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Das soll jetzt die Lösung der Probleme bringen?


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Neuester Beitrag: 12.10.08 23:15
Eröffnet am: 12.10.08 23:05 von: mirbel Anzahl Beiträge: 7
Neuester Beitrag: 12.10.08 23:15 von: mirbel Leser gesamt: 746
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1299 Postings, 5067 Tage mirbelDas soll jetzt die Lösung der Probleme bringen?

 
  
    #1
2
12.10.08 23:05
Ein Betrag von 400 Mrd€ ?

Was mich schockt, ist der Plan die Einlagensicherung der (bisherigen) 3 Säulen der Bankenlandschaft in Deutschland zu verschmelzen. Zwar beteuert die Regierung derzeit, es solle keine Wettbewerbsverzerrung stattfinden, aber ich finde es schon mehr als befremdlich, wenn auf einen Schlag die Genossenschaftsbanken und die Sparkassen die Zeche der Privaten zahlen sollen - o.k. Landesbanken mal außen vor.

Was mich (da bin ich evtl. vorbelastet) echt wundert, bis vor wenigen Jahren war die Sparkassenorganisation quasi staatlich. Da war´s keinem Recht. Den Regierenden nicht, den Kunden nicht und der Konkurrenz erst recht nicht.

Verkehrte Welt!

P.S. Hab mir gerade "Anne Will" angeschaut. Ich stehe nicht unbedingt auf der Linie von Herrn Kauder, aber in einem Punkt hat er uneingeschränkt recht: Wenn die Amerikaner (und auch viele andere Länder) die Regulierungen nach Basel II richtig eingeführt hätten, wäre das Problem heute wesentlich geringer. Ein staatlicher Alleingang in Deutschland im Hinblick auf die Regulierung ist im weltweiten Kapitalverkehr eh ein Witz...

P.S.2: Hübsche Frau die Anne Will - aber halt verkehrt....
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immer locker bleiben!!

1299 Postings, 5067 Tage mirbelNachlieferung der Quelle

 
  
    #2
12.10.08 23:09
Plan gegen Finanzmarktkrise
Dossier Europa wagt den letzten Versuch
von Wolfgang Proissl, Lutz Meier (Paris), Monika Dunkel (Berlin) und Mark Schrörs (Washington)

Die Bundesregierung bereitet in einer bislang einzigartigen Rettungsaktion die Teilverstaatlichung deutscher Banken vor. Der Druck auf die Große Koalition nimmt zu, da nach FTD-Informationen drei deutsche Banken unter besonderer Beobachtung des Markts stehen.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) bestätigte den Umfang eines Rettungspakets in Höhe von etwa 400 Mrd. Euro. Laut dem FDP-Haushaltsexperten Otto Fricke seien 300 Mrd. Euro Bürgschaftsrahmen, um den Interbankenhandel wieder auf die Beine zu bringen, und bis zu 100 Mrd. Euro, um eine Rekapitalisierung der Banken vorzunehmen, geplant. Bereits am Montag soll das Rettungspaket im Kabinett beschlossen werden.

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   * FTD-Insiderindex: Vorstände nutzen Panik zum Aktienkauf (http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/:FTD-Insiderindex-Vorst%E4nde-nutzen-Panik-zum-Aktienkauf/425281.html)
   * Rettungsstrategie der Regierungen: Banken bangen um Unabhängigkeit (http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Rettungsstrategie-der-Regierungen-Banken-bangen-um-Unabh%E4ngigkeit/425304.html)
   * Wirtschaftsabschwung: Krise trifft Briten ins Mark (http://www.ftd.de/politik/international/:Wirtschaftsabschwung-Krise-trifft-Briten-ins-Mark/425286.html)
   * Agenda: Einfallsinsel Island (http://www.ftd.de/politik/international/:Agenda-Einfallsinsel-Island/425220.html)
   * Rettungspakete: Europäer überbieten sich gegenseitig (http://www.ftd.de/politik/international/:Rettungspakete-Europ%E4er-%FCberbieten-sich-gegenseitig/425308.html)
   * Böses Erwachen bei Credit Default Swaps: Finanzbranche droht neuer Milliardenschock (http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/:B%F6ses-Erwachen-bei-Credit-Default-Swaps-Finanzbranche-droht-neuer-Milliardenschock/425294.html)
   * Rettungspaket für Banken: Merkel plant Milliardenhilfe im Schnellgang (http://www.ftd.de/politik/international/:Rettungspaket-f%FCr-Banken-Merkel-plant-Milliardenhilfe-im-Schnellgang/425034.html)
   * Leitartikel: Das letzte Aufgebot gegen die Krise (http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Leitartikel-Das-letzte-Aufgebot-gegen-die-Krise/425240.html)
   * Gerüchte über baldige Geldnot: Massenaufstand gegen Gesundheitsfonds (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Ger%FCchte-%FCber-baldige-Geldnot-Massenaufstand-gegen-Gesundheitsfonds/425203.html)
   * Hintergrund: Was das Rettungspaket für die Staatsfinanzen bedeutet (http://www.ftd.de/politik/deutschland/:Hintergrund-Was-das-Rettungspaket-f%FCr-die-Staatsfinanzen-bedeutet/425087.html)

   * Leitartikel: Finanzkrise - Das Beben und die Opfer (Audio) (http://www.ftd.de/premium/audio/leitartikel/420087.mp3)
   * Leitartikel: Der nächste, bitte (Audio) (http://www.ftd.de/premium/audio/leitartikel/419620.mp3)
   * dsgv: Haasis fordert systematisches Rettungskonzept für Banken (http://www.ftd.de/div/link/425135.html)

   * stern: Deutsches Rettungspaket wird teuer (http://www.ftd.de/div/link/425136.html)
   * stern: Koalition will Eilgesetz zur Finanzkrise (http://www.ftd.de/div/link/425134.html)
   * capital: Merkel wirbt vor Euro-Gipfel um Verständnis für Banken-Rettung (http://www.ftd.de/div/link/425133.html)
   * bundesregierung: Euro-Finanzmarktgipfel - Zusammen die Märkte in den Griff bekommen (http://www.ftd.de/div/link/425132.html)
   * bpb: Finanzkrise - Europa sucht nach Antworten (http://www.ftd.de/div/link/425131.html)
   * eurotopics: Gemeinsamer Rettungsplan abgelehnt (http://www.ftd.de/div/link/425130.html)
   * polixea: Regierungserklärung zur Finanzmarkzkrise (http://www.ftd.de/div/link/425129.html)
   * das parlament: Bären und Bullen bändigen (http://www.ftd.de/div/link/425128.html)
   * bundesregierung: Pressekonferenz Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy (http://www.ftd.de/div/link/425127.html)

Damit folgt die Bundesregierung dem britischen Vorbild, was sie noch vor wenigen Tagen strikt abgelehnt hatte. Details sollen am Montag bekannt gegeben werden.

Nicolas Sarkozy (l.) will unfähige Bankmanager schassen. Angela Merkel erklärt die Details des deutschen Plans am Montag
    Nicolas Sarkozy (l.) will unfähige Bankmanager schassen. Angela Merkel erklärt die Details des deutschen Plans am Montag

Gleichzeitig vereinbarten die Euro-Staaten am Sonntagabend, ihren Finanzsektor mit koordinierten Garantien für den Interbankenmarkt und Kapitalspritzen für notleidende Banken zu retten. Ziel der beispiellosen Maßnahmen ist es, das Vertrauen der Banken untereinander wiederherzustellen und den drohenden Kollaps systemrelevanter Banken abzuwenden. "Wir glauben, mit diesem gleichen Kasten von Instrumenten können wir die Finanzkrise ein Stück weit beherrschen, Regeln setzen, in denen die Märkte wieder beginnen zu funktionieren", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag in Paris nach dem Krisentreffen. Frankreich und Österreich werden am Montag zeitgleich mit Deutschland ihre Rettungsaktionen vorstellen.

Die Politiker standen am Wochenende unter enormem Handlungsdruck, nachdem Ängste vor einem Kollaps des globalen Finanzsystems und einer weltweiten Rezession am Freitag für Panik an den Börsen gesorgt hatten.

Mit dem Treffen kurz vor der Öffnung der Börsen in Fernost wollten die Euro-Staaten eine Kernschmelze des Weltfinanzsystems abwenden. "Eine weitere konzertierte Aktion ist angesichts des anhaltender Probleme im Interbankenmarkt und des Überspringens der Finanzkrise auf die Realwirtschaft dringend nötig", heißt es in der Abschlusserklärung. Bislang haben die Rettungsaktionen für einzelne Banken und Notpläne in Europa und den USA den Absturz der Märkte nicht abwenden können. Sollten auch die Beschlüsse des Euro-Krisengipfels wirkungslos verpuffen, ist unklar, wie die Regierungen die Krise noch eindämmen können.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet appellierte an die europäischen Regierungen, auf den Finanzmärkten aktiv zu werden. "Die EZB kann nicht viel weiter gehen mit ihren Maßnahmen gegen die Krise", sagte Trichet am Sonntag.

Von Fall zu Fall: Dax in Punkten
    Von Fall zu Fall: Dax in Punkten

Konkret wollen die Euro-Staaten dem Entwurf der Abschlusserklärung zufolge den Interbankenmarkt dadurch wiederbeleben, dass sie die Ausgabe neuer Wertpapiere mit bis zu fünf Jahren Laufzeit garantieren. Als Sicherheit sollen die Geschäftsbanken dafür auch sogenannte Schrottwertpapiere hinterlegen können, die bislang nicht als Sicherheit akzeptiert werden. Außerdem kamen die Euro-Staaten überein, dass alle Regierungen notleidenden Banken Kapitalspritzen geben können.

Bei ihren Rettungsaktionen wollen die Staaten darauf achten, dass sie nicht wettbewerbsverzerrend, zeitlich befristet und an Marktpreisen orientiert ablaufen. Allerdings bleibt es bei dem Prinzip, dass weiter die nationalen Regierungen handeln. Klaus-Peter Müller, Präsident des Bundesverbands deutscher Banken (BdB), mahnte die Bundesregierung zur Eile: "Wir haben maximal eine Woche, um das alles hinzukriegen." Einhergehend mit dem Rettungspaket plant die Bundesregierung eine Verschmelzung des dreigliedrigen Einlagensicherungssystems zu einem einzigen System. Sparkassen und Genossenschaftsbanken reagierten entsetzt. Sparkassenpräsident Heinrich Haasis warnte vor einer Beschädigung der Einlagensicherung.

Das Paket soll am Montag im Kabinett beraten werden und noch diese Woche im Eilverfahren durch Bundestag und Bundesrat gehen. "Hier brennt die Hütte", sagte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Steffen Kampeter, der FTD. Angesichts der Finanzkrise gibt die Bundesregierung ihr Ziel auf, 2011 einen Haushalt ohne Neuverschuldung vorzulegen. "Unser Etatziel eines ausgeglichenen Haushalts verlieren wir nicht aus den Augen - auch wenn es jetzt länger dauern dürfte", sagte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) der "Bild"-Zeitung. Am Sonntag wurde bekannt, dass die Wachstumsprognose 2009 wohl auf 0,2 Prozent gesenkt werden muss.

Bereits in der Nacht zu Samstag hatten die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industriestaaten (G7) in Washington einen Aktionsplan verabschiedet. Darin erklärten sie erstmals schriftlich und gemeinsam, keine wichtige Bank mehr pleitegehen zu lassen. Damit reagierten die G7 auf die massive Zuspitzung der Finanzkrise, nachdem die US-Investmentbank Lehman Brothers nicht vom Staat gerettet worden war.

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Aus der FTD vom 13.10.2008
© 2008 Financial Times Deutschland, © Illustration: AP, FTD.de
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immer locker bleiben!!

176259 Postings, 6681 Tage GrinchSollen doch die Steuerschmarozerländer wie

 
  
    #3
12.10.08 23:09
Liechtenstein, Luxemburg und die Schweiz erstmal blechen...  

1299 Postings, 5067 Tage mirbelwäre eine Lösung

 
  
    #4
12.10.08 23:11
eine weitere: Alle Schwarzgelder der Anleger aus den o.g. Ländern werden zur Finanzierung eingezogen...
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immer locker bleiben!!

176259 Postings, 6681 Tage GrinchIst das gleiche... heisst nur anders...

 
  
    #5
12.10.08 23:12

25551 Postings, 6819 Tage Depothalbiererdie schweiß gehört annektiert und sämtliche dikta

 
  
    #6
12.10.08 23:15
torengelder werden beschlagnahmt.

das reicht dann für ein paar krisen...
 

1299 Postings, 5067 Tage mirbelschtümmt

 
  
    #7
12.10.08 23:15
wie würde eigentlich die internationale Gemeinschaft reagieren, wenn die Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg durch die Schwarzgeldanlagen der Deutschen nehezu 95% des BIP verlören?

Wäre das auch eine Weltfinanzkrise ....

Fragen über Fragen...
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immer locker bleiben!!

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