Für einen optimalen Ausdruck erlauben Sie bitte den Druck von Hintergrundfarben und -bildern

DaimlerChrysler: Chronik eines Versprechens


Seite 1 von 1
Neuester Beitrag: 20.02.02 09:01
Eröffnet am: 19.02.02 23:09 von: Brummer Anzahl Beiträge: 7
Neuester Beitrag: 20.02.02 09:01 von: Brummer Leser gesamt: 3.769
Forum: Börse   Leser heute: 2
Bewertet mit:


 

3498 Postings, 6511 Tage BrummerDaimlerChrysler: Chronik eines Versprechens

 
  
    #1
19.02.02 23:09
Von Katy Hillmann

Was wird, was ist, was war? Zur Zukunft des Konzerns muss endlich ein klares Wort fallen.

Hamburg - An diesem Mittwoch wird das Verwirrspiel ein Ende haben. Wenn Vorstandschef Jürgen E. Schrempp und Chrysler-Chef Dieter Zetsche vor die Presse treten, um vor ihr die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres auszubreiten, müssen sie endlich Farbe bekennen. Andernfalls droht ein verheerender Vertrauensverlust bei den Aktionären: Was sollte das mit der versteckten Gewinnwarnung, die Anfang Februar herauskam? Woran liegt es, dass für 2002 lediglich mit einem operativen Ergebnis von 2,6 Milliarden Euro ausgegangen wird und nicht mehr von den noch vor einem Jahr prognostizierten 5,5 bis 6,5 Milliarden Euro?

Liegt es an Freightliner, liegt es an Chrysler? Und wer hat Recht - Schrempp, der bei Chrysler für das laufende Geschäftsjahr noch immer ein positives Ergebnis sieht, oder Zetsche, der von einer "schwarzen Null" spricht?

Ein dickes Minus

Nach Angaben von Michael Raab, Analyst von Sal. Oppenheim, hat keiner bisher Tacheles geredet. Sal. Oppenheim sieht das adjustierte operative Ergebnis für Chrysler im Jahr 2002 bei minus 730 Millionen Euro. "Die Rahmenbedingungen stimmen nicht, um den Break-even zu erreichen", sagte Raab gegenüber manager-magazin.de.
 
Auf der Seite Kostenersparnis habe Chrysler die Erwartungen des Bankhauses zwar erfüllt und sogar übertroffen. Beim Absatz könne aber nicht der angestrebte Marktanteil von 14,1 Prozent in den USA erreicht werden. Im vergangenen Jahr lag er bei rund 13 Prozent. "Sollten 14,1 Prozent Marktanteil in diesem Jahr erreicht werden, ginge das nur mit erheblichen Preiszugeständnissen", denn die Konkurrenz kaufe sehr aggressiv Marktanteile. So oder so kommt laut Raab Chrysler in diesem Jahr nicht auf den grünen Zweig.

Quelle: manager-magazin.de  

3498 Postings, 6511 Tage BrummerDaimlerChrysler: Doppelte Überraschung

 
  
    #2
19.02.02 23:12
Von Katy Hillmann

Nach einer Vorstandssitzung am 6. Februar teilte der DaimlerChrysler-Konzern  mit, dass im Jahr 2001 der Betriebsgewinn (Operating Profit) ohne Einmaleffekte im Jahr 2001 mit 1,3 Milliarden Euro innerhalb des vor einem Jahr angekündigten Zielkorridors von 1,2 bis 1,7 Milliarden Euro lag. Der in den so genannten "Meilensteinen" im Februar 2001 angekündigte Operating Profit für 2002 in Höhe von 5,5 bis 6,5 Milliarden Euro werde allerdings wegen des schwächeren Konjunktur- und Marktumfeldes nicht erreicht. Immerhin wolle man das Doppelte des Vorjahresniveaus, also 2,6 Milliarden Euro, "sehr deutlich übertreffen".

Probleme machte auch Freightliner. Der Absatz verringerte sich 2001 um 34 Prozent auf 100.400 Lastwagen. Nutzfahrzeugvorstand Eckhard Cordes korrigierte die Prognose für den US-Markt für Schwerlaster nach unten. "Ich gehe für 2002 nur noch von einem Markt von 150.000 verkauften Fahrzeugen in den USA und Kanada aus", wurde er im "Handelsblatt" zitiert. Bei der Vorstellung des Sanierungskonzeptes für die angeschlagene US-Tochter Freightliner hatte Cordes im Oktober 2001 noch mit gut 170.000 verkauften Lkw gerechnet. Der Manager hält jedoch hartnäckig an seinem Sanierungskonzept fest und glaubt, Freightliner 2003 wieder in die Gewinnzone zu bringen.

Quelle: manager-magazin.de
 

3498 Postings, 6511 Tage BrummerDaimlerChrysler: Meilensteine 2001

 
  
    #3
19.02.02 23:14
Von Katy Hillmann

Am 26. Februar 2001 verkündete Vorstandschef Jürgen E. Schrempp auf der Bilanzpressekonferenz, wie es in Zukunft mit dem Konzern weiter gehen soll. Für die nahe Zukunft versuchte er nichts schönzureden: DaimlerChrysler werde im ersten Quartal aufgrund der Sanierungsmaßnahmen für die Chrysler Group und die japanische Mitsubishi Motors tiefrote Zahlen schreiben. Für das gesamte Jahr erwartete der Konzern einen Operating Profit zwischen 1,2 und 1,7 Milliarden Euro.

Für 2002 allerdings gaben sich Schrempp und seine Vorstandskollegen bereits wieder zuversichtlich. Der Konzern sollte ein Operating Profit von 5,5 bis 6,5 Milliarden Euro erreichen, dem Belastungen von bis zu einer Milliarde Euro gegenüberstünden. Das Szenario sah für 2003 einen Operating Profit zwischen 8,5 und 9,5 Milliarden Euro vor.

Für die Chrysler Group legte das Management ein Restrukturierungsprogramm mit so genannten "Meilensteinen" fest. 19.500 Arbeitsplätze in der Fertigung sollten bis 2003 abgebaut und sechs Werke stillgelegt werden. Massive Einsparungen bei den Materialkosten sollten zusätzlich den Weg aus dem Schuldensumpf bereiten. Für 2001 erwartete die Chrysler Group mit Dieter Zetsche an der Spitze einen operativen Verlust zwischen 2,2 und 2,6 Milliarden Euro. Für 2002 wurde ein "leicht positives Ergebnis" und für 2003 ein operativer Profit von über zwei Milliarden Euro vorausgesagt.

Und wie sieht es zwölf Monate später aus? Die undurchsichtige Informationspolitik bei DaimlerChrysler macht es den Aktionären nicht leicht, zu erkennen, wo Chrysler derzeit steht und wie es weiter geht. Eine Hinhaltetaktik kann weder von der Großaktionärin Deutsche Bank, noch von den privaten Anlegern gebilligt werden. DaimlerChrysler  sollte sein Vertrauen nicht unnötig verspielen. Der Aktienkurs zeigt - es ist ohnehin nicht mehr groß.

Quelle: manager-magazin.de
 

3498 Postings, 6511 Tage BrummerDaimlerChrysler: Ungleiche Töchter

 
  
    #4
19.02.02 23:16
Während Chrysler in den USA um zehn Prozent einbricht, glänzt Mercedes in 2001 mit einem Rekord.

Detroit - General Motors, Ford und Chrysler haben im vergangenen Jahr dank eines starken Endspurts in den letzten Monaten des vergangenen Jahres respektable US-Absatzzahlen für 2001 verbucht. Sie konnten im Dezember auf Grund der Nullzins-Angebote beim Autokauf auf Kredit ihre Verkaufszahlen ausbauen.

General Motors steigerte den Dezemberverkauf um 7,2 Prozent auf 362.169 Stück. Die Gesamtauslieferungen des Branchenführers fielen im Jahr 2001 um ein Prozent auf 4,9 Millionen Fahrzeuge.

Ford verkaufte im Dezember 2001 insgesamt 281.158 Autos oder 2,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Der zweitgrößte Autokonzern der Welt lieferte im vergangenen Jahr 3,97 Millionen Autos aus, ein Minus von 5,5 Prozent.

Chrysler, die amerikanische Tochter von DaimlerChrysler , steigerte ihren Absatz im Dezember um sechs Prozent auf 178.001 Autos. Für das Jahr 2001 gab es jedoch einen Verkaufsrückschlag von zehn Prozent auf 2,27 Millionen Autos.

Rekord trotz Dezemberflaute

Mercedes-Benz USA hat im Dezember einen Absatzrückgang von 1,1 Prozent auf 20.076 Autos verbucht. Die für den Mercedes-Verkauf zuständige DaimlerChrysler-Tochter steigerte ihren Absatz für das Jahr 2001 leicht um 0,5 Prozent auf 206.638 Einheiten - ein Rekordergebnis.

Wie DaimlerChrysler am Donnerstag mitteilte, stieg der Absatz der Mercedes C-Klasse im vergangenen Jahr um 48 Prozent, die CL-Klasse legte um 70 Prozent zu. Der Absatz der Geländewagen der M-Klasse belief sich den Angaben zufolge auf 45.655 Einheiten. Auch die Cabriolets der CLK-Familie verzeichneten eine deutliche Steigerung der Nachfrage. Der Absatz kletterte um 9,1 Prozent auf 19.423 Stück.

Porsche erhöhte seinen Dezember-Absatz gegenüber der Vorjahresvergleichszeit um 17 Prozent auf 1744 Sportwagen und den Jahresabsatz um drei Prozent auf 23.041 Stück.

Quelle: manager-magazin.de
 

3498 Postings, 6511 Tage BrummerAutohersteller: Wer macht das Rennen?

 
  
    #5
19.02.02 23:19
Das Jahr 2002 steht im Zeichen der Konjunkturflaute. Analysten sehen bei BMW noch die besten Chancen, den Absatz zu steigern. VW sitzt auf einem veralteten Golf und Mercedes-Benz hat mit Chrysler eine schwächelnde Schwester im Nacken.

Hamburg - "In Schwächephasen entwickeln sich generell Premiummodelle besser als Volumenmodelle", sagt ein Branchenexperte gegenüber manager-magazin.de. Von daher hätten BMW und Mercedes-Benz unter den großen deutschen Auto-Herstellern die bessere Ausgangsposition verglichen mit Volkswagen.

BMW  hatte bereits im Dezember angekündigt, im Jahr 2002 erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als eine Million Autos zu verkaufen. Der Mini ist ganz neu im Sortiment und pusht den Absatz. Darüber hinaus ist der 7er, nachdem er 2001 neu auf den Markt kam, wieder voll verfügbar. "Bei BMW kann ich mir einen neuen Absatzrekord deshalb ohne weiteres vorstellen", so der Experte.

Den Erfolgskurs der Münchener sieht er durch den Führungswechsel nicht gebremst. Im Mai übernimmt Helmut Panke den Vorstandsvorsitz von Joachim Milberg.

Kaufen bis der Arzt kommt

Mercedes-Benz stellt im Januar in Brüssel die neue E-Klasse vor, die neben der C-Klasse das Volumenmodell der Schwaben ist. Das sorgt für positive Impulse. Allerdings bekommt DaimlerChrysler  den Absatzeinbruch in den USA durch seine Tochter Chrysler in voller Härte zu spüren.

Der Gesamtmarkt in den USA werde um neun Prozent von 17,1 Millionen abgesetzten Autos 2001 auf 15,5 Millionen Autos 2002 schrumpfen, sagt Analyst Michael Raab von Sal. Oppenheim. Auf Grund der Rabatte und Zinsen von Null Prozent wurden Ende 2001 noch Autos von General Motors, Ford und Chrysler gekauft "bis der Arzt kommt". Diese Nachfrage falle 2002 weg.

Chrysler plante im Februar 2001 noch, im Laufe des Jahres 2002 die schwarze Null zu erreichen. "Das sieht aufgrund der negativen Preis- und Mengeneffekte nun schwierig aus", so Raab.

Keine leichte Aufgabe für Pischetsrieder

Auf Volkswagen  und seinen neuen Vorstandschef Bernd Pischetsrieder kommen ebenfalls schwierige Zeiten zu. Pischetsrieder tritt im April die Nachfolge von Ferdinand Piëch an.

Mit Häme bezüglich der Namensgebung des neuen Vorzeigeobjekts, dem "Pheaton", endete das Jahr 2001. Ein schlechtes Omen? Das Gezerre um das mehr als 40 Jahre alte und von Brüssel missbilligte VW-Gesetz dürfte 2002 weitergehen. Das Gesetz räumt dem Land Niedersachsen als größtem Aktionär (knapp 20 Prozent) Sonderrechte ein und erschwert dadurch eine feindliche Übernahme. Die Flaggschiffe Golf und Passat kommen erst 2003 in überarbeiteter Form auf den Markt. Somit haben die Konkurrenten Fiat und Peugot gute Chancen, Marktanteile zu gewinnen.

Immerhin: Pischetsrieders Strategie, die Autopalette in zwei Linien zu gliedern - eine klassische mit VW, Skoda, Bentley und Bugatti im Programm und eine sportliche mit Audi, Seat, Lomborghini - begrüßen Analysten. "Wir müssen allerdings erst abwarten, was konkret hinter dem Konzept steht."

Die Terroranschläge vom 11. September bekam auch der Zuffenhausener Luxushersteller Porsche zu spüren: Nach einer Reihe von sehr erfreulichen Monaten brach beim Boxster der Absatz um bis zu 40 Prozent ein. "Der 911er hielt sich in der Folgezeit der Anschläge aber erstaunlich gut", sagt ein Analyst der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

2001/2002 würden Absätze und Umsätze bei Porsche  gegenüber dem vorigen Geschäftsjahr auf jeden Fall wieder steigen. "Bei dem Geländewagen Cayenne, der im Herbst auf den Markt kommt, wird mit einer Marge von über 15 Prozent gerechnet. Und das ist eine konservative Schätzung", so der Helaba-Analyst. Der Cayenne profitiere von Synergie-Effekten aus der Zusammenarbeit mit VW. Verglichen mit anderen Porsche-Modellen seien die Herstellungskosten niedrig. "Insgesamt sieht es für Porsche nach einem Erfolg versprechenden Jahr aus."


Quelle: manager-magazin.de
Katy Hillmann

 

20520 Postings, 6877 Tage Stox DudeDaimler Chrysler wird im Kleinwagensegment

 
  
    #6
19.02.02 23:38
ab Mitte 2002 enorm zulegen, darunter fallen Fzgtypen wie z.B.
Smart 2 und ab 2003 4 sitzer, A-Klasse, Vaneo, C-Klasse, Mitsubishi.......

Aufgrund der platform sharing werden die Kosten drastisch reduziert, sowie
die Verlagerung von Produktionsstaetten und Productsourcing.

just ne short info  

3498 Postings, 6511 Tage BrummerWillkommen in der Realität, Herr Schrempp!

 
  
    #7
20.02.02 09:01
Der deutsch-amerikanische Autobauer erwartet für dieses Jahr einen operativen Gewinn von nur noch 2,6 Milliarden Euro und bestätigt damit die niedrigeren Gewinnerwartungen. Der Umsatz wird 2002 wahrscheinlich um sieben Prozent sinken und erst 2004 wieder das Niveau des vergangenen Jahres erreichen.

Sindelfingen - DaimlerChrysler  hat die niedrigere Gewinnerwartung für das Jahr 2002 bestätigt. Der Autohersteller erwarte im Konzern einen um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn, der das Doppelte des Vorjahresniveaus sehr deutlich übertreffe, teilte das Unternehmen DaimlerChrysler am Mittwoch anlässlich der Bilanzpressekonferenz mit.

Im vergangenen Jahr hatte der Operating Profit ohne Sondereffekte 1,3 Milliarden Euro betragen, so dass für 2002 von deutlich über 2,6 Milliarden Euro ausgegangen wird. Ursprünglich hatte DaimlerChrysler einen Betriebsgewinn von 5,5 bis 6,5 Milliarden Euro erwartet. Für 2002 rechnet DaimlerChrysler mit einem Konzernumsatz von 142 Milliarden Euro. 2001 hatte das Unternehmen 153 Milliarden Euro erlöst. Erst 2004 soll mit dann 156 Milliarden Euro dieses Niveau wieder erreicht werden.

Stuttgart hui, Auburn Hills pfui

Die Pkw der Marke Mercedes-Benz (inklusive Smart) haben im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis eingefahren. Der Operating Profit dieses Geschäftsfeldes wuchs um rund 800 Millionen Euro auf 2,95 Milliarden Euro.

Die Verluste beim amerikanischen Konzernzweig Chrysler fielen laut DaimlerChrysler 2001 leicht niedriger als erwartet aus. Der um die Restrukturierungskosten bereinigte operative Verlust betrug 2,18 Milliarden Euro. Ursprünglich waren 2,2 bis 2,6 Milliarden Euro Verlust kalkuliert worden.

Der von schwacher Nachfrage geplagte Bereich Nutzfahrzeuge konnte nur noch 51 Millionen Euro Gewinn einfahren, nachdem im Jahr 2000 noch 1,2 Milliarden Euro Gewinn erreicht wurden.

Quelle: manager-magazin.de


 

   Antwort einfügen - nach oben