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Etwas über uns Schweizer


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Neuester Beitrag: 30.09.05 22:47
Eröffnet am: 30.09.05 15:40 von: cashflash25 Anzahl Beiträge: 8
Neuester Beitrag: 30.09.05 22:47 von: AnTiScHwE. Leser gesamt: 1.984
Forum: Talk   Leser heute: 1
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1998 Postings, 6037 Tage cashflash25Etwas über uns Schweizer

 
  
    #1
6
30.09.05 15:40
...  tatsächlich gefunden in einem deutschen Reiseführer


Allgemeines:
* Wenn die Welt untergeht heisst das noch lange nicht, dass das die Schweiz auch betrifft. Sie wollen nämlich mit dem Rest der Welt nichts zu tun haben.

* Ironie und schwarzer Humor wird im Zweifelsfalle eher gar nicht verstanden. Darum sicherheitshalber immer wieder erklären, dass es "nur als Spass gemeint" war.

* Schweizer lachen niemals über Schweiz-Witze oder über sich selbst.
Sollten Sie also mal einen Witz erzählen, so tauschen Sie immer das Wort "Schweizer gegen Österreicher" aus.



Sprache:
* Der 'Deutschschweizer Dialekt' als Ganzes ist mit dem Hochdeutschen
etwa so eng verwandt wie ostfriesisches Platt mit der niederbayerischen
Mundart.
* Die Pflicht, sich im Auto anzuschnallen, heisst Gurtenobligatorium.
* Die Ständerlampe ist eine Stehlampe und keine Genitalbeleuchtung.
* Lassen Sie bleiben, was Sie zu beherrschen glauben, klingt in Schweizer Ohren übel: Grützi, grüüzi oder grüzzi! Bleiben Sie bei 'Guten Tag', bis Ihnen jemand für Ihr Grüäzi die Prüfung abgenommen hat. Oder wenden Sie den Verschlucktrick an und sagen Sie


~-zi. Das machen auch viele Schweizer so.

* Ein Harass ist kein Schäferhund, sondern eine Getränkekiste.
* Wenn von einem Mödeli Anke die Rede ist, so ist kein Mädchen namens Anke gemeint, sondern ein Stück Butter.
* Und wer Sie fragt, ob Sie ein Zältli möchten, der will Ihnen keine kleine Campingausrüstung aufschwätzen, sondern ein Bonbon anbieten.

* Chriesi sind keine Krisen, sondern Kirschen.



Bluffen:
* Bestellen Sie in einer Kneipe (Schpunte, Beiz, Chnelle) ein Tschumpeli Dohl. Das Risiko dürfte sich lohnen. Wenn alles glatt läuft, bekommen Sie ein Gläschen Rotwein (Dôle). Erwarten Sie nicht zu viel, wenn Sie eine Stange bei der hübschen Bedienung bes


tellen, sie bringt Ihnen dann doch nur ein Bier.

* Wenn Sie in der Schweiz ein Müsli bestellen, grinsen Ihre Gastgeber in sich hinein, denn Sie scheinen eine kleine Maus verspeisen zu wollen.
Die in der Schweiz von Dr. Bircher entwickelte Frucht-Joghurt-Flockenmischung ist hierzulande nämlich ein Müesli. Schmeckt keinem, doch alle essen es.

* "spargeln" ist in der Schweiz kein Verb (ich habe gespargelt), sondern schlicht die Mehrzahl von Spargel, wie sie in Deutschland nicht existiert.



Telefonieren:
* Die putzigste Eigenart des Schweizers beim Telefonieren: Wie kurz auch immer Ihr Schweizer Telefonpartner das Gespräch unterbrechen muss, er wird es mit diesen Worten wiederaufnehmen: 'Sind Sie noch da?'
Antworten Sie mit einem schlichten 'Ja', und wundern Sie sich nicht. Es ist nun einmal eine Redensart am Telefon, und die ironische Antwort: 'Nein', Sie hätten sich gerade eben in Luft aufgelöst, würde Ihren Gesprächspartner nur unnötig befremden.
Wenn ein Engländer Sie mit 'How do you do?' begrüßt, erklären Sie ihm ja auch nicht, wie Sie es am liebsten treiben. Ebenfalls geht der Verabschiedung -vorallem in Berner Regionen- immer ein gedehntes Aaauusoo voraus und deutet somit an, dass der Gespräch


spartner das Telefonat beenden möchte.

* Wenn die Schweizer jemanden anrufen, dann "machen" sie ein "Telefon":
"I ha geschter no ä huufe telefon gmacht" (Ich habe gestern noch viele Anrufe getätigt).
Wenn man jemanden darauf hinweist, dass man sich wieder telefonisch meldet, wird ein "telefon gegeben": "I gib dr de später no es telefon" (Ich ruf dich dann später nochmal an).



Einkaufen:
* Für die Papiertüte im Supermarkt müssen Sie 30 bis 50 Rappen bezahlen.
Das ist kein hinterhältiger Angriff auf Ihren Geldbeutel, sondern eine erzieherische Massnahme, um die Wegwerfgesellschaft zu bekämpfen. Wenn Sie also einen Schweizer mit einer leeren Papiertüte antreffen, ist er vermutlich auf dem Weg zum Einkauf.

Es lebe die Schweiz und die lieben Schweizer!  

59073 Postings, 6957 Tage zombi17Das erklärt einiges:-) o. T.

 
  
    #2
30.09.05 15:48

18637 Postings, 6443 Tage jungchenbitte mehr!!

 
  
    #3
30.09.05 15:56
das ist witzig und sehr informativ  

49886 Postings, 5866 Tage SAKUWo ist das:

 
  
    #4
30.09.05 15:58
"od'r?!"?  

1998 Postings, 6037 Tage cashflash25Hab ich mir gedacht, dass Euch das gefällt :-) o. T.

 
  
    #5
30.09.05 16:10

15146 Postings, 5366 Tage quantasKlischees die uns lieb und teuer sind

 
  
    #6
30.09.05 16:22
Schweizer Klischees, die uns lieb und teuer sind.
Wenn man danach sucht, findet man auch Billigeres, Urlaub auf dem
Bauernhof etwa, schlafen im Heu, Camping, oder gar das Nächtigen gratis,
man höre und staune. Es gibt eine Liste von Gastgebern, die Wanderer mit
Schlafsack aufnehmen, einfach so, aus Freude an Kontakten, an
Gesprächen. Und natürlich gibt es den Käse, der nirgends besser
schmeckt als dort, wo er nach Vorväter Art aus rahmiger Milch geschöpft,
geformt, gebürstet wird. Der „Käsereienpfad“ im Greyerzer Land verbindet
auf Höhenwanderungen Molkereien, Herden, Bäche, Brunnentröge und
natürlich die Möglichkeit, den Gruyère, den Vacherin oder den weißen
Frischkäse Sérac zu probieren, samt Nußtorte und Safranbrot, Birnenmus
und Enzian.

casflash: Gratulation!

salute quantas
 

129861 Postings, 5872 Tage kiiwii"...und jetzt ?"

 
  
    #7
30.09.05 22:30
Danke, Angela!

Wachstum dank Wahlchaos: Wie Österreicher und Schweizer um deutsche Investoren werben

OLIVER STOCK,
WIEN/ZÜRICH

HANDELSBLATT, 30.9.2005


Das Ding provoziert. Ein schwarzer Balken, darauf in Weiß die Frage: „. . . und jetzt?“ Am Ende, klein gedruckt, steht auf der Anzeige, die in der vergangenen Woche in vielen deutschen Zeitungen erschien, noch die Internetadresse der Tiroler Zukunftsstiftung. Darüber prangt eine freche rote Fahne, in der, damit es sich jeder einprägt, das Wort Tirol noch mal wiederholt wird, diesmal leicht geschwungen, wie zu einem spöttischen Grinsen.


Die Tiroler Zukunftsstiftung organisiert die Wirtschaftsförderung für das österreichische Bundesland. Auf Messen habe er, sagt Geschäftsführer Harald Gohm, schon lange den Frust deutscher Unternehmer gespürt.


Er lächelt. Dann kam die Neuwahlankündigung des Kanzlers, dann die Bundestagswahl mit einem Ergebnis, das alles offen ließ.


In dieses Vakuum, beschlossen Gohm und Kollegen an ihren Holztischen in Innsbruck, gelte es, gezielt vorzustoßen: daher die kecken Anzeigen. Seither läutet bei den Tirolern noch häufiger als sonst das Telefon, und im Display erscheint eine deutsche Nummer. 15 „sehr konkrete Fälle“ lägen zurzeit vor, so Gohm. Das Geschäft boomt.


Für Gohms Konkurrenten in der Schweiz gilt Ähnliches.  Deutschlands Nachbarn nutzen das Wahlchaos in Berlin. Sie versuchen, von der Verunsicherung deutscher Unternehmer zu profitieren und ihnen Investitionen in ihren stabilen Alpenrepubliken schmackhaft zu machen.


Gut, die ganz dicken Fische sind nicht dabei. Aber das kommt auch nicht alle Tage vor. Das letzte Mal, als in Österreich so richtig die Sektkorken knallten, war im Juli. Damals gönnten sich die Ansiedlungskollegen aus Kärnten bei der Eröffnung der Infineon-Zentrale mit 2 400 neuen Jobs in Villach eine kleine Feier. Die Worte von Infineon-Chef Wolfgang Ziebart glitten an ihnen runter wie Schlagobers: In Österreich, sagte der Firmenchef, herrsche einfach die bessere „politische Stimmung“. Natürlich gebe es auch Subventionen. „Aber Förderungen bekommt man nur einmal, an dem Standort ist man für lange Zeit“, sagte der Infineon-Chef.


Im ersten Wiener Bezirk greift René Siegl selbst zum Telefonhörer, wenn es ernst wird. Als Geschäftsführer der Austrian Business Agency ist Siegl Österreichs oberster Wirtschaftsförderer. 47 deutsche Investoren konnte er im  vergangenen Jahr nach Österreich locken. 2005 sollen es deutlich mehr werden.


„Was wir aus Deutschland an Signalen bekommen, lässt sich mit einem Wort zusammenfassen“, sagt Siegl: „Frustration.“ Auch Siegl hat unmittelbar nach der Wahl reagiert: Sein Ansiedlungsteam für deutsche Investoren hat er von drei auf fünf Berater verstärkt.


Anderes Land, gleiche Szene: Eidgenössisch-Technische Hochschule Zürich. Es ist der Tag fünf nach der Wahl, und sie ist das Hauptgesprächsthema jener knapp zwei Dutzend Unternehmer, die sich aus Deutschland hierher aufgemacht haben. Eingeladen hat sie die Greater Zurich Area, die im Großraum Zürich die Wirtschaftsförderung organisiert.


Ihrem Naturell entsprechend, hauen die Züricher nicht ganz so auf den Rahm wie die Kollegen in Österreich. „Was wir nicht brauchen, sind Kurzschlussreaktionen“, sagt Marion Graber von der Greater Zurich Area: „Die Schweiz ist langfristig ein interessanter Unternehmensstandort.“


Man hat so seine Erfahrungen gemacht. Unvergessen ist das Spektakel, das Joghurt-Unternehmer Theo Müller nach der Bundestagswahl im Jahr 2002 veranstaltete. Der „Müller-Milch“-Müller aus Schwaben geißelte die deutsche Steuerpolitik und verkündete seinen Umzug in die Schweiz: Mit Lebensgefährtin und zwei gemeinsamen Töchtern zog er im November 2003 an den Zürichsee. Ein halbes Jahr später leitete er jedoch seine partielle Rückkehr ein, um in seinem Imperium persönlich nach dem Rechten zu sehen.


In Schweizer Augen ist so etwas keine gute Werbung für den Standort. Stille Arbeiter wie die von Invision Software sind den Wirtschaftsförderern in Zürich da deutlich lieber. Das 100 Mitarbeiter große Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen hat sich gerade entschieden, im Gewerbegebiet von Zürich Seefeld eine Niederlassung zu eröffnen. Und siehe: Man sei zwar nicht auf der Flucht, suche aber international ständig neue Standorte mit günstigeren Konditionen, heißt es bei Invision. Die Schweiz sei da genauso interessant wie Nordirland.


Gar keine Werbung macht derweilen eine andere Branche, die das deutsche Wahlergebnis dennoch hoch befriedigt zur Kenntnis nimmt: die Schweizer Banken. Die Schweizer Nationalbank zählte im vergangenen Jahr mehr als zehn Milliarden Euro aus Deutschland, die offiziell von Vermögensverwaltern in der Schweiz betreut werden – weit weg von den neugierigen Augen des deutschen Fiskus.


Privatbanken wie Julius Bär oder die Baseler Bank Sarasin verweisen auf ihr florierendes Deutschland-Geschäft, das sie derzeit sogar um eigene Filialen „im großen Nachbarkanton“ ergänzen. Und Großbanken-Chefs wie Walter Kielholz von Credit Suisse bitten zu Hintergrundgesprächen über „Deutsch-Schweizer Wirtschaftsbeziehungen nach der Wahl“.


All das inspirierte das Schweizer Wirtschaftsmagazin „Cash“, auch eine provozierende Anzeige zu entwerfen und aufs Cover zu heben. Ein roter Balken mit weißer Schrift: „Danke, Angela, danke, Gerhard, danke, Oskar und Gregor, Joschka und Guido“. Unterschrift: „Euer Finanzplatz Schweiz“.


MfG
kiiwii
 

4 Postings, 5190 Tage AnTiScHwEiZeRLöschung

 
  
    #8
30.09.05 22:47

Moderation
Moderator: 54reab
Zeitpunkt: 01.10.05 16:58
Aktionen: Löschung des Beitrages, Nutzer-Sperre für für immer
Kommentar: Regelverstoß

 

 

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