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Nach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik


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Neuester Beitrag: 18.11.19 17:28
Eröffnet am: 18.05.09 14:06 von: Libuda Anzahl Beiträge: 5.305
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Forum: Börse   Leser heute: 1
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50437 Postings, 5441 Tage LibudaNach der Kaufpanik ist vor der Kaufpanik

 
  
    #1
39
18.05.09 14:06
Guter Artikel:

"Der flotte Spruch beschreibt recht treffend das Geschehen an den Finanzmärkten in den letzten Wochen. Der Markt will einfach nicht „richtig“ korrigieren. Bis auf ein, zwei schwache Tage und schon geht es munter weiter. Hinter den Kulissen der Indizes findet sehr wohl eine Konsolidierung statt. In einer wahnsinnig schnellen Branchenrotation gibt es auf der einen Seite Ausbrüche, während andere Branchen solide korrigieren. In der Summe der Indizes geht diese differenzierte Entwicklung leider unter.



Der Markt tut wieder einmal nicht das, was die meisten von ihm erwarten. Und was erwarten „die meisten“? Neben den bekannten Indikatoren bieten Schlagzeilen einen Hinweis. Dazu zitierte ich in der letzten Ausgabe der Investment Ideen willkürlich einige Schlagzeilen (Auszug):

Die „Vermögensprofis trauen der Aktien-Rallye nicht“ titelt Welt Online in ihrer Ausgabe vom 8. Mai 2009. „…erfahrene Vermögensverwalter sind skeptisch: Die Rallye könnte schon bald ein jähes Ende haben“ fährt der Verfasser fort.

Auch das Handelsblatt fragt sich in der Onlineausgabe vom 9. Mai: „Dax-Ausblick: Rally – wie lange noch?“ Darin heißt es weiter „…Marktbeobachter bleiben vorsichtig und warnen vor Rückschlägen. Denn eine solche Entwicklung gab es schon einmal.“

Bei Spiegel Online warnen Experten gleich vor dem nächsten Crash: „Jetzt drängen Großinvestoren mit Macht zurück in den Markt, aus Angst, den Boom zu verpassen. Experten halten die Hausse allerdings für einen Zwischenspurt - und warnen vor dem nächsten Crash.“ (Quelle: Spiegel Online vom 9. Mai 2009).

Wohin man auch schaut, der Pessimismus hat Hochkonjunktur. Stimmungsindikatoren bestätigen das negative Sentiment. Positive Nachrichten und Anzeichen einer Stabilisierung der Weltwirtschaft finden kaum Gehör. Bei so viel Pessimismus ist es kein Wunder, das die Börsen bisher nicht "richtig" korrigieren wollen. Man muss kein Hellseher sein, dass die gleichen Schwarzseher ihre „Prophezeiungen“ unter dem Druck des Marktes um 180 Grad drehen oder anpassen werden, wenn die Börsen weiter steigen.

Bekanntlich haben jene Experten immer Recht, zumindest im Nachhinein. Schade nur, dass selbst einige der klügsten Wirtschaftwissenschaftler das Debakel der Finanzkrise nicht in vollem Umfang haben kommen sehen oder zumindest davor gewarnt haben. Meine Hochachtung gilt denjenigen Konjunkturforschern, die öffentlich zugeben, dass Sie davon überrascht wurden. Die Wirklichkeit ist zu komplex, um sich mit idealisierten Modellen 100prozentig einfangen zu lassen. Die Geschichte der Finanzmärkte ist voll von Beispielen, wo Elfenbeintürme einstürzten. Etwas mehr Bescheidenheit bei unseren Prognosefähigkeiten stünde uns allen gut. Die aktuelle Krise dürfte wie so viele vorher bald in Vergessenheit geraten und die Gläubigkeit an unfehlbare Modelle zur Risikosteuerung sowie die Beherrschbarkeit des Marktes wieder die Oberhand gewinnen – bis zum nächsten Debakel.

Warum richtet man sein Handeln nicht an dem tatsächlichen Verhalten des Marktes aus, zumindest wenn man als Händler Geld verdienen möchte? Vielleicht weil der Mensch es nicht wahrhaben will, mit der Unsicherheit zu leben? Nur so lässt sich die Prognosesucht und Gottgläubigkeit an selbsternannte Gurus erklären. Neurologen begründen solche Verhaltensweisen mit Dopamin und anderen Wirkstoffen in unserem Körper. Eine weitere Erklärung könnten die in unserer 10.000jährigen Geschichte antrainierten menschlichen Verhaltensweisen sein, die zwar einem Neandertaler im Überlebenskampf halfen, aber in der Börsenwelt des 21. Jahrhundert zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen. Keine Frage, Prognosen sind durchaus hilfreich, um bestimmte Chance- / Risikoverhältnisse einschätzen zu können, aber man sollte realistisch bleiben: Es bleibt eine Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten. Keiner kennt die Zukunft. "  
4280 Postings ausgeblendet.
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50437 Postings, 5441 Tage LibudaBuffetts Fazit:

 
  
    #4282
03.03.18 21:59

Auf lange Sicht begehen die Investoren einen schrecklichen Fehler, wenn sie sagen, dass ein aktienlastiges Portfolio riskanter sei als ein anleihenlastiges Portfolio. Doch viele renommierte Investment-Institutionen wie Pensionskassen und College-Stiftungen machen diesen Fehler regelmäßig. Wenn Risiko bedeutet, Wachstum zu garantieren, kann ein langfristiges, Anleihen-Portfolio ein höheres Risiko haben als ein Portfolio, das aus mehr Aktien besteht.

https://www.fool.de/2018/03/03/...ecklichen-fehler/?rss_use_excerpt=1
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaSummers zweifelt an der Nachhaltigkeit

 
  
    #4283
01.05.18 12:36
https://finance.yahoo.com/news/...growth-unsustainable-102705629.html  

50437 Postings, 5441 Tage Libudazu 4263: Nicht vergessen darf man dabei, dass im

 
  
    #4284
01.05.18 12:42
Hinterkopf von Summers die These von der säkularen Stagnation herumspukt, die er aus meiner Sicht nicht ausreichend begründen kann.

Schon seit Karl Marx spukt diese These durch die Welt - und diesem Jahr feiern wird mal wieder ein rundes Ereignis auf Karl.  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDa ist noch Luft bis 20

 
  
    #4285
09.05.18 17:33
wenn es nicht zu einem dramatischen Anstieg der langfristigen Zinsen kommt, wovon ich nicht ausgehe. Auf welchem Weg mit Sprüngen nach oben und unten lässt sich nur schwer erahnen.

S&P 500 P/E Ratio Forward Estimate:
16.56 for Q4 2019
https://ycharts.com/indicators/sandp_500_pe_ratio_forward_estimate
 

50437 Postings, 5441 Tage Libuda"Unser Fazit" ist auch meines

 
  
    #4286
01.06.18 22:17
Unser Fazit

Mit steigender Inflation wird in den nächsten Monaten die Thematik des realen Werterhalts wieder mehr und mehr auf die Tagesordnung gelangen. Konservativen Anlegern wird weiterhin schmerzhaft vor Augen geführt, dass Festgeldanlagen kein probates Mittel gegen den realen Kaufkraftverlust sind, welcher sich bei ansteigender Inflation und weniger dynamisch reagierenden Zinsen zusätzlich verschärfen kann. Die jüngsten Turbulenzen in der italienischen Politik legen den Schluss nahe, dass die EZB von ihrer Niedrigzinspolitik nicht schlagartig abrücken kann. Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass eine fortgeführte Straffung der Geldpolitik weiterhin nur im Schneckentempo ablaufen wird. Um den realen Wertverfall des eigenen Vermögens zu verhindern, sind deshalb für wachstumsorientierte Anleger auch in Zukunft alternative Konzepte wie Unternehmensbeteiligungen (in Form von Aktien) gefragter denn je.

https://email.t-online.de/...1370744175075110&method=showReadmail
 

50437 Postings, 5441 Tage Libudabuffett-blankfein-jones-nur-kurzes-saebelrasseln

 
  
    #4287
27.06.18 13:31
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...saebelrasseln-usa-china  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaEinnert mich an Camel und Gunter Gabriel

 
  
    #4288
22.08.18 09:36
https://www.marketwatch.com/story/...-20?siteid=yhoof2&yptr=yahoo  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaBankazubis sollten die Diskussion zu Wechselkursen

 
  
    #4289
21.11.18 21:11
Fachleuten überlassen - selbst wenn für sie Ghostwriter agieren:

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...aender-falsche-waehrung  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDie Anpasung war okay - Übertreibungen sind

 
  
    #4290
04.12.18 22:17
Kaufchancen, denn bekanntlich hat die Börse 11 der letzten 5 Rezessionen vorausgesagt.

https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/...-minus-dow-161315394.html


Meines Erachtens sollte man die Divergenzen beachten: Überbewertungen verkaufen und Unterbweertungen kaufen, denn m.E. waren die Divergenzen selten so groß wie heute.
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaSehr interessanter Artikel zur Zinsentwicklung

 
  
    #4291
15.12.18 09:56
https://www.dasinvestment.com/...uer-dauerhaft-niedrige-zinsen-sorgt/  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDie Korrektur von Übertreibungen ist gesund

 
  
    #4292
26.12.18 12:21
aber für weitere Abwärtsbewegungen sehe ich momentan wenig Gründe, da die Fundamentals überwiegend okay sind und der Pessismus abgrundtief ist. Vor allem wird m.E. die Höhe des "natürlichen Zinses", also des Kapitalmarktzinses, der sich ohne staatliche Eingriffe aufgrund von Angebot und Nachfrage ergeben würde, überschätzt.

Und das ist nun einmal der maßgebliche Zins (erhöht um Risikoprämien), mit dem zukünftige Zahlungsströme auf den heutigen Zeitpunkt diskontiert werden.
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaWenn sich das etwas legt, kann die Fed

 
  
    #4293
26.12.18 16:23
wieder "friedlicher" werden. Zu gute Nachrichten können für die Börse auch manchmal schlechte Nachrichten sein, wenn gute Konjunktur durch Zinssteigerungsbefürchtungen überkompensiert wrd.

The industry is seeing favorable results this year, largely in part because of a robust consumer confidence, a key indicator for retail spending.

“We saw low unemployment numbers, rising wages and falling gas prices that help Main Street businesses. We haven’t seen such consumer confidence in 18 to 20 years,” said Hurst.
We expect strong retail sales this holiday between 4.3 and 4.8 percent nationally,” Cullen said.

https://www.bostonherald.com/2018/12/22/holiday-retail-sales-strong/
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaUnd auch der gesunkene Ölpreis, der sich bald

 
  
    #4294
26.12.18 21:06
in niedrigen Preissteigerungsrate niederschlagen wird, eröffnet dem Fed-Chef in Sachen Zinsen "Kreide zu fressen",  ohne in den Verdacht zu geraten, dass er ein Vasall von Trump sei.

Das muss uns nicht unbedingt wieder auf das überzockte Niveau zurückführen, weniger tut es auch.
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaNicht ist so alt wie Nachrichten von heute, die eh

 
  
    #4295
26.12.18 21:41
nur so wichtig sind, als ob in China ein Sack Reis umfällt.

https://www.t-online.de/finanzen/boerse/news/...zember-seit-1931.html


 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaUnd noch ein Rat

 
  
    #4296
26.12.18 22:53
Vergesst alle Kommentare zum zeitlichen  und höhenmäßigen Ablauf von angeblichen Bären- und Bullenmärkten, die weit und auch nah in die Geschichte zurückgreifen: Da gab es keine oder fast keine Hedgefunds, keine von Computern gesteuerten Handel und viele weite Neuerungen auch nicht.  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaMeines Arachtens eine angemesse Reaktion

 
  
    #4297
20.03.19 20:59
https://www.ariva.de/news/...chwaecheres-wachstum-und-weniger-7477521  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaÄnderung der Zinsprognose von GS

 
  
    #4298
16.04.19 13:19
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/...chselt-fed-prognosekurs  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDas poste ich schon weit über ein Jahrzehnt

 
  
    #4299
08.06.19 17:16
http://www.deraktionaer.de/aktie/...d-laecherlich-guenstig-476760.htm  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDas Shiller-KGV wird bei der Annahme steigender

 
  
    #4300
27.07.19 11:29
Kurse in 2019 sinken, weil immer mehr von den extrem niedrigen Gewinnen in 2009 wegfällt:

https://www.multpl.com/s-p-500-earnings  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaIch erkenne da keinen Überschwang

 
  
    #4301
1
04.08.19 16:05
https://www.onvista.de/index/MSCI-WORLD-Index-3193857

Denn wird befinden uns fast auf dem selben Level wie vor einem Jahr und hatten in den letzten 10 Jahren eine Verdoppelung, was in etwa 7% pro Jahr sind.

Daher kann man m.E. die Weltuntergangszenarien getrost in die Tonnen klopfen.  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDas heißt aber nicht, dass ich in den nächsten 10

 
  
    #4302
04.08.19 18:08
Jahren von einer weiteren Verdoppelung ausgehe, da ich im nominalen BIP-Wachstum den begrenzenden Faktor sehe - und da ich gehe bei der Inflationskomponente von noch niedrigeren Werten aus als in den letzten Jahren.

Aber 5% im Jahr sind ja auch schon mehr als nichts.  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaDon't Panic About the Inverted Yield Curve

 
  
    #4303
31.08.19 08:08
VIDEO: Don’t Panic About the Inverted Yield Curve
August 29, 2019

https://finance.yahoo.com/news/...b-lAPtG5wPU0MTOkAbSwcf0b8S3QhR9TLLG
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaInteressante Argumente

 
  
    #4304
04.09.19 22:40
https://www.schroders.com/de/de/privatanleger/...ausblick-august-2019  

50437 Postings, 5441 Tage LibudaEinkaufsmanagerindex

 
  
    #4305
05.11.19 17:22
USA: Stimmung im Dienstleistungssektor hellt sich überraschend deutlich auf
Dienstag, 05.11.2019 16:23 von dpa-AFX - Aufrufe: 200

TEMPE (dpa-AFX) - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im Oktober überraschend deutlich aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) sei um 2,1 Punkte auf 54,7 Zähler gestiegen, teilte das Institut am Dienstag in Tempe mit. Analysten hatten lediglich einen Anstieg auf 53,5 Punkte gerechnet.

Der ISM-Index gilt als zuverlässiger Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA. Indexstände von über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen./jsl/he

https://www.ariva.de/news/...dienstleistungssektor-hellt-sich-7951392
 

50437 Postings, 5441 Tage LibudaEigentlich ganz einfach: Das Ei von McKinsey

 
  
    #4306
18.11.19 17:28
"Um ein Produktivitätswachstum auf dem Niveau der Jahre vor der Finanzkrise von mehr als 2% pro Jahr zu erreichen, ist dem MGI zufolge zweierlei erforderlich: Erstens eine stärkere Investitionstätigkeit sowie Stabilisierung der Nachfrage und zweitens eine schnellere Digitalisierung. Um die Nachfrage zu stabilisieren und Investitionen zu steigern, sind stärkere staatliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung, eine wirksame Entlastung einkommensschwacher Konsumenten sowie eine intensivere Förderung von Aus- und Weiterbildung vonnöten."

https://www.mckinsey.de/news/presse/...-mehr-investitionen-uberwinden
 

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