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Warren Buffett: Teure Wetten mit Derivaten


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Neuester Beitrag: 30.01.12 22:16
Eröffnet am: 21.11.08 19:34 von: tom68 Anzahl Beiträge: 21
Neuester Beitrag: 30.01.12 22:16 von: stefan1977 Leser gesamt: 13.724
Forum: Börse   Leser heute: 1
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4579 Postings, 6774 Tage tom68Warren Buffett: Teure Wetten mit Derivaten

 
  
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21.11.08 19:34
Warren Buffett: Teure Wetten mit Derivaten
Datum 21.11.2008 - Uhrzeit 17:30 (© BörseGo AG 2000-2008, Autor: Maier Gerhard, Redakteur, © GodmodeTrader - http://www.godmode-trader.de/)
WKN: 920332 | ISIN: US38141G1040 | Intradaykurs:

Omaha, Nebraska (BoerseGo.de) - Derivate sind Massenvernichtungswaren, verkündete einst Warren Buffett. Jetzt hat sich der Mega-Milliardär und Investoren-Legende selber damit eingelassen - mit ungewissen Folgen. Der Bloger Jon Markman berichtet auf dem MSN Moneyblog TopStocks, der Finanzguru habe im vergangenen Jahr mittels Derivate eine Wette im Volumen von insgesamt 37 Milliarden Dollar auf steigende Aktienkurse in den kommenden 15 bis 20 Jahren vorgenommen . Dazu habe er über seine Holdinggesellschaft Berkshire Hathaway, Kontrakte verkauft, die als „nackte Puts“ bekannt sind. Käufer war eine nicht ausgewiesene Gruppe von Investoren, die dafür 4,85 Milliarden Dollar bezahlten. Goldman Sachs diente bei diesem Geschäft als Broker. Für die Käufer dienen diese Derivate als Versicherung gegen fallende Aktienkurse in der kommenden Dekade, berichtet Markman.

Da die Aktienkurse inzwischen deutlich eingebrochen sind, war Buffett inzwischen - wegen der geltenden Bilanzierungsrichtlinien gezwungen - bereits schon 6,7 Milliarden Dollar abzuschreiben, obwohl die Kontrakte noch 14 Jahre laufen. Da Berkshire Hathaway in der Finanzwelt einen äußerst guten Ruf besitzt, war die Holding nicht gezwungen gewesen, das riskante Derivategeschäft mit Sicherheiten abzudecken. Jetzt aber kursieren an der Wall Street Gerüchte, möglicherweise von Leerverkäufern in den Umlauf gebraucht, die an fallenden Kursen verdienen, dass die Derivate-Käufer vom Broker Goldman Sachs verlangen, dass er für den Rest der noch offen stehenden Beträge Sicherheiten stellt. Da es sich um enorme Beträge handelt, könnte das Volumen der verlangten Sicherheiten beträchtlich sein, erklärt der Blog. Außerdem wird vermutet, dass der Einstieg von Buffett bei Goldman Sachs keine Investition in die Bank sei, sondern dazu diene, Vermögen für die Sicherheiten bereitzustellen.

Goldman Sachs steigt heute 1,3 auf 52,72 Dollar.
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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.  Konrad Adenauer

4579 Postings, 6774 Tage tom68Buffett's Berkshire Falls Most in at Least 23 Year

 
  
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21.11.08 19:44
Buffett's Berkshire Falls Most in at Least 23 Years (Update2)

By Hugh Son and Linda Shen

Nov. 19 (Bloomberg) -- Warren Buffett's Berkshire Hathaway Inc. fell the most in at least 23 years, dropping for the eighth straight day since reporting a 77 percent decline in third- quarter profit.

The stock plunged $11,550, or 12 percent, to $84,000 in New York Stock Exchange composite trading and has slipped 41 percent this year, compared with the 45 percent drop in the Standard & Poor's 500 Index. Berkshire, based in Omaha, Nebraska, rose in 17 of the past 20 years.

``There's nothing fundamentally wrong with Berkshire, what's really happening is people are wondering if there's something fundamentally wrong with the economy, and Berkshire is in some ways a bit of a proxy for that,'' said Michael Yoshikami, president of YCMNet Advisors in Walnut Creek, California, which manages $850 million including Berkshire shares.

Berkshire has posted four straight profit declines, the worst streak in at least 13 years, on falling returns at insurance businesses and investment losses. Buffett, ranked by Forbes magazine as the richest American, has committed at least $28 billion this year to acquire companies, finance buyouts and purchase securities as prices fell and competitors were hobbled by limited access to credit.

Berkshire's shareholder equity, a measure of assets minus liabilities, fell by about $9 billion in October on declines in debt and equity markets, the firm said Nov. 7. American Express Co., the credit-card company that is one of Berkshire's top 10 stock holdings, plunged 47 percent since Sept. 30 as borrower defaults increased. Wells Fargo & Co., Berkshire's No. 2 investment, dropped about 35 percent.

`Under Pressure'

``Many of the companies Berkshire owns, such as American Express, are under pressure,'' Yoshikami said. ``What you're seeing is a systematic de-leveraging process taking all financials down, including good-quality financials.''

Berkshire shareholders including Mohnish Pabrai, head of Pabrai Investment Funds, have said investors are concerned about losses on the company's $37 billion bet on world equity values more than a decade from now. Buffett sold contracts to undisclosed counterparties for $4.85 billion protecting the buyers against declines in four stock indexes including the S&P 500.

Under the agreements, Berkshire will pay as much as $37 billion if, on specific dates beginning in 2019, the indexes are below the point where they were when he made the agreements. By Sept. 30, Berkshire had written down the contracts by $6.73 billion as the S&P declined for a fourth straight quarter.

Credit-Default Swaps

The cost to protect against Berkshire being unable to meet its debt payments, based on credit-default swaps, has more than tripled in two months.

The swaps jumped to 475 basis points today from 129 points two months ago, according to CMA Datavision. That translates to $475,000 a year to protect $10 million for five years.

Jackie Wilson, a spokeswoman for Berkshire, didn't immediately return a message seeking comment.

To contact the reporters on this story: Hugh Son in New York at hson1@bloomberg.net; Linda Shen in New York at lshen21@bloomberg.net
Last Updated: November 19, 2008 17:58 EST

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=ayIRzsMlT.6k
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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.  Konrad Adenauer

1372 Postings, 3950 Tage KneiselDas wäre verdammt unfassbar tragisch wenn der

 
  
    #3
13
21.11.08 19:48
göttliche Großmeister der Börse Warren Buffett am Ende seines übermenschlich erfolgreichen Börsenlebens durch Derivate doch noch pleite gehen würde. Das wäre unbeschreiblich schlimm und ein Grund für Massenselbstmorde in unfassbarer Zahl und selbst ich würde das nicht überwinden können. Nicht auch noch er der uns Hoffnung und Glauben gab. Und das auch noch durch Derivate wo er sagte Derivate sind gut für mich aber nicht gut für euch. Und jetzt ? Warren, bitte tu uns das nicht an, nicht auch noch du, denn dann haben auch wir keinen Grund mehr zu hoffen. Mit dir würde die ganze Börse sterben und der Glauben und das Vertrauen wäre für alle Zeiten vernichtet ! Es ist die Zeit gekommen für Warren Buffett zu beten ! Das hätte ich nie für möglich gehalten. Was momentan abläuft ist wohl einmalig und wird vielleicht sogar die große Depression übertreffen. Es ist höchste Zeit beten zu lernen !
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Wissenschaftlicher Strategienwettbewerb:
PEV=3,8  ZDGW: 0 0/0 0
Platz 1: Formel2-Strat.
Platz 2: Unterstützungslinien-S
Platz 3: Formel3Strategie
1.Strategie 2.Buchverlust-Gewinnwandlung

55 Postings, 4180 Tage fliegenpeterwo ist die leistung von buffet?

 
  
    #4
2
21.11.08 21:09
es ging doch sowieso 50 jahre gegen norden. cola, mc doof, rückversicherungen - kann doch jeder. 2001 -2003 hats den buffet auch gebeutelt. seine letzten 3 deals waren ja wohl bescheuert.  

25951 Postings, 6628 Tage PichelChart der Woche

 
  
    #5
4
24.11.08 13:41
Quelle: Cornandoil v. 24.11.08

Chart der Woche:
Untenstehend sehen Sie den Preis eines fünf‐jährigen Credit Default Swaps auf Berkshire Hathaway ‐
der Firma von Warren Buffet. Die Kosten sich gegen das Ausfallrisiko von Berkshire abzusichern sind
von weniger als 50 auf mittlerweile über 400 Basispunkte angestiegen. Ausschlaggebend sind
Optionsgeschäfte von Warren Buffet die er abgeschlossen hat und die auf einen Anstieg von drei
Indizes binnen der kommenden zehn Jahre spekulieren. Darunter befindet sich der Standard & Poors
Index wobei die anderen zwei Indizes nicht bekannt sind und auch nicht der genaue Aufbau der
Position. Da die Märkte aktuell jedoch immer weiter fallen, könnte die insgesamt 40 Milliarden große
Position in eine massive Schieflage geraten.
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"Worüber die Trader in den Foren im Internet meist diskutieren ist zwecklos. In der Regel sind Methoden, die Schweigen umgibt, häufig Gold." (Emilio Tomasini)

Gruß Pichel
Angehängte Grafik:
cornandoil.jpg (verkleinert auf 51%) vergrößern
cornandoil.jpg

1048 Postings, 4624 Tage alffffBuffet lauert....

 
  
    #6
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29.12.08 22:12
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...asse/455431.html  

25551 Postings, 6671 Tage Depothalbierervon der grundsätzlichen anlagestrategie des w.b.

 
  
    #7
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29.12.08 22:43
halte ich nach wie vor sehr viel.

aber seinen äußerungen zum gesamtmarkt mißtraue ich inzwischen seit 10/08, weil er immer noch in etlichen werten drinhängt, die wohl weiter fallen werden....  

204 Postings, 6062 Tage BernhardHoffentlich kann W.Buffet das stemmen!

 
  
    #8
1
29.12.08 23:06
Es ist vermutlich die letzte große Wette die er mit diesem Kontrakt eingeht.
Ein Jammer, wenn die ihn zwischen die Zange nehmen!  

147 Postings, 4035 Tage valueforvalueAch was, das glaubt Ihr ja selbst nicht!

 
  
    #9
1
12.01.09 10:18
Sind die Zahlen wirklich zuverlässig?

Als Value-Investor nach Grahams Gusto werde ich mich jedenfalls nicht auf diese Wetten einlassen und mich auch weiterhin mindestens an die Regeln in "Intelligent investieren" und "Wertpapieranalyse" halten.

Finde sowieso, dass Warren Buffett zu früh bei Goldman Sachs und der Münchner Rück zugeschlagen hat.  Meiner Meinung nach geht der Gesamtmarkt bis Ende des Jahres sowieso noch auf mindestens 2200 Punkte runter. Wobei ich von diesen Wert eh nicht sonderlich viel halte. Irgendwie will ich jedoch immer noch nicht so recht glauben,
dass sich ein Genie wie Warren Buffett auf dieses Risiko eingelassen haben soll. Und das zumal er es ohne großes Risiko geschafft hat, seinen Anlegern und sich selbst in den letzten 30-40 Jahren ein Wachstum von 750.000% oder noch mehr zu verschaffen - und all das ohne Wetten und Derivate.
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Zitat von Warren Buffett:

"Ein erfolgreicher Geldanleger vermeidet es, im Konsens mit der Masse zu handeln. Er analysiert Fakten und denkt selber nach. Darauf basieren dann seine Entscheidungen."

4833 Postings, 3983 Tage Tiefstaplerwer hält denn bitte die Gegenwette

 
  
    #10
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12.01.09 10:23
steigende Kurse in den nächsten 20 Jahren? Dann kann ich ebenso gut drauf wetten, dass es im Sommer warm wird.  

1232 Postings, 5089 Tage JablKleingeister

 
  
    #11
19.02.09 12:06
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Jabl

3468 Postings, 4136 Tage HotSalsaBis zum Sommer

 
  
    #12
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26.02.09 12:24
sind es nur ein paar Monate, und wenn man wie Buffet die Aktiencharts der letzten Jahrzehnte sich angeschaut hat, dann weiß man warum er die Wette eingeht. Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist äußerst gering!  

4579 Postings, 6774 Tage tom68"Amerikas beste Tage liegen noch vor uns"

 
  
    #13
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28.02.09 23:09
US-INVESTOR BUFFETT
"Amerikas beste Tage liegen noch vor uns"

Unerschütterlicher Optimismus in Zeiten der Krise: Zwar fürchtet der selbst in Bedrängnis geratene US-Starinvestor Warren Buffett, dass die Wirtschaft sich langsamer erholen wird als gedacht. Dennoch glaubt er fest an einen Aufwärtstrend.

New York - Die Wirtschaft werde in diesem Jahr und wahrscheinlich noch lange darüber hinaus im Schlamassel steckenbleiben, schreibt Buffett in einem Brief an die Anteilseigner seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway.

Er zeigte sich dennoch davon überzeugt, dass die USA im Laufe der Zeit dem Abwärtstrend widerstehen werden. Die Vereinigten Staaten hätten in der Vergangenheit größere wirtschaftliche Herausforderungen gemeistert, darunter den Zweiten Weltkrieg und die Große Depression. "Auch wenn der Weg nicht eben leicht war, hat sich unser Wirtschaftssystem über die Jahre außerordentlich bewährt", hieß es in dem Schreiben.

Der Multimilliardär gilt als reichster Mann der Welt. Er gehörte zu den gelegentlichen Beratern von Barack Obama und wurde zwischenzeitlich sogar als möglicher Finanzminister gehandelt.

Buffett bewahrt Optimismus, obwohl auch seine Holding von der Finanzkrise nicht verschont blieb und es am Jahresende nur knapp in die schwarzen Zahlen schaffte. Das Nettoergebnis brach im vierten Quartal um 96 Prozent auf 117 Millionen Dollar ein. Die Einnahmen fielen um zwölf Prozent auf 24,59 Milliarden Dollar. Angesichts heftiger Verluste mit Derivat-Geschäften sank der Nettowert von Berkshire Hathaway im vierten Quartal um 10,9 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr rutschte der Gewinn um 62 Prozent auf rund fünf Milliarden Dollar ab - das schlechteste Ergebnis seit 2002. Die Einnahmen sanken um neun Prozent auf 107,8 Milliarden Dollar. Die Aktien von Berkshire verloren an der New Yorker Börse innerhalb der vergangenen zwölf Monate 44 Prozent ihres Wertes.

Kein Grund für Buffett, die gute Laune zu verlieren. Er ließ seine Anleger wissen: "Amerikas beste Tage liegen noch vor uns."

ala/Reuters
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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.  Konrad Adenauer

8140 Postings, 5216 Tage checkerlarsenposting 4 finde ich noch bescheurter...

 
  
    #14
28.02.09 23:17
wenn es denn so einfach war hätte es ja jeder zu einem der 5 reichsten männer der welt schaffen können.

die leistung ist nicht nach 500% plus  zu verkaufen sondern zu sehen das sich das ganze nochmal verfünfzigfacht.....  

4579 Postings, 6774 Tage tom68Warren Buffett lässt Federn

 
  
    #15
01.03.09 14:34
Teure Derivategeschäfte
Warren Buffett lässt Federn

Selbst Legenden können sich der Krise nicht entziehen: Warren Buffett erlitt mit Berkshire Hathaway das schlechteste Jahr der Geschichte. Die Anleger reagieren gereizt: Die Aktie ist auf Sinkflug. Für 2009 sieht Buffett schwarz.

Die Kreditkrise verschont selbst Legenden nicht: Investor Warren Buffett erzielte mit seinem Mischkonzern Berkshire Hathaway das schlechteste Ergebnis der Geschichte. Der Gewinn im Gesamtjahr fiel von 13,2 Mrd. $ auf 4,99 Mrd. $. Nach Angaben des Unternehmens reduzierte sich der Buchwert je Aktie um 9,6 Prozent. Zum Vergleich: In den vergangenen 44 Jahren hatte er durchschnittlich um 20,3 Prozent zugelegt. Das Unternehmen teilte die Zahlen am Samstag mit.

"2008 war schrecklich. Das gilt für alle Anlageklassen, für Unternehmensanleihen, Immobilien und Rohstoffe", schrieb Buffett in seinem Brief an Investoren. Das vierte Quartal fiel besonders enttäuschend aus: Der Gewinn brach um 96 Prozent ein. Der Überschuss lag damit nur noch bei 117 Mio. $ oder 76 $ je Aktie. Es ist der fünfte Gewinnrückgang in Folge.

Für die Anleger hat Buffett keine positive Nachricht: "Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft das gesamte Jahr 2009 in Trümmern liegen wird. Vielleicht dauert diese Phase aber auch länger", schrieb Buffett, dessen Prognosen an der Wall Street große Beachtung finden. Buffett schloss aber eine patriotische Botschaft an: "Amerika hatte in der Vergangenheit nie unter einer Knappheit an Herausforderungen gelitten. Bis jetzt haben wir immer alle gemeistert. Die besten Tage haben die Vereinigten Staaten noch vor sich."

Kreditkrise und Wirbelstürme

Berkshire Hathaway leidet unter dem allgemein schlechten Marktumfeld. Der Standard & Poor's verzeichnete 2008 sein schlechtestes Jahr seit 1937. 19 der 20 größten Beteiligungen - dazu zählen der Limonadenhersteller Coca-Cola, der Kreditkartenanbieter American Express und der Ölproduzent ConocoPhillips - verloren an Wert. Das setzte Buffett zu, der mit Derivaten auf den Kursverlauf gewettet hatte.

Gerade im Fall von ConocoPhillips gesteht Buffett Fehler ein: "Ich habe zu Hochzeiten des Ölpreises ein großes Aktienpaket des Unternehmens gekauft. Den dramatischen Einbruch der Energiepreise habe ich nicht vorausgesehen. Da lag ich völlig falsch", schrieb Buffett. Zudem bereut er den Einstieg bei irischen Banken.

Nicht nur der Aktienmarkt erwies sich als wenig freundlich. So fielen die im vergangenen Jahr durch Wirbelstürme verursachten Schäden außerordentlich teuer aus. Laut dem National Climatic Data Center betrugen die Sturmkosten 54 Mrd. $ - das ist nach 2005 die historisch zweithöchste Summe. Das belastete das Zahlenwerk des Berkshire-Rückversicherers General Re. Die Anleger sind angesichts des enttäuschenden Ergebnisses alles andere als begeistert: Die Berkshire-Hathaway-Aktie büßte im vergangenen Jahr 44 Prozent ein.

Allerdings nutzt Buffett die Krise auch zur Schnäppchenjagd. Er beteiligte sich an General Electric (GE), Goldman Sachs und Harley-Davidson . Zuletzt zeichnete er eine Wandelanleihe des Schweizer Rückversicherers Swiss Re. Der 78-Jährige handelte jeweils zweistellige Rendite aus. Diese Investments belaufen sich ingesamt auf 14,5 Mrd. $.

"Wir sind mit diesen Engagements sehr zufrieden. Um sie zu finanzieren, mussten wir uns allerdings von anderen Beteiligungen trennen, die ich gerne gehalten hätte", schrieb Buffett. "Ich kann den Anlegern aber versichern, dass ich Berkshire immer mit genügend Barreserven leiten werde. Wir wollen nie auf die Freundlichkeit von Fremden angewiesen sein, wenn es um das Bezahlen von Verbindlichkeiten geht."

FTD.de, 28.02.2009
© 2009 Financial Times Deutschland
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Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.  Konrad Adenauer

4579 Postings, 6774 Tage tom68Die Wirtschaft ist von einer Klippe gestürzt

 
  
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09.03.09 16:38
US-INVESTOR BUFFETT
"Die Wirtschaft ist von einer Klippe gestürzt"

Keine Erholung in Sicht: US-Starinvestor Warren Buffett hat die weltweite Finanz- und Konjunkturkrise mit drastischen Worten beschrieben. Der Finanz-Guru rechnet damit, dass die Volkswirtschaft der USA erst in fünf Jahren wieder normal funktioniert.

New York - Die US-Konjunktur befindet sich nach Einschätzung des legendären Investors Warren Buffett nach wie vor auf einer dramatischen Talfahrt. "Die Wirtschaft ist von einer Klippe gestürzt", sagte Buffett dem Fernsehsender CNBC. Die derzeitige Finanzkrise entspreche "beinahe dem schlimmsten Szenario", das er sich habe vorstellen können.

US-Investor Buffett: "Beinahe das schlimmste Szenario"
Eine Erholung werde nur langsam kommen. Erst in etwa fünf Jahren werde die größte Volkswirtschaft der Welt wieder normal funktionieren, prognostizierte Buffett. Aufgrund der robusten Nachfrage dürfte sich der Preisauftrieb dann beschleunigen.

Wegen der sich verschärfenden Rezession und anhaltend schwacher Konjunkturdaten rief Buffett die amerikanische Politik auf, Grabenkämpfe zu beenden und in einer nationalen Anstrengung die Wirtschaft wieder anzukurbeln.

Die Wirtschaftskrise hatte dem 78-jährigen Buffett sein bisher schlechtestes Jahr beschert. Der Wert der Beteiligungen pro Aktie seiner Holding Berkshire Hathaway fiel im vergangenen Jahr um 9,6 Prozent. Es war erst der zweite Rückgang in mehr als 40 Jahren. Der Jahresgewinn von Berkshire Hathaway fiel von 13,21 Milliarden 2007 auf 4,99 Milliarden Dollar.

cte/Reuters/dpa
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17202 Postings, 4609 Tage Minespecwenn Buffy Klippensturz sieht

 
  
    #17
1
09.03.09 17:18
ist es ein Kontraindikator einzusteigen.
Buffy würde nie ohne Grund öffentlich "draufhauen " und den Markt schlecht reden.
Eer will wohl  noch billiger einkaufen...  

17202 Postings, 4609 Tage Minespecwann`s Bufferl spricht hört die Welt zu

 
  
    #18
09.03.09 17:31

4579 Postings, 6774 Tage tom68Massenvernichtungswaffen detonieren in Buffetts De

 
  
    #19
06.11.11 15:27
Massenvernichtungswaffen detonieren in Buffetts Depot
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/...ot/60125600.html
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„Ich kann, weil ich will, was ich muss.“
Immanuel Kant 1724 - 1804

112 Postings, 3644 Tage hedgeyourstoxxWas die...

 
  
    #20
16.11.11 17:52

 ... Presse schreibt ist einfach nur Unsinn!

Die Laufzeit dieser Derivate sollte beachtet werden und das es sich nur um Buchverluste handelt wird auch nirgens gesagt... irgendwie arm.

 

http://www.gieristgut.com/2011/11/buffetts-portfolio.html

 

1825 Postings, 3093 Tage stefan1977Lächerliche Diskussion

 
  
    #21
30.01.12 22:16

Buffet hat bewusst 15 - 20 jährige Laufzeiten vereinbart, weil er selbst weiß, dass man kurz- und mittelfristige Kurse nicht voraussehen kann. Aber er ist sich sicher, dass über 15 - 20 Jahre die Kurse höher liegen wiill.

Die Presse sieht darin aber ein gefundenes Fressen. Aber es wird hier wie so oft sein, dass Buffet in 15 und 20 Jahren am lautesten lacht.

 

Finanzmagazine, Broker, Banken usw. wollen halt am liebsten alle Kleinanleger zu kurzfristigen Tradern erziehen, damit sie viel Geld mit uns verdienen können.

Es wird auch immer sofort veröffentlich, dass Buffet gegen den Dow oder gegen den S&P im Jahr X verloren hat. Aber aber auf Sicht von beliebigen 10-Jahres Zeiträumen hat Buffet immer (!!!!) gewonnen. Auch hier lacht Buffet am Ende am Lautesten.

 

 

Was mich nur an der Buffet-Manie nervt, ist, dass Buffet nicht nur durch Aktienanlage reich geworden. Er hat vor allem durch seine 1. Firma und Gewinnbeteiligungen ein riesiges Startkapital aufgebaut.

Auch er hätte mit seinen ersten 10.000 $ niemals 50 Mrd. $ erwirtschaftet. Reich wäre er aber natürlich trotzdem geworden ;)

 

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