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Rund um den Dax


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Neuester Beitrag: 25.10.18 18:31
Eröffnet am: 01.01.14 23:21 von: Chartlord Anzahl Beiträge: 2.263
Neuester Beitrag: 25.10.18 18:31 von: petro001 Leser gesamt: 327.623
Forum: Börse   Leser heute: 28
Bewertet mit:
10


 
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6462 Postings, 2770 Tage ChartlordRund um den Dax

 
  
    #1
10
01.01.14 23:21
Die Beträge zu diesem Thema sollen sich sowohl mit dem Dax selbst als auch mit einzelnen Werten aus diesem Index beschäftigen. Es soll dabei auf die Auswirkungen des Marktes auf den einzelnen Wert als auch auf den Index insgesamt geachtet werden. Das heisst nicht, dass hier jede kleine Kursveränderung eines einzelnen Wertes zur Sprache kommen soll, sondern nur solche, die von wesentlicher Natur sind, das heisst, dass sie auch über den Charakter einer kurzfristigen Kursschwankung hinaus gehen sollen.

Die Beiträge sollen unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Kapitalanlage abgefasst werden, die jedoch Chancen einer kurzfristigen Kapitalanlage durchaus berücksichtigt. Wichtig ist mir dabei, dass das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland verfolgt wird und - soweit von Belang - auch das jeweilige ausländische. Die Beiträge sollen sich von den Beiträgen in dem Thread zur Europäischen Finanzpolitik dahin gehend unterscheiden, dass hier die Wirtschaft den Blickwinkel bestimmt, der jedoch auch von der Politik geprägt werden kann.

Der Chartlord  
1238 Postings ausgeblendet.
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6462 Postings, 2770 Tage ChartlordHicks !

 
  
    #1240
4
01.10.18 09:36
Wenn man am Freitagabend nach dem Spiel anfängt zu saufen und bis Sonntagabend weiter trinkt, ist man am montagfrüh noch nicht
wieder ausgenüchtert. Daher werde ich langsamer schreiben als sonst.

Immerhin ist ja einiges passiert während meiner Sperre.

Die Fed hat ihren Zinssatz angehoben und dennoch ist der Dollar nicht ansatzweise in die richtige Richtung gestiegen.
Während ich jetzt schreibe liegt er sogar unter 1,16. Beim Notenbankzins von jetzt über 2% schon fast ein unerträglich niedriges Niveau.
Als Ausblick wurde noch ein Zinsschritt in diesem Jahr angekündigt und zwei weitere in 2019. Aber das wird alles vom Winde verweht, wenn der Wechselkurs nicht ansteigt.

Die deutschen Staatsfinanzen sind weiter auf massivem Erholungskurs. Die Verschuldung konnte im ersten Halbjahr um 48 Milliarden € gesenkt werden. Durch die neuesten Zahlen vom Arbeitsmarkt am Freitag muss man davon ausgehen, dass das noch lange so weiter zunehmen wird.

Die Fahrverbote kommen langsam in Sicht.
Die dazu gehörigen Schadensersatzleistungen - egal wie sie auch ausfallen werden - müssen erst noch in die drei Daxwerte eingepreist werden. Aber das ist gar nichts gegen den Wertverfall bei Bayer. Die Schadenssumme bei den drei Autobauern wird nur ein Bruchteil der Schadenssumme von Bayer ausmachen. Ich rechne (grob) mit 15 bis 20 Milliarden € für die Dieselfahrzeuge aber mit 25 bis 30 Milliarden für Bayer wegen der fehlenden Warnhinweise zu Glyphosat. Sollte sich aber herausstellen, dass die deutschen Untersuchungen zur Schädlichkeit gegenüber Bienen tatsächlich verhanden ist, so wird das Produkt vom Markt genommen und der Schaden mindestens nochmal vedoppelt. Man muss das Urteil sehr genau lesen um zu verstehen, dass Bayer nicht mit einem blauen Auge davon kommen wird. Für mich ist die Aktie zur Zeit niemals 50 € Wert.

Die Commerzbank ist aus dem Dax genommen worden.
Viel zu spät, denn sie war es vor allen anderen Werten, die für den gänzlichen NIedergang der Sympathien für Deutschlands Leitindex verantwortlich war. Und wie sollte es auch anders sein, der Nachfolger ist mindestens genau so wenig fundamental für einen Leitindex geeignet. Eine reine Zockeraktie, die schon bei der Aufnahme so gnadenlos überbewertet ist, dass spätestens mit der nächsten Bilanz kein weiterer Ausblick nach oben über die laufende Bewerteung mehr möglich ist. Zusammen mit fehlenden Dividenden wird dieser Wert nachhaltig in den kommenden 24 Monaten mindestens halbiert werden.

Gestern Abend kam die Nachricht, dass sich Thyssen aufspaltet und in zwei getrennte Aktiengesellschaften aufgeteilt werden wird.

Gut so !

So fällt eine weitere marode Aktie aus dem Index, die auch für lange Zeit massiv überbewertet war, weil ausländische Investitionen immer weiter mitgezogen worden sind, die faktisch nichts Wert waren. Wer jetzt aber hofft, dass zumindest einer der beiden neuen Teile wieder in den Dax wandert, der wird schon bald enttäuscht werden, denn zuerst wird die Spekulation in die alte Thyssenaktie abgebaut werden, aber ohne dass gleichzeitig die neue Spekulation in eine oder beide Nachfolgerinnen aufgebaut wird.

Die Italiener versuchen mit ihrer Finanzpolitik auf Zinssatz komm hoch aus der Verschuldung in eine höhere Verschuldung auszubrechen. Preisfrage : Was haben die Italiener mit den Amis gemeinsam ? Antwort : Keine Wirtschaftsgüter, die eine Nachfrage auf dem Weltmarkt in nennswerter Größenordnung erzeugen. Darauf lässt sich keine expansive Haushaltspolitik aufbauen, denn nur die Nachfrage nach Produkten kann eine höhere Verschuldung rechfertigen, wenn durch den höheren Umsatz und der größeren Produktion auch wieder mehr Gelder in die Staatskasse wandern. Und genau das ist der Knackpunkt bei den Handelsauseinandersetzungen. Sie werden vor allem auf dem Rücken der amerikanischen Verbraucher ausgetragen, die vor allem deutsche Produkte bevorzugen und auch bereit sind für die Qualität Made in Germany mehr auszugeben; im Gegensatz zu den amerikanischen Billigprodukten, die nicht nachgefragt werden.

Deswegen ist auch die Einschätzung der EZB völlig richtig, die den Verlierer Nummer eins schon genannt hat : America first.

Aber es könnte auch positive Nachrichten geben, wenn sie genannt worden wären. Bislag wurde bei der Post nur herausgestellt, dass 2 Fabriken für die Streetscootermodelle Work und Work L mit je 10 000 Stück Jahresproduktionskapazität erreichtet und in Berieb genommen worden sind. Nirgends ist davon zu lesen, dass die Fordwerke in Köln weitere 7500+ Stück des Modells Work XL jährlich produzieren werden. Noch in diesem Jahr will die Post 3000 Stück dieses Modells selbst in Betrieb nehmen. Damit würde die Post zwangsläufig zu einem Automobilhersteller werden, denn 30 000 Stück pro Jahr sind selbst für ein Nischensegment wie elektrische Kleintransporter zu viel.

Irrationale Vorgänge waren aber auch zu lesen gewesen.
So die Neubewertung der Geschäftsaussichten von Zalando, die ihre ursprünglichen Aussichten von 20 bis 25% Wachstum in 2018 auf 20 bis 25% Wachstum korrigieren mussten! Das nennt man dann eine beachtliche Gewinnwarnung. Ich bin mir sicher, dass die Leser dieses Beitrages  mit mir einer Meinung sind, dass wir alle nicht genügend Insider sind um den Unterscheid von 20 bis 25% zu 20 bis 25% zu verstehen.

Und wohin geht der Dax ?
Nun, heute ist Monatsanfang und zumindest heute Vormittag wird der Verlust vom Freitag etwas aufgeholt werden. Aber ich befürchte, dass das nicht bis in den Xetrahandelsschluss anhalten wird. Je nach Handelsstreit mit den USA wird der Dax mindestens noch bis Ende November weiter nachgeben, auch wenn ein Crash nicht in Sicht ist. Dieser Crash würde zumindest eine entsprechende Bewegung im Dow Jones voraussetzen, aber wegen der guten Konjunktur in den USA werden die jetzt kommenden Zahlen der Berichte keinen Börseneinburch zulassen. Daher auch keinen Untergang des Dax sondern nur eine leicht abflachende Seitwärtsbewegung zumindest vorläufing nicht unter 11 800 Punkten.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordEs wird nichts nützen

 
  
    #1241
1
02.10.18 08:45
Schon jetzt steht fest, dass die Politik in die Knie gegangen ist.
Mit stundenlangen Verhandlungen ist man über die Diesel 4 Schwelle nicht hinüber gekommen.
Nachrüstungen sind nur ab Stufe 5 möglich und werden zusammen mit Kaufanreitzen nur die bislang schon unkritischen Fahrzeuge auf den zulässigen stand bringen.

Für alle älteren Modelle wird der Verbraucher aber kotzen.
Hier wird es zu Fahrverboten kommen, die nicht durch Teilleistungen in Geldform abgegolten werden können.
Da wirkt der Faktor Fahrbereitschaft gegen den Faktor Umweltschutz in der Weise, dass nur ein echter Tausch alt gegen neu und das zu Lasten der Hersteller für einen gerechten Ausgleich sorgen kann. Ansonsten würden die Verbrauscher immer draufzahlen. Aber das in Zeiten von Landtagswahlen ist den Wählern nicht vermittelbar.

Dazu kommt, dass die Lösung für alle Schadstoffklassen im Dieselbereich rechtzeitig und gleichmäßig kommen muss. Das wird ab sofort den Druck auf die Automobilaktien deutlich erhöhen, weil an jetzt feststeht, dass die Hersteller alleine für den Schaden aufkommen müssen. Bislang ging der Markt davon aus, dass zumindest ein Teil nicht von den Herstellern getragen werden muss. Aber wenigstens da ist der Zwang der Politik so stark, dass sie nicht gegen den Willen der Wähler agieren wird. Und deswegen werden pauschale Schadensersatzzahlungen für Besitzer älterer Modelle nicht ausreichen. Geld kann schliesslich nicht fahren.

Übrigens nicht geregelt ist jede Form von Wertverlust, die bei einer Nachrüstung auftreten kann. Eine wie auch immer geartete Garantieerklärung für/zum Einbau reicht nicht aus, und eine Wertverbesserung tritt damit auch nicht ein. Von einer Regelung zum Nutzungsausfall ganz zu schweigen. Manchmal hat man den Eindruck, dass die Politik ganz vorrangig die Dieselfahrzeuge der öffentlichen Hand bevorzugt reguliert.
In jedem Fall kann man aber jetzt schon sagen, dass der Schden pro Fahrzeug für die Hersteller um so teurer wird, je älter das Fahrzeug ist.

Das werden die Automobilwerte im Dax erst noch zu spüren bekommen.

Der Chartlord  

1439 Postings, 2415 Tage Ben-Optimistund welcome back CL

 
  
    #1242
1
02.10.18 09:01

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordAlte Strategie mit neuem Verlauf

 
  
    #1243
04.10.18 09:20
Gerade erst hat der Vorsitzende der amerikanischen Notenbank den bisherigen Kurs wieder einmal bestätigt.
Die Konjunktur laufe rund und es werden immer notwendige Anpassungen an die Teuerungsrate vorgenommen.
Das ist zwar nichts Neues, aber der jetzt viel größere Verschuldungsrahmen des amerikanischen Bundeshaushalts wird nicht so weiter verlaufen wie in den Jahren zuvor. Der Grund dafür liegt darin, dass die amerikanischen Abgeordneten wie die Senatoren genau wissen, dass diese Verschuldungspolitik nicht so weiter gehen darf. Dem entsprechend haben sie bei der letzten Zustimmung zur Neuverschuldung klar gemacht, dass dieses die letzte Zustimmung sein wird und die nächsten Haushalte den Abbau der Neuverschuldung beinhalen müssen.

Nur wie soll das klappen ?

Mit der letzten Zinsanhebung steigt die Schuldensumme schneller als die Steuereinnahmen.
Der amerikanische Export bringt auch nicht mehr ein - gegen die Erwartungen des Präsidenten. Da darf man ruhig die Frage stellen, wann es die Amis merken, dass man für wirtschaftlichen Erfolg die entsprechenden Produkte benötigt. Zumindest beim Verbraucher in den USA ist das angekommen. weil dieser immer mehr deutsche Produkte bevorzugt, selbst wenn diese in den USA hergestellt werden. Das gilt auch für Lebensmittel. Um aus dieser Sackgasse herauszukommen werden früher oder später Steuererhöhungen zumindest auf das Niveau vor der Steuereform notwendig sein, höchstwahrscheinlich aber eher nicht ausreichen. Die Folge davon wird Rezession in den Staaten sein.

Ganz und gar kontraproduktiv werden sich die Strafzölle auswirken, denn entweder entfällt der Umsatz, weil keine Ersatzprodukte vorhanden sind, oder der amerikanische Verbraucher wird den Strafzoll bezahlen, was die Inflation weiter antreibt. Zusammen ist das eine Wirkung die den Steueranteil am Umsatz anhebt und gleichzeitig den Umfang des Handels senkt. Ich gehe davon aus, dass es in diesem Jahr zu haushaltsbedingten Schliessungen zum Jahresende in den USA kommen wird.

Aber egal wie es in den Staaten kommen wird, in allen Fällen werden wir Deutsche davon profitieren.
Schon jetzt ist es ein merkwürdiges Verhalten, wenn Procter & Gamble die Forschungsabteilung ihrer Tochter Gillette nach Berlin auslagert und auch jetzt sogar damit im Fernsehen wirbt. Vertrauen in den eigenen Forschungsstandort USA sieht anders aus. Selbst das eigentliche Vorzeige Unternehmen Tesla eiert planlos vor sich hin und musste jetzt auf Betreiben der Börsenaufsicht den Vorstandschef Musk entlassen. Da bleibt einem nur die Frage, was für Leichen Tesla noch im Keller hat, die erst den wahren Wert des Unternehmens belegen. Hier besteht die Gefahr, dass sich das Ganze als Automobilblase im Stile des Immobilienbetruges der Schneider-Affäre zu Beginn der 90er Jahre entpuppt.
Die damalige Sorglosigkeit der Banken bei der Kreditvergabe erinnert stark an die jetzige Sorglosigkeit der Anleger. Meiner Meinung nach steht das Unternehmen Tesla auf der Kippe.

Der Chartlord  

2 Postings, 47 Tage IchBinLongTeslaTesla

 
  
    #1244
04.10.18 11:21
Elon Musk ist weiterhin CEO. Er muss nur den "Chairman" abgeben.  

2 Postings, 47 Tage IchBinLongTeslaTESLA

 
  
    #1245
04.10.18 11:23
Sehr lesenswert für alle, die sich fragen, weshalb Tesla > 50 Mrd. wert ist: https://waitbutwhy.com/2015/06/how-tesla-will-change-your-life.html
 

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordDer Wechselkurs

 
  
    #1246
1
05.10.18 09:00
Betrachtet man den Dollar - Euro - Wechselkurs, so könnte man fast meinen, dass er inzwischen auf Grund gelaufen ist, weil er trotz der jüngsten Zinsanhebung und der Aussicht auf 4 weitere bis Ende 2019 nicht unter die 1,15 fallen will. Wie ich schon mehrfach sagte, wird die deutsche Wirtschaft trotz eines laufenden oder drohenden Handelskrieges sogar noch davon profitieren. Made in Germany ist begehrter den je in den USA und gerade hat das Deutschlandjahr in den USA begonnen unter dem Motto : "Wunderbar together". Für die amerikanische Administration ein riesiger Dorn im Auge, da das direkt in das Verbraucherverhalten hineingerichtet ist, und aus einem unterschwelligen Made in Germany ein offenes "buy it" macht.

Für uns hier ist das der Ansatz für steigende Exporte in die USA, die aber erst mit dem weiter ansteigenden Dollar so richtig Gestalt annehmen. Wenigstens ist die Dieseaffäre jetzt abgearbeitet und nur noch Vollbekiffte kaufen sich jetzt noch ein Dieselfahrzeug. Wer genau hinschaut, der kauft nicht einmal ein neues Benzinfahrzeug. Dazu kann man selbst als Pessimist erkennen, dass der Wechsel zur Elektromobilität begonnen hat. Zwar läuft der Beginn nur verhalten und weniger Verbraucherspezifisch, weil die eigentlich erste Käufergruppe der Pendler, die nur ein Fahrzeug mit wenig Reichweise benötigen, noch weit weniger anteilig auf Elektromobilität umsteigt als erwartet.

Viel zu wenig Beachtung findet die neue Form des Hochgeschwindigkeitsreisens mit dem Namen Hyoerloop.
Mit ca. 1200 Km/h durch eine Röhre rasen zu enem lächerlich geringen Preis, der sogar schon werbefinanzierte 0,00 € in seine Berechnung einbezogen hat, sind eine Schwelle zur Bewegungsrevolution. Selbst Billigflieger können da nicht mithalten. Da die Technik bereits weit ausgefeilt und fortgeschritten ist, wird sich die Erprobungsphase auf eine kurze Zeit beschränken. Dann wird diese Art der Fortbewegung Bahn und Flugzeug ablösen. Gerade für die Deutsche Bahn als geplanter Börsenkandidat eine Möglichkeit unter Umständen zusammen mit der französischen Bahn ganz groß in Europa in Hyperloop einzusteigen. Betriebsmittel, Personalkosten und selbst der Streckenneubau sind weit günstiger las der Erhalt der teuren Gleisanlagen, die dazu nicht weiter zur Geschwindigkeitserhöhung verbessert werden können.

Man muss nicht träumen um sich auszurechnen, was eine zukünftige Gesellschaft ausmacht, die für die gleiche oder sogar größere Mobilität wie heute nur noch einen Bruchteil an Kosten ausgeben muss. Selbst ein Austausch im Nahverkehr von U-Bahn und S-Bahn gegen die Röhren ist mehr als nur denkbar. Alleine der Verschleiß an Rädern im Laufe der Jahre kostet mehr als der quasi verschleißfreie Betrieb von Hyperloop.
Das wäre mal ein Börsengang, der sich richtig lohnen würde.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordIch bin fast vom Stuhl gefallen

 
  
    #1247
07.10.18 19:56
Im Zuge der Fernsehberichterstattung über die europäische Weltraumindustrie wurde explizit auch das Ariane 5 Programm und die damit verbundene Satellitenvermarktung ausführlich dargestellt. Bislang ging ich immer noch davon aus, dass die Amis wenigstens da noch die Nase vorn gegenüber den Europäern oder zumindest und Deutschen haben.

Weit gefehlt !

Seit etlichen Jahren sind die commerziellen Satellitenbetreiber immer mehr geworden und haben zusammen mit der Raumfahrtindustrie von Beginn der Gründung der ESA an und der Entwicklung des Ariane Programms die staatlichen Satellitenbetreiber zu einer winzigen Randgruppe der Spionage(=Militär)satellitenbetreiber degradiert, so dass der übergroße Anteil der zivilen Satelliten - zu der auch alle Forschungssatelliten gehören(!) - von der europäischen Weltraumfahrt ins All befördert werden. Aber nicht nur das. Inzwischen ist die deutsche Satellitentechnik so weit fortgeschritten, dass alle zivilen oder wissenschaftlichen Satelliten die die Amis benötigen in Deutschland hergestellt und von den Europäern ins All geschossen werden. Das hat vor allem zwei Gründe :

Erstens wird da Made in Germany hergestellt, was inzwischen Dank Leitz, Zeiss, Siemens usw. nicht nur Randbereiche extremer Technologie beinhaltet sondern jetzt schon alle Bereiche als absolute Spitze umfasst. Das kostet eben überall auf der Welt richtig Kohle, aber nur hier in Deutschland bekommen auch die zahlungskräftigsten Kunden richtig viel fürs Geld.
Zweitens sind es die extrem hohen Versicherungskosten, die bei der Ariane 5 dramatisch billiger sind als bei allen anderen Raketenmodellen. Hier ist es die Zuverlässigkeit, die dazu geführt hat, dass die Nasa und alle anderen Raumfahrtunternehmen für rein wissenschaftliche Zwecke und commerzialen Dienste immer auf die kostengünstigste Lösung zurückgreifen, die die Ariane 5 ist, und nach der Planung von der Ariane 6 abgelöst werden wird.

Das betrifft aber nicht nur die weltweit benötigten Satelliten, die in Bremerhaven gebaut werden, sondern jetzt auch schon die modulare Technik, mit der die Nutzlastkomponenten durch jedwede Raketentechnologie auf die Raketen aufgestezt wird. Neueste Beispiele sind die Versorgungsraumschiffe - auch die russischen - für die ISS, die vollautomatisch andocken (= Made in Germany, wo selbst die Amis an die Wiedergeburt von Wernher von Braun glauben). Selbst bei der ersten Marsmission und der nächsten Mondmision der Amis werden die Module aus Deutschland ausschliesslich verwendet werden.

Ganz nebenbei wurde auch erwähnt, dass das angeblich so teure Weltraumabenteuer der Europäer inzwischen zu einer milliardenschweren Einnahmequelle geworden ist. Davon beträgt der einzige Belastungsfaktor gerade einmal 7%, das ist der Anteil der bemannten Raumfahrt. Die Tendenz geht dahin, dass die weltweiten Versicherungsgesellschaften ihre Prämien für Transporte von kleineren Weltraumnationen wie Indien, China, Japan, Korea, Russland und sogar den USA über die der Europäer festgesetzt haben. Und mal eben 100 Mio. Dollar mehr an Versicherung will keiner mehr bezahlen. Bei der kommenden Ariane 6 soll der Unterschied noch größer werden.

Da wird es Donald Trump nichts nützen einen Richter in den obersten Gerichtshof der USA zu befördern, der im Auftrage Trumps das Telefonieren mit "Fakegrüßen", die "zufällig" abgehört wurden, verbietet.
Auf deutschen Satelliten darf nämlich das frei gesprochen werden, was Frau Merkel zulässt ! (Grins)

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordDie Zeitschiene

 
  
    #1248
08.10.18 09:00
Momentan hängt der Kursverlauf des Dax sehr stark vom Wechselkurs und von den kommenden Berichten ab.
Daraus ergibt sich vor dem nächsten Verfallstag am 21.12.2018 ein Zeitfenster, in dem die Kurskorrektur abgeschlossen sein muss. Es geht dabei aber nicht um technische Verläufe sondern um fundamentale, die sich aus dem Wechselkurs und den letzten Berichten herleiten. Während die Berichte eintrudeln wird der Dax nur ganz vorsichtig aus dem laufenden Abwärtstrend ausscheren, wenn es die Berichte zulassen. Heute ist die laufende Industrieproduktion in Deutschland für August bekannt gegeben worden, die wieder leicht nachgegeben hat. Jedoch ist dabei nirgends das Sommerwetter beachtet worden, das bei der Produktion naturgemäß dämpfend wirkt, wenn es eben auf Badewetter läuft. Das wird die Wirtschaft in den überdurchschnittlichen Werten der Freizeitindustrie ablesen können, die aber auch noch nicht vorliegen. Eine Industieproduktion, die um ca. 0,3% nachlässt, entspricht genau der Größenordnung der Beschäftigten, die eben etrwas länger im Freibad oder am Strand liegen bleiben.

Viel negativer muss man die Entwicklung auf dem Rohölmarkt sehen, wo der Preisanstieg allerdings kurzfristig auch seine gute Seite haben wird. Jetzt steigt der Benzinpreis genau zu dem Zeitkunkt, an dem die Fahrverbote beschlossen werden und viele Menschen in Deutschland ihre persönlichen Weichen der Mobilität für die kommenden Jahre stellen werden. Eine viel größere Anzahl von Menschen wird so auf Elektromobilität umsteigen; sei es aus privaten oder geschäftlichen Gründen. Dabei ist der Faktor Umfang der Fahrverbote noch längst nicht ausreichend betrachtet worden, denn gerade anfänglich wird es durch Messungen zu ANpassungen der Verbotszonen kommen, die nicht nach unten sondern nach oben angepasst werden. Und genau da liegt viel Potential zum Umstieg auf Elektromobilität verborgen.

Der nächste Faktor, der in die Wirtschaft einfliessen wird, werden die durch die große Koalition nach der Sommerpause beschlossenen Wohnungsneubauten sein, die nach den Planungs- und Genehmigungsverfahren im Herbst begonnen werden. Das ist ein so großer Faktor, der sich zwangsläufig positiv auf die Wirtschaft, das Arbeitsplatzangebot und das Wohnungsangebot auswirken werden. Schon in den jeweiligen Zahlen für Oktober wird das spürbar sein.

Man darf niemals vergessen, dass Zinsen und Mieten die Wirtschaft zerstören, da sie sich an der Wirtschaft bereichern ohne selbst etwas zu leisten. Hier wird nur Geld verdient, indem es der Wirtschaft entzogen wird. Das ist bei Aktien nicht der Fall.

Der Chartlord
 

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordIch bin mir nicht sicher, was das soll

 
  
    #1249
09.10.18 09:05
Der Dax hat inzwischen seinen Abwärtstrend zu Beginn der Berichtssaison deutlich beschleunigt.
Warum ist nicht erkennbar, denn die Zinsanhebung in den USA ist längst durch und viele Zahlen der Berichte sind noch nicht vorgelegt worden. Gut möglich, dass jetzt auf der technischen Schiene möglichst schnell wieder Boden erreicht werden soll, der dann mit der Masse der Berichte alles Negative eingepreist hat und alles Positive sofort wieder zum Ansteig führt.

Rein technisch liegt bei ca. 11 810 die nächste Untersützung, die vom bisherigen Jahrestief abgeleitet wird.
Gut möglich, dass das am Donnerstag erreicht wird.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordDas passt schon

 
  
    #1250
10.10.18 09:18
Genau rechtzeitig zur Verhängung der nächsten Fahrverbote hat die Post mit der Produktion der dritten Modellreihe ihrer elektrischen Kleintransporter begonnen. Da ein Ende der Fahrverbote längst nicht in Sicht ist, besonders jetzt, wo auch die Diesel 6er ins Visier genommen werden, wird das ab sofort einen spürbaren Nachfrageschub geben. Besonders dort, wa man gewerblich mit Autos unterwegs ist.

Gestern konnte der Dax schon fast bis an die Untergrenze der nächsten Unterstützung fallen, von der ich geschrieben habe.
Ob diese Unterstützung jedoch hält, kann man jetzt noch nicht sagen, zumal eine Umschichtung von europäischen Aktien in amerikanische Anleihen, wenn auch nur zum kleinen Teil, stattfindet.

Ein echtes Ausbrechen nach unten sehe ich erst gegeben, wenn der Dax auf Wochenbasis unter die 11 800 fällt - also per Xetraschluss am Freitag. Alle anderen Kurse sind der Ungenauigkeit geschuldet, mit der auch die eine oder andere Falle für Zocker gestellt wird.
Daher warte ich erst den Wochenschluss ab.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordKursrutsch und Eurostärke

 
  
    #1251
1
11.10.18 09:09
Unerklärlich !

Brexit, Zinsanstieg und Dieselskandal sind alle längst eingepreist, dennoch konnte der Dax sein Niveau nicht halten. Ich habe zwar gestern davon geschrieben, dass erst der Wochenschluss maßgeblich sein wird, aber das wird der dax nicht wieder aufholen. Wir haben es mit einem echten Börsencrash zu tun. Die nächste technische Unterstützung liegt in der Region um 10 500 Punkten aus dem Jahr 2016. Der einzige, winzige Lichtblick dabei ist, dass der Dollar trotz der Zinsanhebung nicht weiter an Stärke gewinnt, so dass sich die Aktienmärkte nach dem laufenden Kursrutsch auch wirklich an dieser technischen Unterstützung orientieren können.

Andernfalls würde noch ein zusätzlicher Währungsabschlag für alle nicht Dollaraktienindizes hinzu kommen.
Heute wird sich der Kursverlust fortsetzen, und eine zumindest vorläufige Trendwende ist nicht in Sicht. Ein guter Indikator dafür ist der Ölpreis, der genau so in die Tiefe rauscht (zum Glück!). Allerdings braucht man sich mittel- und langfristig keine Sorgen machen, denn die Weltwirtschaft läuft ordentlich bis gut und einige Länder haben ein noch deutlich besseres Wachstum. Ich warne in diesem Zusammenhang dringend davor China als große Volkswirtschaft zu überschätzen. Obwohl die Wirtschaft dort viele Parameter hat, die größer als von anderen Industrienationen sind, snd eben auch viele andere Parameter eben auch viel schlechter, die nur in der Bewertung der Wirtschaftskraft/Leistung oftmals oder nie dagegen gerechnet werden.

Das Kartenhaus China steht auf sehr dünnen Beinchen, die sehr schnell wegknicken können. Da kann selbst die chinesische Notenbank nicht helfen. Der wirtschaftliche Aufschwung ist dort nicht in allen Bereichen angekommen, er wird nur von wenigen Menschen in den Großstädten getragen. Von wenigen im Vergelich zur Bevölkerungsmasse. Das, was wir in Deutschland mit dem Außenhandel zu China verbinden, sind merkwürdige Wachstumsraten, die mengenmäßig zur dortigen Bevölkerungsmasse einfach nicht ins Gewicht fallen. 6,5% bis 7% Wachstum eines Bevölkerungsanteils von weit unter 10% sind eben weniger als 0,65% bis 0,7% Wachstum des ganzen Landes. Nur wird das aus statistischen Gründen nicht so gezählt. Politisch werden absichtlich die ganze Landbevölkerung und weite Teile der Arbeiterschaft in den Städten nicht erfasst, weil diese entweder Hungerlöhne erhalten oder gar nicht bezahlt werden.

Auch das ist ein Grund für die Eurostärke.

Als nächstes wird die Finanzwirtschaft feststellen, dass die Amerikaner trotz faktischer Vollbeschäftigung keine Fortschritte bei der Staatsverschuldung erzielen. Daran wird sich eine Verschlechterung der Aussichten der Bonität anknüpfen. Das wiederum wird die Kosten für den Staatshaushalt in die Höhe treiben. Aber auch dann werden wieder wir Deutsche uns die Hände reiben, weil wir auch daran verdienen werden. Je größer das Zinsgefälle zwischen den USA und dem Euroraum ist, desto langfristiger bleibt die Staatsverschuldung in Europa finenzierbar und für uns Deutsche nachhaltig abbaubar. Im ersten Halbjahr 2018 wurden 48 Milliarden € Schulden der öffentlichen Hand abgebaut. Da noch längst nicht feststeht, dass die Zinsen nach der Beendigung der Aufkäufe der EZB wieder angehoben werden, wird die Schuldenlast der Eurowährung im Gegensatz zu den Amis nicht weiter ansteigen.

Das wird zwar die Aktienmärkte etwas bremsen, aber die Wirtschaft beflügeln. Für 2019 und 2020 wird sich in Europa an der gegenwärtigen Lage nichts ändern. Nach dem Ende der Aufkäufe muss erst abgewartet werden, wie sich die Teuerungsrate dann entwickelt. Aber schon jetzt kann man erkennen, dass noch mit den letzten Aufkäufen die Inflation nicht weiter über 2% zunimmt. Bleibt es so, so bleibt auch der Nullzins. Die EZB wird nicht aus wirtschaftsfremden Gründen die Zinsen anheben. Zuviele Vorstandsmitglieder der EZB kommen aus hochverschuldeten Ländern, die verhindern müssen, dass die Verschuldung die Wirtschaft abwürgt.

Der Chartlord
 

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordNachtrag

 
  
    #1252
11.10.18 11:34
Für uns Deutsche ist es eines der besten Zeichen überhaupt, wenn der Dollar gegenüber dem Euro trotz Zinsanhebungen in den USA nachgibt. Ein fester Euro würde nämlich im Falle steigender Zinsen in Europa noch fester werden, was die wirtschaftliche Entwicklung stärker negativ beeinflussen würde als eine Zinsanhebung in den USA. Daraus folgt, dass die EZB schon aus diesem Grund heraus weit defensiver die Zinsentwicklung als die Fed angehen lassen wird.

Das umfasst sowohl die Zinsanhebung als auch die dazugehörigen Zeiträume/Vorläufe.
Auch heute steigt der Wechselkurs wieder wegen der Eurostärke an, wodurch ich kaum noch eine Möglichkeit der Zinsanhebung in 2019 sehe. Selbst für 2020 stehen die Zeichen eher auf Nullzins als auf Zinsanhebung.

Der Chartlord  

1439 Postings, 2415 Tage Ben-OptimistTut ganz schön weh, was der Dax die Tage macht

 
  
    #1253
11.10.18 12:56
bzw. die Finanzmärkte auch andernorts.
So massiv in so kurzer Zeit haben wir schon lange nicht mehr abgegeben...
aber sehe ich auch so, ein Sturm im Wasserglas - das dreht bald wieder.  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordDie Aufwertung des Euro

 
  
    #1254
1
12.10.18 09:07
Verzweiflung, Ratlosigkeit, Rundumschläge und Bedrohungen.

Das sind die Einflüsse, die sich in der amerikanischen Wirtschafts- und Finanzpolitik befinden. Es sind nicht die gleichen wie in Italien, aber die politische Handlungsweise ist die gleiche. Immer der Versuch über die Erhöhung der Neuverschuldung Wirtschaftswachstum zu erzeugen. Und immer das gleiche Resultat. Selbst wenn man Wachstum erzeugt, so wird das nicht zur Schuldenreduzierung verwendet, sondern man hat sich schon längst an das höhere Niveau der Verschuldung gewöhnt und lässt die Schulden weiter wachsen in dem die Verzinsung weiter ansteigt.

Der einzige Unterschied zwischen Italien und den USA liegt darin, dass die Fed die Notenpresse anwerfen kann, Italien dagegen nicht.

Das, was aber wirklich den Unterschied zwischen den USA und Europa ausmacht, ist der Haushaltsüberschuß in Deutschland. Wir führen mit der schwarzen Null konsequent unsere Verschuldung zurück. Auf Sicht von 2 Jahren wird sich daran nichts ändern. Dann ist jedoch bereits soviel eingespart und zurückgezahlt worden, dass es die gesamte Schuldenquote der EU verringert und somit nicht mehr nur indirekt sondern direkt den Euro aufwertet. Das wiederum wird verhindern, dass die EZB an der Zinsschraube dfreht, was eine direkte Aufwertung gegenüber fast allen Währungen darstellen würde. Währungsstabilität wird nicht nur über Inflationsraten sondern auch über Wechselkurse und Staatsverschuldungsquoten geregelt.

Und hier ist die Wirkung Deutschlands auf den Euro so groß, dass alle anderen Europäer davon profitieren werden.

Das haben die Italiener nur im neuen Haushaltsentwurf vorweggenommen. In 2019 und wahrscheinlichn auch in 2020 wird sich noch keiner diesem Procedere anschliessen. Aber in 2021 sehe ich keinen Ausweg für Frankreich als das auch so zu machen. Die einzige Alternative wären massive Einsparungen wie damals bei uns die Agenda 2010. Nur dafür gibt es in Frankreich keine politische Mehrheit und auch keinen politischen Willen. Uns Deutsche kann das solange egal bleiben wie wir unsere eigenen Schulden abbauen können. Falls das jedoch nicht länger fortgesetzt werden kann, werden wir in Europa das Ende der Gemeinschaft sehen, weil alle Nachbarn nicht länger ohne masisve Steuererhöhungen auskommen werden. Das wiederum wirkt sich auf den europäischen Binnenmarkt aus, an dem die deutschen Firmen immer mehr Marktanteile wegen der geringeren Steuerquote bekommen werden. Dann erst wird man merken, dass die Wettbewerbsfähigkeit davon zum Teil abhängt.

Dann wird das Geschrei unserer Nachbarn immer unerträglicher.
Es wird nämlich das Geschrei nach einer ausgeglicheneren Haushaltsbelastung in der EU sein.
Faktisch der Umweg auf dem Deutschland gezwungen werden soll über die Zahlungen an die EU für die Schulden unserer Nachbarn zu haften.
Und wer da denkt, dass Europas rechte Parteien dagegen stimmen werden, der irrt sich gewaltig, denn die werden es zuerst sein, die diesen Haftungsweg (wie jetzt in Italien) einschlagen werden. Alle außer der AfD.

Das Problem dabei ist, dass das der einzige Preis sein wird, zu dem die Einheit Europas erhalten bleiben wird.
Aber weil jeder Deutsche genau weiss, dass das durch die römischen Verträge ausgeschlossen ist, wird es auch in den andern Partein in Deutschland keine Mehrheit dafür geben. Schon jetzt sind die ersten Auswirkungen hier in Deutschland zu spüren. Sie bestehen darin, dass der Wechselkurs auf fast 1,16 gestiegen ist, und selbst mit (nicht nur angekündigten) Strafzöllen die deutsche Wirtschaft weiter brummt. Die verzerrten Zahlen, die gerade im Umlauf sind, beinhalten nicht die wetterbedingten Verlagerungen von der Industrie in den Konsum, weil es eine ganze Reihe von Verbrauchern gibt, die anstelle im Beruf zu produzieren lieber auf Usedom in der Sonne liegen. Das komische Gejaule einiger Wirtschaftsweisen oder selbst ernannter Experten wegen der "nachlassenden" Inlandsproduktion berücksichtigt eben nicht, dass unsere wirtschaftliche Stärke auch von der Konsumseite ausgeht, die aber nicht in den Industriezaheln enthalten ist.

Aber wie gesagt, solange wir unsere Schulden reduzieren können, wird alles so bleiben wie es jetzt ist.
Einzig eine schleichende Aufwertung des Euro wird die EZB verhindern müssen. Aber wie das geht wissen wir ja. Nur wird dann das Gejaule und das Geheue der Banken riesengroß sein, wenn die EZB ihre Aufkäufe wieder aufnimmt. Denn bei einem Nullzins kann der Wechselkurs nicht mehr über Zinssenkungen gesteuert werden.
Sollten unsere Schulden eines Tages auf diesem Weg bezahlt worden sein, so haben wir ein verändertes Bild. Dann könnten wir Deutsche unsere AAA-Bonität an unsere Nachbarn weitergeben. Das würde nominal nicht die Schulden übernehmen sondern nur die Verzinsung drücken, was in der Summe eine erhebliche Entlastung bedeuten würde. Dann würde es zu einem größeren Wirtschaftswachstum ohne Neuverschuldung kommen.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordDas nächste Ziel

 
  
    #1255
15.10.18 09:00
Mit dem Wochenausbruch nach Unten hat der Dax sein vorläufiges nächstes Ziel festgelegt.
So wie es mit dem Wochenschluss vom Freitag aussieht, geht es direkt und in einem Stück auf die Seitwärtsphase des zweiten Halbjahres 2016 hinab. Allerdings ist die Vorgabe der Amis mit 1,2% Kursanstieg nicht leicht zu verdauen. Gleichzeitig beginnt der Ölpreis wieder zu steigen und der Wechselkurs liegt deutlich über 1,15 €.

Das sind keine Vorzeichen, die dem Dow Jones nach oben folgen werden.


Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordWie die Berichte verlaufen werden

 
  
    #1256
16.10.18 09:06
Das wirtschaftliche Umfeld ist oftmals wichtiger als das Zentrum.
Genau das läuft zur Zeit bei den Amis ab. Dazu wird heute früh genau die passende Nachricht veröffentlicht, in der Amazon und die anderen Onlinehändler gezwungen sein werden ihre Preise wegen der gestiegenen Lieferkosten anzuheben. Das gilt übrigens nicht nur für die Verbraucher in den Staaten sondern auch hier bei uns.

Angebot und Nachfrage haben eben auch bei logistischen Dienstleistungen eine immer mehr wachsende Bedeutung. So gut wie nirgends sind mehr ausreichend Beschäftigte findbar, die sich für einen "schäbigen Lumpenlohn" abackern werden. Hier trifft der logistische Dienstleistungsmarkt auf die Grenzen der Billigkultur. Schon bald werden diese Anbieter merken, dass nur derjenige überlebt, der am meisten bezahlen kann. Nur der wird über ausreichend Personal verfügen, das der Nachfrage gerecht werden wird. Zu leergefegt sind bereits die Arbeitsmärkte beiderseits des Atlantiks.

Noch wirkt sich das nicht auf die Berichts aus, da diese von den bisherigen Transporkosten geprägt sind.
Aber schon mit dem Weihnachtsgeschäft werden die ersten Preiserhöhungen vorgenommen, die an die Kunden weitergegeben werden.
So richtig geht das aber erst zum 1.1.2019 los. Da der ganze inländische Konsum davon betroffen ist, werden vor allem die Preise in den USA deutlich ansteigen, darauf wird die Fed sofort reagieren müssen. Hier in Europa besonders bei uns ist die Lage etwas entspannter, da die Amis ein Flächenland sind und nicht so dicht in Ballungsgebiete gegliedert sind wie wir. Das wirkt sich auf die ländlichen Lieferkosten aus.
Die Transportkosten für die Großindustrie steigen weit langsamer an und werden auch im nächsten Jahr den Abstand zu den privaten Lieferdienstleistungen vergrößern.

Im Gegensatz zu diesem Jahr jedoch werden die Spritpreise in 2019 nicht noch einmal so ansteigen. Und auch wenn es viele Leute nicht wahr haben wollen, so werden langsam aber sicher die zugelassnen Elektroautos den Spritverbrauch immer weiter drosseln. Anders als es scih viele Autobauer wünschen werden ab sofort die Kunden weit zurückhaltender Spritfresser kaufen als in allen Jahren zuvor, denn viele von denen, die jetzt einen Neuwagen kaufen wollen, warten die Entwicklung bei den Elektroautos ab. Für immer mehr Kunden ist die Grenze erreicht, an der die bislang fehlende Reichweite ausreichender sein wird. Und das kann ein halbes oder ganzes Jahr später eben völlig ausreichend sein. Der harte Konkurrenzkampf treibt eben auch die Leistung nach oben. Hier wirken verschiedene Faktoren wie Modell, das den Verbrauch verringert und Batterie, die mehr Ladung enthält, gemeinsam auf das Verbraucherverhalten ein.

Der Anstieg der Benzinpreise in diesem Jahr lässt die Elektroautos immer wirtschaftlicher werden.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordIst die Korrektur schon zu Ende ?

 
  
    #1257
17.10.18 09:01
War es das schon, oder steigt der Dax nur innerhalb einer technischen Gegenreaktion bevor es weiter nach unten geht ?

Alles ist möglich und gleichermaßen unwahrscheinlich.
Es hängt zuviel am Wechselkurs, der momentan bei 1,1561 liegt. Das ist weit oberhalb dessen, was mit der Zinspolitik der Fed abgehen sollte. Unterschwellig haben wir es mit einer schleichenden Aufwertung des Euro zu tun, bei der Herr Junker nicht ganz unschuldig mitgewirkt hat. Die letzten Verhandlungsergebnisse, die er mit den Amis erreicht hatte, haben ja nur einen Abwarteimpuls beinhaltet, auf dem die Fed allerdings wechselkurstechnisch reiten kann, was ja den Interessen Trumps entgegenkommt, weil damit seine "Müllabfuhr", die er Export nennt, besser funktioniert.

Der Dax befindert sich tief im fallenden Bereich, den er erst oberhalb von 12 815 in den neutralen Bereich verlassen würde. Leider ist jedoch diese Einschätzung nur ungenau, weil die Schieflage des Wechselkurses die Genauigkeit verringert. Das wird sich in diesem Jahr noch weiter vergrößern, weil die Fed noch eine Zinsanhebung vornehmen wird. Ich sehe auch dafür keine Veränderung des Wechselkurses, sofern die Zinsanhebung wie gehabt bei 0,25% bleibt. Weniger wäre egal, weil nicht spürbar; mehr dagegen müsste in die Währungsmärkte noch eingepreisst werden.

Mit dem heutigen Brexit-Gipfel wird das letzte Kapitel aufgeschlagen. Es ist das Kapitel des britischen Wirtschaftsuntergangs. Mit dem Austritt geraten die Briten zwischen alle Fronten, weil sie zugleich eine Importnation sind, die fast alle benötigten Wirtschaftsgüter einführen muss, die sie aber mit einem aufweichenden Pfund bezahlen muss, dass ständig weiter an Wert verlieren wird. Andererseits sind die Briten Exportnation, weil ihr eigener Binnenmarkt zu klein ist um die Abhängigkeit von den Importen auszugleichen. Daran schliesst sich das Dilemma der Austrittsverhandlungen an. Je weicher der Brexit desto besser die Exportchancen in die EU, aber auch desto weicher die Währung und desto teurer die Importe. Je härter der Brexit, desto härter das Pfund, aber desto schlechter die Exportchancen zumindest in die EU.

Wie auch immer, wie Deutsche werden immer davon profitieren. Wir müssen nur darauf achten, dass auch andere Europäer auf der Gewinnerseite stehen werden, was zumindest bei den Franzosen und Italienern schwierig sein wird. Die schlimmste seite des Brexits steht den Briten allerdings noch bevor. Es sind diejenigen, die die wirtschaftliche Entwicklung erst abwarten wollen, bevor sie sich entscheiden  nach Deutschland auszuwandern, wo jeder ausgebildete Mensch sofort eine neue Arbeit bekommt. Das wird erst im nächsten Jahr frühestens ab April einsetzen. Bis dahin werden unsere offenen Stellen noch weiter ansteigen. Insgesamt wird es im Jahresverlauf 2019 zu einem Schub im Wirtschaftsaufschwung in Deutschland kommen, der aus den zusätzlichen Beschäftigten herrührt, die hier zusätzlich anfangen zu konsumieren.

Selbst nur 25 000 im ganzen Jahr würden schon einen spürbaren Impuls erzeugen, weil es durchweg gut bezahlte Arbeitnehmer wären.
Aber es werden mehr sein.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordBestenfalls seitwärts

 
  
    #1258
18.10.18 10:28
Auch wenn noch nicht feststeht, ob die Korrektur beendet ist oder nur unterbrochen, so ist ein echter Aufwärtstrend nicht in Sicht. Solange die Brexitverhandlungen andauern, die Berichte eintrudeln, die Verhandlungen zwischen der EU und den USA über Strafzölle nicht abgeschlossen, und vor allem solange das amerikanische Haushaltsloch zum Jahresende nicht gestopft ist, werde die Aktienmärkte kein neues Jahreshoch erreichen.

Die erwähnten Positionen müssen erst entschieden/geregelt werden, damit nicht nur bis zum Jahresende diese Faktoren eingepreist werden können, sondern erst recht ab Januar das neue Jahr damit verlässlich begonnen werden kann. Eine noch in diesem Jahr kommende Zinsanhebung macht da keine großen Probleme. Die wird einfach einzupreisen sein, zumal der Wechselkurs auch bis dahin noch etwas tiefer liegen wird.

Richtige Überraschung kann es jedoch beim Ölpreis geben, wenn der Markt endlich merkt, dass der Iran zwar unter Embargo liegt, aber dennoch Öl exportiert. Das vergrößert die Angebotslage, weil die Abnehmer des Iran nicht woanders abnehmen müssen. Schon heute sind die Lagerbestände weit über den Erwartungen mitgeteilt worden. Wegen der vorübergehenden Beeinträchtigung der iransichen Exporte haben die Mullahs die Förderquote deutlich erhöht. Zumindest vorläufig wird das Überangebot einen weiteren Preisanstieg verhindern und je nach Lagerbestand sogar den Preis senken.

Für den Dax liegt die Seitwärtsphase im Bereich unter 12 000, solange kein neues Verlaufstief erreicht wird.

Der Chartlord  

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordAufpassen !

 
  
    #1259
19.10.18 09:06
Dem heutigen Wochenschluss kommt eine besondere Bedeutung zu.
Mit dem gestrigen Xetraschluss bei 11 589 ist der Abstand nach unten nur noch sehr gering.
Die Vorgaben aus den USA sind nicht börsenspezifischer Art sondern Gerüchte und Spekulationen m den nächsten Zinsschritt.
Das ist zwar in allen Erwartungen, jedoch nur hinsichtlich der Höhe (=0,25%) eingepreist. Jetzt kommt aber noch der Faktor "straffere Zeitschiene" hinzu, und das richtet zugleich auch die Aufmerksamkeit auf die zeitliche Straffung für die anschliessenden Zinsschritte in 2019.

Das konnt der Dax gestern noch halten und hat eine 66% Chance, dass er das in das Wochenende mitnehmen wird.
Aber falls nicht... auweia !
Das würde wegen des Wochenschlusses sofort die Region 10 8xx als nächstes Ziel aktivieren. Auf der restlichen Zeitschiene dieses Jahres allerdings bedeutet der gestrige Schlusskurs eine schnellere Abarbeitung der Abwärtsbewegung, die irgendwann den Unterschied von Dax zu Dow drastisch verringern wird, weil das Zinsgefälle so groß ist, dass die Rückkehr der Anleger aus Übersee in einen festen oder sogar noch festeren Euro als jetzt nur noch eine Frage der Zeit ist. Die Teuerungsrate hier im Euroland wird nachlassen, weil die Produktionsrate des Erdöls nicht nachlassen wird, da der Iran weiter voll fördert und dessen Abnehmer nicht den Markt anderen Produzenten entlasten. Solange genügend Länder am Atomvertrag mit dem Iran festhalten, wird sich daran nichts ändern. Auch nicht an der Tatsache, dass der Iran die OPEC preislich unterbietet.

Rein methodisch erkennt man an den Schwierigkeiten, die wir mit der arabischen Welt haben (Iran, Saudi´s!), dass der Umstieg auf Elektroautos nicht nur ökologisch und wirtschaftlich sondern auch politisch nicht mehr nur geboten sondern dringend schnell notwendig ist. Je früher wir und aus dieser Abhängigkeit lösen, desto eher können wir einwirken, dass der kriegerische Terror zurückgedrängt wird. Als unmoralische Wahrheit bleibt aber solange die Agenda bestehen, dass wir soviel Waffen wie möglich an die beteiligten Staaten liefern, die ja keine Rechtsstaaten sondern islamische Staaten sind, bei denen Religion und Staat eins sind. Und das aus zwei Gründen; zum einen, weil wir daran verdienen und zum anderen weil wir so diesen souveränen Staaten die Gelegenheit geben diese Angelegenheiten "unter sich zu regeln". Das könnte für uns die Gelegenheit eröffnen nach erfolgter Umstellung auf Elektromobilität weniger Schwierigkeiten im Umgang mit diesen Staaten zu haben, weil diese Staaten eben einen Teil der Schwierigkeiten (mit deutschen Waffen) eliminiert haben.

Aus diesem Grund bin ich natürlich ein klarer Befürworter von Waffenexporten in muslimisch-interne Krisenregionen.

Der Chartlord

 

6462 Postings, 2770 Tage ChartlordLöschung

 
  
    #1260
22.10.18 18:46

Moderation
Moderator: Zwergnase
Zeitpunkt: 23.10.18 04:14
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für 30 Tage
Kommentar: Diskriminierung - fremdenfeindliche Ausdrucksweise - wiederholt und trotz mehrfacher auch langer Sperren ist keine Verhaltensänderung in Sicht

 

 

274 Postings, 2912 Tage GokarnAch Herrschaftszeiten!!

 
  
    #1261
3
23.10.18 10:17
Lieber Zwergnase, diese ewige Sperrerei des Lords nervt gewaltig. Ja, er drückt sich bisweilen sehr 'direkt' und vielleicht auch gelegentlich radikal aus, ABER - deswegen wechsele ich doch nicht ins rechte Lager. Ich bin überzeugt jeder seiner Leser ist in der Lage seine Ausdrucksweise -sollte Sie einem denn aufstoßen - zu interpretieren.
Seine Analysen der Zusammenhänge des Geschehens rund um den Dax sind einzigartig und er bringt mir - und mit Sicherheit nicht nur mir - täglich interessante Einsichten ins Börsengeschehen.
Schade, dass das jetzt wieder ein - zeitlich begrenztes- Ende hat. Ich verstehe, dass man im Netz 'krasse' Aussagen (die ich beim Lord mit etwas Goodwill jedoch nicht entdecken kann) sperren muss, jedoch müsste dann das halbe Internet zensiert werden, bei Facebook mal angefangen!!  

247 Postings, 1385 Tage petro001@Gokarn

 
  
    #1262
1
24.10.18 20:08
Der sehr geehrte Herr, um den es hier geht, drückt sich eben nicht "bisweilen sehr 'direkt' und vielleicht auch gelegentlich radikal aus", sondern ziemlich häufig verstörend rassistisch. Das sollte man, gerade in Zeiten wie diesen, nicht relativieren.

Das halbe Internet ist übrigens zum Glück nicht voll von solchen verbalen Entgleisungen. Und dass Facebook sich schwer tut mit dem Löschen rechtsradikaler Hetze, sollte auf anderen Portalen kein Freibrief für die Hetzer sein, oder?

Was mich aber noch interessieren würde: Warum appellierst Du eigentlich an die Moderatoren, dass sie sich das rechte Auge zuhalten sollen - und nicht an den Urheber des gelöschten Beitrags, dass er sich mäßigen soll?    

274 Postings, 2912 Tage Gokarn@Petro001

 
  
    #1263
25.10.18 15:36
Ok, kann man natürlich auch so sehen, aber 'ziemlich häufig verstörend rassistisch' nehme ich so nicht wahr.
Mir geht es darum, dass ich hier ohne dass 'Hinz und Kunz' ständig dazwischen posten, jeden Tag eine fundierte Analyse rund um den Dax und weit darüber hinaus bekomme. Ich bin reiner Charttechniker und das 'Drumrum' versuche ich mir aus verschiedenen Seiten täglich gebündelt anzulesen. Hierbei ist der Thread vom Lord sehr hilfreich, bzw ich kenne keinen besseren.
Auf indoktrinierte, politische Meinungsbildung lege ich keinen Wert, bzw lese darüber hinweg. Ich bin sehr gut in der Lage aus seinen Posts die für mich relevante Essenz zu ziehen.
Ich bin sofort bei dir, wenn es um das Löschen rechtsradikaler Hetze geht, jedoch bin ich nach wie vor der Meinung, dass hier über's Ziel hinausgeschossen wurde. Natürlich kenne auch ich den Inhalt des letzten Posts nicht.

Den Appell an den Lord? - vermutlich sinnlos, aber gerne:

Sehr geehrter Chartlord, du hast täglich runde 150 Leser, die sehr enttäuscht sind, wenn du mal wieder 'diskriminierst und dich einer fremdenfeindlichen Ausdrucksweise' befleißigst. In unser aller Interesse: Unterlasse das bitte und lasse uns an deinem Wissen teilhaben. Wir lesen dich gerne.
Mit freundlichen Grüßen et cetera pp  

247 Postings, 1385 Tage petro001@Gokarn

 
  
    #1264
1
25.10.18 18:31
Schöner Appell - danke :-) Aber vermutlich wirklich sinnlos.

Dass Du Dich von rechtsradikaler Hetze verblenden lässt, glaube ich tatsächlich nicht. Ob das für alle Leser hier auf dem Board gilt, weiß ich nicht. Aber das ist meines Erachtens auch nicht der Punkt. Es geht vielmehr darum, dass wir als überwältigende demokratische Mehrheit nicht zulassen dürfen, dass die Grenzen des Sagbaren von einer rassistischen Minderheit immer weiter nach rechts verschoben werden. Die rassistische Minderheit muss bei jedem ihrer verbalen Ausraster registrieren, dass sie die Minderheit ist, weil die große Mehrheit nicht mehr schweigt, sondern klare rote Linien zieht.  

Inzwischen hört und liest man hierzulande wieder Sätze, die seit 1945 in Deutschland nicht mehr öffentlich zu hören und zu lesen waren. Von rassistisch motivierten Gewalttaten will ich hier gar nicht anfangen. Nach Deiner Argumentation wäre es verhandelbar, ob jemand solche Sätze sagen darf: Wenn jemand für irgendwas anderes nützlich ist, dann darf er es, wenn nicht, dann nicht? Nach dieser Logik dürfte ein guter Arzt in seiner Freizeit Flüchtlingsheime anzünden. Und ganz am Ende, wenn wir lange genug weggeschaut und relativiert haben, dann dürfte jemand, der ein paar Autobahnen fürs deutsche Volk baut, noch sehr viel mehr.
 

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