhöhungszyklus und Rezession

 
  
    #1
5
04.03.17 20:18
Die Vergangenheit der letzten gut 60 Jahre zeigt recht deutlich auf, was stets im Anschluss an einen angestossenen Zinserhöhungszyklus durch die Fed passierte: In den ganz allermeisten Fällen folgte darauf unmittelbar eine Rezession (Zeiträume dazu im angefügten Chart grau markiert). So gilt denn auch für die in der Finanzwelt definitiv maßgeblichen US-Börsen, dass Bullenmärkte eigentlich eben nicht an Altersschwäche sterben, sondern ihr Ende in einer Rezession finden werden. Wobei man zudem im Hinterkopf behalten sollte, dass jeder republikanische US-Präsident seit Ende des zweiten Weltkriegs in der ersten Hälfte seiner Amtszeit mit einer Rezession konfrontiert wurde. Ein gutes Omen für Donald Trump sieht da wohl sicherlich anders aus.

Das generelles Problem in diesem Zusammenhang wird sicherlich sein, dass eben auch die hochgetriebenen Preise für Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen und Immobilien praktisch in 8 Jahren quasi zinsloser Zeiten eben durch die Ultra-Tiefzinsen bzw. gar Negativzinsen gebildet worden sind. Erhöht die Fed die Zinsen also recht zügig, werden sich dementsprechend für die Vermögenspreisbewertungen auch recht rasch die Relationen verschieben. Sollte die Fed jedoch z.B. aus Angst vor einem Börsen-Crash eine Kehrtwende einlegen bzw. vollziehen und die Zinsen wieder kurzfristig absenken, so wird sie hierdurch definitiv eine heftigere Inflation lostreten.  

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinGebert-Indikator wird wohl auf Sell drehen

 
  
    #220
14.04.18 13:39
Die Inflation wird beim Gebert in D gemessen, nicht in der Eurozone. Und da wäre ein Sprung von 0,5 M/M  recht unwahrscheinlich.  

1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinUps, fehler

 
  
    #221
1
14.04.18 13:44
Doch in eurozone, aber 1,4 (März) <1,5  (Vj), insofern keine Änderung beim Indikator.

Zudem scheint der Inflationstrend abwärts zu laufen  
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262 Postings, 444 Tage InstanzEs wird doch eher ein Minus-Punkt werden

 
  
    #222
1
14.04.18 19:28
Eine von den vier zentralen Fragen des Gebert-Indikators lautet:

"Ist die Infla­tionsrate in der Eurozone niedriger als vor zwölf Monaten?"

Da die offizielle Inflationsrate für die Eurozone im Zeitraum Mai-Juli 2017 signifikant abstürzte, siehe den beigefügten Chart dazu, dürfte es in den vor uns liegenden Monaten wohl relativ einfach werden, diese Werte zu übertreffen. Und bitte dabei nicht vergessen, wo sich im letzten Jahr die Ölpreise befanden, denn die Sorte Brent notiert mittlerweile über 25 US-$ höher als im Juni 2017.  

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinNope

 
  
    #223
14.04.18 22:13
Vj-Wert für Inflation ist 1,5. Der nächste berücksichtigte Wert sind die 1,4 vom März. Daher insg. 2 Punkte = neutral für Mai.  

Anschließend folgt der Mai mit 1,9 Vj-Wert. Da geht es wohl nicht drüber. Der Gebert wird also bis Ende Mai bei 2 liegen.  

1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinInteressanter hingegen ist der Dollar

 
  
    #224
15.04.18 09:45
Hier ist die Frage, ob das Ende des Falls nicht schon erreicht ist? Interessant ist hier, dass es weder die Handelskrieg-Schlagzeilen noch der Syrienangriff Einfluss auf den USD hatten. Zu Erwarten wäre ein Heim-ins-Reich-Effekt gewesen. Dass dieses sowie der beginnende Zinserhöhungszyklus der FED keinen positiven Einfluss auf den USD hatten lässt Schlimmeres erahnen.  
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262 Postings, 444 Tage InstanzA powerful signal of recessions

 
  
    #225
19.04.18 20:35
Interessanter Artikel bei Bloomberg, der hier ebenfalls die Thematik einer inversen Zinsstruktur aufgreift. Im Gegensatz zu dem ehemaligen Fed-Chef Bernanke, der noch in 2006 vollmundig erklärte, dass eine inverse Zinskurve kein Vorbote einer kommenden Rezession sei, äußert sich John Williams, der kommende Präsident der New Yorker Fed, dahingehend schon ein gutes Stück weit different. Sollte sich die Zinskurve invers gestalten, so wäre dies ein "powerful signal of recessions", so Williams, was allerdings aktuell nicht der Fall wäre. Der beigefügte Chart lässt jedoch zumindest entsprechende Ahnungen zu, denn wie sollte man diese Zinsentwicklung eben auch anders interpretieren.

"Investors Are Getting Worried About an Inverted Yield Curve"

....A truly inverted curve “is a powerful signal of recessions” that historically has occurred “when the Fed is in a tightening cycle, and markets lose confidence in the economic outlook,” John Williams, the next president of the New York Fed, said Tuesday. He said that’s not the case now.

He has a point. The curve is collapsing partly because the Treasury is ramping up issuance of shorter maturities to fund expanding budget deficits.

Yet the curve from 5 to 30 years is approaching unprecedented territory after flattening for nine straight sessions. The spread has only narrowed 10 consecutive times on a few occasions.

“The yield curve can’t flatten every day,” said Jim Vogel, a strategist at FTN Financial Capital Markets. “But it certainly seems willing to try.”

https://www.bloomberg.com/news/articles/...sion-angst-is-intensifying  

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262 Postings, 444 Tage InstanzKnockin' on Heaven's Door

 
  
    #226
1
20.04.18 21:20
bzw. klopfen die Zinsen der 10jährigen US-Teasuries aktuell massiv gegen die 3%-Tür und begehren Einlass. Was den US-Börsen klarerweise so überhaupt nicht gefällt.

"Bond Traders Refocus on 3% U.S. Yield as Inflation Bets Mount"

A rally in commodity prices to multiyear highs added to the pressure on government debt, weighing on longer-maturity Treasuries.

https://www.bloomberg.com/news/articles/...reasury-yield-back-in-view  

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262 Postings, 444 Tage InstanzIsses schon soweit?

 
  
    #227
25.04.18 20:46
Mein persönlicher Invest-Radar ist da eigentlich momentan noch etwas "softer" eingestellt, aber nun gut, man schaut sich die Argumente der Protagonisten ja eben auch an.

«Die schlechten Nachrichten kommen noch»

Harald Preissler, CIO der Bantleon Bank, erwartet eine markante Abkühlung der Weltwirtschaft und eine scharfe Korrektur an den Börsen.

https://www.fuw.ch/article/die-schlechten-nachrichten-kommen-noch/
 

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinIch habe mir abgewöhnt

 
  
    #228
1
26.04.18 18:27
solche Vorhersagen über die Zukunft zu machen.

Bewundernswert wie die meisten Leute an der Börse es schaffen wollen, mit ihrer Glaskugel besser als die Herde zu sein - statistisch im Prinzip ein Ding der Unmöglichkeit, weil jeder Gewinn an der Börse der Verlust eines anderen ist. Börse ist bekanntlich ein Nullsummenspiel, was dauerhaft zu gewinnen aufgrund der mittlerweile fast gleichzeitigen Information aller Teilnehmer extrem schwer ist.

Ich trade also nur Indikatoren und von daher sieht es noch nicht nach Rezession und Börsencrash aus. Dass "schlechte Nachrichten noch kommen" ist eine Binsenweisheit - das Problem ist nicht das ob, sondern das wann.  

262 Postings, 444 Tage InstanzSehe ich ähnlich...

 
  
    #229
26.04.18 19:13
denn die Zinskurve in den USA ist noch ein recht gutes Stück weit davon entfernt, eine inverse Struktur anzunehmen.

Von daher halte ich es mit den Guys von JPMorgan, die schon im Dezember des letzten Jahres darauf aufmerksam machten, nicht allzu früh bärisch zu werden.

As for monetary tightening in 2018, JPMorgan strategists said it’s still in early stages, and that the U.S. yield curve is unlikely to invert until at least the second part of next year. Historically, stocks have “never peaked before the yield curve would get outright inverted" they wrote.

https://www.bloomberg.com//news/articles/...h-on-stocks-jpmorgan-says
 

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262 Postings, 444 Tage InstanzDie blockierte Zinswende

 
  
    #230
1
26.04.18 19:42
Hier mal das Pferd anderherum aufgezäumt: Thorsten Polleit hält eine echte Zinswende aufgrund der enormen Verschuldungssituation für so ziemlich unmöglich und sieht hierdurch den weiteren Auftrieb an den Börsen gewährleistet.

"Die blockierte Zinswende"

Eine echte Zinswende wird es nicht geben, so wie die Zentralbanken sie blockieren. Damit steht der Weg offen für höhere Aktienkurse und -bewertungen.

.....Der Zins ist daher kein Phänomen des freien Marktes mehr, sondern er ist zu einem „Politikum“ geworden. Und wenn der politische Wunsch, den Zins niedrig zu halten, auf die geldpolitische Macht stößt, den Zins niedrig halten zu können, so ist es sehr wahrscheinlich, dass der Zins niedrig bleibt. Damit kommt es nicht zu einer ungewollten Zinswende – die sich die Volkswirtschaften im Grunde auch gar nicht mehr leisten können. Die Zentralbanken – die machtvollen Monopolproduzenten des Geldes – schleusen den Marktzins auf das politisch gewünschte Niveau......

Weiter hier

https://www.wiwo.de/finanzen/geldanlage/...te-zinswende/21209202.html  

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinDie blockierte Zinswende

 
  
    #231
26.04.18 20:06
seh ich eher langfristig in eine Stagflation reinlaufen.    

262 Postings, 444 Tage InstanzIs' hanebüchen

 
  
    #232
1
26.04.18 20:26
denn der Stillstand ist schon allein beim Laufen erreichbar, indem man entgegen der Erdrotation rennt. Schnell genug natürlich hier vorausgesetzt ;-))

Inflation ist ja durchaus mächtig gewollt, da braucht man sich nur die Statements der EZB-Oberen, allen voran deren Chef Draghi und Chefvolkswirt Praet anschauen, die nach wie vor davon ausgehen, dass nur genügend Geld gedruckt werden muss, um die die gewünschte Inflation loszutreten. Draghi pustete ja aktuell in dieses Horn, als er ausführte, dass ein großes Ausmaß an geldpolitischem Stimulus immer noch erforderlich ist, blablabla, usw.

Scheinbar ist die Inflation wohl die einzige finanzpolitische Notwendigkeit in einer Welt, die förmlich in Schulden ertrinkt. Und die Inflation erscheint als die einzige Möglichkeit, die relative Last dieser immensen Schulden zu lindern, ohne Massenkreditausfälle zu verursachen. Aber die Schulden des einen sind eben nun auch die Ersparnisse des anderen.

Whatever it takes ;-))  

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinDer Markt ist bereinigt

 
  
    #233
28.04.18 14:28
somit kann es Sentimenttechnisch nur nach oben gehen.
Kleinanleger an der Wall Street drängen zu den Notausgängen. Allein im Februar sind fast 41 Milliarden Dollar aus Fonds abgeflossen – so...
 
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infografik-amerikas-anleger.jpg
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262 Postings, 444 Tage InstanzDie Mär von der niedrigen Inflation

 
  
    #234
1
04.05.18 12:10
Viele Firmen begründen aktuell ihre Preiserhöhungen mit gestiegenen Lohn-, Rohstoff- und Transport-Kosten. Verbraucherseitig sind die gestiegenen Preise auch an sehr vielen Fronten auszumachen und für jedermann spürbar. Die neueste Schätzung von Eurostat bzgl. der Inflationsrate in der Eurozone vermittelt jedoch gemäß deren Inflationsberechnung ein gänzlich anderes Bild. Und solange diese Inflationsrate offiziell als recht niedrig ausgewiesen wird, hat die EZB selbstverständlich das entsprechende Argument zur Hand, um ihre expansive Geldpolitik weiter fortführen zu können.

Die EZB hat über Wertpapierkäufe bereits 2,37 Billionen EUR in das Finanzsystem gepumpt. Von ihrem höchstselbst ausgerufen und gleich einer Monstranz vor sich her getragenen Ziel einer Inflationsrate in Höhe von 2% ist sie jedoch gemäß eigener Angabe noch meilenweit entfernt. So tönt denn aktuell der EZB-Chefökonom Peter Praet, dass auch weiterhin "insgesamt ein grosses Ausmass an geldpolitischem Anschub notwendig bleibt". Hört, hört!

Es bleibt das ungute Gefühl zurück, dass die amtlichen Inflationsstatistiken eben nicht das reale Bild wiederzeichnen. Die gefühlte Inflationsrate liegt aller Wahrscheinlichkeit nicht nur fiktiv, sondern tatsächlich deutlich höher. Aber die Hohenpriester des Geldes werden jedoch nicht müde, uns inbrünstig vor den Gefahren einer Deflation zu warnen. Sie haben ihre gewichtigen Gründe dafür, dass die offizielle Inflationsrate in der Eurozone konsequent zu niedrig ausgewiesen wird.

"Inflation in Eurozone fällt trotz EZB-Geldspritzen"

Trotz der lockeren Geldpolitik der EZB hat sich der Preisauftrieb in der Eurozone verlangsamt. Die Teuerungsrate lag im April nur noch bei 1,2% und damit einen Tick niedriger als im März, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag auf Basis einer Schnellschätzung mitteilte.

https://www.fuw.ch/article/...eurozone-faellt-trotz-ezb-geldspritzen/
 

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinVielleicht liegt's daran

 
  
    #235
1
04.05.18 16:06
dass die Inflation EUR-weit gemessen wird. So kann eine bei uns gefühlte hohe Inflation durch eine Deflation in der Peripherie ausgeglichen werden.

Wer Gefühle hat, der muss sie beweisen. Alleine der Grund, die EZB hätte ein Interesse an zu niedrig ausgegeben Inflationsdaten, ist kein Beweis.  

262 Postings, 444 Tage InstanzFakten

 
  
    #236
04.05.18 23:20
Orientiert man sich an der simplen Faustformel, nach welcher die Inflationsrate dem Wachstum der Geldmenge minus dem Wirtschaftswachstum entspricht, so sehen wir erhebliche Diskrepanzen zwischen dem Wirtschaftwachstum in der Eurozone der vergangenen fünf Jahre und dem Wachstum der Geldmenge. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone war bis dato eher anämisch und notierte 2017 knapp über 2%, aber die Geldmenge M3 ist in der Eurozone in den vergangenen fünf Jahren um über 20% gestiegen. Dennoch wird die offizielle Inflationsrate immer niedriger. Food for thought!
 

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinWir sehen

 
  
    #237
1
04.05.18 23:57
vor allem eine Assetinflation, während die gemessene Inflation den Warenumsatz abbildet. Das Geld geht folglich nicht in Konsum sondern in Assets, vor allem Immobilien. Das würde die Differenz zwischen Geldmenge und Wachstum bei niedriger Inflation erklären.

Für mich ist die Diskussion sowieso akademisch. Was folgt für uns daraus, wenn die EZB die Inflation zu niedrig angeben würde? Weiter steigende Kurse? Sicher. Aber sonst?  

5826 Postings, 3214 Tage learnerNun, die Zentralbanken

 
  
    #238
1
05.05.18 06:56
versuchen ihr Monopoly am Leben zu erhalten. Das dabei ganze Bevölkerungsschichten langsam aber sicher verarmen spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/...ne_H352133638_527048/  

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5826 Postings, 3214 Tage learnerUnd was unseren schönen Staat

 
  
    #239
1
05.05.18 07:03
angeht, in dem wir gut und gerne Leben sollte man sich den Artikel im folgenden Link ansehen.
http://www.rottmeyer.de/wie-schaffen-wir-das-nur/

Man darf zwar nicht vergessen, dass die Steuerlast in einem modernen Sozialstaat selbstverständlich hoch sein muss, es macht jedoch nachdenklich, wenn von den Steuerzahlern immer mehr eingefordert wird.

Wie das in den nächsten Jahren weiter geht kann man sich angesichts der demografischen Entwicklung ausmalen!  

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinVermutlich sind auch die exorbitanten Steuern

 
  
    #240
05.05.18 10:35
in Deutschland ein wichtiger Grund, warum die Inflation nicht steigt. Hier also Win-Win für die EZB und Lose-Lose für Steuerzahler/Kleinsparer.

 

262 Postings, 444 Tage InstanzClub der Inflationisten

 
  
    #241
06.05.18 19:40
Anbei ein aktueller Kommentar aus der WiWo zur Frühjahrstagung des IWF. Auch hier wird deutlich herausgestellt, dass eine steigende Inflationsrate erhebliche Vorteile für den Staat bietet, denn Inflationsgewinner sind stets die Schuldner, die ohnehin schon in großen Schwierigkeiten sprich starker Überschuldung stecken.

"Club der Inflationisten"

.......Dass diese Zusammenhänge trotz der geschäftigen Geschwätzigkeit in Washington unerwähnt blieben, kann nicht überraschen. Denn schließlich handelt es sich um ein Treffen von Regierungen, Notenbanken und Banken - also den Institutionen, die von der Inflation am meisten profitieren......

https://www.wiwo.de/politik/europa/...er-inflationisten/11657272.html

Zur Thematik Vermögenspreisinflation:

Thomas Mayer, Direktor des Flossbach von Storch Research Instituts, hat einen Vermögenspreisindex entwickelt, der die Nebeneffekte der EZB-Politik recht anschaulich wiederspiegelt.

So verteuerten sich im vierten Quartal 2017 die Vermögenswerte deutscher Haushalte um sage und schreibe 9,3 Prozent. Nach den Rekordwerten im zweiten und dritten Quartal 2017 war dies der dritte Höchstwert in Folge. Immobilien notierten mit einem Plus von 8,2 Prozent im Jahresvergleich, Aktien mit plus 11,8 Prozent und Betriebsvermögen mit plus 24,1 Prozent.

Zum Mayerschen Vermögenspreisindex geht's hier entlang

http://www.fvs-ri.com/fvs-vermoegenspreisindex/ueberblick.html

In der offiziellen Inflationsstatistik tauchen diese Teuerungseffekte natürlich nicht auf. Es dürfte so ziemlich außer Frage stehen, dass es in diesem Zuge auch zu den hier bereits angesprochenen sozialen Konsequenzen bzw. Verwerfungen kommen dürfte. Zu nennen wären hier u.a. die ansteigenden Mieten, der Deutsche Mieterbund rechnet im Zuge des in Deutschland laufenden Immobilienbooms mit Mietzuwächsen von im Schnitt rund fünf Prozent in 2018. Von weiterhin steigenden Immo-Preisen und Mieten darf auch in den Folgejahren ausgegangen werden.

Denn die steigenden Mieten treffen ja exakt die Gruppen von Menschen in Deutschland, die sich (noch) am unteren Ende der Leiter befinden.

So treiben laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts YouGov die hohen Kosten für Wohnungen gerade auch junge Bundesbürger um. So gab ein Viertel der 18- bis 24-jährigen Befragten an, sie hätten angesichts hoher Mieten Probleme, eine geeignete Wohnung zu finden.

Desweiteren stellt sich Thomas Mayer in seiner regelmäßig erscheinenden FAZ-Kolumne aktuell die Kern-Frage

"Würde die EZB die Zinsen bis zu der Gefahrenschwelle treiben, um einen Ausbruch der Inflation zu bekämpfen, wenn ihr Mandat dies erfordert?"

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/...-schuldenfalle-15575505.html
 

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262 Postings, 444 Tage InstanzNo new tale to tell...

 
  
    #242
17.05.18 21:48
Bereits ein kurzer Blick auf die aktuelle Gemengelage reicht aus, um möglichst vielen Vollquatschereien da elegant aus dem Wege zu gehen.

This time is different?  LOL.  

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1131 Postings, 267 Tage Shlomo SilbersteinErst unter Null droht Gefahr

 
  
    #243
1
18.05.18 09:27
 
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262 Postings, 444 Tage InstanzExakt

 
  
    #244
18.05.18 20:46
Eine invertierte Zins-Kurve – wenn die kurzfristigen Zinsen höher als die langfristigen sind – ist immer bedenklich. Wie hier im Thread auch schon nachdrücklich ausgeführt, kam es in den vergangenen fünfzig Jahren in den USA innerhalb von ein bis zwei Jahren stets zu einer Rezession, wenn die die Zinskurve invers wurde. Allerdings wurde indes noch kein Rezessionssignal ausgelöst: Die Kurve ist zwar so flach wie seit zehn Jahren nicht mehr, die zehnjährigen US-Zinsen übersteigen die zweijährigen aber immer noch um rund einen halben Prozentpunkt.

Interessanterweise sagte der Chef der Distriktnotenbank St. Louis, James Bullard, am Montag, dass die Zins-Kurve bis Ende 2018 invertieren könnte. Eine Rezession wäre dann möglicherweise erst in 2020 zu erwarten.

Abzuwarten bleibt, wie verschärfend sich die quantitative Straffung der Fedschen Bilanz bemerkbar machen wird. Bis zum Jahresende wird die Fed gemäß Plan ihre Bilanz um 420 Mrd. US-Dollar oder 10% reduziert haben. Die Folgen dieses Bilanzabbaus sind schwer zu prognostizieren, möglicherweise könnte der Abbau ähnlich wirken wie Zinserhöhungen und das Rezessionsrisiko erhöhen.
 

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