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Deflation - die Lüge des Jahrhunderts!


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Neuester Beitrag: 07.12.09 10:33
Eröffnet am: 24.10.09 17:31 von: Tiefstapler Anzahl Beiträge: 14
Neuester Beitrag: 07.12.09 10:33 von: Tiefstapler Leser gesamt: 11.103
Forum: Börse   Leser heute: 5
Bewertet mit:
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4863 Postings, 4074 Tage TiefstaplerDeflation - die Lüge des Jahrhunderts!

 
  
    #1
11
24.10.09 17:31
Bernanke und Co malen das Deflationsgespenst an die Wand und fluten die Märkte mit frisch gedrucktem Geld und Gratis-Krediten. Die Krise wird mit dem Mittel bekämpft, das sie ausgelöst hat: Einer lockeren Geldpolitik.

Die Finanzindustrie hat sich zu einem Kraken entwickelt, der nach immer neuem Geldfutter verlangt. Natürlich spurt die Fed, schliesslich ist sie nicht dem Bürger verantwortlich, sondern den amerikanischen Geschäftsbanken. Der Staat darf die Banken zwar stützen aber letztlich wedelt der Schwanz hier mit dem Hund.

Die Begründung für das anwerfen der Gelddruckmaschine lautet "Deflation". Ein Begriff, der zum neuen Mantra der Banker wurde. Doch die Bürger kaufen Immobilien und Gold, denn sie erwarten eine Inflation, manche gar eine Hyperinflation. Wer glaubt noch an das Märchen von der Deflation?  

220 Postings, 4017 Tage BananenJoeDeflation: Was ist denn daran so abwegig?

 
  
    #2
9
24.10.09 18:52

Möchte mal nen Profi zitieren:

Kommentar (A. Hoose von BörseGo):

Das ist schon bemerkenswert: Die Notenbanken rund um den Erdball überbieten sich seit Monaten gegenseitig mit den niedrigsten Zinsen. Alles mit dem Ziel, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Als Nebeneffekt einer solchen Zinspolitik sollte man eigentlich anziehende Inflationsraten vermuten. Doch was tut sich? Nichts. Im Gegenteil: Derzeit ist eher Deflation der beherrschende Trend. Auch die Erzeugerpreise in den USA sind zuletzt wieder überraschend stark gesunken.

Die Notenbanken bringt das allmählich in Bedrängnis: Sollten sich die deflationären Tendenzen verstärken, dann sind vom gegenwärtigen Zinsniveau aus keine weiteren Zinssenkungen mehr möglich. Die Deflation würde sich dann, sobald sie sich erst einmal in den Köpfen der Anleger festgesetzt hat, weiter austoben und vermutlich noch mehr verstärken.

Interessant wird das Thema vor allem dann, wenn sich die laufende Rallye an den Aktienmärkten allmählich beruhigt. Sollte sich dann die Erkenntnis durchsetzen, dass nicht Inflation sondern Deflation das beherrschende Thema der kommenden Monate werden könnte, würden die Aktienkurse auf breiter Front sehr deutlich einbrechen. Man muss deshalb jetzt wieder sehr aufmerksam werden und vorsichtig agieren. Jede Rallye geht einmal zu Ende. Und viel Platz nach oben ist nicht mehr...

(Quelle: http://www.godmode-trader.de/nachricht/...flation,a1922295.html  )

Klingt für mich schon einleuchtend!! Wenn die Deflationsspirale dann erst mal angelaufen ist, gehts richtig abwärts - nämlich mit der NEGATIVEN Inflation.

=> Dazu würde dann auch ein steigender Goldpreis passen (Werterhalt) und steigende Zinsen ( http://www2.anleger-fernsehen.de/...lagestrategie+-+Wo+investieren%3F )

=> Ebenfalls passt dazu wiederum zu dem oberen Kommentar die Aktuelle DOW JONES Analyse von Godmode Trader - Analyst: A. Fiedler ( von dem Eintreffen seiner Prognosen her übrigens ein genialer Mann ...) - dass der DOW bald kräftig abschmieren wird.

Zitat:

Die nächste Frage wäre, wie weit kann der DOW Jones Index fallen? Hier entstehen direkt kurzfristige Kursziele bei 9692,00 Punkte. Mittelfristige Kursziele im Bereich 8000,00 Punkte und langfristige Kursziele bei 5000,00 Punkten.

 

4863 Postings, 4074 Tage Tiefstapler@BananenJoe

 
  
    #3
4
25.10.09 19:08
Klar haben wir deflationäre Tendenzen, auch wenn die ausgedehnte Bärenmarktrally quer über alle Assets etwas anderes signalisiert. Auch klar scheint, dass es noch mal richtig knallen wird. Am Ende könnten weitere Rettungspakete stehen, da es vom jetzigen Standpunkt aus gesehen ohnehin völlig unmöglich scheint, die Staatsverschuldung zurück zu fahren. Welchen Unterschied macht es, ob man hoffnungslos oder völlig hoffnungslos überschuldet ist?

Also wird immer mehr Geld gedruckt statt endlich zu konsolidieren. Wem wollen die Bankenretter denn noch das Deflationsmärchen auftischen? Es ist die Inflationserwartung, die sich in den Köpfen festgesetzt hat, die sich weiter austoben und vermutlich noch mehr verstärken wird. Und zwar zurecht. Vor allem deshalb geben sich die Statiker in den Tresorräumen der Banken die Klinke in die Hand.  

5925 Postings, 4289 Tage Palaimon@Tiefstapler, ich denke auch,

 
  
    #4
6
27.10.09 09:52
dass früher oder später eine Inflation kommen MUSS und sogar SOLLTE, denn der Weg aus der Deflationsfalle führt über eine Inflation und ihre anschließende Eindämmung. Siehe das Buch von George Soros "Warum wir uns in die Inflation stürzen sollten":

>>Investoren-Legende George Soros schreibt in seinem neuen Buch, wie die Weltwirtschaft aus der Finanzkrise herauskommt. Seiner Meinung nach muss vor allem die Deflation bekämpft werden – am besten über eine gesteuerte Inflation. Den Notenbankern gesteht er zu, dass das "eine komplizierte Operation" sei. <<

Ein Artikel von René Sip auch zum Thema Inflation:

Inflation im Kommen  
Geschrieben von: René Sip    
Montag, 26. Oktober 2009 um 13:15 Uhr  
Wir ("haben" fehlt im Text)  bereits häufiger geschrieben, dass wir in der Zukunft eine Inflation erwarten. Im Grunde gibt es sie schon, aber es dauert immer seine Zeit, bevor sie sich auch in den offiziellen Zahlen widerspiegelt. Wenn wir uns die Graphiken von Gold, Silber, Öl und anderen Rohstoffe anschauen, sehen wir, dass die Preise aller Rohstoffe steigen. Öl hat die $80 inzwischen überschritten.
Der Ölpreis ist derzeit ungefähr gleich dem im Oktober 2008 und dies gilt auch für andere Rohstoffe. Kupfer steht höher notiert als vor einem Jahr. Und das, obwohl noch nicht bzw. kaum von wirtschaftlicher Erholung die Rede ist. Wie ich vor drei Monaten bereits schrieb, werden die Nachrichten über eine Inflation ab nächstem Monat wieder aufflammen.

In diesem Jahr werden die Politiker sich noch keine Sorgen machen, aber wenn der Ölpreis während der kommenden Monate nur gleich bleiben würde, wird selbiger im März 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat eine hundertprozentige Steigerung verzeichnen. Mal abwarten, wie die Inflationszahlen dann aussehen werden und was das dann in Bewegung setzen wird…

http://www.boersenscanner.de/
-----------
An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil.  
André Kostolany

MfG
Palaimon

4863 Postings, 4074 Tage TiefstaplerSimbabwe-Ben

 
  
    #5
2
28.10.09 08:41

3549 Postings, 5470 Tage flumi4Die Deflation

 
  
    #6
4
02.11.09 11:19
ist die echte Gefahr. Falls die Deflation ausufern sollte, ist das komplette System in Gefahr. Eine Inflation ist sehr schnell bekämpft. Die Staaten können da sehr schnell intervenieren und Geld abziehen. Eine Deflation ist viel schwerer zu handlen. Deshalb muß man sehr zügig anpacken. Bernanke macht seine Sache wirklich gut. Die EZB kapiert es nur sehr schwer.  

4863 Postings, 4074 Tage TiefstaplerAusgerechnet Japan vor Inflation?

 
  
    #7
4
12.11.09 22:41
Wer bereits vergessen hat, dass der Kurs von 30-jährigen US-Staatsanleihen seit Dezember um 28 Prozent gefallen ist, soll bei Renditen von 4,4 Prozent ruhig weiter zocken. Doch wie SocGen anmerkt, steigt das Teuerungspotenzial sogar in Japan.

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/marktberichte/...ion/50036865.html

Staatsanleihen sind was für Zocker. Wer ruhig schlafen will kauft lieber Gold...  

4863 Postings, 4074 Tage TiefstaplerDas wars mit der Deflation

 
  
    #8
4
19.11.09 18:23
In den USA ist sie jetzt auch offiziell zu Ende. Im Gegenteil: Die USA brauchen Inflation, um aus der Rezession zu kommen. Sie tun alles dafür, um sie zu bekommen und sie werden sie bekommen.

http://www.handelsblatt.com/politik/...deflation-geht-zu-ende;2486549  

9962 Postings, 5654 Tage lumpensammlerMal ne dumme Frage

 
  
    #9
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19.11.09 18:36
Woher soll eigentlich bei den gigantischen Überkapazitäten und gleichzeitig sinkender Nachfrage eine Inflation kommen? Das einzige, was inflationsgefährdet ist, sind alle Formen von Assets, in die das billige Notenbankgeld fließt. Nur dumm, dass diese Systematik die private Nachfrage weiter abwürgt.

Ich glaube eher, dass die Notenbanken irgendwann die Reste ihres verpulverten Geldes mit gesenktem Kopf wieder einsammeln werden (müssen).  

3549 Postings, 5470 Tage flumi4Deflation zu Ende? Sie hat erst begonnen

 
  
    #10
3
20.11.09 06:08
Die Geldmenge fällt zusammen mit den Zinsen:  
Angehängte Grafik:
2009-11-18_213905.png (verkleinert auf 66%) vergrößern
2009-11-18_213905.png

220 Postings, 4017 Tage BananenJoeLooool! @ Lumpensammler: zu #9

 
  
    #11
20.11.09 10:46
Genau die Notenbanken werden ihre Geld-"Lumpen" einsammeln!  

220 Postings, 4017 Tage BananenJoe@ Tiefstapler: Deflation zu Ende??

 
  
    #12
5
20.11.09 11:47
Nur weil das Handelsblatt schreibt "Deflation ist zu Ende" heißt das auch, dass sie es wirklich ist?
Nur weil die Regierung sagt "Deflation ist zu Ende" heißt das auch, dass sie es wirklich ist???

Nein! Das ist nur eine Definitionfrage ("Blah,blah,blah... wenn 2 Quartale in Folge die Teuerungsrate negativ ist... blah usw.")!

Genauso verhält es sich mit der Krise (egal ob nun Finanz oder Wirtschaft). Nur  weil die Aktienkurse und Konsumenten- und Produktionsindizies wieder nach oben zeigen, heißt es ja auch noch lange nicht, dass die Krise wirklich zu Ende ist! Der Rattenschwanz kommt noch. Das weißt du. Das weiß ich.

Und so wird es auch mit der Deflation auch noch nicht zu Ende sein; wir atmen gerade mal etwas durch...
Ich denke, wenn wir hier im Forum von Deflation sprechen, dann sprechen wir über eine mittel- bis langfristige Betrachtung und nicht über eine kurze!
Ich vergleiche das mal mit der Klimaveränderung: Nur weil das Wetter und die Temperaturen nächste Woche mal unter dem langjährigen Mittel liegen sollen, wird ja auch nicht gleich behauptet: "Super das Klima ist gerettet. Erderwärmung gestoppt."  

4863 Postings, 4074 Tage Tiefstapler@Banane

 
  
    #13
1
26.11.09 14:36
Natürlich sehe ich auch, dass der weltweite Bankensektor eigentlich insolvent ist und dass sich diese Krise nicht lösen läßt, indem man seine faulen Papiere versteckt. Negatives Eigenkapital der Banken, Überschussreserven bei der Fed - wir haben zu viel Geld auf der Welt. Zwar haben die Banken die Liquidität von der Fed umgehend wieder dort eingelagert. Doch irgendwann wird das Geld in den Umlauf kommen und die Inflation anheizen. Sobald die US-Wirtschaft wieder an Fahrt gewinnt, wird billiges Geld die Preise in die Höhe treiben. Die US-Notenbank wird es nicht wagen, das Geld aus dem Kreislauf zu nehmen, denn dafür müsste sie Anleihen verkaufen, um das Geld aus dem Verkaufserlös einziehen zu können. Das würde die Preise der Anleihen drücken, das Zinsniveau steigen lassen und damit die Konjunktur abwürgen. Fazit: Wir werden weltweit eine lange nicht gesehene Geldentwertung erleben. Über die Höhe kann man streiten. Die Hausse bei Gold startet gerade erst. Rückschläge sind Einstiegschancen - mehr nicht.  

4863 Postings, 4074 Tage TiefstaplerDeutsche Bank warnt vor Inflation

 
  
    #14
1
07.12.09 10:33
http://www.faz.net/s/...B28D7E83EF852D560A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html

Der neue Chef-Volkswirt erwartet fünf Prozent Inflation.  

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