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Daimler korrigiert interne Prognose


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Neuester Beitrag: 19.02.02 11:26
Eröffnet am: 19.02.02 11:26 von: Brummer Anzahl Beiträge: 1
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19.02.02 11:26
Die verkappte Gewinnwarnung des deutsch-amerikanischen Automobilkonzerns DaimlerChrysler ist offenbar auf die US-Tochter Chrysler zurückzuführen.

Wie das Handelsblatt aus unternehmensnahen Kreisen erfahren hat, ist Konzernchef Jürgen Schrempp intern zunächst von einem hohen dreistelligen Millionen-Euro-Gewinn der US-Tochter für dieses Jahr ausgegangen.
Nach dem Geschäftsverlauf in den vergangenen Monaten musste Schrempp seine internen Erwartungen, die nie öffentlich kommuniziert wurden, jedoch revidieren. Im Zuge dessen hatte er Anfang Februar auch die Prognose für den Betriebsgewinn des Gesamtkonzerns von 5,5 Mrd. Euro auf „sehr deutlich“ mehr als 2,6 Mrd. Euro nach unten korrigiert. Die Daimler-Aktie gab daraufhin deutlich nach.

Mit der ursprünglichen internen Erwartungshaltung hatte die Daimler-Spitze die Schwierigkeiten auf dem US-Automarkt offenbar unterschätzt. Dabei waren Schrempp und Chrysler-Chef Dieter Zetsche in ihrer Kommunikation zurückhaltend: Trotz der hohen internen Vorgaben für Chrysler hatten sie öffentlich immer nur angekündigt, mit dem US-Autohersteller in diesem Jahr die Gewinnzone erreichen zu wollen.

Wegen dieses Widerspruch zwischen Schrempps Gewinnwarnung und Zetsches Festhalten an der schwarzen Null ist es in den vergangenen Tagen zu erheblichen Spekulationen gekommen. Analysten halten inzwischen selbst die offizielle Vorgabe, dass Chrysler die Gewinnschwelle im laufenden Jahr erreicht, für zu ambitioniert. So rechnet etwa Christian Breitsprecher, Automobilanalyst der Deutschen Bank, nach der Daimler-Gewinnwarnung für dieses Jahr bei Chrysler mit einem Betriebsverlust von 900 Mill. Euro.

Die Verwirrung über die erwarteten Daimler-Zahlen, die Schrempp am morgigen Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz bekannt geben wird, ist inzwischen so groß, dass sich sogar die bislang überaus erfolgreiche Sparte Mercedes Pkw Spekulationen ausgesetzt sieht, dass dort der Gewinn deutlich zurückgehen könnte.


Quelle: wiwo.de / brb, Handelsblatt

 

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