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Rund um den Dax


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Neuester Beitrag: 11.12.17 08:42
Eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 2.106
Neuester Beitrag: 11.12.17 08:42 von: Chartlord Leser gesamt: 256.494
Forum: Börse   Leser heute: 75
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6016 Postings, 2426 Tage ChartlordRund um den Dax

 
  
    #1
10
01.01.14 23:21
Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
1081 Postings ausgeblendet.
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6016 Postings, 2426 Tage ChartlordKeine voreiligen Schlüsse ziehen

 
  
    #1083
1
09.11.17 10:35
Genau so wie das für die Postanleger gilt, gilt das natürlich auch für die anderen Daxanleger. Zum Handelsbeginn lag der Kurs der Post nach den heutigen Zahlen weit im roten Bereich, nachdem sich aber der Zorn der vorschnellen Zocker gelegt hat, und man etwas genauer hingeschaut hat, ist jetzt kein Anleger mehr bereit die Post zu verramschen und der Kurs ist ins plus sogar gegen den Dax gedreht.

Nur weil der Vorstand seine Erwartungen, nicht wie der Markt es erwartet hat, angehoben hat, heisst das nicht, dass die Post nicht trotzdem mehr als erwartet erwirtschaftet.

Das gilt in der gegenwärtigen Konjunktur nicht nur für die Post.
Die Lage ist besser als die Zahlen des vergangenen Sommers.
Da ist vor allem der Winter und das nächste Frühjahr viel aussagekräftiger.
Noch befindet sich der Dax in der von mir erwarteten Non-Stop-Jahresendrally.
Der Dreimonatschart lässt erkennen, dass der Dax gegenwärtig neue Luft für den nächsten Anstieg holt. Der Trendkanal, der sich seit dem Anstieg im September ausgebildet hat, ist inzwischen auf drei Anlaufmarken an der Oberseite und zwei an der  Unterseite angewachsen.

Kommt es zur dritten Anlaufmarke auf der Unterseite, so ist es auf der Zeitschiene schon fast zu eng für ein Ende der Non-Stop-Jahresendrally. Ein echtes Ende läge ohne hin erst vor, wenn sowohl die Zeitschiene als auch der Kurs aus dem Kanal ausbrechen. Aber das wird frühestens in der nächsten Woche möglich sein.

Der Chartlord    

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordJetzt wird es spanend

 
  
    #1084
1
10.11.17 08:26
Gestern hat der Dax in einem Stück den Abstand noch zu der erwähnten dritten unteren Anlaufmarke abgewickelt. Auf der Zeitschiene ist dabei etwas Zeit gewonnen, die noch zu weiteren Kursrückgängen genutzt werden kann. Aber gleichzeitig ist kein weiterer Kursrückgang technisch mehr notwendig.

Damit könnte der Dax zum Wochenschluss die Kurve kriegen und seinen Anstieg für die nächsten Wochen vorbereiten. Entscheidend wird aber nicht der Tiefpunkt seines laufenden Kursrückgangs sein, sondern ob es ihm gelingt auch nur ein einziges Pünktchen in ein neues Allzeithoch wieder an zu steigen, denn dort befindet sich ein Kaufsignal, das diesen Anstieg wieder verlängern würde.

Die Vorgabe der Wall Street ist positiv, denn hier wurden gestern nur 0,4% abgegeben. Leider denjenigen Anlegern geschuldet, die intradax den Dax verlassen haben und abends in den USA eingestiegen sind. Dennoch ist genügend Masse hier vorhanden, weil der Dax dem Dow inzwischen so weit hinterher hinkt, dass der Preisunterschied beim gleich bleibenden Wechselkurs unter 1,17 schon ein relevantes Anlageargument geworden ist.

Intraday sind für den Dax heute Rücksetzer sogar bis an die 38-Tage-Linie möglich, die bei knapp unter 13 000 verläuft. Für den Tagesschluss jedoch ist bereits ein einzelner Punkt über dem gestrigen Tagesschluss eine 66% Wahrscheinlichkeit, dass der Rücksetzer bereits heute beendet worden ist. Ein Tagesschluss unter der 38-Tage-Line würde mit 75% Wahrscheinlichkeit weitere Rücksetzer mindestens bis an die 200-Tage-Linie in der nächsten Woche bringen.

Aber auch von dort aus würde es auf das oben genannte Pünktchen ankommen.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDie Spannung hält an

 
  
    #1085
13.11.17 08:37
Obwohl der Dax am Freitag nicht über dem Xetraschluss des Donnerstags schliessen konnte, trat eine klare Stabilisierung ein, die heute fortgesetzt werden wird. Momentan entscheidend ist, dass das Volumen nicht weiter fällt. Fallendes Volumen hätte nur kurze Beine für einen kommenden Anstieg, weil das der Nachweis wäre, dass die Anleger hier aussteigen und an der Wall Street einsteigen. Gleichbleibene oder steigene Volumina würden den Wiederanstieg fördern.

Obwohl der Rücksetzer nicht genau bis an die 38-Tage-Linie herangereicht hat, ist der Chart bereits ausreichend gefallen und kann ab jetzt an jeder Stelle wieder nach oben drehen. Auf der Zeitschiene ist genügend Platz entstanden, der für mindestens eine Extension des letzten Anstiegs auf den 161% Umfang des laufenden Rücksetzers hindeutet. Aber wie schon gesagt, Mindesterfordernis ist ein einziger Punkt in einem neuen Allzeithoch. Andernfalls würde eine neue Seitwärtsphase knapp unter dem bisherigen Allzeithoch einsetzen, die aber auch zu 66% später in ein neues Allzeithoch mit weiterem Anstieg mündet; nur das wäre außerhalb der 161% Extension.

Für diese Variante mit Extension beträgt die Wahrscheinlichkeit inzwischen 50%. Sie würde tatsächlich bedeuten, dass es keinen weiteren Rücksetzer vor dem Jahreswechsel mehr gibt. Selbst eine Rückkehr zum Tiefpunkt des Rücksetzers um ein zweites Standbein für den Wiederanstieg auszubilden wäre mit 10-20% Wahrscheinlichkeit kaum realistisch.

Insgesamt hätte der Rücksetzer dann ca. 400 Punkte umfassen. Die Zielrichtung läge dann sofort bei 13 760 Punkten. Ob es direkt dazu kommt, wird man am Wiederanstieg erkennen, der kein zweites Standbein ausbildet (dazu sind die 3% Rücksetzer zu wenig), und sofort die 61er Retracement des Rücksetzers bei 13 370 erreicht.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordNoch weiter angenähert

 
  
    #1086
14.11.17 08:58
Gestern konnte der Dax intraday die letzten Abstände zu der 13 000er Marke überwinden, nur liegen dort keine technischen höchstens psychologische Marken.

Mit gehörigem Abstand wurde dieser psychologisch kritische Bereich verlassen.
Die Vorgaben und das Umfeld stehen auf weitere Erholung, obwohl das auch gestern früh so gewesen ist. Es kam aber zu einem intradax Kursrückgang, der aber weit vom Tagestief zm größten Teil wieder zurückgenommen wurde. Da auch die Umsätze stabil gebleiben sind es weder zum Verlassen der Verkäufer noch zum sell-off gekommen ist, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Trendwechsel nach oben wieder einsetzt jetzt schon bei 70%.

Für heute ist es wichtig, dass der Dax wieder die Marke des Wochenschusses vom Freitag bei 13 127 übersteigt und in den heutigen Tagesschluss mitnimmt. Ansonsten hat sich gar nichts verändert und alle meine Angaben vom freitag und von gestern gelten quasi bestätigt weiter. Das gilt besonders für den Tagesschluss unterhalb der 38-Tage-Linie. Hier hat der Dax gestern intraday dafür gesorgt, dass wieder genügend Sicherheitsabstand vorhanden ist.

Allerdings würde ein Tagesschluss heute, der unter dem gestrigen liegt, das Bild etwas eintrüben, so dass auch in eine Seitwärtsbewegung oberhalb der 13 000 übergeleitet werden könnte. Das ist aber nur eine untergeordnete Nebenvariante, die bei höchstens 25% liegt.

Da die Berichte langsam zu Ende gehen, wird der Markt die angehobenen Erwartung für die Gesamtwirtschaft in Deutschland un im Euroraum einpreisen. Das werden die Parameter für das vierte Quartal sein, die sich nahtlos an die Erwartungen für 2018 vorschalten.

Ich könnte an dieser Stelle viel zur Europäischen Verteidigungsunion scheiben, wie verfassungsfeindlich sie ist, aber unter dem Strich werden wir Deutsche auch wieder daran verdienen, weil die Ausstattung einheitlich auf dem neuesten Stand sein wird, den fast nur die deutschen Rüstungsbetriebe ermöglichen. (Puma, Lynx, Leo2, A400 M, Heckler und Koch usw.)

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordWohin fällt der Dax ?

 
  
    #1087
15.11.17 08:39
Durch die viel besser als erwartet laufende Konjunktur ist der Wechselkurs auf über 1,18 gestiegen. Das hält der Dax natürlich nicht aus. Vorbörslich ist eine Kurslücke von jetzt 80 Punkten entstanden, die zwar noch nichts zu sagen hat, denn erst der Xetrahandelsschluss ist maßgeblich, aber bei en geringen Umsätzen ist zu befürchten, dass die 38-Tage-Linie nicht gehalten werden kann.

Der gestrige Xetraschluss lag noch wenige Punkte über dieser Marke. Fällt sie so fällt der Dax direkt auf die nächste Unterstützung bei knapp unter 12 600. Aber selbst das ist noch nicht das Ende der Rally. Dazu würden erheblich gesteigerte Umsätze gehören, die jedoch nur jetzt von Seiten der Verkäufer in den Markt gelangen, und die nicht mehr den anschliessenden Anstieg mitmachen würden. Daher warte ich erst den heutigen Xetraschluss ab, ob und wie die Verkäufer jetzt ordern. Immerhin sehe ich zu 33% für heute gar keinen Kursverlust, sondern ein Intradayreversal, das die Kurslücke, die zu Beginn gerissen wurde, mehr als nur wieder auffüllt.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordAlles bleibt in der Schwebe

 
  
    #1088
16.11.17 08:42
Der gestrige Xetraschluss ist in der Ungenauigkeitsrange zur 38-Tage-Linie stecken geblieben. Damit ist der Chart nicht nachhaltig durchbrochen worden. Für heute muss sich herausstellen, ob der gestrige Handel nicht doch als intraday Versuch einer großen Falle angesehen werden muss. Zumindest die Umsätze sind deutlich gestiegen, so dass sowohl der gestrige Rücksetzer als auch der Wiederanstieg als bedeutsamer einzustufen sind als die jeweilige Seitwärtsphase.

Auch für heute gilt, dass intraday keine Bedeutung hat.

Also abwarten, denn der Handelsbeginn wird etwas höher loslegen.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordGefährlicher Kurs

 
  
    #1089
17.11.17 09:03
Gestern hat der Dax die Kurve gekriegt, aber schafft er das heute auch in den Wochenschluss ? Der Anstieg gestern ist relevant und ausreichend - für gestern. Reicht das aber heute für den Wochenschluss aus ? Schafft der Dax am heutigen Handelstag einen Gewinn in den Xetraschluss mitzunehmen, so dürfte das Schlimmste überwunden sein, obwohl die sinkenden Umsätze und der steigene Wechselkurs keine Unterstützung bieten.

Bleibt der Dax aber unter dem gestrigen Handelsschluss, so muss weiter gezittert werden, weil dann die erhöhte Gefahr (66%+) besteht, dass der Dax den nächsten Teil seines Rücksetzers in die nächste Woche verlegen will. Allerdings wird der Dax der Richtung der Wall Street folgen und keine Extrawurst braten. Gelingt der Anstieg, so stehen die Chancen sehr gut, dass der Anstieg weiter geht.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordVersenkt Jamaika den Dax ?

 
  
    #1090
2
20.11.17 09:04
Geht mit den gescheiterten Regierungsverhandlungen auch der deutsche Aktienindex den Bach runter ?

Zumindest zum heutigen Handelsstart wird offenbart, was Frau Merkel schon die ganze Zeit taktisch geplant hatte. Ein Spiel auf Zeit, das dazu dienen soll durch Neuwahlen die AfD wieder aus dem Bundestag zu schmeissen. Doch diese Rechnung wird ohne den Wirt (SPD) gemacht. Durch die merkwürdig (abgesprochene) Blockadehaltung, die unter dem Thema "Erneuerung" ablaufen soll, sollte von vorne herein verhindert werden, dass eine Regierungsbildung zu Stande kommt, auf die sich die AfD einschiessen kann.

Die Merkwürdigkeit dieser Erneuerung besteht nur darin, dass die SPD zwar eine andere Politik fahren will und das "nur weiter so" nicht mitmachen will, aber zugleich nicht ansagt, was sie denn anders machen will. Will sie etwa auf die Argumentation der AfD aufspringen und die Zuwanderung stoppen ? Das würden ihr viele Stammwähler krumm nehmen und entweder nach links abwandern oder lieber gleich das "Original" wählen, weil niemand vergessen hat, dass die SPD über Jahre den Kurs von Frau Merkel unterstützt hat und für die Lage mit verantwortlich ist.

Gleichzeitig übersehen fast alle, dass außer dem Abgang von Fau Petri und einem anderen keine Veränderung bei der AfD eingetreten ist und nach und nach schon der politische Alltag eingekehrt ist, ohne dass sich die Rechten auf die neue Koaliton einschiessen konnten. Doch hier kommt nach dem Scheitern der Sondierungen ein neues Argument der AfD zur Hilfe - das der Regierungsunfähigkeit. Durch den Auszug der FDP aus den Verhandlungen, die natürlich nur aus wahltaktischen Erwägungen erfolgt ist, kommt alles zum Vorschein. Der Wähler sieht natürlich, dass man dieses Argument nicht entkräften kann, weil es einfach der Wahrheit entspricht.

Aber das Blatt hat sich schon jetzt gegen die Absicht von Frau Merkel gewendet.
Unter diesen Umständen steht zu erwarten, dass bei einer Neuwahl der Faktor Etablierung zugunsten der AfD wirken wird. Waren bei der vorherigen Wahl noch Zweifler vorhanden, die am Ende nicht die AfD gewählt haben, so werden diese Zweifel durch die schnelle Neuwahl beseitigt. Die Folge davon werden noch mehr Stimmen für die AfD sein. Dies paart sich mit der Absicht die Wiederwahl von Frau Merkel zu verhindern. Das alleine garantiert nur die AfD.

(Wegen der oben genannten Schwäche der SPD müssen die anderen Parteien vor allem fürchten, dass es ein Ergebnis bei Neuwahlen gibt, wonach eine große Koalition nicht einmal mehr rechnerisch möglich ist.)

Da aber von alledem die deutsche Wirtschaft nicht beeinträchtigt/betroffen ist/sein wird, steigt das Wirtschaftswachstum ungehindert an, was auch die Börse nach kurzer Pause wieder nach oben bringen wird. Eigentlich sollte der Wechselkurs deutlich unter dem Scheitern der Sondierungen gelitten haben, aber mt gegenwärtig nur 0,3% im minus, deutet sich an, dass auch von dieser Seite die Märkte schnell wieder zur Tagesordnung übergegen, wie sie vor dem Scheitern der Sondierungen vorlag.

Technisch ist der Dax angeschlagen, aber ob diese Technik als politische Börse verursacht ist, und ob sie hält, darf bezweifelt werden.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordWo ist die Unsicherheit geblieben ?

 
  
    #1091
21.11.17 08:35
Unklare Wahlausgänge erzeugen unklare Aktienmärkte, doch das Scheitern der Sondierungen hat gestern die Anleger richtig kalt gelassen. Technisch ist sogar schon wieder ein Lichtblick vorhanden, der zumindest das 61er Retracement der letzten Abwärtsstrecke beinhaltet.

Auf der Zeitschiene jedoch ist noch immer mehr drin, denn das ergibt sich aus dem gestrigen intraday Reversal, das den Beginn des 61er Retracement auf einen Punkt unterhalb der Tagesschlusskurse senkt, und das den Zielwert nach oben verlängert.

Schon heute werden wir sehen, ob der Markt sich anschickt dieses Ziel abzuarbeiten. Ein zweiter Tag im plus würde dazu bereits ausreichen - egal wieviel der Anstieg ausmacht.
Richtig aus dem Schneider ist der Dax allerdings erst, wenn er wieder ein neues Allzeithoch ausbildet. Dann würde aus der oben beschriebenen 61er Folge eine 161er Extension der Abwärtsbewegung werden. Aus ca. 550 Punkten abwärts würden sich ca. 880 Punkte aufwärts ableiten lassen. (ca. 13 840)

Und auf der Zeitschiene vor dem großen Verfallstag am 15.12. gut erreichbar.

Der Chartlord
 

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDas zweite Standbein kommt

 
  
    #1092
22.11.17 08:48
Betrachten wir mal den Anstieg des Dax seit Ende August, so stellen wir fest, dass er in drei Stufen angestiegen ist. Davon sind jedoch die ersten beiden Stufen nicht korrigiert worden. Daraus lassen sich folgende Fakten erkennen :

1. Der Dax beginnt sich systematisch, aber nicht linear unter gesunkenen Umsätzen dem Verlauf des Dow Jones anzupassen. Dabei wird der Abstand neu ausgerichtet. Wohin das (=Abstand) führt, hat der Markt noch nicht entschieden, da der Abstand auch noch dem gestiegenen Wechselkurs Rechnung tragen muss.

2. Die ersten beiden Stufen bleiben ohne Korrektur - und das auf lange Sicht.

3. Die Seitwärtsphase vor der dritten Stufe, auf die jetzt zurückgesetzt wurde, ist eine neue Bodenbildung von der aus jetzt das zweite Standbein für den nächste Anstieg ausgebildet wird.

4. Das nächste Ziel ist jetzt sichtbar/errechenbar. Es ist die 161er Extension des Rücksetzers bei etwa 13 840.

5. Sieht man sich den 3-Monats-Chart an, so sehen wir bei den letzten drei Anstiegen eine deutliche Obergrenze herausgebildet, die aber so nicht länger für den nächsten Anstieg fortgesetzt wird. Hier wird sich der Trendkanal etwas weniger steil ausbilden.

Für alles das besteht eine Wahrscheinlichkeit von ca. 60%. Wobei eine Zeitschiene noch nicht vorgegeben ist, weil jetzt erst das zweite Standbein von der letzten Stufe ausgebiledet wird, und der Grad des Anstiegs erst mit dem Erreichen eines neuen Allzeithochs ausgebildet wird.

Ich habe im Postthread von einer Non-Stop-Rally geschrieben, die ich hiermit etwas weiter ausführe. Das vorläufig nächste Ziel bei 13 840 ist nicht auf einem Weg und in einer Zeitschiene erreichbar, hat aber schon den Markt auf sich ausgerichtet. Bemerkenswert ist die Ansage des Videoanalysten, dass für ihr schon eine Marke mittelfristig (=mindestens 6 Monate) bei 14 600 erkennbar ist. Das ist für mich noch außerhalb meiner Betrachtung, stellt aber schon die Thematik klar, dass wir es weiter mit steigenden Kursen zu tun haben werden.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDas sieht nicht gut aus

 
  
    #1093
23.11.17 09:14
der Dax ist durch den Wechselkurs deutlich angeschlagen worden.
Und das Schlimme ist jetzt, dass weitere ausländische Anleger so kurz vor der Jahresendrally gar nicht wieder hier einsteigen werden, weil die Gefahr steigt, dass die Rally hier in Deutschland ausfällt.

Noch ist nichts entschieden, aber mit dem Wechselkurs steigt die Gahr des Ausfalls.
Solange der Dax kein neues Verlaufstief per Tagesschluss aufstellt, ist noch nichts angebrannt.

Die Vorgaben sind aber mies, so dass wir heute und morgen abwarten müssen, wie das Umfeld sich entwickelt.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordEntscheidung vertagt

 
  
    #1094
24.11.17 08:20
Ich werde mal den Geschäftsklimaintex abwarten, obwohl der eigentlich nichts neues bringen dürfte. Die Stimmung geht gegen Euphorie, und mit dem BIP von 0,9 im dritten Quartal ist die gegenwärtige Lage nicht weit davon entfernt.

Daher werde ich das mal abwarten.


Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordWo steuern wir hin ?

 
  
    #1095
24.11.17 10:39
Die Stimmung ist noch weiter angestiegen und insbesondere die Erwartung für die nächsten 6 Monate ist erheblich gewachsen. Der ifo-Index und die gleichzeitig veröffentlicheten Auftrageingänge im Baugewerbe lassen auf ein anhaltendes Wirtschaftswachstum in der gegenwärtigen Höhe auch für 2018 schliessen.

Nicht vergessen, dass wir gerade von einem Wachstum von 0,9% im dritten Quartal her kommen. In der Berichterstattung sind hochwertige Vollididoten, die nicht einmal die vorgelegten Ergebnisse zusammenrechnen können. Da ergeben 0,8% aus dem ersten Quartal und 0,6% aus dem zweiten zusammen mit den 0,9% aus dem dritten und erwarteten 0,7% aus dem vierten Quartal 2,3% Wachstum für das ganze Jahr 2017.

Da die Wirtschaft besser rechnen kann als die Jurnalisten, darf sich niemand wundern, dass der Euro jetzt weiter angestiegen ist. Für und in Deutschland eine doppelt gute Entwicklung. Zum einen steigt die Wirtschaft und zum anderen bewirkt der steigende Euro, dass die Zinsen unten bleiben. Das wiederum wird den Aufschwung deutlich verlängern.

Leider ist momentan mit dem steigenden Euro kein steigender Dax möglich; jedenfalls nicht mehr in Richtung des Allzeithochs. Mit dem steigenden Euro ist schon das Hoch vom Dienstag eine schwere Hürde. Allerdings sollte ab jetzt niemand mehr auf die Idee kommen, dass der Markt in absehbarer Zeit günstige Kaufkurse beschert. Die Konjunktur wird dafür sorgen, dass hauptsächlich seitwärts korrigiert wird und jedes Zeichen von Schwäche aufgekauft wird.

Der Chartlord
 

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordEgal welche Regierung

 
  
    #1096
27.11.17 09:14
wir haben oder bekommen, jede wird mit den seht guten Wirtschaftsdaten zurecht kommen. Selbst irgendwelche gestrickten Bündnisse haben auch die schwarze Null vor auen, weil sie ganz einfach nur den Verzögerungsfaktor ausnutzen muss um angemessen zu wirtschaften. Es reicht bereits aus erst ca. 3 Monate nach dem Aktualisieren der Steuereinnahmen die Ausgaben anzupassen, und schon hat man die schwarze Null eingehalten, weil wieder mehr eingenommen wurde als geplant.

Jedoch wird tatsächlich nicht nur die schwarze Null eingehalten auch die Neuauflage der vorhandenen Anleihen verschiebt sich entsprechend, so dass nach einer Bestimmten Zeit die früheren Anleihen nicht mehr alle benötigt werden. In der Folge verringert sich die Schuldenlast.

Für die Aussichten auf das nächste Jahr werden wir deutlich höhere Ansätze zu Grunde legen müssen um den Absatnd zwischen Altverschuldung und (verzögerter) Neuverschuldung nicht zu groß werden zu lassen. Die Bürsten und Besen, die für 2017 ein BIP von 2,3% ansagen, müssen erklären, warum sie nach Abschluß des dritten Quartals keine Steigerung im vierten Quartal mehr erwarten.

Oder ist der Abstand von Schätzung zur Realität schon so groß geworden, dass man von den Trompeten aus keine zuverlässigen Schätzungen mehr erwarten kann ?

Zumindest die Richtung der Wirtschaftsentwicklung deutet darauf hin, denn bei 0,8% Wachstum im ersten Quartal 2017, 0,6% im zweiten und jetzt 0,9% im dritten ergibt sich ein durchschnittliches Wachstum von bisher etwas mehr als 0,7% in 2017. Rechnet man diese völlig frei erfundene Zahl einfach zu den bisher 2,3% dazu ergibt sich ein Wachstum von gut 3,0% in 2017. Nicht genug, dass dieser Wert fast das doppelte der Schätzung ist, was von den Experten zum Jahresbeginn 2017 posaunt wurde, nein es würde auch eine deutliche Abkühlung für die Entwicklung im nächsten Jahr hindeuten.

Nur darf man seriös keinen radikalen Schnitt mit dem Jahreswechsel in der Wirtschaftsentwicklung vornehmen, zumindest nicht ohne entsprechende Anhaltspunkte im Wirtschaftsverhalten. Und genau das liegt im Moment nicht vor, so dass seriös von eben auch 3,0% Wachstum für 2018 ausgegangen werden muss. Zumindest das erste Quartal wird keine deutlichen Abschläge zum vierten Quartal 2017 haben. Witterungsbedingungen lassen wir mal aussen vor.

Ursache für die Fehleinschätzung ist nicht falsche Berechnung oder fehlende Informationen sondern vorsätzliche Stimmungsmache zugunsten der Banken für eine vorzeitige Zinsanhebung im Euroraum. Jeder, der auch nur einen Funken Ahnung hat, weiss, dass es nichts Schlimmeres für Kreditinstitute gibt als inflationsfreies Wachstum. Es sorgt dafür, dass alle mehr Geld in den Taschen haben und niemand mehr Kredite benötigt, was wieder für weiteres inflationsfreies Wachstum sorgt. Eine sich selbst erweiternde Wohlstandsspirale.

Am Donnerstag kommen die neuesten Zahlen von der Arbeitsmarktlage, die wieder das bestätigen werden. Selbst Air-Berlin oder die angekündigten Entlassungen bei Siemens werden vom Heer der offenen Stellen mühelos geschluckt. Da, wo früher sofort Dellen im Konjunkturverlauf des oder der betroffenen Jahre festzustellen waren, wird es jetzt zu ungebremstem Wirtschaftswachstum führen. Die Auftragsvergabe der öffentlichen Hand (egal unter welcher Regierung) hat schon jetzt zu einer nahezu völligen Auslastung der Baubranche geführt - aber ohne auch nur Ansätze von Überhitzung erkennen zu lassen.

(Und wir in Berlin haben soeben die Bestätigung erhalten, dass die Baumängel am Hauptstadtflughafen so groß sind, dass vor 2021 keine Eröffnung möglich ist. Und wegen der Auslastung der Bauwirtschaft eben auch kein Abriss und Neubau.)

In dieser Woche wird es sich zeigen müssen, ob der deutsche Aktienindex nahtlos in die Jahresendrally übergeht, oder ob der steigene Euro, der für weiter sinkende Teuerung sorgt, die Aktienmärkte bis in das Frühjahr hinein ausbremst.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordAlles läuft wie am Schnürchen,

 
  
    #1097
28.11.17 08:55
nur die Fahrverbote fehlen noch.
Der Dax hat sich gefangen und wird zumindest nicht noch ein neues Tief ausbilden.
Damit ist zwar eine Non-Stop-Rally noch nicht angesagt, aber eben von Tag zu Tag auch nur seitwärts vor dem nächsten Anstieg verzögert.

Die Zeitschiene nähert sich immer mehr dem Punkt, von dem aus der nächste Verfallstag vorbereitet wird. Und da der Verfall nicht zu Verkäufen genutzt werden soll, besteht eine sich immer weiter vergrößernde Wahrscheinlichkeit, dass der Verfall zu neuen Anstiegen führen wird. Einzig der Wechselkurs könnte da noch Schwierigkeiten bereiten, denn bei 1,19 oder höher ist der Platz für die Aktien nach oben arg begrenzt.

Für die Wirtschaft hingegen läuft der deutsche Motor rund und kommt nicht ins Stottern. Jetzt am Ende November lässt sich auch schon ein vorsichtiger Blick über das kommende Jahr hinaus wagen und die grobe Fahrtrichtung ausmachen. Und auch da ist alles im saftig grünen Bereich. Die Ankündigung von Mario Draghi zumindest bis September 2018 die Aufkäufe fortzusetzen, wird durch die Konjunktur und den starken Euro derart gestützt, dass September 2018 nicht das Ende sein wird.

Gerade in den ersten 6 Monaten des nächsten Jahres besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass durch einen dann sinkenden Ölpreis der Preisdruck erheblich nachlassen wird, so dass das Ziel der EZB in weite Ferne rücken wird.
Systematisch kann man das schon daran erkennen, dass BRENT und WTI trotz des steigenden Euro immer weiter auseinander driften. Das bedeutet, dass in den USA das erwähnte Sinken bereits eingesetzt hat.

Der Chartlord
 

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordGute Vorgaben von der Wall Street

 
  
    #1098
29.11.17 08:37
werden dafür sorgen, dass zumindest heute Vormittag eine Erholung am deutschen Aktienmarkt stattfindet. Das kann aber zum Handelsschluss schon wieder verflogen sein. Nur wenn es gelingt vormittags auch die Umsätze anzuheben, besteht die (große) Chance, dass die Gewinne auch den Xetraschluss erleben werden.

Ansonsten besteht die (mit abnehmendem Volumen steigende) Wahrscheinlichkeit, dass intraday Kursgewinne soweit mitgenommen werden, dass kaum noch etwas davon übrig bleibt. Morgen ist schliesslich Donnerstag, diesmal aber auch letzter Handelstag im November. Da will man heute und morgen nicht auf der falschen Seite den Monat beschliessen oder gar am Freitag den letzten Monat des Jahres beginnen.

Dass die 13 000 bisher gehalten haben, darf man als günstiges Zeichen werten.
Dass die Umsätze weiter mau sind, darf man als ungünstiges Zeichen werten.

Der Wechselkurs liegt knapp unter 1,19.
Da kann man weder von gut noch von schlecht reden.

Trotzdem darf man gespannt sein, ob eine Jahresendrally zu Stande kommt.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDas war ein ganz übler Tag

 
  
    #1099
1
30.11.17 08:40
Obwohl die Umsätze gestern Vormittag und auch am Mittag ordentlich höher lagen, wurde mit dem Handelsbeginn der Wall Street sofort begonnen Kasse zu machen und als ausländischer Anleger den Dax zu verlassen. Nur wenige ausgewählte Werte blieben gesucht. Ab 16.10 Uhr hatte das Senkblei wieder das Sagen im Dax.

Übrig blieb - gar nichts !

Rein technisch ist noch nichts angebrannt, aber fundamental ist jetzt schon klar, dass der nächste Anstieg, wann auch immer erkommt, von noch weniger ausländischen Anlegern begleitet wird, und so nur von kurzer Dauer sein wird. Wenigstens 13 000 Punkte konnten gehalten werden, werden aber schon heute für eine Wiederholung des gestrigen Handels auf höchstwahrscheinlich etwas niedrigerer Ebene sorgen.

Ich gehe davon aus, dass die Vorgabe des Dow Jones (+0,4%) nicht einmal erreicht wird, höchstens intraday.

War meine Erwartung für eine Non-Stop-Jahresendrally vor dem gestrigen Handel noch bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 51-66% und der gänzliche Ausfall der Jahresendrally (aber ohne Kursrückgang) bei 10%, so ist der erste Wert zwar noch gleich geblieben, der zweite für den Ausfall aber auf 25% angestiegen. Morgen beginnt der neue Monat und endet diese Woche. Da werden wir meiner Meinung nach noch keine Anhaltspunkte für beide obrigen Werte erhalten. Das wird aber zum nächsten Wochenschluss am 8.12. der Fall sein.

Meine Prognose lautet :

Jeder Tagesanstieg muss am folgenden Handelstag bestätigt werden.
(Jeder Kurs unterhalb des Vortagesanstiegs ist bereits ein kleines Verkaufssignal.)
Ansonsten sehen wir nur eine Seitwärtsphase knapp oberhalb der 13 000.
Bleibt die Range in etwa dort bis zum 8.12., so ist das dann die Ausrichtung zum Verfallstag am 15.12.

Danach wird man den Dax neu bewerten müssen. Zuviel hängt von der Verfallshöhe und dem Handelsvolumen ab.

Der Chartlord

 

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDas wird so nicht lange bleiben

 
  
    #1100
01.12.17 09:08
Wie erwartet sind auch gestern alle Versuche gescheitert den Dax anzuheben. Im Tagesverkauf wurden alle Gewinne mitgenommen und anschliessend an der Wall Street angelegt. dadurch entsteht Druck, der sich immer weiter durch die Schieflage befeuert.

Die Preise für die amerikanischen Aktien laufen davon. Die Folgen davon sind kaum zu überschauen. Allerdings nur für Zocker, denn für richtige Anleger brechen rosa Zeiten an.
Dadurch, dass der Index hier nicht mithalten kann, wird so verallgemeinert, dass das Wachstum der einzelnen Indexwerte dem des Index entspricht. Dem ist aber nicht so.

Genau entgegen gesetzt verläuft der Dow. Hier werden alle Werte so behandelt als ob sie dem Index entsprechen und so wachsen. Dem ist aber auch nicht so.

In beiden Indizes liegen Übertreibungen vor, die man als langfristiger Anleger excellent ausnutzen kann. Und das geht über die jeweilige Indexgewichtung der einzelnen Werte. Die einzige Voraussetzung ist eine fundamental gesunde Geschäftslage. So erkennt man sofort, dass zum Beispiel VW gnadenlos überbewertet ist, weil die Geschäfte zwar momentan gut laufen, aber null Fahrverbote verhängt worden sind. Anders als in den USA werden die Schadensersatzforderungen erst im Schadensfall geltend gemacht, der aber solange nicht vorliegt, wie die Autos ihrer zentralen Eigenschaft nachkommen können, nämlich dem Fahren.

Wie gestern von mir im Postforum unter Nr. 22052 schon erwähnt :

http://forum.finanzen.net/forum/Deutsche_Post-t241302

Ist die Betriebsgenehmigung nur durch eine Fälschung erschlichen worden. Das ist solange Wurscht wie die Autos fahren dürfen. Solange preist der Markt auch keine Schadensersatzforderungen ein, die in Deutschland aber anders laufen als in den USA. Nachbesserungen kann es bei richtiger, rechtlicher Würdigung gar nicht geben, weil die Betriebserlaubnis für die ganze Baureihe erlischt und nur für die ganze Baureihe neu erworben werden kann, was technisch unmöglich ist.

Dieser Druck wird wie eine Blase die VW-Aktie zerplatzen lassen.

Nehmen wir als Beispiel die Post. Hier liegt die ständige Unterbewertung wegen angeblicher Pensionsverpflichtungen vor. Eigentlich ein endlicher Wert, der obendrein auch noch längst ausfinanziert ist. Sobald die VW-Blase (und nicht nur die, sondern alle Diesel-Blasen im Dax) platzen, wird es die Post sein, die nicht nur über dem Umweg der Streetscooter einen Teil der entstehenden Mobilitätslücke schliesst, sondern auch ganz erheblich den verlorenen Boden der Automobilhersteller aufnimmt und wächst.

Genau das kann der Markt aber schon vor dem Eintritt handeln, nur er tut es nicht und wartet das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes ab. Natürlich nur die deutschen Anleger, denn die Ausländer sind ja im Dow, der zwar kein derartiges Urteil erwartet, aber dessen Aktien massiv überbewertet sind und gerade die Amis, die auf den EpS achten, müssen mit anssehen wie bestimmte Werte aus dem Dax genau in dieser Betrachtung nicht nur deutlich besser laufen sondern auch noch billiger zu haben sind.

So gesehen ist der momentane Verlust des Dax gegenüber dem Dow ein gewisser Swing, der schon bald (nach dem Verfallstag) wieder in die europäische Richtung zurückschwingen wird. Der Wechselkurs wird das nicht beeinflussen, weil ab einer gewissen Höhe das EpS für Anleger aus dem Nicht-Euro-Raum wichtiger ist als der Wechselkurs.

Der Chartlord

 

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDaxuntergang

 
  
    #1101
01.12.17 12:25
Noch hält die Telekomaktie den völlig freien Fall etwas auf, aber wie lange noch.

Denn dreht auch dieses Schwergewicht ins minus, so ist das das letzte Zucken eines einst so beliebten Index. Jeder kann inzwischen sehen, dass die Kursverläufe von gestern und vorgestern kein Zufall waren. Nur heute sind es auch die deutschen Anleger, die den Dax verlassen und später in den Dow einsteigen.

Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass es sich heute um den Monatsanfang Dezember handelt, der auch gleichzeitig Wochenschluss ist. Rein technisch hat der Dax bereits alles nach unten durchbrochen, was ihn stützen könnte. Rettung ist nicht in Sicht und alle, die hier verkauft haben und an die Wall Street gewechselt sind, werden nicht heute oder Montag dort wieder verkaufen.

Nein, hier droht sehr viel mehr zu verbrennen als die meisten heute noch vermuten. Nächster Halt für den Dax noch in diesem Jahr läge dann bei der Unterstützung von

11 500.

Man darf nicht vergessen, dass der jetzige Fall volumengesteuert ist, und dass mit dem Einsetzen keine Gegenbewegung von der überverkauften Seite her kommen wird, weil die Käufer in die USA gegangen sind und nicht hier auf günstige Wiedereinstiegskurse warten.

Es droht fundamental ein Abgesang auf den Dax. Und keine Weihnachtsrally.

Der Chartlord
 

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordNoch ein übler Tag

 
  
    #1102
04.12.17 08:50
Auch am Freitag blieb die Stimmung am deutschen Aktienmarkt richtig schlecht.
Zuerst runter, dann fast weder alles aufgeholt und zum Handelsschluss richtig in den Keller. Alles, was nach dem Xetraschluss wieder aufgeholt wurde, hat technisch keine Bedeutung, zumal es gar nicht vom Umsatz her zum gesamten Handel tagsüber passt.

Das wird nur die Ausgangsbasis für den heutigen Handel, an dem die Bullen richtig vorgeführt werden sollen, weil eine Rettung aus dem Abwärtsstrudel erst über dem Hoch der 47. Kalenderwoche in Sicht kommt; und das auch nur, wenn wie schon gessagt an zwei aufeinander folgenden Handelswtagen der Xetraschluss darüber liegt. Alles andere beginnt sich jetzt wie eine riesige Bärenflagge mit Ausrichtung auf eine riesige SKS-Formation im Dax zu entwickeln.

Der stufenartige Anstieg zum letzten Allzeithoch hat dabei keine Bedeutung mehr. Statt dessen ist die erste Schulter das vorletzte Allzeithoch und der Kopf das letzte. Die Nackenlinie liegt bei ziemlich genau 12 000. Die geringfügige Schieflage der SKS-Formation rührt vom steigende Euro. Der steigene Abstand zur 38-Tage-Linie bestätigt diese These. Dazu kommt, dass die 200-Tage-Linie seit dem letzten erfolglosen Test weiter gestiegen ist und den Abstand erheblich zum Chart verkürzt hat, so dass jetzt ersichtlich wird, dass das Septembertief wirklich nur der erste Test war.

Der jetzt geringere Abstand lässt einen erfolgreichen Durchbruch erwarten.

Das Problem bei allen diesen Prognosen ist der immer weiter abnehmende Umsatz.
Für eine Umkehr wieder nach oben sind entsprechend auch immer weniger Käufer notwendig. Das lässt die Wahrscheinlichkeit für alle Prognosen auch geringer werden.

Aber Vorsicht !

Intraday erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Wiederholungen der Ausverkäufe zum Handelsschluss; besonders wenn es bis dahin schön aufwärts ging. Zumindest für heute sollte die Wall Street nachher günstig starten wegen der amerikanischen Steuerreform.
Das beinhaltet keine Impulse für den Dax, sondern eher einen Anstieg der Sogwirkung der Wall Street. Die heutige Daxeröffnung ist zwar deutlich über dem Wochenschluss, hat aber eher die Bedeutung, dass vom Handelsbeginn an die Kurslücke geschlossen werden soll, um dann etwas wieder anzusteigen und zum Handelsschluss richtig einzubrechen.
(Eintrittswahrscheinlichkeit 50-60%)

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordKräftige Erholung ?

 
  
    #1103
05.12.17 09:02
Leider nein !

Der gestrige Anstieg ist nur eine normale Bewegung innerhalb der Flaggenbildung.
Wie gestern gesagt, muss an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das technische Hoch der 47. Kalenderwoche überschitten werden um irgendetwas zu ändern.

Allerdings kann in der laufenden Range praktisch jeder beliebige Wert erreicht werden, solange lein intraday-Verlaufstief erreicht wird. Dann ist die Flaggenbildung darauf beschränt, dass kein Flaggenhoch mehr erreicht wird.

Der Wechselkurs bleibt auch unter 1,19 $, so dass der weitere Verlauf wie gehabt erhalten bleibt. Einzig die gestrigen Umsätze waren höher als erwartet. Schon jetzt kann man erkennen, dass schematisch und auch thematisch der nächste Verfallstag vorereitet wird. Bislang musste davon ausgegangen werden, dass dieser nicht als Zwischenstation auf dem Weg nach unten benutzt werden sollte, sondern als Ausgangspunkt für weitere Anstiege ab dem 1.1.2018.

Danach sieht es momentan nicht aus sondern eher nach einem Verfall unterhalb des laufenden Rücksetzers bei 12 850.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordJederzeit möglich

 
  
    #1104
06.12.17 08:52
ist ein Rücksetzer unter das jetzige Verlaufstief.
Für heute sind die Vorgaben (besonders aus Asien) so schlecht, dass ich zumindest intraday damit rechne. Da hilft auch der leicht gesunkene Wechselkurs nicht.

Entgegen anderslautenden Analysen sind Unterstützungen nicht in sicht, weil ich die 200-Tage-Linie als ernsthaft "bedroht" ansehe. Der Abstand wird immer geringer und deswegen der nächste Test in diesem Jahr immer Erfolg versprechender. Dann würde der Dax bis auf die ausbruchsmarke des übergeordneten Anstieges bei 11 500 fallen. Dort würde eine feste Unterstützung und eine Trendumkehr zu deutlich höheren Allzeithochs stattfinden.

Meine Wahrscheinlichkeiten liegen bei :

60 % für einen Durchbruch unter die 200-Tage-Linie.
30% für einen Abprall an dieser Linie.
10% für eine vorzeitige Umkehr.

90% für ein Erreichen der Ausbruchsmarke bei 11 500 im Falle eines Durchbruchs und ebenso 90% für einen noch höheren Wiederanstieg.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordDer Wechselkurs hilft

 
  
    #1105
07.12.17 08:23
aber leider nur etwas, was bei dem momentanen Kurs von 1,1790 zu wenig sein wird, als dass der weitere Kursverfall des Dax gebremst werden wird. Auf der Zeitschiene könnte das allerdings zur Verlangsamung führen, was auch schon dem gestrigen Tagesverkauf angesehen werden kann, der zum Handelsschluss seine Tiefstwerte deutlich verlassen hat.

Die Vorgaben der Wall Street sind entsprechend dem Wechselkurs verhalten abwartend, so dass aus der etwas tieferen Position heraus kein Verkaufsdruck entstehen wird. Der nur noch geringe zeitliche Abstand zum Verfallstag wird auf der Basis des heutigen Xetrahandels in der Nähe der 13 000 eher verweilen, als dass erhebliche Schwankungen zu Verwerfungen führen, die nur um so stärkere Gegenreaktionen hervorrufen, je stärker die Schwankungen sind.

Nach dem Verfallstag jedoch wird dadurch die Aussicht auf eine möglicherwewise verspätete Jahresendrally abgewürgt. Doch es lässt sich schon jetzt sagen, dass je schwächer der Jahresausklang verläuft, desto stärker verläuft das Frühjahr nach der Berichtssaison.

Ganz nebenbei bemerkt wird in den jetzt sinkenden Wechselkurs der nächste Zinsschritt der Fed eingepreist. Wenn er kommt, so bleibt der Kurs, wenn er jedoch ausbleibt, steigt er wieder an.

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordRettet uns der Wechselkurs ?

 
  
    #1106
08.12.17 08:52
Momentan steht er bei 1,1745 und sinkt ganz langsam weiter.
Um den Dax aus seiner Range bis 13 225 hinaus zu bringen müsste der Wechselkurs mindestens unter 1,16 fallen. Aber genau wie bei Aktien kann das auch durch die Erwartungshaltung vorweggenommen werden und so gatan werden als wäre diese Marke bereits erreicht.

Da nächsten Freitag der Verfallstag ist, und die Konjunkturaussichten an diesem Verfallstag auch mit ausgerichtet und eingepreist werden, ist von der fundamentalen Seite her alles in Ordnung, so dass der Verfall seine steigende Richtung erhalten kann, die er schon seit einigen Verfallstagen eingenommen hat. Dabei ist jede denkbare Variante in den Verfall möglich, zumal auch das Verweilen des Dax in seiner Range dabei herauskommen kann.

Rein technisch befindet sich der Dax nach wie vor unterhalb der 38-Tage-Linie. Und solange er nicht das technisch letzte Verlaufshoch der 47. Kalenderwoche, das über dieser Linie liegt, übersteigt, wird die nächste Zielmarke auf dem Weg nach unten bei 12 600 wieder aufgenommen. Selbst ein Wochenschluss heute über 13 225 würde daran nichts ändern. Dazu müsste dieser Wert am Montag bestätigt werden; und das oberhalb des heutigen Schlusskurses.

Die Wahrscheinlichkeit dafür sehe ich bei 20-30%. Dagegen die 66% für das Verweilen in der Range (= 12 840 bis 13 220). Nächsten Freitag liegen die Dinge etwas anders und ich würde das mit 45% zu 45% anstelle der vorgenannten Werte bemessen. Der Dax beginnt heute mit Kurslücke etwa 1% höher, die er auch nicht so schnell am Vormittag wieder schliessen wird. Das könnte auch wegen den Fortschritten zu den Brexitverhandlungen im Tagesverlauf zu weiteren Steigerungen führen. Man darf auch nicht vergessen, das der Brexit zwar als Belastung eingepreist ist, aber nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen wieder auszupreisen ist.

(Auch wenn es nur noch eine geringe Belastung ist, die im Markt vorhanden ist. Aber zumindest verbessert sich die Stimmungslage etwas.)

Der Chartlord  

6016 Postings, 2426 Tage ChartlordHeute wird sich zeigen,

 
  
    #1107
11.12.17 08:42
was der Anstieg vom Freitag Wert ist. Zur Bestätigung reicht bereits ein einziges Pünktchen per Xetraschluss heute über dem Freitagsschluss aus. Kommt das zu Stande, so ist das auch eine Vorwarnung für den Verfallstag am kommenden Freitag, dass es nicht zu sinkenden Kursen nach dem Verfall kommen wird.

Auch wenn heute die bisherige Range nicht verlassen werden sollte, so reicht dieses eine Pünktchen dafür aus, dass der Deckel angehoben werden wird. Das kann auch erst im weiteren Wochenverlauf der Fall sein. (Sogar auch nach dem Verfallstag, aber nur mit untergeordneter Wahrscheinlichkeit von 10%.)

Aus rein technischer Sicht würde ein heutiger Anstieg ein mittel- bis langfristiges Einstiegssignal bedeuten - jedoch kein Kaufsignal ! Dazu müste erst das Volumen ansteigen, wovon jetzt vor Handelsbeginn noch nichts zu sehen ist. Deswegen heisst es heute ganz besonders aufpassen, denn zieht nicht nur der Kurs an sondern auch die Umsätze, kann das im Tagesverlauf ein umsatzgesteuertes Kaufsignal ergeben.
Das wäre nicht kursabhäbgig sondern nur Volumen abhängig. Deswegen kann das auch überall oberhalb des Freitagsschlusses eintreten; auch schon vor dem bisherigen Deckel der Range bei 13 225.

Der Chartlord  

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