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Eurofins nicht kaufen!


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Neuester Beitrag: 27.12.00 10:37
Eröffnet am: 11.12.00 13:19 von: Prosecco Anzahl Beiträge: 26
Neuester Beitrag: 27.12.00 10:37 von: HAHAHA Leser gesamt: 3.421
Forum: Börse   Leser heute: 1
Bewertet mit:


 

1409 Postings, 6733 Tage ProseccoEurofins nicht kaufen!

 
  
    #1
11.12.00 13:19
In Aktienchck.de gelesen

11.12.2000
Eurofins nicht kaufen
ETC  


Die Analysten der französischen Bank ETC empfehlen dem Anleger, die Aktie von Eurofins (WKN 910251) nicht zu kaufen.

In dem Münchener Labor von Eurofins könnten jährlich 24.000 Tests auf BSE durchgeführt werden. Die Aktie weise einige Risiken auf, wie beispielsweise logistische Probleme bei der Kapazitätserweiterung und die Tatsache, daß der Test nur bei toten Rindern möglich sei. Tests an lebenden Rindern würden das Verfahren bald überflüssig machen. Inzwischen würden Konkurrenten wie das Hamburger Labor Artus den Markt mehr und mehr erobern.

Auf dem aktuellen Niveau seien die Risiken nicht im Kurs berücksichtigt und dem Anleger könne daher nicht zum Kauf geraten werden.

Die Analysten von ETC würden bald ein deutlich niedrigeres Kursniveau für Eurofins erwarten.


 
0 Postings ausgeblendet.

10680 Postings, 7119 Tage estrichDiese News

 
  
    #2
11.12.00 13:38
führen zu wunderschönen Kaufkursen. Meine Tradingdepots stehen bereit. Kurse um 33 Euro wären Weihnachtsgeschenke.
:-)  

337 Postings, 6804 Tage KrisrenaGut , daß die Analysten so um unser Wohl

 
  
    #3
11.12.00 13:50
besorgt sind .....  

293 Postings, 6784 Tage GarribaldiEurofins kaufen! KZ80

 
  
    #4
11.12.00 14:08
03.12.2000
Eurofins Scientific kaufen
Brokerworld-Online  


Anfang letzter Woche habe sich der zuvor aufgekommene Verdacht des ersten BSE-Falles in Deutschland bestätigt. Daraufhin sei der Kurs der Eurofins AG gestiegen (WKN 910251), von der Analysten von Brokerworld inzwischen auch BSE-Aktie genannt, in der Spitze bis auf fast 65,- Euro.

Das Unternehmen liefere nämlich einen der wenigen BSE-Schnelltests, den die EU bisher zugelassen habe. Mit der Pflicht, ab Mittwoch alle geschlachteten Rinder über 30 Monate testen lassen zu müssen, bevor sie verkauft werden dürften, komme ein erhöhtes Potential auf das in Frankreich ansässige Unternehmen zu.

Neben dem BSE-Schnelltest habe das Unternehmen aber noch mehr zu bieten. Eurofins Scientific konzentriere sich auf das Thema Bioanalytik in den Bereichen Pharmazeutika, Lebensmittel und Umwelt. So könnten zum Beispiel mit der firmeneigenen SNIF-NMR-Technologie, einem bioanalytischen Verfahren, Pharmaka, Lebensmittel und Kosmetika in ihren atomaren Bestandteile analysiert und mit Hilfe einer umfassenden Datenbank auf ihre Zusammensetzung und Herkunft überprüft werden.

Auch die Finanzen des seit dem 26.10.00 am Neuen Markt notierten Unternehmen könnten sich sehen lassen. Seit der Firmengründung im Jahr 1987 seien schwarze Zahlen geschrieben worden. Nach einer Verdopplung des Umsatzes auf 32,2 Mio Euro in 99, plane Eurofins für dieses Jahr rund 50 Mio Euro, für 2001 72,5 Mio Euro und für 2002 110 Mio Euro. Das Ergebnis je Aktie solle 2001 bei 0,17 Euro liegen. So weise das Unternehmen bei 44,- Euro ein KUV von 7,97 auf und sei damit im Branchenvergleich moderat bewertet.

Nach dem ersten Höhenflug Anfang der Woche in der Spitze bis fast 65,- Euro sei der Titel durch Gewinnmitnahmen und das schlechte Börsenumfeld bis auf 40,- Euro zurückgekommen. Am Freitag habe Eurofins dann erneut gut 10% zulegen können. Die Experten von Brokerworld sähen das Potential noch nicht als erschöpft an und erwarteten auch weiterhin einen überdurchschnittlichen Kursverlauf.

Besonders vor dem Hintergrund, dass das Unternehmen bereits seit drei Jahren an dem französischen Nouveau Marché notiert sei und dort einen ausgezeichneten Kursverlauf habe vorzeigen können. Daher würden die Analysten von Brokerworld empfehlen, spekulativen Anlegern die derzeitigen Kurse zum Einstieg zu nutzen. Ihr Kursziel 80,- Euro.  

1409 Postings, 6733 Tage ProseccoIch wollte die Dinger

 
  
    #5
11.12.00 14:37
ja auch kaufen. Hatte bei 23-24 zu lange gezögert, dann explodierten sie. Jetzt sind sie extrem stark zurückgekommen. Das sagt mir, dass der Kurs extrem überzogen war. Man muss beachten, dass für die BSE Tests nur ein Linzenzvertrag besteht. Das Risiko bei diesem Titel ist sehr hoch aber auch Gewinnträchtig.  

545 Postings, 6915 Tage tetsuodie kuh melken

 
  
    #6
11.12.00 14:58
solange sie noch milch hat.
werden sich die franz. fonds gesagt haben, als sie das 2t listing
am NM hier in de anstrebten. der kurs war doch seit dem 2t IPO
unter druck, nur die BSE malaise hat die kurzzeitig geändert.
es besteht die gefahr, dass wenn tatsächlich franz. fonds grössere
pakete abgeben, der kurs noch einmal bis 25E zurücklaufen könnte.
die obigen KAUFempfehlungen sind gute indikatoren dafür?!  

1409 Postings, 6733 Tage Proseccotetsuo ich denke du bist..

 
  
    #7
11.12.00 15:02
auf der richtigen fährte. wir lernen dazu (hat auch einiges gekosten - mich auf jeden fall).  

3148 Postings, 7024 Tage short-sellerDie zahlreichen Negativ-Analysen sind der

 
  
    #8
1
11.12.00 22:26
beste Indikator, daß es sich hier um ein extrem aussichtsreiches Unternehmen handelt.

Zum Zweitlisting: Hat sich schon mal jemand Broadvision angesehen, bevor sie an den NM ein Zweitlisting anstrebten ? Eine ähnlich gute Entwicklung wie Eurofins zeigt sich. Also ist das Märchen, vom Kurspushen vorm Zweitlisting völliger Humbug.

Warum ist der Kurs von Eurofins so stark gestiegen ? Weil sie stets ihre Prognosen erreicht/übertroffen haben, einen überragende Marktposition besitzen und bereits profitabel arbeiten.

Die BSE-Tests an lebenden Tieren sind allesamt noch in der Entwicklung. Daher wird noch einige Zeit verstreichen , bis diese ihre Zulassung erhalten.

Momentan ist Prionics die Nr. 1. Das vermutlich auch, weil man neben guten Produkten auch über gute Kontakte verfügt. Diese werden auch weiterhin genutzt um die Position zu sichern.

Eurofins ist ein absoluter Kauf am NM !

Grüße
Shorty  

9045 Postings, 6688 Tage taosDa hat nun eine Kuh BSE. Na und.

 
  
    #9
11.12.00 23:03
Alle sind in Panik. Jetzt essen wir kein Rindfleisch mehr, jetzt machen wir das große Geld.

In England gibt es das Thema ja schon etwas länger. Wie sieht es da aus?
Wird auch kein Rindfleisch mehr verkauft, werden die Leute reich mit BSE Tests?

Ich glaube, es gehen ein paar Tage, oder Wochen ins Land und die Leute haben sich beruhigt. Es werden Rinder unter 30 Monaten geschlachtet werden, bei denen nützen die jetzigen BSE Tests eh nichts. Die Leute werden etwas mehr die Herkunft des Fleischs achten. Vielleicht gibt in Bayern der Metzger den Kindern auch keine Gelbwurst (Bestandteil Hirn) mehr. Was tut sich sonst, die eilig eingerichteten BSE Labors haben nichts zu tun und machen zu.

Sollte jemand einen BSE Test für jüngere und lebende Tiere entwickeln, so könnte das ein gutes Geschäft werden.

Aber das was wir jetzt haben ist mehr ein BSE Feuer.

Taos
 

10680 Postings, 7119 Tage estrichWenn Biotechs versagen, bleiben immer noch...

 
  
    #10
12.12.00 01:42
http://www.boekos.nl/
und
http://www.ato.dlo.nl/

das sind Hersteller von fleischähnlichen Nahrungsmittelprodukten, welche auf Pflanzenbasis für den Vegetarierschlund verkauft werden. So etwas gab es früher immer in der Mensa am vegetarischen Tag. Pfui Spinne, da lob ich mir einen Berliner.
:-)  

545 Postings, 6915 Tage tetsuo@short seller

 
  
    #11
12.12.00 10:07
Hi,
1) seit Eurofins am NM(de) ist haben sie noch keine Q Zahlen gemeldet,
also auch noch keine Prognosen erfüllt.
2) vor dem BSE Hype war sie unter Abgabedruck und ist es jetzt wieder.
3) die Aktie ist teuer. ihr Potenzial beruht ausschliesslich auf
Labordienstleistungen im Lebenmsmittelsektor. Da hier aber die Margen knapp
sind, sind teure Tests auf breiter Basis nicht machbar (auch wenn dies
zynisch klingt und dem Verbraucherinteresse widerspricht. Aber warum
sonst haben wir Massentierhaltung und die BSE Malaise?).
4) von offizieller Seite gibt es eigentlich überwiegend KAUF-empfehlungen,
dies ist der Kontraindikator, sprich, verkauf jetzt (zumindest einen Teil)
und nimm Gewinne. Nach Analystenmeinung ist 36E ein fairer Preis.
5) der Vergleich mit Broadvision ist überhaupt nicht angebracht,
zumal letztere in die 99er Herbstrallye fiel. Der Verkauf von Software
ist hochgradig skalierbar, d.h. um den Verkauf verdoppeln zu können muss
ich kaum investieren (ausser beim Versand). Bei Eurofins müssten erst
neue Labors eingerichtet werden, und sie zahlen Lizenzen, aber erhalten
keine.

Aus den genannten Gründen kann ich Eurofins nicht als klaren Kauf
akzeptieren.

:) tetsuo  

16 Postings, 6772 Tage EminEurofins, jeder redet nur über Eurofins ! o.T.

 
  
    #12
12.12.00 10:38

16 Postings, 6772 Tage Eminzu schneel gedrückt, sorry, was ich sagen wollte,

 
  
    #13
12.12.00 10:51
habt ihr euch mal Genescan angeschaut, bzw. die interessante Auffassung das dieses Unternehmen evtl. Marktführer in Sachen BSE- Schnelltest sein könnte.
Zusammenarbeit mit Prionics AG sind schon längerer Zeit im Gange, den Biochip den Genescan patentiert hat ist auch nicht ohne.
Warum sollten deutsche Firmen nicht von deutschen Firmen profitieren, was meint ihr dazu, wo ist das Vertrauen wohl besser aufgehoben, ich denke das die deutschen Rindfleischerzeuger sehr daran interessiert sind, das Vertrauen Iher Käufer, nämlich wir Bürger zurückzugewinnen, stellt euch vor:

Kaufen Sie Rindfleisch bei uns, getestet von renomierten franz. Labors oder:
Kaufen Sie Rindfleisch bei uns, getestet von deutschen Labors

oder probiert es doch mal mit England, mir geht es hier hauptsächlich über die denkweise vieler Bürger in der BRD. Würdet Ihr eher franz. oder engl. getestetes Rindfleisch kaufen oder ..... ?

Was meint Ihr dazu ?

Gruss an die Arivaner, nach Regen wird auch mal wieder die Sonne scheinen !!

Emin  

545 Postings, 6915 Tage tetsuogetestet und gegessen

 
  
    #14
12.12.00 12:37
Hallo, gestern gab es einen Bericht wonach Plus und Rewe untersagt
wird, wegen Verbraucherirreführung mit "BSE getetstetm Fleisch" zu werben.
Diese Firmen haben unverfroren darauf gesetzt, ihr 20 Monate
altes Bullenfleisch mit dem BSE getestet Label an die Frau zu bringen,
billiger denn je. Dumm nur, dass Frau inzwischen weiss, dann BSE Tests
erst ab 30 Monaten Lebenszeit eines Rindviehs zuschlagen.
D.h. Test negativ heists nicht notwenidigerweise BSE-frei, was aber die
Werbung suggerieren soll.

Sollte also demnächst ein cleveres Unternehmen einen erschwinglichen
BSE Schnelltest auf den Markt bringen, der auch kleinste Spuren
von BSE feststellt, und somit sogar bei Kälbern anwendbar ist,
so wäre dies ein echter Hammer, d.h. ein Investment, das sich lohnen
dürfte. Denn darauf würden sämtliche Handelsketten fliegen.
Wer da nicht mitmacht, wäre aus dem Markt, sprich der Verbrauchergunst.
Der Haken: der Preis des Tests dürfte nicht einen signifikanten Teil
des Erlöses eines Rindes ausmachen, da die Margen bereits jetzt
ausserordentlich angespannt sind, und Mehrkosten weder auf Verbraucher
noch auf Bauern abwälzbar sind.

:) Tetsuo  

545 Postings, 6915 Tage tetsuoweils so schön war

 
  
    #15
12.12.00 13:22
noch ein schmankerl aus dem Performax Biotech Letter:

"Auf europäischer Ebene wurde der Beschluss getroffen, dass alle Risikotiere ab dem 01. Januar 2001 und alle Schlachttiere ab dem 1. Juli 2001 einem BSE-Test unterzogen werden müssen. Die Bundesregierung greift dem EU Beschluss vor und hat letzte Woche in einer Dringlichkeitsverordnung festgelegt, dass ab dem 6. Dezember 2000 in Deutschland für alle Schlachtrinder über 30 Monate ein BSE-Test verbindlich ist. Nur bei einem negativen BSE-Testergebnis darf das Fleisch weiterverkauft werden."

Aha. Haben wir nicht gelernt, dass nach einer wissenschaftlichen Studie
der CMA (Marketing Abteilung der deutschen Lebensmittelerzeuger)
der deutsche Verbraucher das saftige Fleisch eines 20 monatigen
Rindes bevorzugt, und dass sich die Bauern bei ihrer Zucht gefälligst
auf diesen Markt zu fokusieren haben? Darauf ist die Mastzucht
mit Futtermittelzusätzen etc ausgelegt.

Ergo: kein für diesen Durchschnittverbraucher erzeugtes Stückt Fleisch
muss per Gesetz überhaupt getestet werden, und siehe oben,
Spar und Rewe hat man die Werbung mit dem Test untersagt, das nimmt die
Motivation, ihn auch durchzuführen (Kosten sparen, abgesehen davon, dass
er bei einem Rind unter 30 Monaten sinnlos ist).

Wo also ist da noch ein Massenmarkt für BSE Tests auszumachen?

Und noch mehr der Traurigkeiten: treffen wird es vor allem
die Biobauern, die ihre Rindviecher langsam auf der Weide aufziehen
und für diese mehr als 30 Monate alten RinderOpas
als Belohnugn den BSE-Test durchführen MÜSSEN, kostenpflichtig.
Zudem sind dies dann nach Definition Risikotiere, d.h. der Absatz
von Biofleisch dürfte schwieriger werden als der von jungem,
saftigen Mastfleisch! Verkehrte Welt. Die Börse feiert BSE und der Bauer
steht am Abgrund.

:) Tetsuo  

1132 Postings, 7015 Tage ExpropriateurNur ganz kurz, da schon mehrfach gepostet

 
  
    #16
12.12.00 18:05
In NRW beispielsweise werden ALLE Schlachtrinder dem Test unterzogen (auch wenn es nix bringt, ich weiß, Verarschung). Dahin geht der Trend. Niemand wird mehr ungetestetes Rindfleisch kaufen, nur weil es 70 Pfennige / Kilo billiger ist. Egal, wie alt das Rind ist.

Gruß
EXPRO  

3148 Postings, 7024 Tage short-sellerTaos & Tetsuo

 
  
    #17
12.12.00 21:52
Taos: Der BSE-Test (momentan noch an toten Tieren) ist zwingend vorgeschrieben ist. Wann ein besserer Test oder ein Test an lebenden Objekten auf den Markt kommt steht noch in den Sternen und kann Jahre dauern. Bis dahin hat Eruofins den Markt längst unter Kontrolle. Eines wird nämlich vergessen: Eurofins sichert sich schon heute die Kunden und kann diesen dann zu gegebener Zeit auch die besseren Produkte anbieten.

Tetsuo:

Erstmal sei gesagt, daß auch französische Fonds der Mindest-Lock-up-Periode von 6 Monaten unterliegen. Also kann es kaum sein, daß diese momentan beabsichtigen auszusteigen.

Nun zu Deinen Punkten:

1.) Doch, Eurofins hat bereits Zahlen gemeldet- hier nachzulesen:
http://www.vwd.de/news/adhoc/111050.html

Prognosen wurden bereits mehrfach erfüllt (während des Listings am Nouveau Marche )

2) Vor dem "BSE Hype" war nahezu jede Aktie unter Druck. Da ist es natürlich leicht dies zu behaupten.

3) "ihr Potential beruht ausschließlich auf Labordienstleistungen im Lebenmsmittelsektor" ??? Ein wenig sehr eingeschränkt Deine Betrachtungsweise. Die große Ausnahmestellung von Eurofins beruht auf der firmeneigenen SNIF-NMR-Technologie. Mit diesem Bioanalytischen Verfahren können Pharmaka, Lebensmittel, Kosmetika in ihren atomaren Bestandteilen analysiert und mit Hilfe einer Datenbank auf ihre Zusammensetzung und Herkunft überprüft werden.

4.) Tut mir leid, aber es finden sich fast nur Verkaufsempfehlungen. Schau mal bei www.aktiencheck.de nach.

5) der Vergleich mit Broadvision ist angebracht. Die Plazierung fiel im letzten Jahr in eine ähnliche Bösenlage. Aber ich glaube Du hast mich verstanden. Der Vergleich bezog sich weniger auf den Unternehmenszweck, als vielmehr um die Situation. Damals rieten auch alle von Broadvision ab, da der Kurs angeblich künstlich nach oben gezogen wurde. Auf jeden Fall konnten sich die Zeichner bis heute über satte Gewinn freuen.

Grüße
Shorty  

1132 Postings, 7015 Tage ExpropriateurHierzu passt noch die heutige Ad hoc

 
  
    #18
12.12.00 22:08
nachzulesen in den News.


Auf der n-tv - Homepage findet sich heute übrigens folgender ebenfalls interessante Artikel (kann mir nicht vorstellen, daß staatliche Stellen sämtliche DNA-Analysen durchführen sollen):
--------------------------------------------------
Experten halten trotz kritischer Stimmen schon bald einen fälschungssicheren Abstammungsnachweis von Rindern für möglich: Neben Ohrmarke und Begleitpapieren sollte bei jedem Rind bei seiner Geburt eine Gewebeprobe entnommen werden. So könnten nach Expertenansicht Fehler bei der Abstammungskontrolle der Tiere verhindern.

Bisher war es üblich, nur im Zweifelsfall eine Genanalyse zu machen, um die Herkunft nachzuweisen. So auch bei dem an BSE erkrankten Azorenrind, das entgegen Befürchtungen nicht von einer Kuh aus Sachsen-Anhalt abstammen soll. Ein DNA-Test hatte das Gegenteil bewiesen und laut den Göttinger Forschern die Manipulation der Ohrmarke bestätigt.

Zukünftig könnten falsche Verdächtigungen mit Hilfe einer individuellen DNA-Karte schnell ausgeräumt werden. Schon im nächsten Jahr soll eine flächendeckende Gewebedatenbank eingeführt werden. "Mit einer DNA-Probe können wir dann jedes Tier bis zur Wurstscheibe beim Metzger zurückverfolgen", so Prof. Bertram Brenig vom Tierärztlichen Institut der Universität Göttingen.

Gewebeproben verhindern Verwechselungen oder das kriminelle Austauschen von Ohrmarken. In den zentralen Datenbanken, die in Berlin, München und Göttingen eingerichtet werden sollen, können Proben von Zuchttieren bis zu 15 Jahren eingelagert werden. Der finanzielle Aufwand sei "an reinen Sachmitteln nur ein paar Pfennige", verbessere aber schlagartig die Abstammungsprüfung, sind sich das Bundeslandwirtschaftsministeriúm und die deutschen Zuchtverbände einig.
--------------------------------------------------
Ruft man sich hierzu die Eurofins-Pressemeldung vom 19.10.00 in Erinnerung, kann man bereits wieder 1 und 1 zusammenzählen (ich habe da gaaanz viel Phantasie):
Eurofins Scientific eröffnet Europas erstes Speziallabor zur fälschungssicheren Rückverfolgung des Fleisches von  BSE-getesteten Tieren in Deutschland
Das Biotechnologieunternehmen Eurofins Scientific hat soeben Europas erstes Speziallabor für seine zum Patent angemeldete Methode der BSE-Testung und fälschungssicheren Rückverfolgung von Fleischprodukten in Garching bei München in Betrieb genommen. Seit dem 1. Oktober können in dem neuen Labor Gehirnproben von Schlachtungen auf infektiöse Prionen untersucht werden; die Infrastruktur für die Produkt-Rückverfolgung wird in den nächsten Monaten in Zusammenarbeit mit anderen Kompetenzzentren der Gruppe aufgebaut.

Mit der neuen biotechnologischen Methode, die von Eurofins Scientific zum Patent angemeldet wurde, ist erstmals eine zweifelsfreie Rückverfolgung jedes Fleischerzeugnisses zum auf pathogene Prionen getesteten Ursprungstier möglich. Das Verfahren macht sich dabei den genetischen Fingerabdruck zunutze, der für jedes Tier einmalig und unverwechselbar ist. Diese genetischen Merkmale werden bei der Schlachtung des Tieres anhand einer Gehirn-Gewebeprobe bestimmt. An der gleichen Probe wird der Test auf infektiöse Prionen - den Erregern des Rinderwahnsinns, die wahrscheinlich auch die tödliche Creutzfeld-Jacob-Krankheit hervorrufen  - mit einem Testverfahren des Schweizer Unternehmens Prionics durchgeführt. Die Ergebnisse beider Tests werden in einer Datenbank gespeichert und kodiert. Da der genetische Fingerabdruck aus jedem Fleischerzeugnis bestimmt werden kann, ist durch einen Vergleich mit der Datenbank später eine lückenlose Rückverfolgung jedes Produktes zum BSE-getesteten Ursprungstier über einen speziellen Code möglich. Durch Stichproben könnten so etwa auch die Angaben zu einem Fleischprodukt durch Bestimmung des genetischen Fingerabdrucks zu jeder Zeit zuverlässig überprüft werden. Der Test kann problemlos in den Ablauf der Normalschlachtung eingefügt werden, so dass es zu keinerlei zeitlichen Verzögerungen des Schlachtablaufes kommt.

"Im Gegensatz zu der soeben eingeführten Etikettierung von Rindfleisch, die lediglich Informationen über die geographische Herkunft des Fleischs enthält, basiert unser Verfahren auf einem durchgeführten BSE-Test und ist außerdem absolut fälschungssicher, da die genetischen Merkmale eines Tieres und der Fleischprodukte, die aus ihm hergestellt werden, nicht verändert werden können" beschreibt der Vorstandsvorsitzende von Eurofins Scientific, Dr. Gilles Martin, die Vorteile, die das Verfahren für die Sicherheit der Verbraucher besitzt.

Zwar sieht generell die Politik in den EU-Staaten in Sachen BSE derzeit keinen Handlungsbedarf, angesichts der objektiven Sicherheitslücken in einigen bestehenden Kennzeichnungssystemen und der großen Verunsicherung, die die Verbraucher auch nach Einführung der neuen Etikettierungspflicht verspüren, rechnet Dr. Martin jedoch mit einer stark wachsenden Nachfrage nach sicheren Methoden der Rückverfolgbarkeit und Kennzeichnung von Fleischprodukten. In europäischen Ländern wie der Schweiz oder Frankreich, die seit kurzem verstärkte Stichprobentests durchführen, hat sich eine vorher unentdeckte Verseuchung von 3-4 Promille der Rinder (Schweiz) herausgestellt - dies ist bei einer stets tödlich verlaufenden Krankheit ein für viele nicht hinnehmbares Risikopotential. "Wir stehen für die neue Niederlassung in Garching bereits seit einiger Zeit in engem Kontakt mit großen Interessenten aus Handel und Produktion, die sich Kapazitäten unseres neuen Labors sichern wollen " begründet Dr. Martin diese Einschätzung.

Mit rund 5 Mio. Rindern, die pro Jahr alleine in Deutschland geschlachtet werden, stellt sich ein Marktpotential dar, das interessante Wachstumsperspektiven für Eurofins Scientific mit seiner neuen Technologie bietet. Die Logistik zur Handhabung einer großen Anzahl von Testproben ist zur Zeit im Aufbau begriffen und wird in 6-12 Monaten abgeschlossen sein. Zur Zeit können im Garchinger Labor etwa 24.000 Proben jährlich verarbeitet werden. Je nach Nachfrage kann die technische Ausstattung kurzfristig für die Bearbeitung von bis zu 120.000 Proben jährlich ausgebaut werden. Im nächsten Schritt werden dann auch in anderen europäischen Ländern weitere Labors mit der neuen Technologie ausgestattet oder neu eröffnet.

Das neue Labor ist der erste Schritt zum Aufbau eines europaweiten Netzes, in dem das einzigartige Verfahren angeboten werden soll. Mit dem Garchinger Standort ist das französische Unternehmen, das am 26. Oktober diesen Jahres erstmals auch am Neuen Markt in Frankfurt notiert sein wird, nun mit sechs seiner international 30 Niederlassungen in Deutschland präsent. Der Aufbau eines europäischen Netzes zur Anwendung des neuen Verfahrens sieht Dr. Martin als wichtigen Schritt zur Etablierung eines Gütesiegels, das den Verbrauchern mit maximaler Zuverlässigkeit höchste Sicherheit beim Schutz vor BSE gewährleisten kann. Für Unternehmen, die, wie der Babynahrungshersteller Hipp traditionsgemäß die höchsten Sicherheitsansprüche an ihre Produkte stellen und mit den modernsten Methoden des Qualitätsmanagements realisieren, stellt das neue Verfahren daher auch eine interessante Möglichkeit dar, ihren Kunden die Sicherheit ihrer Produkte noch transparenter zu machen. Das Verfahren kann in Deutschland von Unternehmen problemlos als freiwilliges Instrument zur Qualitätszertifizierung genutzt werden. Die Einführung eines europäischen Gütesiegels und einer sicheren Zertifizierung der Produktqualität sieht Dr. Martin als einzigen Weg, das verlorengegangene Vertrauen der Verbraucher auf lange Sicht zurückzugewinnen. "Unsere Technologie, das internationale Labornetzwerk und unsere Logistik könnten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten."

Gruß
EXPRO  
 

545 Postings, 6915 Tage tetsuoPositionierung von Eurofins

 
  
    #19
13.12.00 09:32
Hallo,
noch kurz zu Short-Sellers Gegenargument und dem Lock-Up:
für die am Noveau Marchee gelisteten
(ursprünglichen) Aktien ist der Lock-Up schon längst weg, also
hindert dies die französichen Fonds nicht, Gewinne zu nehmen.

Eurofins ist bei der Rückverfolgung von Lebensmitteln gut positioniert.
Dass sie zB bei der Fleischlogistik eine herausragende Rolle spielen
könnten (Phantasie) ist ein guter Punkt. Ich sehe nur die Bedeutung
der BSE Tests als eher marginal für Eurofins, und wie dargelegt, ist
überhaupt unklar, wie viele BSE Tests letztendlich ausgeführt werden,
die Gesetzeslage (siehe oben) schreibt dies nur für Rinder vor, die älter
als 30 Monate sind.

Und zur Rückverfolgung der Lebensmittel: technisch gesehen ist das Potenzial
gegeben, aber ob der Markt da ist, und mit welchen Margen, sehe
ich eher mit Risiko behaftet. Grund: in der Lebensmittelindustrie
wird hart um Marktanteile in Europa gekämpft, die Margen sind knapp,
Tests welcher Art auch immer belasten durch Kosten (die die Margen
schmälern). Also werden nur Tests durchgeführt, die zwingend vorgeschrieben
sind, oder aus Marketinggründen heraus opportun erscheinen.
Derzeit sind BSE Tests opportun, aber die Kosten von 100DM stellen einen
nicht vernachlässigbaren Anteil des Wertes eines Rinds dar
(kommt natürlich an, wo in der Verwertungskette man ansetzt, ich gehe
vom Rind ab Bauer aus.)

:) Tetsuo  

3148 Postings, 7024 Tage short-sellerNochmal Tetsuo:Altaktionäre können NICHT verkaufen

 
  
    #20
13.12.00 22:04
Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen, habe ich die entsprechende Stelle aus dem Regelwerk der DBAG kopiert. Es gilt für alle NM-Unternehmen, egal ob es sich um ein Zweitlisting handelt oder nicht. Es ist auch unerheblich ob es sich bei den Altaktionären um Privatanleger, Fonds oder VC-Gesellschaften handelt.

In Punkt 7.2.9 (Veräußerungsverbot) heißt es: "...innerhalb eines Zeitraums von 6 Monaten ab dem Datum der Zulassung der Aktien zum Neuen Markt keine Aktien direkt oder indirekt zur Veräußerung innerhalb dieses Zeitraums anzubieten, zu veräußern, anzukündigen, ..."

Das Potential von Eurofins ist enorm. Denn ganz im Gegenteil zu dem was Du behauptest, wird der Markt weiter zunehmen. Laufend gibt es neue Lebensmittelskandale und neue Krankheiten werden entdeckt. Dies verunsichert  zunehmend die Verbraucher. Die Verbraucher aber wollen Gewissheit, ein "reines" Produkt zu konsumieren. In Marktumfragen sind auch die meisten bereit, sich diesen Service ein paar Pfennig mehr kosten zu lassen. Der BSE-Schnelltest belastet das Kilo Rindfleisch übrigens mit gerade einmal 30 Pfennig.

Genau das ist nämlich der Hintergrund des rasanten Wachstums von Eurofins. Nicht umsonst sind alle großen Lebensmittelkonzerne auf der Kundenliste dieses einzigartigen Unternehmens.

Die Entwicklung von Eurofins wird auch in den nächsten Jahren rasant zunehmen und diesen Wert zu einem Outperformer machen.

Grüße
Shorty  

9045 Postings, 6688 Tage taosFrisch aus den Nachrichten.

 
  
    #21
17.12.00 14:13
13:00 Pharma-Konzern arbeitet an neuem BSE-Test für lebende Rinder

Hamburg: In Deutschland gibt es möglicherweise schon bald einen neuen BSE-Test, der an lebenden Rindern durchgeführt werden kann. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, arbeitet der Pharma-Konzern Boehringer-Ingelheim an einem entsprechenden Verfahren. Dabei soll der Erreger der Rinderseuche BSE im Blut der Tiere nachgewiesen werden. Die bisherigen Schnelltests können nur an geschlachteten Rindern durchgeführt werden. Damit könnten durch das neue Testverfahren Notschlachtungen von ganzen Rinderherden vermieden werden. Außerdem ist das neue Verfahren um rund 50 Mark billiger als der jetzige Schnelltest.

Taos
 

55196 Postings, 7084 Tage KickyDer Neue Test von Boehringer soll im Herbst 2001

 
  
    #22
17.12.00 15:36
zur Verfügung stehen und laut MDR-radio 150.-DM kosten.Er kann sehr schnell durchgeführt werden -und vor allem an lebenden Rindern.  

337 Postings, 6804 Tage Krisrenaleider hat sich der BSE - Verdachtsfall

 
  
    #23
17.12.00 17:58
in Kempten bestätigt. Mit einem speziellen Test sei die Krankheit eindeutig
nachgewiesen worden.
Nicht genug damit : 2 weitere Verdachtsfälle wurden heute in der Oberpfalz entdeckt ....
Und wie reagiert der Aktienkurs von Eurofins? Bei Lang&Schwarz mit steigender Tendenz.Noch wird jede Meldung dieser Art - so traurig diese ganze Geschichte auch ist - den Aktienkurs gen Norden lenken.  

3140 Postings, 6969 Tage healNur so ein Gefühl, ich denke das ist erst die

 
  
    #24
17.12.00 19:42
Spitze des Eisbergs und es werden noch viele BSE Fälle entdeckt werden. Weiterhin glaube ich, das es nicht nur vom Tiermehl alleine kommt, sondern da noch etwas anderes im Spiel ist was die Wissenschaftler nur noch nicht entdeckt haben.
Heal  

3148 Postings, 7024 Tage short-sellerNeue Tests

 
  
    #25
26.12.00 22:07
stehen erst noch in der Entwicklung. Auf Grund der starken Marktstellung wird sich Eurofins sicherlich auch andere Rechte sichern. Mitten im BSE-Fieber wird derzeit ganz vergessen, daß die BSE-Tests auch nur ein kleiner Teil von Eurofins sind.

Grüße
Shorty  

3839 Postings, 7174 Tage HAHAHAwenn die Boehringer Test halten, was sie versprech

 
  
    #26
27.12.00 10:37
en, dann sollte man Boehringer Aktien kaufen (ist nur leider nicht börsennotiert).

Gruss
haha  

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