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Rund um den Dax


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Neuester Beitrag: 20.09.19 09:05
Eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 2.378
Neuester Beitrag: 20.09.19 09:05 von: Chartlord Leser gesamt: 371.054
Forum: Börse   Leser heute: 2
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6833 Postings, 3075 Tage ChartlordRund um den Dax

 
  
    #1
10
01.01.14 23:21
Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
1353 Postings ausgeblendet.
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6833 Postings, 3075 Tage ChartlordAlles läuft wie erwartet

 
  
    #1355
02.06.19 13:46
Der Ölpreis geht in den Keller und die Inflationsrate in Deutschland stabilisiert sich bei derzeit 1,4%.
Das passt sowohl von der Höhe her als auch vom Zeitpunkt. Besonders der jetzige Zeitpunkt ist genau auf den konjunkturellen Aufschwung nach den Sommerferien ausgerichtet. Noch ist die Anzahl der im Verkehr befindlichen Elektrofahrzeuge noch sehr klein, aber die Wirkung hat sich zusammen mit der verminderten Zahl der Neuzulassungen schon auf den Verbrauch des Benzins ausgewirkt. Diese Wirkung wird nicht mehr umkehrbar sein. Die nach den Ferien beginnenden Verkäufe weiterer Elektroautos steigern ihre akkumulierende Wirkung immer mehr. Schon ab September erwarte ich, dass der Ölpreis WTI unter 50 Dollar und BRENT unter 60 Dollar fällt. Danach fällt der Ölpreis nur noch lagsam und immer geringer.

Aber die wichtigste Wirkung ist dann schon eingetreten. Die Inflationsrate näher sich immer weiter der 1,0%-Marke, weil alle mittelbaren Einflüsse des Ölpreises dann die Teuerungsrate erfasst haben werden. Das wiederum steigert die Wachstumsrate in Deutschland. Im zweiten Quartal erwarte ich irgandetwas zwischen plus 0,3% bis 0,5%. Im dritten Quartal zwischen plus 0,4% und 0,6% und im vierten Quartal über 0,5%.

Wie man gegenwärtig am Wetter sehen kann, wird sich der Sommer auch richtig gut entwickeln, nur dieses Jahr ohne die Trockenheit des Vorjahres. Und wie man sich denken kann, heisst es auch nicht Sri Lanka sondern Usedom. Nicht Bomben sonern Bombenwetter.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordKommt jetzt die Wende von der Zinswende ?

 
  
    #1356
05.06.19 09:36
Die Fed hat in ihrer neuesten Einschätzung Spielräume aufgezeigt, die eine Zinssenkung in den USA ermöglichen würden.
Allerdings liegt dieser Spielraum innerhalb der gegenwärtigen vorhandenen Bandbreite, in der noch von einer stabilen Lage ausgegangen werden muss. Aufpassen muss man allerdings wegend der weiter fallenden Ölpreise, die wegen der anhaltenden Verbrauchsminderung durch die neu verkauften Elektroautos mindestens die Teuerungsrate gering halten wird.

Vieles wird dabei von der Geschwindigkeit abhängen, in der der Ölpreis WTI unter 50$ und BRENT unter 60$ fallen wird. Die neuesten Zahlen von der Teuerungsrate in Europa, die bei 1,2% lag, sind der Zement, der für eine viel längere und dauerhafte Nullzinspolitik der EZB spricht, der sich tendenziell auch die Fed wieder anschliessen wird. Mittelfristig wird die Elektromobilität die vormalige Teuerungsrate des Ölpreises durch die Teuerungsrate des Strompreises ersetzen, was zusätzliche Kaufkraft bei den Verbrauchern erzeugt. Das wiederum erzeugt Nachfrage an Konsumgütern und an Freizeitindustrie. Für das nächste Jahrzehnt bedeutet das einen Wachstumsschub weltweit.

In Deutschland wird es vor allem die Tourismusbranche sein, die extrem davon profitieren wird. Die klimatischen Veränderungen bedeuten vor allem für uns Deutsche einen verstärkten Drang an unsere eigenen Küsten. Das wiederum lässt unsere eigenen Kassen klingeln, aber auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter zuspitzen. Tourismus ist eben auch eine personalintensive Branche. Ganz nebenbei ist für uns Berliner ein Tagesausflug zum Baden nach Usedom oder Timmendorf mit dem Auto möglich, nach Cala Millor jedoch nicht. Wenn man Pech hat, steht man an der Kasse des Strandbads Wannsee länger an als man nach Timmendorf fährt !

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDer Dax bleibt in Lauerstellung

 
  
    #1357
06.06.19 09:11
Ob er dabei nur auf die EZB Nachrichten wartet, oder ob er die Zinssenkungegerüchte aus den USA antizipiert, ist egal.

Das Volumen ist nicht besonders hoch, hat aber noch etliche Anleger, die nicht im Mai aus den deutschen Aktien ausgestiegen sind. Auf der Zeitschiene sehen die Großrechner den Schnittpunkt von Unterkante des kurzfristigen Aufwärtstrends zum Abwärtstrend vom Allzeithoch. Rein von der Jahreszeit würde man dabei auf eine weitere Abwärtswelle schliessen können, die jedoch fundamental und auch technisch nicht passt. Auch wenn Donald Trump viele zur Verzweiflung getrieben hat und noch weiter treiben wird, so sieht er jedoch seinen kommenden Scherbenhaufen, den ihm kein Republikaner verzeihen wird, wenn die Steuerreform nicht zur geplanten Wende der Staatsverschuldung führt.

Das jedoch droht, wenn gleichbleibend seine Wirtschaft von Strafzoll und Gegenstrafzoll ständig weiter belastet wird. Die Alarmglocken haben unüberhörbar geläutet, als die Fed ihre Einschätzung zu den Zinsen durch erste negative Einflüsse revidiert hat. Sinkende Zinsen entlasten zwar den Staatshaushalt, was die Verschuldung angeht, bedeuten aber auch gleichzeitig sinkendes Wirtschaftswachstum und somit auch sinkende Steuereinnahmen. Egal wie die Entwicklung in den USA verlaufen wird, die Auftragseingänge, die heute für Deutschland gemeldet worden sind, bestätigen weiter und wieder meine Erwartungen, dass das Wachstum bei uns ab dem dritten Quartal deutlich zunehmen wird.

Das werden die Anleger im Dax kaufen, aber nicht planlos sondern mit Unterstützung durch ein günstiges Umfeld. Dazu gehören Zins- und Wirtschaftsdaten aus den USA. Und die werden auch wie in Europa zum Teil durch den Ölpreis beeinflusst. Da dieser technisch angeschlagen ist und zusätzlich fundamental durch die Elektroautos immer mehr an Bedeutung verliert, werden die Anleger nicht mehr lange warten bis sie zumindest hier bei uns wieder einsteigen.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordBeginn einer Trendwende

 
  
    #1358
11.06.19 23:51
Wie man den aktuellen Charts entnehmen kann, beginnt der Dax sich von seinen negativen Richtungsmerkmalen nach oben zu entfernen. Noch ist der dabei entscheidende Durchbruch durch den Abwärtstrend vom Allzeithoch nicht geschafft, aber entgegen vielen Analysten besteht nunmehr kein Widerstand, der noch zu überwinden wäre. Auf der Zeitschiene kann sogar sofort und ohne Unerbrechung das Jahreshoch wieder erreicht werden. Das allerdings ist beim ersten Anlauf immer ein Widerstand. Er ist um so größer je länger der Aufwärtschart ist der ihn ununterbrochen ansteuert. Danach wird der dann ehemalige Abwärtschart vom Allzeithoch zu einer festen Unterstützung.

Dann käme es zu einem "Buyback in June".

Die politischen Börsen sind dabei sich etwas zu beruhigen. Der Ölpreis verhält sich wie von mir angekündigt - er fällt langsamer. Nur der Wechselkurs passt nicht so recht in die Gegend, da die Fed noch keine Zinssenkung vorgenommen hat. Der Wert von über 1,13 $ ist deutlich zu hoch. Die Wetteraussichten für Deutschland jedoch lassen auf einen Rekordsommer hoffen, der für die Tourismusindustrie sehr gute innahmen bescheren wird, ohne dass es dabei zu eine Dürreperiode kommen wird. Zusätzlich sind auch die Zahlen der bisherigen Monate auf Rekordkurs. Die ganze Branche ist dabei ihren Umfang und ihre gesamtwirtschaftliche Bedeutung in und für Deutschland erheblich zu vergrößern. Ständige Hotelneubauten - nicht nur an unseren Küsten - schaffen nicht nur neue Arbeitsplätze sondern locken auch viele neue zusätzliche Besucher aus dem Ausland an. Das hier in Deutschland unschlagbare Preis/Leistungs Verhältnis bleibt dabei sogar erhalten.

Für einen Tag in Paris oder London bekommt man eben zwei bis drei Tage in Berlin oder auf Usedom.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDer Aufruf

 
  
    #1359
17.06.19 08:56
Mehr als 500 amerikanische Firmen und viele Vereinigungen sowie Verbände haben in einem Schreiben an den amerikanischen Präsidenten das Ende des Handelskrieges gefordert. Doch was wird das nützen ? Genau wie Jerome Powell und die Fed selbst haben eben auch diese Firmen keine Ahnung von Wirtschaft. Das ist die einzig denkbare Antwort des Präsidenten, dessen gesamte Wirtschaftspolitik vom Ausgang dieser Handelsstreitigkeiten abhängt. Zu sehr sind die Staatsfinanzen durch die kreditfinanzierten Steuersenkungen von zusätzlichen Einnahmen abhängig. Schon im kommenden Winter wird das Repräsentantenhaus einer nochmaligen Erweiterung der Kredite nicht mehr zustimmen. Die Lage hat sich weiter angespannt, denn entgegen den ursprünglichen Berechnungen sind die Leitzinsen gestiegen, aber die Einnahmen nicht im gleichen Maße.

Noch läuft die amerikanische Wirtschaft gut, hat allerdings schon jetzt die Bürde vieler großer Firmen, die auch schon öffentlich einen deutlichen Anstieg der Mindestlöhne gefordert haben, damit der Geldfluss nicht ständig in Richtung der Sparquote der Superreichen führt. Anders als in Deutschland fehlt den Amis der angestellte MIttelstand, der seine Einkünfte auch mit hinein in den Ruhestand nimmt. Das ist nicht billig, führt aber zu einem gleichbleibenden und ausgewogenen Konsumverhalten auf lange Sicht. Die jetzt veröffentliche Studie über das Paketbestellverhalten der Deutschen belegt das. Nicht die Jüngeren sondern die Älteren schrauben diese Statistik in die Höhe. Deswegen wird auch das Wirtschaftswachstum in Deutschland so hoch bleiben und nicht nachlassen.

Egal wie der Handelskrieg weiter geht, die Wirtschaftsweisen und Kneipenleuchten sehen ein Wachstum von 0,6% für 2019 im BIP. Da allerdings davon schon 0,4% im ersten Quartal erreicht wurden, ist es nur eine Frage der Zeit, wann diese Trompeten in Erklärungsnot geraten. Dazu kommt, dass in den 0,6% noch nicht der Ölpreis enthalten ist. Der wirkt sich bekanntermaßen erst mit Verzögerung aus, und wird erst ab dem dritten Quartal die Wirtschaft weltweit ankurbeln. Bis dahin bleibt es aber bei einem Wachstum, das vor allem in der EU deutlich höher als erwartet ist. Natürlich fährt dabei Italien die gleiche Schiene wie die USA, hat aber im Gegensatz zum amerikanischen Präsidenten nicht mit dem hohen Zinsniveau zu kämpfen. Deswegen sehe ich nach den Sommerferien für den Italienischen Haushalt leichte Erholungstendenzen, die zumindest den letzten Anstieg der Staatsverschuldung zu einer schwarzen Null treiben werden. Doch leider nur diesen letzten Anstieg, alles, was vorher war bleibt überzogen und bedarf klarer Entschuldungsmaßnahmen im Haushalt.

Ob es zu einer Trendwende im Falle ausbleibender/beendeter Handelsauseinandersetzungen kommt, kann man jetzt noch nicht sagen, denn man muss die Möglichkeit berücksichtigen, dass der chinesische Datenklau und die Wirtschaftsspionage nicht beendet werden und Trump nur noch gegen China vorgeht. Vom Ansatz des Geschäftsmodells der Chinesen her ist eine Beendigung der Industriespionage das Ende der eigenen Innovation. Deswegen war, ist und bleibt Deutschland immer der Gewinner bei diesen Auseinandersetzungen. Hier entscheidet die Nachfrage der ausländischen Konsumenten, und egal ob in den USA oder China - wer Geld hat, kauft deutsche Waren. Selbst wenn da Zölle drauf sind, was ja nicht der Fall ist.

Daran wird sich der deutsche Aktienmarkt erst noch gewöhnen müssen. Zur Zeit geht er abwartend genau so wie die Amis seitwärts.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordMario´s Worte

 
  
    #1360
18.06.19 19:28
es war nicht nur die Rede des EZB Präsidenten, sondern auch die zugleich veröffentlichten Zahlen von der Teuerungsrate im Mai in der EU. Mit 1,2% ist sie wieder auf dem Weg zu neuen Aufkäufen, die die EZB als letztes Mittel zur Deflationsbekämpfung einsetzen kann. also brauchen wir uns nicht darüber zu wundern, dass die Börsen in die Höhe geschnellt sind. Noch ist es nicht soweit, aber wie jeder weiss, ist die saisonale Lage schon jetzt richtig aussagekräftig, weil über den Sommer keine besonderen Teuerungseffekte wie Tarifverhandlungen usw. in die Teuerung einfleissen werden. Es droht sogar wieder der Abstand auf 1% zum Richtwert bei 1,9% erreicht zu werden.

Natürlich ist so eine weitere Runde Aufkäufe nicht so schnell wie ein Zinsschritt umzustezen, aber spätestens ab September muss man mit genau gestaffelten Eingriffen der Notenbank rechnen. Das wirkt sich aber schon jertzt sofort auf dei Aktienmärkte aus. Die Augen bleiben gespannt auf den weiteren Berichten über die teuerungsrate erhalten, und selbst wenn die EZB nicht sofort beginnt wieder zu kaufen, so muss erst eine Wende in der Teuerungsrate einsetzen, damit die Aktienmärkte den Sell in May wieder aufnehmen. Meine Erwähnung vom 11.6. des Rückkaufs im Juni, ist also schon jetzt rein technisch im Gange. Natürlich ist das nicht nur auf dem Marktverhalten begründet, sondern eben besonders in der zwischenzeitlichen Abwartestellung, die heute beendet worden ist. Dass dabei am Freitag ein großer Verfallstag ist, spielt wegen dem Umfang der Erwartungen der Aufkäufe keine Rolle.

Zu beachten ist dabei aber auch, dass die Fed den Äußerungen Draghi´s selbst noch recht verschlossen gegenüber ist und bleibt, weil gerade die Konjunktur in den USA besser als in Europa läuft. Noch sind beide Seiten des Atlantiks weit von Überhitzungen im wirtschaftlichen Aufschwung entfernt. Da werden beide Notenbanken eher etwas länger als kürzer abwarten, bevor sie reagieren werden. Und genau das passt von der Zeitschiene her genau in die neuen Wiedereinstiegsabsichten der Anleger. Mit Schwung in die untypische, aber verbesserte Aussicht für das zweite Halbjahr 2019, das momentan eine wirtschaftliche Flaute in der Industrie durchlebt, aber für den Herbst auch in Verbindung mit der Beendigung des Handelskrieges genau jetzt den frühzeitigen Wiedereinstieg einkaufen kann. Wer jetzt dabei ist, kauft nämlich auch die Zinswende in den USA, die auch vom Vollhonk gefordert wird.

Dabei ist die von den Wirtschaftsweisen in Deutschland beurteilete lage, die nur zu 0,6% Wachstum im ganzen Jahr führen soll, längts nicht so schwach wie beschrieben. Gerade jetzt hat die Baubranche ihre Erwartungen nach oben geschraubt, und das Wetter sorgt dafür, dass sich die Deutschen lieber an Nord- und Ostsee rumtreiben als irgendwo am Mittelmeer im Kugelhagel in Deckung gehen müssen. da aber auch der Wechslekurs jetzt weit günstiger als in vielen Jahren zuvor ist, sind auch wieder viele Amis bei uns unterwegs, die sich das früher so nicht leisten konnten. Und das Auftrgasvolumen in der Industrie sowie die Konsumhaltung der Verbraucher in Deutschland werden wieder nach den Sommerferien in den Mittelpunkt der Betrachtung kommen.

Jetzt ist ein kühles Bier wichtiger als eine eventuelle Abkühlung der Wirtschaft. In der nächsten Woche wird auch das kaum noch etwas nützen, wenn es wieder in Richtung 40 Grad geht.

Der Chartlord    

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDer Einfluss der Zinsen

 
  
    #1361
21.06.19 09:44
Heute ist großer Verfallstag im Dax.
Schon im frühen Handel merkt man, dass der Einfluss der Erwartung auf sinkende Zinsen erheblichen Einfluss auf den heutigen Verfall hat. es sind ja nicht nur die auslaufenden Kontrakte, sondern auch die neu beginnenden. Und genau dort liegt die große Veränderung, die jetzt gekauft wird.
Dabei nimmt der Markt keine Rücksicht auf jahreszeitliche Gewohnheiten. Die Umstellung von selbst 0,25% im Zinsmaß ist ein viel gewichtigerer Faktor, der den Markt antreibt.

Dabei sind die Aussichten natürlich nicht nur auf den Zeitraum von Morgen bis zum nächsten Verfallstag beschränkt, sondern zumindest für den Rest des Jahres enthalten. Die Anleger werden natürlich nicht heute "all in" gehen, aber zumindest für einen Teil dabei sein, was ja bekanntlich alles ist oder sein soll. Wer heute am Verfallstag verkauft, läuft nämlich Gefahr schon ab Montag wieder zurück kaufen zu müssen. Und das ist in den allermeisten Fällen kein lohnenswerter Verkauf.

Die Vorgaben der Wall Street von gestern Abend deuten auch in diese Richtung.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordWartestellung gefestigt

 
  
    #1362
24.06.19 09:13
Auch wenn der letzte Anstieg durch die Erwartung auf sinkende Zinsen ausgelöst worden ist, so sind die Kurse am Freitag selbst am großen Verfallstag im Dax und auch an der Wall Street nur minimal um 0,1% gesunken. Das bedeutet, dass per Wochenschluss die Marktteilnehmer vorerst nicht wieder verkaufen werden, und das Ergebnis des G 20 Gipfels abwarten wollen. Mehrere Indikatoren sprechen dafür, dass die Handelsauseinandersetzung am runden Tisch langsam in Richtung Ende kommen könnte. Da wird man dann lieber in den Aktien investiert sein wollen als erst nochmals wieder zurückkaufen müssen.

Für den Dax bietet sich für diese Wartestellung ein Bereich direkt unter dem bisherigen Jahreshoch an. Von dort aus könnte es dann sofort ohne Widerstände auf die nächsten technsichen Ziele nach oben gehen. Fallt der Dax dagegen unter 12080, so müsste er erst wieder von 11 850 den nächsten Anstieg starten, was aber das jetzige Jahreshoch sofort als Widerstand eingebaut bekommen würde. Jedes neue Jahreshoch dagegen hält den Dax oben und steigert die Wahrscheinlichkeit, dass die Wartestellung nicht nach unten absinkt.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordVerschoben ist verschoben

 
  
    #1363
25.06.19 09:38
Der Brexit ist bis zum Ende Oktober verschoben worden, gleiches gilt für den Handelskrieg zwischen den USA und China, sofern die G 20 Verhandlungen nicht zu einem sofortigen Ergebnis führen werden. Die Unterhändler sind am Verhandeln und werden sich nicht durch Termine unter Druck setzen lassen.

Für die Anleger bedeutet das, dass die Wahrscheinlichkeit einer hinausgezögerten Lösung zunimmt, wobei vorzeitige und/oder vorgezogene Schnellschüsse höchstwahrscheinlich abgeblasen werden. Rein thematisch hat Trump den gleichen Erfolg jetzt bei der Flüchtlingsproblematik mit Mexiko erreicht, weil Mexiko 15 000 Soldaten zur Grenzbewachung abgestellt haben. Gleiches erwartet der Präsident auch in den Verhandlungen mkit China, wenn er nur genügend Druck aufbauen kann. Und bitte nicht denken, dass das nicht möglich ist. China ist nicht Deutschland, es hat kein Made in Germany, was die Nachfrage diktieren kann, also werdfen die Chinesen früher oder später nachgeben (müssen) - wir dagegen nicht.

Echtes Störfeuer könnte Trump nur aus den eigenen Reihen bekommen, wenn sich die Bewegung der reichen Amerikaner durchsetzt eine Vermögenssteuer zu erheben. Hier ist die Ausgangslage so, dass der ganz überwiegende Teil aus den Reihen der Republikaner kommt. Immerhin auch ein gangbarer Weg zur Reduzierung der Staatsschulden.

Die Aktienmärkte werden auf jeden fall den G 20 Gipfel abwarten, da ist Halten der Positionen Pflicht. Der gestrige Handel bestätigt das.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDer Wochenschluss

 
  
    #1364
28.06.19 20:16
nimmt im Xetradax bereits Züge an, die durch den G 20 Gipfel auf eine längere Zeit der Verhandlungen schliessen lassen, innerhalb der keine Wirtschaftssanktionen mehr vorgenommen werden. Der ausgang ist dabei zwar völlig offen, aber lässt auch gleichzeitig Spielraum für kreative Deals. Da der Gipfel außerhalb der Börsenzeit beendet wird, wird sich niemand lumpen lassen das Wochenhoch im Xetradax schon am Montag ohne kernige Nachrichten sofort wieder zu verkaufen. Das Momentum wird nämlcih sofort weiter ausgedehnt, wenn die Verhandlungen mit dem Statusquo fortgesetzt werden.

Anders als beim Brexit steht auch für Trump viel auf dem Spiel, denn seine Binnenwirtschaft ist mittlerweile schon zu lange von der Haushaltsseite her angeschlagen und nimmt nicht die Steuergelder ein, die von der Steuerreform vorgesehen waren. Jeder weitere negative Impuls würde das weiter belasten, deswegen erst einmal weiter positiv abwarten. Notfalls die gegenwärtigen Verhältnisse einfrieren. Das Alarmsignal für den Präsidenten ist die Forderung der reicheren Leute nach einer Vermögenssteuer. Das kommt aus dem eigenen Lager.

Das werde ich im Auge behalten.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordZum Wochenbeginn

 
  
    #1365
01.07.19 01:14
In der Hitze der G 20 Verhandlungen und der bilateralen Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den USA und China bekommt die Hoffnung zusätzlich Nahrung, die aus dem Beginn des neuen Monats in verbesserten Umfeldern besonders in Europa besteht. Der Sommer ist hier bereits auf Hochtouren und die Ferienziele weitestgehend ausgebucht. Die jahreszeitliche Belebung aus den Feriengebieten fällt in diesem Jahr besonders stark auch gerade bei uns in Deutschland aus. N-TV meldete für heute zum wiederholten Mal, dass schon einige Badeanstalten und Strandbäder wegen Überfüllung schliessen mussten.

Montag kommen die neuesten Zahlen vom deutschen Arbeitsmarkt, der weiterhin trotz einiger nervöser Störungen sehr gut entwickelt bleiben wird.
Man mag es kaum denken, dass Ferien bei uns sind, aber die Anleger werden trotzdem weiter kaufen, gerade jetzt, wo man vor der Belebung der Konjunktur im Herbst die Aktien noch günstig einsammeln kann.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDas Niveau in die Ferien mitnehmen

 
  
    #1366
03.07.19 03:15
Obwohl am Dienstag die Umsätze sehr niedrig waren, merkt man doch, dass diejenigen, die jetzt noch aktiv an der Börse sind, den Rallystart zum Herbst nicht verpassen wollen. Es besteht jetzt eine stark erhöhte Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Start genau jetzt beginnt, das heisst, dass er schon direkt im Anschluss an die Maiverkäufe stratet. Normalerweise würde der Markt erst den Sommer abwarten, aber das fällt jetzt dem Aussetzen der Handelssanktionen zum Opfer. Folglich sind Verkäufer am Strand und Käufer im Markt. Ich sehe die nächsten beiden Handelstage besonders genau hin, das heisst eigentlich die nächsten drei, denn Donnerstag ist in den USA Independence Day, der seit 1996 eine andere Bedeutung bekommen hat.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordEs wird nichts nützen

 
  
    #1367
08.07.19 09:07
Egal um wieviel die OPEC die Förderquoten jetzt kürzen will/wird, der Zeitpunkt ist schon lange vorbei, an dem man den Markt noch mit dieser Stellschraube in die Höhe regeln kann. Auch wenn es gegenwärtig nur Zehntelprozentpunkte sind, der Verkauf von Elektrofahrzeugen läuft und wird obendrein noch durch den Absatz von e-Scootern ergänzt. Beides zusammen ist bereits eine mehr als ausreichende Größe, die den Verbrauch -also die Nachfrage - ständig weiter verringert. Einzig der Kerosinmarkt bleibt mindestens konstant, aber reicht nicht aus um den Produktionsüberschuss abzubauen. Die ferienzeit hat begonnen und verdrängt diese Problematik etwas, jedoch kann man auch am Chart des Ölpreises sehen, dass der Abwärtstrend trotz der letzten Anstiegswelle intakt ist. Auf der Zeitschiene wird sich das genau nach den Sommerferien ab September in einem Ausbruch nach unten spürbar bemerkbar machen.

Die Teuerungsrate in der EU lag bei der letzten Meldung auf einem weit entfernten Wert von 1,2%, der nicht mehr ohen Maßnahme der EZB in Richtung gewünschter 1,9% steigen wird. Auch wennman die letzte Aussage von Mario Draghi quasi als Alleingang ansehen mag, der Inhalt jedoch ist unumstößlich, weil die EZB wieder mit dem Rücken zur Wand steht. Ohne die Wiederaufnahme von Aufkäufen ist das Erreichen des gewünschten Zielkanals knapp unter 2% Inflation nicht erreichbar. Das Auslaufen der ersten Kaufwelle konnte rein schematisch vorausberechnet werden, wann und wie stark der Markt wieder in die entgegengesetzte Richtung marschieren wird. Das erste Halbjahr ist vorüber und fast punktgenau fehlen der Rate die 0,7%, die der angepassten Aufkaufsumme von 80 bis 60 Milliarden € monatlich entsprechen. Das war der grobe Überschlag, der die ganze Zeit über für je 10 Milliarden € monatlich eine Steigerung von 0,1% ergab.

Dennoch wird die Konjunktur nach den Ferien spürbar anziehen.
Der Spielraum, der sich aus den frei werdenden Mitteln ergibt, die eine Elektromobilität mit sich bringt, wird ebenso langsam aber sicher immer größer. Der Unsicherheitsrückgang im zweiten Halbjahr 2018 und im ersten 2019, der zu einer deutlich nachlassenden Absatzzahl von Verbrennungsfahrzeuegen geführt hat, wird von der Entscheidung zur Elektromobilität abgelöst. Das wird den Ölpreis um anfänglich 10% und später im Jahresverlauf 2019 um bis zu 20% drücken. Das wiederum wird die Wirtschaft weltweit ankurbeln.

Der Dax hat derzeit seinen Ausbruch gehalten und wird ihn auch heute bestätigen. Die Märkte werden die Aussicht auf fallende Zinsen und die Wiederaufnahme von Aufkäufen nicht ungenutzt lassen. "Buy after Mai or the opportunity ist vorbei." (Der Chartlord) Jetzt sind deutsche Aktien noch günstig zu haben. Nach den Ferien wird die Wall Street so weit angestiegen sein, dass das Preisniveau fast auf Rekordhoch liegen wird. Zumindest den Dax bekommt man jetzt noch ca. 10% günstiger.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordWas für ein Blödsinn

 
  
    #1368
09.07.19 06:32
Ich habe von verschiedenen Seiten gesehen, gelesen und gehört, dass sich die Konjunktur in Deutschland soweit abschwächt, dass auch wieder die Arbeitslosigkeit zunehmen wird. Das ist nichts weiter als reine Stimmungsmache, die nicht einmal im Sinne der Banken ist. Alleine der Personalbedarf der Bauwirtschaft wird von vier extremen Faktoren getrieben. Wohnungsbau, Ausbau und Umbau der Energieversorgung (Stromtrassen), dem Leitungsausbau der Kommunikationsverbindungen (Glasfaser und Sendemasten) sowie der Reparatur der Straßen und Brücken. In der Summe der beauftrageten und benötigten Leistungen ist der Zenit noch lange nicht erreicht. Alles sind dabei personalintensive Faktoren, die frei werdende Arbeitskräfte aus anderen Bereichen mehr als ausreichend kompensieren werden. Schliesslich sind im Bau die Stellen schon jetzt frei und ausgeschrieben, der geplante Personalabbau anderer Branchen hat dagegen noch nicht einmal begonnen und wird dazu obendrein zum ganz überwiegenden Teil durch nicht-Neueinstellungen der altersbedingten Fluktuation abgedeckt.

Noch nicht beachtet ist die Tatsache, dass jetzt die geburtenstarken Jahrgänge langsam in den Ruhestand gehen und nicht ausreichend durch nachkommende Schulabgänger ausgeglichen werden. Dieser Faktor wird sich in den nächsten 6 Jahren weiter verstärken. Weder die Arbeitslosigkeit noch die Kurzarbeit werden auf allen Zeitschienen bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts wieder ansteigen - saisonale Schwankungen mal ausgenommen. Obwohl es schwer abzuschätzen ist, gehe ich davon aus, dass auch der Tiefpunkt der Arbeitslosigkeit in Deutschland noch nicht erreicht ist.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordAngekoppelt oder abgekoppelt

 
  
    #1369
12.07.19 09:00
Es sind entgegengesetzte Vorgaben des Vortages die den Dax in die andere Richtung getrieben haben. Ein Minus von 0,3% steht da gegen den Anstieg der Wall Street von 0,9%. Die Aussagen des Fed-Chefs am Ende dieses Monats eine Zinssenkung vorzunehmen werden die Aktienmärkte in den nächsten Tagen einpreisen. Die Frage dabei ist nur, ob das nur der amerikanische Aktienmarkt vornimmt, oder auch der deutsche.

Der Wechelskurs ist nahezu unverändert geblieben.
Die fundamentalen Daten der Wirtschaft sind auf beiden Seiten des Atlantiks trotz vieler Einflüsse durch Handelsstreitigkeiten stabil steigend. Die Teuerungsraten sind dagegen nicht ausreichend steigend. Die langsame Umstellung der Menschen auf Elektromobilität und der damit verbundene Rückgang der Aufwendungen für Energie werden nach und nach die Teuerungsraten weiter absenken. Ein künstlich hoch gehaltener Ölpreis durch verminderte Förderquoten wird nur vorübergehend diese Wirkungen verlangsamen/vermindern. Die Lagerbestände werden nach und nach ansteigen bis die ÖLager voll sind und dann einen stärkeren Druck auf den Ölpreis ausüben als jetzt, wo noch in die Lager geliefert wird.
Die Folge davon wird sein, dass die Kosten der Produktion und des Vertiebes weltweit abnehmen werden und weitere Zinssenkungen notwendig sein werden. Das ist natürlich kein Thema für 2019, aber zwangsläufig für die kommenden Jahre.

Daran knüpft sich natürlich eine weiter steigende Weltkonjunktur, die, wie ich schon mehrfach erwähnte, nach den Sommerferien einsetzen wird. Rein technisch müsste dann aber auch die EZB wieder Eingriffe in die Entwicklung auf dem europäischen Markt vornehmen. Nur dazu sind bislang die Äußerungen von Mario Draghi zu allgemein als dass man daraus auf die kommende Entwicklung schliessen kann. Aber wer alle Tassen im Schrank hat, weiss, dass die EZB mit dem Rücken zur Wand steht, und dass nur noch die Wiederaufnahme von Aufkäufen als einzige und letzte Maßnahme übrig geblieben ist. Nur das werden die Aktienmärkte ind Europa nicht ohne vorherige Ankündigung einpreisen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass der Dax seinen Tiefststand der gegenwärtigen Bewegung gesehen hat. Die Marke von 12 436 wird wieder zurückerobert werden und als Unterstützung halten.

Die zeitliche Schiene zum Ende der Sommerferien ist dafür ausreichend kurz.

Der Chartlord
 

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordBislang nur intraday

 
  
    #1370
17.07.19 08:57
Die Rückeroberung der Marke von 12 436 ist dem Dax noch nicht gelungen. Aber wenigstens konnte der Dax gestern intraday kurz darüber hinweg ansteigen. Das ist ein gutes Zeichen, weil damit diese Marke als echter und harter Widerstand nicht mehr vorhanden ist. Bestätigt wird das indem der Dax zum Xetraschluss zwar wieder unter diese Marke gerutscht ist, aber eben nur knapp und dann dort angehalten hat. Als Widerstand wäre ein echter Abprall gekommen, der den Dax deutlicher nach unten getrieben hätte, und nicht erst darüber angestiegen wäre. Die geringe Volatilität trägt eben dazu bei, dass Ausschläge nach unten weit weniger umfangreich ausfallen. Die Vorgabe von der Wall Street lässt stark darauf schliessen, dass das dortige Niveau nicht verlassen wird, zumindest solange nicht wie der nächste Zinsschritt der Fed erfolgt ist.

Die internationalen Anleger fangen darüber hinaus an zu rechnen wie groß der Preis/Leistungsunterschied von amerikanischen zu europäischen Aktien ist. Natürlich wird der deutsche Index von Schrottaktien getrieben, hat aber immer noch einige Werte, die vom Schrott mit nach unten getrieben worden sind, bzw. nicht angemessen bewertet worden sind. Jeder deutsche Daxwert, der keine Schrottaktie ist, und nur mit "Marktperform" bewertet wird, ist im Vergleich zu den amerikanischen Werten klar unterbewertet. Das hat sich im Verlauf der letzten Tage noch weiter verstärkt. Die laufenden Berichte werden dazu ausgenutzt um diesen Preisunterschied zu kaufen; und das um so stärker, je teurer die amerikanischen Werte sind. Man darf nicht vergessen, dass es auch amerikanische Werte gibt, die stark unter wirtschaftlichem Druck stehen - wie zum Beispiel Boing.

Insgesamt wird auch der deutsche Index nur wenig verändert die nächste Zeit bis zum nächsten Zinsschritt der Fed abwarten, allerdings den Abstand zum Dow Jones etwas verringern. Danach werden die Augen starr auf die europäische Teuerungsrate gerichtet sein, denn die beiden letzten Monate lag der Wert bei jeweils 1,2%. Das ist zu weit weg vom angestrebten Ziel. Rein schematisch bleibt der EZB kein weiterer Zinsschritt. Nur noch (grob gerechnet) für je 0,1% mehr Teuerung ca. 10 Milliarden € monatlich die Wiederaufnahme der Aufkäufe. Das wird die Anleger nach dem Zinsschritt der Fed wieder vermehrt nach Europa treiben.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordNun ist es also raus

 
  
    #1371
22.07.19 09:00
Wie von mir erwartet haben sich die Steuereinnahmen Deutschlands besser entwickelt als von den "Fachleuten" allerorts behauptet. Für Juni 2019 sind sage und schreibe 6,8% in den öffentlichen Kassen gelandet. Ein bischen viel für eine schlecht laufende Konjunktur, denn der größte teil davon entfiel auf Umsatzsteuern. Kein Wunder, wenn am Vorabend der Veröffentlichung dieser Nachricht ausgerechnet die neue Bundesverteidigungsministerin zusätzliche Mehrausgaben für die Bundeswehr ankündigt.

Fällig ? Nein, überfällig !

Ausreichend ? Nein ausweichend !

Solange wir dem präsidialen Vollhonk der USA vorwerfen sich nicht vertragstreu zu verhalten, sollten wir bei der vereinbarten Aufkommensquote von 2% für Verteidigungsaufgaben nicht mit Steinen werfen, denn wir sitzen im Glashaus und lassen uns unverschämterweise von den Amis militärisch aushalten.

Darüberhinaus wird es nicht ausreichen mit diesem "Einmaleffekt" zu rechnen, denn zum einen ist er schon grenzwertig hoch, zum anderen müsste die Schwankungsbreite diesen Ausbrecher wieder nach unten ausgleichen um nicht das Jahresergebnis nach oben zu korrigieren. Nur wer geht ernsthaft davon aus, dass vom Juniwert der Juli eben 6,8% schlechter ausfällt ? Der Sommer ist am Laufen und die deutschen Urlaubsgebiete fast völlig ausgebucht. Ich glaube es ist langsam Zeit, dass sich die "Experten" endlich darauf einstellen, dess die deutsche Industrie nicht mehr der größte Teil der deutschen Wirtschaft ist, sondern nur nur noch der zweitgrößte, und das obwohl der Export nach wie vor auf Hochtouren läuft.

Die Nachfrage an Personal in den Bereichen Tourismus, Konsum und Bauwirtschaft wird dafür sorgen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Selbnst der reine Dienstleistungsbereich - zum Beispiel die Banken - werden auch entsprechend abgestuft, ohne dass die gesamtentwicklung darunter leiden wird. Lediglich bei der Umstellung kann es vereinzelt zu Verzögerungen kommen, wenn Umschulungsmaßnahmen erst abgeschlossen werden müssen. Aber das wird unsere Wirtschaft schon hinbekommen. Viel wichtiger ist, dass die schwarze Null trotz der Mehrausgaben im Verteidigungshaushalt erhalten bleiben wird. Die von mir erwartete und schon mehrfach erwähnte konjunkturelle Belebung nach den Sommerferien ist da noch nicht eingerechnet.

Tatsächlich wächst mit jedem Monat, der vergeht, die Wirtschaftsmacht Deutschlands, wogegen der amerikanische Haushalt wieder seine Schuldenobergrenze erreicht und der Scharlatan immer weiter in Erklärungsnot gerät, wie er seine verfehlte Steuerpolitik gegenüber dem Repräsentantenhaus und dem Senat erlären soll. Die ach so großartige Nation ist faktisch pleite und es wird nicht ausreichen zu versuchen über Strafzölle Fehleinnahmen auszugleichen. Eher das Gegenteil wird der Fall sein, wenn Trump merkt, dass damit nur Umsätze wegbrechen. Faktisch leitet die deutsche Finanzpolitik seit Jahren durch den erhalt der schwarzen Null den Wechsel an der Spitze der Wirtschaftsnationen ein. Spätestens am Ende des nächsten Jahrzehnts haben wir die Amis überholt. Nicht in Bezug auf die Umsatzsumme im Haushalt sondern in der Handlungsfähigkeit. Wir werden das daran erkennen, dass es keine Kehrtwende in der Steuerpolitik in den USA geben wird und die Schuldenobergrenze trotz Erweiterung immer früher ereicht sein wird.

Die Folge davon wird sein, dass der ausgesperrte Teil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst nicht mehr länger bereit ist monatelang ohne Einkommen zu verharren. Die Leute werden kündigen und sich anderswo Beschäftigung suchen. Die frei werdenden Stellen jedoch werden nicht ausreichend neu besetzt, da sich kaum noch jemand findet, der nur noch ein halbes Jahr für seinen Lebensunterhalt arbeiten will.

Hähä !

Der Trend, dass sich immer mehr Amis um eine green Card in Deutschland bewerben, wird sich immer weiter verstärken, zumal seit Jahren auch der Trend in den amerikanischen Schulen dahingehen verläuft, dass eben Deutsch als erste Fremdsprache gelehrt wird. Und wer als Ami erst einmal bei uns gelandet ist, will - genau wie die europäischen Nachbarn - nicht mehr weg. Es gibt viele Ungereimtheiten in unserem Land, aber immer noch weniger als irgend woanders. Und mit den Mehreinkünften sind wir gerade dabei diese Ungereimtheiten abzubauen.

Bin ich ein Rassist, wenn ich sage, dass wir Flüchtlinge nicht übers Mittelmeer sondern über den Atlantik aufnehmen sollten ?

Nein, nur ein Realist !

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDas hat viel zu lange gedauert

 
  
    #1372
1
24.07.19 09:40
In meinem Beitrag vom 12.7. habe ich schon von der Rückeroberung der Marke von 12 436 geschrieben, doch erst gestern hat der Dax das erreicht. Mit den gestern gestiegenen Umsätzen ist eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür gegeben, dass der Anstieg erhalten bleibt. Die internationalen Anleger sehen schon zuviel negative Berichte in zu hohem Maße in den Index eingepreist. In den tatsächlich vorgelegten Berichten war zwar auch richtig Schäche enthalten, aber eben längst nicht soviel wie der Markt vorweg eingepreist hatte. Der Abstand zum Dow Jones und auch zu anderen Indizes ist viel zu groß geworden. Das betrachtet der Markt nun als sehr günstige Gelegenheit um wieder hier einzusteigen, denn der Dow wird gleichzeitig nicht zurücksetzen. Ausreichend Potential hat er gerade von Seiten der Haushaltslage bekommen, da sich die Republikaner und Demokraten auf ein neues Haushaltsvolumen bis Ende 2021 geeinigt haben. Das alleine reicht schon auf der Zeitschiene aus um nicht nur den nächsten Zinsschritt nach unten einzupreisen.

Rein technisch ist der Dax aus seiner neutralen Zone, die sich zwischen 11 980 und 12 436 befindet nach oben ausgebrochen. Dazu war/ist ein einziger Tagesschluss im Xetrahandel ausreichend. Das liegt an dem vorherigen Inselgap, das fast wie ein Fehlausbruch nach oben angesehen werden kann, aber eben nur fast. Der damalige Ausbruch war bestätigt worden und kein Fehlausbruch, er wurde nur zurückgenommen und hatte seine Ausbruchsmarke zusätzlich nochmals bestätigt. Dort liegt jetzt eine feste Unterstützung und Nachkaufsmarke, die aber nur das Ende der Nachkaufsrange am unteren Ende darstellt. Das obere Ende ist das gestrige Tageshoch im Xetrahandel. Gerade weil es sich um eine Indexbewegung handelt, die gegen die typische jahreszeitliche Richtung geht, sind heute und in den nächsten Tagen viele Schnäppchenjäger unterwegs, die die kurzfristigen Verkäufer aus dem Markt nehmen. Dann setzt sich der gestern begonnene Anstieg richtig weiter fort. Nächstes Ziel ist 12 880, dann ein neues Allzeithoch. Der Dax hat aus meiner Sicht zum heutigen Zeitpunkt begonnen den Abstand zum Dow auf ein realistisches Maß zu verkleinern, was jedoch nicht unterhalb des bisherigen Allzeithochs liegen kann.

Der Chartlord

 

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordIns Leere gezockt

 
  
    #1373
29.07.19 10:06
Am Donnerstag haben viele Marktteilnehmer enttäuscht über die EZB reagiert und den Dax abverkauft. Aber das wird sich als Eintagsfliege herausstellen. Der Index wird sich über der einstmaligen Widerstandsmarke von 12 436 Punkten etablieren und einen nur geringfügig anderen Verlauf für seinen Anstieg einschlagen. Man kann das sehr gut an den sehr gerinegen Umsätzen ablesen, weil darin kaum noch Verkäufe von Zockern enthalten sind, die eben Donnerstag ausgestiegen sind und natürlich jetzt nicht mehr einsteigen.

Übrig bleiben diejenigen, die als Schnäppchenjäger den großen kommenden Anstieg nach den Sommerferien vorbereiten, indem sie jetzt mit nur dünnen Umsätzen den Markt ausdünnen, auf den dann die Rückkehrer nach den Ferien treffen werden. Das wird das ganze Thema der zweiten Jahreshälfte sein, die mit den kommenden besseren Quartalszahlen im dritten und vierten Quartal die ansteigende Konjunktur widerspiegeln. Auch der kommende Brexit ist sogar als harter Brexit eingepreist, wobei noch nicht einmal feststeht, ob es dafür im Unterhaus eine Mehrheit geben wird. Überparteilich werden dort die Fronten verhärtet bleiben, so dass nicht einmal klar ist, ob es überhaupt einen Brexit ohne Regelung geben wird. Denn eins muss klar sein : Scheitert Boris Johnson mit seiner Brexit-Absicht, so wird es unausweichlich nicht nur zu Neuwahlen, sondern auch zu einer Neuabstimmung zum Brexit kommen. Nur diesmal mit der Frage, ob ein Vertrag erforderlich ist oder nicht.

Da aber auch der Handelsstreit der EU mit den USA keine realistischen Aussichten hat, werden höchstens geringfügig veränderte Umlaufvariablen zu den Strafzöllen verhängt werden, weil Trump sein eigenes Haushaltsdefizit mehr fürchten muss als erfundene Preissubventionen der EU.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDie harten Fakten

 
  
    #1374
1
01.08.19 12:04
Inzwischen müsste jeder Interessierte mitbekommen haben, dass da irgend etwas bei der Berichterstattung in der deutschen Wirtschaft nicht stimmt. Und richtig, irgendwie passt die Mehrzahl der Daten nicht so recht zusammen :

1. Die Steuereinnahmen sind gegen die Erwartungen gestiegen.
2. Die Staatsverschuldung konnte wieder um über 52 Milliarden € gesenkt werden.
3. Die Inflationsrate in Europa ist auf 1,1% gefallen.
4. Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland um 49 000 im Jahresvergleich gefallen.
5. Die Beschäftigung ist in Deutschland um 410 000 im Jahresvergleich gewachsen.
6. Die Zahl der offenen Stellen ist gerade nach den saisonalen Schulabgängen auf 800 000 gebleiben.
7. Die Lehrstellen in Deutschland sind jetzt immer noch mit 240 000 offenen Stellen unbesetzt.
8. Die Erwartungen der Industrie gehen immer weiter von den Erwartungen des Mittelstandes auseinander.
9. Die Umsätze des Einzelhandels sind gerade im Juli gegen die Erwartungen deutlich gestiegen.
10. Der Auftragsbestand der Baubranche ist weiterhin an seiner Kapazitätsgrenze.

Daraus lässt sich nur ein Schluß ziehen :

Der deutschen Wirtschaft geht es gut, nur in einigen Bereichen der Industrie kommt es zu Umschichtungen, die durch den Bedarf an anderen Stellen ausgeglichen werden. Das aber ist nur von vorübergehender Dauer, denn nur geringe Überhänge werden abgebaut, die Masse bleibt erhalten und bildet den Kern, der nach diesen temporären Veränderungen erneut das Wachstum antreiben wird. Hervorstechendes Merkmal bleibt eben die ungebrochene Nachfrage an Personal, was bei einem echten Abschwung zuerst erkennbar sein würde. Aber genau da bleibt die Zahl weiter oben.

Die Investitionen des Staates werden weit höher liegen als noch im Frühjahr berechnet. das liegt an den "unerwartet" hohen Steuereinnahmen der letzten Monate. Hier waren deutlich niedrigere Werte erwartet worden. Kein Wunder, dass die neue Bundesministerin der Verteidigung sofort großspurig die Erhöhung der Verteidigungsausgaben angekündigt hat. Unter dem Strich ist das aber schon eine staatspolitische Bankrotterklärung, denn wer soviel Geld in die Kassen bekommt, und keine zusätzlichen Wohnungen baut, hält den gesellschaftlichen Niedergang aufrecht. Momentan ist für unsere Gesellschaft ein (bezahlbares) Dach über dem Kopf wichtiger als eine Pistole in der Hand. Die Aufarbeitung der  jahrzehntelangen Einsparungen bei der Bundeswehr sind bei dieser Betrachtung von nachrangiger Bedeutung.

Der Chartlord
 

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDie Zeichen stehen auf Wachstum

 
  
    #1375
19.08.19 12:25
Gerade kommen die neuesten Zahlen von der europäischen Teuerungsrate heraus, und siehe da es ist wie gesagt und erwartet ein Wert, der auf genau 1% gefallen ist. Damit wird der Euro zwar im Vergleich zum Dollar und zum Renmimbi Yuan etwas aufgewertet, jedoch wird sich das wieder legen sobald die EZB wieder in ihre Trickkiste greifen wird (muss!) um die Währungsstabilität wieder herbeizuführen.

Für die Wirtschaft bedeutet das jedoch weiteres Wachstum, weil die Importpreise nicht anziehen werden und die Produktionsmenge nach den Sommerferien auch genau wie erwartet wieder anziehen wird. Bestätigend dazu ist auch für Deutschland der Auftragseingang wieder um 0,1% angestiegen. Der vormalige Puffer ist trotz aller Schwierigkeiten erhalten geblieben. Das gilt auch für den Nachfrageüberhang auf der Beschäftigungsseite.

Die Sommerdelle an den Aktienmärkten könnte dieses Jahr relativ kurz ausfallen, wenn schon im September die ersten Berichte vorgelegt werden, die "unerwartetes" Wachstum belegen. Rein technisch ist der Rücksetzer des dax bereits völlig ausreichend, auch wenn der Xetradax das 61er retracement des Frühjahrsanstieges nicht vollständig nachgebildet hat. Die Umsätze der privaten Haushalte werden schon in den nächsten 3 Wochen anziehen, weil dann der sinkende Ölpreis an den Tankstellen angekommen ist. Die jetzigen Befürchtungen, dass beim ungeregelten Brexit die Versorgungslage in England dramatisch schlechter werden wird, sehe ich nicht. Die Insel war, ist und bleibt ein Importland - egal ob es zu künstlichen Zuschlägen bei den Importwaren kommt oder nicht. Die Güter des täglichen Gebrauchs werden genügend und bezahlbar angeboten werden. Da wird es auch nicht zu Verwerfungen kommen.

Die jetzigen Geschenke der GroKo an die Wähler in den neuen Bundesländern sind auch nicht einmal ein Bestechungsgeld, das in Erinnerung an das Begrüßungsgeld einmalig verteilt wird, damit der Osten nicht "blau" wählt. Die 32 Milliarden €, die den Ostdeutschen vorenthalten worden sind und für die Angleichung der Lebensverhältnisse fehlen, sind den Migranten in den Rachen gestopft worden. Daran erkennt man, dass wir das nicht geschafft haben, und es voll zu Lasten der neuen Bundesbürger geht. Da wundert es mich nicht, dass für viele Frau Merkel zum Feindbild und Frau Kramp-Karrenbauer zum Abziehfeindbild geworden ist. Gleichzeitig sind die westdeutschen Bundesbürger Bürger erster Klasse geblieben, die Migranten, die für Wohnung und Essen nicht arbeiten müssen, zum Bürger zweiter Klasse geworden, dagegen die ostdeutschen Bundesbürger zum Bürger dritter Klasse abgestiegen.

Des Volkes Seele im Osten kocht vor Wut ! Angeheizt wird das durch die Schlepper, die rechtsbrechend die Flüchtlinge aus dem Mittelmeer nicht zurückbringen sondern illegal die Einreise erzwingen wollen. Komisch dass die Schiffe nur warten müssen bis "Notstand" entsteht, und ihre "Ansprüche" werden umgesetzt. Die ostdeutschen Staatsbürger warten jetzt schon 30 Jahre und nichts ist angeglichen !

Der Chartlord

 

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordKaum verändert

 
  
    #1376
1
12.09.19 10:07
Obwohl ich immer noch krank bin (und kaum Aussicht auf Gesundung habe), hat sich in der Zwischenzeit seit meinem letzten Beitrag nicht viel getan. Donald Trump hat weiter getwittert, die Beschäftigung in Deutschland ist weiter angestiegen, die Teuerungsrate in Deutschland ist auf inzwischen 1,4% gefallen, die Industrievorheuler jaulen wegen einer angeblichen Rezession in Deutschland, niemand ist gewillt das Wirtschaftswachstum in Deutschland, das vom klar größeren Teil der Wirtschaft inzwischen erbracht wird, ordnungsgemäß in die richtige Relation zur Industrie zu setzen, Konsum, Freizeit und Tourismus boomen fast unbeachtet und werden nicht gegen die Industriejammerer aufgerechnet, die Randbezirke der ostdeutschen Bundesländer erinnern schon fast an einen äußeren Distrikt (nur ohne Hunger Games), die auch ohne eine Katniss Everdeen den Aufstand gewagt haben und die AfD gewählt haben, wenigstens bleiben die schwarze Null im Bundeshaushalt und der Nullzins der EZB weiter erhalten und werden gemeinsam für weiteres Wachstum in Deutschland sorgen.

Der Haushaltsüberschuß betrug im ersten Halbjahr 2019 45,3 Milliarden €.
Die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes ist zuversichtlich - auch insbesondere wegen der heutigen EZB Sitzung.
Der Ölpreis und der Wechselkurs haben sich auf gesunkenem Wert stabilisiert.
Der Wohnungsneubau ist immer noch nicht auf dem notwendigen Niveau angekommen.
Das schwerverbrecherische Schleppertum auf dem Mittelmeer hat weiter zugenommen. Dort reicht es ja aus mit den "Migranten" solange an Bord abzuwarten, bis eine "Notlage" eingetreten ist, so dass eine Rückführung der "Flüchtlinge" zum Ausgangspunkt ihres illegalen Grenzübertritts nicht mehr möglich ist, und aus künstlich herbeigeführten "humanitären Gründen" ein Einlaufen in den Schlepperzielen notwendig geworden ist.

Wie ich erwartete und bereits mehrfach geschrieben habe, wird im zweiten Halbjahr 2019 der Wirtschaftsaufschwung ansteigen. Schon der Auftragseingang der Industrie im Juli hat entgegen den Erwartungen und Schätzungen der Kneipenweisen zugenommen anstelle zurück zu gehen. Die Bauwirtschaft meldet einen Rekordumsatz genau wie die Tourismusindustrie in Deutschland. Da werden Brexit und Handelskriege immer mehr dahin zurechtgerückt, wo sie hingehören - in den Hintergrund. Alle anderen "Unsicherheiten" werden durch die 800 000 offenen Stellen gepuffert, die zwar mit einer Verzögerung, die den Umschulungen geschuldet wird, einsetzen, aber es nicht zulassen, dass die in der Industrie entlassenen arbeitslos bleiben. Dazu kommt, dass auch in dieser angespannten Lage der Industrie kaum noch Leute entlassen werden, weil diese anschliessend nicht mehr beschafft werden können.

In der deutschen Wirtschaft gibt es eine gewisse Zange, die vormals nur sehr klein gewesen ist, die aber seit über 9 Jahren ständig gewachsen ist und mit eisenhartem Griff mit zwei Schenkeln quasi doppelt die Wirtschaft ankurbelt. Ich rede dabei von den deutschen Urlaubern, die immer mehr Urlaub in Deutschland machen (das ist der eine Schenkel), und das Geld hier ausgeben, und dabei gleichzeitig die Hotel- und Tourismusbranche deutlich wachsen lassen (das ist der zweite Schenkel). Dem haben sich die Urlauber aus dem Ausland passender Weise angeschlossen. Von Seiten der Statistik werden dabei alle Beherbergungsbetriebe mit weniger als 12 Betten gar nicht erst gezählt, weil sonst die deutsche Industrie noch mehr heulen würde, weil die Industrie immer mehr zum kleineren Standbein der deutschen Wirtschaft verkommen würde.
Wegen des nunmehr zweiten Supersommers war fast nirgendwo mehr ein Zimmer frei.

Und schon jetzt wird es schwer etwas für 2020 hier zu bekommen.
(Manchmal kommt man bei 42,6 Grad Celsius im Binnenland schon auf die Idee, dass sich die deutschen Urlauber zum Abkühlen an die deutschen Küsten begeben.) Doch jetzt sind die Ferien vorüber und auch die Anleger kehren wieder an die Aktienmärkte zurück - egal, was die EZB nachher beschliessen wird. Früher oder später werden wieder Aufkäufe notwendig werden, da Strafzinsen für Banken nur noch einen immer kleiner werdenden Effekt haben werden. Lange warten darf die EZB nicht, denn die Teuerungsrate in Europa ist schon wieder auf 1% gefallen.
Und auch Christine Lagarde wird den Kurs der EZB nicht ändern.

Der Chartlord


 

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDrastisches Rumgezocke mit Rohöl

 
  
    #1377
16.09.19 10:38
Nach dem Ausfall der saudiarabischen Raffinerieanlage nimmt das der Markt zum Anlaß kräftig im und mit dem Rohöl zu zocken, dabei ist der Markt überflutet und hing am seidenen Faden irregulärer Stützungskäufe, damit der Ölpreis nicht völlig wegbricht. Duch den Ausfall der Anlagen wird die Weltproduktion um ca. 5% vermindert. Allerdings werden nur richtig blauäugige Trompeter davon ausgehen, dass das sich anderen Produzenten nicht entgehen lassen werden diese Lücke für sich in Anspruch zu nehmen. Man darf nicht vergessen, dass sich die gegenwärtige Produktionsmenge schon zum x-ten Mal zwangsläufig runterfahren musste, weil die Nachfrage in diesem Jahr deutlich vermindert ist, wogegen die Produktionsmenge angestiegen ist.

Wir weren es sehen, dass schon nach wenigen Tagen diese 5% durch anderweitige Produzenten ausgeglichen sein wird und sich der Rohölpreis wieder in den alten Chart hinein begeben wird. Entsprechend werden sich auch die A ktienmärkte verhalten, wobei selbst heute ein so drastischer Ausschlag wie am Rohölmarkt bei den Aktien nicht zu sehen ist und auch nicht zu sehen sein wird. Wer heute im Rohölmarkt rumzockt, muss sehr vorsichtig sein, denn am Freitag ist großer Verfallstag und die Aktienkurse der Ölfirmen und der Verbraucher von Rohöl werden nicht den kurzfristigen Trend des Ölpreises mitgehen.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordKurz vor dem Verfallstag

 
  
    #1378
19.09.19 10:25
Zum Verfallstag werden die Anleger kaum noch ein Risiko eingehen wollen.
Allerdings sind die Währungsmaßnahmen der EZB und auch der Fed ab sofort nicht mehr aus den Kursen heraus zu bekommen.
Das bedeutet, dass Rücksetzer, egal welcher Art, immer als neue Einstiegsmöglichkeit angesehen werden, da das Zinsumfeld weiter und jetzt auch längerfristig auf sinkende Zinsen ausgerichtet ist, und Aktien jetzt den Anleihen deutlicher vorgezogen werden.

Rein technisch lässt sich momentan so gut wie gar nichts zum Dax sagen, da er zumindest bis Montag seitwärts ausgerichtet ist, wobei bei 13 303 eine horizontale Unterstützung liegt. Nach oben ist entgegen vielen Meinungen von Analysten kein Deckel beim bisherigen Jahreshoch oder beim jetzigen Verlaufshoch. Allerdings werden die Großanleger versuchen das bisherige Verlaufshoch des September nicht zu übersteigen, wogegen andere Interessen genau darauf aus sind wegen der gefallenen Zinsen, die für baldige Nachkäufe sorgen werden.

Der Wechselkurs hat sich bei etwa 1,10 eingependelt, und der Ölpreis hat seinen Zenit der Zockerei überschritten. Die Nachricht aus Saudi Arabien, dass in drei Wochen die Raffenerie wieder voll produzieren wird, hat dem wilden Treiben ein schnelles Ende bereitet. Je nach dem wieviel die anderen Produzenten ihre Leistung steigern, kann es bei der Wiederherstellung der Produktionsmenge wie vor dem Anschlag zu Produktionsüberhängen kommen, die dann nicht nur Rohölüberschuß sondern auch Spritüberschuß bedeuten. Das hätte sofortige, fallende Preise/Kurse an den Zapfsäulen zur Folge. Wenigstens hat dieser Anschlag keine nachhaltigen Folgen.

Der Chartlord  

6833 Postings, 3075 Tage ChartlordDie Stimmungslage am Verfallstag

 
  
    #1379
20.09.19 09:05
wird heute geprägt von den Zinsentscheidungen der Notenbanken.
Die Zinsen im Euroraum sind schon auf dem Maximaltief und geben keine Möglichkeit der direkten weiteren Absenkung. Lediglich über Aufkäufe von Wertpapieren kann die Geldmenge künstlich vergrößert werden, was aber die Aktienmärkte begünstigt. Die fed dagegen hat den Erwartungen nur zum kleinsten Teil entsprochen, was die Erwartungshaltung zwar auch für die nächste Zukunft auf weitere Zinssenkungen aufrecht erhält, aber die Aktienmärkte nur gering anfeuert.

Vorhin sind die aktuellen Zahlen für die Erzeugerpreise in Europa bekannt gegeben worden und deutlich stärker gefallen als von den Analysten erwartet. Anstelle erwarteten minus 0,1% wurden minus 0,5% gemeldet. Das wird in den nächsten Wochen und Monaten den Druck auf die Inflationsrate weiter verstärken und die gegenwärtigen 1,0% Inflation in Europa nicht wie erhofft durch die 20 Milliarden € Aufkäufe ansteigen lassen sondern trotz der Aukäufe noch weiter fallen lassen. CL (Chistine Lagarde) wird Mühe haben diesen Trend gegen viele Stimmen aus dem Bankenlager wieder umzudrehen.

Mit diesen Vorgaben werden die Aktienmärkte nicht mehr bereit sein für den Rest dieses Jahres verstärkt Positionen aufzulösen. Zumindest gezieltes  Stockpicking ist jetzt angesagt.

Der Chartlord  

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