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Augstein vergleicht Scharon mit Hitler


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Neuester Beitrag: 17.12.01 07:17
Eröffnet am: 16.12.01 10:50 von: Kopi Anzahl Beiträge: 13
Neuester Beitrag: 17.12.01 07:17 von: taos Leser gesamt: 820
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1712 Postings, 7278 Tage KopiAugstein vergleicht Scharon mit Hitler

 
  
    #1
1
16.12.01 10:50
In einem Kommentar zum Nahost-Konflikt ignoriert der „Spiegel“-Gründer Rudolf Augstein den Terror radikaler Palästinenser gegen die Juden und versteigt sich zu einem unzulässigen Vergleich.

Rudolf Augstein, Gründer und Herausgeber des „Spiegel“, hatte immer schon ein gespanntes Verhältnis zu jüdischen Themen.
Die Tätigkeit hochrangiger Nazis in Führungspositionen des „Spiegel“ während der Nachkriegszeit ist bekannt und wurde von Augstein weder bestritten noch als problematisch anerkannt. Eine „Aufarbeitung“ der eigenen Vergangenheit hat es im „Spiegel“ nie gegeben. Im selben Maß, in dem das Nachrichtenmagazin Aufklärung bei anderen gefordert hat, hat es im eigenen Bereich versagt.

Das hat Folgen. Im aktuellen Heft vergleicht Augstein den israelischen Premier Ariel Scharon mit Hitler. Er wirft Scharon vor, Arafat zu isolieren und auf das Ende des Palästinenserpräsidenten zu warten. Dasselbe hätte auch Hitler getan, als er den Sturz Chamberlains herbeigesehnt hätte. Augstein: „Nachdem Hitler seinen Teufelspakt mit Stalin geschlossen hatte, erwartete er mit äußerster Ungeduld den Sturz der Regierung Chamberlain.“ Erst Hitlers Berater hätten den Diktator darauf aufmerksam gemacht, dass mit Churchill kein Besserer nachkommen würde.

Zwar erweist sich dieser Vergleich schon bei oberflächlichem Nachdenken als Unsinn. Augstein schreibt, dass, analog zu Churchill auf Chamberlain, nur noch radikalere Palästinenser auf Arafat folgen würden. War Churchill eigentlich ein Terrorist? Wer ist der Stalin im Nahen Osten? Ist es nicht so, dass die Juden längst völlig auf sich gestellt, alleingelassen sind? Aber darum geht es nicht.

Augstein beruft sich in seiner Kritik auf aus dem Zusammenhang gerissene Stellungnahmen französischer Medien und bringt es dabei fertig, in seiner ganzen Analyse die grauenvollen Terrorangriffe auf israelische Jugendliche und Kinder in Tel Aviv und Jerusalem vollständig zu ignorieren. Augstein verschweigt die Tatsache, dass die israelische Regierung lange und mehrfach gezögert hat, auf die immer schlimmer werdenden Attentate gegen die eigene Zivilbevölkerung zu reagieren.

Die Demütigung der Palästinenser ist eine Katastrophe. Aber die Ursache für die Eskalation im Nahen Osten einseitig den Juden zuzuschreiben – das erinnert an die DDR-Propaganda gegen die „Zionisten“. Der DDR Meinungstotalitarismus war nichts anders als die Fortsetzung der Nazi-Propaganda in Rot. Augsteins Vereinfachungen sind in diesem Kontext zu lesen.

Nur folgerichtig ist der einzige Terror, der in Augsteins Text vorkommt, der von einem „jüdischen Terroristen“ verübte Mord an Jitzak Rabin. Der Text schürt, wenn man ihn genau analysiert, einen latenten Antisemitismus. Jüdische Politiker – wie sehr man auch ihre Politik ablehnen mag! – mit Hitler zu vergleichen, war bisher das Privileg radikaler arabischer Zeitungen. Aus deutscher Sicht sollte man davon die Finger lassen. Es ist zu platt um wahr zu sein.

 

9161 Postings, 7333 Tage hjw2Der Text schürt nicht einen latenten

 
  
    #2
16.12.01 11:15
Antisemitismus...Augstein leidet nicht unter dem deutschen Judenkomplex..
er legt den Finger in die Wunde, Sharon ist das übelste was den beiden Völkern
passieren konnte, er gehört aus dem politischen Alltag entfernt.
50 Jahre Unterdrückung, Krieg, keine Zukunftsperspektiven, Lagerleben..
die Palästinenser sind keine Masochisten...
Fehlt nur noch dass sich Arafat für die gute Behandlung bei den Israelis bedankt...
Sharon ist und bleibt ein per Haftbefehl gesuchter Verbrecher...  

1056 Postings, 6816 Tage Nowonder@ kopi erzähl das deiner JU-Ortsgruppe

 
  
    #3
16.12.01 11:58
Woher hast du den Artikel? Nicht zufällig aus der JU-Zeitung, dem Bayerkurrier
oder FOCUS(dem heimlichen Kampfblatt der CDU)?

Nowonder  

21160 Postings, 7548 Tage cap blaubärbei aller liebe mit dem ausm gefängnislassen

 
  
    #4
16.12.01 12:34
der attentäter(was als fanal ne schlimmere wirkung hat als die personen)hat arafat das schlauchboot ziviler staat verlassen und schwimmt inner terrorsee so rum auch seine nichtnachfolger(alle weggebissen worden)lässt in der zukunft nix gutes ahnen(solang macht er leider nicht mehr)
das sharon mit seiner haudraufpolitik etwa genausoblöd dasteht iss ja unbestritten aber ne neuwahl könnte da linderung bringen datt sieht bei den palestinis übler aus,vielleicht meint das schicksal es gut mit uns und beide verschwinden inner mülltonne der geschichte mit vernünftiger nachfolge
blaubärgrüsse  

2 Postings, 6629 Tage jbhaushmmm Kopi...

 
  
    #5
16.12.01 13:29
Hei Kopi!

Also ohne den Spiegelartikel zu kennen: Dein Artikel scheint mir nicht weniger polemisch, als der, den Du beschreibst!?

Du hast mich ziemlich neugierig auf den entsprechenden Kommentar von R. Augstein gemacht... aber mehr nicht. Zu viel, von Deinen Aussagen war schlicht disqualifizierend? z.B.: Es macht sich vom rethorischen her sicherlich gut, den Artikel einzuleiten, indem Du suggerierst, der Spiegel sei rechts.

Aber: *lol* Hallo???? Was denn das für 'ne Aussage?

Das ändert nichts daran, daß der besagte Spiegelartikel wahrscheinlich arg provizierend ist, vermutlich arg an der Grenze zum "artig sein" und sicherlich viele Gefühle verletzt. Aber man sollte den Spiegel inzwischen gut genug kennen, daß man den Artikel in die "provozierende" Ecke schiebt.

Sicherlich verletzt dieser Artikel Gefühle, wie es wohl auch bei Dir geschehen ist.

Aber halt Dich mal im Zaum, wenn Du gegen Einseitigkeit wettern willst!???

Jan Brinkhaus  

1712 Postings, 7278 Tage KopiKommentar aus der ---www.netzeitung.de--- o.T.

 
  
    #6
16.12.01 13:35

4706 Postings, 6640 Tage R.A.P.Sharon

 
  
    #7
16.12.01 13:42
und seine amerikanischen Judenfreunde nehmen sich wirklich eine Menge heraus.

Wir sollten hier im Board allerdings nicht über Politik schreiben.

Gruß
R.A.P.  

6836 Postings, 7160 Tage Egozentriker@ kopi + R.A.P.

 
  
    #8
16.12.01 18:04
@ kopi

Zitat: "Ist es nicht so, dass die Juden längst völlig auf sich gestellt, alleingelassen sind?"
Das ist doch wohl ein Scherz ?!

@ R.A.P.

Wieso nicht ?  

1103 Postings, 6658 Tage promSharon ist

 
  
    #9
16.12.01 18:11
sehr schlimm.

Arafat ein ehemaliger Terrorist wie Sharon.

Hitler und Stalin sind Super-Verbrecher, die ca. 80 Mio Tote auf dem Gewissen haben.

Augstein ist seit vielen Jahren im Dauersuff!

Das weiss jeder beim "Spiegel"  

12644 Postings, 7200 Tage TimchenToll was man hier so alles lernt ...

 
  
    #10
16.12.01 23:02
Scharon ist wie Hitler
Arafat ist wie Chamberlain

Ist Bin Laden wie Mussolini ?

Aber wer ist Stalin ?
Und wo steht Roosevelt ?

Hat Augstein schon seinen Platz im Pflegeheim sicher ?
ER hat ihn dringend nötig.

Fragen über Fragen, die keiner Antwort bedürfen.

Timchen  

14 Postings, 7298 Tage skelettScharon mit Hitler zu vergleichen ist in

 
  
    #11
16.12.01 23:19
gewisser Hinsicht schon legitim. Schließlich hält er ein Großteil eines Landes besetzt, welches ihm nicht gehört. Auch ist er in seinen Ansichten ähnlich verbohrt wie andere Kriegstreiber auch. Es macht ihn auch nicht besser, daß es einen Hitler oder Stalin gab, die Mio. von Menschen auf dem Gewissen haben. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, daß Scharon mit derart hohen Opfern kein Problem hätte.  

9045 Postings, 6931 Tage taosHitler ist glücklicherweise tot! o.T.

 
  
    #12
1
16.12.01 23:27

9045 Postings, 6931 Tage taosOhh, habe ich Hitler beleidigt?

 
  
    #13
17.12.01 07:17
Wer gibt mir dafür einen schwarzen Stern?

Was sind das für Moderatoren.

Taos
 

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