Wahrheiten zur Arbeitslosigkeit


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Neuester Beitrag: 16.09.02 21:19
Eröffnet am: 16.09.02 16:51 von: kalle4712 Anzahl Beiträge: 38
Neuester Beitrag: 16.09.02 21:19 von: mod Leser gesamt: 1.037
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1934 Postings, 7075 Tage kalle4712Wahrheiten zur Arbeitslosigkeit

 
  
    #1
1
16.09.02 16:51
Hier bei Ariva wurde wieder in einigen Threads über die Arbeitslosigkeit in Deutschland diskutiert. Dabei wurde auch über Statistiken gestritten (und natürlich über die Schuldigen, die Politiker etc). Dazu möchte ich gern einmal einige Worte verlieren.

Es ist doch müßig, über die Statistiken zu diskutieren. Begründung:

1. Jeder weiß, dass unsere Regierungen (ob unter Kohl oder Schröder) seit vielen Jahren nur noch an den Symptomen herumdoktern, statt daran zu arbeiten, die Basis für eine stärkere Wirtschaft und damit für mehr Beschäftigung zu schaffen.
2. Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefäscht hast. Laufend wird doch der Begriff "Arbeitslosigkeit" anders interpretiert. Daher ist fraglich, ob die heutige Statistik mit denen der Vergangenheit noch vergleichbar ist.
Man muss zu der Zahl der offiziell Arbeitslosen noch zu 100% hinzuzählen:
2.1 Vorruheständler
2.2 Leute in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
2.3 Leute in Weiterbildungsmaßnahmen
2.4 Leute in Umschulung
Außerdem sind teilweise zu berücksichtigen:
2.5 Geringfügig Beschäftigte (die keinen echten Job finden und daher Aushilfstätigkeiten annehmen)
2.6 Berufsunfähige (die zum Teil sicherlich noch arbeiten könnten, aber resigniert haben)
2.7 Teilzeitkräfte (die die Suche nach Vollzeitarbeit aufgegeben haben)
2.8 Selbständige (die wegen fehlender Alternativen dieses Weg zum Erfolg probieren)
2.9 Stille Reserve (Leute, die gern wieder arbeiten würden, aber wegen Aussichtslosigkeit erst gar nicht auf Jobsuche gehen; z.B. Hausfrauen, wenn die Kinder erwachsen sind)
2.10 Schüler, die keinen Job/keine Lehrstelle finden und daher zunächst weiter auf der Schule bleiben

Habe ich noch was vergessen?

Fazit: Die echte Arbeislosenzahl dürfte bei 6,5 bis 7 Millionen liegen. Tendenz steigend. Wenn unsere Regierungen so weitermachen (egal welche "Farbe"), dann liegen wir in einigen Jahren bei 10 Millionen (6 Millionen echte und 4 Millionen aus den Statistiken rausgeleogene).

Weiter: Es liegt gar nicht in erster Linie an der UNFÄHIGKEIT der Regierenden, dass keine sinnvollen Maßnahmen ergriffen werden. Sondern es liegt am UNWILLEN, denn jedem, der ernsthafte Maßnahmen erwägt (die dann natürlich auch unbequem würden), erntet von den Gewerkschaften, von den Medien und von der Bevölkerung extremes Unverständnis und Gegenwind, denn unsere Gesellschaft hat es sich in ihrer Lethargie bequem gemacht.

Unsere Gesellschaft ist unter dem Strich selbst Schuld an der Misere, denn eine wirkliche Änderung unterstützt sie nicht. Leider.

Dieser Realität müssen wir ins Auge schauen. Denn wenn wir uns darüber nicht im klaren sind und unsere eigene Bequemlichkeit abstreifen, dann wird sich nie etwas ändern.
 
12 Postings ausgeblendet.
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21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_INa, vielleicht muss man schon berücksichtigen,

 
  
    #14
16.09.02 19:19
- dass 20% der Arbeitslosen überhaupt nicht mehr einen Job annehmen wollen,

- und dass knapp weitere knapp 20% zwar wieder erwerbstätig sein wollen, aber am liebsten nicht sofort.

 

21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_I@Reila: Nächste Woche mal auf ein Bier? Diese....

 
  
    #15
16.09.02 19:22
Woche bin ich ziemlich zu mit Arbeit (diverse Zweit-, Dritt-, Viert- etc- Jobs).  

23050 Postings, 7279 Tage modArbeitslosikeit besteht dann nicht, wenn

 
  
    #16
16.09.02 19:22
jeder, der einen Job sucht,
auch einen adäquaten Job findet.

Das ist wohl fast immer südlich der Mainlinie der Fall.  

9123 Postings, 7302 Tage ReilaKarlchen_I, einverstanden.

 
  
    #17
16.09.02 19:24
Besuchst Du mich mal in der Zone oder muß ich wieder aus meinem Bau?

R.  

21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_IWat für 'ne Zone? Meinste den Berliner Vorgarten?

 
  
    #18
16.09.02 19:27
Ich kann es ja mal versuchen. Wenn es nicht klappt, kannste ja auf unsere Insel kommen.  

9123 Postings, 7302 Tage ReilaOK, könnte dann auch gleich mal einen alten Herren

 
  
    #19
16.09.02 19:30
im Forstweg besuchen. Bin eben flexibel.

Mi oder Do Nachmittag/Abend?

R.  

21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_I@mod: Versteh ich nich........

 
  
    #20
16.09.02 19:32
Im Süden findet nicht jeder einen Job. Schau mal auf die Struktur der dortigen Arbeitslosigkeit. Und wieso ist dort - von allerdings niedrigem Niveau - in letzter Zeit die Arbeistlosigkeit sehr viel stärker als im Bundesdurchschnitt gestiegen?  

21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_I@Reila: Ich ruf Dich morgen an. o.T.

 
  
    #21
16.09.02 19:33

23050 Postings, 7279 Tage modKarlchen, die Feinheiten "fast immer " o.T.

 
  
    #22
16.09.02 19:33

23050 Postings, 7279 Tage modReile, davon gibt es aber zwei:

 
  
    #23
16.09.02 19:35
 
1 Forstweg  Treptow-Köpenick  (12527)  
2 Forstweg  Reinickendorf     (13465)  

Viele Grüsse
m.
 

502 Postings, 6866 Tage ashokaDann hat Klein-Lieschen

 
  
    #24
16.09.02 19:37
wohl den Ueberblick.
Lieber Mod, es gibt in dem System eine Basis. Auf dieser Basis agiert die Politik. Sie kann sich nur im Rahmen dieser Basis bewegen und deswegen auch keine wirklichen Veraenderungen durchfuehren. Will man etwas veraendern, muss man die Basis aendern. Und was ist die Basis?
Genau, das ist unser Gesellschaftssystem, die "soziale Marktwirtschaft". Diese Basis hiess frueher einmal Manchester Kapitalismus und scheiterte (Weltwirtschaftskrise).
Damals gab es sicher auch solche Klugschwaetzer die zur Weltwirtschaftskrise aufwachten und begriffen, dass Manchester Kapitalismus unweigerlich zum Ende fuehrt.
Mit der daraus entstandenen sozialen Marktwirtschaft ist das nicht anders. Was passiert denn, wenn die Industrie keine steigenden Absaetze mehr hat?
Traeum halt weiter.
 

30 Postings, 6683 Tage StarrTraderHauptproblem ist die Schattenwirtschaft

 
  
    #25
1
16.09.02 19:38
Wenn ein normaler Lohnsteuer- und Sozialabgabenpflichtiger fast ein halbes Jahr lang nur für Steuer und Abgaben arbeitet, wird er sich auch mal überlegen, ob er nicht brutto für netto privat arbeiten geht und nebenbei noch die Stütze einstreicht. Mag sein, daß das unmoralisch ist, solange der Staat aber mit seiner Steuer- und Abgabenpolitik dazu "einlädt", wird sich da kaum was ändern.

Auch Kontrollen würden da nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein, soviel Schwarzarbeiter kann man nicht kontrollieren.

Man sollte deshalb die Ursachen beseitigen und nicht an den Symptomen herumbasteln, sprich umfassende Einschnitte in das zu fett gewordene Sozialsystem machen, (z.T. irrwitzige) Subventionen streichen und mit den frei werdenden Mitteln die direkten Steuern und Abgaben senken. Dann ist Arbeit auch wieder bezahlbar.

Leider bringt das auch einen scharfen Einschnitt in Besitzstände mit sich, wobei sich nicht nur der deutsche Michel, sondern auch die Politiker schwer tun werden, denn die wollen ja wiedergewählt werden.

Also bleibt eben alles wie es ist....  

9123 Postings, 7302 Tage ReilaKarlchen, freue mich. mod,

 
  
    #26
16.09.02 19:40
dann wirst Du damit leben müssen - so bitter es auch sein mag - daß Du nicht mit hunderprozentiger Sicherheit wissen wirst, wo Karlchen und ich uns treffen. Manche soll das schon in den Wahnsinn getrieben haben. Ich fühle aber mit Dir.

R.  

23050 Postings, 7279 Tage modja, ashoka

 
  
    #27
16.09.02 19:46
In China, Russland, Indien, USA, Südamerika,
Afrika, Great Britain usw. herrscht
die Wirtschaftsordnung der "sozialen Marktwirtschaft"! *lol*

Das bricht natürlich zusammen, und es muss ein neues her!

Erst einmal Basiswissen anstelle von "Basis".
http://staff-www.uni-marburg.de/~multimed/...ftbrd/wirtschaftbrd.html  

23050 Postings, 7279 Tage modklar, Reila,

 
  
    #28
16.09.02 19:48
jeder hier weiss doch, wo K. und Du wohnst!
Ohne Wahn-, nur Unsinn.

Viele Grüsse
m.
 

502 Postings, 6866 Tage ashoka@mod

 
  
    #29
16.09.02 19:51
Du bist halt ein Spinner.
In den USA gibt es auch keinen Manchester Kapitalismus mehr. Auch da greift der Staat mit einen Mitteln in das Geschehen ein. Das ist der einzige Punkt um den es dabei geht. Du bist halt ein Spinner mit lausigem Wissen. Wo findet man denn heute noch den Manchester Kapitalismus Du Ü-Ei?  

21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_INee Mod - iss nich.....oder? o.T.

 
  
    #30
16.09.02 19:53

9123 Postings, 7302 Tage Reilamod, solange es kein Leichtsinn wird ...

 
  
    #31
16.09.02 20:00
So will jetzt aber schließen, denn gleich wird hier eine sympathische Steuerberaterin eintreffen. Wenn du weitere informationen wünscht, schick bitte mail oder ruf beim Bürgermeister an *g*.

R.  

23050 Postings, 7279 Tage modKarlchen, wenn

 
  
    #32
16.09.02 20:00
man um Mitternacht am Board betütelt ist, .......
War wohl Okt. letzten Jahres.
Sagt mein Gedächtnis.
Bei Dir nur Bezirk, mehr nicht.
Da gab es einen Herrn St., über den Du
Dich aufgeregt hast.

Viele Grüsse
m.  

9123 Postings, 7302 Tage ReilaKarlchen,

 
  
    #33
16.09.02 20:02
manchmal frage ich mich, ob mod auch unter das Stasi-Unterlagengesetz fällt. Aber er veröffentlicht ja von sich aus.

R.  

23050 Postings, 7279 Tage modReila,

 
  
    #34
16.09.02 20:03
wir wissen doch, wer die St.-Beraterin ist
(nicht namentlich, sondern Beziehung).
Ich brauche niemanden anzurufen.
So wichtig ist das nicht.

Viele Grüsse
m.  

9123 Postings, 7302 Tage Reilamod,

 
  
    #35
16.09.02 20:10
es ist so wie früher:
"Wir wissen doch..."

"Erzählen uns alles, wir wissen es sowieso schon."

Tauche jetzt unter

R.

 

21799 Postings, 7607 Tage Karlchen_I@mod: Schon daneben - und zwar völlig.

 
  
    #36
16.09.02 20:10
Ich kenne persönlich keinen Steuerberater und keine Steuerberaterin. Das mag ein Mangel sein - ist aber so. Mein Finanzamt hat mir - ohne nachzufragen - aber zugestanden, dass ich meine Steuererklärung erst ein halbes Jahr nach der üblichen Frist abzugeben habe.
 

23050 Postings, 7279 Tage modMan, Karlchen, das

 
  
    #37
16.09.02 20:13
betrifft doch R., nicht Dich!  

23050 Postings, 7279 Tage modMittelständler entlassen nicht so schnell wie Konz

 
  
    #38
16.09.02 21:19
Mittelständler entlassen nicht so schnell wie Konzerne
Mittelständler entlassen nicht so schnell wie Konzerne

Köln, 15. September (AFP) - Während Großunternehmen wöchentlich neue Hiobsbotschaften über Entlassungen vermelden, wollen die meisten Mittelständler offenbar an ihren Mitarbeitern festhalten. Dies geht aus einer Forsa-Umfrage für das Wirtschaftsmagazin "impulse» bei mehr als 500 Chefs kleiner und mittlerer Unternehmen hervor. Demnach plant nur jeder Zehnte der Befragten, wegen der schwachen Konjunktur Personal abzubauen oder Abfindungen für eine freiwillige Vertragsauflösung anzubieten. 85 Prozent schlossen sogar betriebsbedingte Kündigungen bis mindestens Ende Februar 2003 kategorisch aus. Am sichersten sind die Jobs demnach im Dienstleistungsbereich und bei freien Berufen.

 

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