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Geheimnisvollstes Buch der Welt


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Neuester Beitrag: 14.08.06 20:40
Eröffnet am: 12.12.05 09:16 von: bammie Anzahl Beiträge: 24
Neuester Beitrag: 14.08.06 20:40 von: bammie Leser gesamt: 7.636
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8970 Postings, 5866 Tage bammieGeheimnisvollstes Buch der Welt

 
  
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31
12.12.05 09:16
Unbekannte Schrift, seltsame Pflanzen: Immer mehr Experten spekulieren über die Rätsel des spätmittelalterlichen Voynich-Manuskriptes. Birgt es das Wissen der Alchimisten?

von Ulli Kulke

Die Signatur des Werkes lautet "MS 408". In der Bibliothek der Yale-Universität ist es der bestgehütete Schatz. Noch besser gehütet aber ist das Geheimnis, das er in sich birgt. Der Katalogtext ist vielsagend: "Verschlüsseltes Manuskript. Wissenschaftlicher oder magischer Text in nicht identifizierter Sprache, in Geheimschrift. Mitteleuropa (?), XV. bis ausgehendes XVI. Jh. (?)" Wer sich "MS 408" ansehen will, auf dem Campus gut zwei Stunden nördlich von New York, muß lange vorher anfragen. Eine dreiviertel Stunde bekommt er mit Glück, und umblättern darf immer nur die Dame aus der Verwaltung.

Doch selbst wenn er drei Tage oder vier Wochen Zeit bekäme - lesen könnte der Besucher das Buch nicht. Die 262 illustrierten und eng beschriebenen Seiten dürften auch ihm verschlossen bleiben. Pflanzen, die keiner kennt, Schriftzeichen, die niemand zuvor sah; unscharf erinnern sie an Sanskrit oder thailändische Lettern. Bis heute sind an der Entzifferung des Werkes noch alle gescheitert, in der Renaissance-Wundertäter und Aufklärer gleichermaßen, im 20. Jahrhundert Kryptologen, Experten für militärische Codes, Enigma-Entschlüssler, und in unseren Tagen eine unüberschaubare Gemeinde von "Voynicheros" im Internet. Jetzt ist ein Buch über all die erfolglosen Versuche auch auf deutsch erschienen, und so dürfte die Gemeinde auch hierzulande anwachsen. Kenntnisse von frühneuzeitlichen Geheimbünden oder Alchimisten könnten beim Entziffern helfen. Oder ist alles nur Schabernack, eine Narretei von vor 500 oder sogar 800 Jahren?

Herkunft und Zwischenstationen des wohl rätselhaftesten Werkes der Literaturgeschichte sind nicht minder geheimnisumwoben. Es war 1912, als Wilfried Voynich, in London lebender polnischer Freiheitskämpfer und Antiquar, in einer alten Truhe einen Band mit merkwürdigen Handschriften entdeckte. "Auf einem alten Schloß in Südeuropa", wie er kryptisch zu erklären pflegte.

Der genaue Fundort sollte erst im Jahr 1960, lange nach seinem Tod, ans Licht kommen: Die Truhe stand in der Villa Mondragone in Frascati, einem Jesuitenkolleg südlich von Rom. Die Patres brauchten damals Geld, um ihr Haus zu renovieren, also veräußerten sie seltene Manuskripte. Die geheimnisvollen Blätter mögen Voynich ins Auge gestochen sein, elektrisiert hat ihn aber erst ein beigeheftetes Schreiben, das das ganze Werk geradezu adelte. Es war ein Brief, verfaßt von einem gewissen Joannes Marcus Marci, datiert in Prag am 19. August 1666, gerichtet an einen Freund namens Athanasius Kircher. Und darin las Voynich unter anderem: "Dr. Raphael, ein Lehrer der böhmischen Sprache am Hofe Ferdinands II., damals König von Böhmen, berichtete mir, das Buch habe Kaiser Rudolf gehört, der dem Überbringer sechshundert Dukaten dafür bezahlte. Er glaubt, der Verfasser sei Roger Bacon." Der frühere Besitzer, so schrieb Marci weiter, "hat sich dem Entziffern unermüdlich gewidmet, wie aus seinen Versuchen hervorgeht, die ich Euch ebenfalls übersende; die Hoffnung versiegte erst am Ende seines Lebens, seine Mühe war umsonst."

Kaiser Rudolf II., gekrönt 1576, verstorben 1612, war Urenkel von Johanna der Wahnsinnigen. Seine Überspanntheit, die Melancholie, der Glaube, selbst verhext zu sein, all dies führen viele Historiker auf das damalige Habsburger Erbgut zurück. Ein Porträt von ihm ist wohlbekannt; gemalt von Giuseppe Arcimboldo, der das Antlitz des Herrschers 1590 aus Obst, Gemüse und Wurzeln zusammenkomponierte. Rudolf machte um 1600 Prag zur kaiserlichen Hauptstadt, die Metropole der Astronomen und Astrologen, der Rosenkreuzer und anderer Geheimbünde, der mysteriösen Experimente von Alchimisten auf ihrer Suche nach dem Stein der Weisen, mit dem man Gold schöpfen wollte. Der Ort, wo der Kunstmensch Golem durch die Gassen spukte. Esoteriker, würde man heute sagen, beherrschten die Szene, und sie brachten die Stadt zu kultureller und wirtschaftlicher Blüte, während von Ungarn her die Türken dräuten und am Vorabend des Dreißigjährigen Krieges der Apokalyptische Reiter bereits da war.
                    §
Ist der Voynich-Code, wie das Manuskript heute genannt wird, ein Werk aus jener Zeit, aus dem 16. Jahrhundert? Gar eine Mitteilung eines Glücklichen, der aufzeichnen wollte, welche Gewächse man braucht, um dem Stein der Weisen Wirkmacht zu verleihen, und es dann doch lieber geheimhielt?

Der Beipackzettel allerdings brachte Roger Bacon als Autor ins Spiel, einen englischen Gelehrten aus dem 13. Jahrhundert, der in Paris und Oxford der Naturwissenschaft nachging und den Beinamen Dr. Mirabilis trug - der "Bewundernswürdige". Für seinen Freund Papst Clemens IV. erklärte er die ganze Welt in drei Büchern, "Opus maius", "Opus minor" und "Opus tertium". Bacon, eine Art Frühaufklärer, schrieb gegen die scholastische Vermengung von Glaube und Wissenschaft an, saß deshalb trotz seiner Beziehungen zehn Jahre in Klosterhaft. Ihm wird nachgesagt, er habe knapp 100 Jahre vor Berthold Schwarz bereits das Schießpulver gekannt. Beschrieb er etwa den explosiven Stoff in jenen chiffrierten Lettern? Ein hochbrisanter Kassiber aus der Mönchszelle?

Offen ist, wer das Manuskript Kaiser Rudolf übergab. Manches spricht für John Dee, auch Alchimist und eine der bizarrsten Gestalten des frühneuzeitlichen Okkultismus, dessen Vater Weinhändler und Freund des berüchtigten englischen Königs Heinrich VIII. war, der selbst von Queen ("Bloody") Mary protegiert wurde und auch zu anderen Monarchen persönliche Beziehungen unterhielt. Um 1585 hielt er sich am Prager Hof von Kaiser Rudolf auf, gemeinsam mit seinem Bruder im Geiste, Edward Kelley, einem fanatischen Bücherfreund. Die Stadt war bereit für solche Zeitgenossen, und wo immer sie auftauchten, führten sie Goldmacher-Experimente vor oder verkündeten die baldige Ankunft des Antichristen. Zogen sie das Buch dabei aus ihrem Zauberkasten?

Neben nackten Nymphen, rätselhaften Rosetten, allerlei Flora und Fauna, ja sogar klar zu erkennenden, überdimensionalen Eierstöcken sehen Voynich-Forscher heute in dem Werk Dinge, die es eigentlich gar nicht gab: Sonnenblume und Cheyenne-Pfeffer etwa, die aus Amerika kamen. Handelt es sich dabei tatsächlich um solche Exoten, fiele Bacon als Autor aus, falls er nicht 250 Jahre vor Kolumbus von der Neuen Welt gehört hatte.

Kelley indes war allbekannt als Fälscher, hatte sogar ausgiebige Gefängniserfahrung. Deshalb und wegen der amerikanischen Pflanzen meinen manche Experten, Dee und Kelley hätten selbst die Pergamente vollgekritzelt und sie als jahrhundertealte Weisheiten verkauft; an den Kaiser für 600 Dukaten - damals das Vielfache des Jahreseinkommens eines Handwerksmeisters.

Welchen Weg die Schrift nach dem Anschreiben jenes Marci bis zu Voynichs Fund 1912 in der Truhe nahm, weiß niemand. Bekannt ist lediglich, daß nach Voynichs Tod 1930 und dem seiner Frau Ethel 1960 die Sammlung an seine Sekretärin ging, die sie an den New Yorker Buchhändler Hans-Peter Kraus für 24 500 Dollar verkaufte (der 1978 auch in Deutschland bekannt wurde, als er dem Mainzer Gutenberg-Museum für 3,7 Millionen Mark eine Gutenberg-Bibel verkaufte). Als Kraus seine schwindelerregenden Preisvorstellungen für das Voynich-Manuskript nicht realisieren konnte, verschenkte er es an die "Beinicke Rare Book and Manuscript Library" der Yale-Universität. Kurz darauf wurde der Wert auf bis zu 500 000 Dollar geschätzt.

Bislang läßt Yale keine Altersbestimmung der Blätter im Labor zu, so daß nicht mal klar ist, ob sie aus dem 13. oder dem 16. Jahrhundert stammen. Oder gar aus dem 20., aus der Feder von Voynich höchstpersönlich? Kurz nach ihrem Auftauchen 1912 jedenfalls setzte die im 17. Jahrhundert offenbar unterbrochene Dechiffrierarbeit wieder ein. Gleich der erste Forscher, der bekannte Altphilologe William Newbold von der Universität Pennsylvania, erklärte lauthals die erfolgreiche Entschlüsselung; sein Ruf war ruiniert, als sich alles als haltlos erwies. Alle bekannten Pfade der Decodierung wurden sondiert: Man vermaß die sogenannte Entropie der "Schriftzeichen", den Grad ihrer Zufälligkeit in der Abfolge; man suchte anhand ihrer Häufigkeitsverteilung Parallelen zu herrschenden Sprachen; bald schon konnte man alle üblichen Chiffriermethoden wie etwa die einfache Parallelverschiebung zweier Alphabetreihen ausschließen. Kopfzerbrechen bereitete allein schon die Frage, um wie viele unterschiedliche Zeichen es sich handelte. Professor John Manly, ein im Ersten Weltkrieg erfolgreicher Codeknacker, der über die gesamten zwanziger Jahre über dem Manuskript grübelte, blieb erfolglos wie viele andere.

Der brasilianische Mathematiker Jorge Stolfi meinte entdeckt zu haben, daß die Worte durchweg aus drei Silben bestehen. René Zanderbergen, Ingenieur bei der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) will mit Computerhilfe erkennen, daß der Manuskripttext immerhin Bedeutung habe. Gordon Rugg, Informatiker der britischen Keele-Universität, benutzte ein Cardan-Gitter, ein elisabethanisches Spionagewerkzeug, zur Textanalyse.

In der Zeitschrift "Cryptologia" resümierte Rugg dann in einem Beitrag unter dem Titel: "Ein eleganter Scherz". Freilich mit dem Untertitel: "Eine mögliche Lösung des Voynich-Rätsels". Es gibt eben viele Möglichkeiten, die der Code uns bietet. Und es steht zu fürchten, daß die Suche nach der einzig wahren ebenso erfolglos bleiben wird wie die nach dem Stein der Weisen. Besser gesagt: Es steht zu hoffen. Denn der Zauber jener Schrift verflöge genauso wie der des Goldes, wenn erst beide Rätsel gelöst wären.

Gerry Kennedy, Rob Churchill: Der Voynich-Code. Das Buch, das niemand lesen kann. Verlag Zweitausendeins, 312 S., 24 Euro.

Artikel erschienen am Mo, 12. Dezember 2005, welt.de  

26159 Postings, 5703 Tage AbsoluterNeulingVermutlich...

 
  
    #2
5
12.12.05 10:08

...halten es alle falsch herum.

Cheers,
AN


Angeekelter Neuling

Eine ...be happy and smile findet statt.

geschichtsunterricht ist das eine,
die wahrheit oftmals eine andere.
war in meck/pomm und es gab nur einen,
der bei diesem lehrer je eine 1+
in der mündl. prüfung bekam.
(http://www.ariva.de/board/197085 #228)


 

8215 Postings, 6741 Tage SahneToll! Ein Buch

 
  
    #3
3
12.12.05 11:05
über ein Buch das niemand lesen kann, sowas wollte ich immer schon mal haben...  

8970 Postings, 5866 Tage bammieein Buch an dem sich alle die Zähne ausbeißen :)

 
  
    #4
12.12.05 12:59
Immer auf der Suche nach dem Stein der Weisen :) Selbst wenn sie ihn gefunden hätten, würde der Adept verrückt werden.


greetz bammie  

954 Postings, 5716 Tage kater123Das alte Rezept...

 
  
    #5
12.12.05 13:17
Notier nen gaga Text und `n paar Jünger traben immer wirr und entzückt hinterher. Irgendeinen Sinn muß man seinem Leben ja geben.  

3349 Postings, 5907 Tage darksoulVerborgene Botschaft

 
  
    #6
12.12.05 18:38


Seit Jahrzehnten rätseln Kryptographen über den verborgenen Sinn des Voynich-Manuskriptes.Das Buch umfasst 232 Seiten. Es liegt in der Universität von Yale und wird dort gehütet wie ein Schatz.

Die Rede ist vom so genannten Voynich-Manuskript. Die Herkunft dieses Buches ist so unklar wie der Inhalt seiner Zeichen. Dutzende renommierte Kryptographen versuchten bisher vergeblich den Sinn des Buches zu entschlüsseln.

In einem 1666 verfassten Brief wird behauptet, das Manuskript sei vom deutschen Kaiser Rudolf II. (1552 - 1612) für die damals unvorstellbar hohe Summe von 600 Golddukaten erworben worden. Der Kaiser soll vermutet haben, dass das geheimnisvolle Buch aus der Feder des legendären Gelehrten Roger Bacon (1220 - 1292) stammte.

Sehen Sie hier die prächtigen Seiten des Manuskriptes

Die Handschrift misst 14,6 mal 21,6 Zentimeter. Die Pergamentblätter des Manuskriptes sind mit einer exakten und sauberen, aber äußerst ungewöhnlichen Handschrift bedeckt. Doch mit welcher Schrift? Der Verfasser bediente sich offensichtlich eines vollkommen unbekannten Alphabets.

Zwar erinnern die Schriftzeichen entfernt an uns bekannte Schriften, doch letztlich lässt sich keine bekannte Schrift mit der des Buches vergleichen.

Doch nicht nur die Zeichen des Manuskriptes geben Rätsel auf, auch die vielen Abbildungen des Buches finden in der uns bekannten Welt keinerlei Entsprechungen. Sie zeigen Pflanzen, menschenähnliche Wesen und Sternbilder - aber keine uns bekannten. Sowohl der Text als auch die Abbildungen haben sich bis heute einer sinnvollen Interpretation entzogen.

Was ist der "schwache Punkt" des Textes?

Versuche, einen Text zu dechiffrieren basieren im Wesentlichen im Aufspüren von so genannten "schwachen Punkten". Gemeint sind verräterische Regelmäßigkeiten in einem scheinbar zusammenhanglosen Nebeneinander.

So gelang es dem amerikanischen Experten Herbert Yardley, einen japanischen Diplomatencode zu entschlüsseln, ohne dass er des Japanischen mächtig war. Natürlich versuchte sich auch Yardley am Voynich-Manuskript - doch auch er scheiterte. Das Manuskript scheint keinerlei statistische Merkmale einer Sprache zu beinhalten.

Der ganze Text ein mittelalterlicher Scherz?

Eigenartigerweise scheint der Text einen Schlüssel des Codes gleich mitzuliefern. Auf der letzten Seite des Manuskriptes steht eine kaum lesbare Notiz, geschrieben in einer anderen Handschrift. Professor William Romaine Newbold glaubte einst hierin das lateinische A mihi dabas multas portas zu erkennen. "Du hast mir viele Tore gegegeben" erkennen zu können.

Wurde somit der Text mehrfach verschlüsselt? Newbold nahm an, Bacon habe den Text mit Hilfe eines "bilateralen" Schlüssels codiert. Hierbei werden zwei Buchstaben der Originalschrift (in diesem Falle angeblich lateinisch) in einen zusammengefasst. Doch Newbold verrannte sich in immer geheimnisvolleren Subverschlüsselungen und Tarnungen, sodass letztlich seine Übersetzung gar im mikroskopisch Kleinen - versteckt in den Buchstaben des Manuskriptes - zu finden sein sollten. Newbold "Übersetzungen" verirrten sich letztlich in immer fantastischere Regionen.

Professor Brumbaughs Versuch

In den 1970er Jahren schien sich das Blatt endlich zu wenden. Professor Brumbaugh, Linguist an der Yale-Universität, nahm sich des Voynich-Manuskriptes an. Er stieß er auf zahlreiche Berechnungen und präsentierte der Fachwelt eine Tabelle mit 26 verschiedenen Symbolen. Diese Anzahl entspricht genau den Buchstaben des heute gebräuchlichen Alphabets – kann dies ein Zufall sein?

Die Symbole und die Art ihrer Anordnung stimmten mit den Zeichen in den von Brumbaugh entdeckten Berechnungen nahezu vollkommen überein. Auf einer Abbildung des Manuskriptes war beispielsweise eine Pflanze dargestellt, die entfernt an einen Pfefferstrauch erinnerte. Bei seinen Dechiffrierungsversuchen ersetzte Brumbaugh die unter der Abbildung dargestellten Symbole durch Zahlen und erhielt dabei eine numerische Abfolge, die besagte, dass jene Hieroglyphen durchaus für das Wort „Pfeffer“ stehen könnten. Doch leider wiederholen sich die Kombinationen im Text laufend und scheinen so gänzlich ohne Sinn zu sein.

Originalsprache eine nicht-europäische?

Die so genannte "statistische Entropie" ist ein Maßstab für die Wiederkehr bestimmter Muster in einem Text. Analysen der Voynich-Manuskriptes haben ergeben, dass die Entropie-Rate des Textes polynesischen Sprachen ähnelt. Kein bisher unternommener Dechiffrierungsversuch hat aber als Grundlage einen polynesischen Text vorausgesetzt. Ist dies die Lösung?

Die Entropie-Rate des Manuskriptes belegt jedenfalls, dass sein Urtext besser geordnet ist als die meisten natürlichen Sprachen. Dies ist ein überzeugendes Indiz dafür, dass in ihm ein verborgener Sinn schlummert. Wissenschaftler glauben heute, dass das Buch nach der Rückkehr von Columbus verfasst wurde - Bacon scheidet damit als Urheber aus. Doch die Möglichkeit eines in polynesisch verfassten Urtextes rückt damit weiter in den Fokus.


 
Angehängte Grafik:
voynich10.jpg
voynich10.jpg

564 Postings, 5100 Tage zorrocIch tippe da mal auf die Originalausgabe von

 
  
    #7
12.12.05 18:47
Harry Potter Band 1.

Andererseits, hätte die deutsche Reichsmarine nur dieses Verschlüsselungsverfahren benutzt, dann würden sich die Briten und Amis noch heute die Zähne ausbeissen. *megalach*  

42128 Postings, 7391 Tage satyrLeute in solchen Büchern steht nur Unfug drin

 
  
    #8
1
12.12.05 18:51
was sollten schon die Altvorderen gewusst haben was unsereins nicht weiss.
Ist wie mit Nostradamus Unfug-  

1443 Postings, 5145 Tage HardstylisterIch dachte das Wissen der Welt wäre

 
  
    #9
12.12.05 18:53
hier vereinigt??

Gibt das doch keinen Bildungsurlaub für Arivaposten?  

42128 Postings, 7391 Tage satyrDer Hundertjährige Kalender zb-Blanker Unfug o. T.

 
  
    #10
12.12.05 18:53

3349 Postings, 5907 Tage darksouldas voynich-manuskript

 
  
    #11
12.12.05 19:00
Das Voynich-Manuskript (benannt nach dem Bibliothekar, der es einmal besessen hat) könnte ein wissenschaftlicher Text sein. Es könnte aber auch ein jahrhundertealter Witz sein. Nicht einmal mit den modernsten Methoden der Kryptologie konnte bislang auch nur ein Wort des seltsamen Textes entziffert werden. Manche Kritiker sagen, irgend jemand habe sich vor langer Zeit einen Scherz erlaubt und habe einfach erfundene Zeichen aufs Papier gekritzelt, so dass Gebilde entstanden, die Wörtern ähneln.


Dagegen spricht aber eine Erkenntnis von Sprachwissenschaftlern: Eine wirkliche Sprache kann man - selbst ohne sie lesen zu können - an der Verteilung bestimmter Zeichen erkennen. Und genau diese Verteilung findet man auch im Voynich-Manuskript. Auch das sei Absicht des anonymen Scherzboldes, sagen Kritiker, er sei eben sehr geschickt gewesen. Und so ist das Voynich Manuskript, was es schon mehrere hundert Jahre lang ist: Eines der vielen ungelösten Rätsel der Menschheitsgeschichte.

 
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voynich3.jpg

798 Postings, 5703 Tage Herr GreifWahrscheinlich ist das geheimnisvolle Buch nur

 
  
    #12
12.12.05 19:04
eine Mathematik-Formelsammlung für Physiker das ein paar Sozialwesen-Studenten entdeckt haben. Für die ist das ein "verschlüsseltes Manuskript" mit magischen Texten und nicht identifizierbarer Sprache.

greify  

1443 Postings, 5145 Tage HardstylisterDas Problem könnte sein, dass die Entzifferung

 
  
    #13
1
12.12.05 19:04
mit den modernsten Methoden versucht wird.

Wenn das Buch zum Beispiel vom Druiden Miraculix geschrieben wurde, seines zeichens Gallier und Herr des Zaubertranks, dann sollte man einen Druiden fragen, was drinsteht, nicht einen Kryptocomputer.

Der druide wäre natürlich per Kodex dazu verpflichtet, zu schweigen, also auch shice, ich denk nochmal drüber nach und liefer die Endlösung nach.  

1443 Postings, 5145 Tage HardstylisterGeheimnisvolles Buch entdeckt

 
  
    #14
12.12.05 19:09
Kein Mann weiß was drin steht...

 

 

3349 Postings, 5907 Tage darksoul*lol*

 
  
    #15
13.12.05 20:11
das ist für mann ja auch zu hoch ;-)  

19279 Postings, 7241 Tage ruhrpottzockerDann übersetz doch mal den ganzen

 
  
    #16
13.12.05 20:12

Hokupokus

*ggg*

 

3349 Postings, 5907 Tage darksoul@rz,

 
  
    #17
13.12.05 20:15
wat willste denn jetzt übersetzt haben ? das voynich-manuskript oder den anderen titel ? wie war dat noch ? ... ähm ... das geheimnis der menstruation ?
also beim ersten muss ich leider passen ... und beim zweiten ? na ja *gg*  

19279 Postings, 7241 Tage ruhrpottzocker*lol*

 
  
    #18
13.12.05 20:17
das ist für frau ja auch zu hoch ;-)  

3349 Postings, 5907 Tage darksoulna, mein reden ...

 
  
    #19
13.12.05 20:18
wenn es schon für frau selbst zu hoch ist, wie soll denn dann nen kerl dahinterkommen ? *lach*  

8970 Postings, 5866 Tage bammieheute TV Tip

 
  
    #20
1
13.08.06 17:02
Welt der Wunder
60 min (bis 20:00)
So, 13. Aug
19:00
RTL 2

Genre: Wissenschafts-Magazin

Thema u.a.: "Mysteriöse Geheimschrift - Ein seltsames Manuskript gibt Rätsel auf"  Über vier Jahrhunderte lang konnte nicht ein einziges Wort entschlüsselt werden, und es wurde auch kein einziges Dokument in ähnlicher Schrift oder Sprache gefunden: Das Voynich-Manuskript zählt zu den rätselhaftesten Schriftstücken überhaupt. 1912 findet der polnische Buchhändler Wilfrid Michael Voynich in einem römischen Jesuitenkloster einen verschlüsselten Text aus dem 15. Jahrhundert. 235 Seiten in einer fremdartigen, bizarren Schrift - bunt bebildert mit Darstellungen zu Astronomie und Astrologie, Pflanzenkunde, Anatomie und nackten Frauenkörpern. Verbergen sich dahinter geheime Botschaften? Seit dem Fund versuchen Wissenschaftler und Hobbyforscher das Manuskript zu entschlüsseln - bisher vergeblich. Jetzt sind neue Hinweise aufgetaucht. Kann das Rätsel endlich gelöst werden?  Jeden Sonntag präsentiert RTL II in "Welt der Wunder" atemberaubende Naturphänomene, faszinierende Aufnahmen aus dem Tierreich, großartige Visionen und einzigartige Forschungsergebnisse. Aufwändige Drehs und Inszenierungen nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in andere Welten, in die Vergangenheit oder die Zukunft. Unter Einsatz von mehrfach prämierten 3D-Animationen bietet "Welt der Wunder" Forschung zum Anfassen und ein Fernseherlebnis für die ganze Familie.  "Welt der Wunder" war das erste Doku-Magazin im deutschen Privatfernsehen und ist die stärkste Marke im Bereich der Wissensformate in Deutschland. Produziert wird die Sendung von der in München ansässigen Welt der Wunder GmbH, die sich vornehmlich auf die Entwicklung von hochwertigen Film- und Fernsehformaten für den internationalen Markt spezialisiert hat. Die Welt der Wunder GmbH ist in Deutschland Marktführer im Bereich Wissenschaftsfernsehen und Dokumentation.

Herkunft: D
Produktionsjahr: 2006
Originaltitel: Welt der Wunder
Moderation: Hendrik Hey  

1302 Postings, 5055 Tage AktienwolfIm Mittelalter verschlüsselten die

 
  
    #21
13.08.06 17:36
Wissenschaftler ihre Entdeckungen, in dem sie z.B. alle Buchstaben des Textes durcheinanderwarfen und dann dieses Wirrwar veröffentlichten.

Der Zweck der Übung sollte sein, dass sie als Entdecker anerkannt werden sollten, aber nicht so schnell, damit keiner auf die Chance kommt zu sagen: "hab ich schon".

Vermutlich hat es der Buchautor mit der Verschlüsselung übertrieben.

 

1302 Postings, 5055 Tage Aktienwolfadjkafjäaflo578oajofak

 
  
    #22
13.08.06 18:10
Geheimschrift zu versteigern:

Mindestgebot 1000 Euro !

 

8970 Postings, 5866 Tage bammiealso,es beschreibt den geistigen Aufstiegsprozess

 
  
    #23
14.08.06 11:05
TV-Thema vom 13.08.2006

Das Voynich-Manuskript - Ein Buch gibt Rätsel auf
Im Jahr 1912 stöbert Wilfried Voynich, ein New Yorker Buchhändler polnischer Abstammung, in einem alten Jesuiten-Kolleg im italienischen Frascati herum. Er ist auf der Suche nach mittelalterlichen Raritäten, die er teuer verkaufen kann. Dabei stößt er auf ein altes Manuskript - vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. 240 Seiten Text in einer völlig unbekannten Schrift. Dazu seltsame Illustrationen von Pflanzen, astrologischen Zeichen und badenden Frauen. Ein verschlüsseltes Lehrbuch über Medizin oder Alchemie?

Ein Brief zwischen den Seiten gibt einen Hinweis auf einen früheren Eigentümer des Buches. Demnach erstand 1666 Kaiser Rudolf II, Herrscher des Heiligen Römischen Reiches, das Werk für 600 Gold-Dukaten. Als Autor wird Roger Bacon genannt, ein von der Kirche verfolgtes Universalgenie aus dem 13. Jahrhundert. Auch wenn Voynich die Hieroglyphen nicht entziffern kann, hält er es für das Werk eines Genies, das die Wissenschaft komplett neu gestalten wird. Ob Voynichs Vermutung wahr ist, bleibt auch heute noch ungelöst. Zwar behaupten zwei Teams den Text entschlüsselt zu haben, doch sind sie über den Inhalt völlig gegensätzlicher Meinung. Die einen sagen, das Buch, das sich jetzt im Besitz der Universität Yale befindet, handle vom Sinn des Lebens. Für die anderen wiederum hat es keinen Sinn. Wer hat des Rätsels Lösung jetzt tatsächlich gefunden?

Das Manuskript hat gar keinen Sinn, dies zumindest behauptet Dr. Gordon Rugg vom Institut für Computerwissenschaften der englischen Universität Keele. Die Vermutung liegt nahe, denn normalerweise knacken Dechiffrier-Experten vergleichbare Codes aus dem Mittelalter innerhalb von drei Tagen. Andererseits ist es sehr schwer, einen inhaltslosen Text zu schreiben; wären die Buchstaben willkürlich aneinandergereiht, fällt es in der Computeranalyse schnell auf. Tatsächlich aber zeigt das Voynich-Manuskript Eigenschaften einer natürlichen Sprache, zum Beispiel hat es eine geordnete Struktur, eine Art Grammatik, eine „natürliche“ Verteilung von Worthäufigkeiten und Wortlänge.

Rugg entdeckte dennoch eine „Zufalls-Methode“, mit der Fälscher im Mittelalter einen täuschend echten Pseudo-Text produzieren konnten. Mit dem Cardan-Gitter, einer Chiffriermethode aus dem 16. Jahrhundert, werden Wörter aus zufällig zusammengesetzten Vor-, Mittel- und Nachsilben gebildet. Die Zufallswörter haben keine Bedeutung, sie sind reiner Nonsens, dennoch weist der Text die statistischen Merkmale „echter“ Sprache auf. Das Voynisch-Mauskript hätte mit dieser Methode innerhalb von nur drei Monaten angefertigt werden können.

Wer war der Fälscher?

Dr. Rugg hat auch einen Verdacht, wer damals das Nonsens-Buch verfasste. Aufzeichnungen belegen, dass König Rudolf 1586 den englischen Schriftgelehrten und Astrologen John Dee und seinen Assistenten Edward Kelley empfing. Kelley war ein notorischer Fälscher und Scharlatan, der von sich behauptete, die Sprache der Engel zu sprechen. Dafür erfand er eine ganz eigene Geheimschrift, die der im Voynich Manuskript ähnelt. Historisch belegt werden konnte außerdem, dass Dee um das Jahr 1600 über 630 Gold-Dukaten verfügte, womit auch das Motiv für die Farce geklärt wäre: Geldgier.

Zu einer anderen Lösung sind Ursula Papke, Kommunikationstrainerin, und Dirk Weydemann, Software-Entwickler, gekommen. Sie halten die Schriftzeichen nicht für Buchstaben, sondern für spirituelle Symbole. Die geschwungenen Schriftzeichen ähneln mittelalterlichen Notenzeichen, den sogenannten Neumen, für liturgische Gesänge. Ursprünglich waren Neumen die Handzeichen, die der Dirigent eines kirchlichen Chorals in die Luft „malte“, um den Sängern den Melodieverlauf anzuzeigen. Ähnliche Zeichen, bezeichnet als Teamin, wurden auch für den musikalischen Vortrag biblischer Texte im jüdischen Gottesdienst verwendet.

Geistiger Aufstieg auf höhere Ebenen

Die Symbolik der Zeichen entschlüsselten Papke und Weydemann anhand der Illustrationen im Buch. In einer Pflanzenwurzel verbirgt sich beispielsweise das „Wurzel-Symbol“. Zwei Wurzelsymbole zusammengesetzt ergeben das „Mensch“-Symbol, dieses wiederum kombiniert mit einem Herz ergibt das Symbol für „liebenden Mensch“. Auf diese Weise entstehen aus einfachen Symbolen immer komplexere Bildzeichen, sogenannte Piktogramme. Der Übersetzung von Papke und Weydemann nach ist der Text eine spirituelle Anleitung zum Glück. Ausgehend von den Wurzeln des Menschen erfolgt ein innerer Aufstiegsprozess, der zu den höchsten Ebenen führt und sich zu einem Kreislauf des Lebens schließt. Eine zentrale Rolle dabei spielt das Herz, das heißt die transformierende Kraft der Liebe, und die Lebensenergie, die man mithilfe des Atems und der Meditation steuern kann.
Welches der beiden Teams nun auf der richtigen Spur ist, bleibt bisher unklar: Das Voynich-Manuskript scheint ein Buch mit mehr als sieben Siegeln zu sein.

WeltderWunder.de




Die beiden, Papke und Weydemann, sind auf der richtigen Spur. Das Manuskript ist eine Anleitung für die innere Alchemie. Die Pflanzen sind teilweise nur als metaphorische Abbildung zu betrachten. Symbolsprache eben.

mehr Infos von den beiden gibts hier: http://www.ms408.com/


greetz bammie  

8970 Postings, 5866 Tage bammie@Eichi, das ist was für Dich, schaus Dir mal an :) o. T.

 
  
    #24
14.08.06 20:40

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